Progesteron – Das unterschätzte Hormon für Gesundheit und Wohlbefinden
Warum Progesteron für dein körperliches und seelisches Wohlbefinden unerlässlich ist
15.01.2025 25 min
Zusammenfassung & Show Notes
In der heutigen Folge widmen wir uns einem oft unterschätzten, aber unglaublich wichtigen Hormon: dem Progesteron. Gemeinsam mit unserer wunderbaren Gast-Expertin Astrid Müller, Gesundheitswissenschaftlerin und Autorin des Buches "Hormonchaos – viele Symptome, eine Ursache", spreche ich über die vielfältigen Aufgaben von Progesteron in unserem Körper, typische Symptome eines Mangels und wie dieser mit PMS und anderen gesundheitlichen Beschwerden zusammenhängt. Außerdem erfährst du, welche natürlichen und medizinischen Ansätze es gibt, um einen Progesteronmangel auszugleichen, und wie eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil zu hormoneller Balance beitragen können.
In dieser Podcastfolge widmen wir uns einem oft unterschätzten Hormon mit weitreichenden Aufgaben: dem Progesteron. Gemeinsam mit der Expertin Astrid Müller, Gesundheitswissenschaftlerin und Autorin des Buches "Hormonchaos – viele Symptome, eine Ursache", beleuchte ich, warum Progesteron so viel mehr ist als ein Schwangerschaftshormon und welchen enormen Einfluss es auf unseren Körper und unsere Gesundheit hat.
Was dich erwartet:
- Aufgaben und Bedeutung von Progesteron: Von seiner Rolle als Neurohormon, über seine entzündungshemmenden Eigenschaften bis hin zu seinem Einfluss auf Schlaf, Stimmung und Haut – erfahre, warum dieses Hormon essenziell für das Gleichgewicht deines Körpers ist.
- Symptome eines Progesteronmangels: Wir sprechen über typische Anzeichen wie PMS, Schlafprobleme, Verdauungsbeschwerden und die Auswirkungen auf das Immunsystem.
- Progesteron in den Wechseljahren: Wie sich der Hormonspiegel verändert und welche Symptome ein Ungleichgewicht vor und nach der Menopause auslösen kann.
- Therapieansätze und natürliche Unterstützung: Ob bioidentische Hormone, pflanzliche Präparate, Hormon-Yoga oder eine bewusste Ernährung – entdecke Wege, um deinen Progesteronspiegel auszugleichen und Beschwerden zu lindern.
- Zusammenhang mit anderen Gesundheitsproblemen: Wir beleuchten die Verbindung von Progesteron mit Schilddrüsenproblemen, Autoimmunerkrankungen und dem Darm.
Warum solltest du diese Folge hören? Du lernst, wie Progesteron deinen Körper und deine Psyche beeinflusst, und erhältst wertvolle Tipps, wie du deine Hormonbalance unterstützen kannst. Diese Folge ist ein Must-Listen für alle, die ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden langfristig verbessern wollen – egal, ob du mit PMS, Wechseljahresbeschwerden oder anderen hormonellen Herausforderungen kämpfst.
Bleib dran und erfahre, wie du mit einem ausgeglichenen Progesteronspiegel zu mehr Energie, einem besseren Gemütszustand und einer gesteigerten Lebensqualität findest!
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Timestamps
00:00 Progesteron: Entzündungshemmend, neuroaktiv, unterstützt Schlaf und Zyklus
06:49 Progesteronmangel verursacht Symptome in den Wechseljahren
10:29 Mythos: Hormone schädlich, heutige Therapie risikoarm
14:23 Lebensstil ändern, Ernährung verbessern, Schilddrüse beachten
18:49 Ernährung, C-Circle, Nährstoffe, Progesteronmangel, Schilddrüse, Autoimmunerkrankungen
23:57 Abschließende Infos: Buch von Astrid Müller über Hormone und bioidentische Hormontherapie
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Ich bin Irene, Ernährungsberaterin, Gesundheitscoach, Hormoncoach i.A. und Triathletin und ich habe Hashimoto und Neurodermitis.
Ich zeige dir, wie du mithilfe deiner Ernährung deine Autoimmunkrankheit bzw. deine Intoleranz so beeinflussen kannst, dass du wieder zu mehr Wohlbefinden und Lebensqualität findest.
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Für mehr Infos schau auf meiner Website oder in meinem Blog vorbei.
Musik: LiQWYD "Sweet"
Medizinischer Disclaimer: Alle Informationen in diesem Podcast sind Empfehlungen. Sie sind keine medizinische Anweisung und dürfen auch nicht als eine solche verstanden werden. Solltest du Beschwerden haben oder deine ärztliche Behandlung ändern wollen (z.B. Anpassung der Medikamente), besprich dies bitte vorher mit deiner behandelnden Ärzt*in.
Irene Rosinski veröffentlicht in ihren Beiträgen ihre eigene Meinung und Erfahrung rund um Ernährungsumstellung, Hormonbehandlung und Autoimmunerkrankungen. Die Informationen dienen als alternative Wissensvermittlung.
Im Falle einer vorliegenden Krankheit sollten meine Empfehlungen oder die meiner Gäste die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung in keinem Falle ersetzen – es handelt sich nicht um eine Therapie, sondern um eine Ergänzung.
Musik: LiQWYD "Sweet"
Medizinischer Disclaimer: Alle Informationen in diesem Podcast sind Empfehlungen. Sie sind keine medizinische Anweisung und dürfen auch nicht als eine solche verstanden werden. Solltest du Beschwerden haben oder deine ärztliche Behandlung ändern wollen (z.B. Anpassung der Medikamente), besprich dies bitte vorher mit deiner behandelnden Ärzt*in.
Irene Rosinski veröffentlicht in ihren Beiträgen ihre eigene Meinung und Erfahrung rund um Ernährungsumstellung, Hormonbehandlung und Autoimmunerkrankungen. Die Informationen dienen als alternative Wissensvermittlung.
Im Falle einer vorliegenden Krankheit sollten meine Empfehlungen oder die meiner Gäste die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung in keinem Falle ersetzen – es handelt sich nicht um eine Therapie, sondern um eine Ergänzung.
Transkript
In dieser Folge besprechen wir unter anderem, welche Rolle
spielt das Hormon Progesteron in deinem Körper
und warum ist es so wichtig für deine hormonelle
Balance. Was sind die typischen Symptome eines Progesteronmangels
und wie hängen sie beispielsweise mit PMS
zusammen? Und welche natürlichen und medizinischen
Ansätze gibt es, einen Progesteronmangel auszugleichen?
Also egal, ob du gerade mit Hormonschwankungen kämpfst,
mehr über deinen Körper erfahren möchtest oder einfach
neugierig bist, diese Episode ist vollgepackt mit
Wissen und Inspiration. Willkommen zur Vitale
Balance, dem Podcast rund Ernährung, ganzheitliche
Gesundheit und Lebensqualität. Deine Gastgeberin
Irene Rosinski taucht mit dir ein in die Kraft der Nährstoffe,
die ausgewogene Ernährung, in die wohltuende Wirkung von
Bewegung und die Balance der Hormone, die entscheidend
für dein körperliches und seelisches Wohlbefinden sind.
Irene hat die Mission, in jeder Episode präventive
Strategien und Tipps zu teilen. Höre die inspirierenden
Geschichten von Menschen, die ihre Gesundheit auf die unterschiedlichste
Art und Weise positiv und nachhaltig verändert
haben. Wenn du auf der Suche nach praktischen Tipps, wissenschaftlichen
Erkenntnissen oder einfach nur nach positiver Energie bist,
dieser Podcast liefert die passenden Antworten.
Herzlich willkommen zu der heutigen Episode. Ich habe
heute die wunderbare Astrid wieder zu Gast und mit
ihr spreche ich über ein wichtiges Hormon, was
leider immer noch sehr unterschätzt wird, über Progesteron.
Herzlich willkommen Astrid. Hallo Lili, Irene, schön da zu
sein. Astrid, vielleicht stellst du dich noch mal ganz kurz vor für
diejenigen, die dich noch nicht kennen. Ja, mein Name ist Astrid Müller. Ich bin
Gesundheitswissenschaftlerin und Midlife-Autorin. Ich habe das Buch
Hormonchaos – viele Symptome, eine Ursache geschrieben.
Ich bin selber betroffen von sehr langem und
beharrlichem Hormonmangel. Das Thema Progesteron
ist eines meiner Lieblingsthemen zum Thema Hormongesundheit. Das
Progesteronmangel ist quasi mein zweiter Vorname. Da freue ich mich sehr, mit dir
heute darüber zu sprechen. Ja, vielen Dank.
Vielleicht starten wir einfach mal damit, dass du mal kurz
erläuterst, welche Aufgabe hat Progesteronen denn überhaupt in unserem
Körper? Ja, Progesteronen gilt sozusagen
als unser Neurohormon. Häufig ist es uns
bekannt als das Hormon, was uns versorgt, wenn wir schwanger werden
wollen oder schwanger sind und ein Kind austragen bzw.
Was unsere Menstruation mitunterhält, unseren Zyklus.
Aber Progesteron ist noch viel, viel mehr. Progesteron wirkt im Körper
zum Beispiel entzündungspennend. Das heißt,
wenn wir chronische oder akute Entzündungen haben, dann sorgt
Progesteron dafür, dass diese abhängig ausheilen können, wenn
wir gesunde Progesteronstände haben. Progesteron ist auch unser
Neurohormon, weil es eine ganz starke
Wirkung im Gehirn und im Verdauungsapparat hat, auch in unserem
Bauchhirn, also ich spreche in den Darm. Das heißt, Progesteron
wirkt angstdämpfend, es wirkt antidepressiv,
es wirkt stimmungsaufhellend und es sorgt
dafür, dass wir einschlafen können, dass wir durchschlafen können und dass
wir gesunde Tiefschlaf-Phasen haben. Im Umkehrschluss bedeutet
das auch, wenn wir einen Mangel daran haben, dass unser Schlaf
beispielsweise gestört sein kann. Genauso wie unser Zyklus
gestört sein kann, wenn wir zu wenig Propstikungen haben. Wie ich eben schon
sagte, Progesteron wirkt auch ganz stark auf unser Immunsystem, weil es
anti-entzündlich wirkt und es hat auch eine
Initialwirkung auf andere Sexualhormone. Das heißt,
wenn wir Progesteron in ausreichendem Ausmaß
produzieren im Körper bzw. Wenn wir Progesteron substituieren,
können wir im besten Fall auch dafür sorgen, dass unsere Schilddrüse besser funktioniert
und dass unsere anderen Sexualhormone wie Testosteron und
Oestrogen im ausreichenden Ausmaß produziert werden.
Das macht Progesteron sehr besonders. Diese Wirkung
haben die anderen Sexualhormone nicht. Das hat Progesteron
quasi allein. Dann hat es auch eine große Wirkung wie Knochen.
Progesteron wirkt in der Muskulatur und sorgt
dafür, dass uns keine Muskeln abhanden kommen im Laufe unseres
Lebens. Und es sorgt dafür, dass wir einen gesunden und stabilen
Knochen haben. Es ist alleswegs immer nur das Östrogen, was unsere Knochen stabil
hält. Es ist auch das Progesteron. Es sorgt auch für eine gesunde
Libido. Es versorgt unsere Häute.
Es ist nicht nur das Östrogen, was für eine Elastizität der Haut
sorgt. Es sorgt für eine gute Durchfeuchtung der Haut.
Es hat ganz vielfältige Aufgaben. Neben Fruchtbarkeit
und Sexualität. Ja, sehr spannend. Du hast schon ein
paar Mangelsymptome jetzt angesprochen und
ein Mangelsymptom, worauf ich gerne noch mal eingehen würde,
ist das prämenstruelle Symptom, also PMS.
Wenn wir zu wenig Progesteron haben,
können wir, wir müssen, das ist nicht zwangsläufig, aber es ist sehr häufig, ist ein
Ausdruck davon, dass wir das sogenannte primenszuelle Syndrom
haben. Das heißt, eine Woche vor unserer Periode bekommen wir
Kopf- und Rückenschmerzen. Wir haben aufgetriebenen Leib, sind
plötzlich sehr gebläht, leiden an Verstopfung. Und wir
haben psychische Veränderungen. Das heißt, wir sind schlecht drauf, wir sind sehr leicht
reizbar oder auch depressiv, haben
Stimmungsschwankungen, haben Spannungsgefühle in den Brüsten
bis hin zu richtig schmerzenden Brüsten. Und das kann sich
dann sehr, sehr eignen, bis sozusagen die Menstruation
einsetzt. Und es kann sich dann in der Menstruation auch noch fortsetzen
mit einer sehr starken Periode. Also provisorischen Mangel
ist auch häufig gekennzeichnet von sehr blutungsintensiven
Perioden mit ziemlich viel Schmerz.
Ja, da kann ich ja leider auch ein Lied von singen. Ich hatte ja auch
diese Symptomatiken. Dann habe ich ja Gott sei Dank dich getroffen
und du hast mich überhaupt erst darauf aufmerksam gemacht, auf diese
Thematik. Und da bin ich überhaupt erst darauf gekommen, das auch mal überprüfen zu lassen
bei meiner Frauenärztin. Und die konnte mir mit dem
Thema dann auch etwas weiterhelfen. Was ich an der
Stelle dann auch nochmal spannend finde zu hören
ist, wie geht es dann weiter, wenn Frauen in die
Wechseljahre kommen? Da sinkt der Progesteronspiegel. Was
passiert denn dann? Ja, also der Progesteronspiegel sinkt
tatsächlich schon vor dem Östrobünenspiegel. Das geht schon in den
30ern los. Beziehungsweise Frauen, die schon vorher einen
Progesteronmangel hatten, leiden dann quasi doppelt,
weil es sozusagen von Alterswegen zurückgeht und schon
wenig war. Wenn sie dann in die Wechseljahre eintreten,
dann vollzieht sich der Mangel des Progesterons, der vorher relativ
gleichförmig war, wie im Jahr sich vollzieht, der kann dann
schwanken. Also die Promesteronen können dann genauso schwanken,
wie auch das Östrogen schwanken kann. Und das kann ziemlich
heftige Symptome machen. Das kann dazu führen, dass in den Wechseljahren besonders
starke Blutungen auftreten. Das kann dazu führen, dass in den
Wechseljahren besonders starkes PMS auftritt, dass es zu
Migräne kommt. Und tatsächlich,
obwohl auch das Östrogen zurückgeht, noch Symptome einer sogenannten
Östrogendominanz auftreten. Östrogendominanz ist immer dann
da, wenn kontinuierlich zu wenig Promesteron
vorhanden ist. Promesteron ist sozusagen der
Antagonist vom hochreaktiven ist zu gehen und gleich
das hochreaktive ist zu gehen aus. Wenn davon zu wenig da ist, spricht
man auch von einer sogenannten Östrogendominanz. Und die kann tatsächlich
auch in den Wechseljahren weiter bestehen.
Deswegen finde ich das auch immer ganz wichtig, darauf hinzuweisen,
dass wir auch in den Wechseljahren immer noch Progesteronen brauchen
und auch ab der Menopause auch immer noch Progesteronen
brauchen. Es gibt nämlich so ein Irrglauben in der
Medizin, dass eine Frau ab einem bestimmten Alter, wenn sie kein
eigenes Progesteron mehr produziert, es nicht mehr braucht. Und wenn sie Symptome hat,
dann ist das alles, weil das Östrogen fehlt. Das stimmt so einfach nicht. Wir
haben drei Sexualhormone und die haben alle drei eine ganz
große Wirkung. In unserem Körper und auch in unserem Geist.
Die sorgen auch für unser emotionales Wohlbefinden.
Progesteron gilt häufig so als Gebärmutterschleimhautschutz
in der Hormonersatztherapie. Möge eine Frau bitte
auch Progesteron mit einnehmen, so sie dann auch Östrogen
substituiert. Und wenn sie keinen Uterus mehr hat, braucht sie das
nicht. Das ist falsch. Das stimmt so einfach
nicht. Frauen brauchen, wenn ihre Hormone rückläufig
sind, genauso Progesterone wie sie Oestrogen brauchen und unter
Umständen auch Testosterone. Und das wird immer so ein
bisschen gerne so ein bisschen unter den Tisch gekehrt. Deswegen möchte ich das jetzt heute
noch mal ganz ausdrücklich sagen. Vor den
Wechseljahren fehlt es häufig schon. Da wird es gerne bagatellisiert von der
Gynäkologie und von anderen Ärzten beziehungsweise billigend in Kauf
genommen, dass Frauen halt PMS haben und vor der Periode oder in
der Periode leiden. Ist nun mal so? Nein, ist nun mal nicht
so. Es ist Progesteronmangel. Und in den Wechseljahren und auch
darüber hinaus ist Progesteron eins der drei
Sexualhormone, was tatsächlich im Mangel sind?
Das ist, finde ich, sehr, sehr interessant und auch wichtig zu wissen,
weil das ja viele Frauen auch nicht wissen und darüber auch nicht gut aufgeklärt
werden. Wenn du sagst, man kann hier mit der Hormonersatztherapie
arbeiten, dann sprechen wir ja über bioidentische Hormone.
Ganz genau, ja. Kannst du dazu noch mal ganz kurz was sagen?
Also dich und mich erreichen ja dann auch immer viele
Kundenstimmen, die dann eben sagen, ja, Gottes Willen und
Hormonersatztherapie. Und da ist dann immer so eine Angst damit verbunden, dass
das dann eben auch zu Krebs führen könnte. Vielleicht
kannst du das nochmal klarstellen. Ja, es geistert
bis heute den Mythos in unseren und auch an den
Köpfen der Ärztinnen leider, dass Hormone etwas Schädliches sind.
Das rührt daher, dass es eine amerikanische Langzeitstudie gab
vor 20 Jahren. Die wurde auf Basis von synthetischen
Hormonersatztherapie-Präparaten gemacht. Die haben nichts mit den
heutigen Hormonersatztherapie-Präparaten zu tun. Die heutige
Hormonersatztherapie ist auf Basis der Janswurzel. Der Wirkstoff heißt
Diosminin. Ich könnte das aber kameraussprechen.
Der ist zu 100 Prozent passgenau am menschlichen Hormonrezeptor.
Das sind synthetische Hormone nicht, was uns zum Beispiel bei
Kontrazeptiva den Verhütungseffekt beschert. Da ist er
gewünscht. In der Hormonersatztherapie ist es ja nicht erwünscht. Da
wünschen wir uns möglichst viel Kompatibilität
am Rezeptor, damit wir möglichst viele Wirkungen haben.
Diese bioidentischen Hormone haben ganz wenig
Nebenwirkungen, weil sie nämlich zu 100 Prozent fast genau am
menschlichen Hormonrezeptor sind. Es gibt noch keine
Langzeitstudien zu dem Thema, aber es gibt viele Erfahrungsberichte
von Langzeitanwenderinnen. Und es gibt Einzelstudien aus
verschiedenen Fachbereichen der Medizin, die schon jetzt sehr
deutlich darauf hinweisen, dass diese
Therapie mit deutlich weniger Risiken verbunden ist, als die
damals abgebrochene Women's Health Initiative. Wobei man
zu der auch sagen muss, dass das eine Herz-Kreislauf-Studie war.
Es war keine Wetzeljahres-Therapie-Studie, sondern es
war eine Herz-Kreislauf-Studie. Die Teilnehmerinnen der
Studie waren alle im fortgeschrittenen Alter. Die waren Wetzeljahresalter,
die waren Menopausal und Postmenopausal. Das Durchschnittsalter war
60. Deswegen war es auch falsch, dann Schlüsse auf
Frauen zu ziehen, die deutlich jünger sind.
Leider berufen sich immer noch ganz viele auf diese Studie, obwohl
von den ForscherInnen diese Studienergebnisse
mittlerweile wiedergerufen wurden. Genau. Ich
finde das einfach noch mal wichtig zu sagen, damit man das so ein bisschen im
Hinterkopf hat und das, worüber wir sprechen, ist eben
bioidentische Hormontherapie. Wobei, das kann ich vielleicht
noch kurz sagen, Irene, ich glaube, es hält sich auch
deshalb so beharrlich, weil in den Waschzetteln von
Hormonersatztherapienpräparaten, den Bio-Identischen, stehen
dieselben Risiken drin wie die für die synthetischen Hormone.
Weil die Pharmaindustrie halt Angst hat, haftbar gemacht zu
werden nach den Studienergebnissen von vor 20 Jahren, schreiben sie das
überall rein. Egal, ob das für dieses Präparat gilt oder
nicht. Das ist extrem schwierig für die Anwenderin
und auch für die verordnenden Ärztin. Wenn man in so einen
Waschzettel guckt und dann so eine Latte von Besikufaktoren
aufgezählt bekommt und da steht nicht drin, gilt nicht für dieses
Präparat, sondern für die synthetischen. Das steht da nicht
drin. Das wird dann auf Nachfrage mitgeteilt, wenn man
sich an diesen Pharmakonzern wendet. Das finde ich schwierig,
sowohl für die Ärztinnen als auch für die Anwender.
Das finde ich auch schwierig. Das ist auch ein klassisches Beispiel, wo wir
Frauen in Gesundheitsfragen auch stark benachteiligt
werden. Missinformation, die billigend in Kauf genommen
wird, eine vermöhnliche Rechtssicherheit,
das finde ich äußerst bedauerlich. Aber leider eben zulasten dann
wieder der Frauen, denen ja eigentlich damit geholfen
wäre. Abgesehen von den medizinischen Produkten oder
von bioidentischer Hormontherapie gibt es ja auch
noch natürliche Ansätze, mit denen man einen
Hormonmangel zumindest anfangs erst mal ausgleichen
könnte? Ja, also es gibt vielfältige
Möglichkeiten, Hormongesundheit zu fördern.
Also allen voran sage ich immer, dass es erst mal ganz wichtig
ist, sich darüber klarzumachen, wie lebe ich, was esse ich, wie
schlafe ich, wie bin ich. Das fängt
damit an, sich selber zu beobachten, was für Arbeits- und
Ruhephasen habe ich eigentlich. Habe ich ein aktives Stressmanagement?
Wie sieht es aus? Bin ich genügend in Bewegung? Oder
bewege ich mich möglicherweise zu wenig? Eine gesunde Hormonproduktion
erfordert auch ein Mindestmaß an Bewegung, körperliche Bewegung.
Und natürlich brauchen wir Nahrungsmittel, die uns
nähren, damit wir Hormone produzieren können. Und wenn wir das
sozusagen behindern, indem wir
Dinge essen, die unserem Stoffwechsel zuwiderlaufen, wie zum
Beispiel zuckerhaltige Lebensmittel, Nutzfleisch,
Fertigprodukte, Transfette, was auch immer. Das sind
alles Dinge, die unseren Stoffwechsel sozusagen belasten.
Dann hat er auch keine Räume mehr, fang und frei,
gesunde Hormone zu produzieren. Dafür braucht es
ein Mindestmaß an funktionierendem Stoffwechsel. Und das können
wir auch dadurch fördern, indem wir uns ganz gesund
ernähren. Das davon profitiert auch unser Hormona-Aushalt. Und
was ganz wichtig ist, ist, wir müssen unsere Schilddrüse im Auge behalten. Also
unsere Schilddrüse hat starke Wechselwirkungen mit der
Sexualhormonproduktion und umgekehrt. Das heißt, wenn unsere Schilddrüse
krank ist, geht das auch zu Lasten der Sexualhormonproduktion,
genauso wie umgekehrt. Wenn unsere Sexualhormone im Mangel sind, beispielsweise
der angesprochene Progesteronmangel, wird auch
immer unsere Schicksal darunter leiden. Und wenn die langfristig
leidet, kann das bei der Frau sogar dazu führen, dass sie frühzeitig überzählt.
Also es ist ein Domino-Effekt.
Und im Darm übrigens genauso. Der Darm
hat große Wechselwirkungen mit dem Gehirn. Das wissen wir ja inzwischen.
Wir haben auch ein Darmhirn. Das hat die angewandte Medizin
jahrelang immer geleugnet und hat ein bisschen gelächelt über das,
was die traditionelle chinesische Medizin dazu gesagt hat. Und dann
hatten wir BSE und plötzlich wurden dieselben Nervenzellen im Darm
gefunden wie im Rinderhirn. Und dann war es plötzlich belegt,
wir haben ein Darmhirn. Inzwischen hat man auch Hormonrezeptoren
im menschlichen Darm gefunden. Hat Frauen Darm
Progesterone Rezeptoren. Das wissen wir Frauen schon länger, weil
nicht umsonst sind wir, bevor wir unsere Periode kriegen, immer sehr gebläht
und kriegen sogar Durchfall, wenn wir dann unsere Periode haben. Beziehungsweise
wir verhüten mit Kontrazeptiva und haben infolgedessen
Symptome eines Altsdarm-Syndroms. Wir wissen die
hormonellen Zusammenhänge mit unserem Darm, auch wenn sie noch nicht
belegt sind. Da möchte ich noch mal ganz herzlich dazu
einladen, dass wir das wahrnehmen und auch nicht absprechen
lassen von Therapeutinnen oder Ärztinnen, die
diese Zusammenhänge noch nirgendwo nachgelesen haben. Wenn wir
sie so erleben, dann sind sie so. Das sollten wir einfach dann
auch vor uns im Gedächtnis behalten für den
möglichen nächsten Arzt. Ja, unbedingt.
Und sowas auch gerne notieren, dokumentieren,
damit man für sich die Symptome einfach
mal sammelt und das dann als Dokument mitnehmen
kann zum nächsten Arzt. Ja, sehr gut Hinweis. Aber
du hattest noch nach Möglichkeiten gefragt, jenseits von Hormontherapie
Progesteronemangel zu behandeln. Ja, es gibt psychotherapeutische
Möglichkeiten. Also man kann zum Beispiel den Mönchspfeffer
einnehmen, Agnes Castus, einige andere Präparate. Das ist sehr
individuell verschieden, wie das hilft. Also
manchen Frauen oder auch jungen Mädchen hilft es sehr, andere
sagen nach nichts. Hormon-Yoga kann beispielsweise
helfen, also bestimmte Formen der Körperarbeit können sehr
helfen, die Fugosteron-Produktion zu stimulieren.
Es gibt auch hämopatische Fugosteron-Präparate
in D4, D6 mit verschiedener Ausprägung, die
man nehmen kann. Wie gesagt, verschiedene Kräuterpräparate. Also es
gibt eine ganze Palette an Möglichkeiten, ein gesundes
Progesteron wieder anzuschieben? Ja, das finde ich gut, dass du noch
mal darauf hinweist. Also ich finde, da darf man sich gerne auch dann mal
selber schlau machen, was es alles so gibt und kann eine ganze
Menge durchprobieren. Es gibt in Sachen Ernährung gibt
es auch noch den sogenannten C-Circle. Das kann man auch gerne mal
für sich versuchen, wenn man möchte. Also man hat auf jeden Fall relativ viele
Möglichkeiten. Und ich würde auch gerne noch mal das Thema Ernährung
anknüpfen, weil ich das auch ganz spannend finde. Du hast ja schon
gesagt, gesunde, ausgewogene Ernährung ist sehr wichtig,
auch vor dem Hintergrund, der Körper braucht natürlich auch die richtigen Nährstoffe, die
Hormone zu produzieren. Und in dem Moment, wo ich einfach
mich überwiegend von Fertigessen ernähre oder
von sehr viel hochverarbeiteten Lebensmitteln, dann gebe ich
meinem Körper ja nicht die nötigen Nährstoffe, weil da einfach nicht die Nährstoffe drin
sind, die der Körper tatsächlich braucht. Und dann rutsche ich vielleicht auch in
so eine Mangelernährung ab Und dann ist es dem Körper auch einfach nicht mehr möglich,
wie du schon gesagt hast, bestimmte Stoffwechselprozesse aufrecht zu erhalten
oder gut am Laufen zu halten bzw. Dann überhaupt
die entsprechenden Stoffe zu produzieren. Ich würde
auch gerne nochmal auf das Thema Autoimmunerkrankungen
zu sprechen kommen. Du hast es ja schon angesprochen, dass ein Progesteronemangel
eben auch für die Schilddrüse schwierig sein kann und dass
ein lang anhaltender Progesteronemangel dann in
der Folge wahrscheinlich auch zu Schilddrüsenunterfunktion
führen können. Ja, tatsächlich. Nicht nur dazu,
sondern auch zu anderen Erkrankungen. Ich beispielsweise bin mit
Neurodermitis geboren. Ich habe offensichtlich ein
angeborenes Hormondefizit. Das habe ich dann erst sehr viel
später herausgefunden, als ich dann
neben Nährstofftherapie und Ernährungsumstellung eine
bioidentische Hormonersatztherapie begonnen habe, war nach 41
Jahren meine Neurodermitis weg. Von einem Tag auf
den anderen. Die war einfach verschwunden. Unter anderem auch mein Reizdarmsyndrom.
Und ich konnte meine Schilddrüsen-Hormone tatsächlich in der Hälfte
reduzieren. Was ganz viele Hormontherapeutinnen
beobachten, ist halt, dass viele Frauen, die irgendwann im
Laufe ihres Lebens die Diagnose Hashimoto-Tereoritis erhalten,
Hashimoto ist ja die Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, die mit Unterfunktionen
einhergeht, ist, dass diese Frauen,
retrospektiv betrachtet, schon seit Ewigkeiten
premenstruelles Syndrom und damit Progesteronmangel hatten.
Also man kann sozusagen den Weg des Progesteronmangels nachzeichnen.
Wenn der lange besteht, in Teilen sogar über Jahrzehnte,
dann ist es immer wahrscheinlicher, dass irgendwann eine
Schilddrüse getroffen ist und sogar nicht nur mit Unterfunktionen, sondern
auch mit einer Autoimmunerkrankung mit Unterfunktionen
einhergeht. Und in den Wechseljahren kann das auch noch passieren. Also
Es kann tatsächlich auch in den Wechseljahren oder im
Zuge der Menopause eine Autoimmunerkrankung
wie ein Hashimoto auftreten oder andere Autoimmunerkrankungen.
Weil Also auch Östrogen, nicht nur Progesteron, sondern
beide diese Sexualhormone wirken ganz stark
anti-entzündlich und damit aufs Immunsystem. Es ist
ja auch immer spannend zu sehen, dass bestimmte Erkrankungen auch gerade
dann auftreten, wenn Frauen sehr starken hormonellen Schwankungen
unterworfen sind. Das gibt ja so typische Phasen wie
Pubertät, Schwangerschaft oder dann eben die Wechseljahre, wo dann
typischerweise solche Sachen dann auftreten. Wie wirkt sich
denn ein hausgeglichener Progesteronspiegel
positiv aus? Also erst Erstmal in
Abwesenheit des primärstuellen Syndroms.
Unter Umständen auch in Abwesenheit von Schmerzen oder
Migräne. Ohne Brustspann, ohne Reizbarkeit,
mit einem ausgeglichenen Gemütshaushalt. Sollen wir einfach mal
sagen, ein ausgeglichener Gemütszustand. Und natürlich mit
einem gesunden Schlaf. Oh ja, leichter einschlafen kann, dass
man leichter durchschlafen kann, dass man mehr Tiefschlafphasen
hat, dass man sich im Ganzen ausgeglichener fühlt
und nicht mehr so blutsig. Unter Umständen
auch einen nicht mehr so aufgetriebenen und
geblähten Bauch hat. Ja, also Viele Frauen
leiden ja auch unter Symptomen eines Falzdarmsyndroms
in Folge von Kontrazeptiva. Das wird leider sehr selten
abgefragt, aber es ist eine Nebenwirkung von
diesen hormonähnlichen Medikamenten, die verhüten. Da wird das
körpereigene Progesteron ganz unterdrückt durch das synthetische
Progesteron, was da verabreicht wird. Und das hat zur Folge,
dass das auch auf den Verdauungsapparat wirkt und kann
tatsächlich Symptome eines weitsamen Symptoms auslösen. Das heißt, wenn
man gesunde Progesteron-Stände hat, ist es durchaus
möglich, dass man einen schönen flachen Bauch hat und von der Verdauung gar
nichts mehr merkt. Ja, fantastisch. Ich finde, das ist ein
super Schlusswort, Astrid. Und ich möchte an der
Stelle auch nochmal auf Astrids Buch hinweisen.
Sie hat das Buch Hormonchaos – viele Symptome, eine
Ursache geschrieben. Da sind viele
Fallbeispiele drin von betroffenen Menschen, die
unter Hormonmangel litten. Es ist auch beschrieben,
wie diesen Menschen geholfen werden konnte. Mit unter anderem
bioidentischer Hormontherapie. Und ich finde, das liest sich sehr, sehr
spannend. Und Astrid hat hier auch noch mal erklärt, wie es zu Hormonmangel
kommt, wie sich die Symptome äußern. Also wenn du dich zu dem Thema auch selber
mal dazu einlesen möchtest, dann empfehle ich dir Astrids Buch. Ich
verlinke das auch noch mal in die Show Notes. An dieser
Stelle sage ich vielen Dank fürs Zuhören. Astrid und
ich hören uns im nächsten Monat wieder. Dann
wird es eine weitere Podcast-Folge geben zum Thema
Östrogen und dann einen Monat später auch zu
Testosteron. Also wir freuen uns, wenn du dann auch beim nächsten Mal wieder mit
dabei bist. Ich sage vielen Dank soweit.
Das war's für heute bei Vitale Balance. Wir hoffen, du
konntest wertvolle Impulse für deine Gesundheit mitnehmen.
Abonniere den Podcast, keine Folge zu verpassen.
Spannende Themen und praktische Tipps warten auf dich. Schön, dass
du dabei warst und bis zum nächsten Mal. Bleib vital!