15funkt - Folge 14: Medienscouts in der Schule
Zu Gast bei den Medienscouts der Nelson Mandela Schule
13.10.2026 11 min
Zusammenfassung & Show Notes
15funkt – Medienscouts: Schülerinnen und Schüler klären auf
In dieser Folge des Podcasts 15funkt des Referats für Medienbildung in Hamburg berichten Lina und Efe, beide 18 Jahre alt, über ihre Tätigkeit als Medienscouts an der Nelson-Mandela-Schule in Wilhelmsburg. Die beiden wurden durch eine direkte Ansprache für das Projekt gewonnen. Ihre Ausbildung fand bei TIDE statt: Ein einwöchiger Einstiegsworkshop und weitere Termine vermittelten ihnen Wissen und Methoden, darunter Sprech- und Präsentationstraining.
Im Schulalltag besuchen die Medienscouts in kleinen Teams fünfte Klassen und sprechen mit jüngeren Schülerinnen und Schülern über die Risiken und Regeln digitaler Kommunikation. Inhaltliche Schwerpunkte sind allgemeine Geschäftsbedingungen, das Recht am eigenen Bild, Klassenchats, Cybermobbing, Cybergrooming, Fake News sowie betrügerische Nachrichten und Links.
In dieser Folge des Podcasts 15funkt des Referats für Medienbildung in Hamburg berichten Lina und Efe, beide 18 Jahre alt, über ihre Tätigkeit als Medienscouts an der Nelson-Mandela-Schule in Wilhelmsburg. Die beiden wurden durch eine direkte Ansprache für das Projekt gewonnen. Ihre Ausbildung fand bei TIDE statt: Ein einwöchiger Einstiegsworkshop und weitere Termine vermittelten ihnen Wissen und Methoden, darunter Sprech- und Präsentationstraining.
Im Schulalltag besuchen die Medienscouts in kleinen Teams fünfte Klassen und sprechen mit jüngeren Schülerinnen und Schülern über die Risiken und Regeln digitaler Kommunikation. Inhaltliche Schwerpunkte sind allgemeine Geschäftsbedingungen, das Recht am eigenen Bild, Klassenchats, Cybermobbing, Cybergrooming, Fake News sowie betrügerische Nachrichten und Links.
15funkt – Medienscouts: Schülerinnen und Schüler klären auf
Wie können Jugendliche jüngeren Schülerinnen und Schülern helfen, sich sicher und verantwortungsvoll im Internet zu bewegen? In dieser Folge von 15funkt spricht das Referat für Medienbildung in Hamburg im Tonstudio der Nelson-Mandela-Schule in Wilhelmsburg mit Lina und Efe. Beide sind 18 Jahre alt und engagieren sich als Medienscouts an ihrer Schule.
Im Interview erzählen sie, wie sie für das Projekt gewonnen und bei TIDE in Workshops geschult wurden. Sie berichten, wie sie ihr Wissen in fünften Klassen weitergeben – unter anderem zu Klassenchats, dem Recht am eigenen Bild, Cybermobbing, Cybergrooming und Fake News. Auch die Besonderheit des Peer-to-Peer-Ansatzes kommt zur Sprache: Wenn ältere Jugendliche ohne Lehrkraft mit Jüngeren sprechen, entstehen häufig offenere Gespräche.
Außerdem erfahrt ihr, was Lina und Efe selbst aus ihrem Engagement mitnehmen, warum Präsentationstraining und Medienkompetenz auch ihnen zugutekommen und wie die Medienscouts an ihrer Schule Nachwuchs gewinnen und ihre Arbeit organisieren.
THEMEN DIESER FOLGE
- Einstieg und Weg zum Medienscout
- Ausbildung und Workshops bei TIDE
- Peer-to-Peer-Medienbildung in Jahrgang 5
- Klassenchats, Recht am eigenen Bild und AGB
- Cybermobbing, Cybergrooming, Fake News und Online-Risiken
- Erfahrungen vor der Klasse und die Rolle älterer Schülerinnen und Schüler
- Vorteile des Engagements und Tipps für andere Schulen
- Organisation und Nachwuchsgewinnung
Informationen zu Medienscout-Ausbildungen:
https://li.hamburg.de/qualitaetsentwicklung-von-unterricht-und-schule/aufgabengebiete-und-querschnittsthemen/medienerziehung/medienscouts-657818
https://www.tidenet.de/mitmachen/jugendliche-kinder/medienscouts
Die Nelson Mandela Schule:
https://www.nelson-mandela-schule-kirchdorf.de/startseite/
Wie können Jugendliche jüngeren Schülerinnen und Schülern helfen, sich sicher und verantwortungsvoll im Internet zu bewegen? In dieser Folge von 15funkt spricht das Referat für Medienbildung in Hamburg im Tonstudio der Nelson-Mandela-Schule in Wilhelmsburg mit Lina und Efe. Beide sind 18 Jahre alt und engagieren sich als Medienscouts an ihrer Schule.
Im Interview erzählen sie, wie sie für das Projekt gewonnen und bei TIDE in Workshops geschult wurden. Sie berichten, wie sie ihr Wissen in fünften Klassen weitergeben – unter anderem zu Klassenchats, dem Recht am eigenen Bild, Cybermobbing, Cybergrooming und Fake News. Auch die Besonderheit des Peer-to-Peer-Ansatzes kommt zur Sprache: Wenn ältere Jugendliche ohne Lehrkraft mit Jüngeren sprechen, entstehen häufig offenere Gespräche.
Außerdem erfahrt ihr, was Lina und Efe selbst aus ihrem Engagement mitnehmen, warum Präsentationstraining und Medienkompetenz auch ihnen zugutekommen und wie die Medienscouts an ihrer Schule Nachwuchs gewinnen und ihre Arbeit organisieren.
THEMEN DIESER FOLGE
- Einstieg und Weg zum Medienscout
- Ausbildung und Workshops bei TIDE
- Peer-to-Peer-Medienbildung in Jahrgang 5
- Klassenchats, Recht am eigenen Bild und AGB
- Cybermobbing, Cybergrooming, Fake News und Online-Risiken
- Erfahrungen vor der Klasse und die Rolle älterer Schülerinnen und Schüler
- Vorteile des Engagements und Tipps für andere Schulen
- Organisation und Nachwuchsgewinnung
Informationen zu Medienscout-Ausbildungen:
https://li.hamburg.de/qualitaetsentwicklung-von-unterricht-und-schule/aufgabengebiete-und-querschnittsthemen/medienerziehung/medienscouts-657818
https://www.tidenet.de/mitmachen/jugendliche-kinder/medienscouts
Die Nelson Mandela Schule:
https://www.nelson-mandela-schule-kirchdorf.de/startseite/
Transkript
Intro: 15funkt.
Moderation: Podcast des Referats für
Medienbildung in Hamburg. 15funkt sendet
heute aus dem Tonstudio der
Nelson-Mandela-Schule in Wilhelmsburg.
Zu Gast haben wir eine Schülerin und einen
Schüler von den
Medienscouts dieser Schule. Hallo Lina, hallo
Efe. Toll, dass ihr
uns ein Interview gebt. Lina, magst du dich
kurz vorstellen und
erzählen, wie du zu den Medienscouts gekommen
bist?
Lina: Hallo, ich bin Lina. Ich bin achtzehn
Jahre alt und ich bin jetzt
seit drei Jahren Medienscout. Und ja, Herr
Drozella ist damals durch
die Klassen gegangen und hat uns gefragt, ob
wir nicht Lust hätten,
bei seinem Projekt mitzumachen, und seitdem bin
ich dabei.
Moderation: Mhm. Und Efe, wie war das bei dir?
Efe: Ich bin der Efe, ähm, achtzehn Jahre alt
und, ähm, genauso wie bei
Lina ist Herr Drozella auf uns zugekommen und
hat uns angesprochen,
ob wir nicht, äh, gerne bei seinem Projekt
mitmachen wollen.
Moderation: Okay, also es gab tatsächlich 'ne
persönliche Auswahlwerbung in den
Klassen und dann wurde man angesprochen.
Moderation: Okay. Und Lina, wie wird man denn
ein Medienscout? Also wenn man da
Lina: Ja.
angesprochen wurde, wie geht's denn weiter?
Lina: Wir sind dann gemeinsam zum Sender TIDE
gefahren und haben da
Workshops mitgemacht. Der Workshop ging eine
Woche und da haben wir
so verschiedene Methoden gelernt und wurden
dann am Ende
zertifiziert, dass wir jetzt Medienscout sind.
Genau, und dann
durften wir alles, was Medienscouts so machen
dürfen, machen.
Moderation: Okay, da frage ich Efe mal: Was
genau passiert denn da bei TIDE?
Efe: Also bei TIDE ist es so, dass wir halt
Workshops hatten. Bei dem
ersten, das, was Lina erwähnt hat, wurden wir
eingearbeitet, sage
ich jetzt mal, und bei dem zweiten Workshop
haben wir unsere
Ergebnisse präsentiert. Ähm, bei dem dritten
hatten wir ein
Sprechtraining, was sehr lehrreich war und auch
insgesamt die ganzen
Workshops sehr lehrreich waren.
Moderation: Okay, also richtig was zu tun
quasi. Wie, wie ist der zeitliche
Ablauf? Also du hast gesagt, drei Workshops.
Wie kann man sich das vorstellen?
Efe: Also genau, der erste Workshop, wie Lina
ja schon erzählt hat, ging 'ne Woche.
Moderation: Mhm.
Efe: Und die anderen Workshops gingen, äh,
jeweils einen Tag, wo wir uns
um acht Uhr bei TIDE getroffen haben. Bis 13,
14 Uhr. Und da haben
wir Sachen besprochen, Workshops selber noch
mal ein paar
vorbereitet und präsentiert.
Moderation: Du hast jetzt gerade gesagt, ihr
habt eine ganze Menge da gelernt,
wart eine ganze Woche auch dort. Und wie ist
das jetzt in die Schule gekommen?
Efe: Genau, also wir haben uns den Jahrgang
fünf vorgenommen, dass wir in
Zweier- oder Dreiergruppen in die jeweiligen
fünften Klassen
gegangen sind, jetzt zu bestimmten Themen
präsentiert haben, dass
wir die sozusagen vor den Risiken der sozialen
Medien gewarnt haben.
Das war's auch eigentlich.
Moderation: Lina, was für Themen habt ihr denn
da gemacht konkret bei den
Workshops, wovon Efe gerade erzählt hat?
Lina: Äh, wir haben Themen gemacht wie
allgemeine Geschäftsbedingungen,
das Recht am eigenen Bild. Dann haben wir auch
was zum Thema
Klassenchats gemacht, weil das ja gerade so ein
Unterklassen-Thema
ist. Was darf ich da reinschicken? Was schicke
ich nicht da rein?
Moderation: Ja, Dauerbrenner.
Lina: Ja, wie gehe ich mit anderen Menschen in
so einem Chat um? Und wir
haben aber auch zum Thema dann in dem Zug, äh,
Cybermobbing und aber
auch Cybergrooming gemacht und haben dann mal
so ein bisschen
aufgeklärt, dass man vielleicht nicht jedem so
glauben sollte, der
einem da so im Internet über den Weg läuft.
Genau, Fake News haben
wir natürlich in dem Sinne dann auch mit
behandelt, weil klar,
Nachrichten auch von eigentlich seriösen
Anbietern wie, ja,
Telefonanbietern oder so kommen und dann gehen
die Kleinen da auf
den Link und dann sind die aber ganz woanders
gelandet, wo sie gar nicht hingehören.
Moderation: Spannend. Und wie hast du dich
dabei gefühlt oder wie habt ihr euch
dabei gefühlt, äh, vorne zu stehen und zu
unterrichten? Wie, wie war das so?
Lina: Also ich fand es am Anfang sehr
aufregend, weil man steht da so vor
einer ganzen Klasse irgendwie mit fünfzehn bis
zwanzig Schülern,
aber ich muss sagen, die haben wirklich richtig
gut mitgearbeitet.
Das hat echt richtig viel Spaß gemacht. Die
waren super
interessiert, haben Fragen gestellt und das war
schon, es war schon
eine sehr schöne Erfahrung, muss ich sagen,
auch weil ich echt das
Gefühl hatte, ich konnte denen was mitgeben,
was sie noch nicht
wussten. Und ich würde es auf jeden Fall gerne
weitermachen und auch
wieder machen, weil ich hatte einfach das
Gefühl so, ich kann
wirklich gerade was denen auch wiedergeben, so
was ich gelernt habe,
und ich hatte das Gefühl, dass sie das echt
auch selber positiv
wahrgenommen haben.
Moderation: Wow. Efe, gab es auch Situationen
in der Klasse, wo du sagst: „Hm,
jetzt wird's ein bisschen kritisch“, oder so?
Efe: Die Aufmerksamkeitsspanne ist bei
Jüngeren, wie wir alle wissen,
kürzer als bei den Älteren. Also da mussten wir
schon Pausen
einbauen. Wie jetzt zum Beispiel, manche
Klassen haben im Unterricht
in den ersten beiden Stunden eine kleine
Frühstückspause.
Moderation: Mhm.
Efe: Die haben wir dann eingehalten, damit die
Konzentration wieder da
ist. Und ja, so konnten wir die Probleme, wie
zum Beispiel
Konzentration, aus dem Weg gehen. Wenn jetzt
zum Beispiel Freunde
miteinander geredet haben, während wir
präsentiert haben, haben wir
die einfach auseinandergesetzt, aber so, dass
die sich trotzdem noch
miteinander verstehen. Also die Klasse, in der
wir waren zum
Beispiel, haben sich alle relativ gut
verstanden. Von daher gab es da kein Problem.
Moderation: Mhm. Ja, aber es ist ja auch keine
Lehrkraft da, ne. Das Konzept,
könnt ihr das vielleicht noch mal erläutern
eben?
Efe: Genau, also das Konzept am ohne Lehrer da
sein ist, dass wir Schüler
zu Schüler reden können, so wie, ähm, kleiner
Bruder zu großem
Bruder oder große Schwester zur großen
Schwester. Dass die einfach
offener sind und auch sich trauen, Fragen zu
stellen, was, wenn
jetzt zum Beispiel ein Lehrer da wäre, die sich
nicht getraut
hätten, einfach damit sie Probleme aus dem Weg
gehen können.
Moderation: Dem sagst du ja vielleicht nicht:
„Ich hab zehn Stunden Fortnite am
Stück gespielt heute Nacht.“ Ne?
Efe: Genau, genau.
Moderation: Efe, was gefällt euch dran, ein
Medienscout zu sein?
Efe: Also was mir besonders gefällt am
Medienscout-Sein ist, dass wir
Leuten weiterhelfen können. Also Kindern, die
jetzt zum Beispiel
nicht so belesen in sozialen Medien sind, äh,
einfach helfen können,
dass die nicht in irgendwelche Probleme
geraten.
Moderation: Abofalle oder so, ne?
Efe: Genau, Abofalle oder dass sie gehackt
werden können. Das ist ein
Aspekt, der mir selber gefällt. Auch dass die
Schüler auf einen zukommen können.
Moderation: Lina, gibt's noch weitere Vorteile,
wenn man Medienscout ist?
Lina: Also ich würde auf jeden Fall sagen, dass
man das Gelernte von TIDE,
gerade so von diesem Sprechworkshop, das war
auch so ein
Präsentationsworkshop gleichzeitig, dass wir
uns halt gefilmt haben
und so eine Präsentationsanalyse gemacht haben.
Das kann man halt
richtig gut einfach aufs tägliche Leben
anwenden hier in der Schule.
Also gerade in der Oberstufe müssen wir –
Lina: Ja, müssen wir viele Präsentationen
halten, auch im Abi und so. Und
Moderation: Andere Fächer, ne?
das ist halt ganz cool, wenn man da mal so 'ne
Präsentationsanalyse
gemacht hat und auch so das Sprechen vor großen
Gruppen und denen
halt Sachen zu vermitteln und dass man da halt
selbstbewusst
irgendwie steht und so sein Thema auch
rüberbringt und sich da nicht
aus dem Konzept bringen lässt, muss ich sagen.
Das hat mir auf jeden
Fall, ja, geholfen. Natürlich, man bekommt auch
'ne Zeugnisbemerkung
und kann sich auch, wenn man dann im Bereich
Medien was machen
möchte, mit diesem Zertifikat auch einfach
bewerben. Find ich auch
richtig cool und ich finde, man lernt halt auch
selber einfach noch
mal was über Medien. So, man stolpert über
Dinge, wo man so denkt:
„Oh, hätte ich jetzt vielleicht auch nicht
gedacht. Wo stimme ich
denn da eigentlich so wirklich zu?“
Lina: Das muss ich sagen, fand ich auch ganz
cool, dass man das echt auch
Moderation: Ja.
in vielen Bereichen auf sich selber beziehen
kann.
Moderation: Und das eigene Handeln noch mal so
ein bisschen hinterfragen dann, ne.
Lina: Ja, auf jeden Fall.
Moderation: Und würdest du jetzt oder würdet
ihr anderen Schulen empfehlen, auch
Medienscouts auszubilden? Und wenn ja, warum?
Lina: Also ich würde es auf jeden Fall anderen
Schulen weiterempfehlen.
Grade was mir nämlich so aufgefallen ist in den
jüngeren Klassen,
mir war gar nicht bewusst, dass so Snapchat
oder Instagram da halt
schon 'n Ding sind. Und was die einem da auch
so erzählt haben, wo
sie da schon drüber gestolpert sind, das würde
ich auf jeden Fall
sagen, ist echt wichtig, dass man die da auch
aufklärt und auch ich
finde, so Klassenchats, es gibt ja auch oft
Klassenchats ohne
Lehrer, dass man da auch noch mal sagt so:
„Hey, du darfst nicht
einfach von jedem da 'n Bild reinstellen. Du
musst vorher fragen. Du
musst ja auch bedenken, wie fühlst du dich
dabei?“
Moderation: Ja.
Lina: Und auch einfach so das Thema Medien,
wenn die uns aufm Flur sehen,
dann können die uns ja auch jederzeit
ansprechen, wenn die 'ne Frage
haben, wo sie sich vielleicht nicht trauen, die
Lehrer zu fragen.
Find ich vielleicht schon wichtig, dass man da
so 'n offenes Ohr
auch für die hat und dann sagt so: „Hey, klar,
ich kann dir helfen.
Du bist jetzt in 'ner blöden Situation, aber so
das ist jetzt alles
nicht so schlimm, das kriegen wir schon
irgendwie hin.“ Oder wenn
da, ja, so 'n unschöner Fall im Klassenchat war
und die trauen sich
trotzdem nicht, mit dem Lehrer darüber zu
sprechen, sind wir ja
trotzdem immer noch so Personen. Wir können ja
auch mit dem Lehrer sprechen, so.
Moderation: Anonym quasi.
Lina: Auf jeden Fall. Und ich würde sagen, man
vertraut ja so 'nem älteren
Schüler vielleicht auch 'n bisschen mehr. Wir
stellen uns hier auch
mit Vornamen vor und das ist, finde ich, auch
immer so 'n bisschen
schon mal so 'ne Vertrauensbasis. Und wenn die
uns dann sehen, dann
sagen die uns auch Hallo und freuen sich auch,
uns zu sehen.
Deswegen würde ich auf jeden Fall sagen, dass
das 'n gutes Konzept
ist und irgendwie 'n cooles Projekt, was man
auf jeden Fall an die
Schulen bringen sollte.
Moderation: Cool. Sag mal, Efe, wie viele
Medienscouts gab's in der Schule? Oder
du hast gesagt, ihr seid zu dritt in die
Klassen reingegangen, aber
wie darf ich mir das vorstellen? Also wie
findet der
Medienscouts-Unterricht oder die Teamtreffen,
wie findet das statt?
Wie viele sind das insgesamt?
Efe: Also angefangen haben wir mit fünf
Schülern. Also das waren Lina,
ich und, äh, drei andere. Und dann wurden in
den folgenden zehnten
Klassen noch mal auch nachgefragt, ob Leute
Lust hätten.
Moderation: Die nachwachsen dann quasi.
Efe: Genau, die wir dann dementsprechend von
den Workshops, die wir zur
Kenntnis nehmen durften, denen das dann
beibringen und dass wir dann
sozusagen Nachwuchs haben. Jetzt mittlerweile
sind wir, glaube ich,
zehn, mit denen wir halt dementsprechend eher
in Zweiergruppen, äh,
in die verschiedenen Jahrgänge, also in die
verschiedenen fünften
Klassen gehen, ähm, und wir denen halt die
Sachen beibringen.
Moderation: Und, ähm, habt ihr da 'n richtigen
Unterricht oder habt ihr 'ne AG?
Oder wie, wie läuft das im Schulalltag ab? Wo,
wo habt ihr da den
Platz, den Raum quasi für eure Arbeit?
Efe: Also wie wir das machen: Wir bekommen 'ne
Mail von Herrn Drozella,
wo dann wichtige Termine zum Beispiel oder das
nächste Treffen
angesagt wird. Und dementsprechend ist es halt
meistens nach der
Schule, wenn das für die Schüler passt, also
für uns passt. Und, äh,
dann treffen wir uns, bereiten vielleicht noch
mal 'n paar Workshops
vor, besprechen Ergebnisse und ja.
Moderation: Ja, dann sage ich ganz großen Dank.
Vielen Dank, Lina. Vielen Dank,
Efe, dass ihr uns von eurer Arbeit der
Medienscouts berichtet habt.
Ich hab eure Motivation jetzt echt gespürt und
denke, das wird
sicher für andere Schulen auch inspirierend
sein und sie vielleicht
zu der Überlegung bringen, ebenfalls eigene
Medienscouts
auszubilden, ne. Alle weiteren Informationen,
wie und wo das geht,
findet ihr wie immer in unseren Shownotes. Bis
zum nächsten Mal.