Körpergefühl, Übungen, Missverständnisse [S4E15]
20.02.2026 17 min
Zusammenfassung & Show Notes
Jürgen fragt sich (unter anderem): Wie hat sich dein Verhältnis zu deinem Körper seit Beginn der Schmerzen verändert?
Körpergefühl, Übungen, Missverständnisse [S4E15]
Die Fragen in dieser Episode:
- Wie hat sich dein Verhältnis zu deinem Körper seit Beginn der Schmerzen verändert?
- Wie integrierst du therapeutische Übungen in deinen Alltag?
- Hast du manchmal das Gefühl, von anderen nicht verstanden zu werden? Wie gehst du damit um?
Alle Fragen findest du auch auf der Webseite – hier kannst du auch deine Antworten hinterlassen, mit Anderen diskutieren oder neue Fragen vorschlagen.
Was ich mir aus dieser Episode mitnehme?
Jürgen, such endlich mal deine Hanteln!
Und hier das Video zur Folge: Youtube.
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⭐⭐⭐⭐⭐ – Bewertungen helfen mir und diesem Projekt, die Sichtbarkeit zu erhöhen und mehr Menschen in ähnlich herausfordernden Situationen zu erreichen. Nicht, weil ich glaube, dass ich ihnen helfen kann – aber zumindest möchte ich ihnen auf diesem Weg ein ganz, ganz herzliches „Ihr seid nicht allein“ über den Zaun werfen.
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📜 Das Schmerzmanifest, das in diesem Podcast gelten soll:
- Schmerzen sind kein Tabuthema.
- Jede und jeder hat das Recht auf den eigenen Schmerz. Vergleichen ist verboten. Wir alle gehen mit Schmerz subjektiv um, das muss respektiert werden.
- Ich präsentiere keine Lösungen, nur Erfahrungen und Impulse.
- Schmerz definiert mich nicht als Persönlichkeit.
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Transkript
Okay, hi. Hey meine lieben Chronis, das ist jetzt ein bisschen weird,
weil ich gerade im Auto sitze und das ist so überhaupt nicht die typische Podcast-Situation,
aber ich muss gerade meine Leute zum Bahnhof fahren und habe jetzt vor meiner
Psychotherapie 20 Minuten Zeit und ich habe mir gedacht, hey,
warum nicht das nutzen und einfach schnell eine Podcast-Episode aufnehmen.
Ja, schauen wir mal, wie gut das geht. Verzeiht es mir, wenn das vielleicht
vom Klang her und vom Abente her nicht so ruhig und entspannt ist wie sonst.
Aber ich habe mir meine Fragekarten mitgenommen.
Ich bin vorbereitet. Ich habe die Kamera dabei und ich nutze jetzt einfach die Zeit.
So, warum auch nicht, bevor ich jetzt 20 Minuten aufs Handy starre.
Warum nicht einfach podcasten?
Und ich muss mich ein bisschen ranhalten. Also die Zeit ist jetzt nicht so großzügig
bemessen. Von daher springen wir direkt rein und fangen an mit Frage 1.
Körperliches. Wie hat sich dein Verhältnis zu deinem Körper seit Beginn der Schmerzen verändert?
Ich glaube gar nicht mal so sehr. Also das ist irgendwie weird.
Das ist ein weirdes Gefühl.
Keine weirde Frage, aber es ist ein weirdes Gefühl. Ich war nämlich früher auch
schon nicht sehr eins mit meinem Körper.
Also ich hatte früher auch schon den Eindruck, dass mein Körper oft gegen mich arbeitet.
Und das nicht böswillig oder nicht, da habe ich auch damals nicht groß drüber
nachgedacht, aber ich habe mich noch nie so richtig im Einklang mit meinem Körper gefühlt.
Ich kann mich erinnern, ich hatte immer schon...
Mal, keine Ahnung, diffuse Schmerzen, diffuse Magenschichten.
Ich hatte als Kind ganz oft Nasenbluten zum Beispiel und auch immer mal wieder Kopfschmerzen.
Und ich habe schon gelernt damals, okay, das ist was, damit muss man einfach
klarkommen, damit muss man leben.
Da lohnt es sich nicht, nach Ursachen zu suchen.
Da lohnt es sich nicht, sich drüber zu cremen.
Das ist einfach das Leben. und das ist ja auch heute noch so,
also immer mal wieder, dass irgendwas wehtut, irgendwas zwickt, irgendwas kneift.
Jetzt mit Mitte 40 wird es natürlich nochmal deutlich mehr als damals mit Mitte
10, kann man das sagen? Mitte 10?
Also wenn ich so an die Zeit vor meiner Krankheit denke, dann denke ich tatsächlich
so in ein Alter von 15 zurück.
Wobei es da natürlich noch, also eigentlich Ich fing es deutlich später an,
aber wenn ich so an unbeschwert und an Problemen und sorgenfrei denke,
dann bin ich so 15 in meinem Kopf ungefähr.
Witzigerweise das Alter, das meine Tochter jetzt hat. Ich weiß nicht,
ob das damit irgendwas zu tun hat. Wahrscheinlich nicht.
Aber ich war damals schon nicht sehr allein mit meinem Körper und ich bin es heute auch nicht.
Also heute habe ich natürlich noch mehr das Gefühl, mich aktiv von meinem Körper zu distanzieren.
Und ich spüre auch eine Spaltung, die nicht nur positiv, aber auch nicht nur negativ ist.
Also ich nehme tatsächlich Körper und Geist so ein bisschen als zwei Entitäten
wahr und da würde jetzt wahrscheinlich jeder Psychologe sagen,
oh, gefährlich, schwierig, was weiß ich.
So eine Abspaltung, das ist wahrscheinlich nicht gesund.
Aber ich glaube, das hat schon sehr früh angefangen, dass ich das so ein bisschen
so wahrnehme und das ist die Veranlagung für diese Einschätzung.
Von daher, spannende Frage, es hat sich nicht so stark verändert,
wie man vielleicht meinen möchte.
Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, wie das jetzt auf Außenstehende wirkt.
Das klingt sehr, sehr komisch.
Für mich ist das aber irgendwie, weil es fühlt sich ganz natürlich an.
Also es ist nicht so, dass jetzt mein Körpergefühl jetzt ein ganz anderes ist
als in der Vergangenheit.
Das hat sicherlich auch was damit zu tun, wie wir Erinnerungen verarbeiten und abspeichern.
Spannend. Beantwortet es mir mal. Die Frage könnt ihr jetzt auf der Webseite
mit Kommentaren beantworten.
Und zwar ist das die Frage 107. Also ihr könnt auf die Webseite gehen,
könnt dort nach dieser Frage suchen und könnt da euren Kommentar,
eure Meinung hinterlassen.
Ihr könnt es mir auch bei Mail schicken, ihr könnt es auch irgendwo unter diese
Folge packen, aber finde ich spannend.
Gehen wir zur nächsten Frage. Therapeutisches.
Wie integrierst du therapeutische Übungen in deinen Alltag?
Das ist eine Frage, die, glaube ich, die meisten Menschen, die meisten Menschen,
wenn sie wirklich hundertprozentig ehrlich sind, mit gar nicht oder so gut wie gar nicht beantworten.
Und ich weiß echt nicht, warum. Ich weiß echt nicht, woran es liegt.
Also man schafft es ja auch, sich, keine Ahnung, Zähneputzen in den Alltag zu
integrieren und rasieren. rasieren, wobei mir das auch schon immer nicht gut gelingt.
Aber also wenn es um Übungen geht, es gibt tatsächlich immer wieder so Anläufe.
Also dann habe ich mal einen Taraband, dann habe ich mal die Shakti-Matte,
dann habe ich mal wirklich so ein paar Körpergewichtsübungen,
dann habe ich mal Schlingen, habe ich mir auch schon selber gebastelt und aufgehangen zu Hause.
Aber ich kriege es nicht hin, das kontinuierlich einzusetzen,
weil ich komme immer an den Punkt, wo ich das Gefühl bekomme,
ah, das hilft nicht wirklich.
Also es ist immer, ich fange damit an, dann fühlt es sich gut an und dann kommt
ein schlechter Tag. Und dann habe ich immer das Gefühl, ja, okay,
das bringt ja alles nichts.
Und dann unterbreche ich die Routine und fange sie oft nicht wieder an.
Und das ist ein Muster. Das kenne ich.
Ich weiß nicht, mein Wille reicht nicht, das Muster zu durchbrechen.
Ich weiß nicht, was das über mich sagt.
Da bin ich schwach, tatsächlich, was das angeht. Aber ich meine,
meine Vermutung wäre, dass viele andere Leute auch ähnlich schwach sind.
Also zumindest, ich hatte mal einen Physiotherapeuten, mit dem ich sehr,
sehr häufig über solche Dinge geredet habe.
Und nach dem, was ich da gehört habe, glaube ich, dass andere Leute da ähnlich
ticken. Und ich weiß aber nicht, warum.
Also das ist wie Vitamine zu sich nehmen.
Das ist wie, keine Ahnung, also man weiß ja, ich weiß ja, dass es mir gut tut.
Und trotzdem kriege ich es nicht hin.
Und witzigerweise war ich letzte Woche bei meiner, nee, Anfang dieser Woche
bei meiner Hausärztin und die hat auch gesagt, ja, also Klettern gehen ist schön
und gut, das ist aber eigentlich für die Haltung und für die Probleme, die daraus entstehen.
Also für die Haltung, in der ich hauptsächlich arbeite und die Probleme,
die daraus entstehen, eigentlich die falsche Art von Bewegung,
weil es immer alles verkrampft und nach vorne und gekrümmt und zusammen.
Und wer schon mal jemanden gesehen hat, der seit, ich weiß nicht,
20 Jahren klettert, die haben oft auch tatsächlich so einen gewissen Haltungsschaden,
wo so die Schulter nach vorne gesunken sind, so ein bisschen der Rücken ein
bisschen so krumm gemacht wird.
Also es gibt so eine ganz typische Kletterer-Pose.
Das könnt ihr auch mal im Internet schauen. Und ja, das ist natürlich sehr nahe
an der Schreibtischtäter-Pose.
Und da bin ich vielleicht mit Stehen am Schreibtisch schon ein bisschen besser
unterwegs als Leute, die dann auch noch acht Stunden am Tag sitzen am Schreibtisch.
Aber natürlich ist es nicht geil. Und ich müsste eigentlich öffnende Bewegungen machen.
Also meine Haushälte hatten mir jetzt geraten. Gewichte und einfach so Sidearmheben
und Trizeps und alles, was die Arme so ein bisschen nach oben bringt und den Brustkorb aufmacht.
Schwimmen wäre vielleicht auch was, wobei natürlich auch nicht alle Arten von
Schwimmen gut für den Nackenmuskelbereich sind.
Fitnessstudio, gezieltes Training, gezieltes Öffnen des Training,
so Butterfly, so Reverse Butterfly und so, das wäre wahrscheinlich gut.
Und ich habe mir fest vorgenommen, das irgendwie in meinen Alltag zu integrieren,
am Schreibtisch irgendwie Pausen zu nutzen, Pausen zu schaffen,
um das zu machen, aber um hundertprozentig ehrlich zu sein,
ich war am Montag bei der Ärztin, jetzt ist Freitag und ich habe es nicht geschafft,
in meinen Alltag zu integrieren, nicht einmal.
Also da machen wir uns nichts vor. Ich habe da ein schlechtes Gewissen.
Ich habe da ein wahnsinnig schlechtes Gewissen deswegen.
Und ich weiß nicht, was ich tun muss, damit ich genau diesen Punkt besser in
den Griff kriege. Wenn ihr da Strategien und Tests habt und Vorgehensweisen,
die für euch funktionieren, lasst es mich gerne wissen.
Ich erinnere mich gerade auch an den Herr Schausen-Beitrag, wo ich mich ein
bisschen über die ältere Dame beschwert habe, die einfach in den Garten geht,
ein bisschen mit ihrem Stückchen Übungen macht und dann ihr Glas voll Opioide absetzen kann.
Fühle ich mich so ein bisschen wie ein Heuchler natürlich. Weil genau das ist
was, was ich nicht sehr gut kann.
Aber ich muss zu meiner Verteidigung auch sagen, es gab schon Phasen, da habe ich das getan.
Da habe ich das integriert, auch über Wochen und Monate hinweg.
Und das hat nichts verändert.
Und dann ist natürlich die Motivation auch ein Problem.
Deswegen gehe ich klettern, weil das ist das Einzige, das ich in meinem Leben
gefunden habe, sportlich betrachtet jetzt, zu dem ich mich motivieren kann,
auch über längere Zeit hinweg. Das mache ich jetzt schon über zehn Jahre.
Und ich habe noch nicht viele Sportarten in meinem Leben entdeckt,
die ich so lange durchgehalten habe. Also genau eine.
Ja, also letztes Gewissen, ein guter Anfang, aber es ist natürlich nicht sehr aktiv.
Also Hausaufgabe, Jürgen, mehr sportliche Übungen in den Alltag integrieren.
So, jetzt werde ich wahrscheinlich gleich sehr weird angeguckt von dem,
der gerade neben mir einpackt. Gucken wir mal.
Ich tue mal so, als würde ich einfach nur sitzen und vielleicht telefonieren.
An den Schnitt. Hier bitte einen Schnitt einfügen.
Na, ich sitze da im Ordnung, die gute Frau. Na ja, gut, dann machen wir weiter mit der nächsten Frage.
Psychisch ist. Hast du manchmal das Gefühl, von anderen nicht verstanden zu
werden? Und wie gehst du damit um?
Ja, naja, ich meine, darüber reden wir hier in diesem Podcast.
Also so gehe ich damit um. Ich versuche mich ständig zu hinterfragen,
ob es an mir liegt, ob ich es einfach nicht richtig erkläre,
ob ich nicht den richtigen Weg gefunden habe, es anderen zu beschreiben.
Und ich versuche es natürlich anderen zu beschreiben. Also ich versuche anderen
zu erklären, was in mir los ist.
Und ich kann das im persönlichen Gespräch manchmal nicht so gut,
aber ich kann es im Podcast, komischerweise. Selbst mit Kamera habe ich auch
gedacht, das wird mir schwerer.
Da schaffe ich es. Ich stehe jetzt hier auch im Parkplatz zur Psychotherapie.
Ich schaffe es auch ein Stück weit in der Therapie.
Und einen anderen Weg gibt es nicht. Natürlich wird es immer Missverständnisse
geben, Aber wir müssen im Hinterkopf behalten, dass wir den anderen auch überhaupt
die Chance geben, uns zu verstehen.
Und das kann natürlich nur funktionieren, wenn wir es ihnen erklären.
Also manchmal ertappe ich mich auch dabei, gerade auch mit Kindern oder im Umgang
mit Kolleginnen und Kollegen. irgendwie.
Ich habe mich dabei, dass ich mich kurz darüber ärgere, dass jemand anderes
was nicht weiß oder nicht auf dem Schirm hat oder nicht.
Ja und ich glaube, das ist auch ein ganz typisches Verhaltensmuster, das wir alle haben,
und wir ärgern uns darüber, dass jemand nicht so handelt, wie wir es erwarten
würden und es lässt sich aber in der Regel oft darauf zurückführen,
dass wir nicht kommunizieren, was wir erwarten und dass wir auch nicht kommunizieren,
was wir denken und wie wir es einschätzen,
und dann führt es dazu, dass man so einen Groll mit sich rumträgt.
Und das vielleicht auch manchmal dann irgendwann eskaliert,
weil man es einfach nicht gebacken kriegt, das richtig zu kommunizieren.
Und ich meine, das ist in unserer Situation,
In meiner Situation, der von anderen chronischen Schmerzpatienten,
ist das A und O und ich glaube, daran scheitert es oft.
Und ich glaube auch, das ist nicht immer nur die Schuld derjenigen,
die in dieser Situation sind. Versteht mich nicht falsch.
Ich habe Leute kennengelernt in den Jahren, die zu Hause komplett unverstanden sind.
Und das, obwohl sie sich mitteilen, obwohl sie klar kommunizieren,
was sie brauchen, obwohl sie klar kommunizieren, wie es ihnen geht.
Und trotzdem kann das beim Gegenüber vielleicht mal nicht zu Verständnis führen
oder nicht ankommen. Also zur Kommunikation gehören immer zwei.
Ich kann mir viel Mühe geben und ich kann die Botschaft so verpacken,
dass es funktioniert. Ich kann senden, ich kann versuchen, das Weiße rauschen.
Oder das Grundrauschen, um die Kommunikation rum zu minimieren.
Also ich kann wirklich alle meine Hausaufgaben machen, um meine Botschaft möglichst gut vorzubereiten.
Und es kann trotzdem dazu führen,
Oder es kann trotzdem sein, dass das nicht reicht. Es kann trotzdem sein,
dass die andere Person am anderen Ende, aus welchen Gründen auch immer,
mit dem Kopf nicht bei der Sache ist, mit den Erfahrungen, die sie im Leben
gemacht hat, es einfach nicht übereinkriegt, was wir versuchen zu erklären.
Und das ist auch ein ganz typisches Verhalten. Also oft liegt es daran,
dass wir uns nicht genug Mühe geben als Sender von einer Information,
aber dem Empfänger von einer Information trifft fast die gleiche Schuld.
Dem kann man natürlich auch ein bisschen was zumuten.
Also auch wenn der nicht kommuniziert, dass er es nicht versteht oder dass er
es falsch versteht, dann haben wir ähnliche Probleme.
Also Kommunikation ist was, das betrifft immer zwei.
Und es ist nicht nur die Schuld von der Person, die es sendet.
Das nehmt euch das nicht zu sehr zu Herzen.
Aber natürlich, je besser, je strukturierter, je durchdachter, je ruhiger,
je mehr Ruhe ich auch im Außenrum schaffe für meine Botschaften,
für das, was ich sende, desto größer ist die Chance, dass sie auch am Ende ankommt.
Ich meine, gut, ich rede mich da leicht, weil ich in der Werbung arbeite.
Da geht es im Grunde nur darum.
Also in Marketingwerbung geht es nur darum, wie bringe ich eine Botschaft gegen
viel Ablenkung außenrum, gegen viel Rauschen so nach draußen,
dass sie möglichst klar und deutlich bei genau den Personen ankommt,
die sie erhalten sollen und genau die Wirkung erzielt und also genau dieses
Verständnis da auslöst, das wir haben wollen.
Ja, klingt jetzt ein bisschen manipulativ, wenn ich das so sage,
aber das ist ja das bei der Kommunikation immer. Wir versuchen immer anderen
unsere Meinung näher zu bringen.
Ich sage jetzt nicht aufzudrücken, aber ja, da ist natürlich der Steckrad manchmal schmal.
So, jetzt habe ich mich ganz schön verzettelt, oder? Kann das sein? Hast du das Gefühl...
Manchmal von anderen nicht verstanden zu werden, ja. Also das Gefühl habe ich oft.
Ich tue viel dagegen. Ich glaube, andere in ähnlicher Situation haben das noch viel öfter als ich.
Einfach, weil das jetzt auch die Übung mit sich bringt.
Meine Therapeutin sagt auch, sie sind sehr reflektiert. so, ja,
okay, ich reflektiere mich ja auch schon seit 15 Jahren nonstop im Prinzip.
Ich freie das sogar ins Internet, wie ich mich reflektiere. Also,
ja, ich glaube, ich habe bei anderen vielleicht einen kleinen Vorsprung anderen gegenüber.
Aber das heißt nichts. Also, auch der erste Schritt ist da super wertvoll.
Wahrscheinlich sogar noch wertvoller.
Gut. So, jetzt habe ich nur noch wenige Minuten bis zu meinem Termin.
Ich hoffe, das war jetzt für euch okay.
Ich habe versucht, möglichst gute Bedingungen zu schaffen, mich wenig zu bewegen,
dass die Jacke nicht so raschelt.
Ich hoffe, es ist von der Audioqualität her okay. Ich habe extra mein Mikro
mitgenommen. Ich habe extra die gute Kamera mitgenommen.
Ich, keine Ahnung, ich fand es witzig. Es macht was anderes.
Ich fühle mich zwar ein bisschen beobachtet von der Person, die immer noch neben
mir im Auto sitzt und wartet, dass ich aussteige.
Aber der geht es wahrscheinlich genauso lieber auch zu früh zu ihrem Termin.
Von daher gut, ich schicke euch schmerzliche Grüße.
Bis zum nächsten Mal. Ciao. Macht's gut.
Und schaut auf Steady vorbei, abonniert doch den Newsletter und wenn ihr mögt
und könnt, unterstützt mich da gerne.
Das wollte ich noch sagen. Macht's gut. Ciao.