Vinyl & ... Podcast

Timo Klingelhöfer

0160 - Lach- und Klanggeschichten (Vinyl & ... Hi-Fi Coffee Break - Jan Sieveking | exclusiv hifi)...

Jans persönliche Hi-Fi-Reise? Entstehung von Sieveking Sound? Speakers Corner? jpc? Randgruppen der Hi-Fi-Szene? Nachwuchs? Frauen? Apertura? Marten? Cardas Audio? Audia Flight? Hausmesse? Plattenempfehlungen?

31.07.2026 103 min Timo Klingelhöfer

Zusammenfassung & Show Notes

Herzlich willkommen bei Vinyl & ... Hi-Fi Coffee Break. In diesem Format laden Thomas (the voice - exclusiv hifi) und ich einen Special Guest auf eine Tasse Kaffee ein und wir unterhalten uns über die Hi-Fi-Szene und spannende Produkte. Diesmal haben wir Jan Sieveking von Sieveking Sound im Studio und sprechen über Jans persönliche Hi-Fi-Reise, den Weg zu Sieveking Sound, Randgruppen der Hi-Fi-Szene, die Marken Marten, Audia Flight, Cardas Audio sowie einige mehr und erhalten von Jan spannende Plattenempfehlungen. Außerdem werfen wir den Blick voraus auf Thomas' Hausmesse, die in Kürze ansteht...

Links zur Sendung:
Sprecher*innen:
Sieveking Sound:
Sieveking Sound (Homepage): https://www.sieveking-sound.de
sievekingsound (Instagram): https://www.instagram.com/sievekingsound/
Sieveking Sound (Facebook): https://www.facebook.com/sievekingsound/
Sieveking Sound (YouTube): https://www.youtube.com/@sievekingsoundhifi

exclusiv hifi:
exclusiv hifi (Homepage): https://www.exclusivhifi.de
exclusivhifi (Instagram): https://instagram.com/exclusivhifi/
Exclusiv hifi (Facebook): https://www.facebook.com/profile.php?id=100088449382497

Hersteller:
Apertura (Sieveking Sound): https://www.sieveking-sound.de/lautsprecher/apertura.html
Marten (Sieveking Sound): https://www.sieveking-sound.de/lautsprecher/marten.html
Audia Flight (Sieveking Sound): https://www.sieveking-sound.de/komponenten/audia-flight.html
Cardas Audio (Sieveking Sound): https://www.sieveking-sound.de/kabel/cardas.html

Vinyl:
Melina Paxinos Quartett - Collaborations (Sieveking Sound): https://www.sieveking-sound.de/melina-paxinos-quartet-collaborations.html
Andrew Bird - Sunday Morning Put-On (jpc): https://www.jpc.de/jpcng/jazz/detail/-/art/andrew-bird-alan-hampton-ted-poor-sunday-morning-put-on/hnum/11812066
Patricia Barber - Nightclub (Sieveking Sound): https://www.sieveking-sound.de//patricia-barber-nightclub-one-step.html

Sonstiges:
Ein Blick hinter die Kulissen: Besuch im neuen Firmengebäude von MARTEN & JORMA! (Jana ♥ Hi-Fi - YouTube): https://www.youtube.com/watch?v=9gr__01M9nM
Die Frau hinter einigen der weltbesten LPs. (Jana ♥ Hi-Fi - YouTube): https://youtu.be/91VQjrVRU-U?si=RS9jmfhHJNsLteHx


Mein Podcast-Team:
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stubenrocker73 (Marc Schönherr): https://youtu.be/cLaMR5cek5s
djsvenhelwig (Sven Helwig): https://youtu.be/8uotai6xuKI
exclusivhifi (Thomas Fiek): https://youtu.be/jRaB87W_SKQ

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Transkript

Herzlich willkommen bei Vinyl und HiFi Coffee Break. In diesem Format laden Thomas, The Voice, Exclusive HiFi und ich einen Special Guest auf eine Tasse Kaffee ein. Und wir unterhalten uns über die HiFi-Szene und spannende Produkte. Diesmal haben wir Jan Siviking von Siviking Sound im Studio und sprechen über Jans persönliche HiFi-Reise, den Weg zu The Viking Sound, Randgruppen der Hi-Fi-Szene, die Marken Martin, Audio Flight, Chatters Audio sowie einige mehr und erhalten von Jan spannende Plattenempfehlungen. Außerdem werfen wir den Blick voraus auf Thomas Hausmesse, die in Kürze ansteht. Ja, und da ist er vollgepackt mit Lach- und Klanggeschichten, der liebe Jan. Schönen guten Abend, Jan. Hallo.
Speaker2
00:00:50
Guten Morgen.
Speaker1
00:00:51
Und auch bei diesem Mann spiegelt sich stets ein Lächeln in seiner Kaffeetasse. Sei gegrüßt, Thomas. Hi.
Speaker2
00:00:59
Hallo.
Speaker0
00:01:00
Trinkt ja keinen Kaffee, ne?
Speaker1
00:01:02
Ja, aber das ist völlig okay, weil du weißt ja, in diesen schicken Cafés kriegt man ja immer ein Glas Wasser gleich mit dazu. Und du bist jetzt einfach quasi entweder schon davor oder danach, dass wir uns jetzt dazu denken. Aber sehr schön, mein Lieber, dass du dir Zeit genommen hast, mal mit uns in den Coffee Break zu gehen und mal hier durchs Themenfeld zu marschieren. Und wer dich kennt, Jan, der weiß, man kann sich zwar so ein Themenfeld dann mal stecken, aber was dann am Ende passiert, das wissen wir erst am Schluss. Du bist ein offenes Buch zu Hi-Fi, zu Klang, zu Geschichten. Deswegen fanden wir die Lach- und Klanggeschichten sehr gut. Denn wir mögen sehr deine humorvolle Art. Wir haben ja schon mal dich interviewt auf der High-End letztes Jahr und wir hatten ja nur über diese Uber-Light-Lampe von euch da gesprochen und es wurde zum allergrößten Klamauk unvergessen und spätestens da war klar, mit dem Jan müssen wir mal ins Gefecht und deswegen schön, dass du dir Zeit genommen hast. Jan, magst du vielleicht dich kurz den Leuten mal vorstellen, die dich jetzt noch nicht kennen?
Speaker0
00:02:08
Ja klar, also ich bin der Jan Sieweking und ich habe vor knapp 22 Jahren eine Firma namens Sieweking Sound gegründet. Ich wollte die eigentlich Better Sound nennen, weil es sollte ja um besseren Klang dabei gehen, kriegte dann aber, als ich die Gründung eintragen ließ, von der Rechtsanwaltskanzlei der Firma Bose einen ganz bösen Brief. Da hatte ich dann so viel Angst davor, dass ich sie Better Sound genannt hatte. Bose wollte das Unternehmen so nicht haben, denn es hieß ja damals Better Sound Through Research. Den hat das Patentamt dann abgelehnt als Werbespruch, weil generisch. Aber da wurde eben Sea Viking Sound daraus. Da kriegte ich keinen Ärger mit irgendwelchen Anwälten.
Speaker1
00:02:53
Das will man nicht.
Speaker0
00:02:54
Das war ein Unternehmen, das hat angefangen mit dem Import von Tonträgern aus den USA und zwar damals mit dem Label MFSL, Mobile Fidelity Soundlab, das sind diejenigen, die mal das Remastering überhaupt als Konzept entwickelt hatten. Und die waren in Deutschland damals 2004 nicht mehr erhältlich, die waren nämlich pleite gegangen. Sie waren pleite gegangen an dem Konzept, dass sie ihre Ware Dritten zur Verfügung stellten, nämlich großen Lageristen, die erst bezahlen mussten, wenn denn jemand das Produkt gekauft hatte, als dann ihre Lageristen pleite gingen. Dann ging auch die Firma selber pleite und suchten Leute, die jetzt wirklich so wahnsinnig waren, dass sie diese Artikel auf eigenes Risiko einkaufen würden, um sie weiter zu verkaufen. Und wir schrieben das Jahr 2004. 2004 war die Hochzeit von Napster. Das Thema war jetzt gerade MP3s und dass man an alle Sachen billig rankommen konnte. Und die Idee, schweineteure Gold-CDs und SA-CDs, aus Amerika zu importieren und mit schweineteuer, die haben ursprünglich in Deutschland mal, oder zum Schluss in Deutschland, 74 Mark 90 gekostet, wenn man sie hier kaufte, beim lokalen Saturn, so eine MFSL-Gold-CD. Und ich brachte ihn dann mit 35 Euro dann wieder, also im Grunde nur ungefähr gleicher Preis. Und alle sagten, der ist wahnsinnig, das kann nur schief gehen, weil das braucht sowieso ein Mensch mehr. Und ja, jetzt ist 22 Jahre später, aus diesem Vince-Importeur, der in so einem kleinen Büro viertes Obergeschoss kein Fahrspiel gemacht hat, ist inzwischen Europas größter Vertrieb für audiophile Tonträger geworden. Wir haben so ungefähr 110.000 Artikel in ganz Europa verkauft, haben den Vertrieb weltweit für die Firma Speakers Corner Schallplatten übernommen. Das heißt, alles, was die Firma Speakers Corner herstellt, ist bei uns in den Lagerhallen und wird in die ganze Welt verschickt. Und wenn ich sage, in die ganze Welt, wir haben ja gleich mehrere Kunden in Neuseeland, was ich noch viel beeindruckender finde, wir haben gleich mehrere Kunden in Lissabon, wo man sich vorstellt, wie kann das überhaupt sein, Aber es ist dann so geworden und es gibt einen Tag, an dem uns keine E-Mails erreichen. Wo kriege ich denn in diesem und diesem Land eure Tonträger? Manchmal ist es kompliziert. Ich sage nur Kasachstan.
Speaker1
00:05:40
Okay, das ist eine Besonderheit. Kasachstan. Ich habe jetzt kurz überlegt, vielleicht ist der Jan als nächstes dann auch auf dem Mars oder so, weil langsam geht ja die Kolonialisierung da los.
Speaker0
00:05:54
Also ich schicke erst mal Ihnen noch einen Mask vor und dann gucke ich mal, ob ich ihn gescheitert entlege.
Speaker1
00:05:59
Genau, die Welt ist nicht genug. Da gab es doch auch James Bond oder so. Und wenn euch das interessiert, ich habe mir jetzt gerade mal alle Socials eingeblendet. Also zum Beispiel die Homepage ist da auch sehr ertragsreich. Ich bin mal gerade so ein paar Komponenten, Lautsprecher, Kopfhörer, Kabel, Möbel, Zuhörer, alles durchgegangen hier von Marken her auf YouTube. Aber ihr findet da auch das gesamte Händlerverzeichnis. Das ist auch nochmal hier der Hinweis mit Speakers Corner, was der liebe Jan gesagt hat. Und natürlich die ganzen Online-Händler. Einige von denen haben wir hier regelmäßig bei Vinyl und im Gespräch. Zum Beispiel Connoisseur, Mail Order, liebe Grüße, auch schon ein Interview gemacht. Oder hier halt eben JPC oder JPC, Scheibladen haben auch regelmäßig die Links drin. Und ja, irgendwo da in der Liste, in dieser langen Liste an Händler ist dann natürlich auch der liebe Thomas zu finden mit Exclusive HiFi, der eben auch hier mit Civicing Sound am Start ist und so kam dann auch die Verbindung zustande. Ihr könnt gerne mal allen genannten Plattformen hier einmal folgen auf Instagram, Facebook, YouTube, euch mal die Webseite genauer anschauen, dann bekommt ihr einen ganz schönen Eindruck, wie mächtig Civicing Sound hier tatsächlich aufgestellt ist. Thomas, vielleicht du an der Stelle nochmal ins Boot genommen. Welche Bezugspunkte hattest du denn bisher so mit SeaViking Sound? Wie fing das alles denn bei dir an?
Speaker2
00:07:20
Oh, SeaViking hat ja so viele Produkte, da weiß ich gar nicht so richtig, wo das losging. Ich glaube, es waren doch die sagenumwobenen Sicherungen von HiFi Tuning und danach kamen dann die Chatters Kabel oder war es umgedreht? Ich weiß es nicht. Keine Ahnung, irgendwann mal vielleicht auch alles parallel ist. Das ist schon eine ganze Weile her. Wir arbeiten dann schon lange zusammen. Und dann ist das Portfolio beim Jan ja sehr bunt, ich sage es mal so, vielfältig. Und ich schaue dann immer mal nach, was es so Neues hat. Ich hatte auch mal ein paar wirklich neue Produkte, die auf dem Markt für mich teilweise noch unbekannt waren bis dato. Das finde ich auch immer sehr spannend, selbst als Händler und auch der immer noch als Fan und Hobbyist. immer mal hier und da liest und mal auch unterwegs auf anderen Breiten ist, was die ganze Hi-Fi-Szene betrifft. Und Jan überrascht mich da hin und wieder manchmal doch. Dann kann man schon mal ein kleines Dankeschön ausschicken. Und ja, die Zusammenarbeit ist echt toll und läuft alles super.
Speaker0
00:08:19
Genau, ich kann da vielleicht noch dazu sagen, weil bei Siebe Kingsdown ist es immer so, wir haben gar kein Endkundengeschäft. Das ist also unser größtes Problem, den Leuten klarzumachen. Wir haben diese Webseite und da findest du zweieinhalbtausend Tonträger drauf und das ist alles audiophiler Kram, aber wir verkaufen dir das gar nicht. Weil wir möchten, dass du zu deinem Händler gehst, der dich betreuen soll. Und wenn ich jedes Mal einen Euro dafür kriegen würde, wenn dir uns jemand fragt, ich schaffe es nicht, ihre Webseite zu bieten, ich kann überhaupt nichts in den Warenkorb reinlegen, weil ich kann mich nicht einloggen, denke ich mir, du hast es geschafft, das Impressum zu finden. Und du hast es geschafft, die E-Mail zu finden. und du hast es geschafft zu überlesen, dass da im, 18 Punkt Fettschrift steht, kein Endkundenverkauf, bitte gehen Sie zu Ihrem Händler mit dem Händler verlinkt. Es ist echt schwierig, diese Position in der modernen Zeit durchzuhalten, aber wir können eigentlich jede Woche in der Firma davon essen gehen, für jede dieser E-Mails, die wir erhalten, von den Leuten, die nicht in der Lage sind, das zu lesen. Aber ist bei uns Geschäftsprinzip, wir arbeiten mit den Händlern.
Speaker1
00:09:27
Ja, ich habe da auch schon einen Euro in eure Kasse reingeworfen, ganz am Anfang, als ich angefangen habe als Creator. Da bin ich nämlich auch mal drauf gestoßen. Da kann ich, glaube ich, den Thomas noch gar nicht. Und dann habe ich halt auch die audiophilen Platten gesehen und habe gedacht, ah, das ist ja cool. Wow, habt ihr da ein Sortiment? Da frage ich jetzt einfach mal an und so weiter. Und dann habe ich genau diese generische Mail gekriegt, die ihr wahrscheinlich millionenfach verschickt und dann den Euro wieder in die Kasse spielt. Ja, dass das eben nicht klappt. Aber ist ja viel schöner, Jan, dich hier zu haben, als jetzt irgendwie die Platten da zu bestellen. Also insofern ist das auch okay. Ja, sehr schön und auf jeden Fall sehr beeindruckend, was du da mächtiges hochgezogen hast. Und deswegen interessiert es natürlich bei all unseren Gästen, die hier ins Studio kommen, wie eigentlich jetzt nicht nur das mit der Firma, das hast du ja schon fast erklärt, sondern überhaupt die Reise ins Hi-Fi begonnen hat. Jetzt bei dir ganz persönlich. Also was sind so diese frühesten Erinnerungen, die du dran hast, dass dir irgendwann mal der Klang, die Musik, das Erleben von Musik oder whatever, vielleicht auch einfach die Technik, dass dich das mal so gehuckt hat und du das spannend fandest?
Speaker0
00:10:34
Ich bin eigentlich zum Hi-Fi gekommen über den Klang, nicht über die Musik, weil ich hatte wie ganz viele andere so eine Plastikbox, da war damals schon ein CD-Spieler drin und ein Kassettendeck und man konnte aufnehmen und das schepperte alles ein bisschen und man konnte es auch ganz laut machen. Aber das war gar nicht so spannend. Bis ich dann irgendwann mal einen guten Freund besuchte, der hatte sich Lautsprecher selber gebaut. Von der völlig unbekannten Marke, mir haben es Davies als Selbstbau-System. Davies gibt es heute noch, die sitzen in Frankreich. Die machen Lautsprecher, die sind prima fürs Geld und haben einen schönen, sonoren Eigenklang. Und ich hatte die Lautsprecher bei ihnen gehört. Und ich fand das so cool und musste mir dann natürlich logischerweise selber auch Lautsprecher bauen, wie so ganz viele damit angefangen haben. Und das mussten natürlich die ersten Lautsprecher alle Zeiten werden als Erstlingsprojekt. Wie das eben so ist, ging natürlich kolossal schief, sah aber gut aus. Und damit bin ich ein bisschen in diese audiophile Welt eingetaucht. Und man brauchte natürlich auch einen passenden Verstärker. Und der uralte Braunverstärker hat einen rumstanden und es irgendwie tat, war nicht das richtige Ding. Und ich bin darüber ganz klassisch in einen HiFi-Laden gekommen. Und zwar damals zu dem HiFi-Laden in Bremen, wo man immer sagt, da kriegst du tolle Sachen fürs Geld. Das war Uni HiFi. Die gibt es bis heute, Und ich habe dann nicht durch das Sortiment gehört. Also irgendwie tun mir im Nachhinein ein bisschen leid mit dem, was ich da alles hören wollte. Und habe dann einen AMC CVT3030A wie Advanced getauft, einen in Taiwan hergestellten Röhrenverstärker. Zweimal EF34 30 Watt Class A mit Computerlüftern zur Zwangsbelüftung, weil der wurde sonst zu warm, weil die das Beiß viel zu hoch gedreht haben.
Speaker1
00:12:30
Heute hat man ja diese Handventilator, die hätte es da schon brauchen können.
Speaker0
00:12:35
So draufhalten können. Es war so schön und es wummelte so wunderbar.
Speaker1
00:12:41
Und das ganze Jahr Sommer.
Speaker0
00:12:45
Also es ist so, manchmal vermisse ich das ein bisschen und hatte dann so ein Zimmerchen, in dem ich Musik hören könnte und das war eigentlich mal das Ankleidezimmer meiner Mutter. Das heißt, das Zimmer bestand zur Hälfte aus Kleiderschrank, der auch irgendwie mit Klamotten gefüllt war. Man hat dann irgendwann festgestellt, wenn man dann die Kleiderschrank-Schiebetüren so halb aufmachte, dann hat man nach hinten viel mehr Absorption gehabt. Das klang viel, viel besser. Und hat dann sehr viel experimentiert mit dem großen Thema, wie schiebe ich jetzt meine Türen optimalerweise so, dass ich die richtige Melbische aus Dämpfung und, was ich heute weiß, Diffusion im Raum habe. Ich habe coole Ideen gehabt. Es gab nur Ehrgeiz. irgendwann angefangen haben, bei Bettdecken der Hausmitglieder zu klauen und in die Ecke zu stecken. Aber ich war voll auf den Klangtrip, bin da auch nie wieder so richtig voll weggegangen.
Speaker1
00:13:34
Da muss ich mal gerade den Thomas mit reinnehmen. Thomas, wenn du jetzt den kleinen Jan da angetroffen hättest beim Basteln, was hättest du gemacht?
Speaker2
00:13:43
Ich habe ja, muss ich sagen, ich habe ja auch ein Kleidezimmer und ich stelle mir gerade Jan vor, wie er da Boxen in den Herstieg. Aber wo ich wirklich innerlich geschmunzelt habe, was Jan gerade gesagt hat, Ich meine, er hat ja bestimmt viele Geräte schon in seinem Leben besessen. Aber das erste Ding, was er sich geholt hat, da die korrekte Bezeichnung noch zu wissen, ich denke mal, das geht jeden Opo ähnlich so.
Speaker1
00:14:03
Das habe ich auch gedacht, ja.
Speaker2
00:14:04
Zwischendurch vergisst du alles. Du wirst nicht einmal, wie die Bezeichnung heißt von dem Plattenspieler, den du jetzt vielleicht gerade hast. Aber das erste Ding, was er damals geholt hat, da wirst du noch die Folgen aus bei mir auch so. Mein erstes Westgerät in dem Sinne, kann ich auch noch oft zählen. Das hat sich so eingebrannt. Da musste ich innerlich feixen, das war echt cool. Aber die Version mit dem Kleiderschrank, ich hatte drei Sekunden, bevor du es ausgesprochen hast, bestimmt gesagt, die werden das gleich genutzt haben als Dämpfung. Es ist so gewesen. Es ist ja zwangsläufig. Es ist ja wie im Regen wird man nass. Genauso ist es. Herrliche Nummer, muss ich sagen.
Speaker1
00:14:40
Mich hat es an die Songtexte erinnert oder die Alben-Namen, die kann ich aus den 90er auch noch wunderbar runterbeten von den Bands, teilweise in der Reihenfolge und das richtige Erscheinungsjahr und dann ab 2000 ist es dann immer grauer und dann kann ich es schon gerade noch so das Jahrzehnt bestimmen, wenn überhaupt, in den Namen weisen immer, ich weiß nur noch das Bild. Da habe ich genau den gleichen Gedanken, da habe ich gedacht, so geil, wenn man jung ist, so dann die ganzen Bezeichnungen, das sind einfach einprägsame Erinnerungen und das vergisst man nie.
Speaker0
00:15:07
Sehr, sehr schön. Man hatte ja noch gar nicht so viele GDs und die, die man hatte, die hörte man tatsächlich auch komplett durch von Anfang bis Ende, weil man hatte eine viel bessere Beziehung bei den ersten 20 CDs, die man so besaß. Da konnte man ja noch die Reihenfolge sagen, in der man sie erworben hat. Und man hat so Jugendzünden wie Kuschelrock. Ich habe noch nicht bei einem Bekannten das CD-Regal so mit durchgewühlt und entdeckten, oh, die Kuschelrock hatte ich auch. Das war damals ja so cool. Oh ja.
Speaker1
00:15:35
Wer hatte keine? Schreibt es mal in die Kommentare. Ob man mal zwei zusammenkriegt.
Speaker2
00:15:40
Weil du es gerade sahst, weil wir gerade wieder in Erinnerung sind, weißt du, welche CD du dir zuerst mal wirklich gekauft hast oder Geschenke gekriegt hast, wo du gesagt hast, okay, das ist jetzt das super Brett damals?
Speaker0
00:15:50
Also das erste Ding, was ich mir vom eigenen Geld gekauft habe, war tatsächlich Phil Collins, but seriously.
Speaker2
00:16:00
Bei mir war es, und zwar, ich war noch zu DDR-Zeiten und da gab es zu DDR-Zeiten auf den Schwarzmarkt, auf den Plattenmärkten auch schon CDs. Die wurden damals für 250 DDR-Mark, also ungefähr ein Drittel eines Lohnes, verkauft. Und da hatte ich die Möglichkeit schon damals ungefähr, ja, vielleicht ein halbes oder Jahr vorher schon, bevor die Wende kam. Yellow One Second und die Yellow Stella. Ja, die zwei. Die habe ich mir gekauft, damals für 500 Ostmark. Ich hatte noch keinen Plattenspieler, keinen CD-Spieler, aber das Ding, das muss daran. Und ich habe diese CDs heute noch, genau diese gleichen CDs. Das sind so Sachen. Und meine dritte, die habe ich mir dann später gekauft, als es für uns die Möglichkeit gab. Die habe ich in Fürth in einem Musikladen gekauft, die Operation Minecraft von Queensryche. Das waren so die ersten drei CDs, die ich jemals besessen habe und ich habe sie original noch.
Speaker1
00:17:04
Sehr geil.
Speaker2
00:17:05
Bei dir, Timo?
Speaker1
00:17:06
Powerstation 3, es war ein Sampler.
Speaker0
00:17:09
Hier so ein großes CD-Regal im Raum, ne?
Speaker2
00:17:12
Powerstation kenne ich ja nicht immer.
Speaker1
00:17:13
Ja, es war eben so RTL präsentiert, Powerstation 3, das war irgendein Sampler und da war aller mögliche Kramstraufer, so 90er auch, so Rednecks und irgendein Techno-Scooter, keine Ahnung. Das war die erste CDR. Oder hatte ich vorher schon coolere Tapes, muss ich dazu sagen.
Speaker2
00:17:29
Ah, Tapes hatten wir ja alle. Das war ja für uns in den DDR-Zeiten das Medium. Kassettendecks und Tapes oder teilweise auch Spulenbänder. Ja, aber das ist schon, ja, das ist schon schön, schön.
Speaker1
00:17:43
Jan, magst du uns sozusagen noch die Brücke bauen, jetzt von diesen Erlebnissen, die du geschildert hast, so in die Haifi-Welt rein, wie sich dann so der Weg zu Civil King Sound gezeichnet hat, diese Lücke, das würde mich noch so interessieren.
Speaker0
00:17:55
Ich spreche es lustigerweise tatsächlich über genau diesen HiFi-Laden, über Uni-HiFi, weil ich habe mich da sehr schnell zu einem Vollfreak. Ich habe damals diese HiFi-Magazine wirklich gelesen, hatte auch ein gutes Zahlengedächtnis. Ich konnte mich an alle Klangpunkte und Stereoprozente und was auch immer damals erinnern, was damals gerade so wichtig war. Und jobbte dann als Schüler bei Uni-Hi-Fi. Und der Chef damals, das war der Michael Affeld, und er hat gerne so Schüler und Studenten so als Aushilfskräfte genommen. Und ich war da an meinem zweiten Tag und dann kam da jemand rein, der wollte eine Surround-Anlage. Und ich weiß das noch, ich habe diesem Menschen, wir reden doch über D-Mark-Zeiten, dann die Kombination, aus einem Laserdisc-Spieler von Pioneer, damals ganz große Nummer, mit einem Parasound-Digital-Decoder, einer Parasound-6-Kanal-Vorstufe und der entsprechenden 5-Kanal-Endstufe verkauft für gut 11.000 Mark. Das war eine richtig große Nummer und war dann auch noch so fit, dass ich den Menschen auch noch farbcodierte Kabel dazu verkauft habe. Und das Lautsprecher, das hat er unglücklicherweise schon, Das war aber ein schöner Verkauf. Und der Chef meinte, ja, das ist in Ordnung so. Hauptsache, du weißt auch, wie du sieben und anschließt. Da hatte ich natürlich keine Ahnung von. Aber hey, der Verkauf war gut. Sehr gut. Und tatsächlich ging das mit dieser Firma Unihyfi. Die hat mich dann auch später so, also nach Abitur und Zivildienst, was man damals dann so machte, hat mich das immer noch begleitet. Ich habe im Studium da tatsächlich zwischendurch ein bisschen Geld verdient. Ich habe dann festgestellt, wenn es um das Thema größer verkaufen geht, war ich ganz gut, weil ich konnte die Leute immer sehr schön an die Hand nehmen und sagen, so pass mal auf, das ist dein Budget, das hast du. Und ich habe dir jetzt mal was fürs Budget aufgebaut. und Thomas wird jetzt lächeln und sagen, so, und jetzt habe ich dir aber auch mal aufgebaut, wenn du nur ein bisschen mehr, also ein paar hundert Euro mehr ausgeben kannst, dann zeige ich dir mal, was denn dabei dann eigentlich rauskommt, wie viel du für ein bisschen mehr kriegst. Standard, weil die Leute haben das anderthalbfach das Doppelte ausgegeben von dem, was sie ursprünglich als Budget hatten und der Chef hat festgestellt, ja, mach du mal, ich kümmere mich an den Peripheriker, mach du mal, das geht ganz gut mit dem Verkauf. Okay.
Speaker1
00:20:20
Ich könnte jetzt mit Augenzwinger sagen, Sounds clever, also auf jeden Fall eine gute Idee, eine Anlage dann auch einen Preis aufzubauen und dann vor allen Dingen nach oben und unten skalieren zu können. Weil das hat man ja auch öfter, wenn es dann um Kritik mit Händler und so weiter geht. Ja, die wollen mir da immer was Teures verkaufen oder so, dass man sich dann nicht so abgeholt fühlt oder das dann nicht ernst nimmt. Dass jemand vielleicht mal mit was Günstigem auch einsteigen möchte, sozusagen der spätere Kunde, der dann auch das höherpreisige Hi-Fi vielleicht kaufen würde. Wir werden ja da gleich nochmal so ein bisschen tiefer bohren, wenn wir über diese sogenannten Randgruppen, Anführungszeichen, sprechen. Aber sehr cool. Ja, dann bist du quasi da, man kann ja wirklich sagen, warst du des Wortes in dem Laden groß geworden, also erwachsen geworden, erfahren geworden und irgendwann war dann für dich der Punkt, wo du gesagt hast, hey, ich könnte mir eigentlich auch eigene Beine stellen, so kann man es sagen.
Speaker0
00:21:15
Eigentlich war es ganz anders. Es war tatsächlich so, ich hatte ein abgeschlossenes oder ich gehöre zu diesen wenigen Leuten in dieser Hi-Fi-Branche, die haben ein abgeschlossenes Studium. Ich war nämlich Diplomkaufmann und hatte Bremen verlassen, arbeitete, damals gab es den berühmten Neuen Markt für einen Softwarehersteller in Bonn. Hatte eine wirklich gut dotierte Anstellung, sozusagen frischen nach dem Hochschulabschluss bekommen, in einem Bereich, der hieß Wissensmanagement. Das war damals der, wie man heute sagt, heiße Scheiß. Wie organisieren sich Unternehmen eigentlich, dass sie die Informationen, die im Unternehmen vorhanden sind. In Wissen destillieren können, das dann auch von den Mitarbeitern abgerufen werden kann. Und ich hatte meine Diplomarbeit bei Siemens in Malaysia und später dann in München zu dem Thema geschrieben. Und das wirklich Schlimme ist, Teil dieser Diplomarbeit war dann, in Großunternehmen funktioniert das eh nicht, weil die viel zu sehr damit beschäftigt sind, die verschiedenen Abteilungen gegeneinander auszuspielen. Und die haben überhaupt kein Interesse daran, sich gegenseitig zu helfen. Und das kann bestenfalls in einem Mittelstand funktionieren, wo die Mitarbeiter wirklich miteinander arbeiten wollen. Aber das gibt es in Großkonzernen nicht. Man könnte jetzt sagen, mit der Diplomarbeit hatte ich wahrscheinlich auch keine große Zukunft bei Siemens, was jetzt nicht so schlimm war. Aber eben bei einem kleinen Softwarehersteller, der sowas taftbeermäßig in größere Unternehmen reinbringen wollte. Aber es war die Zeit vom neuen Markt, der ging sehr schnell seines Teams wieder verlustig, die ich nämlich woanders anstellen. Ich war frisch dazu gekommen, Probezeiten, mir wurde am letzten Tag meiner Probezeit gekündigt, was echt doof ist. Vor allem, wenn man gerade von Bremen nach Bonn gezogen ist, so mit WG leben und sich gerade so eingefunden hat. Das ist bitter. Und ihm sagte ich, okay, jetzt muss ich auch nicht hierbleiben. Ich ziehe mal wieder nach Bremen. Ich muss mir erst mal was tun. Ich kann ja mal zur Uni-Hyfi zurückgehen. Die lächelten fröhlich und sagten, ja, ja, komm mal wieder. Funktioniert schon.
Speaker1
00:23:09
Dann ging es wieder zurück.
Speaker0
00:23:10
Das ist lange her. Dann wurde mein Bruder sehr, sehr krank. Und ich musste erst mal in Bremen bleiben, weil ich war der einzige Teil meiner Familie, der eigentlich noch im norddeutschen Bereich war. Und daraus ergab sich erst mal, ja, ich kann ja weiterhin bei Uni-Hyfi das machen. Aber ich kann auch Dinge tun, die eigentlich sonst keiner macht. Und das war das mit den MFSL-CDs, die dann reinzuholen und wirklich, es ging los mit 22 verschiedenen CDs, Und vor allem da ist das gewachsen. Okay.
Speaker1
00:23:40
Dann war das wie, bei Amazon waren es die Bücher, bei dir waren es quasi die Tonträger. Und dann hat man irgendwo angefangen und dann wurde es immer mehr. Spannend. Aber dann versteht man auch, warum ihr da so einen Schwerpunkt dann immer noch drauf habt, weil diese Erkalog ist riesig. Ich habe ja gerade erst gestern wieder euren neuen Newsletter bekommen, was da ständig an neuen Releases dann auch kommt. CDs, SR-CDs, Platten, etc. etc., etc., etc. Das ist ja der Wahnsinn. Und da merkt man einfach,
Speaker0
00:24:09
Der Wahnsinn ist nicht, wie viel da kommt. Der Wahnsinn ist, dass wir uns die Arbeit machen, für jeden dieser Artikel ein hochauflösendes Bild anzufordern, tatsächlich einen komplett deutschsprachigen Text selber zu schreiben. Also da wird nicht KI generiert, das sind Menschen, die den schreiben, weil wir haben das mit KI probiert. Es kommt nur Mist dabei raus, so generisches Standardzeug. Und du denkst, hä? Weil du brauchst jetzt auch nochmal einen Grund, weshalb du den eigentlich kaufen sollst und hinweist, wie es klingt und wie es eigentlich gemacht ist. Und das macht die KI nur Blödsinn. Dann hast du irgendwie solche Texte, wie die bei MFSL auf der Webseite sind, über die eigenen Tonträger. Und du siehst ganz genau, der Mensch, der diesen Text geschrieben hat, der hat weder die Musik jemals noch gehört, noch irgendeine Ahnung, über was er da eigentlich schreibt. Und genau das wollen wir eben nicht und auch keine Übersetzung davon.
Speaker1
00:24:58
Okay, Respekt, wow.
Speaker0
00:24:59
Und deswegen, das ist tierisch viel Arbeit, das zusammen zu bringen. Und wir sind offenbar der Einstige, der das wirklich tut.
Speaker1
00:25:08
Eine Ausnahme, bevor wir gleich einen Kommentar kriegen, weil Connoissea Mail Order tatsächlich ist immer so eine Ausnahme, weil der erzählt es ja auch immer, wenn er das Heftchen dann regelmäßig verschickt und noch jede einzelne Platte was dazu schreibt. Aber man kann auf jeden Fall sagen, das ist wahnsinnig selten und viel wert. Und ich finde es auch wichtig, dass du es nochmal sagst, weil es bestimmt viele Leute da draußen gibt, die das überhaupt nicht wertschätzen, weil sie es halt nicht wissen. Und da steckt einfach viel Arbeit drin. Also das glaube ich dir direkt. Und deswegen sollte man das einfach nochmal so ein bisschen auch highlighten, gerade bei diesem riesigen Katalog und den Angeboten, die ihr habt. Und spannend auf jeden Fall dranbleiben. So gegen Ende wird dir der Jan dann noch so zwei, drei Blatten aus dem Sortiment ziehen. Persönliche Empfehlung mit dabei. Was er da nochmal besonders euch empfehlen mag. Seid gespannt. Wir haben das dann auch später in den Show Notes und Videobeschreibungen verlinkt. Ja, und dann stelle ich mir vor, genau, dann seid ihr immer größer geworden. Dann war hier mal eine Marke, da war hier mal eine Marke, da war hier mal persönliches Interesse, da war da mal ein Gespräch, da war da mal eine Messe. Kann ich mir das so ungefähr vorstellen?
Speaker0
00:26:16
Nee, es war viel schlimmer.
Speaker1
00:26:18
Noch schlimmer.
Speaker0
00:26:20
Ganz vieles war irgendwie gar nicht so geplant, Weil man nicht so genau darüber nachgedacht hatte. Ich habe am Anfang erzählt, die Anfänge des Unternehmens waren in einer Etagenwohnung in Bremen. Viertes Obergeschoss, kein Fahrstuhl. Solange man dann nur CDs nun herbrachte, und dann musste man die auch verschicken. War das überhaupt kein Problem. Dann kam MLSL mit LPs. Die wurden also händisch per Karton viertes Obergeschoss hochgebracht, umverpackt für den Versand als nächstes Mal weiter. So. Und da mussten die wieder runtergetragen werden. Vier Geschosse wieder runter, Treppenhaus. Und dann verschickt werden. Das ging so lange einigermaßen, wenn auch mit Gefluche, bis der Tag kam. Da kriegten wir 2000 LPs. Tausend davon waren schon verkauft Ich habe an dem einen Tag 3000 LPs bewegt, Und dachte mir, das geht so nicht weiter Das war schon Leistungssport Ja, das war nicht mehr witzig Irgendwann Wie jetzt? Das kann nicht gut sein Und nicht gut für die Knie Und dachte, ja, wir brauchen jetzt Platz Wir brauchen irgendwie mehr Platz Und dann suchte ich natürlich irgendwie preiswert Und in der Nähe Was, wo ich sagen kann, okay, da kann ich das machen Und vielleicht kann mir irgendjemand mal helfen weil es wird ganz schön viel, was ich hier verschicken muss, weil ich schaffe das ja gar nicht mehr und nie mehr bei Uni-Hifi arbeiten.
Speaker1
00:27:42
Ja, klar.
Speaker0
00:27:43
Und zogen dann im Grunde an die heutige Firmenadresse in Bremen in der Plantage nur... Das war gerade von ein paar Geologen aus einer Insolvenzmasse herausgekauft worden. Und die suchten Leute, die ihnen Teil der riesigen Fläche des Gebäudes abnahmen. Und ich wollte eigentlich nur so ein niedliches kleines Teilstück da haben. Aber ohne große Treppe. Hochpartner war ein Ort, aber keine große Treppe. Und ich brauchte Lagerfläche. Und dann sagten die, ja, wir können ja so ein Teilstück geben. Also du kannst das kleinste Teilstück haben. Das sind 360 Quadratmeter. Und ich dachte so, 22 Quadratmeter auf 360. Ja, also 22 war schon zu klein. Ich muss aber dazu sagen, die haben ja einen echt fairen Mietpreis, weil es war eine leere Halle mit einem Asphaltfußboden. Sie haben einen echt fairen Mietpreis angebracht. Ja, okay, ich mache das jetzt einfach. Und man ist dann in diese Halle so nach und nach hineingewachsen. Es ist ganz niedlich.
Speaker1
00:28:45
Am Anfang hast du eine große Tanzfläche wahrscheinlich, dass du die Platten gleich auflegen kannst. Man hat ja so Ideen,
Speaker0
00:28:52
Wie man das gerne machen möchte. Man hat so geniale Pläne. Also haben wir überlegt, wie machen wir das denn jetzt einfach mit den CDs? Das wäre ja cool, wenn die auf so einer schrägen Ebene sind und dann rutschen die da runter und dann nimmt man die von vorne und kann von hinten nachpacken. Die Idee war total toll. Wir haben probiert, die mit Ikea-Schuhregalen zu realisieren und vorne so ein Faden vorgespannt, dass es nicht rausrutscht. Und für alle, die das ebenfalls planen, tut es nicht. Die Dinger sind zu schwer. Die Schuhregale.
Speaker1
00:29:23
Security-wise. Das geht nicht. Don't try this at home.
Speaker0
00:29:26
Man braucht schräg stehende Lagerregale. Dann hat man irgendwann Hersteller, der macht einem Sonderweilanden davon. Und bei Vinyl ist es fast noch schlimmer, weil wir hatten natürlich diese ganzen Luxus-Vinyl-LPs. Teuer und alles. Aber eine große Lagerhalle mit Schachtdächern. Das heißt, da wird es auch warm. Wenn ich die LPs jetzt schräg stelle, dann habe ich irgendwann verwelte LPs, weil die schief geworden sind.
Speaker1
00:29:51
Da kommen die Creator wieder mit den Blatten, ja, die sind da hier warpt und so, alles rechte Dressqualität.
Speaker0
00:30:00
Also alle LPs horizontal lagern. Aber das darfst du auch nicht auf Metall machen, weil das Metall könnte ja bei starkem Sonnenlicht zu warm werden. Also Naturholzmöbel, die werden langsam warm, kühlt auch langsam wieder ab. Und bis heute ist das so, selbst bei mehr als 2000 Schaltplatten, alles, was nicht mehr in einem Karton stabil verpackt ist, sondern schon rausgenommen, liegt grundsätzlich horizontal. Ich laufe da immerhin durchs Lager, da kriegen Mitarbeiter Schimpfe. Wieso stehen da fünf Schaltplatten? Leicht, schräg und was ist, wenn das jetzt warm wird? Oh ja, Chef, da passiert schon nichts. Nein.
Speaker1
00:30:37
Ich stelle mir das gerade vor. Stevie Kings Sound ist sowas wie die Champagner. Das ist wie beim Champagner, da müssen wir dann ab und zu mal rütteln und wieder drehen und so weiter, analog mit den Platten und nur so gibt es beste Qualität, original aus Bremen.
Speaker0
00:30:54
Ja, wir arbeiten daran.
Speaker1
00:30:57
Naja, man muss sich ja, so ein Label muss man sich ja erarbeiten. Jan, du hast ja schon so viel geschafft, das hast du ja erklärt, aber man muss sich ja immer noch was offen halten für die Zukunft, immer nochmal eins drauf bauen, immer nochmal weitermachen. Ja, also du sagst jetzt quasi diese Halle, die er dann ursprünglich hatte, die eigentlich zu groß war, aber eigentlich optimal war, weil skalierbar, also für die Zukunft gebaut. Reicht die heute noch oder habt ihr dann inzwischen da jetzt schon irgendwie was da wie dran gebaut? Wie muss ich mir das vorstellen?
Speaker0
00:31:26
Also wir sind heute bei etwas mehr als 1000 Quadratmetern.
Speaker1
00:31:29
Also nochmal mal drei.
Speaker0
00:31:31
Und ja, wir sind zuerst so langsam durch das Gebäude diffundiert, so nach und nach wurden es weniger. Wir hatten interessante Nachbarn, ein Fotostudio, einen Jurtenbauer, was es denn so alles mit der Zeit gab. Aber wir haben einfach immer mehr Fläche gebraucht und die Vermieter fanden das ganz unterhaltsam, weil wir haben immer pünktlich bezahlt und gesagt, ja, macht mal, ist gut. Und dann haben unsere Vermieter irgendwann das hinter uns liegende Gebäude auch gekauft und... Und da wieder ein sehr, jede Menge Kleinunternehmer, also ich sage nur, ein Hersteller von Segeltuchtaschen und ähnliches vermietet. Die hatten immer dieses berühmte Problem, ja, wann zahlen die was eigentlich? Und als ich dann sagte, Leute, entweder brauchen wir mehr Platz, weil wir kriegen Speakers Corner dazu, das braucht echt Platz, da kommt eine Menge LPs. Oder wir brauchen eine größere Halle. Dann haben wir gesagt, kannst du das Nachbargebäude auch mieten? Wir müssen aber einen Durchbruch machen. Ich sage, das kann nicht so schlimm sein.
Speaker1
00:32:33
Jan klingelt morgens bei der benachbarten Firma, sorry, wir müssen heute bei euch einen Durchbruch machen, es kommen neue Speaker-Cornos planten. Finde ich geil. Heute die Halle, morgen Bremen.
Speaker2
00:32:46
Jetzt sind ja damals anstelle einen Stapler lieber einen Bagger gekocht. Da wäre es besser dran gewesen.
Speaker0
00:32:53
Nein, der Stapler war nicht das Problem, der Stapler war die Lösung. Das Problem ist, die Gebäude haben unterschiedliche Bodentiefen. Du weißt das. Das hintere Gebäude ist 1,10 Meter tiefer als das vorherige. Das musst du die Waren aber hin und her kriegen. Dann haben wir überlegt, wenn wir jetzt so eine Bodenplattform da einbauen lassen, die uns alles so 1,10 Meter hochfährt, dann können wir mit einem Hubwagen in eine Palette dahinter fahren. Dann haben wir erste Angebote gekriegt, wenn man uns jetzt in das Fundament des Gebäudes so eine Scheren-Vorrichtung einbaut. Und dann stellen wir fest, es ist billiger, einen Gabelstapler zu kaufen. Und dann haben wir alle einen Gabelstapler-Fahrschein gemacht, das heute jeder Mitarbeiter bei uns, inklusive der Leute im Marketing, damit jeder in der Lage ist, diesen Gabelstapler auch zu bedienen.
Speaker1
00:33:43
Okay, du hast zu spät dran gedacht, dass der Thomas ja noch eine zweite Firma hat, weil der kann ja überall noch Balkons dran bauen. Und dann hast du noch mehr Platz oder dann kannst du mal frische Luft atmen. Dann machen wir das einfach in Expansion.
Speaker2
00:33:56
Ja, solche Rampen haben wir auch schon gebaut. Das stimmt wirklich. Solche behinderten Rampen, die dann ewig lang sind, aber dann nur ein kleines Niveau haben, haben wir auch schon gebaut. Aber man hätte sich damals kennen oder schon wissen müssen, dass man das gegenseitig hat. Aber soll man die in Bremen machen? Mit mehrfachem Wunsch machen wir es ja schon.
Speaker0
00:34:18
Die Idee zu so einer Rampe hatten wir. Auf 1,10 Meter hat uns das jemand durchgerechnet. Durchgerechnet, so, wie schwer ist denn so eine Palette? Ja, Palette mit LPs, die muss da hoch. 800 Kilo. Und dann sah er uns so an und sagte, vergiss es. Lass das einfach sein.
Speaker1
00:34:37
Tja, es hat halt alles in der Grenze. Das ist die Welt der Physik.
Speaker0
00:34:39
Deswegen gibt es jetzt einen gelben Stab da, der heißt Guido.
Speaker1
00:34:42
Wie heißt der?
Speaker2
00:34:43
Den habe ich auch schon in Aktion gesehen.
Speaker1
00:34:46
Wie heißt der, der Stab?
Speaker0
00:34:47
Ja, genau, Guido heißt der.
Speaker1
00:34:48
Ah, okay. Ja, süß. Guido. Okay, cool.
Speaker0
00:34:52
Du musst an Cars denken, okay? Der kleine Star...
Speaker1
00:34:54
Ja, ja, ja, ja. Ja, genau. Ja gut, in Zukunft wird das ja dann alles...
Speaker0
00:34:59
Thomas kennt den Film.
Speaker2
00:35:02
Und wenn die ganz dicken Kabel von Charters kommen, die werden dann auch damit vorhin und her gefahren.
Speaker1
00:35:08
Genau. Bei uns waren Gabelstabeln und Charters Kabel. In Zukunft wird das ja alles dann hochtechnisiert. Das macht alles KI, das wird alles komplett gestreut. Keiner mehr gab es da Führerschein.
Speaker2
00:35:23
Aber es gibt solche Lager-Systeme.
Speaker0
00:35:25
Also ich muss jetzt dazu sagen, du sagst jetzt gerade, es wird alles KI. Ich habe gestern erst mit meiner Teamleitung zusammengesessen und wir haben wieder überlegt, inwieweit können wir eigentlich intelligent KI anwenden. Und unsere Antwort ist, wir können KI gar nicht gut anwenden. Wir können gucken, wie wir stärker automatisieren, dass wir weniger Sachen händisch machen können, wenn wir neue Artikel anlegen. Dass wir es eben nicht in einem Webshop-System haben müssen, in einer Warenwirtschaft und im Erstellen dann wieder in eine Word-Datei arbeiten, weil mehrere Leute daran arbeiten und es dann wieder in einem Fließsystem zusammengebracht wird. Und wie schaffen wir es denn eigentlich, das in einen Automatikschritt zu machen? Und dann ist die Antwort, es geht, aber es ist nicht trivial und auch nicht billig.
Speaker1
00:36:14
Na gut, das glaube ich, ja.
Speaker0
00:36:16
Tja, ja. Also für uns ist das Thema Automatisierung und nicht KI was machen lassen. Und sagen wir mal ehrlich, die KI wird keine Schallplatten verpacken. Da kriegen wir noch nicht mal Roboter heute hin. Da ist die Firma Amazon im Grunde daran gescheitert, obwohl sie einen Roboterhersteller gekauft hat, Schallplatten zu verpacken. Oder auch sowas wie.
Speaker1
00:36:35
CDs in so einem
Speaker0
00:36:37
Mini-LP-Cover aus Pappe. Wenn die Maschinen das probieren, das gibt runde Kanten. Das will man so nicht. Das würden bis jetzt nur Menschen. Und wenn man die gut verpacken möchte, dann klappt das auch nicht mit dem automatisierten Überfalten, weil da geschehen furchtbare Dinge manchmal.
Speaker1
00:36:54
Interessant. Ja, da ist die Technik noch nicht so weit. Ringware bei KI, das wollen wir nicht,
Speaker0
00:36:58
Freunde, in der Mini-Komitee.
Speaker1
00:37:00
Ganz klar. Ja, cool, Jan. Also wow, ich würde jetzt einfach mal sagen, wenn ihr da draußen noch weitere Fragen habt über Civil King Sound und wie es entstanden ist und was da überhaupt irgendwie was passiert ist oder sich weiterentwickelt, schreibt es gerne in die Kommentare. Ja, Jan liest mit, was wir antworten wollen können, beantworten wir gerne. Ich merke schon, wir könnten da uns Stunden reinhüllen nur in dieses Thema, wie das alles entstanden ist. Aber auf jeden Fall Chapeau und Respekt. Was du da mit einem Team auf die Beine gestellt hast, Civil King Sound kennt eigentlich jeder. Also es gibt auch kein Video von einer HiFi-Messe oder so, wo man nicht einmal mal an eurem Stand vorbeifliegt oder sieht, dass ihr nochmal Platten irgendwie hinstellt oder so, was ihr ja auch traditionell gerne macht auf den Messen, dass man dann auch Die Software kaufen kann, nicht nur die Hardware kaufen. Und zu der Hardware kommen wir ja gleich dann auch nochmal genauer rein. Ja, wir wollten mit dir, Jan, auch noch so ein bisschen mal in dieses Randgruppenthema reingehen. Natürlich immer in Anführungszeichen. Es gibt einfach ein paar Leute da draußen, die sind noch nicht so wie wir drei hier vom HiFi Musikleidenschaft beflügelt und infiziert. Wen meinen wir damit? Ja, es ist immer noch schwierig, so die nachwachsende Generation, die Younger Generation für HiFi zu begeistern. Da hatten wir schon diverse Talks drüber. Schaut euch das gerne mal an. Zum Beispiel den Talk HiFi für alle. Was aber auch wieder vermehrt ein Thema ist. Stichwort Women on Vinyl, etc. Wie steht es eigentlich mit den Frauen? Also wenn wir über die HiFi-Messen gehen, wir sehen immer wieder Ladies, die mal so mitkommen, die auch mal alleine rumziehen. Aber es ist immer noch eine Minderheit. Deswegen dieses Label-Randgruppen, Anführungszeichen. Unser Wunsch wäre ja, dass wir die Leute, die da noch nicht so stark vertreten sind, Und dass wir die für dieses Hobby begeistern können und abholen können, da wo sie stehen. Und wir würden gerne mal deine Meinung dazu hören und da mal ein bisschen mit dir in den Austausch gehen, wie du dazu stehst oder ob du vielleicht Tipps hast, wie man die einen oder die anderen da sozusagen mitnehmen kann. Weil du bist einer dieser Menschen und da gibt es ja vielleicht insgesamt gar nicht so wahnsinnig viele, die in der HiFi-Szene aktiv sind und wirklich mit großer Energie, Leidenschaft und Überzeugung mitreißend die Leute packen können. Deswegen haben wir gedacht, du müsstest doch eigentlich wissen, wie das funktioniert.
Speaker0
00:39:28
Ich habe da eine ganz dezidierte Meinung dazu. Die ist, glaube ich, einfach nur nicht so unglaublich populär, weil Frauen hören mindestens so viel Musik wie Männer. Frauen haben meiner Erfahrung nach meistens auch das bessere Gehör, aber Frauen hören Musik. Die Männer, die unseren Podcast hören und sich für das Thema Hi-Fi interessieren, wollen ein cooles Spielzeug haben, mit dem sie außerdem noch Musik hören können. Und wenn ich mir unseren Kundenkreis angucke, und da haben wir ja keiner direkt verkauft, aber wir haben ja einen gedruckten Katalog. Und man kann sich bei uns anmelden, eine E-Mail schreiben, ich will den gedruckten Katalog haben. Und da haben wir natürlich Namen, Vorname. Und dann ahnen wir aus den Vornamen in der Regel ganz gut, ob das Männlein oder Weiblein ist.
Speaker1
00:40:18
Oder was dazwischen.
Speaker0
00:40:19
Man muss leider sagen, weibliche Namen, das kann man ziemlich genau in der Promillegrenze damit einbauen.
Speaker1
00:40:27
Wie bei unseren Zuschauern.
Speaker0
00:40:28
Die persönliche Theorie ist, das sind die Sekretärinnen von irgendjemandem, der seinen Namen nicht rausgeben möchte. Er lässt die Post an seine Sekretärin schicken. Es gibt jede Menge Frauen, die Musik hören. Ich habe aber nur wenige Frauen kennengelernt, die Interesse an Hi-Fi-Technik haben. Ich glaube, wir ziehen das Ganze falsch auf, wenn wir Frauen für Hi-Fi begeistern wollen. Das Thema ist Musik hören und gut Musik hören. Und das Thema gut Musik hören ist eben nicht das Radio in der Küche, das im Hintergrund was macht, sondern ich setze mich hin und höre wirklich aktiv Musik. Also nicht passiver Konsum, sondern ich treffe eine Entscheidung, welche CD, welche LP von mir aus, welchen Podcast möchte ich jetzt hören? Und dann tue ich genau das. Und ob ich das mit einer ganz einfachen Anlage mache oder mit einer großen High-End-Anlage, wie Thomas die aufbaut hat, ist gar nicht so relevant. Natürlich klingt das besser mit der großen HiFi-Anlage, aber das Relevante ist ja, dass ich mich mit der Musik beschäftige und dass es mir gut tut, mich mit der Musik zu beschäftigen. Ich sehe das ja immer so, Musik hören. Und Thomas kann auch sagen, das ist Yoga für Männer. Weil das, was da passiert, ist exakt das Gleiche. Ob man jetzt Yoga-Übungen macht und auf seine Atmung achtet und seine Gehirnwellen dazu kriegt, dass die endlich mal ausgeglichen sind. Oder ob man sich wirklich auf eine Musik einlässt und in diese Musik eintaucht, die Augen zumacht und sich von der Musik treiben lässt und man ist einfach nur in dieser Musik drin. Es sind die gleichen Hirnareale, die dabei aktiv werden. Es gibt ein tolles Buch zu dem Thema. Deswegen nicht über HiFi nachdenken. Wir sollten über Musik reden. Und HiFi, auch wenn es ein megacooles Hobby ist, hat einen tieferen Sinn, nämlich damit gut Musik hören zu können. Deswegen Frauen zum Thema HiFi bringen, halte ich für ziemlich sinnlos, Menschen dazu zu kommen, dass sie gut Musik hören wollen. Das ist unser Thema. und dann kommt automatisch eine HiFi-Anlage hinterher.
Speaker2
00:42:45
Ja, da muss ich dir beistimmen. Ich habe ja hin und wieder auch mal Frauen hier als Gast. Entweder sind sie, sage ich mal so, nur mitgekommen oder sie sind manchmal selbst aktiv, dass sie gesagt haben, okay, ich möchte mir mal eine kleine Stereo-Anlage kaufen oder sonst was. Also meistens so die Anfänger. Und die haben ganz andere Prämissen. Und... Die sehen aber letzten Endes, die wollen die Musik hören und finden das toll. Und selbst wenn wir dann mit unseren halfidelen Ohren dann daneben sitzen und denken, oh Gott, oh Gott, oh Gott, man könnte doch das und das machen und so und so. Aber die hören das halt anders. Und natürlich haben die das bessere Gehör einfach von der Biomechanik, was es halt eben denn gegeben ist. Aber die verwerten das ja anders, Gefühle und Emotionen. Und deswegen entsteht das halt so. Man kann mit Frauen nicht mit irgendwelchen Technik-Sachen kommen. Sicherlich gibt es einzelne Ausnahmen, aber die sind dann von sehr homöopathischen Dosen. Vor allen Dingen möchte ich mal sagen, ich habe ja nur durch jetzt auch einige Messen im Ausland besucht, es ist in Deutschland wirklich diesbezüglich eine graue Wüste geworden, was das betrifft, eben diese Vielfalt überhaupt, die Vielfalt von Besuchern zur Messe, beziehungsweise auch, was sich so an Leuten bei mir auch anruft, und dann höre ich auch an der Stimme ungefähr, wie alt die Leute sind, Es sind alles eben die älteren Herren, muss man mal leider so sagen. Und genauso wie Jan das mit den Adressen sieht, wenn bei mir Kunden bestellen, wie gesagt, Promillebereich, wenn eine Frau Adresse ist. Entweder zufällig ist es gerade mal, dass die Frau das managt in der Wohnung mit dem Geld und so, deswegen taucht ihr Name auf, aber gekauft hat es letztendlich der Ehemann. Das kann auch schon sein. Aber dass direkt jemand meine Frau angerufen hat, kann ich mich wirklich nur in den letzten Jahren an eine einzige Mal erinnern. Die man direkt mal nachgefragt hat oder mit mir zumindest geschrieben hat und ein Austausch stattgefunden hat. Und hier hat halt auf der breiten Fläche die ganze Industrie, von Händler bis ganz hoch zum Hersteller und was weiß ich noch alles, sage ich mal, dass Leute ein bisschen verschlafen, die ganze Nummer. Weil in anderen Ländern funktioniert es ja irgendwie. Also besser wie bei uns. Es ist nicht so, dass es 50-50 ist, aber die haben vielleicht einen Prozentsatz von 5 oder 10 Prozent Frauen und vielleicht von 30 Prozent jüngeren Leute. So habe ich das mitbekommen. Also Messen, und da sieht man ja die Leute. Wer zur Messe geht, ist ja da interessiert an der Sache selbst. Es ist nicht so, dass es jetzt nur Leute sind, die sich jetzt nur für Musik interessieren. Die gehen nicht auf eine Hi-Fi-Messe. Also da sind schon das ausgewählte Publikum. Da haben wir das halt ja eine ganze Weile verpennt.
Speaker1
00:45:32
Also ich würde auf jeden Fall mal euch beiden zustimmen. Ich finde es wichtig, dass du das mal so auf den Punkt bringst. Jan, also quasi Heifi nicht als Technik-Hobby verkaufen, sondern als intensiveres Musikerlebnis, weil wir werden öfter darauf angesprochen, bei euch schauen Frauen zu. Wir haben jetzt nicht Promille-Bereich, also wir sind so knapp bei 20 Prozent. Ich habe jetzt gerade noch mal bei YouTube reingeguckt, beim Podcast sind glaube ich ein bisschen mehr jetzt die letzten 30 Tage. Und wir machen ja viel auch über Musik. Also ich glaube, wenn wir nur Hi-Fi machen würden, wären es nicht so viele, aber wir machen ja viel über Schallbladenmusik, wir reden einfach über Musik und teilweise sind die Schallbladen auch gar nicht so wichtig, sondern die Musik ist wichtiger oder die Geschichten drumherum oder was wir damit erlebt haben. Und das sind einfach Themen, das interessiert Frauen. Das Problem ist nur, sie sind halt nicht so sichtbar. Also wir kriegen auch, keine Ahnung, nur ab und zu mal weibliche Kommentare von Zuschauerinnen da draußen. Wir wissen aber, dass sie trotzdem zuschauen. Das sehen wir ja in Analytics und die sind dann vielleicht auch einfach nicht so in diesem Feeling, ich muss jetzt unbedingt mit der Community mich austauschen, ich muss jetzt meine Meinung sagen, ich muss jetzt zu allem irgendwas abschießen. Das ist vielleicht eher so ein Männerding und deswegen denkt man, dass sie gar nicht da sind. Und ich glaube, das ist dann eben auch nochmal ein Faktor, den man mit reinbeziehen muss und sollte. Und dann ist es ja tatsächlich so, jetzt egal, ob wir über die Frauen sprechen oder auch über die jungen Menschen, ja, Streaming ist allgegenwärtig, ja, wir haben riesige Zahlen, wir haben steigende Zahlen. Jetzt gibt natürlich dieses KI-Thema im Streaming wieder so ein bisschen, trinkt wieder so ein bisschen aufs Pausepedal, weil viele halt genervt sind. Jetzt gibt es die ersten Streaming-Dienste, die das aussortieren. Also sprich, das Interesse an Musik fehlt ja nicht. Aber so diesen Sprung eben zu schaffen, dann eben, wie du sagst, diesen guten Klang. Dann auch wertzuschätzen. Das fängt dann oft so auch über Kopfhörer, glaube ich, an. Da hat man mal einen neuen Kopfhörer und dann merkt man, oh geil, die Musik klingt ja viel besser. Und dann höre ich meine Lieblingsmusik nochmal mit den neuen Kopfhörern. Und so ist man ja eigentlich in dem Thema schon auf dem Weg. Aber ich denke, es müssen halt auch wirklich neue Konzepte her, es müssen neue Orte geschaffen werden, wo man auch das erleben kann, weil es ja ganz offensichtlich so ist, dass die HiFi-Studios oder die HiFi-Messen noch nicht so richtig ziehen. Aber meine These ist ja immer, dass eben man das Ganze so ein bisschen konzeptuell umgestalten muss. Das fängt an bei den Räumen, wie man das darbietet. Ich sage ja immer, hier, das muss ein ansprechender Raum sein, das muss gemütlich sein, das muss einladend sein, das muss gemütliches Licht haben, das muss so ein bisschen Design, so ein bisschen Deko, so ein bisschen Wohlfühl. Vielleicht jetzt nicht nur Musik hören und dieser Raum, wir sitzen alle vor der Anlage und sind eher fürchtig, sondern eher so ein Willkommensort, wo man vielleicht mal ein Häppchen isst, mal was trinkt, sich ein bisschen unterhalten kann in einem Nebenraum und dann wieder hier Musik hören, wo man eigene Musik mit trinken kann, wo man die Musik hören kann, die man eine Leidenschaft hat und nicht irgendwelche Musik, die nur in irgendwelche Studiobedingungen funktioniert. Ja, und es ist ja tatsächlich heute mehr als jemals zuvor so, dass man auch mit kleinem Budget, und da denke ich wieder jetzt an jungen Menschen, in Cypher einsteigen kann und schon mit kleinen Systemen echt tolle Leistungen erzielen kann. Aber wenn es halt wieder um die Technik geht, klar, ich muss das alles zusammenstöpseln. So diese All-in-One-Lösungen, die gibt es zwar auch, aber die sind eher selten. Aber ich nehme eben auch wahr, auch erfolgreich, wenn es die gibt. Und von daher ist da einfach ein Markt und dieses Plug and Play, was man vom Handy her kennt, man schaltet es ein, man wird willkommen geheißen, man macht zwei, drei, vier Schalter und kann loslegen. Ich glaube, das ist das, was von technischer Seite eben auch HiFi bieten muss. Oder was denkst du, Jan?
Speaker0
00:49:18
Ich sehe es tatsächlich differenzierter. Also zum einen stellen wir über jüngere Menschen reden fest. Jemand, der heute unter 30 ist oder knapp über 30, der hat Musik hören als Kopfhörer oder Computersound kennen gelernt. Weil der höchstwahrscheinlich nicht mit einer großen Hi-Fi-Anlage in seinem Wohnzimmer oder dem Wohnzimmer der Eltern aufgerachsen ist. Ich habe festgestellt, diesen Menschen ist absolut und sofort klar, dass der Billigstöpsel, der beim Telefon mal beilag, nicht toll ist. Und wenn die irgendwann mal 29,90 Euro für einen besseren ausgegeben haben, haben die sofort gehört, oh, das klingt jetzt aber besser. Und dem ist auch völlig klar, dass er für 99 und 199 und 499 noch besser sein wird. Ob sie das jeweils ausgeben, ist eine andere Frage, aber bekannt ist denen das total und diejenigen, die ähnlich wie Timo jetzt sozusagen einen Full-Size-Kopfhörer mal aufgesetzt haben, werden auch sofort festgestellt haben, oh, das ist jetzt nochmal eine andere Nummer und wenn ich mich irgendwo hinsetze, weil ich höre Musik im Streaming oder ich bin an meinem Laptop oder ich stopfe das einfach in mein Telefon, Haben super schnell festgestellt, mega cool, ich kann ja richtig laut hören, das klingt richtig, richtig gut, wenn ich einen ordentlichen Kopfhörer habe und die sind gar nicht so abstrus teuer, da ist ja der niedrige dreistellige Preisbereich, wo es wirklich ordentliche Kopfhörer gibt. Wo man also richtig Spaß mit haben kann. Und haben dadurch einen Zugang zu Musik gewonnen. All diese Leute habe ich festgestellt, oder habe ich begreifen müssen, wenn die zum ersten Mal klassisch Stereo hören, mit einer Bühne und einem Klang, der zwischen den Lautsprechern entsteht. Die sind verwirrt. Die kennen das Prinzip nicht, weil die so nicht aufgewachsen sind. Weil der Lautsprecher steht ja rechts und links neben meinem Bildschirm, wenn ich überhaupt Lautsprecher habe oder ich habe sie direkt auf den Ohren. Das heißt, wir lernen dann nochmal neu Stereo kennen, dass es sowas wie eine Phantomstimme in der Mitte dazwischen gibt. Die suchen dann häufiger mal den Lautsprecher, der da nicht ist. Wieso kann es denn eigentlich sein, dass da jetzt Musik herkommt? Und diese Erfahrung ist was Neues. Und natürlich geht die verloren. Wenn irgendwo ein Plastiklautsprecher in der Ecke zu Hause steht, der an irgendeinem Streamingdienst angesprochen ist und der einfach ein bisschen vor sich hinplärrt. Das kann da nicht entstehen und eigentlich denke ich, wir als die großen alten grauen Herren mit den grauen Haaren, so wie ich, unsere Aufgabe ist es, den jüngeren Leuten einfach mal Stereo überhaupt zu zeigen mit irgendwelcher aktuellen Musik. Weil ich stelle fest, die finden das total cool, sowas mal gehört zu haben, dass wir so ein bisschen die Samen ausstreuen, dass man sich denkt, wow, das gibt es auch, das finde ich ja cool. Und ich glaube, diese Gedankengänge, was wollen wir da alles machen, was wollen wir umstruchterieren, da können wir uns darüber Gedanken machen, wie wir wollen, aber jemand, der das noch nicht erlebt hat, der geht nicht in den HiFi-Laden, weil er so schick aussieht, man muss das einmal persönlich erlebt haben und dann müssen wir alten Säcke einfach über unser Hobby reden, auch mit jungen Leuten und immer sagen, ja, willst du selber mal anschließen, willst mal deine eigene Musik mitbringen, geht auch per Bluetooth, willst mal hören, ist cool und die finden das cool. Weil das Thema, Ist total geil.
Speaker1
00:52:54
Das ist interessant. Und ich glaube, da ist auch die Sprache wichtig, weil diese allzu technische Sprache halt viele dann auch abschrägt, wenn in jedem dritten Satz ein Wort drin ist, was ich nicht verstehe. Wenn ich dann aber eher zu so einer emotionaleren Sprache gehe, so über diese Gefühlsebene reingehe, ist halt was anderes, als wenn ich jetzt über Embedanzt, Duck und Bitrate spreche. Und ich denke, deswegen sagte ich am Eingangs auch, da abholen, wo die Personen stehen. Wenn jemand das technische Interesse vielleicht noch nicht so hat oder vielleicht auch nie hat, beziehungsweise die Begrifflichkeit nicht kennt oder jetzt auch keine Lust hat, sich damit auseinanderzusetzen, da zu tief einzusteigen. Und das vielleicht eine Hürde ist, dann einfach mal kleiner anfangen. Und ich sagte ja eben, die Messen eben entsprechend anders sich aufstellen, um die Leute zu ziehen. Das ist der eine, die eine Perspektive. Ich glaube aber, dass wir auch ganz andere Orte tatsächlich schaffen müssen, wo diese Begegnungen stattfinden, von denen ihr sprecht. Also Thomas hat ja schon öfter von seiner Geschichte erzählt, wo er halt mal offen macht sein Studio, er lädt die Leute ein. Es gibt mal so einen Vinylabend. Einige Kollegen machen das auch, die HiFi-Läden haben, wo bestimmte Abende man dann kommen kann, wo man so Erlebnis-Events dann auch hat, wo man dann am besten mit der ganzen Family einrücken kann. Vielleicht gibt es noch irgendwie einen kleinen Kinderspielplatz, dass man das Problemchen nicht hat. Eine kleine Hüpfburg oder so, dass man dann einfach da auch entspannt ist, so als Familie, weil das ist ja auch oft so ein Blocker, dass man so mit der Familie das mit den kleinen Kindern vielleicht nicht so gereiht kriegt. Spannend wird es dann, wenn man die Elternkinder dann mitbringt und die dann vielleicht mitnehmen kann, wenn die dann gerade auf irgendeinen Interpret oder so abfahren. Und ja, ich stelle mir vor, dass es noch mehr Orte gibt für HiFi, die doch gar nicht so erschlossen sind oder kaum erschlossen sind. Solche Einsteigerabende, ja, ich denke zum Beispiel an die Hochschulen, ich denke an die Musikschulen, natürlich auch an die Plattenläden. Ich denke auch an Gaming-Events. Jan, du hast es bestimmt mitverfolgt mit konsolenfan.de und so. Wir haben auch mal versucht, so ein bisschen dieses Andocken an die Gaming-Szene bei Vinyl Uns zu forcieren, weil wir der Meinung sind, dass eben auch die Gaming-Fraktion durchaus Interesse an gutem Klang hat, aber sich noch nicht so in so einem Hi-Fi-Verständnis vielleicht befindet, aber trotzdem Bock hat auf entsprechende Anlagen. Riese-Szene.
Speaker0
00:55:04
Ich habe da junge Mitarbeiter, die sind Gamer und die haben inzwischen hochwertige Kopfhörer zu Hause, die sie auch an ihren Gaming-PCs haben. Und seitdem sind sie gerade bei den, ich nenne sie mal, despektierlich den Ballerspielen, wesentlich besser. Sie hören jetzt genau, wer kommt und wo er kommt. Richtig. Genau, das ist jetzt plötzlich so, eine ganz andere Nummer. Ja, ja.
Speaker1
00:55:28
Also stimmst du mir zu. Und es gibt ja so viel mehr. Es gibt Kulturzentren, dann das Thema Social Media. Nicht nur für Hi-Fi-Messen. Es gibt so viele Influencer da draußen, die vielleicht was ganz anderes machen und mit Haifin nichts zu tun haben. Ich sehe da erste Versuche, dass man mal ganz andere Leute abholt im Comedy-Bereich. Ich habe Comics gesehen, dass man das einfach mal auf eine humoristische Art macht, so wie wir heute mit den Lach- und Klanggeschichten. Dass man einfach mal einen ganz anderen Zugang schafft. Es gibt Jugendzentren, wo man mal hingehen könnte und mal so eine kleine Einsteigeranlage hinstellen könnte. Ich bin selber im Jugendzentrum groß geworden. Was wäre das für ein Event gewesen, wenn da irgendwann jemand gekommen wäre und gesagt hätte, ey du, ich zeig dir mal was Geiles, dann kannst du hier mal deine Hardcore- und Ska-Platten und der ganze Kram, kannst du mal hören, so hast du das noch nie gehört. Also deswegen sage ich, da wo die Leute stehen, Begegnungen schaffen mit diesem Ereignis und desto früher mal davon geprägt wird und das hat man bei allen unseren Gästen gemerkt, häufig als Kind, als Jugendlicher eine Prägung erlebt und dann nie wieder weggekommen. Da muss man ansetzen und deswegen junge Menschen abholen, frei des Geschlechts und was die Frauen betrifft, da wie du gesagt hast, so mehr über diese emotionale Geschichte, über die Leidenschaft der Musik hören, die bei Frauen kein Deut weniger vorhanden ist als bei Männern. Ich glaube, da sind einfach noch viel zu viele Gedanken, nicht zu Ende gedacht, zu viele Ideen noch nicht umgesetzt und alles noch zu starr und oldstyle und konservativ und die Branche merkt es jetzt, der Wandel muss angestoßen werden. Aber ja, es braucht Abende wie dieser vielleicht, Thomas, Jan, wo man einfach nochmal weiter Brainstorming betreibt und Ideen in die Welt haut, in die Community haut und vielleicht der eine oder andere das aufschnappt und was draus macht. Wir haben das all die Jahre immer wieder versucht mit Ideen. Ich habe auch schon viele Ideen in Umsetzung gesehen. Ich weiß nicht immer, ob es dann irgendwie hier in einem Talk rausgezogen wurde oder ob man mal selber auf die Idee gekommen ist oder andere Wege. Aber es freut mich auf jeden Fall total, wenn es dann sozusagen Ideen auf die Straße gebracht werden. Und ja, das sehe ich hauptsächlich als unsere Aufgabe hier als Creator oder in solchen Talks. Und es macht da immer wieder Spaß, ja, mit verschiedenen Gästen da reinzutauchen.
Speaker2
00:57:44
Da möchte ich jetzt auch nochmal was dazu sagen. Also was ich jetzt so immer so ein bisschen von meinen Kunden so mitbekommen habe, weil ich ja nun selber wenig jetzt in andere HiFi-Läden gehe und schaue mal, was dort los ist. Habe ich früher mehr gemacht. Jetzt ist das irgendwie, ja, weiß ich nicht, wiederhole sich zu vieles. Wahrscheinlich auch deswegen. Und was ich eigentlich sagen will, ich habe jetzt mal vor die Händlerschaft gesprochen. Ich weiß, dass es viele Händler gibt, die nicht ganz so momentan so gut dastehen und die kämpfen teilweise über das Überleben etc. Alles in die Richtung. Aber ich habe so ein bisschen das Gefühl bekommen, dass wenn wirklich jetzt mal ein 20 oder 25-Jähriger kommt, Und da will sich einfach mal beraten lassen, was jetzt mit einer HiFi-Anlage so sein kann, dass da dann einfach überfordert wird von den Leuten, dass die dann versuchen, gerade den Fehler zu machen, was, wie jetzt Jan schon damals gesagt hat, damals waren es andere Zeiten, wenn er jetzt 500 Euro ausgeben will, dass man dann versucht, dann 700 Euro aus dem Kreuz zu leiern. Und dass die dann einfach von der Technik anstatt zu sagen, okay, du hast so und so viel, ich biete dir, sage ich mal, vor der Hälfte was an, kommt dann den Rest an Schaltplatten, der Typ kommt irgendwann mal wieder. So, und dann hat er dann ein ganz anderes Verhältnis. Beziehungsweise, wenn er durch seine preislichen Vorstellungen irgendwo in das Sortiment passen. So, aber oftmals, und das habe ich auch gehört von vielen, dass sie sagen, hey, biete doch auch mal Konzepte an für kleineres Geld. Weil, ja, wir wissen alle, die sich damit auskennen, es gibt halt für kleines Geld auch gutes Hi-Fi, wo man sagen kann, okay, aber das ist ja in dieser In dieser ganzen Handy-Generation, ich möchte es jetzt nur mal so benennen, ohne zu betiteln oder nur betiteln, ohne sie zu benennen, Ist das ja gar nicht im Kopf drin, weil die sehen ja immer nur diese großen Ausstellerdinger für fünf Stellen und sonst was alles oder gehen auf Messen und gucken sich dann das alles an und nur das Feinste vom Edelsten, wo wir selbst denken, um Gottes Willen, was ist denn da los, obwohl mir die Preise gewohnt sind. Und dann so jemand so unbedarft, das geht dann rein und denkt, ach so scheiße, sowas, na da bleibst lieber bei meinem Handy. Also die jungen Leute dann, oft ganz normal bei den Händlern, oder wenn mal jemand bei mir Junges auch anruft und oftmals rufen die Kunden bei mir an und sprechen mit mir, auch wenn ich die nie sehe oder nie kennenlernen, außer am Telefon und dann wollen die bei mir was kaufen, wollen eine Beratung haben, da merkt man oft, dass die dann auch alleingelassen worden sind. In ihrer, sage ich mal, Jugendsprache, in ihrer Hood, wo die dann hier ihren Hi-Fi-Dealern an der Ecke haben, wo sie sich hingetraut haben. Und da war dann halt eben, das Ding halt ging an die Hose. So, und die haben sich versucht, dann irgendwo selber was zu finden, wenn sie wirklich starkes Interesse haben. Und da gibt es auch viele, die halt eben sagen, okay, ach meine schöne Stärkenlacher wäre ja nicht verkehrt, von solchen Leuten leben wir ja auch. So, die werden da aber irgendwo dann einfach mit zu viel Technik zugekracht und sonst was alles und dann auch mit dem falschen Preissegment befeuert werden. Ich sage mal, da sollte jeder Hinter dann auch sehen, dass er froh sind, wenn er auch mal jugendlicher kommt und sagt, okay, gleich gefragt, hast du deine Musik mit? Nee, dann müssen wir mal irgendwas aus dem Internet ziehen oder sonst was alles, weil du kannst die nicht mit Genesis oder mit Yellow oder sonst was alles hier irgendwie ködern, weil die haben einen ganz anderen Musikgeschmack. Und dann nach dem muss ich das erstmal regeln. Also diese Einstellung zum Kunden selber hin, die ist mir von meiner Händler-Kollegschaft, kann ich mir vorstellen, oder teilweise habe ich es ja auch schon erlebt, dass dort vieles irgendwie weggebrochen ist. Die leben immer noch in den 90ern, sage ich mal so. Oder in den 2000ern, wo es noch halbwegs ging. Aber jetzt ist da vieles, und gerade weil es eben so vieles gutes, teures Zeug gibt, denkt man, ja, da verkaufst du lieber was für 1000 Euro, war anscheinend für 10 Mal für 100 Euro Verkauf, aber da hat man einen Multiplikator, der ist wesentlich mehr, weil man hat 10 Menschen glücklich gemacht und die kommen dann wieder, so, oder meist wieder, so, und der eine, der da glücklich gemacht worden ist, von Tausender, ja gut, wenn der nicht wieder kommt, dann ist es dann essig, so. Das sind so meine Beobachtungen. Ich bin absolut der Meinung,
Speaker0
01:01:51
Dass jeder Hi-Fi-Händler eine Hi-Fi-Anlage, die ordentlich spielt für 500 Euro, im Schaufenster haben sollte und sage, so, damit geht das los.
Speaker2
01:02:00
Da stehen sie aber nicht. Da stehen die Dinge auf dem Eifern. Das spielt.
Speaker1
01:02:05
Absolut. Jan, wenn wir jetzt mal den Brückenschlag machen zu den Marken von Civil King Sound. Also wie sieht es da eigentlich aus? Habt ihr auch was im Sortiment, wo ihr sagt, Da könnte man jetzt zum Beispiel so einen Einsteiger für gewinnen, weil wir haben ja gleich noch so die größeren Geschütze auch auf dem Plan, dass wir die nochmal anschauen. Also gibt es da irgendwas, wo ihr sagt, das ist jetzt gerade für die Leute vielleicht interessant?
Speaker0
01:02:30
Ich muss ganz ehrlich sein, nein. Wenn es um eine klassische HiFi-Anlage geht, kriegen wir nicht hin. Ich stelle fest, wir haben recht viel Kontakt mit jungen Leuten, die sich einen Kopfhörer im niedrigen dreistelligen Preissegment kaufen. Und die klingen echt gut. Also es gibt verschiedene Marken, aber da kriegt man echt gute Produkte. Und meine Empfehlung ist aber, tut euch bitte selber den Gefallen und kauft euch einen externen Kopfhörerverstärker, einen diskret aufgebauten. Also einen, der nicht am USB-Stromversorgung dranhängt, sondern der ein eigenes Netzteil hat. Und damit, egal welche Marke da jetzt draufsteht, seid ihr schon eine ganze Ecke weiter vorne, ohne dass es unglaublich teuer wird. Und von da aus könnt ihr euch mit anderen Sachen wie einem besseren Dack als dass man jetzt in der Computersoundkarte oder am Telefon drin ist, beschäftigen. Auch da kann man mit übersichtlichem Geld klangliche Schritte nach vorne machen. Es ist aber tatsächlich so, dass ich heute, und da muss ich jetzt als Vertriebssteller einfach mal sprechen, erzählen muss, dass es unglaublich schwierig für die kleinen Boutique-Hersteller geworden ist. Ich nehme mal ein Beispiel aus unserem direkten Umfeld. Wir haben die Marke Apertura. Apertura ist ein kleiner Hersteller, der seit Gute 40 Jahre in Frankreich wirklich, toll klingende Lautsprecher baut. Und das ist jetzt kein dober Werbespruch, man hört sich die an und denkt sich, wow, das klingt richtig, richtig gut. Wir haben aber ein Problem. Das kann man nur verkaufen, wenn der Kunde sich das anhört und sich wirklich sagt, wow, das klingt ja wirklich so gut, wie der Jan-Siviking das da sagt, das gefällt mir. Ohne die Vorführung wird der Kunde sich sagen, aber was, da habe ich ja noch nie was von gehört, das muss irgendwas für eine Kamera sein, das will ich gar nicht haben. Und den Kunden dazu zu bekommen, dass er sich selber zutraut, einen Lautsprecher anzuhören und auch zu sagen, ey, der gefällt mir wirklich gut, ist etwas, das ist heute viel schwieriger als zu mahnen aktiven HiFi-Verkaufszeiten vor mehr als 20 Jahren. Weil da war das noch möglich, ich zeige dir mal was. Heute erlebe ich und höre ich viel von Händlern, der Kunde hat eine große Unsicherheit. Was soll er eigentlich kaufen? Weil das Internet hilft nicht. Da behauptet eine KI, die keine Ohren hat, einfach das, was die meisten Tester behauptet haben, über deren Qualität wir nichts wissen. Und kaufen dann, weil sie so verunsicher sind, die Kombination aus einer bekannten Marke mit dem großmöglichen Rabatt. Ohne es gehört zu haben, weil wenn es die und die Marke ist und ich noch einen tollen Preis kriege, dann habe ich erstens das Gefühl der Sicherheit und dann ist noch mein Belohnungssystem im Gehirn aktiviert. Ich habe einen tollen Preis gekriegt. Und die kleinen Hersteller, die eben nicht sagen, ich habe 30, 40, 50 Prozent Rabatt bei einer bekannteren Marke, Die fallen hinten über, obwohl sie das eigentlich viel bessere Produkt haben. Das tut mir so leid. Das heißt, ich würde gerne jedem Kunden sagen, so, wenn du jetzt einen Kompakt-Lautsprecher kaufst, zieh los, du musst dir unbedingt eine Abortura anhören. Aber wir verkaufen halt nur eine Handvoll solcher Lautsprecher, auch selbst in der noch bezahlbaren Klasse, weil der Kunde müsste sich das erstmal trauen. Das heißt, wir selber sind in einer ganz abstrusen Situation. Wir können zwar ein tolles Produkt anbieten und sagen, klingt wirklich gut. Aber wir werden leider mit Kunden, die ganz stark verunsichert sind, dabei nicht gehört. Also es ist schön, dass du es gerade anbenenst. Ich habe da mal ein YouTube-Video dazu gemacht, wo ich einfach was erzähle über dieses kleine Einstiegsmodell bei Apertura. Und ganz ehrlich, das ist ein fantastisches Spiel der Lautsprecher. Aber wenn es einen gibt mit der bekannten Marke drauf, die ich schon mal gehört habe, mit einem Riesenrabatt, dann hört sich der Kunde die gar nicht mehr an.
Speaker1
01:06:33
Ja, verstehe.
Speaker0
01:06:34
Weil dafür müsst ihr eine Entscheidung treffen. Und das ist schwieriger geworden heute als früher. Das ist ein bisschen Überforderung mit zu viel Information. Und wenn man früher hoffte, der geht dann zu einem HiFi-Laden und sei es der Uni HiFi oder beim Thomas zu Exklusiv HiFi, der sagt, ich suche einen guten Kompakt-Lautsprecher. Können Sie mir mal was zeigen? Thomas, hast du Leute, die kommen mit so einer Frage noch rein und werden, ja, wie häufig?
Speaker2
01:07:00
Ja, ich muss ehrlich sagen, also die Kompaktlautsprecher werden hin und wieder mal auch angefragt, aber die Leute, die bei mir direkt jetzt im Laden erscheinen, ich habe ja keine Laufkundschaft, also bei mir geht es ja alles um Metham und so, die sind dann schon aus der Nummer raus, dass die sagen, okay, oder sag mal, was heißt aus der Nummer raus? Sag mal, die sagen, okay, ich möchte mal einen richtigen Lautsprecher, Obwohl in letzter Zeit öfters auch mal Leute kamen, die gesagt haben, ich brauche einen Kompakt-Lautsprecher. Da habe ich ja mehrere hier, von Horn-Lautsprecher über normales, dynamisches Treiber und Transmission-Line und sonst was alles. Also da habe ich ja relativ viel Auswahl von diesen Kompakten, so rein jetzt mal von der technischen Größe her, die auch irgendwo bezahlbar sind. Und sicherlich gibt es da welche, die sagen, oh gut, das gefällt mir, das gefällt mir nicht, das passt besser zur Musik. Ich habe auch manchmal auch mal, muss ich sagen, da kann mal einer, da wollte ein paar Lautsprecher haben, die haben, ich sage jetzt mal nicht das Produkt, das spielt keine Rolle, aber die haben irgendwo jenseits von zweieinhalbtausend Euro gekostet, das Paar. Da kam extra aus Berlin hergefahren, hat sich die angehört und dann habe ich seine Musik mir angehört. Ich sage, was hörst du dir von Musik an? Das ist der falsche Lautsprecher zu dieser Musik. Und da habe ich einen preiswerteren Lautsprecher genommen, den hat er sich hingestellt, da war er total begeistert, dann hat er die Dinger mit nach Hause genommen, hat die hingestellt, gesagt, ja, die will ich haben, ich sage, gut, du hast nicht die Farbe da, du bekommst die dann, ich lasse dir die fertigen, weil die werden vielmals ja erst gefertigt, wenn der Kunde die bestellt, wenn nicht zufällig der Händler gerade mal die Farbe da hat oder so, das ist nun mal heutzutage so. Und vor allem, wenn es jetzt Nischenprodukte sind. Und es waren zwei Nischenprodukte, die ich da hatte. Und der Kunde war dann happy. Und der hat mir dann irgendwann mal nach drei, vier Wochen geschrieben, wo als die Neuen da waren und die spielen super und ganz toll. Und das ist genau der Lohn. Ich habe zwar weniger Umsatz gemacht, aber der Kunde ist happy. So, und wenn irgendwie nochmal das Klingels A hier bei dem Baustammel gut aufgehoben ist. Und diesen neuen und diesen Kompakt-Halt-Sprecher hat gerade letzte Woche hatten wir eben über unseren Heidi-Abend bei uns in Merane, wo man sich mal getroffen hatte. Und mal ein bisschen dies und das, was ich so Neues habe, mal eingehört und dies. Und da kam einem auch immer die Frage, ja, was machen wir denn? Ich sage mal, es mag zwar jetzt doof klingen, wir reden ja eigentlich über die Situation, dass viele Leute sagen, okay, erstmal überhaupt nicht Stereoanlage, aber es gibt ja viele Leute, die sagen, okay, na eigentlich könnte ich mir noch eine zweite bauen, weil ich einfach Spaß habe, nicht nur in meinem Musikzimmer meine Musik zu hören, sondern meine, da ist ein Arbeitszimmer. Und da spielen dann halt die Klimmkompakten dann halt immer wieder eine Rolle. Und da kommt das öfters mal, dass dann auch mal nachgefragt wird, als Zweitwagen, sprich Zweitanlage. Das ist zwar jetzt zwar etwas überkantiert, sage ich mal so, aber jeder kennt die Situation. Man hat ja von Sachen, wo man jetzt ein bisschen interessiert ist, ob das jetzt die Eisenbahn ist, ob das das Aquarium ist oder ob das jetzt der Angelsport ist, da hat nicht jeder bloß einen Teil. Da gibt es mindestens fünf, sechs Mal Ausführungen. Es ist einfach für die Hobby-Leute
Speaker1
01:09:56
Kümmert euch um eure Schildkröten will er sagen, was immer es ist also auf jeden Fall
Speaker2
01:10:02
Ich denke mal, jeder versteht, was ich meine und für die Leute, die einfach normal kommen und sagen, ich habe nicht viel Platz ich habe einen kleinen Raum, dann sage ich okay, wenn du keine rein physikalisch gesehen wenn du jetzt keine Standboxen stellen kannst die immer die bessere Wahl ist in dem Sinne gerade bei Anfängern, da muss es ja immer ein bisschen rumsen, ein bisschen bumsen und so Dann nehmen wir halt eine Kompaktbox und die können heutzutage auch sehr viel und sehr gut. Aber man muss die Leute immer dafür hinsetzen und sagen, rotet das mal an. Und man sollte auch Leute nicht mit den Preisen erschlagen.
Speaker1
01:10:33
Aber bevor wir wieder bei der Zweit- und Drittanlage landen, Jan, muss mir was versprechen. Und zwar, falls jetzt Leute da draußen sich angefixt fühlen durch HiFi, weil sie jetzt spontan hier gelandet sind und total überzeugt sind und noch gar nicht den Weg zu HiFi gefunden haben, dank unserem Talk. Und die schreiben jetzt Civil King Sound an und sagen, hey, ich brauche mal irgendwie das oder jenes Einsteiger-Setup und ihr beginnt dann wieder in eure Kasse immer so einen Euro-Wahl zu schmeißen. Ja, dann schickst du zu Thomas. Nee, brauchst du gar nicht. Dann musst du uns einfach versprechen, weil du hast ja deine Civil King Sound-Geschichte so schön erzählt, dann musst du wieder neu skalieren, dann musst du wieder einen Durchbruch machen und dann brauchst du einfach mehr Lagerfläche und dann musst du dir halt diese ganze Einsteiger-Kosmos dann auch nochmal hinstellen, dass dann auch diese Nachfrage gestillt werden kann in Richtung deiner Händler. Oder wenn es gerade stressig ist, schieb die Nummer vom Thomas rüber. Oder all den anderen Händlern, die auf deiner Homepage auch, ich verweise noch mal drauf.
Speaker0
01:11:29
Also uns sind gerade weitere 390 Quadratmeter angeboten worden. Also ich war versucht, schon mal Vorsichtshalber vorab so zu buchen. Wir werden das noch brauchen.
Speaker1
01:11:41
Also ich hätte ja total Bock, Jan Thomas mit euch beiden jetzt über jede nur beliebige Marke hier in dem Swimming Sound Sortiment zu sprechen. Wir sprechen am Schluss noch an die Platten. Aber wir haben uns jetzt nochmal drei rausgepickt, wo ich im Einstieg genannt hatte, nämlich Marten, Audioflight und Shatters Audio. Und das war jetzt nicht wahllos ausgewählt, sondern es kam auch von Thomas dem Wunsch, weil er ja diese Hausmesse mit euch organisiert und auch diese Produkte nochmal besonders vorstellen möchte. Und deswegen wollen wir natürlich auch einlösen, was wir versprochen haben. Da würde ich jetzt mal an den Thomas übergeben, warum Marten? Wie kam die Entscheidung drauf? Ich habe mich mit der Marke vorher gar nicht so beschäftigt tatsächlich, aber dann hatte ich mal in der Community bis hier rum geguckt und hab da auch ein ganz tolles Video gefunden, kann ich euch gerne mal verlinken. Wo quasi eine Werksbesichtigung da stattgefunden hat und man dann auch mal sozusagen das ganze Team dahinter sieht, super sympathische Leute. Also da war ich ja schon so angefixt, aber mit der Technik selbst habe ich noch nicht so Erfahrungen. Da würde mich jetzt interessieren, wie deine Erlebnisse drumherr sind. Der Kanal übrigens, Jana loves HiFi. Thomas, warum hat dich das so begeistert?
Speaker2
01:12:46
Naja, also erstens, die Martenslauschbrecher, die habe ich ja schon immer mal gesehen auf Messen oder so. Persönlich habe ich sie jetzt noch nicht hier im Laden gehabt. Und da war mehr oder weniger eine ganz andere Geschichte erstmal vorrangig, weil der hiesige Vertreter von Seewiking, der André Georgi, der hatte gesagt, wir sind auf die Idee gekommen, wir machen mal eine Messe zusammen. Weil aufgrund meiner letzten Hausmesse letzten Jahres hat er gesagt, komm, wir machen auch mal eine zusammen. Da bin ich ja mal offen, alles okay. Und dann haben wir darüber nachgedacht, was wir so machen. Ich meine, dass wir Charterskabel vorstellen. Ich fange jetzt mal von hinten an. Das ist ja teilweise selbstredend, weil ich ja A, die Kabel ja selber hier habe, B, auch einen guten Leumund haben. Dass man dann natürlich, man muss dann auch diesbezüglich auch mal ein bisschen produktiv denken, dass man sagt, okay, man kann nicht nur solche Stilblüten bringen, sondern auch mal das, was die Leute kennen. Dann sind wir über die Outdoor-Flight-Geschichte gekommen, die ich ja schon mal vor ein, zwei Jahren mal schon mal näher kennengelernt habe. Und da gibt es ja nur teilweise neue Serien, die ich sehr interessant finde. Ich sage, okay, können wir gerne auch mal hier mit präsentieren, um den Leuten auch mal, sage ich mal, schon mal das hohe Ende mal zu zeigen, was möglich ist in gewissen Bereichen. Und dann sind wir da drauf gekommen und sagen, okay, und Lautsprecher. Und dann kam er mit der Adi Martens Lautsprecher. Ich sage, okay, ist interessant, würde ich gerne mal auch in Ruhe mal hier hören. Ich habe es das letzte Mal, wie gesagt, in Wien gehört, da haben sie mir ganz gut gefallen. Und leider war das jetzt nicht tiefer möglich, weil in solchen Messengeschichten, da wollen wir uns näher darauf eingehen, da kann man das nie so machen. Und da habe ich gesagt, okay, da habe ich ihnen aber auch mal gesagt, da wisst ihr aber schon, dass wir jetzt ja nicht solche Dinge, nur noch die Rechnungen schreiben oder was, dass sie ständig hinausgetragen werden. Es gibt ja auch mal, dass man halt mal das präsentiert, dass man den Leuten auch mal hier in den Bereichen Sachsen, Thüringen, südliches Brandenburg auch mal die Möglichkeit bieten, auch solche Ladsprecher mal zu hören. Und oft ist es ja auch mal so, dass selbst, kommen wir jetzt wieder mal zu den Interessierten zurück, wenn man sowas Tolles mal hören kann, dass man da auch mal hin pilgert, kann man schon fast sagen, sich das anhört und trotzdem irgendwann mal vielleicht auch irgendwas anderes wieder kauft, das natürlich immer wieder die Wirtschaft ankoppelt etc. Aber man muss manchmal auch mit größeren Sachen erst mal locken, dass der eine oder andere dann auch mal sich bewegt. So, also man will ja auch präsentiv sind. Wir freuen uns natürlich auch über Leute, die dann kommen und sich dann auch mal hierher setzen, was dann vom 17. bis zum 19. September dann stattfinden wird. Also es geht Donnerstars abends bei uns schon los. Das ist auch bewusst gewählt, dass manchmal die Leute am Wochenende mit anderen Sachen voll sind. Aber jetzt haben sie eine Möglichkeit, auch mal Donnerstag, Freitag schon mal bei uns vorbeizukommen und sich zu hören, was es so Schönes gibt über die ganze Situation im Einzelnen. Wird dann eh noch alles informiert. Aber das war so damals die Idee, welche Produkte nehmen wir jetzt rein. Und vielleicht gerade diese Provokation, wir gehen jetzt mal wirklich mal mit den Mortens-Lautsprechern mal richtige Klopper mal hingestellt. Mal abgesehen vom Preis, wir werden jetzt nicht diese Riesendinger da hier hinstellen, es muss ja auch zum Raum passen, aber die Sache an sich, dass man sagt, okay, wir hören uns das mal an, war für mich persönlich auch eine interessante Sache und deswegen haben wir uns auch entschieden, diese Produkte dann hier entsprechend zu präsentieren und zu wollen.
Speaker0
01:16:19
Ja, schlüssig.
Speaker1
01:16:21
Und dann muss das Ganze natürlich auch noch verkabelt werden. Und die Vinyl und Ultras da draußen, die wissen, wir hatten ja schon mal einen extra Coffee Break. Das war einer der ersten zu Chatters-Audio, zu den Chatters-Kabeln. Und da bist du ja schon lange mit. Ich glaube, die verkaufst du auch ganz gerne und gut. Und dann hat sich das gut zusammengefügt, denke ich, weil der Siebeking-Sound das auch vertreibt.
Speaker2
01:16:43
Ja, also die Charterskabel, die beziehe ich ja von Jan schon seitdem wir es halt machen miteinander. Also da ist ja auch der einzige Vertrieb bisher gewesen. Was ich bei Ihnen auch mag als Vertrieb, er arbeitet auch sehr stabil mit den Marken. Also da gibt es ganz andere Vertriebe, die ständig die Marken wechseln oder Marken wechseln werden müssen. dann, weil die Hersteller der Meinung sind, sie müssen da unbedingt das Pferd nochmal von vorne aufräumen. Aber hier ist es relativ stabil, auch Preis- und Produktstabil. Sprich, man hat nicht alle zwei Jahre irgendwas Neues. Und jetzt respektive die Kabel hier, muss man sagen, also ich verkaufe eigentlich schon gut Die Kabel, wenn ein Kunde dazu sagt, ja, das gefällt mir, was sehr, sehr oft und sehr häufig passiert, die bleiben auch dabei. Also es ist nicht so, dass dann einer mal sagt, okay, ich will jetzt mal was ganz anderes hören oder einen ganz anderen Sound, dass sie davon weggehen. Also das hat schon eine sehr, sehr, sagen wir mal, eine Langzeitbeständigkeit, diese Kabel in der Form, wie sie halt die Musik übertragen.
Speaker0
01:17:47
Also sie stellen sich auch fest, wer einmal bei Cardas drin ist, und ach du, ich spreche die wirklich mit einem C aus, weil es der George Cardas ist, also der ist eigentlich Grieche, ursprünglich mal. Die Leute bleiben dabei, die gehen tatsächlich innerhalb der Kabelhierarchien mit der Zeit höher. Das heißt, die fangen häufig mit einem kleineren Kabel an und fragen, was geht denn da eigentlich noch? Und gehen dann eins größer und lassen das vorherige Kabel entweder in der berühmten Zweitanlage oder das kommt jetzt an meinen Tuner oder an ein zweites Quellgerät und gehen dann schrittchenweise hoch. Ich finde das ganz sympathisch und hat Thomas gerade schon gesagt, Kadas ist auch ein Hersteller an sich, der sehr, sehr langfristig dabei ist. Die haben ein Lautsprecherkabel, das heißt Clear. Das ist jetzt im 15. Produktionsjahr. Also es gibt so einen Hersteller, mit einem A und einem Anfang und Quest am Ende, der weiß, er muss seine Produktportfolios. Regelmäßig durchtauschen. Und idealerweise alle zwei bis drei Jahre, weil dann ist der Markt wieder damit geflutet und er braucht ein neues Produkt mit neuem Namen und neuer Verpackung, und neuer Farbenachmöglichkeit. Vakadas ist das eher das Gegenteil. Die machen da so lange weiter, bis das irgendeinem Grund nicht geht. Das mag ein bisschen langweilig sein, Aber die wissen einfach auch, was sie tun und für wen sie welches Kabel da fertigen. Ja, verstehe.
Speaker1
01:19:22
Ja, absolut schlüssig. Und ja, das mit Martin ist jetzt auf jeden Fall auch nochmal spannend, weil wir wollen das auch mal so ein bisschen dann genauer betrachten. Also wenn der Thomas dann die Messe ausrichtet, da wird er dann sicherlich auch mal auf Social Media irgendwas raushauen. Und vielleicht habt ihr ja wirklich die Gelegenheit, auch in Merano mal vorbeizuschauen und euch das Ganze dann auch mal kompakt anzuhören. Und ja, Audio Flight habe ich ja eben jetzt hier bei YouTube gezeigt. Die Podcast-Ihrinnen, ihr könnt ja einfach mal den Links zu den Marken folgen über die Homepage von Civil King Sound. Die haben ja eine wahnsinnige Bandbreite. Also was es da alles gibt, das möchte ich dann schon auch mal zum Besten geben, dass man da mal eine Idee von hat. Also wir haben, sagen wir jetzt mal, großes Besteck, wie hier so eine Stereo-Endstufe. Wir haben aber auch die Abspielgeräte, habe ich unten gesehen, neben den Vorverstärkern und den Endstufen-Vollverstärkern, dann auch SACD-Spieler zum Beispiel. CD-Spieler, sind ja auch wieder im Kommen, sagen ja alle.
Speaker0
01:20:31
Alle reden darüber, dass die wieder im Kommen sind, aber das ist der Zuwachs im chinesischen Markt, glaube ich, wo es recht viele Leute gibt, die, von der nicht ganz unbegründeten Angst beschlichen sind, dass ihr Lieblingskünstler vielleicht demnächst im Streaming Dienst ihrer Wahl nicht mehr verfügbar ist, weil er irgendwas Falsches gesagt hat und die politische Partei dann entscheidet, der wird nicht mehr gesendet. Die wollen die Musik aber trotzdem noch haben. Deswegen fangen die Chinesen jetzt verrückterweise an, CDs zu kaufen. Dann kann man ihnen die Musik nicht mehr wegnehmen. Das muss ein gängiges Problem sein.
Speaker1
01:21:06
So verrückt ist das ja gar nicht, Jan, weil das knüpft ja wieder an das an, was wir mit den Randgruppen hatten, denn es ist letztendlich so, die Menüleidenschaft und das ist nicht nur bei den Audio-Filmplatten so, ist inzwischen so ein Luxushobby geworden, dass das halt viele ausschließt, was halt sehr schade ist und da ist die CD halt häufig der günstigere Kauf, gerade so auf Börsen auch oder in Plattenläden, dann nochmal auf Second-Hand-Markt, wo es dann nochmal günstiger wird. Und man damit einfach Kosten sparen kann. Und es gibt ja auch Releases. Keine Ahnung, wir hatten es jetzt gerade bei der 96er-Sendung über ToolAnima. Ist jetzt eigentlich Jubiläum, müsste jetzt eigentlich wieder Reissue kommen, aber immer nichts angekündigt. Wir warten immer noch. Ja, dann holst du halt die CD.
Speaker2
01:21:51
Würde deine alte Platte mal an.
Speaker1
01:21:53
Das ist ein Bootlag. Genau. Also es ist einfach natürlich auch so ein Gesamtzusammenhang.
Speaker0
01:21:59
Nun gut, also sehr.
Speaker1
01:22:01
Sehr gerne nochmal Aufruf an die Community. Wenn ihr uns da draußen mitteilen möchtet, was ihr von den besprochenen Marken so hält, was ihr da schon für Erfahrungen gesammelt habt, vielleicht habt ihr selber was da stehen oder was damit verkabelt, schreibt es gerne mal in die Kommentare. Bei Spotify geht das, bei YouTube geht das. Wir lesen alles, wir kommentieren alles, wir antworten auf alles. Wird uns einfach interessieren, dass ihr eure kleine HiFi-Reise vielleicht auch teilen mögt. Wenn ihr keine Lust habt, ist auch okay, aber wir freuen uns trotzdem über den Austausch und ja, vielleicht profitiert ihr auch irgendwann anders dann davon von euren persönlichen Erfahrungen, weil wer sind wir schon, dass wir jetzt sagen, schaut euch das mal an. Schöner ist ja, wenn das aus der Community kommt und ihr selber Erfahrungen gesammelt habt. Ja, und wenn ihr sonst irgendwie Fragen da habt zu den Produkten selbst, Thomas ist natürlich immer ein Ansprechpartner, könnt ihr über die Webseite direkt mal eine Mail schreiben oder Social Media. Der Jan, der ist natürlich viel beschäftigt, der kann jetzt nicht, der muss ja ständig dann Euro in die Kasse schmeißen von den Mails mit den Platten, ob man die direkt zuschicken kann. Der hat natürlich jetzt nicht auf jede Anfrage Zeit, dass wir es in der Verstehen. Aber ihr könnt euch natürlich auch vertrauensvoll bei dem einen oder anderen, wenn es passt, an Civil King Sound direkt wenden. So. Hausmeister haben wir getroppt. 17.9. bis 19.9. Der Thomas wird auf jeden Fall noch seine Social Media-Grammel machen. Wahrscheinlich gibt es da wieder irgendeinen Collab-Post auf Instagram. Falls ihr noch nicht überall folgt, dann macht ihr es halt jetzt. Ich habe hier nochmal die ganzen Socials eingeblendet. Gibt ja eh keine Plattformen, wo wir nicht irgendwie sind. Ja, und damit würde ich fragen, Jungs, habt ihr noch was zu den Marken, zu den Diskussionen, zu den Themen? Ansonsten würde ich dann galant überleiten zu der Software, nämlich zu den Platten und Jans Plattenempfehlungen.
Speaker2
01:23:47
Ja, da fange ich mal an. Also in der Form, dass ich dann Jan das Anführungsstriche letzte Wort dann erlasse. Für mich ist das alles erstmal okay. War ein bisschen eine schöne Zeit. Ich bin gespannt, was Jan noch auspackt. Und ja, Neuigkeiten dann wieder bei, wenn wir wieder mal da sind im neuen Video.
Speaker0
01:24:06
Dann habe ich mal drei Plattenempfehlungen. Also der Timo hat mich vorher gebrieft. Jan sucht ja mal drei verschiedene Sachen aus, die du unserer Community, ich übe das Wort jetzt, mal vorstellen kannst. Ich habe drei recht unterschiedliche Sachen dabei. Ich muss ja mal ein bisschen zurückrücken auf meinem Stuhl, dass ich die auch gut in die Kamera halten kann. So, ich habe das hier dabei.
Speaker1
01:24:28
Wir können sogar die Widmung lesen von der Melina.
Speaker0
01:24:31
Also für den super coolen Jan. Jetzt wisst ihr, weshalb ich das jetzt präsentiere hier. Weil ich Ich habe von der Melina Paxinus nämlich meine persönliche Widmung dafür gekriegt. Das ist ein Mädel, die ist, Achtung, griechischer Name, lebt aber in Hamburg und sie lebt auch in Berlin, ist eine Musikproduzentin. Man sieht das hier unten so ein bisschen, sie spielt ein Saxophon und sie ist Teil der Hellenic Jazz Society. Das ist ein Jazz Album. Und zwar ein bisschen ungewöhnlich, das ist ein modernes Jazzalbum und das hier ist Collaborations, wo sie mit anderen griechischen Jazzmusikern zusammenspielt und da sind Sachen drauf, die sind durchaus auch Elektro-Jazz. Es ist klanglich gut aufgenommen. Ich mag das, wie sie diese LP gemacht hat, nämlich so mit Klackcover, mit Bildern davon, wie die Aufnahmen gemacht worden sind. Das Ganze ist, also die sieben Kingshound-Hülle kommt von uns, die kann ich empfehlen. Nach jeder gewaschenen 11E, aber relevant, ja, es ist orange, es klingt trotzdem relativ gut, auch wenn das keine klassische Schweizer Vinyl ist. Also eine absolute Empfehlung, wenn jemand sagt, ich trau mich mal an moderneren Jazz-Rand dabei. Und in dem Fall auch wieder ohne Gesang, rein instrumental. Wenn man noch nichts von der Hellenic Jazz Society hat und Jazz Freak ist, das ist ein grober Fehler. Das, was diese ganze Gruppe an Sachen, da erscheint, ist alles echt gut. Und es ist, wir haben schon drüber gesprochen, eben Vinyl ist echt teuer geworden. Das ist noch vergleichsweise normalpreisig. Du hast es da wunderbar. Die kostet 30 Euro, kriegt ihr bei eurem normalen Hi-Fi-Händler, kriegt ihr bei eurem normalen Plattenhändler, kriegt ihr auch im Online-Handel, ist eine Empfehlung, aber die mit der Aufschrift, also für den supercoolen Jan, bin ja käuflich, das ist meine, die kriegt ihr nicht. Das kostet mir auch ein Heftchen, keiner noch.
Speaker1
01:26:38
Ja, jetzt werden dir die Unterschriften hinterhergeschmissen, der Jan empfiehlt nämlich nur Platten mit persönlichem Zeichen.
Speaker0
01:26:45
Mal gucken, ob das funktioniert, ja? So, nächstes Ding. Was ganz anderes. Also, es ist das Andrew Bird Tour. Saturday Morning Put On. Ja, so. Wenn man jetzt sagt, wer zum Teufel ist Andrew Bird? Ich kannte den ganz viele Jahre auch nicht, habe aber dann mal ein Konzert von Amy Franco in der Fabrik in Hamburg gesehen. Und als Vorband war da eine Einzelperson. Die war die gesamte Band. Das war der Andrew Bird. Der Andrew Bird stand auf der Bühne alleine, hatte aber so eine kleine Fußpauke, auf die er dann drauf treten konnte, hatte eine Violine mit so einem Harness, einem Mundharmonika dabei und Mikrofon. Und er hat es geschafft, gleichzeitig Fußpauke zu spielen. Auf der Bionine zu spielen und dazu zu pfeifen.
Speaker1
01:27:39
Okay.
Speaker0
01:27:40
Und der Typ kann echt pfeifen, muss man dazu sagen. Also ganz viele Sachen, die er so als Einzel-Multi-Instrumentalist gemacht hat. Ja. Und dachte, cool, es gab damals ein Album, das hieß The Mysterious Production of Eggs. Wellen sind ich da drauf. Ja. Das kann ich auch total empfehlen, aber diese LP möchte ich empfehlen. Das ist gut abgehangener Jazz, was sie aber wirklich relevant macht. Die klingt fantastisch. Das ist zwar eine Pressung von GZ Digital in der Tschechischen Republik, die machen normalerweise keine ganz tollen Pressungen. Auch die hier ist nicht neben Geräusch. Aber sie ist sowas von offen präsent und im Mitschnitt irgendwie livehaftig, dass ich total empfehlen kann zu sagen, kauft euch einfach diese LP, wenn ihr wissen wollt, was man, heute möglich machen kann, ohne ein Riesenbudget. Genau. Danke, sehr gut. Und das ist die LP. Also absolute Klangempfehlung. Gute Jazz-Aufnahmen. Achtung, es wird dazu gesungen, aber das Gute ist, der Andrew Byrd, der kann tatsächlich auch singen. Ich sehe das gerade, wer da reinhören möchte, kann Bakobüs reinhören. Und wieder, das ist ein Artikel, der nicht pervers teuer ist. Ich sehe da gerade die CD. 11 Euro, wenn ich das richtig sehe. 99.
Speaker1
01:29:02
11.90 Uhr. Schnäppchen bei Rappizzi.
Speaker0
01:29:05
Genau. Genau so. Er ist eine Empfehlung, sich damit zu beschäftigen. So. Und jetzt werden wir Audiophil drückt, teuer und völlig überkandidiert.
Speaker1
01:29:16
Na gut, das muss auch dazu, ne? Wir wollen ja alle abholen.
Speaker0
01:29:21
So, jetzt gehen wir in diese Box-Sets. Ich muss es mal eben richtig halten. Ui, ui. Das ist ein großer Besteck, ja. So, Box-Sets. Patricia Barber. One-Step. LP von Impact Records. So, wenn man Impact Records sagt, dann weiß ich automatisch schon immer, ich habe das scharf geklärt, dann weiß ich automatisch schon immer, das wird gut, weil die AB-Fun macht die besten Reissues der Welt. Ich weiß, ich setze mich voll in die Nesseln mit dem Thema, weil ich ja so viele Reissue-Labels bei uns im Vertrieb habe. Aber das, was 8on macht, ist richtig, richtig gut. Gibt es übrigens bei YouTube auch ein Video zum Thema, wie denn die Sachen produziert werden. Von eben der Jenna Dektergen, die du gerade schon erwähnt hattest, die bei Martin diese Begehung hat. Absolut sehenswert. Ich komme auch drin vor, aber nur wenige Sekunden, also keine Sorge. Jetzt aber mal zu dem Album hier. Es gibt also diesen freundlichen Schuball, wo alles drin ist. Da steht ganz riesig drauf, One Step also diese spezielle Art und Weise, wo man den Lackschnitt direkt in den Pressstempel konvertiert. Das heißt, man kann mit jedem Lackschnitt nur sowas wie 500 Pressungen machen. Da drin ist dann mit Doppel-LP geschnitten von Bernie Gruntman als Doppel-45er, also die Luxusadresse, inklusive solcher Sachen. Der Zettel ist hier Janspiel A1, der steht da drin. Und dass man sich das vorstellen kann, man sieht es leider nicht so scharf, wie ich es jetzt gerne hätte, vielleicht kriege ich es dazu, ja. Da ist jetzt in großer Größe die Patricia Barber, die auf einem Sofa liegt. Und die wollte unbedingt, die A.B. von, das Bild in so groß haben. Und dann gab es einen Fehler in der Erstellung genau dieses Bildes. Und die Beine waren drei Millimeter versetzt. Und die sagten, A.B..
Speaker1
01:31:10
Das ist ein Trinch.
Speaker0
01:31:12
Die hat 3000 LP-Cover neu drucken lassen. Damit ist sie nicht einverstanden. Sie möchte da Perfektion haben mit dir, dass ihr das Geld verabschiedet. Ich denke, ey, Wahnsinn. Das Ganze in den Hochblanz. Und dann da drin natürlich so eine One-Step-Pressung. Genau, die ist das, Achtung, schweineteuer und limitiert. Ja, als Doppel-45er. Ja, das ist, was klanglich möglich ist, wenn man sagt, es gibt einfach quasi unlimitierte Mittel, weil die Herstellung ist nur für Audiophile Bekloppte gedacht. Und genau das macht sie da. Das heißt, wenn jemand sagt, ich möchte einmal hören, was geht, wenn ich so ein Reissue mache. Genau das hier. Man muss sich trotzdem nochmal waschen. Und ja, es bleibt Vinyl. Aber das klangliche Niveau, das man hiermit erreicht, ist sowas von brillant toll. Wenn man sagt, jo, wenn das alles so wäre, dann käme ich nicht mehr zur Arbeit. Ich würde ganz einfach nur noch Musik hören. Das müssen wir sogar verantwortlich keinerweise keinen Jazz hören.
Speaker1
01:32:25
Das glaube ich dir gerne. Und ich bin ja auch riesen Fan von Impax Records. Da gibt es ja auch ein schönes Video von Jana Loves. Hi, viele liebe Grüße übrigens Jana, wo sie bei Impax Records mal zu Gast war. Also auch sehr sehenswert, wo man das dann sieht. Auch diese Leidenschaft, die da wieder dahinter steckt. Und da ist echte Woman Power ja dahinter. Das wissen ja viele gar nicht, wo wir es eben von den Frauen hatten. Und ja, also meine erste Platte, die ich auf meinem Kanal ausgepackt habe, war auch eine Impax Records. Das war damals die Friday Night in San Francisco. Aldi Meola und so weiter. und das war einfach eine Platte in Perfektion. Und ja, du sagst es, da sind dann die Preise mal höher, aber die Kenner, die wissen es zu schätzen und die, die bereit sind, das zu zahlen, Die machen es dann auch gerne, weil sie wissen, ja, mehr geht nicht. Da gehst du halt in Sachen wie Nü, gehst du halt all in. Das ist einfach so.
Speaker0
01:33:17
Ja, ist so. Also wir haben erstaunlicherweise sehr viele Kunden, die genau das wollen. Ich stelle immer wieder mit den Sätzen fest, ich gebe ja immer gerne Musiktipps von jemandem, hey, das kennst du noch nicht, das hättest du aber gerne. Das ist ganz, ganz schwierig, jemandem zu sagen, das ist wirklich gut, hört ihr das an? Aber die 20. Ausführung von Oscar-Petersen-Trio, We Get Requests, überhaupt kein Problem, der Kunde hat ja schon 19 davon. Der kauft auch den 20. nochmal. Das ist eine ganz düstere Geschichte in unserer Branche. Wir lügen uns ja in die Tasche, dass wir es wegen der Musik machen. Nein, die High-Tech-Leute machen es wegen des Klanges. Die Musik ist nur Nebenkriegsschauplatz.
Speaker1
01:33:59
Ein Nebenschauplatz, ja. Du hast es ja auch so schön im Eingangsgespräch offline gesagt. Platten können ja auch anders teuer sein, nämlich wenn man im Ausland bestellt. Also sprich, es muss nicht immer irgendwie hier die Mofi oder die Impacts sein, dass dann die Preise mal hochgehen. Du hast ja auch deine Anekdötchen zu.
Speaker0
01:34:18
Ja, ich habe also heute Morgen erst in Amerika eine Schallplatte bestellt. Und zwar ist es tatsächlich so, es gibt ein Sheryl Crow Reissue bei Universal Music in den USA. Das kostet dezent 27,99 Dollar da. Also nicht eversteuer. Und man muss aber das Kleingedruckte lesen. Das ist ihr Album Tuesday Night Music Club. Das ist das, wo All I Wanna Do drauf ist. Den Song, den sie eigentlich gar nicht drauf haben wollte, weil sie ihn so doof fand, weil sie sagt, das wird nie was. Aber das Management fand, der muss da drauf, aber eher so zum Schluss, weil der ist nicht so wichtig. Wir wissen, die Geschichte war ein bisschen anders. Und 27,99 klingt nicht teuer, aber wenn man dann die Variante haben möchte, die Bernie Grumman neu geschnitten hat, Und genau das ist, die muss man halt die US-Variante kaufen. Dann kommen 41,15 Dollar Versandkosten da drauf. Das sind die Versandkosten, die Tora ist die Schallperzze selber. Und auf die Summe aus Versandkosten und Warenwert kommen dann die deutsche Umsatzsteuer drauf. Und dann muss es immer noch verschickt werden und hier hoffentlich heil ankommen. Das gibt es nicht als Expresso mit Spezialverpackung. Das macht Universal Music. Die sind nicht für die tolle Qualität ihrer Verpackung bekannt. Das heißt, das macht irgendein demnischer Packroboter wahrscheinlich.
Speaker1
01:35:38
Ja, da haben wir wieder die KI falsch platziert.
Speaker0
01:35:41
Ja, super. Wird schon gehen. Hat jemand begerichtet, das geht zu wenig kaputt und aus Europa schicken wir das eh nicht zurück. Also wir haben das Geld, du hast das Problem, uns egal.
Speaker1
01:35:50
Also ich weiß genau, was du meinst. Also jetzt nicht mit Universal, aber mit diesem Thema an sich, weil wir ja häufig Platten empfehlen, dann auch USA und UK. Manchmal warten wir dann gierig. Wann kommt die Platte? Kommt sie überhaupt in die EU? Kommt sie nach Deutschland, müssen wir wieder in Irland bei Spindizzy oder so bestellen. Und das sind immer so diese Themen und wir posten ja dann immer in unserem Broadcast-Channel bei Instagram vorzüglich als erstes dann die Links, auch in die ausländischen Shops, sind dann immer so in der Warteposition, kommt es noch oder ist es dann direkt ausverkauft und ihr könnt gerne mal den QR-Code noch scannen, das ist Vinyl und News, das ist dieser Broadcast-Channel hier bei YouTube eingeblendet, ansonsten unten in den Shorts. Und ja, dann weiß man halt und manchmal beiß ich halt einen sauren Apfel und dann sage ich, okay, also die Pressung kriege ich jetzt wirklich ich nur da und jetzt bestelle ich sie halt, aber das kann ich halt auch nur homöopathisch machen und nicht ständig, ja. Sonst wird es einfach so teuer und dann mache ich abends ein Gewinnspiel. Jetzt habe ich vor kurzem, hat jemand aus USA gewonnen, ne? Die Platte war 40 Euro wert und über 50 habe ich bezahlt, um sie da hinzuschicken. Auch geil, ne? Da war der Gewinn gleich mehr als verdoppelt.
Speaker0
01:36:53
Der muss eventuell noch verzollen in den USA.
Speaker1
01:36:55
Trotzdem liebe Grüße. Das haben die auch gesagt bei DHL. Auch liebe Grüße. Also alles nicht so einfach. Deswegen vielleicht so ein bisschen weniger Zollstreit, könnte der Wine-Communiker helfen, aber ja, da haben wir ganz andere Probleme, da ist das noch eine Kleinigkeit am Rande, ja. Ne, aber fühle ich total mit dir und ja, das sind halt die Geschichten, auch das sind die nicht Lachgeschichten, sondern sind eher die Schmerzgeschichten, die man dann häufig hat, wenn man dann eben auf ganz bestimmte Pressungen aus ist, ne. Ja, ihr Lieben, also wir sind so ziemlich am Ende des Talks. Jan, ich würde jetzt dich nochmal fragen, kannst du nochmal in Ruhe überlegen, ob es noch irgendwas gibt, was du gerne der GBC, der German Wine Community auf den Weg geben würdest oder auch der HiFi Community, was du noch nicht gesagt hast. Und Thomas, frage ich so lange, wirst du eine von Jans Platten auflegen?
Speaker2
01:37:46
Also rein klangmäßig würde mich die erste einfach mal interessieren, was das für eine Musik ist. Das denke ich mal, das könnte mir schon so einfach nur von den Erzählungen gefallen.
Speaker1
01:37:57
Fann ich auch schon.
Speaker2
01:37:58
Und ja, die letzte, ich kenne zwar teilweise die Platte, die da im eigentlichen Sinne abgespielt wird, aber manchmal luckt es ihnen doch schon, dass man sagt, okay, man kauft sich mal die neue Presse oder hier eben die One Step. Ich habe ja selber auch schon einige One-Steps und bin da eigentlich schon begeistert, was dann rüberkommt. Ich benutze die aber meistens wirklich nur, muss ich sagen, zum Nebenbeihören, also mich da hinzusetzen. Mir ist der Inhalt dann schon ein bisschen wichtiger als der Klingklang. Und da hören Sie also etwas, was man braucht, das Blasphemie. Aber letzten Endes macht es Spaß, Musik zu haben, egal mit welcher Scheibe man es heranhört. Ja, aber ich denke mal, das Erste, das wäre ich mir dann sicherlich mal beim einschlägigen Vertrieb dann mal bestellen.
Speaker0
01:38:48
Spätestens morgen.
Speaker1
01:38:49
Jan hat da eine Empfehlung.
Speaker2
01:38:50
Ich bin ja fast jeden Tag dabei. Und ja, nee, das würde mich dann schon mal interessieren. Abgesehen mal vom Preis, aber nur so, wie Jan das erzählt hat. Das würde ich sagen. Passt schon. Ja, und sonst mein Schlusswort, sage ich mal so. Zerrt eure Nachbarn vor eine gute Stereoanlage. Die sollen ihre Musik mitbringen. Jeder Hobbyist kann da diesbezüglich ein Multiplakator sein. Ob das noch jung oder alt ist, spielt keine Rolle. Und setzt euch gemeinsam hin, hört das mal an. Und wie gesagt, wie Jan schon gesagt hat, wenn die Leute erstmal mitkriegen, wie ein Stereo-Abbild funktioniert, für Jung und Alt ist es immer ein tolles Erlebnis. Und versucht das in die Welt zu tragen.
Speaker1
01:39:27
Sehr schön. Damit, Jan, hast du das vorletzte Wort, weil ich würde natürlich noch den Weg in die Sommerpause abbinden.
Speaker2
01:39:35
Du musst immer das letzte haben.
Speaker1
01:39:36
Sorry.
Speaker0
01:39:38
Ich habe was eher Philosophisches. Wir haben ja ganz viel darüber gesprochen, wie teuer das sein kann und wie teuer Schallplatten sein kann und wie viel Geld man von einer HiFi-Anlage ausgeben muss. Und natürlich ist es ein Thema, teuer ist im HiFi ein Ding. Also wenn ich über Martin nachdenke, wir haben einen Lautsprecher für mehr als 200.000 Euro im Vorführbestand. Einfach weil es Menschen gibt, die wollen sowas hören. Ich wünschte, ich würde sie viel häufiger verkaufen, aber das ist nicht so. Aber es gibt Menschen, die wollen sowas einfach mal hören und dafür bieten wir das an. Aber ich glaube, wenn man darüber nachdenkt, was ist eigentlich wirklich Luxus? Das kann ich ganz anders definieren. Und zwar ist für mich persönlich Luxus und vielleicht auch irgendwie Lebensqualität, wenn ich schaffe, nach Hause zu kommen und ein ganzes Album Musik zu hören. Ob das jetzt im SACC-Spieler ist oder ob das auf dem Plattenspieler ist, ist gar nicht so wichtig für mich. Für mich ist runterkommen können, in die Musik kommen können und damit geht es mir gut. Und wenn ich das Erlebnis hatte, dann war das ein guter Tag. Egal wie viel Blödsinn und Scheiß vorher an diesem Tag passiert ist, dann ist der Tag wieder gut und dann bin ich auch irgendwie angekommen. Und das würde ich eigentlich gerne allen mitgeben, die da sitzen und sagen, ey, alles nur Stress und nur doof, die beste Therapie, eine kleine Musikanlage und deine eigene Musik, die du selber auswählst. Hör dir jeden Tag ein eigenes Album an, von Anfang bis Ende, ohne Pause wegrennen, aufs Handy gucken, sonst was tun dabei. Danach geht es dir gut. Das war mein Wort zum Sonntag.
Speaker1
01:41:18
Das war so wunderschön, Jan. Das kann ich dann nur mit meinen abbindenden Worten wieder in der Stimmung kaputt machen. Und trotzdem mache ich es. Jan, tausend Dank für deine Zeit. Es war uns eine Ehre, mit dir zu reisen. Vielen Dank, Thomas. Und ich winke mit diesen Worten in die Runde und sage... Das war Vinyl und Hi-Fi Coffee Break mit Jan Sibbelking von Sibbelking Sound. Ich danke dem Jan sowie dem Thomas, aber natürlich auch euch da draußen, euch Zuschauer und Zuhörerinnen auf YouTube und die Podcast-Hörerinnen im Vinyl und Podcast. Wenn ihr auf YouTube seid, lasst mal ein Like da. Wenn es euch Spaß gemacht hat, gerne einen Kommentar zu den angesprochenen Themen oder ganz anderen, die euch reizen. Wenn ihr neu seid, vergesst nicht das Abo für YouTube und vielleicht auch die Glocke mit dazu, damit ihr neue Videos dann wieder mitkriegt, wenn es soweit ist. Wenn das einer der besten Talks mag, die ihr seit langem gehört habt, dann könnt ihr es natürlich auch hypen. Ansonsten, wenn ihr beim Podcast seid, egal ob Apple Podcasts, Spotify, Deezer, Amazon Music und wie sie alle heißen, abonniert den Podcast, das hilft uns ganz arg. Verteilt Sterne auf den Plattformen, wo es möglich ist. Oder schreibt mal, wenn ihr es jetzt sowieso gerade selber in der Sommerpause macht und schön irgendwo gemütlich euch hingelegt habt mit einem kalt- oder warmgetränk, eine kleine Rezension, zum Beispiel bei Apple Podcasts. Das würde uns ganz arg freuen. Vinyl Und geht nämlich jetzt auch in die Sommerpause. Ihr habt also jetzt Zeit in Ruhe, noch ein paar frühere Videos anzuschauen oder ältere Podcast-Folgen zu hören. Auf Social Media gibt es den ganzen Sommer über weitere Plattenempfehlungen. Also bis Ende des Jahres sind es auch bereits spannende Sendungen mit frischen Themen und Gästen bereits geplant. Wir werden auch wieder in der neuen Season dort vor Ort sein, wo spannender HiFi-Produkte entstehen oder vorgestellt werden. Seid gespannt und damit sage ich vielen Dank für euer Interesse an den Menschen, die HiFi für uns alle lebendig machen. Macht's gut. Ciao.