Vinyl & ... Podcast

Timo Klingelhöfer

0151 - PURE SOUND | Burmester (Vinyl & ... Hi-Fi - Jan Hildebrandt | Anna Siewert)...

PURE SOUND Master Recordings? Live Recordings? Junge Talente? Oscar Peterson Trio - We Get Requests? Billie Holiday - Songs For Distingué Lovers?

29.04.2026 68 min Timo Klingelhöfer

Zusammenfassung & Show Notes

*** Letzter Livestream ***

Record Store Day 2026 | Community-Austausch (Vinyl & ... Hangout)...
Sa., 18.04.2026, ab 20.15 Uhr
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Herzlich willkommen bei Vinyl & … Hi-Fi mit Jan Hildebrandt und Anna Siewert von Burmester. Wir sprechen über die Hi-Fi-Historie von Jan und Anna, die Marke Burmester sowie über die PURE SOUND Master Recordings, Live Recordings und Junge Talente. Außerdem packe ich für euch im Talk aus der Master-Recordings-Reihe Songs for Distingué Lovers von Billie Holiday aus. PURE SOUND verspricht dabei mehr als reines Musikhören: Es geht um ein Erlebnis, eine emotionale Reise, die tief in die Essenz der Musik eintaucht – Musik genau so, wie sie im Moment ihrer Entstehung geschaffen wurde...

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Vinyl:
Billie Holiday - Songs for Distingué Lovers (Burmester): https://recordings.burmester.de/products/billie-holiday-songs-for-distingue-lovers


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Transkript

Herzlich willkommen bei Vinyl und HiFi mit Jan Hildebrandt und Anna Siebert von Burmester. Wir sprechen über die HiFi-Historie von Jan und Anna, die Marke Burmester, sowie über die PureSound Master Recordings, Live Recordings und junge Talente. Außerdem packe ich für euch im Talk aus der Master Recordings-Reihe Songs for Distinguished Lovers von Billie Holiday aus. PureSound verspricht dabei mehr als reines Musikhören. Es geht um ein Erlebnis, eine emotionale Reise, die tief in die Essenz der Musik eintaucht. Musik genau so, wie sie im Moment ihrer Entstehung geschaffen wurde. Tja, und da sind die beiden. Herzlich willkommen zurück. Jan Hillebrand, hi.
Speaker0
00:00:40
Hi Timo, nett, dich bei uns zu haben.
Speaker1
00:00:43
Und ganz neu mit dabei, die Anna Siebert. Hallo.
Speaker2
00:00:47
Hallo. Hi.
Speaker1
00:00:49
Ja, sehr cool, dass ihr euch Zeit genommen habt, hier mal einzusteigen. Ich sage ja willkommen zurück. Jetzt hört nicht jeder jede Folge und da muss man ein bisschen schauen. Jan, dich haben wir schon mal gesehen und zwar in Folge 141 Highway to Sound. Da hast du nämlich über neue Burmester-Produkte gesprochen und auch so ein bisschen den Car-Hifi-Bereich konnte man da sehen im Video, Burmester-Sound in Porsche und so weiter. Und ja, hat sehr viel Spaß gemacht und cool, dass wir jetzt mal so ein bisschen tiefer bohren in Sachen Schallplatten.
Speaker0
00:01:19
Ja, danke dir. Danke dir, dass ich wieder dabei sein darf und danke, dass du seinerzeit im Golfclub bei der Veranstaltung so spontan mit mir und uns die Möglichkeit hattest, halt was Schönes aufzunehmen. Ja, und ich freue mich, heute auch wieder dabei zu sein.
Speaker1
00:01:31
Sehr gut. Jetzt holen wir aber trotzdem die Leute ab, die das so verpasst haben. Kannst du vielleicht nochmal sagen, was du da machst, Jan?
Speaker3
00:01:38
Genau, ja, ich bin der Jan,
Speaker0
00:01:40
Bin bei Burmester seit etwas über vier Jahren im Außendienstvertrieb unterwegs und kümmere mich um Händler, Veranstaltungen, Endkunden und alles, was dazugehört und versuche halt eben, beide Welten zusammenzubringen und mache das bei Burmester seit über vier Jahren mit viel Spaß.
Speaker1
00:01:55
Sehr gut. Und jetzt nehmen wir mal die Anna mit dazu. Könntest du auch kurz erklären, was deine Aufgabe bei Burmester ist?
Speaker2
00:02:01
Hi Timo, erstmal danke, dass ich dabei sein darf, diese Folge als Newcomerin.
Speaker1
00:02:06
Sehr gerne.
Speaker2
00:02:06
Genau, bei Bummeister bin ich jetzt schon seit 2019 und verantworte dort den Bereich Kommunikationsdesign. Das heißt, ich mache eigentlich die schönen Sachen, alles Visuelle, was nach draußen geht, von Produktinformationen über Webseite. Genau.
Speaker1
00:02:22
Okay.
Speaker2
00:02:22
Ich habe ein kleines Team, was mich unterstützt.
Speaker1
00:02:25
Sehr schön. Also haben wir hier die Kompetenz vor Ort und können mal alles gemeinsam durchgehen. Natürlich haben wir auch, wo wir es da mit allen Socials, die es da draußen gibt, verlinkt. Natürlich einmal die Homepage, wo ihr euch über neue Produkte und, und, und informieren könnt. Als auch der Auftritt auf Instagram oder Facebook. So wie ihr habt auch einen YouTube-Kanal, wissen vielleicht viele noch gar nicht. Also gleich mal noch auf Follow drücken hier. Gibt es auch schöne Videos, auch zur PureSound Reihe habe ich gesehen. Und dann natürlich auch, seid ihr bei LinkedIn zu finden. So, jetzt wollen aber die Leute da draußen, die Community, euch natürlich auch so ein bisschen kennenlernen. Und da würde es mich mal interessieren, Jan, wie ist das bei dir gelaufen? Vielleicht magst du uns mal kurz erzählen, auf welchen Wegen du deine Leidenschaft für HiFi entwickelt hast.
Speaker0
00:03:16
Genau, das ist witzig natürlich, dass im Vorfeld schon solche Sachen und man sich halt auch trotzdem noch unterhält. Wann hat es wirklich angefangen? Damals in der Kindheit, bei mir tatsächlich schon, wo ich als kleines Kind, um mich ruhig zu stellen, ein paar Kopfhörer auf die Ohren gesetzt bekommen habe und dabei entschlummert bin über die klassischen Musikunterrichte, die man früher gelernt, die man bekommen hat, wo man mit der Blockflöte anfing. Das ist so die Heranführung an Musik auf die harte Weise in dem Fall gewesen. Nein, also zur Musik gekommen, irgendwo mit 13, 14 die klassische Konformationsanlage, weil man es von seinem Vater kannte, wo die Musik zu hören war über die gute alte Anlage und den guten alten Plattenspieler. Und da so ein bisschen reingerutscht und dann ganz ehrlich richtig tief in die Materie Musik eingestiegen, eigentlich als ich damals mit meinem damaligen Chef zusammen ein kleines Hi-Fi-Unternehmen gegründet habe, um dem Hobby etwas intensiver zu frönen und dann über die Jahre halt eben herangewachsen. Und seit 2015 tatsächlich auch im Vertrieb vom Bereich von HiFi unterwegs. Und ja, das wurde immer intensiver, um es mal so zu sagen. Und dann ja die Spitze jetzt seit, für mich persönlich seit vier Jahren, hat eben bei Burmester hier erreicht.
Speaker1
00:04:24
Okay, ja, also Burmester und intensiv oder pur, das passt ja schon ganz gut. Das kann man auf jeden Fall so sagen. Sehr schön, wie deine Reise hier dort den Weg hingefunden hat. Wie war es bei Diana? Wie bist du da in die HiFi-Branche reingekommen? Wo war dein Start?
Speaker2
00:04:43
Tatsächlich von einer ganz anderen Seite. Eher aus der musikalischen Richtung, würde ich sagen. Also familiär bin ich da sehr musikalisch vorgeprägt von meinem Urgroßvater, Dirigent in München, meinem Großvater, erster Fagottist in der Deutschen Oper, Großmutter, Konzertmeisterin. Genau, natürlich musikalische Früherziehung und so weiter und so weiter. Und dann hat sich irgendwann mal nach dem Abitur der Weg gespalten zwischen selber Musik machen oder was anderes mit Musik machen. Und ich habe mich dann für den zweiten Weg sozusagen entschieden und habe im Kommunikationsdesign und Wirtschaftskommunikation studiert und war total froh, dann hier am Ende meines Weges, oder nicht am Ende des Weges, aber dieser Ausbildungsperiode gelandet zu sein, wo ich wirklich nochmal diese zwei Herzen, die in mir schlagen, die Kreation gekoppelt an Musik, sich genau hier wiederfinden. Das macht das Ganze so spannend und das macht natürlich auch diese ganze Sache, die wir hier bei Burmester machen, zur Herzensangelegenheit.
Speaker3
00:05:48
Sehr schön.
Speaker1
00:05:49
Also beste Voraussetzung, wenn das Herz mit dazukommt. Und ich hoffe, das wird im Laufe unseres Talks deutlich an wie vielen Stellen genau das passiert, wenn wir da gleich ein bisschen tiefer einsteigen. Und ist es bei euch also auch so, dass ihr selber, ich bin immer vorsichtig mit dem Wort, aber ich sage es jetzt trotzdem, Schallplatten sammelt oder auch Schallplatten habt oder hört jetzt im privaten Bereich oder beschränkt es sich eher so auf die Arbeit bei Burmester? Jan, wie ist es bei dir?
Speaker0
00:06:20
Also mir ist es wirklich so, dass es halt eben Schallplatten sammeln, dadurch, dass mein Vater seinen Schallplattenspieler nicht mehr haben wollte, ich auch eine kleine Sammlung von ihm übernommen habe, sage ich mal so die klassischen, Die Beatles, das weiße Album war so das einer der ersten und dann lange ist nichts dazugekommen an neuen Vinyl-Schallplatten und sage ich mal, seit 15 Jahren auch den ersten eigenen Plattenspieler mir gekauft habe und seitdem zum Leidwesen der Schränke zu Hause doch so das ein oder andere Exemplar dazugekommen ist, wobei sie auch als Kunstwerk sowohl klanglich als auch abspielbarer Natur, als optischer Natur halt eben da sind. Und ja, für mich ist es halt eben, manche meiner Freunde, Kollegen sagen, ja, mit den ein paar hundert Schallplatten kannst du gegen meine 10.000 Schallplattensammlungen nicht anstinken, aber das möchte ich auch gar nicht. Also es ist eine Leidenschaft, eine Sammelleidenschaft an der Musik in vielfältiger Richtung. Also es ist ein Teil meines Lebens einfach mit dabei. Also das ist einfach ein schönes Beiwerk des Musikhörens, mit diesen Schallplatten auch da zu sein.
Speaker1
00:07:21
Ja, sehr schön. Und bei dir, Anna?
Speaker2
00:07:24
Ja, ganz lustig, weil wir hatten uns im Vorfeld schon genau darüber einmal unterhalten, wo haben wir eigentlich so die Berührungspunkte gehabt.
Speaker3
00:07:32
Und es ist, glaube ich,
Speaker2
00:07:33
Bei allen irgendwie so dieses Bild Großeltern, Wohnzimmer, Schallplattenspieler und irgendwie, sage ich mal, spielt da was ab. Und man hat das immer, also ich verbinde das immer irgendwie ein Stück weit mit Kindheit. Hatte dann tatsächlich in meiner Jugend, da haben wir auch gesagt, so CD, Kassette, MP3-Player. Eigentlich Schallplatte war dann erstmal für mich abgeschrieben tatsächlich. Und ich bin hier bei Bumista damit auch wirklich erst mal bewusst wieder in Berührung gekommen und habe das auch tatsächlich wieder so richtig zu schätzen gelernt, was das eigentlich heißt, wirklich dann auch Titel durchspielen zu lassen und ganze Seiten durchspielen zu lassen, nicht zappen zu können oder zu springen. Das ist dann doch nochmal eine ganz bewusstere Art und Weise, Musik zu hören. Ich habe keine Sammlung zu Hause, ich gestehe, aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Speaker1
00:08:27
Ja, also ich meine, wenn man jetzt natürlich mit der PureSound-Reihe auch mal anfängt, dann hat man ja schon mal eine Wegmarke gesetzt.
Speaker2
00:08:35
Auf jeden Fall, also da bin ich großer Fan von geworden.
Speaker1
00:08:39
Wird es natürlich nicht immer ganz einfach, nochmal in der Liga nachzulegen?
Speaker3
00:08:46
Aber ja, genau, kann ja noch kommen.
Speaker1
00:08:48
Also wer weiß, wir reden ja jetzt mal eine Weile hier über Schallplatten. Vielleicht triggert es sich
Speaker3
00:08:53
Noch an ein paar
Speaker1
00:08:53
Stellen. Wer weiß, was danach passiert. Okay, dann auf jeden Fall danke euch beiden, dass wir euch mal so ein kleines bisschen persönlicher kennengelernt haben. Und jetzt würde ich gerne mal so ein bisschen über die Marke Burbester nochmal sprechen. Also mir ist auf jeden Fall aufgefallen, so in der Vorrecherche, in der Vorbereitung, auch jetzt hier für den Talk, Burmester und die Marke Burmester, die hat ein wahnsinnig klares Standing, eine ganz klare, präzise Botschaft, die sich sozusagen in jede Ritze sogar des Logos widerspiegelt. Und ich glaube, jeder da draußen verbindet auch irgendwas mit dieser Marke. Und jetzt würde ich gerne mal von euch selbst hören, wie ihr die Marke beschreiben würdet. Du hast ja auch gesagt, Anna, so im Marketingbereich und so weiter, da hast du wahrscheinlich sehr viele Berührungspunkte, oder?
Speaker2
00:09:49
Ja, na klar. Also das ist natürlich irgendwie unser täglich Brot, uns damit auseinanderzusetzen, auch tatsächlich immer wieder die Marke auf den Prüfstand aufzustellen, abzugleichen, nicht nur mit Marktsituationen, sondern eben auch mit dem, was so in der Welt passiert, also im Sinne von, was ist wichtig gesellschaftlich und auch aber musikalisch und wo wollen wir hin, was ist unsere Vision, das ist momentan hier ein ganz großes Thema. Und die Marke ist, ich glaube, genauso damals wie aber auch heute. Und das ist das, was wir als Fundament bezeichnen, ist wirklich die Leidenschaft zur Musik, was uns antreibt. Das ist eigentlich auch so der Ursprung gewesen, warum Dieter Bohmester den ersten Verstärker gebaut hat, weil es einfach wirklich da das Beste nochmal rausholen zu wollen ist. Einfach der Anspruch daran war, das hier aufzubauen und ich glaube, das ist auch immer noch das, was uns wirklich antreibt, zu sagen, wir wollen wirklich die Perfektion erreichen, wir wollen die Klarheit erreichen, wir wollen die Essenz der Musik erreichen.
Speaker3
00:10:54
Und das gilt genauso heute noch wie damals.
Speaker2
00:10:56
Und das ist, glaube ich, egal in welchen Ausrichtungen wir das nachher betrachten, nach wie vor der Fall.
Speaker1
00:11:04
Jan, bist du zufrieden oder hat sich schon gekribbelt? Was ist für dich, Wurmester?
Speaker0
00:11:11
Ach du, das ist natürlich kribbeltutze. Das finde ich aber auch das Schöne an Wurmester und auch den Kollegen, jetzt wie mit meiner Kollegin Anna, mit der ich auch schon so auf diversen Veranstaltungen bei Händlern zusammen. So, dass die ein oder andere Schaltleiter auch zusammen gehört haben und auch schon das ein oder andere durchlebt haben im positiven Sinne, wie auch wenn mal was nicht funktioniert hat. Und das, was ich persönlich so die Marke Burmester für viele immer so weit weg vielleicht und unnahbar für mich vielleicht irgendwie, als ich in diesem High-End-Bereich angekommen bin und als ich das erste Mal in die Berührung gekommen bin mit der Marke und auch vor allen Dingen mit den Menschen dahinter, wie hier sehr, sehr vielfältig sind, so wie die Produkte vielfältig sind, Das ist einfach diesen Transport von Emotionalität. Ich hatte gestern kurz hier einen Kunden zu Besuch, der spontan da war, wegen einem Servicefall, der von einem 30 Jahre alten Gräfers repariert worden ist. Und der erzählte mir, er sagte, Herr Hildewann, ich habe mir vor einiger Zeit, das ist über 20 Jahre her, habe ich mal von der Burmesteranlage gesessen und ich wollte es eigentlich nicht und ich kann es Ihnen nicht erklären, was es war. Aber ich war nach zehn Minuten so gefangen und habe verstanden für mich. Was diese Anlage oder diese Musik für mich bedeutet. Und das ist so ein bisschen so, vielleicht so ein bisschen erklärt, wie ich das Ganze halt eben so empfinde, wenn ich auch hier sitze und in dem Studio, in dem wir jetzt gerade hier sitzen und mit einer Anlage, die hinter mir steht, wenn man sie denn mal hören darf. Und du hast ja auch auf der letzten Veranstaltung das ein oder andere, den ein oder anderen Takt hören können. Und es ist einfach so diese Emotionalität der Musik, die einen mitnimmt und das halt zu reproduzieren. Ohne es halt eben zu übertreiben, was so dieses. Also es wird nicht mehr, es ist einfach Musik und es gefällt einem und es macht einfach, also wie du merkst, ich komme ins Schwärmen, aber das ist einfach so, die Menschen, dass das dahinter, genau, und die Emotionalität, die es einfach wirklich hervorruft, also es gibt auch ganz klar Leute, die sagen, nee, es gefällt mir nicht, das ist aber vollkommen akzeptabel, das ist in Ordnung, aber so das, so wie es mich, mich toucht, abholt. Und wenn ich auf Messen, Veranstaltungen sehe, wie wir Kunden auf diese Reise mitnehmen können, den Kunden halt eben dahin zu bringen, diese Emotionalität auch zuzulassen und einfach sagen, hey, ich genieße es einfach. Und das ist einfach so das, was mich so die Marke ausmacht. Und neben dem, was auch Anna sagte, dass halt eben Dieter Bohrmester 1977 sagte, okay, da ist was kaputt, was ich habe. Ich möchte es gerne besser machen, also versuche ich es besser zu machen. Und damit angefangen hat und mit der Leidenschaft für Musik, die er als Musiker auch gehabt hat und auch weit über seinen Tod hinaus einfach noch mit den Produkten, die jetzt auch hier sind und ums Rund und Rums sind und neu entstehen, einfach das weiterzutreiben. Und das ist das, was es für mich einfach ausmacht.
Speaker2
00:13:49
Und die Menschen, die Jan schon ganz richtig gesagt hat.
Speaker1
00:13:54
Perfekt, dann sind wir ja genau da, wo wir auch uns gerade befinden, nämlich mitten in der Community und ich denke, das ist wahnsinnig spannend auch für die Leute da draußen, mal so die Menschen hinter Burmester einfach mal so ein bisschen besser kennenzulernen, so dieses Knistern, dass da ganz viel Emotion und Menschlichkeit dahinter ist. Und wir werden das im Laufe des ganzen Talks euch geradezu entfalten, wenn wir jetzt die Viewer Sound 3 uns mal so ein bisschen genauer angucken. Weil ich muss wirklich sagen, ich meine, ich stehe ja auch auf schicke Fotos und schicke Videos und ich habe mir das alles von euch angeschaut und wie ihr das transportiert und rüberbringt. Also ich bin da einfach nur begeistert. Seid mal gespannt, was da noch so alles kommt in diese Richtung. Aber jetzt steigen wir mal ein. Ich würde jetzt mal mit der Homepage starten und wir müssen ja jetzt quasi so ein Spagat schaffen. Also wir müssen es irgendwie hinkriegen, dass wir einerseits den Leuten, die sich schon viel mit Pure Science auseinandergesetzt haben, vielleicht sogar schon eine Pure Science Scheibler, die daheim stehen haben, hier einen Mehrwert haben, dass wir aber auch die abholen, die vielleicht davon noch nie was gehört haben und das Ganze überhaupt nicht einordnen können. Und jetzt denken wir sprechen die ganze Zeit über, keine Ahnung, Lautsprecher von Burmester, was wir ja jetzt allenfalls am Rande tun. Und deswegen wollen wir jetzt mal versuchen, das so ein bisschen gemeinsam einzuordnen.
Speaker3
00:15:15
Also ich kann zumindest schon mal ab Start sagen,
Speaker1
00:15:18
Wir haben im Prinzip jetzt einen Dreischritt zu leisten. Die Viewsign-Reihe teilt sich sozusagen auf, eben in diese Mastercut-Releases, von denen ich dann auch gleich eine hier für euch habe, die wir gemeinsam auspacken. Dann gibt es eben die Live-Recordings, wo nochmal der Schwerpunkt auf den Live-Aufnahmen ist. Und dann haben wir eben die jungen Talente, wo es halt auch um die Förderung jünger Künstler geht. Und jetzt habe ich euch mal so grob den Rahmen gespannt. Jetzt brauche ich euch da so ein bisschen tiefer zu bohren. Also was verbirgt sich hinter dieser Reihe und was war die Idee?
Speaker2
00:16:01
Genau, also das Dach von dem ganzen Projekt, nenne ich es mal, weil es als Projekt tatsächlich gestartet ist, ist Pure Sound. Also Pure Sound ist wirklich das, was die Klammer um alles bildet, weil das einfach diese Leidenschaft zur Musik widerspiegelt, die hier im Unternehmen getragen wird. Es ist eine, ja, ich nenne es immer ganz gerne, es ist irgendwie eine Reise, vielleicht auch eine Forschungsreise, aber so, wie kommen wir am dichtesten an das Original, also an das, was der Künstler wirklich ausdrücken wollte. Wie kommen wir am dichtesten ran, ohne Signalverlust, ohne Emotionsverlust?
Speaker3
00:16:41
Auf verschiedene Weise gemacht.
Speaker2
00:16:44
Pure Sound ist aber eben neben diesem Thema Aufnahme und wie kriege ich diese Tiefe aus der Musik raus, ist eben auch noch ein ganz wichtiges Thema für uns, einfach den Erhalt von Musikkultur. Also wir setzen uns gerade bei dem Thema junge Talente dafür ein, dass junge Menschen gefördert werden im Sinne von Musik, dass Musik in dieser Tiefe und auch in dieser Qualität, wofür ja auch Bummis da steht, erhalten bleibt und auch die Möglichkeit bekommen, groß zu werden und rauszutreten sozusagen. Genau, das ist so der Grundgedanke hinter PureSound und da spalten sich dann eben die verschiedenen Themenbereiche ab. Also wie du schon vorhin gesagt hast, einmal die Mastercut-Editions, die Master-Recordings mit Edition 1 und 2 bisher und dann die Live-Recordings, was auch nochmal ganz besondere Momente verbietet, wo wirklich wir wollen, dass wir, also wir möchten wirklich gerne den Moment, wo Musik entsteht, also in dem Moment, wo der erste Ton kommt, wo Musiker in sich eingrooven auf bestimmte Sachen. Also dieses ganz, ganz Intime, das ganz Private eigentlich, da dürfen wir zuhören bei den Live-Recordings und das ist einfach eine Stimmung, die transportiert wird, die man im Studio sonst nicht bekommt. Genau, junge Talente habe ich eben schon grob angerissen.
Speaker1
00:18:14
Also ohne dabei gewesen zu sein, wie gesagt, allein durch die Videos, wir schauen uns das gleich noch genauer an, kommt das hoffentlich auch zu euch nach Hause hier auf YouTube und wir werden es versuchen dann für den Podcast so ein bisschen in schöne Worte zu gleiten, dass ihr euch das auch entsprechend vorstellen könnt. Also wir müssen ja immer diesen Zweischnitt schaffen, einmal den Vinyl und Podcast bespielen und dann eben auch YouTube. Jetzt schauen wir mal so ein bisschen genauer in die Herstellung rein. Ich habe da so ein paar wunderschöne Fotos von euch gekriegt, auch von der Platte, die wir dann später auspacken werden gemeinsam. Und ich muss sagen, da ist euch wirklich sehr gelungen, schon diesen Prozess der Herstellung im Prinzip ästhetisch zu begleiten bis hin zum Endprodukt, was wir jetzt hier sehen können. Das PioSound Master Recordings Album von Billie Holiday Songs for Distingy Lovers. Und jetzt könnt ihr vielleicht mal so ein bisschen diese Bilder kommentieren, was man da sieht. Also ich nehme an, es geht hier los mit diesem Mastertape, das ihr euch erstmal besorgen müsst.
Speaker0
00:19:28
Genau, so du siehst jetzt hier auf dem Bild, du siehst ja wirklich, dass das Masterband von dem halt eben über eine dahinter im Bild eben schon zu sehen, ganz kurz zurück, dass ein Abspielgerät sozusagen, wo dieses Masterband in Wien tatsächlich, da wo die Schallplatten entstehen, halt eben aufgelegt wird. Da vor ist noch eine Fotografie von einem, ich glaube sogar von dem Archiv, wo dieses Band herkommt mit all seinen, Historien, wann es aufgenommen worden ist und so weiter und so fort, was wir jetzt hier auf diesem Bild jetzt hier sehen, was du dort eingeblendet hast.
Speaker1
00:20:00
Und das ist ja sozusagen erstmal der heilige Gral, sozusagen die Grundlage von all dem, dass es überhaupt möglich ist, so eine audiophile Pressung zu machen. Und ja, ich denke, da kommt dann auch nicht jeder dran an so einen Masterband.
Speaker3
00:20:14
Nein, das ist dann auch schon ganz genau so ganz besonders,
Speaker0
00:20:17
Da kann man nicht einfach in irgendeinen Keller gehen und da findet man halt dementsprechend, da haben wir halt eben zum Glück die Möglichkeit bekommen, dort halt eben auf dieses Archivmaterial, auf diese Masterbände zuzugreifen, um sie dann halt eben entsprechend, weil mit auch der Qualität, mit der wir sie dann halt eben in dem Prozess von dem Band direkt in die Schallplatte oder respektive in die Lackmatrize schneiden. Es ist ein Prozess, wo es wirklich darum geht, dass 1 zu 1, also jede Schallplatte an sich selber wird auf dieser Lackmatrize 1 zu 1 in Echtzeit überspielt. Also man muss sich das wirklich so vorstellen, dass nur von einem Kabel getrennt 1,5 Meter von der Bandmaschine, von der es läuft. Halt eben, ich meine, es wäre sogar eine Neumann-Schneidemaschine aus älterer Zeit, die dort gepflegt, restauriert und aufgebaut worden ist, halt wirklich direkt in die Scheibe geschnitten wird. Der Toningenieur, der im Moment genau diese Aufnahme, nachdem das Band dort eingelegt worden ist, anstößt, muss auch selbstständig die Pausen einsetzen durch den Stichel, der dann angehoben wird und jede Scheibe. Also man hat nur einen Versuch pro Seite, wenn da was schiefläuft oder jemand zufällig reinkommt und das Ganze unterstützt, wird die Scheibe, dann muss sie noch einmal von vorne angemacht werden. Und ich sehe die Hand, ich kenne den Herren dahinter, der das tut, der hat so ein kleines Anekdötchen, hat einen witzigen Namen, der ein bisschen dazu passt, der Herr heißt mit Nachnamen Diamant. Und ja, eine Platte wird nicht mit einem Diamanten geschnitten, man sagte mir, das mal im Grunde wird nur Rubin passieren, aber es ist wirklich ein 1 zu 1 Schnitt vom Masterband, ohne irgendwie nochmal über zusätzliche Schleifen, über irgendwelches Remastering zu gehen, sondern wirklich ein 1 zu 1 Schnitt von dem ursprünglichen Masterband.
Speaker1
00:21:55
Jedenfalls, Jan, bringt er den Glanz in diese Produktion, so viel kann man ganz sicher sagen. Die sieht man hier auf dem nächsten Bild.
Speaker0
00:22:01
Das ist sehr gut, ja. Das ist die Lackmatrize dort auf dem Bild, genau, ja.
Speaker2
00:22:06
Ja, das ist eine, dieser Lackschalt, also dieser Rohlinge, was wir jetzt gerade sehen. Die bezieht unser Partner in Bienen aus Japan von der MDC-Manufaktur, also ich glaube MDC Limited heißen sie, einer der letzten Lackschallplatten-Manufakturen, die es noch gibt. Und er hat da sehr gute Kontakte nach Japan und genau, es hat einfach eine superschön weiche Beschichtung mit einem massiven Kern in drin, sodass wir wirklich durch den Schnitt so präzise jeden Nuance rausarbeiten können, die es einfach in der Pressung gar nicht zugelassen hätte.
Speaker1
00:22:43
Ist ja eigentlich wunderschön, so ein Rohling, oder? Bevor da jetzt mal irgendwas reingeschnitten ist. Vor allen Dingen, wenn man sowas mal als fertiges Produkt in der Hand haben durfte, so wie ich, da kann man das noch mehr fühlen über das ästhetische Foto hinaus.
Speaker2
00:22:57
Tatsächlich ganz spannend ist auch das, was rausgeschnitten wird. Also das ist auch das, was wir bei den Live-Recordings, wenn wir es in diesem Prozess gemacht haben, bei den Live-Recordings, auch dem Künstler mit als Andenken gegeben haben, das ist ja im Prinzip die Negative der Soundaufnahme und das ist dann schon was Besonderes, wenn man so seinen Titel, seine Aufnahme so dann nochmal mitnehmen kann.
Speaker0
00:23:24
Man sagt mal so, dem Künstler wurde ganz gerne mal der Groove übergeben, also das, was wir jetzt sehen, ist wirklich die Schneidemaschine und der Stichel, der dann anschließend wirklich dann die von dir eben beschriebene, schöne glänzende Scheibe mit einem noch schöneren Inhalt versieht, dann entsprechend halt eben der Abschnitt, der Groove der dabei entsteht. Und das ist im Grunde genommen, ist das der Schritt, der bei vielen Plattenpresswerken halt eben passiert, bevor eine Platte herausgepresst wird. Das ist sozusagen ja quasi eine Kopie, aufgrund der dann anschließend die Matrizen für die Pressung entstehen. Das ist halt quasi der, ich sag mal, der Urmutter, Urvater der ganzen Geschichte, was man jetzt hier auf dem Bild sieht. Das passiert da in einem sehr, sehr kleinen, schönen Raum in Wien, wo die Platten halt eben wirklich, wie gesagt, geschnitten werden eins zu eins von dem Masterband.
Speaker1
00:24:12
Und das zeigt einfach nochmal so schön, was für eine unglaubliche Handarbeit ist. Also gerade wenn man dann so analog arbeitet und auch mit diesen wunderschönen alten Maschinen. Das ist einfach, da bleibt einfach die Zeit stehen. Und das Schöne ist ja auch, wir reden ja hier über eine Platte, die im Prinzip 1957 aufgenommen wurde. Also wir haben da ja auch nochmal die Historie über die Platte und dann jetzt auch nochmal in der Produktion. und das dann aber auch wieder kombiniert mit dem Wissen und dem Können von heute. Ich finde das einfach total charmant, wie das so zusammenfließt und dann eben zu so einem Endprodukt wird. Was sieht man hier auf dem Bild?
Speaker0
00:24:56
Genau, das ist dann nochmal die Schneidemaschine in Nahaufnahme. Das ist entsprechend sozusagen der Stichel, der durch die Matrize gleitet und die Musik einbringt, sozusagen herausarbeitet, herausfräst.
Speaker1
00:25:11
Sehr cool, das haben wir ja dann auch hier bei YouTube als Hintergrund top hin gemeldet. Hier sieht man die Feinstarbeit. Oh, jetzt geht es ans Cover.
Speaker0
00:25:22
Das ist die nächste Feinstarbeit, genau.
Speaker2
00:25:24
Im Nachbarraum, also du musst dir vorstellen, es wird produziert in einem Wiener Palazzo eigentlich, was als absolut analog Fan-Werkstatt umgebaut worden ist. Da stehen in dem einen Raum einmal eben die Tonbandmaschine und die Schneidemaschine zusammengekoppelt. Im Nachbarraum gibt es eben diese riesengroßen Siebdruckanlagen. Nachher sehen wir bestimmt auch nochmal das Bild von der Prägung nach Heidelberg. Da gibt es richtig alte Setzkästen. Also da wird wirklich dieses ganze Thema analog von allen Seiten, allen Elementen gewebt von vorne bis hinten. Und das fanden wir eben auch so spannend. Genau, hier sieht man es nochmal wirklich, das träge Werkzeug, was dann jedes Cover einzeln nochmal in jede Zeile raufbringt auf die Cover. Und ja, das ist schon einfach, also das hat uns auch so ein bisschen gereizt tatsächlich, dass man sagt, okay, man ist da wirklich konsequent. Und lässt alles von vorne bis hinten rund um diese Schallplatte analog produzieren.
Speaker1
00:26:28
Ja, ich bin ja so der umgekehrte Weg gegangen im Prinzip. Ich habe erstmal die Platte ausgepackt und dann anschließend die Bilder von der Produktion gesehen. Aber das hat nochmal so besonderen Gänsehautschau dann bei mir ausgelöst, weil ich dann halt eben weiß, wie sich das anfühlt, das Ganze schon allein von außen. Und dann eben zu sehen, wie das dann auch nochmal entsteht hier, das ist einfach wunderschön. Ich sehe gerade im Hintergrund, das sieht aus wie so ein TV-Bildschirm, auf dem noch irgendwas läuft, aber auch sowas Historisches, ich weiß es nicht. Das ist, genau,
Speaker0
00:26:58
Also in dem Fall ja, doch in diesem Haus gibt es sehr, sehr viel Historisches. Bei meinem ersten Besuch habe ich sogar noch einen original älteren Gameboy irgendwo in der Ecke, also dann auch noch spiegelbereit in der Ecke.
Speaker1
00:27:08
Das ist sehr geil, meiner hat einen Wasserschaden.
Speaker0
00:27:09
Das Regal, was du im Hintergrund siehst, ist ein Regal. Das hat es nicht und da war es halt in dem Fall so, was du jetzt im Hintergrund siehst, ist wirklich, das ist ein kleines, Also klein, so klein ist es nicht. Ein Regal, in dem halt eben schon produzierte Scheiben, die geschnitten worden sind, nachdem sie getrocknet sind, einsortiert werden. Vor diesem Regal ist eine kleine Bühne, wo auch schon der ein oder andere Künstler aufgetreten ist. Das Thema Malia hattest du vorhin angesprochen. Malia hat genau dort gestanden und dementsprechend halt eben das ist das Regal, wo die Sachen einsortiert werden. und davor stehen halt die Trägemaschinen und ich glaube teilweise jetzt letztens eine alte Telefonzelle, auch noch eine alte Aufzugstür, die da steht. Also es ist alles so aus diesem Bereich, wo es wird halt, wie du siehst, eben auch noch benutzt und man fasst es an, das Papier und fühlt es und es ist wirklich auch jeder Buchstabe einzeln aufgebracht.
Speaker1
00:28:00
Bei dem Bild hat es mich ja so ein bisschen geschüttelt, weil das sehen wir dann gleich beim Unboxing, es sind ja auch Handschuhe mit dabei und ich habe mich ja bisher nicht gewagt, irgendwas mit dieser Platte ohne Handschuhe zu machen. Man kommt da direkt in so ein ehrfürchtiges Gefühl rein und denkt so, nein, das kannst du nicht machen. Und deswegen hier mal ohne Handschuhe das Schätzchen angefasst sozusagen. Ja, und hier geht es jetzt nochmal um diese Naht, die da drumherum.
Speaker2
00:28:31
Genau, der Platte liegt ja so ein kleines Booklet einfach mit Informationen bei, alles um den Herstellungsprozess, aber natürlich dann auch noch ein paar tiefere Informationen zu jedem einzelnen Titel von der Aufnahmesituation damals. Und das ist dann eben auch handgenäht, jedes einzelne Booklet, was dann beigenäht. Genau, das ist die Nähmaschine.
Speaker0
00:28:54
Das ist nicht die Schneidemaschine von der Fasche.
Speaker2
00:28:56
Das ist nicht die Schneidemaschine,
Speaker1
00:28:57
Sondern das könnte Schmerzen verursachen.
Speaker3
00:29:02
Genau.
Speaker0
00:29:04
Die Lochbandproduktion, genau.
Speaker1
00:29:06
Aber auch das, Leute, das werdet ihr ja gleich noch sehen. Also beim Unboxing zeige ich euch die ganzen Liner-Notes mal, was da so drin steht und wie das aussieht. Aber auch hier mal schön vorher schon mal zu sehen, wie das funktioniert. Und ja, als Schallblattensammler ist das natürlich auch was, was mich hier gleich triggert. Denn diese Platten sind, wie man sehen kann, limitiert. Jetzt steht hier 333. 30, schöne Zahl, Zufall. Wie kam das zustande? Ist das bei allen Platten so? Oder wie habt ihr euch das überlegt? Ich meine, meine Glückszahl ist 3, also schon mal eine gute Wahl.
Speaker2
00:29:42
Ja, genau. Also wir wollten diese Platten limitieren, weil wir es eben wirklich auch tatsächlich als Sammlerstück sehen. Die Lizensierung der Vervielfältigung dieser Tonbänder ist natürlich eben auch beschränkt. Das spielt da auch noch mit rein. Und tatsächlich kann ich dir gar nicht sagen, wie die Entscheidung jetzt auf 333 gefallen ist.
Speaker0
00:30:04
Es gibt ein Thema, wo man sagt, es gibt eine gewisse Abspielgeschwindigkeit, mit der Schallplatten abgespielt werden können. und nur 33 und nur ein Drittel dahinter, das wäre halt schwierig gewesen. Ja, aber es war irgendwo eine Zahl, wo man sagt, okay, es muss realistisch bleiben. Wir müssen es auch in einer realistischen Zeit umsetzen können, auch von der Produktion her und natürlich auch das Thema Lizenzen spielt da eine Rolle. Und es war einfach, ja, ich würde mal sagen, eine Abstimmung, wo gehen wir hin, dass jetzt kein hundertprozentig Festes dahinter ist, warum es so ist. Aber es sind auf 333 Stück limitiert.
Speaker1
00:30:38
Okay, verstehe. Ja gut, okay, dann wisst ihr, wo das Limit ist. Also keine unbegrenzte Verfügbarkeit, kann man auf jeden Fall schon mal sagen. Wenn man sich natürlich für so eine Platte entscheidet, das muss man natürlich auch fairerweise sagen, wir sind da natürlich auch preislich in einem ganz speziell hohen Bereich. Also für audiophile Platten, das ist jetzt nicht mal was, was man gerade mal so schnell kauft. Könnt ihr da so ein bisschen Transparenz sagen, was da so besonders den Preis nach oben treibt? jetzt von diesen ganzen Schritten, die wir da jetzt auch gesehen haben in dem Herstellungsprozess? Also wo wird da besonders investiert? Fängt das schon bei den Master-Recordings an, die man erstmal kriegen muss? Also die Master-Bänder? Also ich kann mir vorstellen, da sind sehr hohe Lizenzgebühren dann auch fällig oder sind das nochmal ganz besondere Herstellungsschritte? Ist es diese Lackgeschichte? Könnt ihr das so ein bisschen transparenter machen?
Speaker0
00:31:34
Also ich glaube, du hast jetzt glaube ich gerade genau sehr, sehr viele Punkte gesagt und warum wir genau da hinkommen. Es ist einfach so, Dass es halt eben so diese vielen, vielen, vielen Kleinigkeiten sind. Kleinigkeiten, die sich dann aufsummieren, die natürlich anfangen damit, dass das vor Ort, sag ich mal, wir mindestens mit drei Mitarbeitern, Kollegen von dem Produzenten vor Ort sind. Von den hochwertigen Lackmatrizen, die einzeln halt eben aus Japan eingekauft werden müssen, wo halt eben natürlich auch, sag ich mal, ein gewisser Verschnitt im wahrsten Sinne des Wortes rauspassiert. Allein die Herstellung des Booklets, abgesehen natürlich von den Lizenzgebühren, die nicht wenig sind, natürlich auch das Thema, wir natürlich auch einen Teil der Sachen halt eben auch, sag ich mal, reinvestieren in dieses Projekt. Es gibt halt viele, viele Kleinigkeiten und du hast es ja zumindest schon mal in der Hand gehabt, was diese Schallplatte ausmacht.
Speaker1
00:32:25
Kein Vergleich zu allem, was ich jemals in den Fingern hatte, Jan. Also es ist eigentlich, eigentlich ist es eine eigene Produktkategorie. Also es fühlt sich gar nicht mehr wie eine Schallplatte an. Es ist eigentlich eher so, also es wirkt so ein bisschen, als wäre es aus einem Paralleluniversum. Ich versuche das nachher mal beim Unboxing ein bisschen zu beschreiben, was da so gefühlsmäßig ist. Aber wenn ihr jetzt denkt, ihr habt einfach eine Schallplatte, Nein, habt ihr nicht. Also das kann ich euch versichern. Das ist Fabiont. Dann würde ich sagen, springen wir nochmal zurück auf eure Website. Wir haben das natürlich auch alles für euch verlinkt. Mal die ganze Pure Sound Reihe, dann könnt ihr euch das mal selber in aller Ruhe anschauen. Besonders, wenn ihr jetzt einer der Podcast-Hörerinnen da draußen seid, dann müsst ihr das eh auf dem Weg machen, weil ihr es jetzt erstmal nicht sehen könnt. Und dabei gibt es zu erwähnen, es gibt jetzt eben nicht nur die Billy Holiday, die wir heute für euch auspacken, sondern es gibt auch noch die Oscar Patterson Trio We Get Requests. Aber im Prinzip gilt alles, was wir gesagt haben, auch für die Platte. Also auch hier dem Namen nach mit den Master Tapes gemacht und auch im Prinzip der gleiche Herstellungsprozess.
Speaker0
00:33:41
Genau, das ist vollkommen richtig. Ja, das war die erste.
Speaker1
00:33:43
Okay. Und plant ihr das weiter auszubauen? Also wird es da noch mehr Platten geben von anderen Künstlern? Ist da schon was in der Pipeline? Ihr müsst nichts verraten, aber ihr dürft, naja, so eine kleine Andeutung machen vielleicht.
Speaker2
00:33:57
Also es ist eine Überlegung da, noch eine dritte Edition zu machen, aber genau, das legen wir gerade noch. Top Secret, genau.
Speaker0
00:34:06
Und du kannst dir auch vorstellen, dass ein Unternehmen wie hier, die sich sehr viel mit Musik beschäftigen und zum Glück auch viele miteinander hören, dass es nicht, also auch bevor es das erste gegeben hat von Oskar Petersen, das war jetzt keine Entscheidung, die innerhalb von zwei Tagen gefallen ist, sondern da gibt es dann doch vielfältige Wünsche, sage ich mal so. Und dementsprechend dauert auch der Prozess manchmal etwas länger.
Speaker1
00:34:34
Ja, klar. Absolut nachvollziehbar. Ich wollte sagen, das Schöne bei der Billie Holiday war ja jetzt, dass das auch wirklich eine Platte ist, die ich selber in meiner Sammlung hatte und die ich wahnsinnig liebe und auch schon x-mal gehört habe und dementsprechend im Ohr habe. Und da konnte ich natürlich sozusagen von dem ersten Ansetzen der Nadel dann auch einfach eine Aussage machen, weil ich weiß, wie ich die Normalheit gehört habe. Anna, du wolltest dich noch einklingen?
Speaker2
00:34:59
Ich wollte nur zum Prozess oder Entscheidungsprozess nochmal, für welches Tape entscheiden wir uns oder für welchen Künstler vor allem entscheiden wir uns. Das wird natürlich bei uns einmal eine Auswahl getroffen, die wird dann erstmal vorproduziert in einer geschnittenen Lackschallplatte, dann wird die Probe gehört, dann wird diskutiert, dann wird nochmal gehört, dann wird nochmal diskutiert. Also das ist eben so dieses wirklich Hören, Hörenverständnis, wie tief geht das hier, ist es das, was wir brauchen oder ist es das, was wir vermitteln und transportieren wollen, hat es die Tiefe. Also das ist ja, wie gesagt, nicht der einfache Prozess.
Speaker0
00:35:34
Genau, und das ist auch das, was unsere Kunden, unsere Zuhörer, unsere Partner auch wirklich hören wollen. Das ist natürlich auch immer so, wir machen.
Speaker2
00:35:42
Das natürlich nicht
Speaker0
00:35:43
Nur für uns, sondern natürlich auch für jeden da draußen, der die Musik liebt und Geschmäcker sind zum Glück verschieden. Und ja, das war nochmal so ein bisschen, wie lange der Prozess manchmal dauern kann.
Speaker1
00:35:53
Ja, ganz klar. Okay, habt ihr noch was zu den Master-Recordings oder sollen wir mal rüber zu den Live-Recordings switchen?
Speaker2
00:36:00
Wir können auch noch mal zu den Live-Recordings switchen, genau.
Speaker1
00:36:04
Okay, dann schauen wir mal da rein.
Speaker2
00:36:06
Hier haben wir ja tatsächlich Direct-to-Tape und Direct-to-Disc-Aufnahmen gemacht. Also hier haben wir jetzt uns nicht ganz streng an Lackschallplatten gebunden, nenne ich es mal, oder haben das jetzt nicht als Nonplusultra gesehen, sondern haben viel mehr geguckt, wie sind denn vielleicht auch die Unterschiede zwischen den verschiedenen Aufnahmen. Ja. Quintessenz ist natürlich hier vor allem dieses Direkte zu haben, wie wollte der Künstler seinen Titel, seine Emotionen transportieren in Form eines Liedes und wie kriegen wir genau diese Emotionen eingefangen auf unterschiedlichen Wegen, um sie dann wieder reproduzieren zu können. Und spannend ist tatsächlich gewesen, dass wir mit den Künstlern im Nachgang dieses Live-Recordings zusammen die Platte gehört haben. Und die Reaktion der Künstler, weil oft natürlich das Feedback, ich höre mich selber gar nicht so gerne und es ist jetzt irgendwie, du hast nur diesen One-Take, es ist wirklich direkt, wenn da irgendwas schief ist, dann ist es das. Und man hat also diese Aufnahmesituation ist tatsächlich für auch große gestandene Künstler wahnsinnig aufregend. Das macht es aber auch wahnsinnig authentisch an der Stelle und ist einfach ein super toller Moment, an dem man wirklich dann dabei sein darf. Und oft ist es so, dass sie in der Reproduktion, wenn sie es dann eben hören, sagen, boah, das habe ich ja noch nie so gehört. Also in keiner Studie, weil es einfach so direkt ist und so den Spiegel vorhält, was man da gerade gesungen hat. Und also das ist wirklich auch für den Künstler selber sehr besonders, genauso wie natürlich alle Zuhörer. Und da muss man auch so sagen, es ist nicht jeder Künstler bereit dazu, tatsächlich. Also auch bei der Künstlerauswahl ist es... Nicht immer einfach, weil es natürlich einfach wahnsinnig viel Mut dazu gehört und auch die Technologie drumherum. Wenn man ein Fehler,
Speaker1
00:38:12
Dann ist es traurig.
Speaker2
00:38:13
Ganz viel machen kann, so im Zweifel. Genau, man ist super safe, aber diese Direktaufnahmen, das macht wahnsinnig viel Spaß.
Speaker1
00:38:21
Das ist dann schon mehr als mal so schnell einen Livestream machen. Wobei, ich könnte auch mal einen Livestream von mir auf Schalltag vergessen. Also, falls sich da jemand auskennt und mir mal die Technik rüber schicken kann, am besten noch die entsprechenden Ingenieure mit dabei.
Speaker2
00:38:34
Die können helfen.
Speaker1
00:38:35
Die können helfen. Ja, fand ich jetzt gerade spannend, aber ich will jetzt nicht abtreffen. Bleiben wir bei den Künstlern. Ich habe nämlich genau, Anna, du hast das so schön beschrieben, ich habe nämlich eben schon ein bisschen angedeutet, ich hatte bei dieser Geschichte mit den Live-Recordings so einen von vielen Gänsehaut-Momenten, die mich so in dieser ganzen Vorbereitung dieser Sendung getroffen haben. Und da war eben dieses Video von der Malia. Das ist eine Singer-Songwriterin aus Los Angeles, Kalifornien und da habt ihr ja so ein schönes Video gemacht, da würde ich gerne mal mit euch reinschauen, dass man einfach mal sieht, wie quasi die Künstlerin das aufnimmt, aber dann auch, wie du beschrieben hast, dann quasi so mit dabei ist und das dann anschließend hört. Und ich finde, die Blicke, die lassen tief reinschauen in diese Feelings, die du jetzt hier so schön beschrieben hast, weil erstmal du bist in diesem wahnsinnig coolen Raum mit diesen ganzen alten Geräten. Die Künstlerin wird da eingeführt, ihr wird das gezeigt, die darf das anfassen, die darf schauen, wie das produziert wird. Hier sehen wir sie auch. Und Jan, ich habe gesehen, du warst auch mit dabei bei den Aufnahmen. Es sieht dich als mal im Hintergrund im Publikum.
Speaker0
00:39:47
Du hast meinen Hinterkopf erkannt, genau.
Speaker1
00:39:49
Ja, auch mal ein voller Kopf. Also ich habe da auch mal ins Gesicht geschaut. Und dann habt ihr im Prinzip, und ich liebe das ja, so quasi wie so eine Wohnzimmerkonzert, so eine Wohnzimmeratmosphäre mit so einer kleinen Auswahl an Leuten, die da mithören dürfen. Kann man wahrscheinlich keine Tickets irgendwie im Internet bestellen.
Speaker3
00:40:09
Nein, das ist total kuratiert,
Speaker2
00:40:11
Aber genau, es ist auch nicht immer in dieser Umgebung. Wir passen uns dann natürlich auch den verschiedenen Setups an. Also wir hatten jetzt eben schon auch von Partnern Anfragen, ob wir zum Beispiel in einer Porsche-Pop-Up-Eröffnung so ein Live-Recording machen können, um dort eben auch nochmal genau das Thema zu zeigen, was eigentlich Musik auch bedeutet und warum wir das alles machen. Und genau, um diese Emotionen wiederzubekommen und auch eben immer wieder auch in diese Situation versetzt zu werden. Also wirklich diese Konzertsituation.
Speaker1
00:40:49
Und ich glaube, man muss jetzt gar kein Musiker sein, um sich in diese Situation reinzudenken. Es ist ja egal, wenn ihr nur eine Aufführung macht auf irgendeine Hochzeit oder so. Also ihr habt irgendwas vorbereitet und ihr müsst jetzt in diesem Moment perfekt abliefern. Jetzt muss alles stimmen. Alles, was sie jetzt macht, ist auf Video, ist in dem Fall auf Schallplatte. Und jetzt, das ist dieser Moment, den ich meinte. Malia kann jetzt selber hören, ach, diese Blicke, hier schaut mal in das Publikum. Das jetzt nochmal zu erleben und das Gefühl zu haben, sie spielt immer noch, obwohl sie neben mir sitzt im Stereodreieck. Also mich fasziniert das total als Musikfan. Ich weiß nicht, wie es euch da draußen geht.
Speaker2
00:41:32
Das ist so ein bisschen der Moment, wenn man im Konzert ist und dann ist es aus und du denkst, oh, jetzt ist die ganze Musik oder die Magie vor allem ist irgendwie vorbei, ich muss jetzt nach Hause gehen. Das ist so ein Moment von
Speaker1
00:41:44
Und jetzt?
Speaker2
00:41:45
Und dann setzt man sich aber hin und dann darf man das Ganze nochmal hören. Und das ist wirklich total schön und befriedigend, ehrlich gesagt, wenn man nicht so in der Luft gelassen wird, wie so nach einem Konzert, wo man dann halt nach Hause geht. Absolut.
Speaker1
00:42:00
Also ich hoffe, wir konnten euch das so ein bisschen rüberbringen. Und ich meine, so eine Live-Recording habe ich jetzt quasi in dieser Art und Weise nicht erlebt. Aber ich habe mal das eine oder andere Wohnzimmerkonzert erlebt. Wo wirklich nur einem ganz kleinen Publikum mal einen Interpret gespielt hat, manchmal sogar unangekündigt. Das machen ja auch große Künstler teilweise, die keine Lust mehr haben auf diese großen Hallen. Und dann einfach sagen, ich gehe jetzt mal an ein bestimmter Ort und spiele da und wer da ist, ist da. Und also ich glaube, authentischer kann man einen Künstler dann auch nicht erleben. Und wenn man jetzt in dem Fall noch das als Platte mitnehmen kann, ist das natürlich dann nochmal so eine besondere Magie. Und dann habt ihr ja noch die Reihe mit den jungen Talenten. Aus welcher Kultur heraus ist das dann quasi entstanden?
Speaker2
00:42:48
Ja, das ist natürlich, setzen wir uns dafür ein, junge Talente zu fördern, um eben, wie ich auch eingangs schon gesagt habe, einfach weiterhin Musikkultur zu stärken, zu fördern. Und dann konnten wir auch tatsächlich fünf junge Talente, Streicher von der Karajan Akademie gewinnen, mit denen wir, also dort vergeben wir Stipendien für vereinzelte MusikerInnen, dass sie eben als Profimusiker ihren Weg gehen. Achso, das ist jetzt noch was, ein anderes Projekt. Das haben wir letztes Jahr gemacht, was wir oben gerade gesehen haben auf dem Teaser. Das war im Rahmen der Young Euro Classics. Da durften wir Teil des Hauptaktes sein und zwar hatten wir die Möglichkeit, das afghanische Jugendorchester, was gerade im Exil lebt in Portugal, die große Bühne freizumachen im Rahmen der Young Euro Classics und haben sie eingeladen, dort zu spielen und ihnen das ermöglicht. Das war eine ganz emotionale und sehr besondere Geschichte, weil diese jungen MusikerInnen aus ihrem Land eben vertrieben worden sind und jetzt aber wieder zusammengefunden haben als gesamtes Orchester. Das war kein Live-Recording. Jetzt hier bei der Karajan Akademie haben wir eben, so wie bei Malia, auch das Live-Recording gemacht. Und das war auch ein ganz emotionales Erlebnis tatsächlich mit diesen jungen Musikern, weil das natürlich eine wahnsinnig aufregende Situation war. Die waren natürlich schon in Konzerthäusern unterwegs, schon auf Tour gewesen. Aber das war schon eine sehr einmalige Chance, wirklich auf dem Punkt zu performen. Und dann ist es festgehalten. Im Konzert ist es dann eben, dann ist es so, aber dann ist es auch gut und hier kann man natürlich immer wieder dann auch reinhören und das ist natürlich schon eine andere Aufregung und einer der Künstler, ich glaube, das war die zweite Violine, meinte auch, dass einfach das Tolle daran ist. Die Perfektion spiegelt sich eigentlich in dem Unperfekten wieder, was man halt in dem Moment hat. Das Ganze macht es dann lebendig und auch so echt.
Speaker1
00:45:03
Ich verstehe genau, was du meinst. Wir schauen uns mal bei YouTube nochmal diese Karajan Academy an, von der du erzählt hast. Da habt ihr auch ein schönes Video gemacht, wo man das mal so ein bisschen erleben kann. Allein schon, wenn die Leute so reinkommen. Und ich habe das ja mit Jan auch erlebt, wie wir das Video zusammen gemacht haben. Diese Lautsprecher von Burmester mal anfassen und hier mal schauen, ob nochmal die Frisur sitzt. Das ist natürlich immer mit dem Chrom schön, wenn man sich da noch dran spiegeln kann. Ich habe mal irgendwo gelesen, am Anfang hat man euch ja dafür belächelt, aber irgendwann habt ihr dann euer Standing mit dem Thema gehabt und heute ist das euer Markenzeichen.
Speaker2
00:45:45
Ja, also hier, ich finde das auch immer ganz toll, wenn die Musiker erst mal den Prozess auch verstehen lernen, dass man sich im Vorfeld wirklich einen halben Tag Zeit nimmt, nicht nur wegen des Soundchecks, sondern einfach das alles einmal zu sehen, wie es da aussieht, wie die Materialität das Ding anfassen, wirklich alle Schritte vom, wie geht es über dem Kabel, der Signalweg dann eben hier bis in die Platte rein, wie funktioniert das alles. Das auch ein Stück weit vielleicht, um da so ein bisschen Ehrfurcht vorzunehmen. Aber es ist einfach, glaube ich, super spannend für auch die Musikern. Und jetzt sehen wir hier gerade nochmal so diese Abspielsituation. Ziemlich ähnliches Setup wie bei Malia. Ja, es ist einfach wirklich Wahnsinn.
Speaker0
00:46:34
Und das ist der Raum, in dem wirklich auch die Mastercuts entstehen. Also da, wo das Publikum sitzt, steht normalerweise die Druckmaschine. Und die Schneidemaschinen, die ihr eben im Hintergrund gesehen habt, Das sind exakt die beiden Schneidemaschinen auf, wie man so schön wäre, The Magic Happens, wo zumindest in die Lackmatrize gefräst oder gestichelt wird und dementsprechend, ja, dieser Raum ist voll Musik und da wird halt die Mastercuts halt eben auch geschnitten, ja.
Speaker3
00:47:00
Sehr, sehr schön.
Speaker1
00:47:01
Also ich hoffe, ich habe euch da draußen nicht zu viel versprochen, hier mit diesen wunderschönen Videos da so ein bisschen tiefer mal einzutauchen, dass man sich das Ganze auch vorstellen kann. Also bei mir sind ja auch dann beim Hören irgendwie so diese ganzen Welten aufgepoppt. Ich habe mir das mal vorgestellt. Wäre ja zu schön, wenn man sich hätte auch die Billy Holiday mal einladen können ins Studio, um mal so ein Live-Recording zu machen. Ist dann schwierig.
Speaker2
00:47:25
Da haben wir jetzt andere Wege gefunden durch die Master-Recordings.
Speaker1
00:47:29
Genau und wie ich sagen kann, wirklich einen fantastischen Weg gefunden, dieses zu tun und da möchte ich natürlich jetzt auch noch mit dem, was ich euch versprochen habe, liefern, nämlich meinen großen Unboxing von der Billie Holiday, Songs for Distingy Lovers. Und ja, ich würde sagen, wir versuchen das mal alles so ein bisschen zu kommentieren. Also ich werde euch mal so sehr erzählen, wie ich mich gefühlt habe, als ich das alles ausgepackt habe. Ihr seid live bei der Experience sozusagen. Dabei könnt ihr euch vorstellen, was ihr kriegt, wenn ihr auf Bestellen klickt und euch für diese unglaubliche Pressung entscheidet. Und ja, vielleicht mögen ja der Jan und die anderen dann so ein bisschen noch an der einen oder anderen Stelle was uns erzählen, was wir vielleicht noch nicht darüber wissen. Und ja, wir starten tatsächlich komplett mit der Umverpackung. Also ihr seht alles, nur nicht meine Adresse, die habe ich zugeklebt. Aber ansonsten seht ihr wirklich alles, ihr seht jede Ritze. Also seid gespannt. Das habt ihr, glaube ich, noch nirgendwo in den Weiten des Internets so gesehen. Und jetzt geht's los. Also ich habe im Prinzip, man kriegt einen komplett super Handle with Care beschrifteten schwarzen Karton. Also schon mal sehr edel. Natürlich hat mein schwarzes Vinyl und Unboxing Messer dann relativ ästhetisch gut reingepasst. Und wenn jetzt die Leute sagen, oh mein Gott, bevor der das aufmacht, ich will es jetzt schon haben. Wie wäre das? Also was für Lieferzeiten habt ihr da so aktuell? Also holt ihr die einfach aus dem Lager und los geht's. Wie lange muss man ungefähr warten, wenn man die jetzt heute bestellen würde?
Speaker2
00:49:17
Also wir haben tatsächlich eine kleine Menge immer vorproduziert, aber aufgrund von Lagerkapazitäten werden die dann auch teilweise auf Bestellung gefertigt. Lieferzeiten 14 Tage maximal. Maximal.
Speaker0
00:49:34
Also ein bis zwei Wochen wäre auch so ein Thema, weil es für das Verpacken, wenn jetzt nicht gerade jetzt nach diesem Video, dann direkt sofort die, was ich vielleicht 50 oder 100 Bestellungen eingehen, ist natürlich bei 333 ist Stück. Also dann ist Feierabend, dann gibt es halt eben eine Lieferzeit auf unbestimmte Zeit. Dementsprechend aber ein bis zwei Wochen, da halt ich aktuell an der Linsen.
Speaker1
00:49:56
Also ist auf jeden Fall alles tippitoppi bis dahin verpackt. Deswegen dauert es auch ein bisschen, bis ich das Schätzchen hier tatsächlich draußen habe, weil in dem Karton drin, der auch schon sehr stabil ist, wie ihr gesehen habt, ist dann die Platte drin und die ist dann auch nochmal komplett mit so einer dicken Luftpolsterfolie geschützt. Also da kann wirklich nichts passieren, wenn ihr jetzt nicht den ganz unsozialen Postbodenzusteller habt, der einmal was die Treppe runterschmeißt. Man hört ja manchmal so ein paar Horrorszenarien in der Community. Aber was ich auch sehr schön finde, ist dieses Burmester-Siegel. Also man bricht das Siegel. Also es war schon draußen auf der Umverpackung, war es schon auf dem Karton. Und jetzt auch hier wieder. Und vielleicht, da das jetzt ein Weitchen dauert, bis ich das hier rauskriege, es ist jetzt alles in real lifetime, erzähle ich euch mal ein bisschen was über das Album von Billie Holiday. Falls ihr es nicht kennt, also das Original wurde aufgenommen 1957. 57. Es gibt natürlich alle möglichen Reissues. Ich hatte auch eine hier. Ist von der Musikrichtung her so Jazz, Vocal Jazz, vielleicht vergleichbar mit Ella Fitzgerald, Sarah Wan, Nina Simone, Dina Washington. Ursprünglich kam es auf Worth Records. Ja, Billie Holiday, wer sie nicht kennt, ist eine der prägendsten Jazzsängerinnen aller Zeiten. Also bekannt für ihre emotionale, fragile Stimme und einzigartiges Timing. Das Album stammt so aus dieser klassischen Late Period von Billie Holiday. Wir haben sehr stark reduzierte, intime Arrangements. Wir haben einen Fokus auf Balladen und Standards. Das Album ist im Prinzip Teil dieser fast schon legendären War-Phase von ihr. Und man muss dazu sagen, es ist in einer sehr schwierigen Lebensphase auch entstanden. Vielleicht kennt ihr auch das Biopic. Es gibt ja dieses United States vs. Biddy Holiday, habe ich mir mal angeschaut. Und ja, die Stimme war schon ein bisschen gezeichnet, was dem Album aber eben zusätzliche Emotionalität verleiht. Also es wird oft als eines ihrer reifsten Werke angesehen. Und kurz darauf ist auch dieses richtungsweisende Album Lady in Satin erschienen. Auch das kann ich euch mal zeigen. So sah das aus. Kennt ihr bestimmt das Cover. So, jetzt gehen wir mal gerade zurück zum Unboxing. Ich bin jetzt hier gerade dabei, die Handschuhe, von denen ich immer erzählt habe, auszupacken. Das finde ich natürlich mega genial, dass die mitgeliefert werden. Also man muss jetzt nicht in die Garage gehen und die Gartenhandschuhe holen. Man hat ja hier die edlen Burmesterhandschuhe natürlich. Steht auch dann das Logo entsprechend drauf. Sehr, sehr schick für die Podcast-HörerInnen da draußen. Sie sind nicht weiß, wie man jetzt vermuten könnte. Ja, was ist das für eine Farbe? So ein dunkles, braun.
Speaker2
00:52:40
Angraziat.
Speaker1
00:52:40
Ja, komm mal. Ja, und ich kann euch sagen, das ganze weitere Unboxing, ich habe diese Handschuhe nicht mehr ausgezogen, ich wusste ja nicht, wann die Blatte kommt. Ich muss sagen, man ist motorisch ein bisschen eingeschränkt, also wenn man dann, sieht man dann gleich in den Leinernotzen und so weiter blättert, muss man ein bisschen aufpassen.
Speaker2
00:52:56
Zum Schuber kann ich noch sagen, dass wir den auch tatsächlich in einer kleinen Berliner Manufaktur, die Verpackung, so eine kleine Verpackungsmanufaktur herstellen haben lassen, sodass wir auch hier wieder Handwerk einfach mit verbinden konnten. Der Inhalt von diesem Schuber, das ist tatsächlich dann alles in dieser Werkstatt produziert worden.
Speaker1
00:53:15
Da sieht man jetzt auch die Nähte, die da sozusagen in die Liner Notes reingearbeitet wurden. Und das ist jetzt das Ergebnis wie versprochen. Also ich habe mich ja dann wirklich schön hingesetzt, als ich das das erste Mal gehört habe. Ich habe mir ein Getränk geholt und habe mich einfach zurückgelehnt, gedimmtes Licht und habe das alles schön gelesen. Ich finde, ich habe da einen guten Sweetspot getroffen. Also es gibt ja manchmal so Liner Notes, die sind ja ewig lang. Da denkst du so, wann soll ich das alles lesen? Da bist du eine Stunde mit beschäftigt, ist die Platte schon dreimal durchgelaufen. Also ich finde es jetzt hier eigentlich genau richtig so. Es holt einem so von Anfang an ab, man hat sofort Bock drauf, man hört es, man ist direkt drin überzeugt, das Nötigste ist drin. Wenn es jetzt um die Songs selber geht, man kann nochmal sehen, wer hat es produziert, wer mischt mit, wer macht was. Da bleiben keine Fragen offen und ansonsten habt ihr das einfach wunderschön dann auch formuliert, was man da eigentlich für ein Erlebnis hat mit dieser Platte. Und das hat mich noch tiefer reingezogen. Also wenn ihr die Platte hört, unbedingt die Empfehlung, lest dabei hier alles, was in den Liner Notes drin steht. Dann habt ihr noch ein runderes Erlebnis, weil ich meine, Mammond 6-4, also das ist ein absoluter Jazz-Klassiker heute. An allen Fronten entsprechend anerkannt. Es ist regelmäßig in den Best-Jazz-Album-Listen vertreten. Vielleicht kennt ihr die Songs Day In, Day Out, A Foggy Day, One for My Baby and One for the Road, Just One of Those Things, Stars Fallen in Alabama. Also das ist ein richtig starkes Album. Also jeder Song ist eigentlich ein Traum. Und jetzt kommt sie hier zum ersten Mal. Sehe ich sie und darf sie jetzt gleich anfassen. Auch nochmal schön extra verpackt. Dass da nichts drankommt. Und ja, vielleicht könnt ihr es schon auf diesem Bild so ein bisschen erkennen. Ich versuche jetzt hier, ohne jede Berührung in Bewegung zu bringen. Ich hoffe, ihr seht es auf einem groß genügend Monitor hier bei YouTube. Was sieht, es sieht mehr aus als nur eine Schallplatte. Allein diese Ränder anzufassen, mit was für einer Präzision sie sich anfühlen. Ich muss hier nicht erwähnen, dass die Platte plan ist. Aber allein wie sie glänzt, diese Lackoberfläche. Es ist wirklich, also wenn ihr vorher nur Schallplatten, Also sobald ihr die wieder zur Seite legt und holt danach eine normale Schallblatt in die Hand, habt ihr sofort ein ganz anderes Gefühl. Also es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht wirklich. Es ist schwierig, das in Worte zu fassen. Also Jan, du hast ja gesagt, man hat ja manchmal die Möglichkeit, da mal in den Touch zu gehen. Also wenn ihr da irgendwie mal die Möglichkeit habt, das zu erleben, macht das. Hört euch das an und schaut euch an, wie das ausgearbeitet ist. Also ich finde, das kann kein Foto oder kein Video rüberbringen, wie wahnsinnig wertig dich das anfühlt. Du hast dieses Gewicht in der Hand und diese Oberfläche. Und wie gesagt, du bist da auch mit so einer Air Force dran. Du hast da so einen Respekt. Du kämpfst gar nicht auf die Idee, die irgendwie abseits vom Rand anzufassen. Das geht nicht. Das kannst du nicht machen. Das kannst du nicht mit deinem Gewissen vereinbaren.
Speaker2
00:56:26
Jan hat das ja gerade schon vorhin ganz schön gesagt, es ist einfach was für ganz besondere Momente, diese Platte dann auszupacken, zu genießen, zu hören, das Booklet zu lesen. Das macht man nicht jeden Tag.
Speaker1
00:56:38
Definitiv.
Speaker0
00:56:39
Danke, dass die Reise, das war so die Reise, die du gerade beschrieben hast, finde ich jetzt gerade so ein bisschen so die Gänsehaut, die das, ich glaube, für die Leute, die es nicht gesehen haben, also allein die Beschreibung davon zeugt dafür, also dass du es halt eben wirklich erlebt hast, also diese Reise gemacht hast oder die Reise machst und das Schöne ist, man muss sie nicht nur einmal machen, man kann sie auch mehrfach machen. Und wie gesagt, es gibt es auch den einen oder anderen unseren Partnern, der die Reise auch seinen Kunden ermöglicht, indem er dem Kunden die Scheibe auch vorspielen kann. Und ja, danke für deine sehr, sehr schöne Beschreibung, die mich auch gerade persönlich nochmal sehr mitgebracht hat. Dankeschön.
Speaker1
00:57:18
Kommt von Herzen, kommt von Herzen. Also es war wirklich ein tolles Erlebnis. Und wie gesagt, es ging ja dann auch weiter mit dem Pörner. Also ich habe ja eine konventionelle Pressung von dem Album schon ganz lange in meiner Sammlung. Deswegen kannte ich es ja auch. Und Jan, wie wir uns da zum ersten Mal getroffen haben, haben wir auch darüber gesprochen, dass es diese Pure Sound Reihe gibt. Und da habe ich ja schon erzählt, dass das mein absolutes Nummer 1 Album hier von Billie Holiday ist, dass ich das über alles lieb. Und weil ich es halt so gut im Ohr habe, war es jetzt natürlich für mich dann auch nicht schwer, diese Qualität dann eben auch für mich rauszuhören. Und jetzt hat das Ganze aber natürlich eine Schattenseite. Ihr zwei habt mir jetzt mit dieser Platte mein ursprüngliches Hören, mit der Platte, die ich vorher hatte, komplett versemmelt, weil ich höre jetzt halt wirklich jede Schwäche raus, die die Platte hat im direkten Vergleich. Und die Schwächen sind erheblich. Also mir war das vorher gar nicht so bewusst, weil ich halt immer gedacht habe, naja gut, das ist halt ein Album aus Ende der 50er Jahre. Das ist halt, wie es ist. Das ist halt mit dir gealtert, mit der Welt gealtert. Da kannst du jetzt halt nicht erwarten, dass immer alles perfekt ist, wobei ich ja liebe, alte Aufnahmen liebe und diese Imperfektion auch mag, wie viele da draußen. Wenn du jetzt halt die Platten kurz hintereinander hörst, dann poppen diese Sachen eher störend auf. Also ich hatte zum Beispiel bei meiner Presse ein ziemlich lautes Rauschen. Ich habe gemerkt, dass teilweise die Instrumente sehr schrill klingen. Ich habe gemerkt, dass teilweise die Stimme von Billy so zischt. Und das sind Sachen, die habe ich vorher einfach so hingenommen. Und habe gedacht, na gut, das ist halt so auf der Aufnahme, was will man machen? Ja, und auch die Stimme selbst von ihr war teilweise sehr schrill. Und gerade das macht mir jetzt total Schmerzen, wenn ich dann wieder die Nicht-Biosauen-Variante höre. Weil im Gegenzug, man hat halt eben so ganz dezentes Rauschen, was es dann wieder authentisch macht. Man hat weder die Instrumente noch die Stimme sind irgendwie schrill. Man hat kein Zischen in der Stimme. Die Musik ist unmittelbar. Die Bühne ist ausgewogen. Also es fühlt sich eigentlich so an, wenn ich jetzt wieder die Bilder von Malia und Co. sehe. Es fühlt sich eigentlich so an, als wäre jetzt die Billie irgendwie da und ich wäre jetzt hier bei ihr und sie spielt jetzt hier für mich. Ich bin jetzt mit ihr im Raum. Also auch klanglich. Tja, ich habe jetzt bei FarNet jetzt hier irgendwie das allergrößte Setup, um da jede letzte Rille rauszuhören. Also ich werde die jetzt bei jedem da draußen, den ich versuche, mit einem geilen Anlagen, werde ich die auf jeden Fall mitnehmen. Ich muss mir immer noch so ein Transportkörperchen. Habt ihr sowas als Zubehör? Überlegen, auf jeden Fall die mitnehmen und einfach mal auf verschiedenen Systemen hören. Ich habe es jetzt auch mit Kopfhörern und allem Möglichen mal so durchgetestet. Und was ihr eigentlich gut beschrieben habt, so dieser Aspekt mit diesem für den besonderen Moment, Nein, das ist jetzt nicht so eine Platte, die du nach zehn Stück hörst, das ist einfach ein Schatz in deiner Sammlung und ich habe aber gemerkt, jetzt gerade durch diese Dinge, die mich bei der anderen Presselung dann nochmal gestört haben, Umso mehr kannst du wirklich entspannen. Also du kannst dich fallen lassen. Ich habe das wirklich am Ende von einem sehr stressigen Tag mit tausend Erlebnissen irgendwie gehört und ich habe so richtig gemerkt, wie mich das so komplett runterfährt. Weil ich einfach in keiner Sekunde über irgendwas nachdenke, was nicht stimmt. Es ist einfach perfekt. Und ich weiß nicht, wenn ich meine gesamte Sammlung durchgehe, wenn ich jetzt wirklich ehrlich bin, Ich finde immer irgendwas, wo ich rummeckern kann, an irgendeinem Ding. Aber an dieser Pressung, da gibt es einfach nichts, gar nichts, was man da irgendwie monieren könnte. Und das ist für mich irgendwie so eine tiefe Befriedigung. Und ich könnte mir vorstellen, dass es da draußen Menschen gibt, die genau das haben wollen und deswegen zu dem Ding greifen.
Speaker2
01:01:17
Was ich ja super faszinierend finde an dieser Aufnahme ist oder vor allem an diesen Master Recordings dass diese alten Tonbänder, du hast es vorhin gesagt 1957 dass man trotzdem heute noch so viel Detailgetreue rausholen kann, in einer Klarheit dass man sich das gar nicht vorstellen kann, dass das
Speaker3
01:01:41
Das Original dann ist.
Speaker2
01:01:44
Also dass es eben nicht die Kopie der Kopie der Kopie ist, sondern, ja, dass es so erhalten bleiben kann dadurch, durch diesen Prozess.
Speaker0
01:01:53
Ja, und dieses Fallenlassen, also das finde ich auch so, dieses, du tauchst da irgendwie so rein und diese Ruhe, also die Ruhe, er wird ja häufig manchmal mit so Langsamkeit, aber es ist einfach dieses Fallenlassen, umhüllen von der Musik, wo du einfach sagst, okay, da kommt meistens von vorne oder wenn du die Kopfhörer nutzt halt eben, kommt über den Kopfhörer den Ton, aber wenn du von dieser Musik so eingesaugt wirst. Und wie du sagst, du hörst die Details, die nerven dich einfach nicht an. Und ich sage immer so, es muss nicht immer jeder Mann-Frau-Musik-Geschmack sein. Aber das hat trotzdem diese Emotionalität, dieses Umschließende. Und ich fand das erste Mal, als ich sie gehört hatte, so diese Bilder, die im Kopf passierten, wo ich mich dann an einem Sonntag morgen gemütlich vor so einer kleinen Bühne sehe, wo halt eben das genau passiert, was da passiert. Und ja, auch wieder da, danke und sehr schön beschrieben. Also ich...
Speaker2
01:02:38
Ja, ich finde auch, diese Materialität ist einfach auch ein super wichtiger Punkt, einfach um diese Wärme und diese Tiefe nochmal rauszuarbeiten und das passt natürlich sowieso zu dem Genre, aber es ist schon was, wo man sagt, man kann wirklich mal sich fallen lassen und kommt runter. Also ich finde auch, ja, danke, dass du das so schön und direkt beschrieben hast.
Speaker1
01:03:04
Ja, sehr gerne. Ja, also ich hoffe, wir haben irgendjemand da draußen auch so ein kleines bisschen mit unseren Worten gekitzelt und haben das, was wir versprochen haben, eingelöst, das auch, wenn ihr es im Podcast hört, vielleicht so ein bisschen miterleben könnt, was es heißt, diese Platte auszupacken, zu fühlen, zu erleben. Abschließend an euch beide die Frage, gibt es noch was, was ihr gerne zum Abschluss der Community erzählen möchtet? entweder zu Burmester, zu euch, zur PureSound-Reihe. Irgendwas, was ich nicht gefragt habe und ihr heute Nacht aus dem Bett aufwacht und sagt, oh nein, das hätte ich noch sagen sollen.
Speaker0
01:03:45
Ich sage mal so, also wie gesagt, natürlich auch vielen Dank, dass du uns die Möglichkeit gibst, mit dir darüber zu sprechen, was du noch vergessen hast zu fragen, wann wir uns das nächste Mal wiedersehen, zu welchem Thema. Das wäre noch so ein Thema in meine Richtung. Ich sage, wir sehen uns jetzt das zweite Mal auf eine Art und Weise und das ist ja, da können wir ja fast eine Tradition irgendwann draus machen. Nee, also ich finde es toll, dass es die Plattform gibt, dass wir uns wirklich auch durch Zufall getroffen haben und dass auch so diese Emotionalität, was du auch gerade sagtest mit deinem Lieblingsalbum, was jetzt zufällig gerade bei uns im Mastercut ist und ich finde das Format einfach toll und hoffe, dass auch deine Community und wir alle zusammen halt eben weiterhin Spaß am Musikhören haben und es einfach genießen und das einfach weiter nach draußen tragen und wieder immer mehr Leute zum Thema Musik hören. Einfach wirklich als Entspannung und nicht nur das Produkt an sich sehen, sondern einfach was alles, was damit zu tun hat und welche positiven Vibes sowas halt eben auch in etwas graueren Zeiten halt eben ins allgemeine Leben untereinander einfach auch bringt. Der Austausch über Musik kann so viel verbinden und das lerne ich halt seit vielen, vielen Jahren und schätze es. Und ja, das ist so das, was ich so noch dazu sagen möchte.
Speaker2
01:04:59
Es ist ein großes Privileg, wenn man gemeinsam Musik hören darf und sich darüber austauschen darf. Und ich glaube, das ist auch das, was wir fördern wollen oder wofür wir stehen, was wir gerne tun, ohne dass man uns fragt, aber auch, weil man uns fragt.
Speaker1
01:05:17
Dann ganz herzlichen Dank, gemeint. Es war mir eine große Freude und ich bin mir ganz sicher, wir kriegen an irgendeiner Stelle noch das Triple hin, Jan, und das Double, Anna. Sehr gut. Da bin ich zuversichtlich. Dazu ist Vinyl und außerdem auch viel zu oft da draußen unterwegs bei euch in der Schallplatten- oder HiFi-Community. Also tausend Dank ihr beide für die Zeit. Und ja, ich würde die Sendung nach alter Tradition abbinden und winkt noch einmal aufs Ruhlchen in die Runde. Dankeschön.
Speaker0
01:05:52
Danke dir, Timo. Vielen Dank, Timo. Danke euch, da draußen.
Speaker1
01:05:55
Und damit sind wir am Ende von Vinyl und Hi-Fi zum Thema Pure Sound von Burmester. Der größte Dank, wie schon gesagt, geht natürlich an den lieben Jan Hildebrandt und die liebe Anna Siebert von Burmester. Aber natürlich auch an euch Zuschauer und Zuhörerinnen da draußen auf YouTube und alle Podcast-Hörerinnen im Vinyl und Podcast. Ja, hat euch das Spaß gemacht? Dann könnt ihr uns ja mal eine Freude machen. Einfach mal das berühmte Like setzen, vielleicht einen Kommentar abfallen, an welcher Stelle euch dieser Talk vielleicht besonders die Emotionen in Wallung gebracht hat. Vielleicht wollt ihr was teilen mit euren Erfahrungen mit der Marke Burmester. Vielleicht habt ihr selber mal was mit PureSign erlebt oder plant was damit zu erleben. Vielleicht kennt ihr Jan, vielleicht kennt ihr Anna. Lasst es uns wissen. Wenn ihr ganz neu da seid und Talks wie diesen gerne öfter mal seht, euch für alles mögliche interessiert, dann würde ich mich über ein Abo freuen. natürlich auch die Glocke, damit ihr gleich ein Notification kriegt, wenn was Neues von Vinyl und rauskommt. Und wenn ihr sagt, so ganz ehrlich, das war jetzt schon ein besonders guter Talk, dann könntet ihr auch die Funktion Video Hypen bei YouTube verwenden. Ansonsten Podcast abonnieren, Vinyl und Podcast gibt es auf Spotify, Apple Podcast und allen gängigen Podcast-Plattformen, da kann man mal Sterne verteilen. Fünf Stück sind schön, macht selig, könnt ihr ja mal machen und vielleicht sogar eine Rezension schreiben. Auf jeden Fall vielen Dank für euer Interesse an Audiofilm-Vinyl der Spitzenklasse. Macht's gut. Ciao.