IGEL - Inklusion Ganz Einfach Leben

Sascha Lang - Inklusator
Since 04/2021 330 Episoden

Wenn Teilhabe zur Verhandlungsmasse wird – Sozialabbau auf Kosten von Inklusion

Monatsrückblick auf den Monat April 2026 mit Redakteur Ottmar Miles-Paul von den Kobinet Nachrichten

01.05.2026 53 min Sascha Lang & Ottmar Miles-Paul

Zusammenfassung & Show Notes


 
Am 1. Mai 2026 blickt Sascha Lang gemeinsam mit Ottmar Miles-Paul von den kobinet-nachrichten auf den Monat April zurück.
 Im Mittelpunkt steht die Frage, was passiert, wenn Teilhabe zur Verhandlungsmasse wird.
 Ein geleaktes Papier aus dem Umfeld des Kanzleramts sorgt für große Unruhe in der Behindertenpolitik.
 Diskutiert werden mögliche Kürzungen bei Eingliederungshilfe, Schulassistenz und persönlicher Assistenz.
 Auch das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderung steht unter Druck.
 Sascha und Ottmar ordnen ein, warum solche Vorschläge massive Folgen für Selbstbestimmung und Inklusion hätten.
 Ein weiteres Thema ist das geplante Behindertengleichstellungsgesetz und die Kritik an zu schwachen Regelungen zur Barrierefreiheit.
 Dabei wird deutlich: Menschenrechte dürfen nicht von Haushaltslagen abhängig gemacht werden.
 Die Episode beleuchtet auch die Protesttage rund um den 5. Mai.
 Sascha ruft dazu auf, Petitionen zu unterschreiben und die eigene Stimme zu erheben.
 Ottmar berichtet von wachsendem Protest in sozialen Medien, Verbänden und der Behindertenbewegung.
 Auch die Rolle der Politik, der Bundestagsfraktionen und der Medien wird kritisch betrachtet.
 Neben den schwierigen Themen gibt es auch positive Nachrichten.
 Dazu gehören neue E-Scooter-Regeln in Kassel und ermutigende Beispiele persönlicher Zukunftsplanung.
 Auch internationale Entwicklungen, etwa ein blinder Sozial- und Familienminister in Ungarn, geben Hoffnung.
 Der Monatsrückblick zeigt: Inklusion ist kein Randthema, sondern eine Frage der Demokratie.
 Die zentrale Botschaft lautet: Teilhabe ist kein Luxus – sie ist ein Menschenrecht.
 Menschenrechte sind nicht verhandelbar.
Die News gibt es zum nachlesen auf:
Hier geht es zu den derzeit laufenden Petitionen:
 
wenn es um die Petition von René Schar zur Barrierefreiheit geht, 
 
"Kein Freifahrtschein für Barrieren! BGG-Reform schützt Diskriminierer", so lautet der Titel einer Petition zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz, die bereits von über 70.000 Menschen unterstützt wird. Sie zielt darauf ab, dass Unternehmen zu Maßnahmen und angemessenen Vorkehrungen zur Herstellung von Barrierefreiheit ihrer Dienstleistungen und Produkte verpflichtet werden. Im Gesetzentwurf der Bundesregierung sollen Unternehmen von solchen Maßnahmen ausgenommen werden.
 
Das geht gar nicht: 
 
Link zur Petition: 
 
 
 
 
 
 
Zur Petition gegen Leistungskürzungen in der Eingliederungshilfe
 
 
 
"Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung", so lautet der Titel einer Petition, die direkt auf der Petitionsplattform des Deutschen Bundestages eingestellt wurde und noch bis zum 25. Mai unterstützt werden kann. Über 65.000 Menschen unterstützen bereits die von der Bundesvereinigung Lebenshilfe mit Unterstützung eines breiten Bündnisses von Verbänden initiiert Petition gegen Leistungskürzungen in der Eingliederungshilfe. 
 
 
 
Link:
 
 
 
 
Links zum IGEL Podcast
 
Podcast „IGEL – Inklusion Ganz Einfach Leben“
 
 
 
 
 
 
 
Socialmedia:
 
 
 
 
 

Am 1. Mai 2026 blickt Sascha Lang gemeinsam mit Ottmar Miles-Paul von den kobinet-nachrichten auf den Monat April zurück.
 Im Mittelpunkt steht die Frage, was passiert, wenn Teilhabe zur Verhandlungsmasse wird.
 Ein geleaktes Papier aus dem Umfeld des Kanzleramts sorgt für große Unruhe in der Behindertenpolitik.
 Diskutiert werden mögliche Kürzungen bei Eingliederungshilfe, Schulassistenz und persönlicher Assistenz.
 Auch das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderung steht unter Druck.
 Sascha und Ottmar ordnen ein, warum solche Vorschläge massive Folgen für Selbstbestimmung und Inklusion hätten.
 Ein weiteres Thema ist das geplante Behindertengleichstellungsgesetz und die Kritik an zu schwachen Regelungen zur Barrierefreiheit.
 Dabei wird deutlich: Menschenrechte dürfen nicht von Haushaltslagen abhängig gemacht werden.
 Die Episode beleuchtet auch die Protesttage rund um den 5. Mai.
 Sascha ruft dazu auf, Petitionen zu unterschreiben und die eigene Stimme zu erheben.
 Ottmar berichtet von wachsendem Protest in sozialen Medien, Verbänden und der Behindertenbewegung.
 Auch die Rolle der Politik, der Bundestagsfraktionen und der Medien wird kritisch betrachtet.
 Neben den schwierigen Themen gibt es auch positive Nachrichten.
 Dazu gehören neue E-Scooter-Regeln in Kassel und ermutigende Beispiele persönlicher Zukunftsplanung.
 Auch internationale Entwicklungen, etwa ein blinder Sozial- und Familienminister in Ungarn, geben Hoffnung.
 Der Monatsrückblick zeigt: Inklusion ist kein Randthema, sondern eine Frage der Demokratie.
 Die zentrale Botschaft lautet: Teilhabe ist kein Luxus – sie ist ein Menschenrecht.
 Menschenrechte sind nicht verhandelbar.
Die News gibt es zum nachlesen auf:
Hier geht es zu den derzeit laufenden Petitionen:
 
wenn es um die Petition von René Schar zur Barrierefreiheit geht, 
 
"Kein Freifahrtschein für Barrieren! BGG-Reform schützt Diskriminierer", so lautet der Titel einer Petition zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz, die bereits von über 70.000 Menschen unterstützt wird. Sie zielt darauf ab, dass Unternehmen zu Maßnahmen und angemessenen Vorkehrungen zur Herstellung von Barrierefreiheit ihrer Dienstleistungen und Produkte verpflichtet werden. Im Gesetzentwurf der Bundesregierung sollen Unternehmen von solchen Maßnahmen ausgenommen werden.
 
Das geht gar nicht: 
 
Link zur Petition: 
 
 
 
 
 
 
Zur Petition gegen Leistungskürzungen in der Eingliederungshilfe
 
 
 
"Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung", so lautet der Titel einer Petition, die direkt auf der Petitionsplattform des Deutschen Bundestages eingestellt wurde und noch bis zum 25. Mai unterstützt werden kann. Über 65.000 Menschen unterstützen bereits die von der Bundesvereinigung Lebenshilfe mit Unterstützung eines breiten Bündnisses von Verbänden initiiert Petition gegen Leistungskürzungen in der Eingliederungshilfe. 
 
 
 
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Transkript

Mit eurem Inklusator, Sascha Lang. Wiegele Inklusion, ganz einfach leben, der Podcast für gelebte Inklusion. Herzlich willkommen in die Episode 319 von unserem Podcast. Wir schreiben den 1. Mai, das ist der offizielle Tag der Arbeit. Und das ist der erste Tag im Monat Mai. Was heißt das? Wir blicken zurück auf den Monat April. Mein Gast wird sein Ottmar Malz-Paul, Aktivist, Buchautor und Redakteur bei den Kobinet-Nachrichten, dort, wo ihr alle unsere Nachrichten nachlesen könnt, die wir in dieser Episode verbraten. Ich wünsche gute Unterhaltung. Mein Name ist Sasch Lang. Ich bin euer Inklusator. Schön, dass ihr mit dabei seid. An sein Verleben, der Podcast für gelebte Inklusion, Episode 319, 1. Mai 2026. Das ist der Tag der Arbeit und wir sind wieder fleißig. Mit mir an Bord ist Mr. Ottmar Malz-Paul. Herzlich willkommen, lieber Ottmar. Ja, hallo Sascha, hallo in die Runde, an die Zuhörenden. Ja, Tag der Arbeit, wir arbeiten. Ja, es gibt keine Pause. Und wenn man sich die politische Lage derzeit anschaut, dann ist auch keine Pause gewollt, weil wir müssen am Ball bleiben. Wir haben uns diesen Monat schon mal getroffen gehabt, also im Monat April. Und zwar zu einem sehr interessanten Podcast mit Lea Groh-Trautmann und Janine Kolbich. Da ging es darum, wie stark ist der Aktivismus noch oder wie kriegen wir junge Menschen vielleicht zum Aktivismus. Wir werden definitiv natürlich in dieser Ausgabe rund um die Protesttage sprechen. Auch nochmal kurz über unsere Aktion mit der Aktion Mensch im IGL-Podcast. Ja, wir haben es befürchtet, als wir den Monat April lanciert haben, ohne April-Scherze und ohne Witze haben wir festgestellt, oder waren wir uns bewusst, es wird ein heißer Monat und das nicht von den Temperaturen her, sondern politisch und er wurde gefühlt noch heißer, als man dachte, zumal als das Kanzleramt oder nicht das Kanzleramt, aber irgendjemand im Kanzleramt scheinbar ein Papier geleakt hat, wie man heutzutage sagt, also für die Menschen, die nicht weißen, was Leak heißt, ein Papier rausgegeben oder rausgegeben. Rausgefallen oder vielleicht bewusst rausgegeben hat an die Paritätischen, Wo ganz viele Streichungen und Kürzungen draufstehen. Was war dein erster Gedanke, als du von diesem Papier gelesen und gehört hast? Ja, durchgestochen, auf einer Parkbank liegen lassen oder was man zu solchen Papieren immer sagt. Assange war nicht da, es war irgendjemand anders. Irgendjemand anders war das und vielleicht einfach nochmal vorweg. Ja, ich hätte es nicht gedacht, dass der Monat April so eine Dynamik aufnimmt. Ich habe mal nachgeguckt, wir haben ganz genau 200 Nachrichten und wir hätten noch viel mehr berichten können in den Cominit-Nachrichten. Ja, und das durchgestrochene, geleakte Papier aus dem Bundeskanzleramt beziehungsweise eine Vorschlagsliste mit Vorschlägen auch vor allem für Kosteneinsparung, Entbürokratisierung und was sie da alles nennen, das hatte es natürlich in sich. Wir haben da Mitte April war das. Die Lebenshilfe hatte gerade eine Petition angekündigt und zwar mal eine Petition, die direkt an den Bundestag geht. Wir haben ja viele Petitionen, die sind wie Unterschriftensammlungen auf so Petitionsplattformen, sind auch wichtig, aber wenn sie direkt am Bundestag geht. Ja, und dann kam sozusagen der Paritätische Vermeldete. Jupp, uns ist ein Papier in die Hände getragen. Wir machen das öffentlich, weil Corinna Rüffer von den Grünen hat das gesagt. Ja, das ist eine richtige Giftliste. Das sind, glaube ich, 66 Vorschläge. Und da ist ziemlich viel drin. Es betrifft Kinder- und Jugendhilfe betrifft es hauptsächlich. Es betrifft die Eingliederungshilfe. Und Hintergrund dieses Papiers ist. Wir hatten im März eine Veranstaltung vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, wo die Verbände informiert wurden, wie ist der Diskussionsstand, ja, was könnte in der Eingliederungshilfe verändert werden. Und kurz darauf gab es ein Treffen im Kanzleramt und zwar, da waren keine Verbände, da war niemand von uns mit dabei. Man hat sich gefragt, was machen die jetzt da parallel? Und da gab es dieses Treffen mit Kommunalen Spitzenverbänden, mit Vertretern der Länder und Vertretern des Bundes, moderiert vom Kanzleramt. Und da müssen die anscheinend mal ihre Vorschläge auf den Tisch gepackt haben. Und jetzt sagt jeder, ja, man wird ja noch diskutieren dürfen. Das sind ja alles nur Vorschläge und all das. Aber das fand sozusagen auch ohne die Verbände statt. Da haben die mal so geredet, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Und wir kennen das ja inzwischen, was da manchmal so über behinderte Menschen verbreitet wird. Wir sind kein Schlaraffenland. Inklusion funktioniert nicht und so weiter und so fort. Ja, und der Paritätische hat dieses Papier veröffentlicht und ja, da sind einfach Dinge drin, da wundert man sich. Ja, da geht es darum, schulische Inklusion. Es soll also nicht mehr so diese individuelle Schulassistenz, sondern es soll strukturell geregelt werden. Die Schulen oder wer auch immer dann dafür zuständig, auch an Hochschulen. Die sollen sozusagen die Unterstützung bereithalten für behinderte Kinder und Jugendliche. Und das ist so ein Punkt. Und das ist auch ein Punkt, wo ich sage, oh, das ist nicht mehr nur eine Vorschlagsliste, sondern das ist in einem Referentenentwurf, wo es jetzt auch eine Anhörung gab, ist im Prinzip das auch im Gesetzesvorschlag schon drin. Also man wird ja mal darüber reden dürfen. So Vorschläge werden ganz schnell zum Gesetz. Und jetzt kann man natürlich sagen, ja, da kann man sicherlich viel besser regeln, weil das mit der Schulassistenz ist schon immer ein bisschen knifflig, wenn da mehrere sind und das kann man effektiver machen. Der Haken an der Geschichte ist halt. Es kann leicht passieren, so eine Schule hält jetzt, sagen wir mal, so eine Dienstleistung vor, so ein Zentrum für die Assistenz der Schülerin. Dann kommt es natürlich schon mal darauf an, wie ist die Schule überhaupt ausgestattet. Wie viele Assistentinnen sind da? Bekommen die Kinder auch, die höheren Unterstützungsbedarf haben, auch wirklich die Assistenz, die sie brauchen? Oder konzentriert man sich auf die leichter Behinderten? Ist ja auch manchmal bequemer. Und wenn ich dann keinen individuellen Rechtsanspruch mehr habe, dann hänge ich da irgendwo dazwischen und ich denke, viele Eltern überlegen sich jetzt ja eh schon, bringe ich mein Kind doch nicht lieber auf die Förderschule, das laugt uns aus, das ist kompliziert, da klappt vieles nicht. Und das kann natürlich den Run in die Förderschule nochmal verstärken. Und vielleicht noch ein zweiter Punkt, das Wunsch- und Wahlrecht. Das klingt ja immer so nett, die Behinderten dürfen sich was wünschen, die dürfen wählen. Aber das ist ein ganz wichtiger Grundsatz, dass wir sozusagen auch mitbestimmen können, wie wird unsere Leistung erbracht. Und wenn dieses Wunsch- und Wahlrecht flöten geht, dann sind wir ganz schnell dabei, die Einrichtung. Ja, und dann sind wir wieder in alten Zeiten, wo behinderte Menschen, die anders leben wollen, genauso wie alle anderen auch, mit Unterstützung. Und dann heißt das, naja, komm, da gucken Sie doch mal, das ist doch alles viel zu teuer. Gehen Sie mal in die Einrichtung. Dann sind wir bei den persönlichen Budgets, das ist denen alles oft zu kompliziert, weil es die Behörden auch überbürokratisieren. Dann sagt man, nein, nein, nein, das ist viel zu viel Bürokratie. Das bauen wir mal ab, das schränken wir ein und wir geben den Einrichtungen lieber Trägerbudgets. Und das klingt auch alles ganz nett, dann bekommt die Einrichtung einen festen Satz, aber der behinderte Mensch, dem geht der Rechtsanspruch verloren, wo ich sagen kann, Moment mal, ich habe hier Assistenz, um zum Beispiel dreimal die Woche irgendwo hinzugehen. Dann heißt es ja, nee, wir haben kein Personal, das klappt nicht. Das kann, ähnlich wie in der Schule, das kann vielleicht ganz gut funktionieren, wenn es gute Leute gibt, aber wir erleben doch immer wieder, wie wir dann auch, ja, sozusagen, wir sind doch die Gelackmahlheiten. Und wenn dann noch gesagt wird, ja, wir wollen sozusagen die Tarifbezahlung der Kräfte in der Eingliederungshilfe, dass das nicht mehr an Tarif gebunden wird, ja, dann erhöht sich doch noch der Personalnotstand. Ja, behinderte Menschen sind wieder die, die in ihrer Einrichtung sitzen. Und das ist jetzt so ein grober Bogen, aber dieses Papier hat richtig Zündstoff, das hat richtig eine Welle gemacht und es gab auch eine Aktuelle Stunde im Bundestag, Ich sage mal so viel, ich höre mir immer so Debatten an, es sind richtig die Fetzen geflogen. Ja, da wollte ich darauf zurückkommen. Am 23. April, 24. April war das freitags, genau, war diese Debatte im Bundestag. Also ich glaube, Corinna Rüffer hatte Tränen in den Augen. So hat sie sich aufgeregt und sie hat sie an sich alle nach Hause geschickt und hat gesagt, denkt mal darüber nach. Aber das reicht ja nicht. Die CDU ist wieder zurückgerudert, hat ja auch da gesagt, naja, das war ja nur so ein Vorschlag, so ein Papier, wo man mal darüber reden kann. Aber wir wissen ja, wie das ist. Wir haben ja auch diese ganzen Vorschläge zur Gesundheitsreform gesehen oder Krankenkassenreform. Schlussendlich stelle ich bei allen Vorschlägen vor, die von einer Bundesregierung kommen, es geht nicht ans Eingemachte, es geht nicht ans System. Wir gucken nicht mal, wo man am System sparen kann, sondern wie jetzt auch bei der Krankenkassenreform, die Versicherten dürfen ran und die Behinderten dürfen kürzen und überhaupt und so weiter und so fort. Also irgendwie habe ich festgestellt, dass aber ans System, wo an sich das meiste Geld zum Fenster rausgeschmissen wird, gar nicht gerüttelt wird. Das ist auch unser großes Problem und bevor diese aktuelle Stunde war, ein, zwei Tage vorher, ich glaube am 23., hatten die vom Treffen der Behindertenbeauftragten der Länder und des Bundes, die hatten eine Konferenz in Celle und da habe ich an der Pressekonferenz online teilgenommen und die haben auch ein Papier gemacht. Und zwar war das gut, dass die Beauftragten sich da beschäftigt haben, weil gerade auch in den Ländern wird ja auch viel entschieden. Es kommt ja aus den Ländern, aus den Kommunen auch viel Kritik und darum war es gut, dass die sich jetzt die Beauftragten Bund-Länder, die treffen sich immer und die haben halt auch ziemlich spontan gesagt, jetzt müssen wir uns damit beschäftigen. Die haben auch ein Papier gemacht und Jürgen Dusel hat das gut auf den Punkt gebracht als Bundesbehindertenbeauftragter. Er hat gesagt, ja, wir müssen nicht irgendwie die Rechte behinderter Menschen einschränken. Wir müssen nicht notwendige Leistungen streichen. Wir müssen den überbordenden Bürokratismus überwinden. Und das ist so der Punkt. Damit ziehen gerade diejenigen, die Kürzungen vorantreiben, ins Feld. Und jeder von uns sagt, ja, da haben sie recht, die Bürokratismus. Aber ich sehe so gut wie nicht, wo irgendein Bürokratismus abgebaut wird. Ich sehe vor allem, wo er immer wieder aufgebaut wird und Hürden gezogen werden, um die Leute zu verschrecken. Also sie sollen doch erstmal beweisen, dass wenn sie Stellen aufbauen, massiv, in Hessen sind glaube ich weit über 100 Stellen wurden geschaffen für die Teilhabeplanung, dann sollen sie doch erstmal zeigen, dass sie das auch effektiver hinbekommen. Denn jeder bürokratische Aufwand, der ist in den Behörden, aber der landet auch bei behinderten Menschen selber. Und wenn ich da ewig viel ausfüllen muss, Formulare immer wieder nachweisen, dann muss man ein Gutachten erstellen. Das dauert ewig, das kostet. Da wären also so viele Hilfen, würden wir einfach mal sagen, Mensch, wir vertrauen einander jetzt mal. Und da sehe ich überhaupt nichts davon. und ich hatte mit Christiane Möller, der Justiziarin und stellvertretenden Geschäftsführerin, des Deutschen Blinden- und Sehbehindernverbandes mal wieder länger gesprochen. Und sie hat gesagt, sie regt sich so auf, dass denen nicht mehr einfällt, als nur einfach wieder mal hier zu kürzen und dass da auch keine Kreativität ist. Und sie hat vor allem gesagt, es regt sie so total auf, egal in welchen Bereichen das sind. Es trifft im Moment oft behinderte Menschen. Das haut in die Rente, das haut in die Krankenversicherung ganz extrem. Das betrifft die Eingliederungshilfe. Das betrifft die behinderten Kinder und Jugendlichen. Und das zieht sich wie einen roten Faden durch. Wenn mal wieder irgendjemand gerade am Wochenende wieder meint, er muss was verkünden, dann können behinderte Menschen schon wieder den Kopf einziehen. Und wir haben ja auch viele Leute bei uns, die einfach auch wenig Geld haben. Und man hängt davon ab. Und ja, das ist die Sachlage im Moment. Und das Gute daran ist, sage ich jetzt mal, es regt sich richtig Protest. Das ist sehr positiv, aber kommen wir nochmal zurück. Am 16. April sollte an sich die erste Lesung vom Bundesgleichstellungsgesetz sein, in dem es ja, wie ich in einem Interview auch gesagt habe, zum ersten Mal, seit ich denken kann, in einem Gesetz drinsteht, dass man Unzumutbarkeit ins Gesetz schreibt. Das ist, glaube ich, schon eine Einnovung. Jetzt wird am 7. Mai scheinbar nochmal über, also dann kommt die erste Lesung. Man hat an sich am 16. April die Lesung nicht stattfinden lassen aufgrund des Drucks und wollte an sich noch anpassen. Aber aus politischen Kreisen ist mir jetzt mitgeteilt worden, dass sich an sich an dem Text nichts geändert hat. Führt die Regierung uns denn da nochmal wieder ein bisschen an der Nase rum? Hat gesagt, oh, wir ziehen das mal zurück. Das flacht schon ab. Die haben sowieso nicht so viel Energie, die Behinderten. Wir kriegen die schon ruhig gestellt mit ein paar Blablas oder waren sie nicht darauf gefasst, dass das so rabbelt in der Kiste? Ja, manchmal, glaube ich, sind sie nicht wirklich vorbereitet, was an Protest kam. Und 2016, da ging es auch schon ums Behindertengleichstellungsgesetz und gleichzeitig ums Bundesteilhabegesetz, das damals verabschiedet wurde. Da haben mir viele Leute gesagt, damit haben wir nicht gerechnet, dass so ein Protest kam. In den Ministerien, aber auch von den Abgeordneten. Und wir rufen ja immer wieder zu Sachen auf, schreibt Briefe an die Abgeordneten. Und in fast jedem Antwortschreiben, das gekommen ist, ja, wir haben ja sehr viele Mails und Briefe bekommen. Also da muss richtig was passiert sein und da bin ich mal wieder stolz auf unsere Behindertenbewegung. Und ich glaube, da haben sie ein bisschen Respekt gehabt. Es wurde auch eine Demonstration angekündigt am Reichstag, Weil es ist schon komisch, wenn eine Debatte angekündigt ist auf 9 Uhr in der Kernzeit und es geht nicht um die Endabstimmung. Es geht nur um die Einbringung des Gesetzes. Und wenn die verschoben wird, ohne dass in dieser Woche, die Tagesordnung über voll war. Die haben oft schon früh abends Schluss gemacht. Manchmal geht es ja tief in die Nacht. Freitag war auch relativ früh Schluss. Das hat uns schon gewundert, warum ziehen die es jetzt zurück? Es reiht sich ein in diese ganze Geschichte mit dieser Reform vom Behinderten-Gleichstellungsgesetz, wo es um Barrierefreiheit geht, immer wieder aufgeschoben von der Bundesregierung. Und ich hätte nicht gedacht, dass jetzt auch die Bundestagsabgeordnete in diese Verschieberitis da geraten. Auf jeden Fall, sie haben es geschoben. Es kam die Woche später, wo auch Sitzungswoche war, kam es nicht. Also es war nicht nur in dieser Woche, mal eine Terminfrage. Jetzt ist es auf den 7. Mai angesetzt. Und ich hatte mir, darum war ich auch auf die Debatte gespannt, weil wir haben auch gesagt, wir wollen jetzt nicht nur, dass rumgelabert wird im Bundestag und behinderte Menschen wieder wochenlang im Unklaren gelassen werden, sondern sie sollen sich jetzt auch ernsthaft bekennen, Was CDU, CSU, was die SPD, also die Regierungsparteien, was sie konkret in die Verhandlungen jetzt auch einbringen und wo sie was ändern wollen. Ich glaube, das wäre ein Stück Ehrlichkeit, als dass wir, ich sage mal, das übliche Gelaber hören. Die einen regen sich auf, das ist auch richtig. Die anderen, die verteidigen dann, was die Regierung macht. Und dann kommt, ja, aber an dem Punkt 2045, Wilfried Oeller sagt sowas von der CDU-CSU-Fraktion, 2045 ist doch ein, Ein bisschen lang, wenn die öffentlichen Gebäuden erst dann zugänglich sein sollen. Und da sage ich mal, wunderbares Ablenkungsmanöver. Wir leben nicht in öffentlichen Gebäuden. Wir gehen da nicht einkaufen. Wir gehen da in der Regel nicht essen. Wir gehen da nicht ins Kino. Sondern für uns sind nicht die Bundesgebäude spannend. Für uns sind sozusagen diese ganzen privaten Anbieter von Dienstleistungen und Produkten, Also diese ganzen Unternehmen, die es gibt, der Bäcker an der Ecke, das ist für uns interessant und da steht in dem Gesetz, du hast es gesagt, wir sind eine unverhältnismäßig unbillige Belastung, beziehungsweise alles, was man für uns tun müsste und das geht gar nicht. Wir werden beim Eagle Podcast ab dem 2. Mai jeden zweiten Tag, also 2, 4, 6, 8 und 10. Mai um 16 Uhr immer einen Podcast veröffentlichen. Und zwar 2. Mai mit Sören Pellmann, Die Linke. 4. Mai mit Heike Heubach, SPD. 6. Mai Corinna Rüffer, Bündnis 90 Die Grüne. Und 8. Mai, wenn er es dann schafft, seinen Termin einzuhalten, Wilfried Oehlers von der CDU. Und dann 10. Mai haben wir noch ein Interview mit Jürgen Dusel als Bundesbehindertenbeauftragte, der dann natürlich die vier Interviews nicht gehört hat, aber der dann nochmal sein Statement dazu gibt. Wir haben allen Politikern dieselbe Frage gestellt, fast dieselben Fragen. Natürlich immer geguckt, wer ist Opposition, wer ist gerade in der Regierung. Und ich bin wirklich gespannt. Ich habe bis jetzt leider nur ein Interview, zwei Interviews aufzeichnen können. Eins mit Herrn Pellmann und eins mit Frau Rüffer. Das mit Frau Riffer muss ich nochmal neu aufzeichnen am 4. Mai, weil die Datei sich zerschlagen hat unterwegs. Da war irgendwie eine böse Macht im Spiel. Aber ich bin gespannt auf die Interviews auch mit Heike Holbach und mit Wilfried Oehlers. Und ich werde definitiv dafür sorgen, dass wir Antworten kriegen. Ich werde nachbohren, bis wir Antworten kriegen. Wobei ich auch gelernt habe im Interview mit Herrn Pellmann, dass es einen Riesenunterschied gibt zwischen dem, was die Abgeordneten sich wünschen und mit dem, wo sie dann in ihre Fraktion gehen. Und wo dann normalerweise der Fraktionspräsident und die Vorsitzenden dann die Keule rausholen und die Bremse treten. Also das ist schon so, dass ganz viele Abgeordnete in dieselbe Richtung gehen, auch von den Regierungsparteien. Aber sie werden wirklich von ihren Fraktionsleuten bzw. Dann natürlich von der Regierung ausgebremst. Wir werden auf den Zahn füllen. Wir sind gespannt. Eine sehr spannende Serie in Kooperation mit der Aktion Mensch. Also ich kann jedem nur diese Interviews ans Herz legen. Das geht schon zur Sache. Es ist ganz spannend. Und auch Corinna Rüffer war auch im Interview sehr, sehr erregt und erbost. Ich bin wirklich gespannt. Also sehr spannendes Thema. Wir sitzen nun in einer Zwickmühle. Wir haben als Menschen mit Behinderung an sich ganz, haben wir Einfluss darauf? Ist die Frage, wir protestieren gerade auf ganz vielen möglichen Kanälen. Das haben wir auch im Interview mit Lena Grohmann und dir, Ottmar und Janine Kolbig herausgefunden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Es gibt kleine Möglichkeiten. es gibt größere Möglichkeiten, aber ich habe so ein bisschen positives Gefühl mittlerweile, dass aber wirklich die Behindertenszene gemerkt hat, dass es jetzt darauf ankommt. Ich sehe vielleicht natürlich auch, weil ich mich mit dem Thema beschäftige, aber auf Facebook enorm viel Bewegung. Auf Facebook jetzt mal, ich denke mal auf Instagram ist auch nicht viel anders. Also auch Influencer von Yannis McDavid, Raoul Krauthausen, wie sie alle heißen, die jetzt wirklich und Mr. Blind Life, die jetzt wirklich auch aufrufen zum Protest, die ihre... Ihren Unmut kundtun, die ihre Reichweite auch nutzen. Da hat sich jetzt aber schon ein bisschen was gemacht. Wie ist es denn in den Medien überhaupt? Ja, also erstmal, du bist ja mit deinem Podcast auch Medien, darf man ja nicht unterschätzen. Und erstmal Respekt, dass du diese Reihe hinbekommst, diese Interviews zu führen, in den Protesttag zu packen, da auch die Unterstützung oder die Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch hinbekommen hast. Das ist total wichtig und auch wenn es manchmal viel zu hören ist. Also ich kann wirklich nur empfehlen, sich die verschiedenen Positionen und auch die, die Menschen mal anhören. Und du hast recht, das noch so im Rückgriff, du hast recht, diese behindertenpolitischen Sprecher oder wie sie heißen in den Fraktionen, die haben eins gemeinsam. In ihrer eigenen Fraktion haben sie es in der Regel total schwer. Weil ich meine, was ist Behindertenpolitik, ist mit der Sozialpolitik auch so, das ist für viele ein Randthema, das geht unter. Und wenn man sich dann durchsetzen will, dass eine Fraktion da auch einen Änderungsantrag macht, das ist für die schwer. Und das ist auch für die Heike Heubach als relativ neue SPD-Abgeordneten, die ist gehörlos, die hält super Reden. Die Frage wird sein, kann sie sich in der Fraktion auch durchsetzen? Und das braucht natürlich auch, da braucht man schon richtiges Know-how und Durchsetzungsvermögen, dass dann die Fraktionsspitze sagt, jo, diesen Änderungsantrag, dafür streiten wir. Und Wilfried Oellers in der CDU-CSU-Fraktion, so viel hat er da auch nicht zu sagen. Und wir haben es ja auch gemerkt mit Corinna Rüffer, als sie noch in der Regierung war, sie war auch relativ machtlos. Von daher ist es gut, da reinzuhören, die verschiedenen Positionen, weil es geht für uns um verdammt viel, finde ich. Weil wenn wir jetzt nicht irgendwelche Reformen schaffen, wo es für uns besser wird, ich frage mich, wann dann. Ja, und jetzt zu dieser neuen Dynamik, nenne ich es mal. Ich habe mir ja seit Jahren, wünsche ich mir, dass die ganzen verschiedenen Influencer, Inklusionsaktivisten, wie sie sich nennen, die ganzen Leute, die auch natürlich ihre eigenen Projekte, ihre eigenen Initiativen bewerben und das ist auch richtig und das muss auch, sie müssen ja auch dafür werben, aber dass die irgendwann mal zusammenfinden. Und das Zusammenfinden hat halt in der Vergangenheit oft nicht geklappt, weil Zusammenfinden ist natürlich gut, wenn was Konkretes ansteht, wo sich gesetzlich was verändert. Denn wenn man da nicht auf der Matte steht, dann hat man wieder für Jahre verloren und kann dann rumjammern, ja barrierefrei, dann kann man sagen, ja damals hat es gegolten, wo wart ihr? Und diese Frage kann man sich natürlich auch stellen. Wo waren die Leute am 16. April, als vorm Bundestag demonstriert wurde? Ich sage mal 50, 60, wohlwollen 70, 80 Leute. Die Debatte fand dann ja nicht statt, aber wir müssen es auch noch schaffen, bei den Veranstaltungen mehr zu werden. Trotzdem ganz hohen Respekt für die Leute, die das organisiert haben, dass man es trotzdem wagt und trotzdem kriegt man Öffentlichkeitsarbeit. Ja, also es brummt in den sozialen Medien, merke ich zu dem Thema. Es brummt auch deshalb, weil es nicht nur die Inklusionsaktivisten sind, sondern die Einrichtungsträger, die großen Verbände, die vielen Lebenshilfeorganisationen, die Akonie, Caritas, alles die, was haben, die merken natürlich auch, diese Kürzungen gehen auch ihnen ans. Und plötzlich findet man Verbündete. Und das merke ich jetzt bei dem Thema Leistungskürzungen oder Drohungen dazu. Da kommen plötzlich ganz andere zusammen. Wenn es um das Thema Barrierefreiheit geht, dann merke ich, da sind wir wieder ziemlich auf uns gestellt. Da tun sich so manche Verbände schwer, da mal mit uns richtig zu streiten. Aber jetzt, ich glaube, jetzt haben wir eine Doppeldynamik. Wir haben diesen Streit für Barrierefreiheit. Das ist an vielen Stellen greifbar. Und wir haben diese Bedrohungen von Kürzungen, Verschlechterungen, Menschenrechtsabbau. Ja, und da ist Dynamik drin und ich merke es auch, und das ist auch deine Frage. Ja, in den Medien, also ... Als diese Debatte zum Behinderten Gleichstellung stattfinden sollte und dann abgesagt wurde, dann meldet sich bei mir die Tats und sagt, könnten Sie mal für uns einen Kommentar schreiben. Wir merken, die Frankfurter Rundschau ist aufgesprungen. Der Deutschlandfunk hat eine Sendung gemacht. Da konnte ich, der Wilfried Ollers und die Dorothea vom VdK mit dabei sein. Selbst Jugendfunk, die haben sich gemeldet. Und viele andere Zeitungen haben zum Glück auch verstanden, wo die Kritik ist, weil es wird ja gerne genommen, und das habe ich an der Tagesschau eigentlich sehr kritisiert, als die Bundesregierung ihren Gesetzentwurf verabschiedet hat zum Behinderten-Gleichstellungsgesetz. Boah, dann nehmen die fast eins zu eins die Erklärung der Bundesregierung, was sie alles Schönes machen und die Kritik völlig außen vor gelassen. Das hat sich jetzt zum Glück gewandelt und das ist unsere Chance, aber auch unsere Herausforderung. Weil diese Kürzungsdiskussion, das ist alles sehr abstrakt, das kommt sehr pauschal des Weges. Und ich glaube, wir müssen jetzt deutlich machen, wenn an einer Schraube gedreht wird, was bedeutet das konkret für behinderte Menschen? Weil wenn wir das nicht konkret machen können, Dann kriegen wir den USA-Effekt. Jeden Tag wird ein bis zwei neue Säue durchs Dorf getrieben. Irgendwas, wo man sagt, meine Güte, furchtbar, das haben die vor. Man versteht es nicht mehr richtig. Was machen sie jetzt? Und man hat auch nicht mehr den Überblick, was ist nur Geschwätz und wo passiert das? Und darum ist dieses Papier aus dem Kanzleramt natürlich hochinteressant. Und auch der Gesetzentwurf der Bundesregierung, da will mir der Oellers, Wilfried Oellers von der CDU, CSU noch ernsthaft verkaufen. Aber halt mal, das ist doch nur eine Diskussionsvorlage. Das ist ein Gesetzentwurf und ich meine, verarschen können wir uns selber. Aber wir müssen das, glaube ich, einfach nochmal verständlicher machen, dass das, was da geplant wird, was dann am Ende auch beschlossen wird, welche konkrete Auswirkungen hat es auf behinderte Menschen, auch auf Kinder und Jugendliche, denn sonst kann das keiner mehr nachvollziehen und man ist in dieser Zeit ohnehin überwältigt von Krise und hier wieder was Schlimmes, dass man eh schon zum Abschalten neigt. Und ich hoffe halt, dass bei den ganzen Aktionen jetzt so die 2. Bis 8., 9., 10. Mai stattfinden, dass man da nicht abschaltet, sondern auch rausgeht und dabei ist, Weil diejenigen, die es können, ich glaube, jetzt gilt, dass wir uns zu Wort melden, dass wir auf die Straße gehen, dass wir auch in den sozialen Medien, dass wir die Abgeordneten anhauen, also alles, was zu einer guten Lobbypolitik gehört. Super, lassen wir das Politische einfach mal liegen. Wir haben den Aufruf nochmal gesagt. Wir werden auch nochmal die Links in den Show Notes reinsetzen, wo ihr A, Informationen zu den Protesttagen kriegt bei der Aktion Mensch und B, wo ihr natürlich auch die zwei derzeit laufenden Petitionen unterschreiben könnt. Und die eine wandert so, watschelt schon ganz langsam, ganz zärtlich auf die 100.000 zu vom Bundestag. Und die ist sehr wichtig, weil das ist direkt am Puls. Das ist da, wo die Demokratie entschieden wird, wenn es dann noch Demokratie gibt. Und wir gehen ja davon aus, dass es noch was gibt. Und für den Rest sind wir gespannt, was in nächster Woche passiert. Ich glaube, dass aber auch im Moment was für uns als Menschen mit Behinderung positiv ist. Ich glaube, es könnte natürlich riskant sein, aber trotzdem ist im Moment so das Gefühl da, dass die ganze Völkerung von der Regierung so richtig gemolken wird. Also man hat so wirklich das Gefühl, die Regierung, die tritt in jedes Fettnäppchen. Wo sie den Bürger in Deutschland, den Bewohner in Deutschland mit Füßen treten kann. Also es geht ja nicht nur um die Behinderten-Gesundheitsreform, Krankenkassenreform, überall Benzinreform, die Reform, die sie da versucht haben, ist dahin losgegangen. Also man hat so das Gefühl, also die Regierung tritt die Bevölkerung platt, sage ich einmal so, was natürlich eine riesen Gefahr verbirgt. Also man denke nur, was da für ein braunes Zeug sich noch hinten dran bewegen kann. Wobei ich in einem Interview ganz klar gesagt habe, ich wiederhole es gerne, für mich ist mittlerweile die CDU der kleine Bruder von der AfD. Sie benutzen sehr ähnliche Wortwahlen, noch ein bisschen dezenter, aber man hat ja auch gemerkt, dass die Brandmauer von Herrn Merz zur AfD nicht mehr so ganz groß ist. Also da birgt eine Gefahr aber auch, glaube ich, in der Bevölkerung, dass die Menschen merken, okay, es waren ja die Behinderten, das war ja nicht so wichtig, Klammer auf, sondern wir sind es jetzt alle, die gebeutelt werden. Hast du das Gefühl auch, dass es mittlerweile breiter geworden ist, das Ganze? Es ist total breit geworden und ich sage mal so, es geht im Moment auch darum, unsere Demokratie zu verteidigen. Also das hat man immer so theoretisch gesagt, aber ich glaube, wir sind jetzt wirklich mittendrin. Und was mich geschockt hat, ich habe es gesehen, vor zwei, drei Tagen, eine aktuelle Umfrage, die von RTL, die machen immer jede Woche Umfragen. Das Erste ist natürlich, wie beliebt ist der Kanzler und der ist in der jetzigen Phase, wo gerade mal ein Jahr sozusagen im Amt ist und wo man Bilanz ziehen kann, ist der noch unbeliebter wie Olaf Scholz in seiner schlechtesten Zeit. Und damals hat Friedrich Merz getönt, ja, wenn man so schlechte Werte hat, dann soll man Neuwahlen ausrufen und zurücktreten. Ja, und das sagt natürlich einiges, wie so diese Stimmung ist. Und ich habe dann diese Werte gesehen. Da war dann die AfD bei 27 Prozent, die CDU, CSU bei 22. Und ich glaube, die SPD bei 12, Grüne 15, Linke noch 12. Und dann sage ich, das ist schon hart. Weil das haben wir früher, wo man dachte, ja, über 20 Prozent. Das war in den neuen Ländern. Und wir dürfen ja nicht vergessen, wir haben im September Wahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Und in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, da rangiert die AfD bei Werten von 38 zum Teil bei 40 Prozent. Und wenn da eine schlechte Konstellation rauskommt, dass dann vielleicht noch eine Partei rausfliegt, dann kann es sein, dass die die absolute Mehrheit bekommen. Jetzt stellen wir uns das mal vor. Absolute Mehrheit. Und ich sage das auch deshalb. Es ist nicht nur, was man von der AfD natürlich auch immer hört und was behindertenpolitisch auch uns da drohen kann. Ich gucke einfach in die USA. Ich sehe Donald Trump. Jeden Tag höre ich irgendeinen Unsinn. Und mit Donald Trump sind natürlich viele Menschen, die diesen Unsinn unterstützen. Wohin reitet er uns? Wohin reitet er die Menschen in den USA? Er quatscht irgendwas von, ja, muss alles billiger werden. Was hat er jetzt mit dem Ölpreis angerichtet? Was richtet er auf der ganzen Welt an? Es ist Krieg. Er wollte nie, Mann, nie Krieg führen. Hat immer rumgemeckert. Jetzt ist er da mittendrin und kommt nicht mehr raus. Und für die Menschen vor Ort. Man fängt an, auf Minderheiten sozusagen förmlich einzuprügeln. Und es kann uns dann nichts Schlimmeres passieren, dass diese Türen wieder aufgemacht werden. Und vielleicht gucken wir erst mal noch zu und denken, na ja, da hat man jetzt gegen die Queerleute, dann haut man gegen das Gendersternchen, also gegen diese Emanzipation und all das. Ja, wie schnell sind wir dran? Und das sehen wir bei solchen Kürzungspapieren. Denn wir müssen uns natürlich klar darüber sein, Leistungen für behinderte Menschen kosten was. Und ich sage, es ist gut, dass sie was kosten, weil wie viele Leute haben Behinderungen und wir brauchen auch eine gesellschaftliche Absicherung, denn wer meldet sich denn zur Bundeswehr, wenn er in ein Land zurückkommt, das nicht mal ein paar Barrieren abbauen kann, wo ich nicht weiß, wie werde ich in diesem Land behandelt, wenn ich jetzt irgendwie eine Einschränkung habe. Werden meine Rechte mit Füßen getreten. Also es geht hier um richtig viel, finde ich. Und jetzt haben wir behinderte Menschen natürlich, Ja, wir haben einen Einfluss, nicht alles, aber wir haben da schon auch eine Verantwortung, weil wir haben natürlich auch eine Geschichte. Und Sascha, das macht das auch so schwierig, weil mir tut das so verdammt weh, weil man kann vor allem nicht sehen, wie wir uns reinreiten. Und da haben ganz viele einen Anteil daran. Es ist nicht nur die Regierung. Es ist auch immer so die Frage, wie geht die Opposition mit Sachen um? Wie findet man Kompromisse? Weil wir müssen Koalitionen schließen, auch mit Leuten, da hätte man früher vielleicht nicht zusammengearbeitet. Und die CDU muss doch nicht in vorauseilenden Gehorsam der AfD die ganzen Themen wegnehmen und das alles vorwegnehmen, wo die AfD nachher sagen kann, naja, die CDU hat das ja schon vorangetrieben und man muss auch nicht der Wirtschaft so hinterherkriechen, dass man ihnen jeden Wunsch von den Lippen abliest, bevor sie es überhaupt selber äußern und die Menschen mit Füßen tritt. Also ich verstehe es nicht. Also die CDU bringt ja auch keine. Also wenn sie der AfD nachplappert, wer will denn schon die Kopie wählen? Dann wählt man ja leider scheinbar, wie man jetzt in den Zahlen sieht, eher das Original, ne? Ja, richtig. Und dann, klar, da machen sie Benzingeschichte, aber das ist auch ohne Sinn und Verstand. In der Zeit sind die Preise schon wieder viel mehr gestiegen, weil man den Konflikt da nicht löst mit dem Iran. Und da denken die immer, ah, jetzt haben wir ja was gemacht für die Bürgerinnen und Pfeiffer-Titel. Das verpufft, wenn ich nicht mit guten Konzepten rangehe. Und ich meine, 2023, nachdem der Ukraine-Krieg da in den Gängen war, haben wir immerhin mal, um Energie zu sparen, haben wir dann das Deutschland-Ticket bekommen. Das ist jetzt auch wieder um einiges teurer geworden. Also ich glaube, wir brauchen viel umfassendere Konzepte. Du hattest es vorher auch mal so angesprochen, wo man auch mal über diesen Kleinkram rausdenkt und guckt, wie sind unsere Systeme. Also diese Frage brauchen wir, es sind 92, habe ich jetzt gelernt, 92 Krankenkassen. Jede macht Werbung um irgendwelche Mitglieder, macht irgendeinen Firlefanz, ja, also muss man sich doch nicht leistern. Jede Krankenkasse hat ein Bürogebäude, jede Krankenkasse hat einen Verwaltungsrat, jede Krankenkasse hat eine Direktion mit irgendwelchen Assistenten und Stellvertretern und so weiter. Hochbezahlte Leute. Hochbezahlte Leute, wo es schwindelig wird. Und dann frage ich mich, warum? Also warum brauchen wir, warum müssen wir einen Wettkampf laufen? Bin ich bei der Technika, der AOK, der IKK Südwest, IKK Nord, IKK West, IKK hier und BKK und ich weiß nicht, wie die alle heißen. Da gibt es ja Krankenkassen, wo mir schwindelig wird, wenn ich die Namen lese. Und es waren übrigens vor ein paar Jahren noch mehr. Also es sind jetzt mittlerweile schon geschrumpft, sind einige weggegangen. Aber es waren mal, als ich mal irgendwann mich über das deutsche Krankenkassenwesen informiert habe, waren wir bei 202 Krankenkassen. Das ist schon länger her, aber das ist nicht von zu weit her. Und das ist Wahnsinn. Dann kommen wir aber hin und sagen, ihr müsst jetzt wieder eventuell Beiträge beim Arzt bezahlen, also pauschale jeden dritten Monat, vierten Monat, wenn ihr hingeht, ihr müsst noch mehr bezahlen. Ich habe jetzt ja mitgekriegt, Stefanie hat sich ja den Fuß gebrochen, was die da zuzahlen musste. Und wenn du da nicht das Geld dafür hast, dann bist du gearscht auf gut Deutsch. Und das ist das, was leider Wähler in die Arme der Falschen treibt, die natürlich versprechen, sie würden es anders machen. Aber wenn sie an der Politik an der Macht sind, haben sie überhaupt keine Möglichkeit, es anders zu machen. Das System ist krank. Das ganze System müsste von vornherein aufgemotzt werden. Aber Ottmar, lass uns doch mal wissen jetzt, dass wir die Protesttage haben. Wir wissen, wo wir gerade stehen. Es wird ein spannender Monat. Wir haben uns jetzt sehr, sehr viel damit beschäftigt. Nicht so direkt auf die einzelnen Artikel von den Kobinett-Nachrichten eingegangen, aber ich würde gerne so in Richtung Ausgang dieser Episode nochmal ganz kurz mit dir gucken. Gab es denn sonst noch was, was uns im April beschäftigt hat? War es über diese Behindertenpolitik, über die Streichung und über dieses Chaos hinausgegangen? Es gab irgendwas, wo du sagst, das war eine Nachricht, die muss auch nicht unbedingt eine gute Nachricht sein, aber wo du gesagt hast, die hat mal den Rahmen gesprengt. Also wir haben ja Schulpolitik inklusive, alles jetzt nicht gestreift, aber wir wissen, dass das diesen April zur Debatte stand. Aber gibt es irgendwas, wo du sagst, das hat mich in diesem Monat aber als Nachricht gesprengt? Das war mal eine andere Nachricht. Ja, ja, und die gibt es. Und ich hatte mich auch letztens mit jemandem unterhalten, wie behalten wir unsere Sinne zusammen? Wie lassen wir uns nicht so in das Negative saugen? Und das findet ja im Moment hier ganz stark statt. Und deshalb ist natürlich immer gut auch zu blicken, wo geht es voran? Also ich habe mich gefreut. In Kassel, wir haben eine neue Regelung für E-Scooter. Du hattest es in deinem Podcast mit der Berliner Behindertenbeauftragten. Du hast ja auch eine neue Serie gestartet. Das ganze Problem mit diesen Rollern, die da auf dem Gehweg rumliegen, rumstehen. Und in Kassel gibt es jetzt seit dem 1. April neue Regelungen. Ich habe da auch unseren Oberbürgermeister, unsere Stadtbaurätin angemeldet. Und es klappt jetzt schon mal zum Teil, muss ich sagen, für den ersten Monat eigentlich ganz okay. Jetzt stehen die dort, wo die Fahrräder stehen. Sie stehen am Rand. Natürlich steht auch immer noch einer im Weg und natürlich liegt noch einer. Aber ich sage mal, ich bin froh, ich habe jetzt eine Regelung. Und wenn es mir zu bunt wird, wenn da immer was ist, dann kann ich mich bei der Stadt melden und sagen, hier, guck mal. Und das sind natürlich auch immer, das sind so Entwicklungen, die kommen nicht einfach, sondern da haben Leute sich jahrelang eingesetzt. Ich habe mich gefreut und ich glaube, wenn wir auch international nochmal gucken. Ungarn hat gewählt und das war ja auch wieder unsäglich, wie die ungarische Politik war. Ich habe ja schon entschieden, da fahre ich nicht mehr hin. Seit Jahren eigentlich schon, seit dieser Orban an der Regierung ist. Jetzt haben wir neun. Und dann habe ich von der Dagmar Gresskamp, von der Aktion Mensch, die hat mir das gemeldet, aber auch der Martin Ladstädter aus Wien. Und zwar ein blinder Jurist, jetzt versuche ich mal, Wilmos Gatay Nemeth. Bestimmt falsch ausgesprochen, aber dieser blinde Jurist wird jetzt, oder ist es geworden, Sozial- und Familienminister in Ungarn. Ja, großartig, cool. Weißt du, an was ich gedacht habe? Wann wird der Sascha-Minister in Luxemburg? Aber ich will das nicht zu sehr ausführen, weil sonst kündige ich deinen Chef, wenn du dem nach dem Job trachtest. Aber da dachte ich, Mensch, toll, weil man streitet für Veränderungen. Und das ist meine Hoffnung. Wenn man mal was durchbekommt, wir haben jetzt harte Zeit, aber dann verändert sich was. Und das war ja auch mit deutscher Einheit. Da gab es plötzlich neue Möglichkeiten und man hat doch was hinbekommen. Verfassungsänderungen. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Hat uns da echt was gebracht. Und jetzt Ungarn neu gewählt. Und toll, jetzt haben sie einen blinden Minister. Ich hoffe, er ist gut. Aber er wird einige Erfahrungen mitbringen. Ich freue mich ja auch immer an der Jugend, muss ich sagen, weil klar, es ist nicht so, dass die Jugend hier uns alles richten wird. Wir haben auch viele erfahrene und gute Leute. Aber ich habe dann gehört von der Lilith Fendt. Die Lilith Fendt nutzt Sprachassistenz. Sie muss also immer über ihren Talker. Sie braucht auch so viel Assistenz. Und dann war die da bei einer Schulung zur Öffentlichkeitsarbeit. Dann höre ich so einen Nebensatz. Ja, wir sind gerade in Berlin und ich war gerade am Montag oder irgendwann, war ich in der Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie. Und da war ich, holla, finde ich cool. Also eine junge Frau mit Elektrorollstuhl. Die nicht verbal sprechen können, sich aber über Talker äußert, die war dabei. Und zwar hatten die 150 Jugendliche eingeladen und haben die gefragt, naja, wie geht's? Wie war das für euch? Wie ist das? Was können wir daraus lernen? Die Lilith hat natürlich auch ein bisschen geschimpft und gesagt, naja, richtig partizipativ war das nicht. Aber ich sag mal allein schon, dass die dabei war. Und dann hat sie ein Bild geschickt. Ich habe gesagt, schick mir ein Bild, ich berichte, wo dann Lilith Fendt da steht, so bunt und hinter dran steht Bundestag. Boah, das ist cool. In dem Alter mit 2021 da waren wir von der Politik noch nicht gefragt. Sowas freut mich und gefreut hat mich auch, aber wobei es noch nicht durch ist. Also das ist immer so eine Mischung. Und Wir haben ja viele Leute im Netzwerk persönliche Zukunftsplanung, die also Zukunftsplanungen durchführen und das Theater dabei ist immer wieder. Naja, wenn man das ehrenamtlich und umsonst macht, ja, nett, macht ihr mal. Aber wenn das bezahlt werden soll, eine gute Zukunftsplanungsmoderation muss meines Erachtens bezahlt werden, weil das ist ein richtiger Job und wo auch Begleitung ist. Im Augsburger Raum hatte jetzt jemand geklagt, die wollten eine Zukunftsplanung, auch für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf und das wurde immer pauschal abgedehnt. Da hat es gesagt, ja, das kann doch die Einrichtung machen. Absolute Quatsch. Eine Einrichtung kann keine Zukunftsplanung mit Menschen machen, die hochgradig abhängig von der ist, weil da werde ich mich doch nicht trauen, was Kritisches zu sagen. Ja, auf jeden Fall vor Gericht gezogen, lang hin und her, der Kostenträger in Bayern, der Bezirk verweigert und jetzt haben sie immerhin am Sozialgericht Augsburg gewonnen und natürlich ist der Kostenträger, es geht um 900 Euro, glaube ich, insgesamt und der Kostenträger entblödet sich nicht und um dagegen jetzt wieder Widerspruch in die nächste Instanz zu gehen, einzulegen. Ja, man kann sagen, es geht um grundsätzliche Frage, aber da denke ich, meine Güte, unterstützt die Leute doch einfach und baut eure Bürokratie ab. Ihr könnt doch froh sein, wenn für die Leute auch die Leistungen effektiver sind, dass sie das bekommen, was sie brauchen und nicht einfach nur in der Einrichtung sitzen und völlig desillusioniert sind. Und ja, so ein Urteil muss ich sagen, auch unsere Juristen, die sind da immer aktiv, sowas erfreut mich dann schon. Also das sind so. Aber das sind wieder Kosten, wenn ich dann überlege, 900 Euro, sollen die bezahlen? Was kostet der Anwalt oder die Person, die an diesem Fall in dieser Behörde sitzt als Juristin, was kostet die, um diesen Fall zu behandeln? Ja, und ich kann da einfach nochmal ein Beispiel erzählen, weil ich bin jetzt ja auch wieder auf Lesetour und da spielt die persönliche Zukunftsplanung natürlich eine große Rolle, weil wie schafft man es, dass behinderte Menschen selbstbestimmt erleben können, aus Einrichtungen raus. Ja, hier in Kassel. Junge Mann lebt noch bei den Eltern, will ausziehen, Autismus hat einen Job auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und jetzt geht es darum, wie kann ich mich vom Elternhaus lösen und eine eigene Wohnung finden. Ja, möchte gerne Zukunftsplanung machen, hat auch viele offene Leute, Unterstützer um sich rum. Ja, dann geht man zum Landeswohlfahrtsverband. Dann blasen die sich auf. Ja, das geht nicht. Stimmt alles überhaupt nicht, weil es gibt auch einen gesetzlichen Ansatz dazu beim Thema Assistenz, wo es auch um Zukunftsgestaltung und so geht. Gut, dann macht man einen Termin. Nach halbem Jahr, Jahr trifft man sich dann beim Landeswohlfahrtsverband. Dann sitzen da drei Leute von denen. Da denke ich schon, meine Güte, sollen wir mal zusammenrechnen, was das jetzt gerade hier kostet. Und dann, ja, nee, das geht nicht. Dann lehnt man ab. Jetzt müsste man klagen. Und jetzt haben wir halt hier Leute, die sagen, mir ist die Zukunft dieses jungen Mannes wichtig. Ich lasse doch den jetzt nicht zwei Jahre hängen, bis der Landeswohlfahrtsverband mal, ich sage mal, 200, 300 Euro für eine Moderation zahlt. Und ich schüttel den Kopf. Ja, das ist, was die da allein mit dieser Bearbeitung an Energie verbraten und Zeit vergeuden, um anderen nicht zu helfen. Also, und dieser Landeswohlfahrtsverband sitzt leider vielleicht zwei Kilometer Luftlinie von mir weg. Und ich denke immer, meine Güte, wann lege ich mich mal vor die Tür? Nicht mehr so schnell, weil deine Knochen machen das nicht mehr so mit und der Boden ist hart. Du kriegst wahrscheinlich keine Matratze von denen vor die Tür gelegt. Also bitte lass das sein, lieber Ottmar, weil wir brauchen dich ja noch. Ich glaube, dass wir eine kleine Runde gemacht haben. Wir haben uns heute ein bisschen politischer gehalten, weil wir natürlich auch vor kurzem schon über Aktivismus, über die Proteste gesprochen haben. Ich würde uns in einem sehr lebendigen Monat Mai entlassen mit Protesttagen, mit Lesungen von Ottmar Malz-Paul. Ich bin auch bei einer Lesung live dabei. Da freue ich mich auch ganz besonders drüber. Mit dem 7. Mai eventuell der Geschichte, wo wir dann hören, was dann im Bundestag fabriziert wird. Und am 19. Mai lädt der Bundesbindernbeauftragte zu seinem Gespräch ein. Ich habe auch jetzt gesehen, die Inklusionstage wurden veröffentlicht im Juli. Das ist noch ein bisschen weiter weg. Aber im Mai ist es halt ganz ziemlich lebendig. Und... Deshalb entlassen wir euch heute am 1. Mai schon ziemlich früher als sonst, weil wir euch die Möglichkeit geben wollen, auch die nächsten Podcasts, die veröffentlicht werden, zu hören und wir sind da eine ganze Menge. Apropos Lust auf Zukunftsplanung, ich will es mit erwähnt haben, auch wenn wir nächste Woche, 2., 4., 6., 8. und 10. Mai unsere Podcast-Reihe mit der Aktion Mensch veröffentlichen. Werden wir auch trotzdem am 10. Mai morgens um 8 Uhr Lust auf Zukunftsplanung Ausgabe Mai mit einem internationalen Touch veröffentlichen, nämlich Ellen Keune war in New Jersey. Also ob sie selber da war, weiß ich nicht, aber sie hat Lust auf Zukunftsplanung aus New Jersey mitgebracht und wir sind ganz gespannt auf diese Episode, sehr spannend. Also es tut sich einiges beim Eagle Podcast, muss ich definitiv sagen. Es ist faszinierend und macht richtig, richtig Spaß im Moment und ich hoffe, ihr habt dann Zeit langsam, Schritt für Schritt, die vielen Episoden, die mittlerweile rausgekommen sind. Ich habe lange ein bisschen weniger gemacht, aber mittlerweile rollt es wieder gut und deshalb freue ich mich auf die nächsten Episoden. Und dir, Ottmar, sage ich mal vielen Dank und wir sehen uns diesen Monat einmal wieder persönlich. Das ist auch ein meiner Highlights für den Monat Mai. Also mein Highlight ist, dich zu treffen am 5. Mai in Kiel bei der Protestveranstaltung, die ich selber moderiere. Ein Rundtischgespräch, wo es um Arbeit geht und wo wir dann nochmal ganz klar stellen werden, dass Menschenrechte nicht verhandelbar sind an den ganzen Protesttagen. Das ist keine Verhandlungsmasse. Menschenrechte sind da und die haltbar einzuhalten. Was ist dein Highlight im Monat Mai? Ja, mein Highlight ist schon auch, ich komme nach Kiel, ich treffe dort den Sascha, die Janine Kolbig, die Martina Scheel wird kommen, hat es mir gestern gesagt, die wollte erst in Berlin sein und es ist total spannend, weil da bin ich rausgefordert. Und ich liebe es eigentlich, wenn ich gefordert bin. Auch wenn das manchmal echt schwer ist. Weil wir machen dann ja im Anschluss an dein moderiertes Gespräch zum Thema Arbeit, auch ein Podcast aufzeigen, da machen wir ja eine Lesung. Die Sabine Lohner und ich. Und die Sabine Lohner ist blind. Und wir machen dort eine Dunkellesung. Weil sie kann es ja von ihrer Preiseite ablesen. Und ich bin da schon, ich liebe das, weil das dringt mich an. Das ist spannend. Ich muss mir dann im Kopf überlegen, weil ich kann es ja nicht ablesen, wo sind wir gerade, wie sind die Übergänge zu den einzelnen Kapiteln, weil ich die immer kommentiere. Aber viel spannender ist, wir machen eine Dunkellesung. Und es werden auch gehörlose Menschen da sein. Jetzt schließt sich Dunkelheit und Gebärden machen geht noch, aber Gebärden sehen ja eigentlich aus. Und jetzt kam die Frage an mich, Leute, ich liebe das. Das ist eine Herausforderung und ich bin jetzt mal gespannt, wie wir das meistern. Da muss hoffentlich die Technik funktionieren. Aber genau das sind diese Fragen. Man hat eine Herausforderung und dann würde man im ersten Impuls sagen, geht nicht. Nein, ich bin gespannt, wie es funktioniert. Und ich hoffe, die gehörlosen Leute verfluchen mich nicht. Aber ich glaube, wir kriegen es hin. Und da muss ich sagen, sowas, ja, das ist total spannend. Und ich muss auch mal sagen, ich freue mich jetzt einfach auf das schöne Wetter. Weil ich habe gerade, wir haben gerade mal das Glück, meiner Frau, die ziemlich krank ist, der geht es mal wieder richtig gut. Und jetzt kann man auch mal mehr raus und Sonne tanken. Und ich glaube, wir alle brauchen das, weil, Sascha, irgendwann rede ich auch mal mit dir darüber. Du machst so viel, dieses Eagle-Podcast. Und die Leute müssen einfach wissen, du wirst dafür in der Regel nicht bezahlt. Vielleicht kriegst du mal für die Produktion beim einen oder anderen Podcast ein bisschen Geld. Aber du brauchst auch Assistenz, um das Zeug machen zu können. Und du hast einen Job nebenher. Und von daher werde ich irgendwann mal mit dir reden. woher kriegt Sascha lang die Energie, das über so viele Jahre dann auch immer wieder zu machen und jetzt vor allem so intensiv. Aber das machen wir nicht heute, sondern wir freuen uns auf den Mai und hoffentlich viel schönes Wetter und tolle Veranstaltungen und wir schaffen es hoffentlich in Kiel auch noch ein Bissen zu essen hinterher. Genau. Und vor allem, liebe Zuhörer und Zuhörerinnen, egal wo ihr seid, egal wann ihr wie Möglichkeiten habt, ob klein, ob Social Media, ob digital, ob in Präsenz, nutzt ihr jetzt die Zeit, um wirklich eure Stimme zu erheben. Dann fragt im Umkreis die Leute, die mit euch jeden Tag unterwegs sind, dass die ihre Stimme miterheben, weil es geht nicht nur um uns als Menschen, die betroffen sind, es geht um unser Umfeld. Die werden auch mit verschiedenen Hinweisen in Mitleidenschaft gezogen. Also deshalb ist es wichtig, erhebt eure Stimme und jede Stimme zählt, ob jung, ob alt, jede Stimme ist meiner Meinung nach zählt. Und deshalb nochmal der Hinweis, in unseren Shownotes gibt es die Links zu den Petitionen. Unterschreibt sie bitte mit. Es ist wichtig, dass wir uns dort wirklich manifestieren, damit die Politik mitkriegt mit uns so nicht. In diesem Sinne, alle eine gute Zeit. Vielen Dank fürs Zuhören. Das habe ich bereits angedeutet. Mein Name ist Herr Schlang, ich bin euer Inklusator. Vielen Dank fürs Zuhören und bis demnächst, lieber Ottmar Malz-Paul. Tschüss. Für den Inklusator Sascha Lang bedeutet Inklusion, Inklusion ist ein Gesellschaftsprojekt. Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazugehört. Egal wie du aussiehst, welche Sprache du sprichst oder ob du eine Behinderung hast. Inklusion heißt teilhaben. Wir möchten dich mit unserem Podcast dazu motivieren, bereits jetzt an der Gesellschaft teilzunehmen. Denn nur so können Barrieren abgebaut werden. Barrieren, die nicht nur im Alltag bestehen, sondern auch in den Köpfen. Lasst uns diese gemeinsam abbauen. IGL. Inklusion. Ganz einfach leben. Wird dir präsentiert von Inklusator. Infos zum Inklusator und weitere Folgen findest du unter www.igelmedia.com. Du möchtest uns kontaktieren? Dann schreibe uns eine Mail an moin.eaglemedia.com.