Klimanachbarn – Die Revolution beginnt nebenan

Michael Schindler & Patrick Niedermayer
Since 02/2023 62 Episoden

E58: Sollte ich meine alte Kiste noch zu Ende fahren?

Gründe warum der Umstieg auf E-Mobilität lieber früher als später passieren darf!

28.07.2026 52 min

Zusammenfassung & Show Notes

Sind Elektroautos mittlerweile günstiger und wartungsärmer als Verbrenner? Und wie sich das auf den Gebraucht‑ und Firmenwagenmarkt auswirkt. Dabei zeigen wir, dass Förderungen, niedrige Betriebskosten und steigende Ladeinfrastruktur den Umstieg so viel einfacher machen. Der Aufruf gilt vor allem dem Firmenwagen-Leasing. Warum diese Menschen große Verantwortung tragen, hier zu hören!

Themen 
  • Elektroautos sind heute günstiger und wartungsärmer als Verbrenner
  • Förderungen, niedrige Betriebskosten und wachsende Ladeinfrastruktur erleichtern den Umstieg
  • Firmenwagen‑Leasing und die Verantwortung von Unternehmen beim Flottenwechsel
  • Vergleich von Anschaffungskosten, Steuer‑ und THG‑Quoten zwischen E‑ und Verbrennungsfahrzeugen 
  • Wartungs‑ und Reparaturvorteile
  • Lebenszeit‑Emissionen: Produktion, Kraftstoffherstellung und Verbrauch im Vergleich 
  • Pannenquoten: Elektroautos zeigen deutlich weniger Pannen als Verbrenner
  • Gebrauchtwagenmarkt: Preisentwicklung, Wertverlust und Batterie‑Gesundheits‑Checks 
  • Export von Alt‑Autos aus Deutschland und deren Verteilung in EU‑ und Nicht‑EU‑Länder 
  • Zukunft der Ladeinfrastruktur: Schnell‑ und Flash‑Charging, Netzbelastung
Firmen & Organisationen 
  • ADAC
  • Autoscout24
  • Umweltbundesamt
  • Kraftfahrt‑Bundesamt (KBA) 
  • ICCT (International Council on Clean Transportation)

Transkript

Trotzdem ist es total verblüffend, dass die Pannenquote statistisch überdeutlich niedriger ist als bei Verbrennern. Obwohl die Verbrenner quasi ausoptimiert sind. Das heißt, du hast einfach quasi eine Gehaltserhöhung von 300 Euro dafür, dass du ein Fahrzeug fährst, was einfach bequemer ist, effektiver ist, leiser ist und an der Kreuzung jeden anderen wegzieht. Machen! Klima Nachbarn - Die Revolution beginnt nebenan. Der Podcast mit Patrick und Michel. Autos, Autos, Autos. Unser Land ist übersät von diesen Dingern. Du fährst eins, ich fahr eins. Was fährst du? Einen Volkswagen E-Golf. Ich fahr einen Ford Nicht-E-Verbrenner. Wurde mir dazu geraten, den auch nicht mehr weiterzufahren, weil Ford nicht so... Ford rostet, wenn da zu viel rastet. Deshalb muss ich ein Auto dafür fahren. Aber ja, heute soll es ein bisschen darum gehen. Wir haben ja offensichtliche Dinge wie Sprit, sind aktuell wieder sehr teuer. Wir haben die Krise mit dem Krieg, wir haben die Kosten an den Tankstellen explodieren wieder. Die Bremse war jetzt... Was waren es? 20 Cent? Mal ganz schön ins Minus zu rutschen. Jetzt sind wir doch wieder über den 2 Euro im Schnitt, sage ich jetzt mal. Ich weiß nicht, wie es euch da draußen geht. Ich finde selten eine Tankstelle, wo es mal vor der 2 gerade landet. Schon lange nicht mehr gesehen. Der Zug ist, glaube ich, abgefahren und ich weiß auch nicht, ob es in Zukunft besser wird. Ich habe gehört, nein. Wie stehst du denn dazu? Und was ist deine Verbotung, wie es da weitergeht in die Richtung? Ob der Sprit wieder günstiger wird, meinst du? Ob der Sprit mal wieder günstiger wird. Keine Ahnung. Was auch immer sich die Ölbarone so ausdenken. Das wirft ja jetzt die Frage schon auf. Ich fahre noch Verbrenner. Was heißt fahren? Ich fahre damit die Strecken, die ich in Urlaub fahren will oder nicht anders fahren kann. Und ansonsten fahre ich Öffis. Aber die Frage, die sich jetzt stellen sollte als Verbrennerfahrer, lohnt es sich, das Ding noch zu Ende zu fahren, bis es aufgibt und dann schaut man sich mal nach dem Ehe um? Oder sollte man es jetzt schon tun? Was ist besser? Genau. Die Frage ist also nicht der typische Vergleich Elektro versus Verbrenner. Ich glaube, dass zum Beispiel kostentechnisch, also auch in der Ökologie, das mittlerweile ziemlich klar und allgemein bekannt ist, dass wenn du dir einen Neuwagen kaufst und zwischen diesen beiden Dingen stehst, dass das ziemlich klar ist. Die Frage ist aber, was ist denn im Gebrauchtmarkt? Also wenn ich mir ein gebrauchtes E-Auto hole oder was ist, wenn ich einen alten Verbrenner habe und sage, komm, den fahre ich noch gar runter. Was machen wir denn dann? Das ist so die Frage, stimmt's? Das ist die Frage, auf die ich hinaus will. Aber lass doch mal kurz da bleiben. Du bist der, der es am besten kann. So ein paar Punkte, warum auch beim Neukauf der E jetzt eigentlich schon ein No-Brainer ist. Ist der Verbrenner noch günstiger als der E in der Neuanschaffung? Bei Kleinwagen ja. Bei größeren nicht mehr durchgängig. Also bei größeren wird es, je größer und teurer das Auto wird, desto mehr gleichen die zwei sich an. Und in manchen Modellkategorien ist es so, dass das E-Fahrzeug mittlerweile günstiger ist als der Verbrenner. Das ist zum Beispiel der Q4 e-tron von Audi ist günstiger als das Verbrenneräquivalent. Das gleiche ist der i3 von BMW, ist günstiger als der, ne Quatsch, der i4 von BMW ist günstiger als der M4 von BMW. Und hat auch noch mehr PS by the way. Für die Liebhaber. In beiden Fällen, auch der Audi hat mehr PS als der Verbrenner. Sehr gut. Weil ich habe nämlich vor ein paar Jahren mal ein Video dazu gemacht und da waren noch deutlich die E-Preise teurer. Und es ist verrückt jetzt zu sehen, dass die eigentlich schon lange am Einholen sind. Also das Argument zählt nicht mehr. Und du aus deiner User-Sicht, sag mal, was man sich sonst so spart. Ich habe zum Beispiel das Argument immer wieder parat, ein Verbrenner hat einfach überhaupt zehnmal mehr Teile als ein E-Auto verbaut. Und somit natürlich mehr Anfälligkeit, wenn was kaputt geht. Was sind da deine Erfahrungen? Wo spart man noch Geld? Also erstmal muss man unterscheiden zwischen Privat- und Firmenwagen, weil das ist nochmal ein eigenes Ding. Also Firmenwagen machen wir später noch, würde ich sagen. Privat, erstmal kriegst du eine Kaufpreisprämie, wenn du dir einen Neuwagen kaufst. Also die sind abhängig von deinem Gehalt, aber dürfte für die meisten von uns irgendwo zwischen 3.000 und 6.000 Euro sein. Die Zahlen, die ich gerade gesagt habe, zählen trotzdem minus die Förderung noch. Also die sind eh schon günstiger. Also irre. Dann zehn Jahre Steuerbefreiung, also keine Kfz-Steuer. Der Verbrauch ist deutlich günstiger als Benzin und Diesel. Die Preise von Benzin und Diesel sind ja bekannt. Die vom Strom in der Regel, für Leute, die noch im Verbrenner-Game sind, nicht so bekannt. Also an der Schnellladesäule die teuerste Variante zu laden. Da bist du, je nachdem wo du bist, aber bei mir ohne Grundgebühr zahle ich in der Regel irgendwas zwischen 50 und 60 Cent am Schnelllader. An regionalen Ladern günstiger oder dann zu Hause noch günstiger. Und wenn du PV hast, noch mal günstiger. Also du sparst. Oder du sparst mehr. Oder du sparst noch mehr. Oder du sparst halt sehr viel mehr. Dann, was du schon gesagt hast, das Elektroauto hat in der Regel deutlich weniger Teile. Oder hat eigentlich immer deutlich weniger Teile. Den Ölwechsel brauchst du nicht, weil hast du nicht. Die Bremsen halten länger, weil du sie weniger benutzt, weil das Öl ja nicht repariert. Genau, da musst du tatsächlich aufpassen, dass du genug bremst. Aber genauso musst du beim Verbrenner immer aufpassen, dass du ihn erstmal auf Temperatur fährst, bevor ich die Leistung abrufen kann. Was irgendwie absurd ist, wenn man darüber nachdenkt. Aber das nur am Rande. Was ist noch weg? Du kriegst eine THG-Quote. Also dafür, dass du dich klimafreundlich verhältst und keinen Verbrenner fährst, wirst du bezahlt durch den Emissionshandel. Was habe ich vergessen? Wir haben Wartung 8. Der TÜV ist günstiger. Also die Hauptuntersuchung, denn du brauchst nur die Hauptuntersuchung. Die Abgas-Helden-Aus. Genau. Genau, du hast ja keinen Abgas mehr, deswegen keine Abgas-Untersuchung. Was habe ich noch vergessen? Man merkt es an allen Fronten. Weniger Wartung, weniger Temperatur, Steuer, pipapo. Es ist so gut wie alles, was du guckst, günstiger. Wie kann man mehr spritten? Ich hab's vor ein paar Jahren noch mal recherchiert, da war's noch teurer, weil der Sprit noch günstiger war, E zu fahren, wenn man daheim keine Ladesäule hat. Es war schon immer günstiger, E zu fahren, wenn man daheim laden kann, mit normalen Strompreisen oder eben noch besser, wie du schon sagst, Solardage auf dem Dach, als dass man am Schnelllader lädt. Aber auch das ist mittlerweile obsolet, oder? Also wie du schon sagst. Genau. Dieses Argument spielt eigentlich keine Rolle mehr und hier ist es, glaube ich, ganz, ganz wichtig, weil ich höre es so oft, ja, aber ich kann ja nicht bei mir zu Hause laden. Ich kenn das, ich hab drei Jahre lang auch nicht daheim laden können, weil wir in unserer Wohnung, in der wir vorher gewohnt haben, keine Ladesäule hatten. Surprise, es gibt Ladesäulen an vielen Ecken. Es gilt garantiert nicht für jeden und jeder da draußen, aber ich glaube, dass viele gar nicht wissen, wo die nächste Ladesäule ist, weil sie noch nie nachgeschaut haben. Und da schaust du einfach online, wir packen euch gerne eine der zig Seiten, die die sämtlichen Ladesäulen in Deutschland zusammenfassen, packen wir euch in die Show Notes, dass ihr einfach mal nachgucken könnt, wie weit ist es denn wirklich. Und wenn man dann feststellt, ach, das ist einmal die Woche ein Spaziergang von fünf Minuten und das Auto bleibt halt dann da mal vier Stunden stehen, ist vielleicht auch gar nicht so schlimm. Also für uns war es nicht so schlimm und es war für uns vor allem, wenn man es im Umkehrschluss denkt, dass man sagt, dass das am Sonntag mal für vier Stunden da steht und nicht fünf Minuten laufen muss, das möchte ich nicht und deswegen zahle ich jährlich so viel Geld mehr. Also dieses Premium-Ding, da muss man sich dann schon überlegen, ob man sich das "gönnen" will, dass man nur an der Zapfsäule ist, was ich froh bin, dass ich nicht mehr machen muss. Das andere Gegenargument, was ja dann oft war, selbst wenn sich's denn im Unterhalt günstiger ist, ist einfach zu teuer. So ein E-Fahrzeug ist einfach zu teuer, kann ich mir nicht leisten, weil Neuwagen kann ich mir nicht leisten und gebraucht gibt's nicht. Und das, das hab ich mir jetzt angeschaut und das ist, oh, war das krass. Perfekte Überleitung, weil wenn man sich jetzt ein Auto anschafft, zwei Fragen sind ja zu klären. Ich hab kein Auto und will mir jetzt eins kaufen oder ich hab ja jetzt noch einen Verbrenner, was mach ich mit dem? Und da hat sich sehr viel geändert. Wie du schon sagst, zu meinen Anfangsrecherchen vor fünf Jahren, und das ist wirklich nicht lang her, war das nicht die Frage, da war eher einfach sehr viel teurer. Punkt. Also in der Art und Form als solches. Wie sieht das jetzt, und du hast ja genauer hingeguckt, wo fängst du da an zu gucken? Wie bist du auf aufmerksam geworden? Wir gehen mal auf den Gebrauchtmarkt ein, weil ich glaub, das ist, was für unsere Hörerinnen und Hörer das Interessanteste ist, jeder kann sich den Gang zum Automobilhändler und ein neues Auto kaufen leisten. Wie sieht das im Grunde genommen aus? Mich inkludiert, ich bin kein Neuwagenkunde. Also war es auch ein bisschen für mich selbst interessant und mich haben vor allem zwei Aspekte interessiert. Zum einen das Ökonomische, was lohnt sich für mich? Und zum anderen hat mich auch interessiert, wie sieht es denn ökologisch aus? Also ist es sinnvoll, ein funktionierendes Fahrzeug, wo Ressourcen drinstecken, zu vernichten vielleicht sogar, oder loszuwerden, um dafür neue Ressourcen zu brauchen? Und was passiert mit jemand anders? Also all diese Sachen haben mich interessiert, und die wollte ich gemeinsam irgendwie beantworten. Das war also so die Ausgangslage, und du hast gefragt, wie ich darauf kam. Ich bekomme natürlich hin und wieder, wenn ich Videos, Reels, was auch immer mache, über die E-Mobilität, dieses Ding mit "Erstens lohnt sich nicht" oder "Kann ich mir nicht leisten", das ist eigentlich eher das Ding, und zweitens, ja, aber ich fahre jetzt erstmal noch meinen Verbrenner gar runter. Und ich wollte einfach wissen, ich fahre das noch gar runter, da steckt ja auch was Nobles drin. Ich nutze das, was schon da ist, anstatt neue Ressourcen zu verbrauchen und so, da steckt was Nobles drin. Aber ist das denn die richtige Logik? Oder ist es wie beim Kühlschrank, wo man sagt, nee, so ein 20 Jahre alter Kühlschrank, tauscht den lieber mal aus, weil die Neueren so viel effizienter sind, dass sie diesem Ressourcenaufwand absolut wert sind sozusagen. Also welche dieser zwei Logiken ist es jetzt? Und dann dachte ich mir, okay, dann sollte die Antwort darauf auch eine möglichst allgemeingültige sein für viele Menschen. Wie ticken denn die deutschen Autofahrenden so? Wer sind die denn? Wie viele Kilometer fahren die denn? Weil das macht ja auch schon wieder was aus, wenn ich nur 2000 Kilometer im Jahr fahre, dann ist das ökologisch ganz anders, wenn ich jetzt noch ein altes Auto habe und vielleicht eine ältere Person bin, die eh nur noch 5-10 Jahre fährt, ihre 1-2.000 Kilometer im Jahr zum Bäcker und zurück. Dann ist es eine ganz andere Ausgangssituation, als wenn du jährlich 20.000 Kilometer fährst und entsprechend viel Sprit auch verbrauchst. Also habe ich mir erstmal angeschaut, was ist denn die Jahreslaufleistung in Deutschland? Also wie viel fahren die Deutschen pro Jahr PKW? Also habe ich mir die Zahlen vom Bundesministerium für Verkehr angeschaut, dem Verkehrsministerium, und da gibt es eine schöne Übersicht, also ne, da gibt es eine Übersicht. Schön ist sie nicht, weil das ist einfach nur eine nackte Tabelle, mit der du dir erstmal, also ich finde es immer wild, wenn die einfach so nackte Tabellen rausgeben und du dir dann, ich kann mit Tabellen wenig anfangen, ich musste das dann erstmal in den Graph verwandeln, damit ich da was sehen kann. Und was wir sehen ist, die allermeisten Leute, also mehr als die Hälfte der Menschen fahren irgendwas zwischen 5 und 15.000 Kilometern im Jahr. Da ist der größte Bauch, ein bisschen, so 12% sind dann unter 5.000 Kilometer, und darüber hast du nochmal so Abstaffelungen, die dann über 15.000 Kilometer bis gar 50.000 Kilometer fahren und werden da immer weniger. Aber so der größte Bauch ist bei zwischen 5 und 15.000 Kilometern. Fand ich schon mal ganz interessant, über wen wir überhaupt sprechen. Wie viel ist bei denen nicht viel, ne? Ne, das ist richtig. Dann habe ich mir das Nächste angeschaut, wer hat denn überhaupt Autos in Deutschland? Sind das eher Privatmenschen oder eher Firmenwagen? Weil die haben eine unterschiedliche Logik, wie die mit ihren Fahrzeugen umgehen, was die haben. Und da ist es ziemlich eindeutig, wem die deutschen Autos gehören. Es ist so, dass die allermeisten Fahrzeuge in Deutschland Privatpersonen gehören. Wir sprechen hier so um die 90%, und zwar über die Jahre relativ kontinuierlich, um die 90% der Fahrzeuge sind in privater Hand. 10% der Fahrzeuge sind in Firmenhand, also die Firmenwagen, Firmenfuhrparks. Also kann man sagen... - Dann heißen es Gelieste? Die Firmenwagen, guter Punkt. Geliest weiß ich nicht, aber Neuwagen wahrscheinlich geliest, ja. Weil, ich habe mir das Nächste angeschaut, wer lässt denn die Autos zu, also neue Autos, Neuwagenzulassungen? Und da ist es genau andersrum. Wir erinnern uns, gerade waren 90% der Fahrzeuge gehörenden Privatmenschen, 10% Firmen, aber die Neuzulassungen sind zu zwei Dritteln, auch wieder hier relativ kontinuierlich über die Jahre, zu zwei Dritteln lassen Firmen Neuwagen zu. Das sind die Firmenfuhrparkflotten, das sind aber auch so Tageszulassungsgeschichten in Autohäusern und so, das steckt da alles mit drin. Fand ich auf jeden Fall interessant, dass man also generell sagen kann, die meisten Neuwagen werden von Firmen zugelassen, und die Fahrzeuge werden später von Privatleuten lange Zeit gehalten, über Jahre hinweg. Also so entsteht auch ein Gebrauchtmarkt, wenn ich es richtig verstehe, oder? Genau, das heißt der Gebrauchtmarkt von morgen, was da drin ist, welche Fahrzeuge zur Verfügung stehen, werden zu 90% entschieden von den Firmenwagen von heute. Wichtiger Zusammenhang, auch wenn man überlegt, wer hat welche Verantwortung, welche Ressourcen werden gebraucht und so weiter, zum allergrößten Teil bei Firmenwagen. Deswegen müssen wir da auf jeden Fall nachher noch drüber sprechen, was haben Firmen denn für Anreize und welche Fahrzeugtypen, Antriebstechnologien sind für die interessant, sowohl für die Firmen selbst, als auch für die Menschen, die dann bei den Firmen arbeiten und diese Fahrzeuge fahren. Müssen wir auf jeden Fall gleich noch drüber sprechen. So, jetzt haben wir schon mal ein grobes Verständnis dafür, wie viel wird gefahren, wer hat die Fahrzeuge, wer lässt sie zu. Hast du eine Rückfrage, oder soll ich noch eins weitermachen, was die Basisrecherche angeht? Red noch zu Ende, ich komme dann mit einer Gebrauchtmachtfrage. Sehr gut, kommen wir gleich hin. Ich wollte dann ein bisschen verstehen, wie sieht es denn mit den Emissionen aus? Zu den Kosten kommen wir gleich wieder, aber mal kurz die Emissionen betrachtet. Und da habe ich einen ziemlich interessanten Graph gefunden von der ICCT. Das ICCT ist das International Clean Council, nein, das ICCT ist das International Council on Clean Transportation. Das ist eine gemeinnützige Organisation mit der Aufgabe, von Lobbyisten unbeeinflusste Forschung zu betreiben und technische wissenschaftliche Analysen für Umweltbehörden zu erstellen. Das war jetzt ein Zitat von Wikipedia. Also die sind so eine Art Think Tank oder so, die halt die Datenlage, die Wissenschaftslage zusammentragen in ein größeres Werk, was dann hoffentlich hilft, anderen Entscheidungen zu treffen. Das ist so die Idee von denen. Und die haben ein ziemlich umfangreiches Paper zusammengestellt über die verschiedensten Punkte, was es im Sinne der Nachhaltigkeit zu beachten gilt, rund um Mobilität. Und die haben einen Graphen, der für mich besonders herausragend war, erstellt, wo sie, ihr könnt euch das vorstellen, auf der Y-Achse, also von unten nach oben, ist über die Lebenszeit eines Fahrzeugs die Emissionen, die entstehen, aufgeteilt nach verschiedenen, zum Beispiel der Herstellung des Fahrzeugs, den Verbrauch von Sprit zum Beispiel, die Herstellung vom Sprit, die sind halt so aufgeteilt. Und auf der X-Achse habt ihr dann die verschiedenen Fahrzeugtypen, wie zum Beispiel Benzin, Diesel, Gas, Elektro, Hybrid, bis hin zu Wasserstoff ist da eigentlich alles dabei und man kann sich das dann halt anschauen, schön im Vergleich. Lebenszeit haben die mit 200.000 Kilometern angenommen. Meine Frage, wenn ich jetzt, du sagst gerade, da ist mit einberechnet die Herstellung des Sprits als solches. War das bisher nicht so? Das ist eine gute Frage, weiß ich nicht. Also was heißt, war das bisher nicht so? Ich glaube, das ist eine Frage, welche Studie du dir anschaust. Beim Fußabdruck eines Autos ging es immer darum, die Batterie ist ja das große CO2-Problem eines E-Autos. Der Sprit, also wurde bei dem CO2-Erstoß immer nur das, was das Auto auch ausscheidet an CO2 gemessen, also das ist, was es an Öl, an Benzin verbrennt und die Herstellung von diesem Benzin gar nicht mit einberechnet. Oder ist das was Neues, was man jetzt immer vergessen hat so ungefähr? Ich weiß nicht, ob man es immer vergessen hat. Wie gesagt, ich glaube, es ist eine Frage, welche Studie du dir anschaust. Manche beziehen das mit ein, manche nicht und auf welche man sich dann bezieht. Die hier ist aber auf jeden Fall, das hast du richtig erkannt, die Besonderheit, dass die das halt komplett mit einbeziehen. Also die haben das komplette Ding mit drin. Das heißt, ich gehe schwer davon aus, dass in diesem Fuel Production, also die Herstellung des Sprits auch dabei ist, dass dieser Tanker, der von Dubai zu uns fährt, der fährt ja leer wieder zurück. Wir bringen ja kein Öl zurück oder was anderes. Was wir auch immer haben. Genau, das wird da mit drin stecken. Und das Hochspannende für mich war, wir packen euch das alles in die Shownotes rein, könnt ihr gerne reinschauen. Den Graf solltet ihr mal angucken, weil bei Gasoline, also beim Benzinbalken, da ist einfach dieser Bereich für die Herstellung des Benzins, also dieser Bereich, diese Lifetime Emissions, die da entstehen, fast so groß wie die komplette Herstellung, bis das E-Auto da ist. Also das ist nur der Sprit, die Herstellung davon, davon ist noch nichts verbrannt, das Auto ist noch nicht hergestellt, all das ist noch nicht da. Der Balken für die Verbrennung von dem Benzin, der ist off the charts, der ist so viel höher, das ist einfach enorm. Und dagegen ist halt einfach dieses Elektroauto, inklusive des Batterierucksacks, über den wir immer sprechen, weil die Batterie natürlich etwas mehr Energie braucht zum Erstellen, das ist so klein im Vergleich, also sobald man sich Daten anschaut, und wir sprechen jetzt hier von 200.000 Kilometer Lebenszeitanalyse, ich würde fast vermuten, dass das, also je länger das Auto lebt, desto stärker wird dieser Unterschied. Und ich glaube 200.000 ist eher konservativ gerechnet. Das war das Lustige, weil in der Herstellung, wo ich das Video gemacht habe, war der Verbrenner, laut der Statistik, die ich damals gesehen habe, irgendwo bei 0, was den CO2-Rucksack angeht. Also so ein bisschen durchhalten, ein bisschen CO2 ist natürlich auch bei der Produktion eines Verbrennerautos da, und da war das E-Auto natürlich deutlich drüber mit so und so vielen Tonnen CO2, die bis zum ersten Fahrtantritt da ausgestoßen werden. Aber das klingt ja jetzt so, als wäre es ziemlich verfälscht, wenn der Verbrenner grob über 0 anfängt und dann so langsam der Break-Even-Point irgendwann später kommt, und jetzt ist er eigentlich schon da, bevor es überhaupt losgeht. Genau, das ist halt immer eine Frage, und deswegen ist es wichtig bei solchen Statistiken, ganz oft sind die ja nicht mal falsch, die da rumgehen. Die sind halt nur mit einer bestimmten Brille, durch einen bestimmten Filter angeguckt. Und wenn dann halt, ja, Vergleichproduktion von dem einen zum anderen, dann sieht es natürlich so aus, als wäre das E-Auto schlechter. Aber ein Auto wird halt selten produziert, um dann nur rumzustehen, sondern in der Regel wird es halt auch noch gefahren. Und deswegen sollte man sich schon anschauen, was passiert denn über die Lebenszeit hinweg. Und wenn dann, deswegen schaut euch die Grafiken immer genau an, auf wie viele Kilometer die bezogen sind. Und wenn dann da steht, dass das für die ersten 20.000 Kilometer nur gilt, oder für die ersten 10.000 Kilometer, dann ist das nicht aussagekräftig für das, was dieses Fahrzeug, dieses Objekt in ihrer Lebenszeit umsetzt, verändert. Und hier haben wir halt mal einen Vergleich über die Lebenszeit. Da ist es wirklich so, Batterie elektrisch ist das Niedrigste, was du machen kannst. Also das Einzige, was hier noch, wenn du tatsächlich ein Wasserstoffauto hättest, mit erneuerbaren Energien, den Wasserstoff erzeugt, das wäre auf ähnlicher Höhe. Allerdings, wenn du dich ein bisschen mit Wasserstoff beschäftigst, dann weißt du, dass es super selten, super teuer wird nicht passieren. Also kann ich mir nicht vorstellen. Das wäre jetzt auch meine Anschlussfrage an Biokraftstoff. Wir wissen alle, der ist nicht in der Menge vorhanden, wie wir ihn bräuchten, um das zu ersetzen. Aber sieht es dann ähnlich aus? Also ist da die Herstellung ähnlich energieintensiv und so CO2-intensiv wie jetzt beim normalen Benzin aus Dubai, wir hatten es gerade, Iran? Naja, du hast halt diesen enormen Aufwand, den du halt bei PV und Wind nicht hast, das dein Auto lädt. Du musst halt dieses Feld bestellen, du musst das Feld dann mehrfach bearbeiten, dass es auch frei ist von jeglichen Störungen, sag ich jetzt mal. Dann musst du es ernten, dann musst du es pressen. Das ist schon irre viel Aufwand, wie oft du über das Feld fahren musst, um da Öl zu haben, aus dem du dann Diesel herstellen kannst. Das ist einfach irre im Vergleich. Und du brauchst wieder Diesel um dieses Öl. Genau, genau, der Traktor fährt nicht von alleine. Genau, richtig. Dann haben wir den CO2-Rucksack eigentlich abgehakt, das Argument zählt nicht mehr. Genau, jetzt ist dann noch die Frage, und das war ja, was ich eigentlich beantworten wollte, was ist denn, wenn du einen alten Verbrenner hast, lohnt es sich noch ein paar Kilometer zu fahren, bis er kaputt ist? Und dann, und daran muss ich sagen, habe ich mir echt die Zähne ausgebissen an dieser Überlegung. Das ist so schwer, weil du so viele Szenarien hast, unterschiedliche Fahrprofile, unterschiedliche Lebensdauern und mein Problem war vor allem, und ich habe da wirklich auch mit dem ADAC telefoniert, ich habe mit Autoscout24 telefoniert, ich habe versucht Daten zu bekommen, die mir sagen, wie lange fährt denn der Verbrenner typischerweise und wie lange fährt denn das Elektroauto typischerweise wirklich? Weil die haben jetzt mit 200.000 Kilometern angenommen, weil dann könnte man so ein bisschen das runterbrechen, wenn ich jetzt sage, die Lebenszeitemissionen von dem einen sind so viel und mein Auto ist jetzt schon bei 90%. Lohnt es sich die letzten 10% noch zu fahren oder doch zu switchen? Das könnte man ja dann so ein bisschen ableiten. Aber das Problem ist, es gibt diese alternativen Daten für Elektrofahrzeuge noch nicht. Es gibt sie nur im Verbrennerfahrzeug, weil die schon lange genug auf dem Markt sind und in einer großen Stückzahl, dass du statistische Signifikanz hast, was Preise, Reparaturen und Emissionen betrifft. Bei Elektrofahrzeugen haben wir das nicht. Das war ganz einprägsam, weil ich mit dem ADAC telefoniert habe, hat er gemeint, er versteht schon, was ich will, über das Ende. Aber dann hat er gemeint, überlegen Sie mal, welche Fahrzeuge Ihnen, Elektrofahrzeuge einfallen, die jetzt schon wirklich in einer signifikanten Größenordnung am Ende der Lebenszeit ankamen. Ich spiele den Ball mal an dich, nenn mir mal ein paar Elektromodelle, wo du sagst, die sind jetzt schon raus. Ich erinnere mich, war gerne eine Szene aus "Löwenshahn", wo Peter Lustig schon in den Ende der 90ern oder Anfang 2000, ich weiß gar nicht mehr genau, aber schon mit einem VW Golf der ersten Generation in Elektroform rumgefahren ist. Ich will gar nicht wissen, was der für eine Reichweite hatte. Aber der wird sicherlich jetzt vom Markt sein, aber den will man auch, glaube ich, jetzt nicht mehr fahren per se. Das kann ich dir nicht sagen. Ich weiß nicht, Tesla-Modelle gibt es noch alle aktuell. Nicht, dass sie discontinued sind, sondern dass die wirklich lange genug gefahren sind, dass man sagt, wir haben jetzt große Stückzahlen und Werte, wie viele Kilometer die wirklich geschafft haben. Da gibt es ja die Rekordzahlen, wo sie dann mal 500.000 Kilometer und keinen Batteriemangel haben. Du hast recht, das ist schwer missbar. Es wird die erste Generation Model S von Tesla sein. Es wird ein paar Renault Zoe sein. Vielleicht dieser Twizy und vielleicht Nissan Leaf und vielleicht der i3 von BMW. Aber das sind fünf Modelle und alle die sind noch nicht wirklich alt und damals nicht in großen Stückzahlen gelaufen. Das heißt, wir haben diese Daten einfach nicht in statistischer Signifikanz. Da war ich so, okay, ist meine Recherche jetzt hier gerade gescheitert? Sind wir jetzt fertig? Was machen wir jetzt mit all dem Kram, den ich habe? Das ist ein bisschen frustrierend. Ich stelle jetzt mal ein bisschen die Folgefrage, was ist denn nachhaltiger? Wir hatten es ja vorhin, die Grundfrage, den Verbrenner zu Ende fahren. Das heißt, das ist schon da, das fahre ich jetzt einfach noch. Wir müssen jetzt praktisch messen, wie viel CO2 in den Benzin gesteckt wird, richtig? Versus E-Wagen und den gibt es ja auch gebraucht. Der Punkt ist ja, wo geht mein Verbrenner danach hin? Also spare ich der Welt wirklich was? Weil geht mein Verbrenner dann in ein Land, wo es dann halt anders weiterfährt, heißt das, ich spare der Welt nicht wirklich was, sondern der fährt halt woanders. Und ich habe noch dazu jetzt ein E-Auto. Wegen mir auch vom Gebrauchtmarkt, aber es ist keine Entlastung für diese Welt, an die ich denken könnte. Wie ist das zu sehen? Genau, das ist genau der Punkt, auf den wir hinauslaufen. Lass uns mal noch kurz diese Frage beantworten, wo landen unsere Autos? Dann lass uns noch die Preise angucken und dann gehen wir auf die Frage ein. Weil die ist so der Kern von allem. Da habe ich einen Hot-Take am Ende. Könnt ihr euch schon darauf freuen. Also, wo landen? Genau. Hast du dir die Recherche angeschaut vorher oder darf ich dir eine Quizfrage stellen? Du darfst mir eine Quizfrage stellen, wobei ich die Recherche ein bisschen kenne. Okay, ich habe dir schon ein bisschen erzählt. Wo landen die deutschen Autos, wäre die Quizfrage. Zum größten Teil. In Europa, in anderen Ländern. Ich würde es mal in östliche Länder sagen. Ich weiß nur, dass es in Europa größtenteils bleibt. Ich weiß nur nicht, wo in Europa. Das ist richtig und hat mich komplett überrascht, bin ich ehrlich. Wir reden hier von, wo landen die Autos, die in Deutschland abgemeldet werden und nicht mehr wieder angemeldet in Deutschland. Was ich dachte und da bin ich durch die Medien beeinflusst, weil ich mehrere Reportagen gesehen habe, wo alte Fahrzeuge in Deutschland ausrangiert werden und halblegal, eher illegal, auf den afrikanischen Kontinent geschifft werden, um dann da noch ausgeschlachtet zu werden und aber tatsächlich auf Landfills landen, also auf großen Deponien. Was eine völlige Katastrophe ist vor Ort und für wahnsinnige Probleme sorgt und so. Das gilt aber nur für Deutschland, oder? Das gilt für verschiedene europäische Länder, dass das passiert. Aber in Deutschland scheint es wohl ein größeres Problem zu sein, was aber auch an unserem Durchsatz an Autos liegt, nehme ich an. Ja, weil ich kann mir jetzt natürlich vorstellen, dass ein Linksfahrerauto, wie es aus Großbritannien kommen würde, also auch Europa, schlecht sich hier verkaufen lässt. Das müsste dann in ein Land, was, ich weiß nicht wie viele Länder in Afrika Linksverkehr haben, ein paar werden es sein. Die englisch kolonialisierten wahrscheinlich, ne? Also das könnte Uganda sein, das könnte andere Kontinente, aber Indien. Das würde ich jetzt mal nicht sagen. Indien fahren die links, können schon sein, ne? Ich denke jetzt nur gerade wegen englischer Kolonialisierung. Genau, das hätte mich nur interessiert, weil wir haben natürlich einen kleinen Vorteil mit unseren Rechtsfahrautos, dass wir die mehr Länder zur Auswahl haben, wo wir es weiter verkaufen können. Stimmt. Also zu der Frage, wo langten die deutschen Autos, die alten, zu 62 Prozent, also dem größten Teil, in anderen EU-Ländern. Also wie du sagst, das kann Ostblock sein, können aber auch andere sein, das ist hier nicht weiter aufgeschlüsselt. Das sind Zahlen vom Umweltbundesamt. Die zweitgrößte Gruppe, fand ich sehr lustig irgendwie, verbleibt unbekannt. Steht in der Statistik. Ja, die schreiben aber auch ganz transparent, dass sie sich das nicht erklären können. Also sie versuchen das ja wirklich herauszufinden, aber sie wissen es nicht. Dann gibt es natürlich noch diesen Aspekt Export in Nicht-EU-Staaten, da sind dann tatsächlich die dabei, ne? Die dahin kommen, wo es zu Problemen führen kann teilweise. Das wären neun Prozent. Und dann gibt es die Verwertung in Deutschland, das heißt da sind wir wirklich in Recyclinghöfen. Das sind dann acht Prozent, die dann wirklich verwertet werden. Und dann halt zu neuem, ich hätte gehofft mehr. Dass wir halt aus alten Autos neue machen. Aber ja, so ist die Aufteilung hier. Der allergrößte Teil bleibt in der EU, aber wird halt in anderen Ländern wieder zugelassen. Was macht es dann mit unserer Frage? Also, ähm, was macht euch klimamäßig besser? Ich bin erstmal insofern beruhigt, beruhigt in Anführungszeichen, dass es nicht zum allergrößten Teil zu diesem Problem mit diesen Deponien auf dem afrikanischen Kontinent beiträgt. Das beruhigt mich erstmal, weil ich glaube, dass es in der EU dann doch noch eher in dem Recyclingkreislauf zugewendet wird und tatsächlich dann irgendwann wieder neue Autos werden. Natürlich werden die weiter runtergefahren, klar. Hier ist jetzt also die Überlegung, wenn ich mir, wenn ich so ein Ding verkaufe, was wir jetzt machen, jetzt denken wir mal systemisch, viele Leute verkaufen ihren Verbrenner und kaufen Elektroautos. Dann zeigt das dem Markt, Nachfrage nach Elektroauto ist da und weniger Nachfrage für Verbrenner ist da. Das wollen die Leute nicht mehr. Das macht was mit Preisdynamik und das macht was mit Anstrebung. Also ich glaube schon, dass du hier ein Marktsignal sendest, wenn du das eine fährst und das andere eben nicht. Also das ist schon wichtig. Und das ist natürlich jetzt interessant, wenn ich das jetzt machen möchte, was kostet mich das? Und da war Autoscout24 ziemlich hilfreich, also es ist nicht gesponsert oder so. Die sind einfach in meiner Recherche aufgeploppt, weil die immer so Marktreports veröffentlichen. Nicht die mit Treibschuhmacher, oder? Ich habe keine Ahnung. Ne, das ist was anderes. Ja, ich erinnere mich. Da war was. Ne, das sind andere. Und die haben mir dann wieder eine Statistik nochmal geschickt, die sie eben nicht öffentlich, also die ich zumindest nicht gefunden habe, wo sie die Preise von auch wieder vergleichbaren Fahrzeugen hatten. Also zum Beispiel ein 4er BMW einmal elektrisch, einmal nicht elektrisch, ein Tesla Model 3 gegen ein 3er BMW oder den e-tron von Audi gegen den Q8, solche Vergleiche. Oder den Porsche Taycan gegen den Porsche Panamera. Und die aber im Vergleich der letzten drei Jahre und sie hatten, damit es ein bisschen vergleichbar ist, haben sie ein paar Kriterien gestellt, die ich für tatsächlich einigermaßen sinnvoll halte. Alles sind Händlerinserate, alle Fahrzeuge haben weniger Kilometerstand als 75.000 und sind jünger als, ne sind mindestens zwei Jahre alt. Also man spricht von gebraucht, noch jung und offiziell gehandelt. Genau, richtig. Und da haben sie dann eben zwei Preiskrafen gehabt, einmal den Verbrenner, einmal das Elektroauto. Und da sieht man ganz schön, dass am Anfang, das heißt vor, ich glaube 2024 fängt der Chart an, waren die durch die Bank, waren die Elektroautos deutlich teurer, also bei allen. Und am Ende des Charts, also in der heutigen Zeit angekommen, so 2026, sind sie bis auf einen alle günstiger als ihre Verbrenneralternativen. Und das fand ich auch krass. Also es gibt gar nicht so diesen Apple-Effekt, dass man ein teures Gerät hat und das in fünf Jahren auch noch teuer ist, sondern die gehen auch noch um langsam, die E-Autos. Ja, genau. Also das hat sich da echt spürbar verändert. Man kann jetzt nicht sagen, dass das durch die höheren Kilometerlaufzahlen kommen, weil die sind ja vergleichbar. Das ist ja in ähnlicher Größenordnung gemacht, was echt gut ist, weil es eben Vergleichbarkeit schafft. Und die sind eben durch die Bank, kann man sagen, günstiger. Die einzige Ausnahme bildet der Renault Zoe, der dauerhaft teurer bleibt als der Renault Clio. Alle anderen, ist der ID.4 günstiger geworden als der Tiguan, da ist der ID.3 günstiger geworden als der Golf, das Model Y ist günstiger als der X3 von BMW und so weiter. Also ist der Gebrauchtmarkt noch besser als der Neumarkt, weil beim Neumarkt haben wir ja vorhin gesagt, die Größeren sind günstiger als ihr Pendant, die kleinen Autos sind beim Verbrenner noch günstiger. Jetzt beim Gebrauchtmarkt ist das E-Auto generell, bis auf Ausnahmen, günstiger. Egal welche Größe. Ja, kann man so sagen. Zwei Dinge sollte man noch anmerken. Das eine ist, das gilt bis zu einem bestimmten Marktsegment, also in dem niedrigen vierstelligen Bereich, so 2000 Euro und so, da wirst du trotzdem Schwierigkeiten haben, ein Elektroauto zu finden. Da haben wir einfach noch die Marktsättigung erreicht, dass die Elektroautos auch da vorhanden sind. Das sind eher Ausnahmen, wenn du die findest, da sind wir noch nicht in den Stückzahlen. Aber in dem Bereich von um die 10.000 und mehr, da wirst du jetzt mehr und mehr fündig werden. Ich sag mal so, für Fahranfänger ist das natürlich fraglich, beziehungsweise wenn man alleine, die Eltern kaufen kein Auto, man muss es sich selber leisten, dann ist natürlich da die Frage, ob man da an ein E-Auto rankommt. Aber dennoch ist es ja ein Trend, der so weitergehen kann. Wir müssen jetzt keinen Preis nennen, was dein E-Auto damals gekostet hat, aber wenn man dann jetzt heute... Können wir aber auch. Können wir auch machen. Versus, es kommt ja immer näher. Dadurch, dass der Gebrauchtmarkt immer größer wird, immer mehr Angebot, kommt natürlich die Preisstufung auch unten an. Ja, aber eigentlich ein ganz schönes Beispiel. Lass uns das doch mal nehmen. Wir haben damals, ich glaube, 21.000 Euro gezahlt für den E-Golf. Das war 2020, also vor sechs Jahren. Und jetzt hab ich kürzlich mal geschaut, was momentan so auf mobile gehandelt wird. Da liegen wir so bei 13.000, 14.000, so was. Was er jetzt noch an Wert hat. Das finde ich ist ein Wertverlust, der echt okay ist. Selbe Kilometerzahl ungefähr? Nee, nee, nee, mit dem aktuellen Kilometer. Also mit der Alterung, die er jetzt hat. Also ich habe jetzt nicht nach dem damaligen Stand geschaut. Sondern quasi das, was wir jetzt verfahren haben, das Alter, was wir jetzt haben, das finde ich in Ordnung. Das zeigt auch, dass der Wertverlust am Anfang ziemlich hoch ist. Und das wäre die zweite Anmerkung, die man da machen kann. Das ist ja voll doof, dass die Elektroautos so günstig werden, wenn sie doch am Anfang... Der Wertverlust ist halt enorm. Diese Anmerkung kann man ja machen. Aber wir erinnern uns, die meisten Autos werden von Firmen zugelassen, Neuwägen. D.h. die Leasing, all diese Sachen, die stecken den Wertverlust ein. Und wenn ich dann als Gebrauchten kaufe, dann sind wir schon in dem Bereich, wo er relativ wertstabil ist. Von daher finde ich es okay. Wie ist da deine Erfahrung? Oder was hörst du auch von anderen? Das wäre meine größte Sorge, dass ich sage, na ja, ich kaufe einen Gebrauchten. Wegen mir kostet der jetzt 5.000, 6.000 Euro. Aber ich weiß dann auch, dass die Batterieleistung jetzt auch schon runtergefahren ist. Oder ist es einfach nicht bemerkbar bei einem Gebrauchtmarkt? Oder arbeiten die Händler auch schon mit Ersatzbatterien, die sie eingebaut haben? Nee, also die allermeisten Fälle, in allermeisten Fällen, kann man sagen, die Sorge ist unbegründet. Was ich auf jeden Fall machen würde, ich würde mir ein State of Health geben lassen, also ein Zertifikat. Wie gesund ist die Batterie? Wie ist der Batterie-Gesundheitsstand? Den kann man messen, das kann man auslesen. Kann man auch selber machen mit so einem Adapter bei den meisten Fahrzeugen. Kann man sich aber auch geben lassen bei einem Dekra oder TÜV oder was auch immer. Das würde ich anschauen. Und dann ist aber ein bisschen wichtig, dass der Wert alleine noch nicht so viel hilft. Weil der, keine Ahnung, 92% Batteriegesundheit ist was anderes, wenn das Fahrzeug ein Jahr alt ist oder 10 Jahre alt ist. Also das ist einfach eine andere Sache. Deswegen muss man das ein bisschen in Relation setzen. Und da packen wir euch auch ein Tool in die Show Notes rein. Die haben nämlich ein Tool gebaut, wo du eingibst, so und so viel Kilometer, so und so viel Alter, State of Health, dieses Auto ist es. Und es spuckt dir dann aus, ist das eher gut oder eher schlecht für diese Art von Auto, dass du ein bisschen einschätzen kannst. Das, glaube ich, wäre dafür ganz hilfreich. Darauf würde ich achten, wenn ich jetzt eins kaufen würde. Ich würde noch gerne einen letzten Vergleich machen. Nicht jeder fährt mit dem Auto und nicht jeder nutzt das Auto gleich. Wenn wir jetzt gerade bei zwei Möglichkeiten sind, die mich betreffen, ist einmal das Pendeln und das Reisen. Jetzt habe ich natürlich beim Reisen, es gibt noch nicht die Wohnmobile. Das weiß ich aus folgendem Grund. Das ist nämlich ziemlich illustriert, wenn man so denkt. Wir haben unseren Führerschein, also die Millenials, sag ich mal, haben noch den Führerschein, wo man 3,5 Tonnen fahren darf und nicht mehr. Jetzt dürften wir Wohnmobile fahren, aber hätte dieses Wohnmobil eine passende Batterie an Bord, die das Ganze fortbewegen soll, wären wir über den 3,5 Tonnen. Heißt, wir müssten wahrscheinlich einen kleinen LKW-Schein machen, dass wir in Urlaub damit fahren können. Heißt, die Immobilität ist noch nicht ganz im Wohnding angekommen. Wie sieht es denn da aus? Würdest du sagen, auch da sollte man sich umgucken, wenn man größere Reisen eben auf der Straße machen will? Also Roadtrips. Pendeln haben wir, glaube ich, jetzt beantwortet. Aber wie sieht es mit Reisen aus? Also, ich habe keine Ahnung, was mit Wohnmobilen ist. Überhaupt nicht meine Welt. Ich bin der Typ, der im Zelt schläft. Deswegen kann ich dir zum Wohnmobil nichts sagen. Zur Langstrecke höre ich nur Positives. Also, unser Kollege Jörn, der ist ja vorletztes Jahr mit seinem ... Drei Jahren, glaube ich, schon. Vor drei Jahren kann es sein. Mit seinem Model 3 von Tesla, das er, glaube ich, 2017 oder so, 2018 gekauft hat, bis nach Island gefahren. War ein Kumpel von dir nach Irland. Irland, klar. - Alles ist selber. Nach Irland gefahren. Hast du nicht erzählt von dem Kumpel, der mit dem ID.Bus irgendwie nach Griechenland oder so gefahren ist? Dein Bruder? - Ja. Also, dahin kommst du auch. Ich kenne innerhalb von Europa so viele Storys, wo Leute wirklich weite Reisen gemacht haben mit Elektroautos und keine nennenswerten Probleme damit hatten. Also, ich hätte überhaupt keine Bedenken, mit einem Elektroauto auch längere Strecken zu fahren. Also, Teile habe ich auch selbst schon gemacht. Was geil ist, ist, wenn du schnell laden kannst. Also, darauf würde ich schon achten, wenn ich ein Fahrzeug suche, mit dem ich auch mal in den Urlaub fahren möchte, dass das schnell laden kann. Das heißt, alles über 100 kW. - Das sind 7 Stunden an einem Ort. Nee, so schlimm ist es ja auch wieder nicht. Ich glaube, da macht man sich auch ein bisschen zu viel Sorgen. Aber wenn ich jetzt mit dem Fahrzeug von meinem Bruder unterwegs bin, der mit 150 kW lädt, dann spüre ich da schon einen deutlichen Unterschied gegenüber meinem, das nur mit 50 kW schnell laden kann. Das ist halt einfach dreimal so schnell. Das heißt, das ist schon der Unterschied zwischen, schauen, dass wir die Ladepause mit einem Mittagessen verknüpfen oder mit einer Toilettenpause. Also, ist schon merkbar. Aus eigenen Erfahrungen, ich durfte auch mal nach Berlin fahren mit einem E-Auto, und dann ist es ja ganz einfach auch schön, nach 2, 2,5 Stunden einfach mal eine Pause zu machen. Und dann kommst du auch schon durch. Also, nach Berlin kommst du mit einer Pause, von Nürnberg aus gesehen. Bei neuen Fahrzeugen, hab ich jetzt kürzlich ein Video gesehen, ist denen die Ladegeschwindigkeiten auch schon so hoch, dass es sich mittlerweile geschwindigkeitstechnisch, nicht effizienztechnisch, aber geschwindigkeitstechnisch lohnt, einfach zu ballern, dann schnell zu laden und dann weiter zu ballern, anstatt effizient zu fahren. Also, du kommst quasi schneller an, was halt auch irre ist, dass wir mittlerweile da angekommen sind. Und ich weiß auch, dass mittlerweile, da sind die Chinesen ein bisschen voraus, dass die Schnellladung gar nicht mehr so weit weg ist von der Tanksäulenladung. Also, der Gang, du musst ja nach vorne zu einem, zu einem Ort, eines Shops gehen, da deinen Tank zahlen. Und wenn du es einfach so mit einem Chip machen kannst oder mit einer Karte, bist du oft nicht mehr weit weg von ... Ja, dieses, du meinst das Flash-Charging von BYD, ne? Flash-Charging, ja. Die mit 1,5 Megawatt laden, was total erlösend ist. Also, dass das technisch möglich ist, ist total Wahnsinn. Aber geil. Es kommt ja alles so, es ist ja alles erst vor Kurzem. Und das ist dieses, wir fahren jetzt seit wie vielen Jahren Verbrenner? Versus wo die E-Mobilität jetzt schon da ist. Und wenn ich mein altes Video anschaue, wir können es gerne auch in die Show-Notes packen, dass ihr einfach mal so einen Vergleich habt, was meine Daten damals waren zu heute. Es ist Wahnsinn. Dazu zwei Sachen, und dann kommen wir noch zu den Firmenwagen. Das ist nämlich noch wichtig am Schluss. Da sind zwei Sachen drin, die ich ziemlich spannend finde mit dem, wie du sagst, dieser Entwicklung. Davon lassen sich viele Menschen bremsen. Das ist auch ein Grund, warum die Preise im Gebrauchtwagenmarkt tendenziell am Anfang so schnell runtergingen, weil so schnell neue Generationen kamen, mit mehr Reichweite, größeren Akkus, schnelleren Ladezyklen und so, wo man schneller das Gefühl hat, oh Mann, krass, das Neue ist besser. Dann geht natürlich der Preis fürs Alte schneller runter. Das ist klar. Und viele lassen sich davon leider abschrecken und sagen, ah, dann warte ich lieber mal noch ein bisschen, noch ein paar Jährchen, bis wir dann endlich Marktreife oder so einen Blödsinn erreicht haben. Obwohl sie verpassen, dass die, die jetzt schon da sind, also komfortabel sind und alles, weil sie hoffen, dass das nächste krasse Ding noch krasser, noch besser ist. Und dann machen sie es. Aber wann genau ist denn dieser Punkt? Wir sind jetzt in einer neuen Phase, wo die Dinge einfach sich schneller entwickeln, was halt total beeindruckend ist. Und gleichzeitig, und das finde ich so spannend, müsste man ja denken, wenn das so ist, dass die Alten so schnell überholt sind, die alten Elektroautos, trotzdem ist es total verblüffend, dass die Pannenquote statistisch überdeutlich niedriger ist als bei Verbrennern. Obwohl die Verbrenner quasi ausoptimiert sind. Also die sind ja, wie du sagst, die gibt es schon ewig, ne? Die sind so gut mittlerweile, recht viel besser kannst du einen Verbrenner nicht mehr, hocheffizienter kriegst du den Verbrenner nicht mehr. Und trotzdem hast du eine Pannenquote laut ADAC 2026 von 12,5 Pannen pro 1000 Autos bei Verbrenner, also beim Diesel, und 6,5, weniger als die Hälfte bei Elektroautos. Obwohl wir da gerade in dieser Entwicklungsphase stecken. Und das finde ich so krass. Da sind wir noch nicht am Ende der Entwicklungsding und schon so gut, also besser als das, was da war. Beim Verbrennen der Fahrzeuge tatsächlich ist es noch viel, viel deutlicher. Die Verbrenner verbrennen einfach viel öfter als Elektroautos. Obwohl man es anders so nennt, weil die Bild-Zeitung das immer so krass überdeutlich macht, wenn dann mal ein Elektroauto brennt. Aber statistisch spielt es kaum eine Rolle. Ich meine, eins davon heißt Verbrenner, das andere nicht. Aber wie viel deutlicher braucht man es? Ja, ja, das ist schon ein Känguru, der Witz. Sehr gut, aber ich versuche jetzt mal, weil du gerade gesagt hast, wir müssen mal auf die Firmenwege zurückkommen. Darf ich den Schluss ziehen, wenn ich es richtig verstanden habe? Hau raus. Die Verantwortung ist da irgendwo bei, also wenn wir einen Gebrauchtmarkt hernehmen, ist die Verantwortung schon, weil wir 90% der Neuzulassungen über Firmen haben. Nee, zwei Drittel der Neuzulassungen sind Firmen. Ach so, 90% waren in privater Hand der Autos, die so was. Genau, sehr gut. Und zwei Drittel sind Neuzulassungen. So doof das klingt, die Verantwortung für einen Gebrauchtmarkt zu schaffen, liegt bei den Firmen aktuell. Weil die zwei Drittel kaufen an Neuwegen, um sie dann Gebrauchtwegen zu machen. Werden zu lassen, genau. Werden zu lassen. Das ist auch der Grund dafür, dass es die Verantwortung bei Firmen liegt, genau hinzuschauen, was brauchen meine Leute, die damit fahren. Genau. Und am besten, und da ist es keine Frage mehr, ob es jetzt effektiver ist, ob es jetzt günstiger ist, ob es jetzt ... Die Reichweiten sind bald nicht mehr infrage gestellt. Trau dich, fahr elektrisch. Ja, du, als Firmen ... Wenn ich Firmen jetzt was zurufen dürfte, würde ich sagen, ist doch gut, wenn eure Leute hin und wieder mal eine Pause machen und nicht in den nächsten übermüdet irgendwo reinkraschen. Die müssen eh ständig Zeugs aufschreiben. Ist nicht so verkehrt. Trotzdem, die Firmenwagen, da sprechen wir ja oft von so 3er-BMW-C-Klassenfahrzeuge, die haben doch alle 400, 500, 600 Kilometer Reichweite. Also völlig ausreichend plus wahnsinnig schnelle Ladezeiten. Eine Ladekarte ist nicht komplizierter als eine Tankkarte. Überhaupt kein Ding. Ihr spart euch Geld, weil der Sprit so teuer ist und Strom deutlich günstiger. Über Flottentarife ist das noch mal ein komplett anderes Ding. Die Steuer fällt weg. Also es lohnt sich für die Firma. Würde ich sagen, in den allermeisten Fällen. Und jetzt auf der Seite, wenn du Arbeitnehmer bist mit Firmenwagenzugang, also dass du einen Firmenwagen haben darfst und du hast die Wahl, was nehme ich denn jetzt? Nehme ich den Verbrenner oder das E-Fahrzeug? Dann ist eine Zahl ganz, ganz wichtig. Die 1%-Regelung, die du ja dann haben musst, wenn du das privat nutzen darfst. Das heißt, wenn du einen Verbrenner hast, dann wird 1% hergenommen von dem Listenpreis, sagen wir mal, so ein Auto kostet 60.000, dann sind das 600 Euro, die du im Monat an quasi vermögenswirksamer Leistung hast. Runtergebrochen kann man sagen, sind so 400, 500 Euro im Monat, die du Ausgaben hast, die dir einfach abgezogen werden von deinem Gehalt. Beim Elektrofahrzeug ist es ein Viertel davon. Das heißt, wir sprechen statt 600 Euro von 125 Euro. Stimmt das? Ne, von 150 Euro. Das heißt, wir sprechen statt 600 Euro im Monat, wieso komme ich auf 600? Ich habe vorhin 400 gesagt. Dann sind es 100. Ja, wir sprechen statt 400 Euro im Monat, die dir abgezogen werden, von 100 Euro. Das heißt, du hast einfach quasi eine Gehaltserhöhung von 300 Euro dafür, dass du ein Fahrzeug fährst, was einfach bequemer ist, effektiver ist, leiser ist und an der Kreuzung jeden anderen wegzieht. Äh, machen. Punkt. Punkt. Und jetzt ein, ein, ein... Mit mir geht es durch. Und all das führt wahrscheinlich auch dazu, dass wir jetzt im Juli, nee, im Juni 2026, hat das Kraftfahrtbundesamt gerade erst released, das erste Mal den Status haben, dass von den Neuzulassungen neuer Fahrzeuge am allermeisten E-Fahrzeuge zugelassen wurden. Yeah. Mehr als, mehr als jede andere Antriebsart. Booyah. Jubel. Ja, wird ja langsam. Es könnte nur noch schneller gehen, oder? Wenn wir es jetzt mal so von oben betrachten. Natürlich. Natürlich. Also, auch die Statistik ist nicht, auch die Statistik ist nicht perfekt, weil es klingt jetzt so, als wäre das irgendwie so super krass. Aber da ist aufgeschlüsselt Benzin, Benzin-Hybrid als separates Ding. Wenn du die zwei zusammennimmst, sind sie schon wieder mehr als Elektro, ne? Also deswegen, ja, ähm, trotzdem geil. Also es geht in die richtige Richtung, darf aber schon noch schneller gehen, ja. Batterieressourcen, Energieprobleme und Netzprobleme, die können wir ausklammern, weil die gibt es theoretisch, wir merken es nicht. Oder würdest du sagen, das ist eine Gefahr, wenn jetzt morgen alles E fährt, ist irgendwas überlastet? Also, erst mal passiert das ja nicht von heute auf morgen, sondern graduell, also so oder so. Da kann man, glaube ich, realistisch sein. Und, ähm, das ist genau, also, diese Frage, die zählt ein bisschen in die Richtung, was, wenn alle jetzt dann immer abends um 18 Uhr ausstecken, dann bricht dir das Hessen aus. Ich hau hier den, den das Euch da raus. Ja, ja, hau raus. Dann würde ich entgegen, was passiert, wenn morgen alle um 18 Uhr tanken wollen gleichzeitig? Du musst nicht jeden Tag laden. Ja, das stimmt auch wieder. Also, du musst nicht jeden Tag laden, fertig. Ja, gut. Da sprechen jetzt schon allein die 5.000 und, 5.000 bis 15.000 Kilometer, die wir jährlich im Durchschnitt fahren. Oder die größte Menge, die uns Leuten ... Ja, natürlich gibt es da diese 2 Prozent an Autofahrern, die wirklich über 50.000 Kilometer fahren. Die sagen, kann schon sein, dass ich jeden Tag laden muss. I don't know, ne? Möglich. Ihr seid die Ausnahme und für euch ist immer ein Platz an meiner Schnellladesäule. In meinem Herzen. Alles gut. Also, ähm, nee, ist kein Problem. Und was die Ressourcen angeht, das ist eben das Besondere. Natürlich braucht das Ressourcen. Machen wir uns nix vor. Jedes menschliche Handeln und vor allem Autofahren ist ressourcenintensiv. Besser ist es, Fahrrad zu fahren, zu laufen, mit der Bahn zu fahren. Überhaupt keine Debatte darüber. Aber wenn du ein Auto brauchst, möchtest sonst was, dann brauchst du auch ein Fahrzeug. Du kannst dir überlegen, das eine Fahrzeug, damit sich das weiter bewegen kann, brauchst du konstant Zeugs, das du aus dem Boden pumpst, Dinosaurier-Saft, den du da rausholst, einmal über den halben Globus fährst, raffinerierst bei uns, dann bis zur Tankstelle bringst, ins Fahrzeug fährst, einmalig anzündest und das Zeug ist in der Luft. Das ist für immer weg. Damit können wir nichts mehr anfangen, wenn das in der Luft ist. Mal abgesehen davon, dass es uns auch noch schadet. Der Rest ist ja sogar gleich mit Aluminium und Stahl und so. Aber wir bauen diese Batterie. Das, was wir dann noch brauchen, ist Strom. Den kriegen wir zum größten Teil aus Sonne, Wind und Wasserkraft. Die kommen konstant nach. Das ist kein One-Way, das ist dauerhaft. Am Ende der Lebzeit, wenn das Ding durch ist, wird das recycelt und wird ein neues Auto. Das ist nicht einmalig weg. Wir schaffen damit irgendwann einen Status, wo wir so viele Ressourcen im Kreislauf haben, dass es im Kreislauf bleiben kann. Wir müssen nicht mehr einmalig dieses Zeugs herpumpen. Und nicht mehr ständig diese Riesenfrachter von Mittleren Osten oder Amerika zu uns bringen, um sie dann leerfahrten wieder zurückzufahren. Also für mich ein ziemlich klares Ding. Hau weg, Dunkler. Amen dazu. Ich höre immer gern noch das Plädoyer für Bahn und Fahrradfahren. Fahrradfahren ist anstrengend. Bahnfahren für viele auf Lärmbasis oder so was natürlich auch. Aber es wäre schön, wenn wir eine Podcast-Folge machen zu den Hacks, wie man am besten Bahn fährt. Oder was die Vorteile einer Bahnfahrt sind. Wir im Team genießen es immer wieder, mit der Bahn zu unseren Drehs zu fahren oder eben auf Konferenzen etc. Die letzte war gut, wo wir einen Abteil für uns hatten. Wir waren smart und haben uns einen 6. Abteil für unser Team gemietet und haben da einfach, wie viele Stunden waren es? 4? Ne, das war nur nach Berlin. Das waren 3 Stunden. 3 Stunden und ein bisschen in Berlin. Und haben auch die komplette Kabine für uns genutzt. Also mit Plakaten, die wir auch an die Decke geklebt haben. Die Schaffner waren auch sehr begeistert von uns. Wir sind hier ein Gucker. Wir sind reizend. Reizend in alle Richtungen. Ich danke dir vielmals für die Insights, für deine Recherchen, die du getan hast. Ich glaube, es ist nicht leicht, sich da reinzuwusten. Gerade was ADAC oder Autoscout24 angeht. Aber danke auch an diese Leute, dass sie dir offen gegenüber waren. Wenn sie beantworten konnten, dann waren sie da. Mega. Da war ich wirklich auch positiv begeistert. Positiver, als ich am Anfang dachte, dass ich sein werde. Die machen echt krasse Arbeit. Gute Arbeit. Nicht nur ein Magazin oder ein Autohändler, sondern da ist auch ganz viel Statistik dahinter, was für eine Liste. Die Excel-Listen, die beim ADAC zusammenkommen, das muss ganz schön viel sein. Ihr findet da vielleicht ein oder zwei in den Shownotes. Wir wünschen euch da ganz viel Spaß. Schaut auch noch mal das Video an von Patrick mit deutlich unter 2 Minuten. Da ist das, was wir jetzt hier in, ich weiß nicht, wie lange wir schon aufgenommen haben. Dreiviertelstunde oder so. Dreiviertelstunde, komprimiert in zwei Minuten. Aber das sage ich euch jetzt am Ende dieses Podcasts. Sonst geht ihr nicht am Anfang gleich aufs Video. Danke, dass ihr bis hierhin dabei wart. Dieser Podcast ist für die Nerds, das andere schickt er dann an die Oma weiter. Genau, so ist es. Und im Video reden wir über den Podcast. Oder verlegen den Podcast. Egal. Ihr macht es einfach so, am Ende dieses Podcasts geht ihr zum Video. Und am Video sagen wir, dann geht's zum Podcast. Und dann seid ihr gefangen. Und lernt so lang auswendig. Aber ich muss sagen, ohne dass ich jetzt hier recherchiert habe, hab ich jetzt schon so ein paar Zahlen im Kopf, die für immer bleiben werden. 50%, zwei Drittel, die ist das. Dass ich damit zum nächsten Stammtisch gehen kann. Und ein bisschen Trouble machen kann. Und da gehört es auch hin. Da müssen wir jetzt ausreden. Ich glaub, bei den Stammtischen, das ist genau das Thema, die, glaub ich, denken zu großen Teilen in Deutschland noch, Elektro ist zu teuer. Ist ja schön und gut, aber wer soll sich das leisten können? Ja, du kannst es dir leisten. Wie kannst du es dir überhaupt noch leisten, Verbrenner zu fahren? Ich hab's schon mal geschafft. Hör die an für eine Dreiviertelstunde. Und dann wirst du überzeugt vom Gegenteil. So sieht's aus. Ja, Leute, dann sag ich wie immer Erde gut. Alles gut. Macht's gut, Nachbarn. Tschüssi. "Klima Nachbarn" wird produziert von der Beyond-Content-Geek GmbH. Das Intro wurde eingesprochen von Lukas Herbert. Und moderiert von Patrick und mir. Wir freuen uns über Feedback und Bewertungen. Danke fürs Zuhören und mach dir immer wieder bewusst, du wirkst auf deine Nachbarschaft.