Warum fällt die Ernährungsumstellung so schwer? Wir lösen die fünf Hauptprobleme
08.01.2025 25 min
Zusammenfassung & Show Notes
In dieser Episode geht es um ein Thema, das du sicher kennst: die Ernährungsumstellung. Warum fällt es uns so schwer, langfristig dran zu bleiben, und wie können wir die typischen Hürden überwinden? Ich spreche darüber, wie nährstoffarme Ernährung, hormonelle Störungen, versteckte Zucker, emotionales Essen und gesellschaftlicher Druck dich beeinflussen – und vor allem, wie du diese Herausforderungen meistern kannst. Lass uns gemeinsam schauen, wie du deine Ernährung nachhaltig verändern und damit deine Lebensqualität steigern kannst.
In dieser Episode dreht sich alles um die Ernährungsumstellung – und warum sie oft an typischen Hürden scheitert. Ich erkläre dir, wie nährstoffarme Ernährung dazu führt, dass du immer wieder nach Essen greifst, und wie hormonelle Störungen, ausgelöst durch zu viel Zucker, den Weg zur Ernährungsumstellung erschweren.
Wir sprechen darüber, wie du versteckten Zucker in Lebensmitteln erkennst, emotionale Muster hinter Heißhunger durchbrichst und dich von gesellschaftlichem Druck befreist, um deinen eigenen, gesunden Weg zu finden.
Außerdem erfährst du, welche Rolle frische, nährstoffreiche Lebensmittel bei einer nachhaltigen Ernährung spielen und wie sie deine Hormone ins Gleichgewicht bringen können.
Außerdem erfährst du, welche Rolle frische, nährstoffreiche Lebensmittel bei einer nachhaltigen Ernährung spielen und wie sie deine Hormone ins Gleichgewicht bringen können.
Ein besonderes Highlight dieser Folge: Ich teile mit dir praktische Tipps zur Zuckerreduktion und erzähle dir von meinen persönlichen Erfahrungen – ganz ohne Druck, aber mit viel Inspiration.
Diese Folge kann dir dabei helfen, emotionale Essmuster zu erkennen, deine Ernährung dauerhaft und nachhaltig umzustellen und Schritt für Schritt deine Lebensqualität zu steigern.
Bleib dran – diese Episode könnte der erste Schritt in ein neues Lebensgefühl sein!
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Ich bin Irene, Ernährungsberaterin, Gesundheitscoach, Hormoncoach i.A. und Triathletin und ich habe Hashimoto und Neurodermitis.
Ich zeige dir, wie du mithilfe deiner Ernährung deine Autoimmunkrankheit bzw. deine Intoleranz so beeinflussen kannst, dass du wieder zu mehr Wohlbefinden und Lebensqualität findest.
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Ich helfe dir weiter, stehe dir bei allen Fragen rund um deinen Start und das Durchhalten der Ernährungsumstellung zur Seite und unterstütze dich mit einer individuellen Beratung, um einen Plan zu entwickeln, der zu deinem Leben passt. Vereinbare hier einen kostenlosen Gesprächstermin.
„Einfache Ernährungsumstellung in 3 Schritten“ ist mein kostenfreier Videokurs. Hier lernst du, wie du eine ausgewogene Ernährung und entzündungshemmende Lebensmittel in deine tägliche Ernährung einfach integrieren kannst. Den Link zum Kurs findest du hier.
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Für mehr Infos schau auf meiner Website oder in meinem Blog vorbei.
Musik: LiQWYD "Sweet"
Medizinischer Disclaimer: Alle Informationen in diesem Podcast sind Empfehlungen. Sie sind keine medizinische Anweisung und dürfen auch nicht als eine solche verstanden werden. Solltest du Beschwerden haben oder deine ärztliche Behandlung ändern wollen (z.B. Anpassung der Medikamente), besprich dies bitte vorher mit deiner behandelnden Ärzt*in.
Irene Rosinski veröffentlicht in ihren Beiträgen ihre eigene Meinung und Erfahrung rund um Ernährungsumstellung, Hormonbehandlung und Autoimmunerkrankungen. Die Informationen dienen als alternative Wissensvermittlung.
Im Falle einer vorliegenden Krankheit sollten meine Empfehlungen oder die meiner Gäste die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung in keinem Falle ersetzen – es handelt sich nicht um eine Therapie, sondern um eine Ergänzung.
Musik: LiQWYD "Sweet"
Medizinischer Disclaimer: Alle Informationen in diesem Podcast sind Empfehlungen. Sie sind keine medizinische Anweisung und dürfen auch nicht als eine solche verstanden werden. Solltest du Beschwerden haben oder deine ärztliche Behandlung ändern wollen (z.B. Anpassung der Medikamente), besprich dies bitte vorher mit deiner behandelnden Ärzt*in.
Irene Rosinski veröffentlicht in ihren Beiträgen ihre eigene Meinung und Erfahrung rund um Ernährungsumstellung, Hormonbehandlung und Autoimmunerkrankungen. Die Informationen dienen als alternative Wissensvermittlung.
Im Falle einer vorliegenden Krankheit sollten meine Empfehlungen oder die meiner Gäste die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung in keinem Falle ersetzen – es handelt sich nicht um eine Therapie, sondern um eine Ergänzung.
Transkript
Hast du dir vorgenommen im neuen Jahr deine Ernährung umzustellen, weißt
aber nicht, wie du wirklich dauerhaft dranbleiben kannst?
Fragst du dich, warum deine guten Vorsätze schon nach kurzer Zeit
scheitern, obwohl die Motivation anfangs so groß ist?
Und möchtest du wissen, wie du bestimmte Hürden überwinden kannst?
Dann bleib dran, denn ich erkläre dir die fünf häufigsten Gründe,
warum eine Ernährungsumstellung schwer fällt und natürlich
auch, was du tun kannst, sie nachhaltig und erfolgreich
umzusetzen. Willkommen zur Vitale Balance, dem
Podcast rund Ernährung, ganzheitliche Gesundheit
und Lebensqualität. Deine Gastgeberin Irene Rosinski
taucht mit dir ein in die Kraft der Nährstoffe, die ausgewogene
Ernährung in die wohltuende Wirkung von Bewegung und die
Balance der Hormone, die entscheidend für dein körperliches
und seelisches Wohlbefinden sind. IRENE hat die Mission,
in jeder Episode präventive Strategien und Tipps zu
teilen. Höre die inspirierenden Geschichten von Menschen,
die ihre Gesundheit auf die unterschiedlichste Art und Weise
positiv und nachhaltig verändert haben. Wenn du auf
der Suche nach praktischen Tipps, wissenschaftlichen Erkenntnissen
oder einfach nur nach positiver Energie bist. Dieser Podcast
liefert die passenden Antworten. Herzlich
willkommen zu einer neuen Folge von Vitale Balance. Falls du jetzt
zum Jahresanfang auch den Entschluss gefasst hast, deine Ernährung
umzustellen, dann ist das großartig. Und
da hast du bestimmt ein tolles Ziel vorgenommen, das es lohnt
umzusetzen. Doch viele stellen immer wieder fest, dass die
Umsetzung schwer fällt, weil es schon Hürden gibt,
überhaupt in die dauerhafte Umstellung zu kommen. Oder man hält das
Ganze so ein bis zwei, vielleicht noch drei Wochen durch. Dann
bleibt man doch nicht dran und hört dann frustriert wieder auf. Darum
erkläre ich dir in dieser Podcast-Folge Fünf Gründe
dafür, warum eine dauerhafte Ernährungsumstellung oft schwerfällt,
was dahinter steckt, aber auch, was du tun kannst, tatsächlich
in die Ernährungsumstellung zu kommen und auch dran zu bleiben.
Der erste Grund lautet nährstoffarmes essen. Unsere
moderne Ernährung, die Zusammensetzung der Ernährung und die
vielen hochverarbeiteten Lebensmittel weisen oft einen
Mangel an wichtigen Nährstoffen auf. Inzwischen
weiß man sogar, dass konventionell angebautes Obst und Gemüse deutlich
weniger Mikronährstoffe enthält. Gerade konventionell angebautes
Obst und Gemüse enthält heute viel weniger
Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente,
als das noch vor Jahren der Fall war. Dieser
Nährstoffmangel kann zu einem Ungleichgewicht im Körper führen
und erschwert damit auch eine dauerhafte Ernährungsumstellung.
Wenn wir nämlich das Gefühl haben, dass uns was fehlt, aber nicht genau
wissen, was es ist, reagiert der Körper oft mit
Verlangen nach mehr Essen und dann auch insbesondere
nach süßem Essen. Das liegt wahrscheinlich daran, das
ist ein evolutionärer Grund, dass dieser süße Geschmack
in der menschlichen Evolution typischerweise für
sichere, nicht giftige Nahrung stand. Ein Beispiel
dafür ist die Bedeutung von Bitterstoffen für eine gesunde Verdauung.
In unserer modernen Ernährung wird das leider oft vernachlässigt.
Durch die Züchtung und Verarbeitung vieler
Gemüse oder auch Salate insbesondere wurden nämlich diese
Bitterstoffe aus vielen Lebensmitteln herausgezüchtet
und dadurch fehlt unserem Körper oft das Signal, dass er
bestimmte Nährstoffe benötigt. Stattdessen greift er
dann eben zu süßen Lebensmitteln, die seine Bedürfnisse
zu befriedigen. Und dieses Problem verschärft sich
noch, da der Körper durch den regelmäßigen Konsum von hochverarbeiteten
Lebensmitteln im Laufe der Zeit sozusagen
verwirrt wird und dann auch gar nicht mehr angemessen signalisieren
kann, welche Nährstoffe ihnen konkret fehlen. Es ist dann eben
schwierig für ihn zu erkennen, aus welchen Lebensmitteln er
die bestehenden Nährstoffe beziehen könnte. Ich
kann da mal ein Beispiel von mir erzählen. Also bevor ich meine
Ernährung umgestellt habe, habe ich auch wahnsinnig viel
Süßes gegessen, allen voran Schokolade. In Kakao ist
sehr viel Magnesium enthalten. Mein Körper hat offensichtlich unter
anderem auch dieses Magnesium gebraucht, weshalb
ich sehr, sehr oft zu Schokolade gegriffen habe, weil der Körper
wusste, dass es etwas, wo er das Magnesium herbekommt. Also nur
damit du mal eine Idee davon bekommst, wie sich das im Prinzip
auswirken kann. Das heißt also, der Körper neigt dazu,
auf das Verlangen nach Süßen zu reagieren, ohne dann aber
eigentlich eine effektive Lösung für den Nährstoffmangel zu
finden. Und Das erschwert eben auch eine nachhaltige
Ernährungsumstellung. Aber in eine dauerhafte
Ernährungsumstellung zu kommen, solltest du dich also auf
eine ausgewogene Ernährung konzentrieren, die
überwiegend aus frischen und unverarbeiteten Lebensmitteln
besteht. Das heißt viel Gemüse, Hülsenfrüchte,
Feuerkornprodukte. Das sind die Sachen, die dir eben die
Vitamine, Mineralstoffe und auch Ballaststoffe liefern, die dein
Körper für ein gesundes Gleichgewicht braucht. Und auch, indem
du Bitterstoffe aus Gokula, Chicory
oder beispielsweise auch Löwenzahn wieder bewusst in deine Mahlzeiten
integrierst, unterstützt du deine Vertrauung und gibst eben
deinem Körper auch die Signale, die er braucht, sich satt und
zufrieden zu fühlen. Nur mal als Beispiel, auch
Ballaststoffe sind sehr wichtig, weil sie ein Sättigungsgefühl
signalisieren und gleichzeitig eben auch das Darm- mikrobium
in seiner Arbeit unterstützen. Ein wichtiger Schritt ist es dann also hier,
diese hochverarbeiteten Lebensmittel mit den
versteckten Zuckern darin zu reduzieren.
Die enthalten ja oft auch leere Kalorien, die einfach auch nicht
nachhaltig satt machen. Völlig kennst du das selber auch von dir, gerade wenn man Fast
Food isst, dann fühlt man sich danach nicht wirklich satt und eigentlich hat man
Lust noch mehr zu essen. Stattdessen kannst du dir angewöhnen,
Mahlzeiten selber zuzubereiten aus frischen Lebensmitteln
und dann hast du zum einen natürlich die Kontrolle über die
Zutaten, aber auch über die Menge. Ich kann dir noch als Tipp
mitgeben, plane deine Mahlzeiten im Voraus und achte
darauf, dass du sie beispielsweise sehr bunt und abwechslungsreich
gestaltest. Und das macht am Ende des Tages nicht nur Spaß
beim Kochen, sondern versorgt eben dein Körper auch mit einer
Vielzahl an Nährstoffen. Wenn du deinem Körper also regelmäßig
hochwertige Lebensmittel gibst, lernt er wieder echte
Sättigung und Zufriedenheit zu erkennen und das Verlangen
nach Süßen oder nach noch mehr wird mit der Zeit
automatisch weniger. Der zweite Grund, der eine dauerhafte
Umstellung erschweren kann, sind körperliche Ursachen
und zwar hormonelle Stimmung. Unsere Reaktion auf
Zucker ist ja auch vielen biochemischen Abläufen
im Körper geschuldet. Das Problem ist, sobald wir permanent und zu
viel Zucker, insbesondere in Form von Einfachzucker wie Fructose oder
Glucose zu uns nehmen, kann das zu hormonellem Ungleichgewicht
führen. Glucose beispielsweise beeinflusst unseren Blutzuckerspiegel,
was auch in der Langzeitfolge zu Diabetes
2 führen kann. Und das belastet natürlich das gesamte
System und erhöht einfach das Risiko für verschiedene Folgeerkrankungen
wie kardiovaskuläre Erkrankungen. Zudem führt es
häufig zu Appetit, insbesondere auf schnell verfügbare Energielieferanten
und das sind ja in der Regel Süßigkeiten, hochverarbeitete
Lebensmittel, Fastfood. Fructose auf der anderen Seite
belastet die Leber, erhöht die Blutfettwerte
und auch das kann zu Folgeerkrankungen führen, nämlich der
sogenannten Fettleber. Außerdem hemmt Glucose auch das
Sättigungsgefühl, sodass wir dann eben nur schwer aufhören
können, süße Lebensmittel zu essen, beziehungsweise wir haben dann
immer Lust auf noch mehr Süßigkeiten. Dieser Prozess
fördert dann natürlich dieses übermäßige Essen, was dann eben auch
nochmal die Ernährungsumstellung erschwert. Das heißt, wenn wir
zu viel Zucker konsumieren, beeinflusst das eben auch die Produktion und die
Funktionen unserer Hormone. Unsere Reaktion auf Zucker
ist auch eng mit der Funktion verschiedener Hormone im Körper
verbunden. Also gerade die Hormone, die an der Regulierung
von Hunger, Sättigung und Stoffwächse beteiligt
sind. Dabei gibt es insbesondere die folgenden
Hormone zu nennen, die dabei eine zentrale Rolle spielen. Und das ist zum
einen also Insulin. Nach dem Verzehr von Zucker steigt eben der
Blutzuckerspiegel an und unsere Bauchspeicheldrüse schüttet dann dem
Insulin aus, was dann hilft, Glucose aus dem Blut in die Zellen
zu transportieren, wo sie dann eben als Energie genutzt oder
gespeichert werden kann. Ein dauerhaft zu hoher Zuckerkonsum kann
jedoch zu Insulinresistenz führen, einem Zustand, bei dem
die Zellen also weniger empfindlich sind gegenüber Insulin. Und das
kann eben auf Dauer dann zu Diabetes 2 führen.
Das heißt, das stört hier aber auch nicht nur den Zuckerstoffwechsel,
sondern führt auch zu verstärktem Hungergefühl und in der Folge zu
Gewichtszunahme. Das nächste Hormon in dieser Reihe ist Leptin. Dieses
Hormon wird von den Fettzellen produziert und signalisiert dem Gehirn, dass wir
satt sind. Bei chronisch hohem Zuckerkonsum kann es aber zu einer
sogenannten Leptinresistenz kommen, bei der das Gehirn die Sättigungssignale
nicht mehr richtig wahrnimmt. Das Ergebnis ist dann, wir essen
weiter, obwohl unser Körper eigentlich schon genug Energie
hat. Dann gibt es da als drittes in der Reihe das Ghrelin.
Das wird auch das Hungerhormon genannt und das
wird im Magen produziert und signalisiert dem Gehirn, dass es
jetzt Zeit ist zu essen. Zuckerhaltige Lebensmittel können die
Ghrelin-Produktion verstärken, was dann das Verlangen nach weiteren
Snacks oder Mahlzeiten anregt, selbst wenn der Körper eigentlich
gar keinen Energiebedarf mehr hat. Dann gibt es da auch noch
das Hormon Dopamin. Zucker aktiviert ja das Belohnungssystem
im Gehirn und fördert dann die Ausschüttung von
Dopamin. Und dieses Hormon signalisiert dann Wohlbefinden
und auch Zufriedenheit. Dieser
kurzfristige Glückskick kann süchtig machen und dazu führen, dass
der Körper immer wieder nach Zucker verlangt, die Dopaminausschüttung
zu stimulieren. Sobald eben Zucker in das Gehirn kommt, wird halt
eben sehr viel Dopamin ausgeschüttet, aber in dem Moment, wo der
Zucker weg ist, sinkt der Dopaminspiegel
im Körper auch sehr stark wieder ab und das veranlasst
das Gehirn wieder nach mehr Zucker zu
verlangen, dann in der Folge mehr Dopamin ausschütten zu können. Das kann
dann am Ende des Tages auch zu einer Art Suchtverhalten führen. Das letzte
Hormon, das ich in dieser Reihe hier noch nennen möchte, ist Cortisol.
Cortisol ist also ein Stresshormon, was ausgeschüttet wird,
wenn Stress auftritt. Und auch das hat eine wichtige Rolle bei der
Hungerregulation. In dem Moment, wo wir zu viel Cortisol
im Körper haben, wird das Verlangen nach Zucker verstärkt. Der
Körper braucht Energie, mit der Stresssituation umgehen zu können. Aber gleichzeitig
verringert Cortisol den Verdauungsprozess,
beziehungsweise der wird dann angehalten. Das heißt, wir führen dann viel Energie zu
uns, aber die wird eigentlich nicht richtig verarbeitet im Körper. Auch
das kann auf Dauer dazu führen, dass wir zunehmen.
Das heißt, wenn dieses hormonelle Ungleichgewicht aufgrund von
übermäßigen Zuckerkonsum oder generell zu viel
hochverarbeitetem Essen stark ausgeprägt ist, hält es uns also
in so einem ständigen Kreislauf gefangen, wo wir dann nicht nach mehr leeren
Kalorien verlangen sozusagen. Der Körper fördert dann unaufhörlich
schnelle Energie und das ist für uns aber
auch wahnsinnig schwierig dem zu widerstehen. Also das erfordert
eine enorm hohe Anstrengung. Das hat eben auch damit zu tun, der
Körper glaubt, er befindet sich in einer Notsituation und will
daher auf der einen Seite Energie sparen und weiß aber gleichzeitig,
ich möchte ganz viel Energie aufnehmen. Und deshalb pflanzt er nach immer
mehr. In dem Fall ist es dann auch so, dass dann auch Diäten
und Sport gar nicht mehr richtig helfen. Das heißt, wir nehmen dann auch durch
Diäten oder Sport gar nicht mehr ab, weil der Körper einfach das alles speichert.
Auf hormoneller Ebene geht es also nichts Geringeres als das Überleben.
Und diese hormonellen Störungen zu überwinden, ist es
eben wichtig, dass man eine Zeit lang tatsächlich auf
zuckerhaltige Lebensmittel verzichtet und stattdessen
sich einer nährstoffreichen Ernährung hinwendet, sprich sich
sehr ausgewogen ernährt. Eine Ernährung, die reich ist an Mikronährstoffen,
Anballerstoffen, Proteinen und auch gesunden Fetten. Weil diese Lebensmittel
dann einfach helfen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Und
die fördern dann auch eine natürliche Regulation von dem
Hormon Insulin, Leptin und Gralin. Durch diese Stabilisierung
des Hormonhaushalts kannst du dann eben in der Folge
Heißungertappen vermeiden und bildest dann Basis
für eine nachhaltige und dauerhafte Ernährungsumstellung. Der
dritte Grund, warum dir eine Ernährungsumstellung schwerer fallen
kann, sind auch versteckte Zucker. Versteckter Zucker ist ja
leider allgegenwärtig in unserer modernen Ernährung.
Etwa 80 Prozent der verarbeiteten Lebensmittel, die wir
täglich konsumieren, enthalten Zucker, Zuckerersatzstoffe
oder Zuckeraustauschstoffe. Und das ist
auch für uns Verbraucher nicht immer ganz ersichtlich. Und das Problem ist
einfach, unser Körper gewöhnt sich dann an diese schnelle Energiequelle
und verlangt regelmäßig nach Nachschub. Was eben auch so schwierig
macht, dass auch in vielen herzhaften Speisen Zucker
versteckt ist. Das ist uns oft gar nicht klar Und auch das führt natürlich
dann zu einem Anstieg und anschließenden Abfall des Blutzuckerspiegels.
Diese großen Schwankungen, die dann treten, lösen
erneut das Verlangen nach Zucker aus, selbst wenn wir
etwas vermeintlich Gesundes gegessen haben. Es ist für uns auch
nicht immer ganz einfach herauszufinden, wo sich in den verarbeiteten
Lebensmitteln Zucker verstecken, weil die Lebensmittelindustrie
das auch unter allerhand unterschiedlichen
Begrifflichkeiten deklariert Und dann ist es
oft nicht sehr eindeutig für uns und macht es oft zu einer
Herausforderung. Gerade auch herzhafte Lebensmittel
wie sauer eingelegtes Gemüse zum Beispiel und natürlich
Fastfood-Produkte, panierte Sachen, frittierte Sachen enthalten
doch auch überraschend hohe Zuckermengen. Also ich kann mich sehr gut
erinnern, als ich vor meiner dauerhaften Ernährungsumstellung durch den
Supermarkt gegangen bin und mir dann mal so die ganzen Zutatenlisten
durchgelesen habe, war ich doch einigermaßen schockiert, weil ich überall
Zucker und Zuckerasapstoffe gefunden habe, mich das doch sehr
erschrocken hat, wo überall auch Zucker drin war. Gerade diese
Kombination aus versteckten Zucker, gesättigten Fetten
und vor allem dann eben auch Weißmehl hat viel negative Auswirkungen
auf unseren Blutzuckerspiegel und eben auf unser Hunger- und
Sättigungsgefühl. Es fördert dann leider auch in der Folge so eine Art
Suchtverhalten nach Zucker, nach schnellen Kohlenhydraten,
hochverarbeiteten Lebensmitteln. Und Selbst wenn
wir offensichtliche Süßigkeiten aus unserer Ernährung
streichen, könnten wir weiterhin so einem starken Verlangen nach Zucker
unterliegen. Weil wenn wir uns hauptsächlich
von minderwertigen Lebensmitteln ernähren, wo nach wie vor viel Zucker
zugesetzt ist, bleiben wir da sozusagen in so einem Teufelskreis stecken.
Und es ist halt ganz wichtig, den zu durchbrechen, indem wir dann auch
bewusst auf versteckten Zucker und ganz ganz vielen Lebensmitteln
achten. Die Alternative ist dann, sich für eine Ernährung zu entscheiden,
die aus sehr viel frischen und unverarbeiteten Lebensmitteln
besteht. Das heißt, geh mal durch den Supermarkt
und schau mal auf die Zutatenliste, wo sich da
in den Produkten, die du ganz gerne isst, überall Zucker versteckt. Ich kann dir also
nur empfehlen, vor allem auf Entzündungshemmende, zuckerarme Rezepte zu
setzen aus Zutaten wie frischem Gemüse, Hülsenfrüchten,
gesunden Fetten, auch mit vielen Kräutern,
Gewürzen. Der Schlüssel in einer Erfolgreichen Ernährungsumstellung
steckt hier tatsächlich auch in der richtigen Vorbereitung. Das
heißt, es reicht nicht nur über diese versteckten Zucker Bescheid zu
wissen, sondern du solltest natürlich auch wissen, auf welche Alternativen du
dann zurückgreifen kannst Und du
solltest dir dann auch entsprechend Rezepte raussuchen, einen Ernährungsplan
schreiben, damit es dir einfach hilft, da auch ein ganzes Stück weit
kontinuierlich dran zu bleiben. Dann gelingt es dir nämlich, deinen Blutzuckerspiegel
zu stabilisieren und einen Verlangen nach
Zucker und nach schnellen Kohlenhydraten zu senken.
Der vierte Grund, warum dir eine dauerhafte Ernährungsumstellung schwer fallen
könnte, ist emotionales Essen. Falls du dann nicht nach Süßigkeiten
greifst und die Gedanken an Schokoriegel
beispielsweise dich nicht loslassen, könnte es durchaus sein, dass du
eine zusätzliche emotionale Bindung an den Zucker hast.
Vielleicht kennst du das von dir, du naschst beispielsweise,
wenn du traurig bist, wenn du gestresst bist, wütend oder
auch gelangweilt. Du verbindest Süßes mit
Belohnung. Teilweise ist Schokolade
oder ein Glas Wein am Abend für dich ein Ersatz oder ein Ausgleich.
In solchen Fällen kann der Verzicht auf Zucker
und auf Süßes ebensomals herausfordernd sein,
denn unerfüllte Bedürfnisse, unterdrückte Gefühle und
anhaltendes Verlangen nach Zucker können stark miteinander verbunden
sein. Der Hintergrund ist, dass wir von Geburt an
Bedürfnisse haben, die erfüllt werden müssen, damit es
uns gut geht und wir überleben können. Und im Laufe der
Zeit lernen wir aber, dass nicht alle unserer Bedürfnisse
angemessen behandelt werden. Einige werden ignoriert
oder unterdrückt. Und viele von uns lernen
dann also, unsere eigentlichen wahren Bedürfnisse auch zu ignorieren
und uns von unseren Gefühlen, Träumen und Wünschen zu
distanzieren. Und wenn dieses Grundbedürfnisse
nach Liebe und Aufmerksamkeit eben nicht erfüllt wird, kann das
durchaus lebenslange Auswirkungen haben. Also in emotional
belastenden Zeiten greifen viele dann unterbewusst zu
stark zuckerhaltigen Lebensmitteln, Trost zu finden oder
schmerzhafte Gefühle zu lindern. Zucker wirkt dann in dem Fall wie
ein Beruhigungsmittel und schafft kurzfristig auch ein Gefühl von Sicherheit.
Aber die eigentlichen Ursachen dieser Unsicherheit oder dieser
Unzufriedenheit bleibt davon unberührt. Diese
Gewohnheiten haben ja auch tiefere Wurzeln in vergangenen Erfahrungen,
in denen wir eben emotionale Geborgenheit vermisst haben. Statt
uns mit diesen Wunden auseinanderzusetzen, suchen wir dann eben eine Ersatzbefriedigung
in anderen süßen Verlockungen sozusagen.
Und diese Strategie hält uns aber eigentlich davon ab, bis zu
grundlegenden Verletzungen zu heilen. Das heißt, der bewusste
Verzicht auf stark zuckerhaltige Produkte kann hier ein erster Schritt
sein, uns mit unseren echten Bedürfnissen auseinanderzusetzen.
So schaffen wir auch den Raum für Heilung und langfristige positive
Veränderungen hin zu einem Leben, das eben nicht
durch dieses Verlangen nach Zucker geprägt
ist, sondern eben durch innere Erfüllung getragen wird.
In meiner Praxis erlebe ich das nämlich auch immer wieder, dass eine Ernährungsumstellung
mit vielen Gefühlen verbunden ist. Da ist am Anfang oft diese
Unsicherheit, diesen Schritt überhaupt zu gehen. Und
dann ist man ja auch selber gezwungen, wenn man in dieser Situation ist, sich damit
auseinanderzusetzen. Ich muss mich anders verhalten, weil ich eben nicht auf das
bekannte Essen oder auf mein bekanntes Verhalten zurückgreifen kann. Also
muss ich mich damit irgendwie beschäftigen und auseinandersetzen. Und das kann
manchmal herausfordernd sein, aber auch schmerzhaft.
Und das ist ein Punkt, der es wirklich schwierig macht, dann in die dauerhafte
Umstellung zu kommen. Und tatsächlich hilft hier wirklich
eine konkrete Umstellung und dass du dich da auch mit den Themen
auseinandersetzt. Und da hast du verschiedene Möglichkeiten, wie Tagebuch
führen oder meditieren oder aber du sagst dann, du willst dir
tatsächlich Unterstützung von außen. Der fünfte und
letzte Punkt, den ich in dieser Reihe nennen möchte, ist der
gesellschaftliche Kontext. Zucker ist in unserer
Kultur sehr stark verankert.
Zucker ist fest in unseren sozialen Bräuchen und
Gewohnheiten etabliert. Wir feiern besondere Anlässe wie
Geburtstage, Hochzeiten und Feste mit süßen Leckereien
wie Kuchen und Torten. Wir zeigen unsere Zuneigung und Dankbarkeit
oder Freude gerne mit Schokolade, mit Keksen
oder mit Süßigkeiten, die wir dann verschenken. Und auch im Alltag
begegnet uns Zucker sehr häufig, sei es zum Beispiel beim Arztbesuch,
wenn die Kinder eben Gummibärchen bekommen, nachdem sie die
Untersuchung überstanden haben, in der Apotheke oder auch bei
Oma zu Besuch. Also die Verlockung von Süßigkeiten
ist im Prinzip allgegenwärtig und auch sehr schwer zu
ignorieren tatsächlich, auch für uns Erwachsene. Die Vorstellung, auf
Zucker zu verzichten, kann da im ersten Moment doch recht
überwältigend sein, weil man sich dann natürlich schon auch die Frage
stellt, ja wie soll das gehen, Wie soll ich meinen Geburtstag eigentlich ohne Geburtstagskuchen
fangen? Da kann man einfach schauen, was gibt es für Lösungen oder für Alternativen,
sodass du dann diese Ernährungsumstellung eben nicht als Verzicht erlebst,
sondern tatsächlich eher als Bereicherung.
Und was auch ganz wichtig ist zu wissen, je klarer du in deiner
Entscheidung für eine zuckerarme, ausgewogene oder
auch entzündungshemmende Ernährung bist und das auch so kommunizierst,
desto entspannter wird auch dein Umfeld damit
Indem wir unsere Ernährung auf zuckerfrei, nährstoffreich
umstellen, können wir viele Veränderungen in unserem Körper
bewirken. Unser Organismus strebt ja grundsätzlich nach
Gesundheit und kann sich auch sehr gut selbst teilen, wenn er dazu die Chance
erhält in Form von ausreichend Nährstoffen
und eben auch nicht permanent gegen die Auswirkungen von Zuckern kämpfen muss.
Wenn wir unserem Körper also genau das geben, was er braucht und
gleichzeitig vermeiden, ihm das zuzuführen, was ihn
belastet, kann er anfangen, sich tatsächlich auch selber zu
regenerieren und zu heilen. Und falls du jetzt nicht
weißt, wie du den ersten Schritt machen sollst, dann keine Sorge.
Ich bin gerne da, dir diesen Weg zu zeigen. Ich habe das
alles schon hinter mir und ich kenne auch die Hürden und die Fallstricke aus eigener
Erfahrung und ich weiß, dass es zum Beispiel sehr wichtig ist, einen klaren
Fahrplan zu haben und auch gute, hilfreiche
Alternativen. Wenn du jetzt sagst, du brauchst Unterstützung
bei deiner Ernährungsumstellung, zum Beispiel durch konkrete Tipps, durch
Rezepte oder auch eine individuelle Begleitung, dann kannst du dich gerne bei mir
melden. Und gemeinsam finden wir einen Weg, der zu dir und zu
deinem Alltag passt. Ich sage An dieser Stelle danke
fürs Zuhören. Ich hoffe, die Folge hat dir geholfen,
die Herausforderungen bei einer Ernährungsumstellung besser zu
verstehen und ich konnte dir wertvolle Impulse geben, wie
du sie auch meistern kannst. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann
freue ich mich, wenn du mir eine Bewertung dalässt oder dein
Feedback. Abonniere gerne meinen Podcast und ich
wünsche dir jetzt einen energievollen Start ins neue Jahr
und freue mich, wenn du auch bei der nächsten Episode wieder mit dabei
bist. Das war's für heute bei Vitale Balance.
Wir hoffen, du konntest wertvolle Impulse für deine Gesundheit mitnehmen.
Abonniere den Podcast, keine Folge zu verpassen.
Spannende Themen und praktische Tipps warten auf dich. Schön,
dass du dabei warst und bis zum nächsten Mal. Bleib vital!