0164 - Top 10 Platten von 2006 (Vinyl & … Talk - vinylandthewolf)…

The Long Blondes? Bob Dylan? Hot Chip? Joanna Newsom? Tomte? Kante? Midlake? Amy Winehouse? TV On The Radio? Arctic Monkeys? Billy Talent? Gotan Project? Schrottgrenze? The Whitest Boy Alive? Muse? Soffy O? Trentemøller?

11.10.2026 138 min Timo Klingelhöfer

Zusammenfassung & Show Notes

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Herzlich willkommen bei Vinyl & … Talk mit Wolfgang alias vinylandthewolf. Gemeinsam gehen wir wieder auf Zeitreise – diesmal springen wir 20 Jahre zurück ins Jahr 2006. Angela Merkel ist in ihrem ersten Jahr als Bundeskanzlerin, Pluto verliert seinen Status als Planet und wird zum Zwergplaneten erklärt. Nintendo bringt mit der Wii Bewegung in die Wohnzimmer, während Daniel Craig in Casino Royale erstmals als James Bond auf der Kinoleinwand erscheint. Gleichzeitig erlebt Deutschland sein „Sommermärchen“: Die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land begeistert Millionen Fans, und im Finale holt Italien den Titel – begleitet von Zinedine Zidanes unvergessenem Kopfstoß. Doch 2006 hat weit mehr zu bieten als große Schlagzeilen und legendäre Bilder. Für uns ist es vor allem ein Jahr voller spannender Musik und großartiger Alben. Deshalb legen wir die Nachrichten von damals beiseite, drehen die Lautstärke auf und präsentieren euch unsere persönliche Top 10 von 2006...

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Wolfgangs Vinyl:
The Long Blondes - Someone To Drive You Home (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/21298999-The-Long-Blondes-Someone-To-Drive-You-Home
Bob Dylan - Modern Times (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/6334664-Bob-Dylan-Modern-Times
Hot Chip - The Warning (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/700189-Hot-Chip-The-Warning
Joanna Newsom - Ys (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/831253-Joanna-Newsom-Ys
Tomte - Buchstaben Über Der Stadt (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/27253371-Tomte-Buchstaben-%C3%9Cber-Der-Stadt
Kante - Die Tiere Sind Unruhig (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/1441088-Kante-Die-Tiere-Sind-Unruhig
Midlake - The Trials Of Van Occupanther (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/9269847-Midlake-The-Trials-Of-Van-Occupanther
Amy Winehouse - Back To Black (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/23853152-Amy-Winehouse-Back-To-Black
TV On The Radio - Return To Cookie Mountain (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/12117863-TV-On-The-Radio-Return-To-Cookie-Mountain
Arctic Monkeys - Whatever People Say I Am, That's What I'm Not (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/11826116-Arctic-Monkeys-Whatever-People-Say-I-Am-Thats-What-Im-Not

Timos Vinyl:
Billy Talent - Billy Talent II (Discogs): https://www.discogs.com/de/master/144324-Billy-Talent-Billy-Talent-II
Gotan Project - Lunático (Discogs): https://www.discogs.com/de/master/111070-Gotan-Project-Lunático
Schrottgrenze - Château Schrottgrenze (Discogs): https://www.discogs.com/de/master/214714-Schrottgrenze-Château-Schrottgrenze
The Whitest Boy Alive - Dreams (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/37690257-The-Whitest-Boy-Alive-Dreams
Muse - Black Holes & Revelations (Discogs): https://www.discogs.com/de/master/11079-Muse-Black-Holes-Revelations
Arctic Monkeys - Whatever People Say I Am, That's What I'm Not (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/612972-Arctic-Monkeys-Whatever-People-Say-I-Am-Thats-What-Im-Not
Tomte - Buchstaben Über Der Stadt (Discogs): https://www.discogs.com/de/master/46086-Tomte-Buchstaben-Über-Der-Stadt
Soffy O - The Beauty Of It (Discogs): https://www.discogs.com/de/master/146384-Soffy-O-The-Beauty-Of-It
Trentemøller - The Last Resort (Discogs): https://www.discogs.com/de/master/23992-Trentemøller-The-Last-Resort
Hot Chip - The Warning (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/37913880-Hot-Chip-The-Warning

Sonstiges:
Top 10 Platten von 1996 (Vinyl & ... Talk - vinylandthewolf)... (YouTube): https://youtu.be/Vab3mpaxyTY


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Transkript

Herzlich willkommen bei Vinyl und Talk mit Wolfgang alias Weinald and the Wolf. Gemeinsam gehen wir wieder auf Zeitreise. Diesmal springen wir 20 Jahre zurück in das Jahr 2006. Angela Merkel ist in ihrem ersten Jahr als Bundeskanzlerin. Pluto verliert seinen Status als Planet und wird zum Zwergplaneten erklärt. Nintendo bringt mit der Wii-Bewegung in die Wohnzimmer, während Daniel Craig in Casino Royale erstmals als James Bond auf der Kinoleinwand erscheint. Gleichzeitig erlebt Deutschland sein Sommermärchen. Die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land begeistert Millionen Fans und im Finale holt Italien den Titel. Begleitet von Sinecidans unvergessenem Kopfstoß. Doch 2006 hat weit mehr zu bieten als große Schlagzeilen und legendäre Bilder. Für uns ist es vor allem ein Jahr voller spannender Musik und großartiger Alben. Deshalb legen wir die Nachrichten von damals beiseite, drehen die Lautstärke auf und präsentieren euch unsere persönliche Top 10 von 2006. Ja, und soeben hat er noch den DeLorean vorm Studio geparkt. Navi steht 2006 und im Kofferraum warten die Platten. Schönen guten Abend, Wolfgang. Hi.
Speaker0
00:01:16
Ja, schönen guten Abend, Timo. Hallo da draußen. Der Kofferraum ist gut gefüllt.
Speaker1
00:01:22
Das glaube ich dir. Und das wäre auch, wenn wir heute mit Nühlen und Pre-Order machen würden, was wir nicht tun. Wäre aber auch nochmal dringend fällig. So viele neue Platten erschienen. Es ist schon wieder ewig her, dass wir geschnackt haben, dieser lange, lange Sommer. Aber wir holen das alles auf und beginnen heute mit der Zeitreise. Ich freue mich ja, die Community ist ja inzwischen auch am Klühen, egal ob Podcast oder YouTube. Gefühlt gehen ganz viele Momente auf Zeitreise durch die Jahre. Macht richtig Spaß, was sich da so losgestoßen hat. Und jetzt sind auch wir wieder am Start mit euch und wollen euch natürlich auf diesem Weg auch voll und ganz mitnehmen. Aber erstmal, Wolfgang, möchte ich in alter Tradition wissen, 2006, was war das denn für dich persönlich für ein Jahr? Weil wir sprechen ja auch über persönliche Platten, ne?
Speaker0
00:02:10
Also persönlich war es ein spannendes Jahr, also nachdem das Jahr 20 Jahre her ist, habe ich in dem Jahr meiner 30. Geburtstag gefeiert. Also eine runde Zahl, das weiß ich noch ganz gut. War eine coole Zeit, privat toll, beruflich interessant, auch schon da und dort auf Reisen gewesen. Ich kann mich erinnern. Mit meiner heutigen Frau in Paris gewesen, dort Radiohead und Beck gesehen beim Rock-en-Saint-Festival. Also schöne Zeit, finde ich. Und auch musikalisch ganz toll. Also bei dieser Zeitreise jetzt zurück bei der Auswahl der Alben, habe ich nochmal gespürt, das war für mich jetzt betrachtet eine recht positive Zeit. Also es sind viele schöne Erinnerungen hochgekommen. Schönes Jahr. Und natürlich das Fußballmärchen bei euch in Deutschland, das ist ja auch eigentlich einer der schönsten WM's, die man auch so im Hinterkopf hat. You have to win Zweikampf. Vielleicht kommt es heute in der Top Ten irgendwo. Grüße an die Sportfreunde Stiller. Wie war es bei dir, Timo?
Speaker1
00:03:17
Bei mir war es tatsächlich auch so ein Jahr, wo ich noch so in der Ausbildung war, also im Studium. Ich habe so der Zeit im kleinen, beschaulichen Landau gewohnt und habe da so mein Dasein gefristet und so meine Liebe zum Wein entdeckt, so die ersten Weinfeste mitgemacht. Und das war eine Zeit, wo ich auch sehr, sehr frisch mit meiner heutigen Frau zusammen war. Bin viel mit der Kamera losgezogen, habe viele Fotos gemacht. Deswegen ist mir es auch total leicht gefunden, gefallen mal eins rauszusuchen, wie das so damals aussah. Das wollten wir ja jetzt in dieser Tradition mal so fortführen. Also das ist quasi der Timo von 20 Jahren. Und da fahre ich also gerade mit dem Kuckucksbähne, heißt das Ding, so durch die Falz. Alles so ein bisschen shady, nebelig und natürlich mit dem, ja leider nicht Doppelglas, wie man es da nennt, mit den Einkerbungen, sondern mit einem normalen Weinschorleglas und ja, guckt da so verträumt in die Landschaft. Auch damals viel Musik gehört auf jeden Fall.
Speaker0
00:04:23
Sehr cool inszeniert schon damals, muss man sagen.
Speaker1
00:04:28
Gut, da wusste ich noch nicht, dass ich mal noch auf eine etwas größere Bühne steigen würde. Aber ja, genau. Also muss natürlich eine coole Jacke schon, muss dann trotzdem schon her. Aber du hast ja auch mal so ein bisschen gekramt in deinen alt tiefen Bildarchiven. Schau doch mal rein, wo hat es dich dahin verschlagen?
Speaker0
00:04:48
Ja, das ist genau das erwähnte Festival. Also im Hintergrund, glaube ich, kommt dann gleich back auf die große Bühne in Paris. Eines meiner ersten großen, coolen Festivals, würde ich mal sagen, nach den Jahren der Rock'n'Park. Kein Diss, Park war auch immer schön, aber das war so das erste Mal, dass ich gesehen habe, dass man ein, Programm mit sehr alternativer Musik so programmieren kann, dass es trotzdem ein Festival ausverkauft, also eben Radiohead, Bank, Moritz, ganz viele tolle Bands. Und da war ich damals eben mit meiner dameligen Freundin, heutigen Frau mit der Judith, waren wir dort und hatten ein ganz tolles Wochenende und ja, ein paar Falten weniger sieht man hier, aber die gleiche Begeisterung.
Speaker1
00:05:36
Also man kann sagen, schlanker, jünger, schöner, aber besser als heute waren wir nie in seinem Podcast. Insofern seid ihr ja, ihr als Podcast hört und das hier nicht irgendwie so ein Modemagazin ist, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. Um mit uns diese Zeitreise zu machen. Ja, und wir wollen euch natürlich mal wieder alle mitnehmen, ist ja klar. Ja, was sind denn eure Topplatten von 2006? Schreibt es gerne mal in die Kommentare von diesem Video oder in die Podcast-Folge, unter die Podcast-Folge bei Spotify. Und damit sicherlich nicht genug, weil wir werden mit dieser Frage auch sonst noch die sozialen Netzwerke, inklusive Slack und überall, wo wir uns platzieren, fluten und sind dann gespannt, was so alles kommt und werden ganz viele Herzchen verteilen und sicherlich auch das ein oder andere kommentieren. Bei YouTube und Spotify schon mal versprochen, bei Instagram auch. Wir gucken rein, was so kommt. Ja, Plattenempfehlungen. Letztendlich haben wir die alte Tradition, dass wir da auch immer so ein bisschen durchwechseln über die Formate hinweg. Das heißt, Wolfgang dürfte diesmal starten. Wir haben wieder so eine Running Order gemacht von 10 runter auf 1 und wechseln uns dann immer ab. Das Ganze ist mal wieder gerankt und ja, Wolfgang, war es leicht, war es schwer, diesmal dieses Ranking zu machen?
Speaker0
00:06:59
Eigentlich war es diesmal relativ leicht. Ich habe nämlich 2006 ein Buch dazu gemacht. Nee. Ja, es ist der einzige Jahrgang, zu dem es tatsächlich ein gebundenes Buch ist übertrieben. Im Grunde genommen habe ich damals extrem viele Alben rezensiert für ein Online-Portal. Ich glaube, 2006 habe ich um die 200 Alben oder so rezensiert. Und habe dann aus diesen Rezensionen eine Top 50 gemacht, habe das dann mit einem dieser Fotobuch-Dienstleister, das Cover und den Text genommen und habe hier eine Top 50 erstellt. Und habe dann, wie es in die Vorbereitung ging, zur Sendung einmal durchgeschaut und habe mal überlegt, okay, was hat denn da heute noch Bestand? Und es sind jetzt tatsächlich aus meinen damigen Top Ten einige auch in dieser Top Ten gelandet, manche auch nicht. Also es hat sich dann schon was verändert mit Alben, die weiter hinten waren, die im Laufe der Jahre nach vorne gekommen sind. Und es ist auch so, dass zum Beispiel die Nummer 1, die ich damals hatte, aus Datumsgründen rausgefallen ist. Das war nämlich ein Album, das bereits 2005 erschienen ist, nur dann in Europa Anfang 2006 released wurde. Und das waren Dinge, die hatte man damals ja so nicht am Schirm, weil man hatte diese ganze Infos ja nicht. Ja, klar. War dann meine Nummer eins. Also von dem her war das ein super Fundament und war echt total toll, da reinzugehen. Ja, und ansonsten finde ich, war es ein cooles Jahr. Die ersten Plätze, würde ich sagen, waren relativ schnell besetzt. Und dann gab es so schon ein paar Alben, wo man sich überlegt hat, okay, nehme ich das oder das. Aber im Sommer war es ein schöner Prozess.
Speaker1
00:08:49
Bin sehr gespannt und für alle, die ganz neu draußen sind, Like und Abo nicht vergessen, aber was ich eigentlich sagen wollte, wir haben keine Ahnung, was die anderen gewählt haben. Also das ist das Spannende bei uns, wirklich null. Also wir schieben uns in dem Moment, wo wir drüber reden, an die Links zu den Platten, zu Discogs. Ihr könnt die dann dort euch auch anschauen. Also welche Version wir genau haben, steht dann in den Videobeschreibungen, steht in den Show Notes. Und das Geniale, falls ihr euch für die Audio-Version entscheidet und damit auf unsere wunderschönen Antlitze verzichten mögt, dann hört ihr den Vinyl und Podcast und bekommt dort dann sogar in einige Songs reingehört. Das können wir uns leider auf den Videoplattformen, können wir euch das nicht liefern. Also entscheidet selbst, wie ihr diese Zeitreise machen wollt. So oder so, ihr seid hier genau richtig, denn jetzt wird der liebe Wolfgang seine allererste Platte aus dem Stack rausziehen und damit geht dann das Kribbel los. Was hast du für uns vorbereitet? Was ist dein Platz 10?
Speaker0
00:09:54
Also Platz 10 führt uns ins englische Sheffield. Also man kann sagen, in diesem Jahr kamen einige Alben aus Sheffield. Mit einer davon beginnen wir jetzt. Es ist das Debüt der Long Lones. Das Album heißt Someone to Drive You Home. Ist im Grunde genommen gut abgehangener Indie-Pop-Rock, irgendwie so zwischen Indie-Rock und Pop-Tönen. Zur Version, wenn wir es kurz sehen, die gibt es relativ günstig noch in der Jubiläumsausgabe. Ja, eine Scheibe ist rot und eine Scheibe, wenn mich nicht alles täuscht, müsste dann... Gelbsan, ja, wir haben hier natürlich ein schönes Fitting zum Cover, ist eines meiner absoluten Lieblingsalben in diesem Jahr, geht so richtig in die klassische Tradition der Sheffielder Musikszene hinein, also, atmosphärische Geschichten, die Alltagsbeobachtungen in diesem Fall aus einer weiblichen Perspektive, wir kennen es ja von Pulp & Co, so diesen männlichen Blick auf die englische Gesellschaft in dieser Zeit, Und hier liefert uns die Frontfrau Kate Jackson diesen Blick auf diese Zeit, die gemeinsam mit dem Gitarristen Dorian Cox damals die Musik geschrieben hat. Das Album erschien am 13.11. Bei Rough Trade, also auch ein renommiertes Label. Und ja, das war so eine Band, die keinen großen Hype erfahren hat, die sich relativ mühsam den Weg erspielt hat, mit Gigs, mit einfach der Knochen-Tour. Aber zumindest in England, damit sich einen guten Namen erspielt hat. Also Bezugspunkte musikalisch wären vielleicht Elastica, Blondie, Sushi and the Benchies, kombiniert so mit einer 60er-Jahre-Vibe. Also total spannende Musik, sehr tanzbar, sehr coole Musik. Ist ein Album, das regelmäßig noch läuft bei mir und das mir immer irrsinnig viel Spaß macht.
Speaker1
00:12:16
Okay. Und das Schöne ist für mich jetzt wieder was komplett Neues zu entdecken tatsächlich, weil ich da noch nicht wirklich Berührungspunkte hatte. Ist aber auch schon ein Kammer, was mich anspricht so irgendwie. Das hat so einen gewissen Retro-Charme, der noch über das Jahr 2006 hinausgeht. Und da habe ich auf jeden Fall Lust. Und wir können ja vielleicht auch mal den Leuten wirklich mal Lust machen, indem wir auch mal eine kleine Hörprobe geben, oder?
Speaker0
00:12:48
Auf alle Fälle. Was wäre da? Kurz, weil du gesagt hast, zum Cover sprich dich an. Das Cover wurde auch tatsächlich von der Frontfrau von Kate Jackson selbst gemalt. Und es zeigt die Schauspielerin Faye Dunaway, die man vielleicht noch kennt, die ja ein großer Act war. Also auch hier passt das zusammen. Und vom Songtechnischen würde ich vorschlagen, die Nummer Once and Never Again, die haut so richtig ran.
Speaker1
00:13:15
Okay, dann wollen wir natürlich auch die Leute da draußen an dem Reinhauen teilhaben lassen. Und dann wünschen wir da mal ganz viel Spaß mit. Schade, Wolfgang, dass wir da nicht 19 waren. Es hätte ja jetzt noch besser gepasst.
Speaker0
00:14:51
Cool. Knapp dran, ja.
Speaker1
00:14:53
Ja, knapp vorbei. Aber so ist das, wenn man alt ist. Nee, cooler Song auf jeden Fall. Also stürme mich total ein. Macht schon richtig Spaß. Macht Lust, Laune. Hat bestimmt nicht jeder auf dem Schirm. Ist jetzt nicht mega super bekannt. Und dafür stehen wir ja auch. dass wir mal wieder was aus der Tüte zaubern, was vielleicht andere Netze draufkommt oder so. Cool. Cooler Start. Und soll ich dir was sagen? Meine Platte, die jetzt anschließt, also mein Platz 10, könnte man eigentlich gut direkt danach spielen, weil der Vibe ein bisschen ähnlich ist. Allerdings keine Female Vocals.
Speaker0
00:15:32
Okay.
Speaker1
00:15:33
Soll ich mal auspacken?
Speaker0
00:15:34
Ja, pack aus. Bin schon gespannt.
Speaker1
00:15:36
Okay, dann mach ich das mal. Und da ist jetzt auch eine persönliche Verbindung zu dem, was ich eingangs gesagt habe. Weil ich habe ja gesagt, das war so die Zeit, wo ich mit meiner Frau frisch zusammen war. Und wir wollen ja jetzt nicht irgendwie sozusagen die vorhandenen Listen da draußen von den besten Alben irgendwie so zusammenmerchen und dann irgendwie eine eigene Liste machen, sondern es ist ja auch eine persönliche Liste. Und dieses Album, das ist für mich super persönlich, weil das war so das erste Mal oder eins der ersten Male, wo meine Frau irgendeinen Song gefeiert hat von einer Band und ich mich einfach darüber gefreut habe, dass ich eine Frau habe, die Musik liebt. Ist wahrscheinlich bei mir eine Grundvoraussetzung für Beziehungen, wenn ich jetzt so zurückdenke. Aber hier wird es halt irgendwie nochmal deutlich. Und zwar geht es um Billy Talent mit Billy Talent 2. Um welchen Song geht es? Also es war diese Red Flag-Geschichte. Also den Song hat die halt komplett gefeiert. Da ist er drauf, ist der zweite Song. Und ja, es hieß dann immer so, wie heißt nochmal die Band? Dieser Song, dieser Song. Später wusste ich dann immer, was sie meint, weil sie so oft danach gefragt hat. Und ja, ich habe die Band natürlich in dem Moment gekannt und da hatten wir eine Schnittmenge. Ich hatte die vorher jetzt nicht so dermaßen gefeiert und wahrscheinlich wäre sie jetzt auch nicht dabei gewesen, wenn jetzt diese persönliche Verbindung da gewesen wäre. Aber aufgrund der Tatsache haben wir dann die Platte einfach oft gehört und so ist das halt oft mit Musik. Du verbindest irgendwas emotional damit und dann ist es in deinem Leben und das war halt eben hier so. Und deswegen ist das mein Pick erstmal. Jetzt noch ein paar Hard Facts zu diesem Album. Also das kam im Juni 2006. Ja, es ist so Alternative Rock, Punk Rock, Post Hardcore. Erkannte Gitarrenriffs, man kann da Gesang und auch sehr melodisch so in den Refrains. Also man kann es jetzt beispielsweise wie das Red Flag einfach direkt so mitsingen. Falls ihr auf Bands steht wie Rise Against, Sum 41 oder auch Anti-Flag, dann könntet ihr hier richtig sein. Ja, war Atlantic Records in Kanada, auf Warner Music Kanada. Und es gibt auch ein Exemplar auf Music on Vinyl. Die Band hat sich in den 90ern gegründet, also knapp vorbei an unserer letzten Sessung über 1996. Hört euch die an. Nämlich 1993 haben die sich gegründet. Und das war das zweite Studioalbum unter diesem Namen Billy Talent. Und falls ihr euch fragt, warum heißen die so Billy Talent, das bezeichnet also keinen Bandkollegen. Sondern der Name stand von einer fiktiven Figur Billy Talent aus Hardcore-Logo. Und die japanische Ausgabe von dem Album hat auch so als Bonus so eine Buzzcocks-Cover-Version. Haben wir auch schon hier und da mal drüber geredet, so Punk. Das war Everthorn in Love und auch noch eine Demo und so Sachen. Also da gibt es immer so Abweichungen, verschiedene Versionen. Ja, probiert es mal mit Devil in the Midnight Mass oder eben Red Flag oder Thorn Leaves. Also wenn ich die Titel sage, ist bei mir eigentlich so direkt Ohrwurm. Kann ich gefühlt gleich mitsingen. Ist sogar nochmal irgendwie live die Möglichkeit. Habe ich so ein paar Termine gefunden, können da mal schauen. Rock am Ring habe ich was gesehen. Also man kann die Band auch nochmal live erleben, offenbar. Und schaut einfach mal durch, so von der Vinyl-Version, was da passen könnte. Music and Vinyl macht ja in der Regel auch gute Sachen. Ja, also ich muss sagen, das ist für mich so gleich ein relativ emotionaler Start in das Spiel. Und jetzt interessiert mich natürlich, ob du die auch in der Sammlung stehen hast und wenn ja, welche.
Speaker0
00:19:20
Die fehlt mir der Sammlung. Also ich war jetzt nie so der riesen Billy Talent Fan. Aber natürlich Red Flag und das Album ist vielleicht sogar die Speerspitze von Billy Talent. Also ich kenne mich jetzt im weiteren Verlauf jetzt nicht so stark aus. Aber da kam man natürlich jetzt nicht dann vorbei damals mit dieser Wucht. Also verstehe ich total. Ist halt weniger so in meiner Bubble so gewesen. Aber cooler, cooler Pick auf alle Fälle. Red Flag ist geflaggt.
Speaker1
00:19:56
Gut. Ja, dann haben wir uns sozusagen warm geschossen. Würde ich sagen, Platz 9.
Speaker0
00:20:06
Also Platz 9 ist dann von Billy Talent weg, die das zweite Album da veröffentlicht haben. Also so ganz weit weg, würde ich jetzt mal sagen. Wir kommen nämlich zu einem älteren Herren, der sein 32. Studialbum im Jahr 2006 veröffentlicht hat und das war Bob Dylan.
Speaker1
00:20:23
Ah, die Liedenbrüche.
Speaker0
00:20:25
Mit Modern Times. Ich packe die Platte jetzt gar nicht aus, weil es ist im Endeffekt eine schwarze Pressung. Aber ein ganz tolles Spätwerk, muss man sagen. Also das war ja so der Abschluss und wenn ich diese Trilogie nach Time Out of Mind und Love and Theft kam dann Modern Times und für mich war das irgendwie so der komplette Beginn eigentlich einer neuen Liebe zu Bob Dylan. Total schönes Songwriting in der Tradition des amerikanischen Songbooks. Tolle Songs hier drauf, Thunder on the Mountain, Spirit on the Water. So ein bisschen Dillen-Schunkel-Musik, muss man sagen. Vielleicht auch nicht für jedermann, jeder Frau. Aber ein Album, das ich damals wund gehört habe und das einfach einen echten Platz bei mir im Leben hat. Und ich gehe ja in ein paar Wochen nochmal zu Bob Dylan. Der spielt ja aktuell, wieder seine Neverending Tour, glaube ich, und wird in Wien zu Gast sein. Und das möchte ich verpassen, als vielleicht auch die letzte Gelegenheit ist, dass man ihn nochmal live sieht. Foto würde ich keiner mitbringen, weil aus einer Seite Konzerte ist, die Handys verbieten. Also die muss man quasi beim Halleneingang in sein Säckchen geben. Das mag ich überhaupt nicht, wenn man die permanent filmt und Instagram und TikTok oder sonst irgendwie.
Speaker1
00:21:51
Sowas lernt ihr ja in Zukunft immer mehr in der Schule. Und dann jetzt auch noch auf den Konzerten.
Speaker0
00:21:58
Tja, Pech gehabt.
Speaker1
00:22:00
Wärt ihr mal nicht mit Social Media aufgewachsen, wäre es nicht so hart gekommen. Aber ihr wolltet ja bei jedem Scheiß das Handy auspacken. Jetzt kommt die Retourgutsche von der Welt.
Speaker0
00:22:11
Ist die Frage, ob das die gleiche Zielgruppe jetzt ist. Aber gut. Vielleicht noch zu den Facts. Auf Columbia erschienen. Und zwar an zwei unterschiedlichen Tagen, also in Amerika am 29.08. Und in Europa am 28.08. Also es war noch stark diese Zeit, wo es unterschiedliche Release-Termine gab. Und vielleicht noch ein Fun-Fact, damals war Dylan 65 Jahre und damit der älteste Künstler, der auf Platz 1 der Billboard-Charts mit diesem Album ging. Und ein Track aus dem Album, nämlich Someday Baby, wurde dann sogar in einem iPod-Werbespot verwendet. Also auch hier, der Brückenschlag von einem Elder Statesman zu moderner Technologie. Also, Spannende Sache.
Speaker1
00:23:04
Also, die iPods, die dürft ihr dann im Konzert auspacken. Die ist dann erlaubt. Die müsst ihr nicht ins Säckchen packen.
Speaker0
00:23:11
Ja, mein iPod Nano kann dann auch fotografieren, oder? Nein.
Speaker1
00:23:18
Ja, da könnten wir vielleicht so cheaten. Aber witzig, ich habe gerade erst gestern Abend tatsächlich drüber nachgedacht, nochmal über das Thema Filmen auf Konzerten, um mich da zu positionieren. Schreibt es gerne in die Kommentare, ich interessiere uns natürlich auch für eure Meinung. Aber ich bin da ein bisschen gespalten, weil ich bin ja inzwischen auch auf den Konzerten, um über die Konzerte zu berichten. Wir sprechen ja über jedes Konzert oder fast jedes Konzert oder viele Konzerte, je nachdem. Hier im Podcast, so wenn wir im Quartett zusammen sind, verschiedenen Formaten, Pre-Order, Re-Issue. Und das gehört irgendwie so dazu. Also mir wird da schon gleich was fehlen. Jetzt war ich aber gestern Abend da bei Queen Budapest, in diesem IMAX-Film. Und da hat man nochmal so gesehen, da gab es halt noch keine Handys. Und dann bin ich so nach dem Film, der übrigens sehr cool war, bin ich dann runter und raus und so. Und dann hat so neben mir so ein Pärchen unter Erinnerung gesagt, hä, das war noch eine Zeit, da hat noch keiner Handy gehabt, die haben das noch intensiv erlebt, dieses Konzert. Da habe ich so gedacht, ja, ist das so? Oder erlebt man es vielleicht auch intensiver, wenn man ein Handy benutzt? Also ich bin ja auch der Fotograf. Ich habe ja da einen bestimmten Bereich total im Blick. Ich fokussiere mich auf den auch nochmal ganz anders und versinke mich irgendwie in mir selbst. Aber das ist eben auch sowas, was auf Konzerten irgendwie dazugehört. Und das stimmt schon. Es ist halt so diese ständige Ablenkung. Aber es ist kontrovers. Also habe ich gestern echt nochmal drüber nachgedacht, Ob ich mir mal ein Konzert wünschen würde, so in so einem festen Rahmen, wie du es jetzt beschrieben hast, dass es einfach von vornherein nicht erlaubt ist, uns dann einfach nochmal so ein bisschen wie früher zu zelebrieren. Habe ich tatsächlich noch nicht gehabt seitdem.
Speaker0
00:24:57
Es wäre interessant, also wenn man so an verschiedene Konzerte von früher denkt, wo man kein Handy mit hatte oder keine Kamera. Also zu ganz großen Erinnerungen in meinem Leben habe ich kein Fotos oder Videodokument. Zu anderen wiederum schon. Und was ich dann schon ganz gern mag, mal so wieder durchstöbern und sagen, okay, ah ja, was war da mal U2 im Olympiastadion und dann hat er keinen Clip. Also mich erfreut es. Vielleicht wäre es so ein Kompromiss zu sagen, wie es auch bei der Fotografie ein Foto-Greben ist. Und man sagt, die ersten Nummern sollen alle knipsen und Videos machen und dann genießen wir gemeinsam das Konzert.
Speaker1
00:25:38
Oh, das ist eine perfekte Idee. Das wird sich gleich jemand schnappen. Pass auf, warten wir noch ein Jahr, dann ist der Standard. Das schnappt sich jetzt jemand.
Speaker0
00:25:47
Wie willst du das kontrollieren, wenn, keine Ahnung, ein großes Festival, 50.000 Menschen, da können die Ordner kaum durchgehen und sagen so, you are out.
Speaker1
00:25:55
Das kannst du nicht, aber du kannst einen riesen IMP-Strahl auf das Publikum richten und damit alle technischen Geräte zerstören nach dem Dritten Song. Das wird dann einfach Standard der neue Goldstandard dein Handy wird gebraten Nee, aber die Idee finde ich schön. Also organisatorisch und so, wenn man das irgendwie hinkriegen würde, vielleicht gibt es ja in Zukunft irgendwelche zentral steuernde Handy-Einheiten, wer weiß, vielleicht kann man die in Zukunft mal irgendwie blockieren. Vielleicht ist das gar nicht so abwegig, was ich gerade gesagt habe. Also wer weiß, wie die Technik so irgendwie weitergeht, weil sie weitergehen muss, vielleicht auch aus Datenschutzgründen. Dass es mal Zonen gibt, irgendeinen Standard, wo es dann Zonen gibt, wo das Ding deaktiviert wird oder so, könnte ich mir theoretisch sogar vorstellen, dass es sowas mal gibt. Und von daher, das wäre echt eine schöne Lösung. Und dann wäre Ruhe und dann könnte man es genießen. Wie auf dem MyFail Derby, da haben wir auch immer vorne im Graben die Fotos gemacht und dann war fertig, dann war klar, jetzt geht es nicht mehr. Und dann waren wir auch gleich wieder entspannter an der Sache. Gefällt mir. Na gut, denkt mal weiter darüber nach ihr da draußen. Und falls ihr das programmieren könnt, was wir da brauchen, auch schon mal anfangen. Okay, dann bin ich wieder dran. Platz 9, genau. Genau, also ich habe eine alte, bekannte Platte, habe ich mal rausgeholt, über die wir schon ganz oft gesprochen haben, aber die ist jetzt tatsächlich in dem Jahr erschienen und ich hätte es jetzt blöd gefunden, sie rauszunehmen, nur weil wir schon oft drüber geredet haben. Wir können ja einfach ein bisschen kurzer drüber reden, weil wir schon so viel dazu gesagt haben und dann ist es gut, aber es gehört auf jeden Fall in meine Top Ten ganz klar rein. Und zwar geht es um Goten Project mit der Lunatico. Die kam am 10. April 2006. Ja, wir haben es vor kurzem noch mal gehabt. 24 kam ja dann nochmal so, ich glaube es war ein Doppel-LP, nochmal raus. Vom Genre her so Elektro, Tango, Neo-Tango, ja, so verbunden mit Downtempo, Dub, Elektronika, hier und da so ein bisschen Hip-Hop. So, man kann sagen, Streicher treffen auf Beats und Samples und alles irgendwie sehr cool gemacht. Ursprünglich auf Jabasta Records, international auch über XL Recordings, die wir auch öfter haben. Band gibt es seit 99 in Paris gegründet und die haben es halt eben so geschafft und sowas mag ich halt, sowas Traditionelles wie den Tango mit so elektronischer Clubmusik irgendwie zu verbinden. Es war deren zweites Album, wurde in Buenos Aires und Paris wurde es aufgenommen Und auch hier nochmal, wo der Name herkommt, also dieses Lunatico, das war der Name eines Rennpferdes von einer Tango-Legende, falls es ja jemand auskennt, der heißt Carlos Gardel. Und dieses Gotan, das entsteht so durch das Vertauschen der Silben von Tango. Gotan, Tango. War mir vorher auch nicht so klar, habe ich mal frei recherchiert. Und ja, Anspieltipps, Differente, Mi Confession, ich hoffe, ich spreche das alles ungefähr richtig aus, Amor, Portenio. Ja, und hier in unserem, in so aller Nachbarland, Also ich meine jetzt unsere zwei, zumindest in der Nähe. Die Schweiz hat es auf Platz drei geschafft in Großbritannien. Auf Platz 66 und Platz 3 in den britischen Dance-Album-Charts. Also schon durchaus erfolgreich in gewissen Bereichen. Und ja, vielleicht habt ihr Lust, mal auch in Sachen Vinyl da einzusteigen. Wir haben ja schon mehrfach von der Band gesprochen, auch zuletzt, glaube ich, auf dem Record Store Day, wo ja nochmal so eine Best-of rauskam, wo auch Songs von der Platte drauf waren. Und es ist auf jeden Fall ein Tipp für alle Leute, die so ein bisschen, ja, nicht so festgefahren sind mit den Sounds, die sie hören, sondern sagen, hey, ich bin da offen, weltoffen, ich lasse mal alles um mich ran und wenn was anders und cool klingt, dann habe ich da Bock drauf, da könntet ihr happy mit werden. Den Song Differente würde ich mal auf die Playlist packen. Ja, genau.
Speaker0
00:29:53
Ja, super. Also, tolles Album. Also, würde ich sagen, ist mein Liebling von Go to a Project.
Speaker1
00:30:00
Ja, meiner auch, definitiv. Also, mag ich sehr, sehr gerne.
Speaker0
00:30:05
Und kann, finde ich, passt immer überall irgendwie dazu, ob das jetzt der Sonntagsbrunch ist oder entspannt irgendwie am Nachmittag. Einfach total schöne Musik. Cooler Pick. Ja, stimmt.
Speaker1
00:30:16
Auch gehe ich mit. Gut, er zieht mit, wie beim Poker. Nächste Runde, der Tisch wird voller. Ja, dann gerne deine nächste Platten vorstellen.
Speaker0
00:30:32
Wo ist denn die eigentlich? Es bleibt Tanzperr, so viel kann ich sagen.
Speaker1
00:30:36
Aber kein Tango.
Speaker0
00:30:37
Aber kein Tango, sondern wie nennt man das heute? Indie Sleaze, Indie Dance, Electronic, Pop, It und Hot Chip.
Speaker1
00:30:48
Ah.
Speaker0
00:30:50
Und zwar The Warning. Und ich habe hier die Originalausgabe. Das ist erst vor ein paar Wochen. Die Kinder ist ja wieder raus in der Reissue. Also kann man sich jetzt noch mal günstig holen mit dem Original-Cover. Damals erschien das nämlich, also original ist es so ein Bunt, also wir werden es ja nachher noch kurz sehen. Damals erschien das so auf Grün. Mit einem so Prägedruck. Also die Elemente, die auf dem Cover bunt drauf sind, sind hier so in einem Prägedruck. Die Platte hat solche, also da sieht man es dann eh. Mit dem, ja, das kennen sicher ganz viele, war, ja, in diesem Album steckt so viel Freude irgendwie drin, so viel schöne Musik, so dieser Mix aus total pfiffige Tanznummern, aber auch mit einer inhaltlichen Tiefe, also, Over and Over war ein Hit und Boy from School, also, hat mich total gefangen. Ich habe es damals in einem Buch, das ich vorher gezeigt habe, war es, glaube ich, Nummer 4 oder 5 in diesem Jahr, also habe ich ganz, ganz eis geliebt. Erschienen ist das Ganze in UK und dann wahrscheinlich auch Europa am 22. 5. Und dann in den Staaten am 3. 6. In UK bei der EMI und in Amerika bei DFA, wie man am Label her kennt von LCD Sound System.
Speaker1
00:32:20
Mhm.
Speaker0
00:32:22
Hinter Hotchip stecken im Wesentlichen Alexis Taylor und Joe Goddard. Das sind so die beiden Masterminds in diesem Kollektiv, das gemeinsam diesen süffigen Elektropop zwischen Funk, R&B und auch mit dieser bisserl einer traurigen, melancholischen Note mit dazu. Das hat es auch so besonders gemacht. Die haben das produziert und haben da im Grunde genommen total in diese Zeit gut reingetroffen. Da gab es The Rapture, da gab es LCS Soundsystem, die ich schon erwähnt habe, Justice. ist. Dieses New Rave wurde damals auch mal so betitelt und Hotchip waren immer so, die poppigen, freundlichen Dudes aus der Nachbarschaft, die noch mit einem Singalong ums Eck gekommen sind. War immer so eine Musik, das konnte man immer gut hören, war immer so Happy-Go-Lucky-Sound. Also macht mich auch heute irgendwie die Erinnerung ganz, ganz happy. Und ist auch mein Lieblingsalbum der Band. Also die hatten da noch einige erfolgreiche Sachen Made in the Dark kam dann 2008 und Ready for the Floor war ja auch so ein Klassiker, aber, ich habe sie nie mehr so bekommen wie mit dieser Platte, da finde ich, hat alles einfach perfekt zusammengepasst. Ja, Hotchip, ich denke Timo, da kannst du connecten, oder?
Speaker1
00:33:40
Hotchip, Hotpick, kommt in meiner List auch noch vor, dauert aber noch ein bisschen. Kleiner Hinweis. Ja, nee, ich stimme, voll zu, alles was du sagst, auch mit den nachfolgenden Alben und so weiter, das war für mich die, ja, die Sternstunde. Und ich könnte sagen, ich kann dir nicht sagen, wie ich die gefeiert habe, aber ich sag's dir nachher trotzdem noch.
Speaker0
00:34:07
Sicher. Okay.
Speaker1
00:34:10
Was magst du denn hören von der Platte?
Speaker0
00:34:13
Over and over hätte ich jetzt genommen.
Speaker1
00:34:15
Alles klar. Ist notiert. Also da muss ich auch dazu sagen, das war jetzt nochmal für mich total so eine lehrreiche Sache, was du jetzt alles nochmal da referiert hast zu dem Album oder beziehungsweise zu der Erstpressung, weil das war mir gar nicht so bewusst, quasi mit dieser alternativen Gestaltung. Ich habe das halt im CD-Alter gehört. Ich habe mich halt zu dem Zeitpunkt nicht für Vinyl weiter interessiert und deswegen das auch nicht so mitgekriegt. Und da kannst du dich auf jeden Fall stolz schätzen, dass du die hast, dass die in deiner Sammlung ist. Das finde ich schon sehr, sehr cool. Wobei ich auch mit diesem Domino Reissue da sehr, sehr glücklich bin. Also auch sehr, sehr hochwertig. Aber ja, wie gesagt, vielleicht nachher noch ein paar Zeilen an gegebener Stelle. Okay, dann ziehen wir weiter. Over and over and over ist es bei mir nämlich noch lange nicht. Auch nicht mit dem nächsten Song, weil wir haben, glaube ich, über alle Folgen hinweg eigentlich immer so ein bisschen drauf geachtet, glaube ich, so insgeheim oder ganz bewusst, dass auch mal wieder deutsche Sachen dabei sind. Oder Österreich oder Schweizerisch, bevor jetzt jemand wieder sich beschweren wird. Also ich meinte jetzt mal im Wesentlichen deutschsprachige Texte. Und da habe ich jetzt bei der nächsten Platte tatsächlich mal zugezogen und es gehörte auch so mit zu diesen Alben, zu diesen deutschsprachigen Alben, wo ich sagen würde, das ist wirklich also wildestens rund gelaufen bei mir. Auf dem iPod, ich weiß noch so die Zeit, hatte ich einen iPod, Nano, so ein weißer, 64 GB oder was war da drauf. Also auf jeden Fall für damalige Verhältnisse unglaublich viel Musik und da war sicherlich auch dieses drauf. Und zwar geht es hier um Schrottkränze mit dem Album Chateau Schrottkränze. Aber so, jetzt kann man erstmal hier bei Discogs nicht viel sehen. Noch nicht mal die Band, sondern nur die Frisur. Also muss ich euch nochmal ein bisschen was dazu erzählen. Kam am 31. März 2006, ist so deutschsprachiger Indie-Rock und Gitarrenpop mit melancholischen New Wave-Einflüssen. An der Stelle deutlich weiterentwickelt als das, was wir früher so gemacht haben. Da war es eher so eine Punk-Ausrichtung. Und ja, ich finde immer interessant, wenn man dann so überlegt, was sind ähnliche Bands und dann aber deutsche Bands einem irgendwie nicht so richtig in den Sinn kommen und man dann anfängt so mit englischen oder englischsprachischen Bands zu vergleichen. Und ich habe das versucht, aber so richtig zufrieden bin ich mit den Vergleichen nicht. Ich finde es schon, es hat schon nochmal so einen eigenen Wert für sich. Aber es hat so Vibes, also es hat vielleicht Vibes hin und wieder von dem, was The Cure gemacht haben. Auch gerade diese New Wave Geschichte oder Guided by Voices. Aber ich finde jetzt so im deutschen Bereich nichts, was so richtig genauso geklungen hat. Das waren aber so Referenzen, die hat damals sogar das Label selbst, also Tapete Records genannt. Also sprich, die sind jetzt gar nicht direkt von mir. Und das finde ich aber spannend, es mal sozusagen mit dieser Brille zu lesen. Und ja, im Original war es Motor Music. Es kam dann nochmal 21 auf eben Tapete. Und die Band wurde auch in den 90ern, wie vieles, was wir heute hatten, gegründet. Von der Saskia, ich weiß gar nicht, ob man es Lavaux oder Lavau, ich glaube Lavau, spricht man es aus, und Timo Sauer. Ja, 94 kam aus Peine, waren dann später in Hamburg, also deswegen hat man es oft so ein bisschen in diese Hamburger Schule-Ecke einsortiert, wenn man es mal so grob gemacht hat. Und die haben sich eigentlich so über die Jahre, kann man sagen, entwickelt von so Emo-Deutsch-Punk über Indie-Rock jetzt hier zu so Queerem Powerpop. Sie waren jetzt auch vor kurzem mal hier in Karlsruhe im Koi. Ich war dann leider nicht dort. Hätte es eigentlich ganz gern gesehen mal. Und ich würde euch mal empfehlen, neben dem Song, wo wir gleich reinhören, nämlich am gleichen Meer, mal die Songs Fotolabor oder Wie ein Geist plus immer da, Alaska oder auch das großartige Nichts ist einsamer als das mal anzuhören. Es gibt auf jeden Fall noch mal Gelegenheiten, habe ich gesehen. Im November noch mal gibt es was auf Tour. Es gibt sogar was mit der Elbphilharmonie, weil da ist diese 20 Jahre Chateau-Schottgrenze auch in Hamburg noch mal gefeiert. Und ja, das finde ich ganz cool. Also schade, dass es so weit weg ist. Und ja, ich würde jetzt einfach mal vorschlagen, wir geben uns mal den Song und dann bin mal gespannt, was du noch so zur Band hast. Ich weiß, dass wir mal drüber geredet haben, aber kann mich nicht mehr ganz genau erinnern bei so vielen Sendungen, wie du dazu gestanden hast. Also schauen wir einfach mal und dann gehen wir in den Talk. Am gleichen Meer. Am gleichen mehr. So, Wolfgang, jetzt legen wir los.
Speaker0
00:41:12
Ja, also, ehrlicherweise, ich kenne das Album überhaupt nicht bewusst. Also, den Namen kenne ich natürlich und auch den Namen des Nachfolgeralbums Schottism. Ich glaube, ein oder zwei Jahre danach. Aber keine Ahnung, warum ich darüber gefallen bin, weil grundsätzlich wäre das alles angerichtet, Tapete, Records, Motor Music, das waren damals die perfekten Referenzen eigentlich für Indie-Standards. Indie-Rock, ja. Und man hört es auch bei diesem Song. Also da würde ich sagen, da hat jemand seine Franz Ferdinand, Maximo Park, Blockparkstunden genommen, dieses sackige Gitarrenspiel.
Speaker1
00:41:57
Auch legitime Vergleiche.
Speaker0
00:41:59
Ja, und passt auch total gut in diese zweite neue deutsche Welle, die man damals ja hatten. Aber man muss sich halt für Bands entscheiden, würde ich mal sagen. Und Schottgrenze war bei mir dann nicht so im Fokus, aber hat mir Spaß gemacht, die Nummer. Also von dem her, danke für den Tipp, da muss ich auf alle Fälle noch nachgehen. Der Vibe gefällt mir wirklich sehr gut.
Speaker1
00:42:23
Das freut mich. Ja, das ist ja deswegen, ich wusste es immer so genau, dann war das ja nochmal so eine richtige Inspiration für dich, so wie am Anfang für mich The Long Blondes, die Geschichte. Und da kann man ja, das ist ja auch dieser Wert dieser Sendung für uns wiederum, also für euch ist ja das Gleiche, ihr entdeckt was Neues, aber wir entdecken ja auch wieder für uns wieder Dinge, die das ja dann irgendwie auch nochmal erweitern. Und ja, genau, wir haben ja diese, ich glaube, wir hatten mal uns drüber unterhalten, über die Band, wie die damals im Kui gespielt haben. Und aber wahrscheinlich sind wir nie so richtig über dieses Album tatsächlich gestolpert. Und als ich es dann in der Liste gesehen habe von dem Jahr, habe ich gedacht, ah cool, das wird gezogen.
Speaker0
00:43:11
Schön. Na geil.
Speaker1
00:43:13
Dann bin ich wieder im Empfangsmodus am alten Radio na gut,
Speaker0
00:43:20
Na gut, na gut dann ziehe ich wieder was aus dem Stapel. Nachdem, jetzt doch, wenn ich so tanzbarer Indie-Rock jetzt da war, würde ich mal sagen, jetzt ziehen wir wenig die Handbremse an und machen es, ein bisschen gemütlicher, aber nicht weniger spannend. Gut. Ich habe hier mitgebracht von Joanna Newsom das Album Is. YS schreibt man das, also man spricht so Is aus. Das ist im Grunde genommen Artpop, Freakfolk, immer so die Labels dafür sein mögen. Im Kern ist es total interessante Musik und zwar ist das, würde ich mal sagen, Kernsinger, Songwriter tun, musiziert mit einer Harfe. Und das ist so dieses ganz schäge Konvolut. Auf diesem Album gibt es auch nur fünf Songs. Das sind fünf lange Stücke. Ich glaube, der längste ist irgendwo über zwölf Minuten. Ich glaube, das ist Emily, würde ich auch jetzt empfehlen für die Playlist. Aber so ganz grundsätzlich muss man sagen, das ist ein Album, Album. Also das hört man sich an und das gefällt oder es gefällt wahrscheinlich nicht. Also ich glaube, da gibt es wenig dazwischen. Allein deswegen, weil die Traynor Newsom so eine ganz eigenartige Singstimme hat. Das ist so ein. Ganz hohe Stimme. Wie ich das erste Mal gehört habe, war mir gar nicht klar, dass da jetzt eine Frau singt. Das hätte auch irgendwie eine Elfe sein können. Und genau diesen Vibe nimmt sie da auch mit. Also alles ist irgendwie orchestral arrangiert oder einfach nur mit Harfe und Gesang, Der Titel der Platte, dieses ist, bezieht sich auf eine versunkene Stadt aus einer bretonischen Sage. Das ist vielleicht noch so als Funfact. Erschienen am 14.11.2006. Produziert hat Newsome selbst, gemeinsam mit Van Dyke Parks. Steve Albini, selig, hat hier mitgemischt. Das ist ein ganz wilder Kontrast auf der anderen Seite. Van Dyke Parks mit Opulenz. Und Steve Albini, der für raue Albumaufnahmen bekannt war, weil wir denken nur an In Utero von Nirvana. Also wenn man quasi ein Image zerhacken möchte, hat man damals Steve Albini angerufen. Aber da ist ein kleines Meisterwerk daraus geworden. Also ich habe dann auch die Nachfolgealben Have One On Me 2010 und Divers 2015, die stehen alle bei mir am Schrank. Ist keine Musik, die man vielleicht immer hört. Ist auch schwierig, irgendwie so nebenbei zu hören, wenn man nebenbei, keine Ahnung, den iPod neu sortieren möchte oder in der Odyssey lesen. Aber es ist total schöne, spannende Musik. Also, dass du jetzt wieder Herbstzeit dieses Album nehmen, irgendwie gemütlich hinsetzen und in diese Welt eintauchen, das hat was. Und obwohl es eigentlich so eine schräge Geschichte war, war das Album auch für den Mercury Prize nominiert, hat auch ein paar hunderttausend Stück verkauft und, Ja, und war in meinem Büchlein von vorher, war das irgendwie Top 4 oder so. Also hat mich damals total angesprochen und bin gespannt. Was sagt dir die etwas, die Trainer-User?
Speaker1
00:47:03
Tatsächlich nur das Cover. Ich habe da mal im Hintergrund geguckt, ob wir irgendwo mal die Interpretin hatten, aber habe ich jetzt nichts gefunden, zumindest in neuerer Zeit, wo das entsprechend getaggt ist. Also, hm.
Speaker0
00:47:17
Nee, muss ich... Verstehe ich voll. Ich habe keine Ahnung, ob das damals so in meiner Bubble sonst jemand gehört hat. Also das war so diese Zeit, ja Freak Folk, ich habe es schon als Name fallen lassen. Da gab es dann die Vendrop Benhardt, der hat in der Zeit, und Coco Rosi. So eine ganz, ganz eigenartige, wunderliche Musik war das. Ich weiß noch, irgendwann war ich in Hamburg bei Michelle Records und habe mir da ein paar CDs aus dieser Ecke geholt. Keine Ahnung, vielleicht war die auch damals dabei, ich weiß nicht mehr genau. Auf alle Fälle sehr nischige Musik und hat auch total Spaß gemacht und in Vorbereitung auf die Sendung habe ich das Album jetzt wieder aufgelegt und dachte mir, Wunderliche, schöne Musik. Also hört man heute eigentlich so kaum noch, finde ich.
Speaker1
00:48:02
Spannend. Ne, also muss ich einfach mal ausprobieren. Und ich sehe, die Tracks sind ziemlich lang. Also es sind eigentlich nur fünf Stück drauf und teilweise eine Viertelstunde. Da ist schon eher der Rotwein als der spritzige Riesling, um nochmal auf das Kuckucksbädel am Anfang mit dem Schordeglas zurückzukommen. Okay. Ich probiere es aus. Ich bin auf jeden Fall, wenn ich jetzt im Plattladen wäre und dieses Cover sehen würde, würde ich auf jeden Fall direkt mir es genauer anschauen. Es zieht mich da so ein bisschen rein. Das merke ich schon. Und das, was du gesagt hast, unterfüttert es dann nochmal. Was muten wir unseren HörerInnen da draußen zu in Sachen Apple Music und Spotify. So ein dickes Brett hier, ich meine, kürzer als sieben Minuten geht ja nicht. Also was hast du ausgesucht?
Speaker0
00:48:57
Ich würde wirklich mit dem Opener mit Emily starten. Also ich würde sagen, wer da nicht sozusagen connected, wird es später auch nicht. Also das ist keine Mogelpackung. Einen Hit gibt es da nicht. es ja quasi nach 50 Sekunden dein Banger auspacken.
Speaker1
00:49:18
Diesen Song bitte nicht nach dem Album Pratt spielen. Es könnte euch nachhaltig beeinflussen. Na gut, ja, ist auf der Playlist und an der Stelle nochmal die Empfehlung, wenn ihr auf YouTube zuschaut und habt jetzt irgendwie Bock, die Songs mal so währenddessen zu hören, macht das sehr, sehr gerne. Ihr könnt ja auch mal pausieren und einfach in die Songs reinhören entweder eben unsere Playlist nutzen oder einfach im Streaming-Dienst eurer Wahl entsprechend die die richtigen Tracks auswählen. Wir machen es euch natürlich ein bisschen bequemer. Wir leisten die Vorarbeit. Unser neues Hub dafür ist übrigens die Vinyl und Homepage. Wir klennen euch hier mal den QR-Code ein. Da könnt ihr scannen. Da sind auch die Playlists verlinkt und ihr wählt den Weg. Auf jeden Fall solltet ihr diese Folge nicht ganz ohne Musik hören. Das wäre so eine Empfehlung. Weil dann taucht ihr auf jeden Fall tiefer ein. Gut. Dann würde ich sagen, komme ich zu meinem Platz 7. Und da greife ich doch mal ganz sportlich hier zur Seite. Weil das ist eine Platte, die passt gar nicht ins Regal. Deswegen habe ich sie da rausgeholt. Und dann gleich für die Sendung. Noch herbeigezogen. Die hat nämlich Übergröße. Es geht um The Whitest Boy Alive mit dem Album Dreams. Wir hatten das in der Folge vor kurzem auch empfohlen, denn dieses Album war lange Zeit komplett vergriffen. Kam er ursprünglich 2006 in Norwegen, dann raus im Juni, international im September 2006. Ist so, Indie-Pop, Indie-Rock mit Funk und Disco-Grooves. Wir haben ein sehr laid-back, zurückgehaltener Gesang, aber dafür klare Gitarren. Sehr prägnante Basslinien für die Ewigkeit, die sich in euer Hirn einbrennen werden, wenn ihr es zum ersten Mal hört. Denn ihr werdet es dann öfter hören, besonders dann, wenn ihr Fan seid von Bands wie Kings of Convenience oder auch Phoenix oder Metronomy oder die eben von Wolfgang schon gezückten Hot Chip. Dann seid ihr hier genau richtig. Label war Sound Bubbles Records. Es gab noch so ein paar regionalere Geschichten. Und jetzt ist wirklich eine gute Zeit, nochmal das Album kennenzulernen. Die Band war damals sehr sehr frisch entstanden, also 2003 in Berlin ging das Ganze los und fiese Name, wo wir immer wieder das Gefühl haben, ihn falsch auszusprechen, aber ihn öfter erwähnen, der Erland E. Wolfgang, korrigiere mich. Auch bekannt von Kings of Convenience. Der ist da sozusagen the leader of the game. Und ja, das war das Debüe-Album mit 10 Songs und rund 41 Minuten. Beste Musik, Tanzmusik eigentlich teilweise mit klassischen Band-Instrumenten, programmierten Beats, Ja, es gibt verschiedene Ausgaben, auch mit unterschiedlichen Titelreihenfolgen. Ursprünglich gab es 2000 Exemplare angeblich Von dieser Pressung, also nicht die, die jetzt ich habe, sondern die ursprüngliche. Und von diesen 2000 Pressungen haben nur 488 die Qualitätskontrolle bestanden. Also keine Ahnung, was die da gemacht haben. Vielleicht nebenher irgendwas Fettiges gegessen und draufgelangt oder ich weiß es nicht. Aber auf jeden Fall war da angeblich ziemlich viel Schwund. Und dann hat irgendwie auch noch dieses aufwendige Cover-Design Produktionsprobleme gemacht. Das ja jetzt auch bei dieser Version auch wieder wahnsinnig aufwendig ist. Also wir haben hier diesen wunderschönen Prägedruck hier. Also es ist wirklich was sehr, sehr Hochwertiges, auch Gatefold mit einem wunderschönen Innenleben. Ich zeige mal gerade so hier diese Zeichnungen. Und ja, vielleicht Anspieltipps, Burning, Golden Cage, Fireworks, Done With You, We Will Me Burning auf die Playlist packen. Und ja, in Norwegen ist es gechartet auf 29, in Schweden dann auch, Nachbarland 36. Und ja, wenn ihr es noch gar nicht gehört habt oder kennt, hiermit meine Empfehlung. Oder Wolfgang?
Speaker0
00:54:05
Ja, sollte man schon haben. Ich habe sie auch stehen. Glücklicherweise, Grüße gehen raus an den Christoph von Lost in Vinyl. Der hat mir diese Platte zukommen lassen, also haben wir ausgedealt und deswegen habe ich die noch zu einem guten Kurs bekommen, weil wenn man jetzt bei auf Discogs schaut, ist das jetzt hier auch schon eher eine höhere Preisige Angelegenheit.
Speaker1
00:54:34
Aber das war abzusehen. Also ich war überrascht, dass es die so lange gegeben hat, wenn ich jetzt mal ehrlich bin. Also ich habe gedacht, das Ding geht raus. Wir haben das auch hier in unserem Broadcast-Channel bei Instagram mal erwähnt. Und dann habe ich gedacht, komm, fertig. Das geht jetzt turbo schnell. Die war so lang vergriffe. Ist dann erst mal nicht passiert. Also es wurde halt fleißig gesammelt. Inzwischen ist es halt wirklich so, dass ja, man kann sagen, es gibt Preise zwischen 80 und 400 Euro, je nachdem, wie viel man gerade ausgeben will, also völlig crazy, ne? Aber es ist hochwertig, es ist geil. Das Einzige, ich muss sagen, ich bin kein Fan, wir hatten das ja schon bei der bei der White God, ne? Ich mag das nicht, wenn so eine Platte nicht in mein Regal passt. Also es liegt ja bei mir nicht dran, dass ich diese Inlays da hab, ne? Wo dann die Vinylregal-Nummer unterteilt werden, so Fächer, dass die nicht so unter Druck aufeinander stehen und da verliert man so ein bisschen Platz, ja, aber ich bin da immer happy mit gewesen und das sind so Platten, so zwei Beispiele jetzt, die passen einfach nicht rein, ne. Und diese Geschichte, wo ich jetzt gerade erzählt habe, die steht auch auf dem Hype-Sticker so im übertragenen Sinne, weil da steht also auch, dass es in dieser ursprünglichen Version 488 Kopie gab, ne. Und ja, das ist eine verrückte Menü-Story. eigentlich. Also shoppen tut weh, aber was meinst du? Meinst du, sie schieben noch was nach?
Speaker0
00:56:11
Ach, keine Ahnung, nachdem das jetzt doch auch relativ lang gedauert hat, bis das nochmal kam, ob die jetzt sagen, na gut, dann gibt es nochmal 2000 auf Weißen-Vinyl, keine Ahnung. Also, könnte sein, dass es eine solitäre Angelegenheit jetzt war für die restlichen 1512, Personen, die damals leer ausgingen. Aber natürlich schon eine Sache. Wenn sowas passiert, ist das natürlich feiner. Wenn die Dinge wieder auf den Markt gebracht werden und die war ich ja beim Einstiegspreis ja aufgrund dieser exklusiven Macht schon nicht billig. Vielleicht war das auch so ein Thema, zu sagen, will ich mir das jetzt leisten? Auf der anderen Seite, wer es nicht gemacht hat und jetzt draufkommt, ich hätte gerne unter dem Weihnachtsbaum liegen. Ist wie ein Aktienkurs. Also vielleicht jetzt noch um 80 Euro einkaufen und sich dann nicht in einem Jahr ärgern, weil es bei 160 steht. Man weiß es halt nicht.
Speaker1
00:57:16
Also, ärgert ihr euch? Schreibt es in die Kommentare. Mit so einem Wut-Emoji.
Speaker0
00:57:23
Ja, das ist schön.
Speaker1
00:57:26
Ich hoffe, ihr werdet nicht wütend über die nächste Platte, die Wolfgang zieht. Und ich werde nicht wütend, dass es wieder eine ist in meinem Stack. Mal gucken, was ist denn dein Platz 6? Wir nennen uns der Halbzeit.
Speaker0
00:57:39
Also über die nächste Platte kann man gar nicht wütend werden, weil die emotional so aufgeladen ist, so voll gepumpt. Wenn du es vorher gesagt hast, wir wollen ja auch Musik, deutschsprachige Musik, feiern, ist das hier ein Album, das ich in diesem Jahr 2006 sehr gefeiert habe. Es ist Tomte mit Buchstaben über der Stadt. Es war das vierte Album von Tomte, der Band rund um T.S. Ullmann, der dann später zu einer sehr erfolgreichen Solokarriere aufgebrochen ist. Das würde ich sagen, ist nach dem Vorgänger hinter all diesen Fenstern mit das, für mich beste Tomter-Album. Da sind so Sachen drauf wie, ich sah die ganze Zeit von dir, so soll es sein, New York, Norden der Welt. Ich habe die Version, die es in Grand Hotel Van Cleef Jubiläumsbox gab. Das ist eine Stabilität. Deswegen so pink, ein bisschen pink marbled, ja, eine schöne Sache. Ja, wie gesagt, Grand Hotel Van Cleef steht ja für große Qualität. Da haben wir schon oft genug drüber gesprochen. Wurde ja 2002, glaube ich, gegründet mit dem Release des Kettka-Albums. Dann kam Tomte dazu. Also da gab es ja für einige Jahre dieser Mix aus, Man kommt aus dem Indie-Bereich und schafft regelmäßig Chart-Entries. Das war eine große Sache. Also heute denkt man sich, na klar, Indie-Musik in den Charts, das kennt man. Aber vor 20 Jahren war das ja keine Selbstverständlichkeit. Und Buchstaben über der Stadt kam tatsächlich auf Platz 4 in den deutschen Charts. Also war wirklich so ein großer kommerzieller Erfolg auch. Und zwar komplett ohne Major-Label. Also alles gestemmt aus der kleinen Truppe. Textlich klassisch Tomte, Schrägstich Thies Ullmann, also... Pathos, Freundschaft, Liebe, Aufbruch, das Leben, würde ich mal sagen, findet hier statt. Ich habe damals bei meiner Reds über das Album als Headline geschrieben, T.S. Ullmann hat die Liebe erfunden, weil das auch als Satz, kommt das in einen Song vor, man fühlt sich, als hätte man die Liebe erfunden. Und im selben Atemzug irgendwie hat sich selbst verewigt mit Sincerely, T.S. Ullmann. Das war irgendwie so richtig uncool, muss man es ja sagen. Ja, also das gab ja irgendwie so diese Zeit mit allen coolen Lederjackenträgern. Wir haben es ja ganz am Anfang gesehen.
Speaker1
01:00:20
Zum Beispiel, ja. Ich habe in dem Moment wahrscheinlich gerade sogar Tom da gehört.
Speaker0
01:00:27
Oder weiter Spoiler Live. Aber TSU, man trägt ja auch eine coole Lederjacken. Also ist echt fast dieselbe Fotosession, kann man sagen.
Speaker1
01:00:34
Ja, vielleicht hat er mich da in dem Moment inspiriert. Ja.
Speaker0
01:00:38
Aber es war auf alle Fälle so ein Album, das ich sehr gemocht habe. Das war auch mit meiner Frau damals so ein Ding. Wir haben Tom ein paar Mal live gesehen, hat uns total gecatcht, hat ihr sich viel Spaß gemacht. Und ja, wie gesagt, so irgendwie der Höhepunkt danach kam dann noch Heureka. Dann war es mit der Band leider vorbei. Keine Ahnung, ob es irgendwann nochmal so Get-Together zu einem Jubiläum gibt, dass man vielleicht immer sagt, okay, zu einem 20-Jährigen spielt man das Album auch komplett und kommt nochmal zusammen, wäre ja eine tolle Sache. Ja, das ist Platz 6 bei mir und Erscheinungstermin gebe ich noch dazu. Dritter, Zweiter war das, also gleich zum Jahr des Starts 2006. So richtig schönes, emotionales Album und da dürfen wir auch einen Song dazuspielen, also bevor ich dann vielleicht deine Replik dazu höre, würde ich sagen, hören wir doch bei New York mal rein. Ah ja.
Speaker1
01:01:43
Das kriegst du sofort. Das geht ganz schnell. Ich verrate ja nach dem Song. Warum? Warum? Ja, ich hatte den Song so schnell griffbereit, weil der schon auf der Playlist drauf war. Und zwar von mir. Also diesmal haben wir nicht nur das gleiche Album, sondern auch den gleichen Song ausgewählt. Also volles Agreement. Hätte ich es vorher gewusst, das ist der Nachteil immer von unserem Format, dass wir nicht wissen, was die Leute ziehen, hätte ich schon einiges an Recherchen mir sparen können. Aber ich sage, naja, trotzdem noch was zum Album. Irgendwann dann, wenn es dann kommt.
Speaker0
01:04:04
Ah, okay, okay.
Speaker1
01:04:05
Also, braucht noch ein bisschen.
Speaker0
01:04:07
Ich hätte noch weiter vorne platzieren können, natürlich. Aber folgt nicht, super.
Speaker1
01:04:12
Nee, also wirklich. Auch hier wieder volle Zustimmung. Es war der Peak, das war die geilste Zeit. Nee, das war eine andere Band. Aber es war trotzdem eine geile Zeit. Also, es war wirklich so der Höhepunkt. Also da habe ich es auch gefeiert wie nie wieder danach. Das ist einfach zu schade, dass die Band auf Eis gelegt und man nicht so richtig weiß. Also es ist ja nicht irgendwie wie aufgelöst oder so. Das hat man ja oft bei solchen Bands, die man irgendwie immer großartig fand, dass sie irgendwie so geparkt sind irgendwie. Aber ja, wir bleiben am Ball. Und wenn es was Neues gibt von Tomte, dann werdet ihr es mit Sicherheit hier erfahren. Ja, weil wir sind immer noch große Grand-Hontel-Frank-Deef-Konisseure, sage ich jetzt mal.
Speaker0
01:05:00
Zum Schatzhaus.
Speaker1
01:05:02
Gut, jetzt kommt der Bruch, weil jetzt kommt was, was viele uncool finden, aber es muss natürlich mit dazu und der Grund dafür ist auch wieder die Tatsache, dass es sich hier eben nicht um eine kumulierte Liste von der Liste von der Liste handelt, sondern um eine sehr persönliche Liste und dieses Album verbinde ich also auch ganz, ganz stark wieder mal mit meiner Liebsten da draußen, mit meiner Frau. Und trotzdem bin ich wieder auf anderer Seite, Ja, wieder mal der Mainstream-Beauftragte, weil ich jetzt über ein Album spreche, was in diesem Jahr, ja, ziemlich für Furore gesorgt hat und die Charts erklimmt hat, bis hoch auf die 1. Aber dazu gleich mehr. Es geht um Muse mit Black Holes and Revelations. Kam am 30. Juni raus und die britische Veröffentlichung folgte dann am 3. Juli. Wir haben Alternative Rock, wir haben Progressive Rock, wir haben Space Rock, wir haben deutliche elektronische Einflüsse, so wie Funk- und Pop-Elemente hier verbaut. Jetzt muss ich mal ein paar Bands zitieren, um so ein paar Stimmungen vielleicht, die sich hier wiederfinden, zu treffen. Man könnte Radiohead für den melancholischen Alternative Rock als Vergleich ranziehen. Man könnte Queen für das Theatralische in den Gesangslinien heranziehen. Man könnte Pink Floyd für diese epischen Arrangements ranziehen. Und man könnte vielleicht Depeche Mode für die elektronische Seite ranziehen. Man könnte auch sagen, alle diese Bands sind eigentlich besser als Muse, aber Muse bedient sich an diesen ganzen Bands und macht daraus eben was sehr eigenständiges, eigenes. Label war Helium Tree, dann Warner Brothers Records, heute im Katalog unter Warner Records. Wir haben die Besonderheiten, dass das hier das vierte Album der Band war und dass es damals so diesen bisherigen Rock Sound erweitert hat, um dieses Tanzbar, diese Grooves, dieses Synthesizer. Und es geht um politische Korruption, um dystopische Zukunftsbilder, bisschen auch zu Liebesliedern und meine Frau war in dieser Zeit irgendwie so ein Fangirl so ein bisschen, hat den ein oder anderen Song sehr gefeiert, auch sowas wie Supermassive Black Hole, was man dann irgendwann nicht mehr hören konnte. Es war ja auch so eine Geschichte mit diesem Soundtrack damals, da gab es ja diesen Twilight-Film, wo das ganz Großteil inszeniert wurde, mit diesem Baseballspiel und so weiter. Und ja, das Ganze hat, also aufgenommen, haben die Aufnahmen in einem französischen Studio, in dem witzigerweise die eben genannten Pink Floyd auch schon Teile von The Wall aufgenommen hatten. Also große, mächtige Räume, Und der Zorgerson, der war ebenfalls auch eng mit Pink Floyd verbunden, der hat dann das Artwork für dieses Album geliefert. Und ich habe mal auf die Playlist gepackt, Knights of Cydonia, dieses legendäre Galopp-Galopp-Galopp-Lied, sage ich jetzt mal, was eigentlich als episches Finale des Albums rüberkommt, bei uns halt irgendein Song auf einer weiterführenden Playlist. Ihr könnt aber auch mal diesen elektronischen Sog von Map of the Problematic Oder eben genanntes Supermassive Black Hole, wo dieser Funkrock mit reinkommt, ausprobieren oder Assassin, um mal so ein bisschen diese härtere Seite zu sehen oder auch Starlight, diese Stadionhymne und Muse wurde dann immer mehr so zu einer Stadionband, also wirklich sehr, sehr groß. Und diese epische Inszenierung traf dann auch auf episches Feedback aus der Musik-Community. Ich sagte ja schon Platz 1 und zwar in Großbritannien. Zwei Wochen lang war das einmal an der Spitze. In Deutschland hat es nur für Platz 4 gereicht, also auch ganz weit vorne. Auch hier hatten wir, wie du es ja schon mal hattest, eben eine Mercury-Price Nominierung und gerade dieser Supermassive-Blackhole-Song dann auch vom Soundtrack her erreichte Platz 4 der britischen Single-Charts. Ja, und es gibt halt ja auch verschiedene Versionen, die schwarze LP von Warner und dann ja noch eine Remastered Limited Edition. Und ja, die Band ist auch nochmal zu sehen, auch in Deutschland dieses Jahr noch, bald schon im November in Berlin, in Düsseldorf. Und auch auf Festivals nächstes Jahr, Southside zum Beispiel oder Hurricane. Schaut euch mal um, wenn ihr sie heute noch cool findet. Viele sind ja abgesprungen, haben ja auf dem Team schon öfter mal diskutiert. Ich bin noch einigermaßen treu. Ich habe ja auch das neue Album geunboxed, hier diese Soitrope-Variante gezeigt. Und ja, ich bin noch investiert, ich bin noch am Start, ich bin noch treu. Aber zugegeben, ich feiere jetzt die Band auch nicht mehr so wie damals. Als das alles losging und ja, Showbiz und diese goldenen Zeiten, wo ich sie richtig, richtig, richtig gut fand. Aber muss man dazu, allein durch die Verbindung mit meiner Frau, dieses Emotionale. Deswegen, Muse, Black Holes and Revelations. So, jetzt kannst du noch deine 50 Cent, 100 Cent, 150 Cent dazugeben.
Speaker0
01:10:46
50 Cent hat da, glaube ich, in einem Jahr gar nichts released, aber...
Speaker1
01:10:49
Naja, ich glaube, das war nicht sein Jahr.
Speaker0
01:10:53
Nicht sein Jahrzehnt vielleicht sogar.
Speaker1
01:10:55
Vielleicht sogar das. Aber wir haben ja noch mehr Sendungen. Wir gehen ja nochmal weiter.
Speaker0
01:10:59
Genau, die besten Alben von Bands oder Musikern, die wie Geldstücke heißen. Nein, man könnte ja sagen, ich bin Knights of Cydonia. Das war so der Anfang vom Ende vielleicht, könnte man jetzt ganz böse formulieren. Aber ich bin ja wieder investiert. Ja, also ich habe ja beim neuen Album auch zugeschlagen. Also ich finde, das trägt ja schon wieder in wenig diese DNA von früher. Und weil du vorhin gesagt hast, du bist der Mainstream-Beauftragte. Ich finde ja, 2006 waren Muse eigentlich gar nicht Mainstream. Also das kam vielleicht mit dem Album natürlich, weil das so dieses enorm erfolgreiches Team mit Supermassive Black Hole. Und dann war es plötzlich ein Stadion-Eck natürlich. Aber damals war es für mich irgendwie so ein Indie-Act, der jetzt zu der nächsten Stufe nimmt, so wie, keine Ahnung, die Fontains mit Romance oder irgendwie so.
Speaker1
01:11:55
Ja, weißt du, was du meinst, ja.
Speaker0
01:11:58
Starke Platte auf alle Fälle, die habe ich immer gern gehabt. War auch irgendwie so jetzt im Zuge der Sendung in die Überlegung, ob ich die mit reinpacke, aber es waren dann einfach viele andere. Aber ich habe die immer sehr gern gehört. War für mich so in diesem, die gehört auf alle Fälle noch zu den Top-Alben von News dazu. Danach kam eben dieses Überbordende und ich hätte es aber gut Lust, tatsächlich die wieder mal live zu sehen. Also damals haben mitunter mir dann schon die Ohren geblutet, weil sie einfach immer so laut gespielt haben. Das war ja total ja, schöne Erinnerung. Also die Supermassive Black Hole, so dieser Prince-Funk irgendwie, ja, schöne Sache. Muss ich mir wieder mal auflegen.
Speaker1
01:12:44
Aber interessant war, was du sagst mit der Lautstärke. Ich habe mir gerade vorgestellt, dass der Mischer einfach immer alles gleich einstellt. Egal, ob es ein kleiner Club ist mit einem Überraschungskonzert oder das Stadion. Immer die Einstellung ist gut. Immer auf die Neuen.
Speaker0
01:12:59
Immer super messig.
Speaker1
01:13:02
Was heißt der andere rote Bein da? Oh, das habe ich nie verstanden. Aber die Neuen ist gut.
Speaker0
01:13:07
Das war irgendwie zur Alien-Abwehr, da hat man schon so gedacht.
Speaker1
01:13:12
Weiß man so? Zur Alien-Abwehr. Achso, ja, ja, ja. Wegen dem Motto, ne? Mit dem neuen Album, genau. Da hat man schon damals dran gedacht, so die Invasion rechtzeitig zurückschlagen. Oder sie wollten einfach, sind wir wieder beim EMP-Strahl, vielleicht wollten sie doch irgendwie die Handys zerstören. So die Mikrofone zum Zerbersen bringen, dass man keine Audioaufnahmen machen kann oder sowas.
Speaker0
01:13:35
Also, müsste eigentlich möglich sein. Also, wenn Muse muss da so richtig drüber brettern, Wäre spannend, wie die jetzt heute so klingen.
Speaker1
01:13:46
Also, falls ihr irgendwie ein gewisses Ansehen im Physikbereich habt oder vielleicht sogar vor kurzem dafür einen Nobelpreis gekriegt habt, schreibt gerne in die Kommentare und korrigiert uns, falls es nicht möglich ist, mit der fantastischen, querstrich schrecklichen Musik von Muse eure Handys zum Platzen zu bringen. Einfach nur wegen der Lautstärke und dem Zusammenspiel der Arrangements. Gut, News ist getroppt. Ich habe ein gutes Gewissen und wir können weiterziehen. Wir haben die Hälfte durch.
Speaker0
01:14:16
Ja, check. Also geht es in die Top 5. Muss man sagen, bei der Musik, die wir bis dato hatten, also da werden wir schon unruhig und natürlich, da werden auch die Tiere unruhig.
Speaker1
01:14:31
Sehr schön.
Speaker0
01:14:31
Das ist mein nächster Pick. Also wir zeigen hier Kanter. Also nicht nur mit unseren Meinungen, sondern auch bandtechnisch. Das ist so gut. Am 15. Juni 2006 erschienen, finde ich, nach wie vor eines der schönsten und wichtigsten Alben der deutschen Rockmusik, weil es auch so ein untypischer Erfolg war, finde ich. Es war das vierte Album der Band, enthält sieben Stücke und jedes ist mindestens sechs Minuten lang. Also da ist damals auch ganz viel reingeflossen. Einerseits diese Stoner-Rock-Zeit, also so hören, Ich habe es gesehen, dann aber auch so Soundflächen, Klangflächen, Sigouros-mäßig, ja, ganz, ganz viel steckt da drin, inhaltlich eigentlich eine dystopische Platte, die, wenn man sie heute so hört, denkt man sich, uff, da hat jemand irgendwie die Glaskugel schon bemüht vor 20 Jahren und darauf geblickt, wo es mit der Welt hingehen könnte. Leider hatten sie da auch mitunter recht, muss man sagen, ja. Was kann man sonst noch sagen? Gitarrist Peter Thiesen ist sozusagen Mastermind, der Band, ist auch jetzt musikalisch noch tätig, macht aber jetzt Theatermusik. Also die Band als solches, ich weiß nicht, ob die als getrennt gilt oder auf Eis gelegt. Es kam danach eben noch ein Album, Country Place, Rhythmus Berlin und dann noch in der Zuckerfabrik, das war Theatermusik. Also zwei Tonträger kamen noch, aber so mit diesem klassischen Album, Rock, Pop, dann gehen wir auf Tour und spielen, das war ich dann vorbei. Aber ein bisschen eine unheimliche Platte, also der Titel ist Programm, da steckt Unruhe drin, da stecken ein wenig so Blumenfeld-Referenzen drin, also ein buntes, buntes Paket. Und ja, das ist in der Sammlung ein regelrechter Schatz. Also ich kenne etliche Leute, die sich wünschen würden, dass die nochmal reissued wird. Keine Ahnung, ob das möglich ist. Vom Label her kamen die damals tatsächlich bei Labels, Schrägstich EMI, waren die im Vertrieb. Keine Ahnung, wie hat die rechte Situation ausschaut. Ich denke, da könnte man den ganzen Katalog nochmal neu bringen. Zwei Licht war auch so ein tolles Album und Zombie auch. Also diese Trilogie hat damals eigentlich sehr die Zeit geprägt. Und kann man sagen, schlechte Nachrichten, wenn man auf die Zukunft schaut und auf den Track 7, da steht nämlich, die Hitze dauert an, also vor allem schon jetzt auf den Sommer 2027. Ja, die Ante wussten es schon.
Speaker1
01:17:24
Bitte rausschmeißen, schon vor 20 Jahren, ja. Ja gut, wobei sie nicht die Einzigen waren, also man musste eigentlich nur Nachrichten gucken. Aber es war nicht so Mainstream-tauglich wie heute.
Speaker0
01:17:36
Hat sich nicht so durchgesetzt, das Thema.
Speaker1
01:17:40
Ja, okay. Ja, das gehört leider auch zu unserem Format, dass wir dann auch mal Platten ziehen, die dann sehr rar sind und man dann vielleicht nicht gerade so schnell aus lustiger Laune heraus den Talk gehört, dann sich herbeischoppen kann. Aber so ist es, ja. Auf jeden Fall, wir werden euch den Link in die Journals-Wideoschreiben packen. Dann können wir mal anschauen, was der Wolfgang mal wieder hier für einen Schatz übrig hat. Und ja, mit welchem Song würdest du die Leute abholen?
Speaker0
01:18:13
Ich hab's gesehen.
Speaker1
01:18:17
Ich hab doch gar nichts geschrieben. Doch, ich hab dir was geschrieben, kannst du auch mal lesen. Aber egal, ich hab's gesehen ist der Titel. Okay, nehme ich auf jeden Fall mit auf. Und ja, ich kann vielleicht an der Stelle noch kurz meine kannte Story zum Besten geben. Die ist nämlich relativ kurz, tatsächlich. Ich habe damals halt, wie dieses Zweilicht kam, da habe ich die irgendwie entdeckt. Und ich glaube, das war so irgendwie einfach Musikzeitschrift oder so, nehme ich jetzt mal stark an. Also dass ich irgendwie eine Musikzeitschrift gelesen habe, das war jetzt nicht so die Podcast-Zeit oder so. Und da habe ich gedacht, ah ja, klingt cool, passt so irgendwie ins Beuteschema, gucke ich mir mal an. Und dann hat mir das gefallen. Dann war die CD da. Dann fand ich es cool. Ich habe es immer gern gehört. Aber es ist so eine Band, die ich wirklich so ein bisschen aus den Augen verloren habe. Und dieses Album hier müsste ich nochmal für mich neu entdecken. Da habe ich Nachholbedarf. Ich kenne das Cover. Ich habe das in der Community schon öfter gesehen. Von ein paar stolzen Besitzern. Auch der Schallplatte. Aber es kommt einfach nochmal Arbeit auf mich zu. Also ich habe es gesehen bei dir. Und ich habe es begriffen, das ist meine Hausaufgabe und der werde ich natürlich dienstbeflüssen nachkommen.
Speaker0
01:19:37
Sehr gut, sehr gut.
Speaker1
01:19:39
Alright, dann geht es weiter im Pad und damit reiße ich meine Fünfe an. Und da könnte ich mir jetzt vorstellen, wo du mir schon zwei abgeschossen hast, dass ich da eventuell jetzt mal schneller ziehe und dir eine möglicherweise sogar Top 3 Vorneplatzierung jetzt mal wegschnappe. Aber so ist das. Das ist wie beim Fußball. Mal ist auf der einen Seite drin, mal auf der anderen Seite drin. Aber ich glaube, wir sind uns sehr, sehr einig, dass eine Sendung ohne dieses Album nicht funktioniert. Und wieder greife ich unter mich und bin ja stolzer Besitzer einer nicht ganz so häufig verfügbaren Erstpressung von Arctic Monkeys mit dem langen, etwas sperrigen Titel Whatever People Say I Am, That's What I Am Not. Und da war ich ja bei Textixiges, liebe Grüße von Karlsruhe nach Karlsruhe bei einer seiner oftmals angepriesenen und sehr zu empfehlenden Veranstaltungen, Top oder Flop, Scheiplanauktion und da war halt die Platte dabei und ich habe gedacht, geil und wusste direkt, die ist doch rar, die gibt es doch jetzt nicht an jeder Ecke. Er hat es dann auch gleich gesagt, der Text und hier, oh, das hat er selten in der Hand und Dings und da bin ich natürlich fleißig ins Bieten gegangen und ich kann mich jetzt nicht mehr genau erinnern, was ich ausgegeben gegeben habe, aber es war lächerlich wenig. Also im Vergleich zu dem, was die auf Discogs kostet, vielleicht ein Drittel, ein Viertel. Also es war an dem Abend so, Timo kauft irgendwas über 20 Euro. Aber ich habe gedacht so, Schnäppchen. Also so ist das halt manchmal. Da hast du Glück, da hast du irgend so ein Liebhaber-Ding, wo du irgendwie feierst und dann greifst du zu. Und das war einer von den geilsten Picks, die ich auf dieser Veranstaltung gemacht habe, wenn du mich fragst. Kam am 23. Januar 2006. Ist Indie Rock, ist Garage Rock Revival, ist Post Punk Revival, ist schnelle Gitarren, ist nervöse Rhythmik und diesen Yorkshire Akzent, der auch politisch seine Relevanz hat, um Leute zu binden. Ja, es klingt wie alle diese The-Bands, auch wenn The-Arty Monkeys ja gar kein The hat. Also gemeint The Strokes oder The Libertines oder Franz Ferdinand oder auch die Blockpartys, die auch keine The haben. Domino Recording Company ist hier zeichnend, liebe Grüße, gegründet in die Band 2002, Hat ja so 13 Songs auf diesem unfassbar starken Debüt, wohlgemerkt, Ausrufezeichen, wo Turners Texte thematisch sich so zwischen Clubnächten, Türsteher, Taxifahrten, Beziehungskrach, irgendwelchen Alltagsbeobachtungen aus Sheffield bewegt. Ich war mal in Sheffield, also ich habe da irgendwie auch gleich Bilder im Kopf. Sehr pointiert, häufig ironisch, viel so diese Umgangssprache. Und ich glaube, das hat auch viel zum Erfolg beigetragen, dass viele gesagt haben, ey, das ist so meine Sprache, das bin ich. Da finde ich mich wieder so diese Identifikation war, glaube ich, sehr, sehr wichtig. Aber es ging ja auch über die Grenzen hinaus zu all den Leuten, die vielleicht mit diesen ganzen Akzenten und Ansprachen nichts verstehen. Es hat so eine ganze Kultur getroffen. Und ja, der Albumtitel, dieser etwas sperrige Albumtitel, stammt aus dem Film Saturday Night and Sunday Morning von 1960, der nach einem Roman geschrieben wurde. Und man sieht auf dem Cover den Chris McClure, das ist ein Freund der Band und der Bruder von John McClure, dem Sänger von Rembrandt and the Makers. Und das Foto ist in einer Bar, in der sogenannten Koroba-Bar, nicht Corona-Bar, Koroba-Bar in Liverpool. Entstanden. Und ja, hört mal Debut from Afternoon als furioser Einstieg in dieses Ding. I bet you'll look good on the dance floor, was wir euch auf die Playlist packen. Der absolute Durchbruchssong. Maribam, wo es so um dieses melodische, den melodischen Beziehungskrach geht. When the Sun Goes Down, sehr exklusiv oder A Certain Romance, dann das große Abschlussfinale. Auch hier haben wir einen Mercury Prize gehabt, einen Brit Award 2007 für das beste britische Album. War in Großbritannien vier Wochen lang auf der Platz 1. Nochmal, Debüt aus Ruhezeichen. 360.000 verkaufte Exemplare in der ersten Woche. Also war ein absoluter Verkaufsrekord für ein Debütalbum überhaupt. Und ja. Es gab auch so ein paar Nachpressungen. 2025 habe ich geguckt. Es gab eine Winyl Me Please 2018. so eine Smoke Vinyl gab es, so eine Grautransparente mit schwarzen Schlieren. Ja, da gibt es schon ein paar schöne Sachen. Aber ich bin stolz auf meine Erstfressung. Und jetzt, Wolfgang, wie schlimm ist es? Wie sehr tut es weh, was ich gerade gezogen habe?
Speaker0
01:24:47
War damit zu rechnen, dass du die mithast. Ich habe sie auch mit. Kommt ein wenig später und würde dann vielleicht doch das eine oder andere dazu ergänzen.
Speaker1
01:24:56
Sehr, sehr gerne. Gut, dann machen wir das angegebener Stelle und dann können wir sogar schon weiterziehen. So schnell kann es gehen.
Speaker0
01:25:05
Platz 4 sind wir. Platz 4, genau. Wir bleiben im Bereich Indie-Rock, wenn auch weniger populär, würde ich sagen, als die Arctic Monkeys. Aber nicht weniger schön. Also das ist das Album. Es handelt sich um The Trials of Fan Occupanter von Midlake. Kennt man vielleicht noch. Er ist ein moderner Klassiker, dieses Album. Die Band gibt es auch nach wie vor. Ich zeige kurz mal das Vinyl. Das war damals eine Jubiläumsausgabe auf Gold. Ich muss dazu sagen, auch das Cover ist ein wenig anders hier gezeichnet, wie es tatsächlich ist. Wir werden es ja nochmal kurz beim Link sehen. Also das ist im Original, das ist eine Fotografie. Hier ist es so ein Gemälde, kann man sagen. Die Band kommt aus Amerika, aus Stanton, Texas. Sie hat das Album in UK am 05.06. veröffentlicht und in den Staaten am 25.07. Auch hier wieder mal abweichendes Datum. Das zweite Album der Band, das erste war noch so irgendwie ein psychotellisches, experimentelles Album, hat vermutlich weniger Hörerinnen gefunden, weil mit dem zweiten kam dann so ein ganz massiver Schwenkrichtung. Man könnte das böse Wort Softrock in den Mund nehmen, Fleet Mac & Co. Oder auch einfach Indie-Folk, Amerikaner, also ganz eine wohlige, warme, ländlich anmutende Mischung. Der Sänger damals war Tim Smith, der war auch ganz massiv eben der Dreh- und Angelpunkt dieser Musik damals mit seiner Stimme, auch mit seinem Songwriting. Der stieg dann später aus. Das heißt, es gibt bei dieser Band ein Leben mit Tim Smith und eines danach. Und auch in den Alben danach gelangen auch tolle Sachen, wie zum Beispiel A Bridge Too Far, das 2025 erschien, ganz tolle Musik, auch wie der ist, natürlich ganz anderer Gesang. Und das war so eine Sache damals, in Europa erschien das bei Bella Union, und das hat maßgeblich dazu geführt, dass das Album hier in Europa erfolgreich war, erfolgreicher als in den Staaten, also da wurde gutes Label-Marketing betrieben, wahrscheinlich auch in Magazinen platziert, Blogs und Instagram-Kanäle gab es damals ja auch nicht, Blogs schon, muss man sagen, Blogs schon, aber halt nicht so, wie man es sich heute vorstellt. Hinter Bella Junion, vielleicht noch ein Name-Dropping, steckt ja Simon Ramond von den Cock-Tot-Fans. Also auch hier so wieder ein bisschen Verbindung in der Musikwelt. Und ja, also so ein Album, das man so auch in einer Begriffsfolge. Mit Bands wie Grizzly Bear, die im selben Jahr auch veröffentlicht haben, oder Band of Horses, nur halt immer so ein bisschen so bittersweet. Also da gab es Songs wie Roscoe oder Young Bride. Das hat einfach einen ganz, ganz tollen Flair. Also noch heute eine Lieblingsplatte von mir auf der 4. Vielen Dank.
Speaker1
01:28:33
Ja, also muss ich auch nochmal in meinen Entdeckermodus gehen. Tatsächlich kann ich nicht andocken. Also nehme ich auf jeden Fall mit, wenn es so weit vorne ist, dann wird es nochmal besonders intensiv gehört. Aber ich glaube, wir haben heute auch keine Blatten, die man nicht intensiv nochmal hören sollte.
Speaker0
01:28:54
Denke ich auch, ja.
Speaker1
01:28:56
Naja, ich probiere es, ich schaue rein. Ich habe es wahrscheinlich noch nie gehört. Also es hat jetzt auch nicht so angehört, als würde es irgendwie mal auf einem Indie-Dance-Floor zufällig laufen, dass ich denke, ah ja, der Song. Schwierig, ne?
Speaker0
01:29:11
War so eher dagegen ein Durf zur Indie-Disco.
Speaker1
01:29:14
Noch nicht mal so, wenn...
Speaker0
01:29:18
Kein Rausschmeißer, Indie-End, nein. Eher so, wenn der Kater am Morgen kommt. Dann sagt, okay. Halt kein Selzer und Young Bright.
Speaker1
01:29:30
Dann kenne ich es halt nicht aus dieser Zeit, weil ich war natürlich die ganze Zeit im Club. Ich hatte keine Zeit, daheim irgendwelche Alben zu hören.
Speaker0
01:29:38
Aber trotzdem. Es ist natürlich nicht so zackig instrumentiert, aber schon sehr melodisch. Also ich bin gespannt. Lass mich das unbedingt hören, wie du das findest. Also für die Playlist würde ich sagen Young Bright. Das war so ein kleiner Hit und ich bin gespannt.
Speaker1
01:29:57
Gut, kriegst du auf jeden Fall. Feedback sehr gerne. Ich kann es mir ja auch einfach kaufen und wenn es nichts ist, hänge ich es an die Wand. Also ich muss die ganze Zeit an so eine Kunstausstellung denken, auch mit diesem Gemälde. Das ist irgendwie, es hat sowas von so, es ist schon sehr arty.
Speaker0
01:30:14
Auch sehr arty, ja.
Speaker1
01:30:17
Okay, noch eins vorm Treppchen ist mein Platz 4 heute schon mal Thema gewesen. Und zwar geht es um Tomtop, Buchstaben über die Stadt. Das wäre jetzt bei mir die 4 gewesen Und ja, ich reihe mich einfach ein, was du gesagt hast. Das ist ein ganz tolles Album. Ich hätte auch, wie gesagt, New York genommen. Und so schnell kann es gehen, dass wir schon wieder weiterziehen, weil wir wollen ja die Leute nicht irgendwie doppelt ärgern oder mit Doppelungen nerven. Trotzdem möchte ich nochmal sagen, dass ich mich über ein neues Tom Dalm freuen würde. Ja. Und das sind diese Wiedersprüche. So, Platz 4 weg. Jetzt gibt es bei mir nur noch Treppchen. Geil. Wahnsinn.
Speaker0
01:31:10
Es geht sehr schnell. Ja, es geht sehr schnell. Permanent hier unter Spannung. Dann kommt hier meine Nummer 3. Und mich würde es wundern, wenn du dieses Album nicht mit hast und vielleicht ganz weit oben, vielleicht aber auch nicht. Mal schauen. Auf alle Fälle retrospektiv betrachtet diese Platte wahrscheinlich die, die man heute am ehesten auch noch im Kanon mit 2006 verbindet, weil es einfach so massiv wichtig war, nämlich Amy Winehouse. Amy Winehouse mit Back to Black veröffentlicht am 27.10.. Ich habe hier die Version auf zwei LPs, ein Halfmaster. Bei so einem Album, glaube ich, kein Fehler, weil es einfach super produziert wurde von Mark Gronson. Ich hätte Ihnen das im Grunde genommen genauso. Das Sprung etwa zur Weltkarriere, muss man sagen, gibt es auch eine Serie, einen Streamingdienst, wo Mark Gronson ein wenig erzählt über seine Stationen und auch über die Produktion dieses Albums. Es ist sehr sehenswert. Es war ja nur das zweite und letzte Studioalbum, das Amy Winehouse aufnehmen durfte, aufnehmen konnte. Retro Soul, würde man da heute sagen, hat damit die 60er wieder lebendig gemacht. Die Dab Kings haben damals mitgespielt auf diesem Album, gewann Grammys, andere Musikpreise. Rehab wurde zu diesem unwahrscheinlichen Hit, den alle mitgesungen haben und im Grunde genommen eigentlich so eine traurige Botschaft dahinter steckt, weil man ja Amy damals nahelegt, sie soll doch bitte in die Entzugsklinik gehen und sie wollte das nicht und hat daraus einen unsterblichen Song gemacht. Das Aguam war ja eine Abkehr von dem jazzigen Debüt bei Frank, das ja 2003 erschien, das war noch eine komplett andere Musik im Grunde genommen, also, eher die authentische vielleicht, wenn man so sagen will, weil das war natürlich schon sehr feist produziert und, auf Hit produziert, aber nichtsdestotrotz, also diese Songs, die da drauf sind, diese Geschichten, die da drauf sind, also es ist schon ein Album für die Ewigkeit und hat, im Grunde genommen auch dazu geführt, dass dann Adele ihre Karriere starten konnte, Duffy, im Zuge dieser Retro-Soul-Welle. Ja, und. 2011 starb Imme Weinhaus im Alter von 27 Jahren und hat uns dieses Album hinterlassen, eines der größten und meistverkauften Alben des 21. Jahrhunderts. Sie wurde damit leider nicht glücklich.
Speaker1
01:34:09
Nein, das ist wohl wahr. Aber ich habe jetzt echt nochmal so Gänsehaut. Du hast wahrscheinlich auch das Biopic von 24 gesehen, das Back to Black.
Speaker0
01:34:18
Das habe ich nicht gesehen.
Speaker1
01:34:19
Und das habe ich halt gesehen und das hat mir diese Künstler einfach nochmal so nahbar gemacht. Und da habe ich halt gemerkt, dass ich ja viele Dinge, die da passiert sind, die du jetzt auch schon erwähnt hast, dass die so ein bisschen an mir vorbeigeflossen sind. Also nicht, dass ich es nicht wusste, aber so ein Biopic geht halt immer nochmal in die Tiefe. Wir wissen alle, es ist nicht echt. Da ist jetzt jemand mit der Kamera rumgelaufen, das sind Schauspieler. Das wird nach bestem Wissen gewissen, nach dem vorhandenen Material rekonstruiert und oft dann auch so ein bisschen für Hollywood identifiziert. Also alles so ein bisschen aufregender gemacht und vielleicht hier und da mal was dazu erfunden und an der Storyline geschraubt, damit die Hooks stimmen. Das wissen wir ja alles. Aber trotzdem, ich liebe gut gemachte Biopics und ich fand das von ihr auch sehr, es ging mir auch sehr tief unter die Haut. Und ja, am Ende stehst du halt da und denkst so, ja, was hätte noch alles kommen können. Das ist immer so dieser Moment, den man ja bei so vielen Künstlern aus ihrem Todesclub halt hat, über Nirvana und... Hast du nicht gesehen.
Speaker0
01:35:28
Jim Morris.
Speaker1
01:35:29
Ja, aber schön, dass du es mit dabei hast. Bei mir ist es durchgerutscht, weil ich tatsächlich nur der Radiohörer war von ihr. Also ich habe kein Album jemals gehabt, tatsächlich. Das ist nicht an mich rangekommen irgendwie. Das war, hatte ich wahrscheinlich mal eine Nicht-Mainstream-Phase und habe gedacht so, nö, brauchst du ja nicht hören, hört ja jeder.
Speaker0
01:35:55
Keine Ahnung. Ja, es war dann überall. Also ich weiß es noch, ich war damals ja auch eben als Musikjournalist tätig und hatte das vorigen Album auch gehört gehabt. Ehrlich gesagt, nicht erkannt, dass hier, ein Jahrhunderttalent da musiziert und dann kam eben dieses Back to Black oder beim Muster und Und ich dachte, puh, das wird schon mega. Also einfach dieses Rehab, wenn man das das erste Mal gehört hat, das hat, das war einfach ein Augenöffner, ein Ohrenöffner. Da wusste man instant, boah, das ist ja mega. Irgendwann muss man ehrlich sagen, war natürlich schon zusammengedudelt. Das war dann ja überall, da mochte man es ja irgendwann dann nicht mehr so hören. Insofern, wenn man das heute nochmal auflegt, das gesamte Album, wenn man sich das anhört, ist es schon ein schönes Wiederhören. Und da gab es ja in diesem Jahr, weil es ja Jubiläumszeit ist, eine schöne Edition bei Blood Records.
Speaker1
01:37:01
Die habe ich mir dann gedacht. Da hat es mich kurz gezuckt. Ich habe es dann überlegt, habe gedacht, hast du ja noch nicht und so. Ich habe es dann nicht gemacht, aber ich habe es als Browser-Tab aufgehabt, tagelang. Das war ja so eine Sammelbestellung, wo wir öfter mal machen, wo sie erstmal eruieren, wie viele Leute wollen das jetzt bestellen und dann sprechen wir über die Anzahl der Pressungen und so. Aber irgendwann weiß ich ja noch, habe ich dann gesehen, jetzt ist die Phase vorbei, ist so, da wird es vorbei und dann hatte ich so ein kurzes, so ein Mini-Tränchen, aber es war irgendwie auch gerade so eine Woche, wo wieder so viele Platten reinkamen und ich nicht hinterher gekommen bin, die alle irgendwie auszupacken und mir war es gerade irgendwie too much, auch wenn sie ja jetzt nicht direkt gekommen wäre. Aber sie kam irgendwie im falschen Moment bei mir. Aber enjoy und ja, ich warte mal noch auf meine Gelegenheit. Auf jeden Fall kann ich sagen, wenn ich sie selber live dazu performen sehe, wie jetzt zum Beispiel eben in diesem Film, dieses Schauspielerische, dann das ergreift mich dann nochmal auf so eine ganz andere Art. Also ich habe mir auch schon Konzerte und so angeguckt. Das geht dann noch mal tiefer, als wenn man es irgendwie so als fertig produzierter Song irgendwie so vor sich hin dudelt. Also so dieses echte Live nochmal zu sehen, so dieses Atmen und diese Imperfektion ist eigentlich das, was dieses Songs eigentlich auch gut tut. Gar nicht so dieses glatt gebügelt. Ja. Ja, schöne Sache. Ein würdiges Treppchen. Bin froh, dass du dabei hast. Ich hätte sie nicht ziehen können. Das wäre nicht ich gewesen. Das ist bei mir einfach nicht reingelaufen. Gut, dafür ist das nächste Album dann voll ich. Das ist nämlich wirklich wund gespielt, mein Platz 3. Und da muss ich auch dazu sagen, obwohl es von der Musik her so einfach eigentlich gestrickt ist, ist es trotzdem bis heute für mich nie langweilig geworden. Und das muss man schaffen. Das muss man schaffen, ein Album zu machen, was jetzt vielleicht nicht so komplex arrangiert ist, aber trotzdem, Was man nie genug davon kriegt. Und so geht es mir mit Sophie O und dem Album The Beauty of It. Ganz weit vorne, weil ganz viel gehört, kam am 18. August 2006 raus, ist so Electropop und Synthpop mit so Soul, Funk, R'n'B Einflüsse. Dan weiß auch so Anklänge an Girl-Groups der 60er Jahre. Vergleichen könnte man es so klanglich mit Annie, die ich damals auch gefeiert habe, oder Goldfrap oder Eurythmics, die ich jetzt nicht so gefeiert habe. Aber vielleicht für einige von euch da draußen ein Anknüpfungspunkt. Für die elektronische Vorgeschichte könnte man jetzt Tok Tok vs. Sophie O. ins Feld schmeißen. So bin ich auch, glaube ich, damals auf Sophie O. aufmerksam geworden. Das war, glaube ich, so das Erste. Und dann, ah ja, Sophie O und so. Und dann war ich da irgendwie drin. Also es ist eine schwedische Sängerin, Songwriterin. Sie heißt Sophia Larsen Auckland. Ist in Berlin beheimatet. Ist eben durch benannte Zusammenarbeit mit TocToc bekannt geworden. Vielleicht kennt ihr noch von der Indie-Disco eurer Wahl den legendären Song Missy Queen's Gonna Die und Day of Mine. The Beauty of It war jetzt das erste Soloalbum und wenn euer Club so cool war, dass er diese genannten Songs gespielt hat, dann war die auf jeden Fall richtig, weil für mich war das ein Qualitätsmerkmal, wenn jemand das kannte und das ausgepackt hat und jetzt eben nicht die ganze Zeit Muse gespielt hat oder so, um daran anzuknüpfen. Und es sind elf Songs, rund 42 Minuten. Mocky, den ich damals auch gehört habe und Jamie Liddell, den ich damals auch gehört habe. Also ich war so regelrecht in diesem Netzwerk drin. Die haben sie dann bei der Produktion und beim Songwriting unterstützt und neben diesen programmierten Beats kommen dann auch so Violinen, Pauken, Glockenspiel zum Einsatz. Also insgesamt ist es stärker so auf das Poppige, auf die Popsongs ausgerichtet, als jetzt das, was sie früher so gemacht hat. Da ging es eher so in die Electro-Clash-Richtung. Und es war so diese Zeit, ich habe da schon öfter gesagt, dass ich mal so eine Electro-Clash-Phase hatte, wo ich mir auch so viele Sampler in dem Bereich gekauft habe und das richtig stark abgefeiert habe. Und das kam eben in der Zeit so auch richtig da rein. Und deswegen muss es für mich unbedingt erwähnt sein. Und ich finde es auch ein schönes Beispiel dafür, wie man damals so schon vorgegangen ist. Man hat was gehört, dann hat man geguckt, wer hat es produziert, wer ist im Netzwerk, die kennen sich. Und dann ist man so über diese Querverweise gegangen. Und das war noch vor Spotify, dass man einfach neue Sachen über dieses Netzwerk entdeckt hat. Und zum Beispiel auf den Song Don't Go Away ist Mocky auch als Sänger zum Beispiel zu hören. Also Anspieltipps wären Maybe a Dog, sehr eingängiger Elektropop, Everybody's Darling, so mit seinem Groove, der sehr da her schwingt, Fun Fun Fun, so ein bisschen knarziges elektronisches Stück, I Never Know, so ein bisschen Retropop und ja, ich würde den Song You Push Me gerne auf die Playlist pushen, denn der hat mir immer am besten gefallen. Hast du Anknüpfungspunkte hier mit der Sophie?
Speaker0
01:42:50
Ja, total. Also ich glaube, du bist die einzige Person, die ich jetzt so kenne, die Sophie O. Jetzt so gefeiert hat oder in meiner Wahrnehmung auch sogar gekannt hat.
Speaker1
01:43:01
Okay.
Speaker0
01:43:03
War einer meiner Lieblingsalpen in diesem Jahr.
Speaker1
01:43:06
Yeah, cool. Wir sollten zusammen Podcast machen, Wolfgang.
Speaker0
01:43:10
Ja.
Speaker1
01:43:10
Und solche Platten ziehen.
Speaker0
01:43:12
Lass uns nochmal drüber nachdenken. Ja, Mann, also ich habe es jetzt nicht in der Top Ten dabei, aber da sagt man total was. Und ich mochte auch immer dieses Cheesy Cover, wo es irgendwie so leicht irritiert da so, eben so freigestellt auf weiß. Das fand ich immer recht witzig. Und ich habe die irgendwann, glaube ich, vor Jahren um ein paar Euro bei Discogs mitgenommen. Ich weiß nicht, ob es überhaupt drei, vier oder fünf Euro waren, irgendwie so. Ich habe irgendwas bestellt und gehe da durch und denke mir, so viel, die hatte ich ja damals auf ZD-Rehab, die steht auch immer stehen, die nehme ich da mit. Wenn man jetzt reinguckt, ist sie teurer geworden, muss man sagen. Ich habe das mal überlegt, die Platte mal zu empfehlen im Sinne von Schätze, die unter 10 Euro kosten.
Speaker1
01:44:02
Das geht nicht. Aber sie ist noch erschwinglich. Also es geht. Es ist jetzt nicht so wild. ich bin gerade mal hier im Browserfenster manchmal muss man jetzt ein bisschen aufhören, manchmal ist die CD manchmal ist Vinyl, müssen wir jetzt ein bisschen gucken aber kann man machen Nier Mint um die 40 Euro plus
Speaker0
01:44:21
Ja Normale Preise würde man jetzt sagen.
Speaker1
01:44:25
Neue Platte, normale Preise Also was regt ihr euch auf?
Speaker0
01:44:29
Aber toll, toll, toll Ja, freut mich, schöne Sache.
Speaker1
01:44:34
Ah, cool, dass wir da so eine Schnittwenge haben. Das freut mich. Dann habe ich noch einen Sofio-Fan da draußen gefunden. Wir haben uns gegenseitig befunden. Ah, nicht schön.
Speaker0
01:44:46
Wir können den Sofio-Fan-Club jetzt mal gründen.
Speaker1
01:44:49
Das machen wir.
Speaker0
01:44:50
Aber ich weiß gar nicht, kam da musikalisch danach eigentlich noch was nach dieser Platte? Oder war das so ein One-Album-Wonder?
Speaker1
01:44:59
Ein One-Album-Wonder ist auch gut, ja. Ja, also gute Frage. Habe ich mich jetzt nicht so mit befasst, aber dafür kann man das ja jederzeit Machen. Schauen wir mal. Nö, also sieht bitter aus. Also zumindest mal in Streaming-Diensten ist da nichts wirklich gelistet.
Speaker0
01:45:21
Damit ist das wirklich so ein solitärer Diamant. Aber auf alle Fälle total entdeckenswert. Und finde ich, gibt es in dieser Zeit so ein paar so Sternschnuppen. So einfach gepusht wurden, weil einfach die Plattenfirmen doch viel probiert haben, weil viele Strömungen unterwegs waren, irgendwie Indie, Indie-Disco, Electronic, alles mögliche und man hat viel probiert und nicht alles hat funktioniert. Dann kann man jetzt durchgehen und mit dem Sieb aussieben. Wie ich letztens in Berlin war, habe ich bei einem Flohmarkt eine Platte vom, Jamie Liddell rausgezogen. Ach geil. Das auch in den, glaube ich, 2006 oder 2007 erschienen ist, wie das Jim oder keine Ahnung, wie es geheißen hat.
Speaker1
01:46:05
Ich check das mal im Hintergrund, ob das nicht vielleicht das war, was ich dann so CD-technisch hatte. Also 2006, ah ja, das war, nee, ich war vorher, ich war 2005 mit Multiply, das hatte ich und 2006 kam dann Multiply Editions, also quasi eine Ergänzung und die Game for Fools, ja, Okay. Nee, aber ich habe dann Jamie Liddell auch dann nicht mehr weiterverfolgt.
Speaker0
01:46:37
Das war auch irgendwie so, hat man was so im Ohr gehabt für eine Saison, war das total hot und dann kam halt neue Sagen, genauso wie sie heute auch ist. Es ist irgendwie so dieses schöne Gefühl von, man sieht was raus, ein Relikt meiner Vergangenheit. Und ich habe die da auch mitgenommen, also die habe ich da nicht stehen lassen können. Ja toll, schöne Sache.
Speaker1
01:47:02
Ja, dann sind wir das Treppchen hochgestiegen und dann kannst du ja schon deine 2 ziehen. Mal gucken, ob das was Längeres wird oder ob das eine der ist, wo ich dir schon weggenommen habe.
Speaker0
01:47:18
Ja, blöd, das löst sich jetzt auf, gell?
Speaker1
01:47:22
Ja, also irgendwann musst du es mal sagen. So eine Spendung sollte auch nicht länger als 12 Stunden gehen, weil dann kann es passieren, dass man Speicher voll läuft.
Speaker0
01:47:32
Na gut, dann sage ich mal, die kommt jetzt noch nicht, sondern jetzt kommt von TV on the Radio Return to Cookie Mountain.
Speaker1
01:47:45
Okay.
Speaker0
01:47:48
TV on the Radio, eine Band aus Brooklyn, das war ihr zweites Album. Band hat sich immer ausgezeichnet durch einen dichten Mix aus Art Rock, Soul, R'n'B, Punk, Noise. Also so ein cruder Mix, den man auch immer wieder gern mal so ein bisschen mit Radiohead verglichen hat. Ich habe hier eine Version, die es bei VMP vor einigen Jahren gab. Also ganz schöne Pressung, also Glossy Cover. Dazu zweifarbige Scheiben also hier so Bissum, und zweite zeige ich auch noch schnell also ich weiß nicht wo die auf der Discogs steht aber.
Speaker1
01:48:36
Kann ich im Hintergrund gucken
Speaker0
01:48:39
Aber wer dieses Album mag oder vielleicht jetzt auf den Geschmack kommt, das ist definitiv eine Pressung die richtig Spaß macht und auch das Album macht richtig Spaß. Das war einfach Indie-Rock mit ganz viel Unterbau, mit ganz viel Hirn und auch, von prominenter Fanschaft gezeichnet. David Bowie nämlich hat hier auf einem Song mitgesungen, auf Provinz. Nur eine ganz, ganz sachte Spur hat er mitgesungen. Also er ist auf die Band aufmerksam geworden, hat einmal durchgerufen, wo er mal im Studio vorbeischauen kann. und dann hat er bei diesem Song eine Spur mit draufgepackt. Ja, also das war ja damals in Brooklyn in den 2000ern möglich. Also die Band kommt so aus einer kreativen Zelle mit anderen wie den Yeah Yeah Yeah, Animal Collective, Grizzly Bear, Dirty Projectors, so in die Richtung. Also Art Rock, der eben auch diese Brücke zu Gospel schlägt, mit Geschichten, die durchaus paranoid anmuten. Also es war die Zeit so, der Irakkriege, die Bush-Ära, das hörte der Musik auch an. Was auch interessant war, dass die Band mit zwei Schwarzmusikern ganz zentral besetzt war, nämlich mit Kip Malone und Tunde at the Pimp und produziert von Dave Sittek. Also ganz spannendes Werk, auch nicht ganz einfach zu konsumieren, aber... Ich bin der Band eigentlich immer treu geblieben. Also es gibt in Summe, glaube ich, fünf oder sechs Longplayer, ich kann es nicht genau sagen. Aber das war irgendwie immer so ein Liebling von mir. Und wenn es schon so gut passt, es gibt auf diesem Album einen Song, der heißt Wolf Like Me.
Speaker1
01:50:45
Da musst du fast nichts mehr hinterher sagen, nach all den Metaphern, die wir in den letzten Jahren über euch gegossen haben. Wenn ihr neu seid, Wolfgang hat so ein Instagram-Profil, das heißt, aber da unten steht es ja.
Speaker0
01:51:00
Also das muss man da natürlich spielen. Vielleicht noch, um das zu vollständigen Erscheinungstermin, 3.7. war es in Europa bei 4AD und 12.9. In Amerika bei Interscope. Also keine kleine Sache damals. Und den Rest vielleicht dann, nach dem Song.
Speaker1
01:51:24
Den Rest lösen wir musikalisch. Bekommt ihr jetzt mal Music on your Radio, aber wenn ihr es auf YouTube guckt, dann tatsächlich TV on the Radio. Whatever. Los geht's. Borg ist ein richtig cooler Sound, war gleich mein erster Gedanke, so nach drei Sekunden oder so, habe ich gedacht, cool, cool, cool, cool. Ja, kann ich gut verstehen, dass das bei dir so weit vorne ist. Das holt mich auf jeden Fall ab. Radio on the TV, jetzt eigentlich in dem Fall andersrum. Ich habe mir jetzt kurz überlegt, ob Seeds irgendwie, das Album Seeds, das mir mal irgendwo begegnet ist, das kam mir so das Cover so bekannt vor. ich weiß gar nicht wo. Die Band ist mir total geläufig irgendwie, aber wenn ich, also vom Namen her, oder irgendwie glaube ich auch, dass ich da mal den einen oder anderen Song irgendwie auf der Festplatte hatte, aber ich habe jetzt keine Schallplatte, ich habe auch kein CD, dass ich wüsste, muss ich glaube ich mal so eine kleine Werkreise machen, wie so ein blinder Fleck, also es kommt mir eigentlich selten vor, dass ich sage, so Band, ja klar, ah, kenne ich doch, TV und Radio. Und dann weiß ich aber irgendwie keinen Song von denen oder kann kein Album von denen irgendwie lokalisieren. Das ist komisch, ne? Muss ich mich mal beschäftigen. Also danke für den Schubs.
Speaker0
01:54:37
Kann natürlich sein, dass du das irgendwo bei Napster runtergezogen hast oder so.
Speaker1
01:54:42
Nein, nein, nein.
Speaker0
01:54:45
Oder bei anderen Filesharingen, weil tatsächlich war das, das Album ist Monate vor dem VÖ-Datum wurde das geleakt.
Speaker1
01:54:53
Echt?
Speaker0
01:54:56
Also das war komplett dann irgendwie zum Download, wobei 2006 war es dann schon irgendwie die Zeit, da hatte man dann auch, glaube ich, schon, da war dann iTunes dann auch schon bald mal am Start, oder? Also, da waren diese File-Sharing-Dinge, waren schon noch da, aber nicht mehr so massiv wie ein paar Jahre zuvor, aber das ist ins Netz gesickert, ja.
Speaker1
01:55:17
Ja, kann sein. Gut, das war so diese Übergangszeit, ich meine, du konntest ja nicht die, ansonsten nicht deine iPods befüllen, wenn du kein iTunes hattest, also irgendwie musst du ja und gerade so die erste MP3s, die man dann so gehabt hat. Also ich habe die gerne mit iTunes dann auch katalogisiert. Schon sehr, sehr früh damit angefangen. Das war eigentlich so meine Haupt Software, so nach Winamp oder so, wo dann alles drüber gelaufen ist, weil du dann später diese Multiroom Geschichte machen konntest mit den AirPod Express und so weiter. Das war halt so ein ganzes Ökosystem, als wir dann über den iPod irgendwie iPhone 3GS und so und dann waren wir da drin und dann gab es nur noch den Apfel. Das ist bei mir. Ja, okay, dann nehmen wir das mal so mit. Auf jeden Fall wieder... Was zum tiefer entdecken. Ich muss jetzt gerade aufs Cover gucken. Also tiefer in dieses Nest rein sozusagen. Mal gucken, ob da noch ein paar Eier drin liegen. Und ja, damit ist quasi der Weg frei für Platz 2. Um dann nicht zuletzt aufs Siegertreppchen zu kommen. Ich habe mich für ein Album entschieden bei Platz 2, was ich wieder so ein bisschen in diese elektronische Richtung sich bewegt. Dass wir definitiv an mehreren Stellen im Podcast auch schon hatten. Es gab nämlich für den Künstler vor einiger Zeit nochmal ein neuer Release, das ich persönlich sehr, sehr gut fand. Hashtag Toplisten. Und zwar geht es um Trendmörder mit The Last Resort. Das kam im Oktober 2006 raus. Ist so Elektronika, Downtempo, Ambient, DAP, Minimal Techno. Sehr atmosphärisch, sehr detailreich, oft filmisch. Inzwischen hat es sogar die HiFi-Community entdeckt. Ich war zum Beispiel bei HiFi Schluterwache, liebe Grüße, mal in einem der Studios. Da hat es vorher schon, irgendwie war es schon eingewählt, ins iPad zum Abspielen und so weiter, weil es ist bei mir auch irgendwie öfter schon vorgekommen, dass ich mal Bock hatte, auf eine Anlage tatsächlich sowas zu hören, was zum Beispiel sehr, sehr bassstark ist, wie zum Beispiel der Song Wamp, den ich euch auf die Playlist packen würde. Und da sieht man halt dann, wo die physikalischen Grenzen sind, falls eure Anlage solche Grenzen hat. Also es ist wirklich so ein Album, was so HiFi-technisch interessant ist, was musiktechnisch interessant ist. Bühnö-technisch sicherlich auch eine Empfehlung darstellt. Also wenn ihr zum Beispiel sowas wie Apparat oder Moderat oder Boards of Canada oder auch Röckskop mögt, dann könntet ihr hier richtig sein. Pokerflat Recordings. Wir haben den Anders Trendmöller, der auch auf Social Media ganz umtriebig ist. Also zum Beispiel als ich das neue Album gepostet hatte, hat er mal so ein Repost gemacht und mal so ein Herzchen und so ein Winkel geschickt. Fand ich nett. Für einen Künstler dieser großen Ordnung. Er ist dänischer Produzent und eben auch Musiker aus Kopenhagen. Hat anfangs so elektronische EPs und Clubtracks gemacht. Und dann war eben dieses The Last Resort sein Debütalbum. Hat dann später so sein eigenes Sound in Richtung Gitarren, Shoogay, Streampop entwickelt, wo er jetzt halt eben heute steht. Also er tritt dann auch mit Liveband auf inzwischen. Das war damals noch nicht so. Also die Zeit hat er so DJ-Sets gespielt. Ich habe ihn auch mal live sehen dürfen. Zu später Stunde, habe ich ja schon ein paar Mal erzählt. Und ja, es sind im Prinzip 13 Instrumentalstücke, also nicht das, was man heute kennt, Mit den teilweise auch Female Vocals. Das ist ein richtig dickes Brett, also geht fast 80 Minuten. Schlagzeug, Gitarre, Bass, Glockenspiel, alles Mögliche. Also vielleicht probiert es mal neben dem Brachial-Bassmonster-Wamp mit Take Me Into Your Skin. Das baut sich so schön langsam auf, hat so einen intensiven Einstieg. Oder Miss You, was so ein bisschen zurückgenommene Melancholie hat. Oder Evil Dub, auch wieder so ein tiefer Groove. Der Song Moan ist dann auch nochmal, finde ich, so ein atmosphärischer Höhepunkt. Aber das muss man dann wirklich auch so im Gesamteil vom Album hören. Es ist immer schwierig, so ein einzelner Track daraus zu holen. Für mich ist es schon so ein ziemliches Gesamtkunstwerk. Wir haben auch damals die Danish Music Awards so gesehen. Sie haben diesem Album die beste dänische Elektronika-Veröffentlichung und Produzent des Jahres verliehen. War dann auch Platz 5 in den dänischen Charts. bestes dänisches Album bei den Danish DJ Awards 2007 und es gibt ein Doppel-LP von 2006 gibt eine Dreifache-LP dann ab 2018 im Gatefold mit sämtlichen Stücken und ja live auf jeden Fall auch mal schauen Berlin, Köln, München nächstes Jahr Möglichkeiten da Und mich hat das Album wirklich massiv geprägt, so elektronische Musik cool zu finden und war eigentlich in Dauer-Rotation und zwar nicht deswegen, weil es so super eingängig ist, sondern weil es mich immer wieder auf Entdeckungsreise geschickt hat. Es war so ein Ding, das ist nie langweilig geworden, also bis heute nicht. Ich mache es dann an und denke, ah cool und dann entdecke ich wieder hier was Neues und da noch was Neues, dann feiere ich mal wieder einen anderen Song als vorher. Also die Auseinandersetzung mit diesem Album hat für mich bis heute nicht aufgehört und das finde ich gerade auch für elektronische Musik total stark und bemerkenswert und deswegen kommt es bei mir persönlich ganz weit nach vorne. Genau, jetzt bist du erstmal sprachlos.
Speaker0
02:01:21
Bin ich sprachlos? Ja, mit dem Künstler haben wir schon öfter gesprochen, also von dem her nicht verwunderlich. Und ich muss sagen, ich habe meine Hausaufgaben noch immer nicht gemacht, was Tentumöl angeht. Werde ich jetzt aber auf alle Fälle nachholen. Klingt sehr spannend, also gerade was du sagst, dass man sich in einem elektronischen Album auch so lange auch abarbeiten kann und sagen, okay, da steckt noch immer etwas drinnen, muss dann schon ein Schatz sein. Ich habe es noch nie gehört. Also von dem her vice versa, wir verteilen unsere Hausaufgaben, so wie es sein soll. Das muss sein.
Speaker1
02:02:00
Ja, das trinkt mich ja geworden. Ja, schön. Ja, sehr cool. Es hat ja auch einen Vorteil, Wolfgang. Die Folge ist viel kürzer, wenn wir einfach sonst nichts zu dem Album sagen können, wenn wir es noch nie gehört haben. Perfekt. Next. Aber hey, jetzt müssen wir vorsichtig sein. Jetzt kommen wir auf Platz 1. Da kann man nicht einfach mal so schnell drüber gehen. Das muss man dazu sagen.
Speaker0
02:02:26
Ja, die Schwede kennen sich jetzt für Platz 1, die wir vielleicht beide haben.
Speaker1
02:02:30
Wir haben beide eine Schwierigkeit, ja. Aber die Leute sind ja nicht aufmerksam. Die haben es ja längst wieder vergessen. Die können wir jetzt immer noch überraschen. Ja, Leute, die Bombe ist geplatzt. Wir haben jetzt alle Blatten drüber gesprochen. Okay, word. Aber wir möchten trotzdem die Sendung noch entsprechend abrunden mit unserem Platz 1. Du hast ja auch gesagt, du möchtest noch was ergänzen. Now it's time to...
Speaker0
02:02:51
Das muss schon sein. Also, wer aufmerksam war, weiß, auf Platz 1 sind die Arctic Monkeys bei mir. Ich habe hier die VMP-Version, die du schon erwähnt hast heute. Die zeige ich noch kurz her, weil es eine sehr schöne Edition ist, weil so dieses, wir kennen ja den Kerl auf dem Cover, der da so raucht und dann haben wir quasi hier die Zigarettenstommel und dazu dieses Smoke. Dieses Smoke. Ja, also das hat sich jemand Gedanken gemacht zum Album. Und für mich stimme ich, weil ich damit in meinen Top Ten die Klammer schließen kann. Also ich habe begonnen auf Platz 10 mit einem Album aus Sheffield und schließe auch mit einem Album aus Sheffield. Also das fand ich ganz, ganz witzig auch und ganz schön zu sehen, wie die Szene damals gestrickt war. Erwähnen Sie vielleicht noch die Sache mit MySpace? dass der Aktiv-Monkey ist, Also ob man MySpace heute noch kennt, sonst einfach mal fragt man einen E-Bot.
Speaker1
02:04:09
Sehr klar.
Speaker0
02:04:11
Das ist quasi irgendwie so der Ur-Ur-Arne vielleicht von Claude, keine Ahnung. Oder eher von Instagram. Aber auf alle Fälle war das ein riesen Hype. Also die Band hatte damals Demo-CDs verteilt und irgendjemand hat die Songs genommen und hat bei MySpace reingestellt. Und dann haben ganz viele Leute diese Songs dann gehört, also die waren noch gar nicht bei der Plattenfirma und kamen dann eben bei Domino unter. Und somit gelten die Arctic Monkeys, glaube ich, gemeinsam mit Lili Allen als, diese Acts der damaligen Zeit, die quasi aus dem Internet zu einer reellen Karriere kommen konnten. Also heute würde man dazu schmunzeln.
Speaker1
02:04:55
Woher denn sonst?
Speaker0
02:05:01
Das sind sozusagen die Epikonen, da ging das Ganze los. Damals war es noch eine Sensation und eine große Titelgeschichte bei Enemy und anderen Musikmagazinen. Aber mega Platte, mega Platte und auch eine großartige Band. Ganz bemerkenswert finde ich, wie sich die im Laufe der Jahre immer wieder mal neu erfunden haben. Von diesem zackigen Indie-Rock dann später zu fast Stoner-Rock-mäßig und dann diese Lounge-Musik von Tranquility Base Hotel and Casino, die ich persönlich ganz großartig finde. Also eines meiner absoluten Lieblingsalben von ihnen. Ja, bin gespannt, ob es da bald wieder was Neues gibt und wie sich die weiterentwickeln können. Auf alle Fälle groß, große Talente. Alex Turner war damals 19, als er diese Songs geschrieben hat, die schon so ein bisschen weise daherkamen, muss ich sagen. Ja, Das war meine 50 Cent, mein erster Platz. Whatever people say I am, that's what I'm not.
Speaker1
02:06:02
Finde ich total gerechtfertigt. Und wenn ich jetzt so retrospektiv nochmal überlege, ich hätte es ahnen können, dass das für dich auch der Eins ist. Ich hätte das so irgendwie bei dir gefühlt, aber ich habe mir jetzt ehrlich gesagt bewusst gar keine Gedanken darüber gemacht, weil da kommst du schon wieder so in dieses Taktieren rein. Ja, weil der das auf der Eins hat. Ich habe einfach ganz sauber hier meine Sachen sortiert, habe mir überlegt, was gefällt mir ein bisschen besser und was war wichtiger, was habe ich am meisten gehört und fertig. Und dann habe ich mich einfach völlig frei überraschen lassen. Aber jetzt im Nachhinein muss ich sagen, ja, genau, das ist irgendwie total nachvollziehbar. Auch nach allem, was wir schon über diese ganzen Bands dieser Art geredet haben und ich weiß, wie du das magst und alles. Ja, total schlüssig jetzt. Ja, nur bei mir war es halt eben nicht so weit vorne, aber ich glaube, es ist auch so in solchen allgemeinen Toplisten immer sehr, sehr weit vorne. Ich habe mich diesmal ehrlich gesagt gar nicht mit der Sendung diesmal so wie sonst als so intensiv beschäftigt und habe mir verschiedene Listen angeguckt, weil ich habe mich diesmal mal so ein bisschen gelöst und wollte das mal so ein bisschen freier, unbeeinflusster, einfach für mich ganz persönlich machen. Aber ich habe schon oft Listen gesehen und da meine ich, dass es schon oft aufgetaucht ist, ja.
Speaker0
02:07:22
Ja, definitiv. Also ich hatte es damals auf Platz drei in meinem Büchlein. Ist so nach vorne gewandert. Ja, also ich fand das auch total charmant irgendwie. Ich löse vielleicht auch noch auf, wer damals meine Top 1 gewesen wäre. Das war ein Grab Your Hands a Year im Debüt. Und das war eben dann schon, jetzt sind sie Recherche, ich hatte es doch schon stehen im Stack, dachte, ah, bei der Recherche kommt dann, oh, das kam ja schon im Sommer 2005 raus.
Speaker1
02:07:56
Ja, da musst du manchmal aufpassen. Ich habe es auch schon mal, zum Beispiel das Alben in iMusic falsch verzeichnet war. Also ich mache da inzwischen auch immer Double Check dass man da nicht sich irgendwie verdattelt nur weil man selber mal irgendwann falsch aufgeschrieben hat oder so aber sag mal welchen Song möchtest du eigentlich von dem Album dann noch auf die Blades machen
Speaker0
02:08:19
Also ich hätte gewählt When the Sun Goes Down.
Speaker1
02:08:24
Okay machen wir gerne drauf sein. Genau, jetzt kann ich auch nicht mehr was komplett Neues ziehen, weil wir haben uns sozusagen gegenseitig entthront oder was. Keine Ahnung, die Eins gegenseitig weggeschmissen, abgeschmissen, abgeholzt. Aber das gehört dazu, wenn man so ein Sendungskonzept hat. Ich würde es trotzdem niemals ändern wollen. Ich finde es einfach geil, so wie es ist. Und im Gegenzug habe ich ja die Reissue von Hot Ship The Morning, die ja auch nochmal ganz anders aussieht. Hier diese schöne Domino Recordings, da ist nämlich noch so eine 7-Inch mit dabei. Batschi Batsch, die hast du so nicht, ne? Punkt. Im lustigen Vinylquartett. Ja, dafür ist sie dann halt auch eben nur Black. Aber gut. Es ist ein geiles Album und ich musste es auf die Eins machen. Und ich möchte euch jetzt auch erklären, warum. Es kam am 18. Mai 2006. Und es ist, ja, das Ding, was bei mir... Wie soll ich sagen? Also es hat für mich diese Kombination zwischen Elektronen-Tiermusik, die ich in dieser Zeit relativ frisch entdeckt hatte, aber richtig gefeiert hat, sozusagen auf die Tanzfläche gepresst. Das war so ein Ding, da konntest du, das machst du an und dann wird getanzt. Also bis heute noch. Das reißt mich sofort mit, egal was du da anmachst. Also ich hätte auch den Song Over & Over empfohlen. Wir können den gerne auch noch zum Abschluss kredenzen. Und das nochmal gemeinsam feiern. Es ist so geil. Und ich habe mich so gefreut, als dieses Reissue kam. Obwohl ich ja eine Kooperation mit Domino Recordings habe und die auch als Promoplatte kriegen würde, habe ich die sofort bestellt. Die will ich haben. So hat es mich gezuckt. Also völlig crazy. und ich war dann einfach hin und weg. Damals vom ersten Mal, wie ich das angemacht habe. Also für mich ist es die Sternschnunde, wie du auch schon gesagt hast, von Hotchip. Es war, also ich finde jeden Song geil. Ich feiere jeden Song. Jeder Song bringt mich zu zucken. Ich habe das auch unzählige Male dann so, ich habe das auf Sampler gepackt. Ich habe das im Outro auch so oft gehört. Das ist so eine geile Musik, mit der du so rumcruisen kannst. Also du kannst einfach alles damit machen. Das macht mir vor allen Dingen gute Laune. Ich finde es kreativ, ich finde es cool. Und als ich dann erst mal gesehen habe, dass diese Band dann auch live so richtig mit Instrumenten und allem so rumhantiert, das konnte ich mir erst gar nicht vorstellen. Da musste ich mich auch irgendwie so mal reindenken und mein Bild, wie die diese Musik machen, dann nochmal so revidieren und all diese Dinge. Ja, also du hast das schon wunderschön vorgestellt und deswegen spielen wir jetzt als schönen Rausschmeißer in voller Harmonie und Zustimmung, wie wir ja jetzt wissen, Beidseitigem Legalize It over and over. Viel Spaß. Das hat so richtig derb gefeiert. Emotionale Schnittmenge hier im Studio. Herrlich. Das hat so Spaß gemacht. Die ganze Folge hat so Spaß gemacht. Wolfgang, großartig. Ich bin wieder, ich brenne wieder innerlich vor Freude, was wir da wieder zusammengeschnürt haben und aus irgendwelchen Gründen waren wir eine Stunde schneller als das letzte Mal. Hört euch die Folge von 1996 an. Da war wahrscheinlich noch ein bisschen emotionaler. Vielleicht sind wir einfach nur abgedriftet, ich weiß es Aber die 90er waren natürlich auch nochmal was ganz eigenes. Auf jeden Fall, es hat total Spaß gemacht. Ich hoffe, ihr habt da draußen verstanden, was unser Konzept ist. Nächstes Jahr geht es weiter, over and over and over and over. Wir werden dann im Prinzip weiterspringen, wieder zurück in die 90er, aber diesmal dann halt 97, also immer dieser Zeitsprung, 30 Jahre, 20 Jahre und dann halt eben 2007. Und das ist so der Kniff. Und das Schöne ist da, es kommen halt in der Zeit dann immer wieder auch so Anniversary-Editions raus. Ich habe ja das Beispiel hier und da mal genannt und oft ist dann auch so, wir machen dann die Sendung, wie zum Beispiel eine 90er-Sendung und dann danach kommt dann irgendwie plötzlich die Version nochmal raus. Das ist natürlich dann Jackpot und dann freut man sich total darüber. Einfach eine schöne Idee. Wolfgangs Idee übrigens. Und wir freuen uns sehr, sehr, dass ihr da draußen auch zusammen auf Zeitreise geht, dass ihr euch irgendwelche Jahre da rauspickt und eure ganz eigenen Formate dazu macht. Ich gucke das mit großer Freude und habe da richtig Spaß dran und ich glaube, wir haben da in der Community mal wieder, Wolfgang, was angestoßen. Also ich habe es vorher nie gesehen, wir machen es jetzt so bald ein paar Jahre, aber jetzt geht das so richtig los und wir lernen ja auch einfach mal hinter den Podcaster und Creator ja diese persönlichen Verbindungen kennen. Was habt ihr in der Zeit gemacht, was war da los wieso gerade dieses Album weil früher war eher so, da ging es dann die 70er, die 60er so irgendwie aber gerade so diese 90er das ist so ein Sweet Spot, da ist ganz viel Wichtiges passiert und es hat uns alle total geprägt, gerade so unsere Generation oder jetzt halt mal so die Zeit nach Millennium das ist schon cool Ja, meine abschließenden Worte. Hast du noch was? Letzte Grüße in die Community.
Speaker0
02:15:31
Ja, definitiv. Also diese Sendungen haben immer einen ganz speziellen Vibe. Ich mache die so irrsinnig gerne. Einfach einerseits dieser emotionale Kontext zu sehen, was war in dieser Zeit, wer war man in dieser Zeit. Und ich finde es aber auch spannend, so dieses Musikhistorische mal anzuschauen, was oder wer hat was angeschoben, wo wir heute gar nicht mehr drüber nachdenken und eigentlich so, alles ist irgendwie so da, und die 90er haben ganz viel entwickelt und die 2000er haben auch noch ganz viel entwickelt. Natürlich ging es auch so weiter, aber das waren schon hoch spannende Zeiten und da wieder mal bewusst einzutauchen und sagen, okay, welche Musik gab es da, was gehöre in den Kanon oder in meinen ganz persönlichen Kanon, also das ist ganz toll und ich freue mich jetzt schon wenn es dann nächstes Jahr heißt weg zu 1997 weil auch das war ein ganz fantastisches Musikjahr, wie ihr wisst.
Speaker1
02:16:28
Definitiv da könnt ihr euch schon drauf freuen da draußen aber worauf ihr euch als nächstes freuen könnt, weil das dauert ja ein bisschen, das machen wir ja nächstes Jahr, das verrate ich euch jetzt beim Abänder in diesem Sinne, vielen Dank Wolfgang fürs gemeinsame. Ciao, ciao Ciao, ciao Danke. Das war Vinyl Talk zum Thema Top 10 Platten von 2006 mit Wolfgang alias Wynel and Wolf. Checkt die Socials, guckt euch an, was der liebe Wolfgang da draußen so macht. Dir, lieber Wolfgang, danke ich am allerallermeisten natürlich wie immer für die jahrelange Treue und die wunderschönen Sendungen, die wir da geschnürt haben. Schaut euch gerne auch mal ein paar älteren. Wir grüßen noch ein letztes Mal alle Zuschauer und Zuhörerinnen auf YouTube und die Podcast-Hörerinnen im Vinyl und Podcast. Hört jetzt im Anschluss die Playlist, wenn ihr es nicht während der Folge gemacht habt. Vergesst nicht ein Like, das motiviert uns. Vergesst nicht einen Kommentar, welche Top-Platte für euch 2006 bestimmt hat. Wir lesen alles, wir freuen uns über alles. Und wenn es euch so richtig nostalgisch gemacht hat, könnt ihr gerne auch auf YouTube das Video hypen beziehungsweise den Podcast abonnieren. Das ist für uns besonders wertvoll auf den einschlägigen Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts. Die nächste Episode ist dann die Top 3 Alben des dritten Quartals 2026. Ja, es geht schon wieder legendär weiter mit unserem nächsten Format, nämlich Vinyl und Quartett mit Wine on the Wolf, Sturmereitern 70, Dieter Sven Helwig und meiner Wenigkeit Timo Vinyl. Und wir gehen zu viert ins dritte Quartal und sagen euch unsere Top-Platten. Ich bin dann sehr gespannt. Ich habe schon die Auswahl getroffen. Das wird wieder großartig. Ja, kauft ihr euch Platten oder habt ihr Platten, welche wir hier besprechen? Vergesst nicht das Hashtag Vinyl und kloppt, taggt gerne WildlandeWolf oder Vinyl und gerne reposten wir das auch in unseren Storys. Und damit sage ich vielen Dank fürs gemeinsame Eintauchen in vergangene Zeiten. Macht's gut. Ciao.