ZenCast

Sven Precht

! auf ZENdung ! (Meditation)

Eine Hinführung

16.04.2023 52 min

Zusammenfassung & Show Notes

Ich habe mal ein Foto gesehen - von einem in perfekter Sitzhaltung meditierenden Zen-Meister. Ich weiß nicht: Das hat irgendwie mein Leben verändert.

Schön, dass du gekommen bist. Wie geht es dir? Naja. Ist schon okay. Es muss dir nicht immer gut gehen. Das ist in Ordnung. Aber du leidest auch nicht. Es läuft vielleicht nicht immer alles so rund. Aber so ist das Leben. Ich freue mich jedenfalls, dass wir heute gemeinsam üben können. Du weißt, dass ich hin und wieder auch die Meditation anleite. Das ist für das Zen eher unüblich. Doch wenn ich Besucher habe, die noch keine oder nur wenig Erfahrung im Meditieren haben, biete ich gerne an, während der Sitzungen ein paar Anleitungen oder vielmehr Anregungen zu sprechen. Das sind immer nur Angebote. Ich erzähle gewissermaßen, was ich selbst gerade tue, wenn ich mich auf das Meditieren vorbereite, und lade die Anderen ein, mir zu folgen. Wer nicht mag, weil es für ihn oder sie gerade nicht passt, geht einen anderen Weg. Auch das ist in Ordnung. Es gibt zahllose persönliche Wege. Doch ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen dankbar sind, ein paar Worte an die Hand zu bekommen. Sie finden so leichter in diesen Prozess hinein. Mehr will ich gar nicht. Ich vergleiche das immer mit dem Fahrradfahren. Als ich noch ein kleiner Junge war und unbedingt Fahrradfahren lernen wollte, bekam ich ein Kinderfahrrad mit Stützrädern. Meine Anleitungen sind so etwas wie diese Stützräder. Nach ein paar Tagen konnte ich schon ziemlich frei fahren, und irgendjemand schraubte mir diese Stützräder ab. Genauso verhält es sich beim Meditieren. Die Anleitungen brauchst du später nicht mehr. Im Gegenteil, später sind sie vielleicht sogar hinderlich. Doch zu Beginn kannst du Nutzen daraus ziehen.

Man muss auch nicht immer über Zen sprechen, um Zen zu praktizieren. Das ist eine Einsicht, zu der ich auch irgendwann gekommen bin.