Go To Network

Christoph Karger

Mehr als Regenbogenflagge und Frauenquote – über Diversity, Authentizität & Personal Branding mit Uchenna Jonas

14.01.2026 50 min

Zusammenfassung & Show Notes


https://www.linkedin.com/company/gotonetwork

https://www.linkedin.com/in/uchenna-jonas/

Summary (AI) 
In dieser Episode von Go To Network spricht Christoph Karger mit Uchenna Jonas darüber, warum Diversität im Sales oft auf "Frauen in Führung" verkürzt wird – und welche Perspektiven dabei fehlen.
Uchenna ist Diversity Marketing Coach, queer und Schwarz – und bringt eine intersektionale Perspektive in ein Feld, das oft noch von toxischer Männlichkeit, Unsicherheiten und Skript-Dogmen geprägt ist. 
Gemeinsam diskutieren Christoph und Uchenna: 
  • warum viele Menschen sich im Sales nicht authentisch zeigen können – und was das mit Sicherheit, Scham und Diskriminierung zu tun hat.
  • wie man über Positionierung, Personal Branding und eigene Werte echte Verbindung aufbaut – ohne sich selbst zu verlieren.
  • und weshalb Vielfalt nicht bei der Rainbow-Flagge auf LinkedIn endet, sondern mit Selbstreflexion, Sprache und Führung beginnt.

Eine Folge für alle, die verkaufen, führen oder einfach zuhören wollen – jenseits von Schablonen und oberflächlichem Diversity-Talk.
 
 
Takeaways
 
  • Personal Branding beginnt mit Selbstklärung – nicht mit Strategie.
  • Wer verkaufen will, muss sich zuerst selbst verstehen.
  • Queere Perspektiven fehlen oft im Sales – obwohl sie längst da sind.
  • Diversität heißt: Zuhören, reflektieren, Fehler zulassen.
  • Skripte funktionieren nicht, wenn sie sich nicht echt anfühlen.
  • Sichtbarkeit braucht Mut – und psychologische Sicherheit.
  • Empathie schlägt Prozess – im Leben wie im Vertrieb.
  • Ablehnung trifft Rollen, nicht Personen.
  • Vertrauen entsteht durch Verbindung – nicht durch Druck.
  • LinkedIn funktioniert, wenn du dich traust, du selbst zu sein.

 
🎙 Sound Bites

„Alle verkaufen etwas – aber keiner will Verkäufer*in sein.“
„Ich hatte ein Netzwerk, das mich gelangweilt hat – weil ich nicht wusste, wer ich bin.“
„Niemand will sich wie Beute fühlen – auch nicht im Sales.“
„Diversität ist kein Buzzword – es ist Mitgefühl.“
„Verkaufen beginnt mit der Frage: Was brauchst du – nicht: Was biete ich?“
„Ich wollte mich nicht mehr verstellen – nicht mal für zahlende Kunden.“
„Viele Unternehmen sind laut in der Pride-Week – und leise im Alltag.“
„Wenn sich dein Sales-Skript falsch anfühlt, ist es nicht deins.“
„Eine Rainbow-Flagge macht kein diverses Team.“
„Zuhören ist der neue Sales-Hack.“


Chapters
 
00:00 Begrüßung & Uchenna ist zu Gast
01:00 Wer ist Uchenna – und warum Personal Branding politisch ist
02:30 Die unbequemste Wahrheit im Sales: Alle verkaufen – keiner will's zugeben
05:00 Warum direkter Pitch oft abstößt – und Beziehung trotzdem nicht reicht
07:30 Personal Branding & Mut zur Positionierung
09:00 Sichtbarkeit als queere Person – zwischen Empowerment & Angst
11:00 Werte, Identität & der Weg zur eigenen Positionierung
13:30 Fachlich vs. Persönlich – was auf LinkedIn wirklich wirkt
15:00 Wie politische Debatten Sichtbarkeit beeinflussen
17:00 Diversität = mehr als Frauenquote – queere Perspektiven fehlen
20:00 Sales-Coaching & toxische Männlichkeit – persönliche Erfahrungen
22:00 Warum Standard-Skripte nicht für jede Person funktionieren
25:00 Der Shift: Von Strategie zu Intuition
27:00 Mitgefühl, Fehlerkultur & der Wunsch nach echter Verbindung
30:00 Was Führungskräfte wirklich tun können – über Safe Spaces & Verantwortung
35:00 „Diversität heißt: Mensch sein – nicht nur Quote erfüllen“
38:00 Warum Flaggen auf LinkedIn nicht reichen
40:00 Kapitalismus, Sales & Scham – wie passt das zusammen?
43:00 Ablehnung ≠ persönlich – sondern oft strukturell
45:00 Fazit: Verkaufen beginnt mit Verständnis – für sich & andere
47:00 Wo man Uchenna findet – und warum sich Vernetzung lohnt