Endlich die Verbindung erleben, nach der du dich sehnst - statt weiter Ablehnung zu erfahren
14.08.2026 62 min
Zusammenfassung & Show Notes
Du wirst nicht gewählt, obwohl du so viel zu geben hast? Du gibst dir Mühe, gehst auf Menschen zu - und trotzdem erlebst du eher Enttäuschung, Abstand oder das Gefühl, abgelehnt zu werden ohne richtig gesehen zu werden? Die Lösung liegt oft nicht dort, wo du bisher gesucht und optimiert hast.
Lass uns gemeinsam in die Tiefe schauen, warum du die Verbindung, die du dir so sehr wünschst, gerade noch nicht bekommst. Und was es braucht, damit du endlich neue, verbindende Erfahrungen machen kannst.
Ich nehm dich wieder hautnah, ehrlich und verletzlich mit, damit du weißt, dass du nicht allein bist. 💕✨ Und gebe dir wie immer was an die Hand, um (wieder) in deine Selbstwirksamkeit, Lebendigkeit und Lebensfreude zu kommen.💕✨
👉 "Von Sehnsucht zu echter Verbindung" - Online-Gruppenprogramm
Wenn du dich nach echter Verbindung sehnst und bereit bist zu erforschen und zu verändern, was dem bisher unbewusst im Weg steht, könnte dieser Gruppenraum genau der richtige Ort für dich sein. 💕 Hier erfährst du mehr & kannst unverbindlich dein Interesse bekunden: https://forms.gle/8VBFHJukdc11p6md6
Lass uns gemeinsam in die Tiefe schauen, warum du die Verbindung, die du dir so sehr wünschst, gerade noch nicht bekommst. Und was es braucht, damit du endlich neue, verbindende Erfahrungen machen kannst.
Ich nehm dich wieder hautnah, ehrlich und verletzlich mit, damit du weißt, dass du nicht allein bist. 💕✨ Und gebe dir wie immer was an die Hand, um (wieder) in deine Selbstwirksamkeit, Lebendigkeit und Lebensfreude zu kommen.💕✨
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Ich freu mich sehr auf Austausch mit dir!
LASS MICH SO GERN WISSEN: Was hat dich berührt? Was waren deine Erkenntnisse?
💌 Schreib mir so so gern! 💌z.B. über die Kommentar-Box, per Email an hello@machs-mit.com oder über Instagram: @machs_mit. 💌
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Die Folge ist vor allem für dich, wenn...
... du dich nach mehr Verbindung, Nähe und echten Beziehungen sehnst – aber immer wieder erlebst, dass andere auf Abstand gehen, Begegnungen oberflächlich bleiben oder du dich nicht wirklich gewählt oder gesehen fühlst.
... du wiederkehrend Einsamkeit, Frust im Dating, Schwierigkeiten mit Nähe, oder Zurückweisung erlebst und dich fragst, was du anders machen sollst.
Darum geht's in der Folge:
✨Warum wir wiederholt Ablehnung, Distanz oder Einsamkeit erleben, obwohl wir uns so bemühen
✨Welche Dynamiken wir unbewusst erzeugen, die Verbindung erschweren
✨Was andere Menschen in uns wahrnehmen, wenn wir immer wieder Ablehnung erfahren
✨Warum "bessere Strategien", mehr Analysen, "Flirt-Hacks" und „mehr versuchen“ nicht zum gewünschten Ergebnis führen
✨neue Perspektiven darauf, was echte Verbindung tatsächlich ermöglicht
✨Welche zentrale Rolle die Angst vor Ablehnung spielt und wie wir wirklich mit ihr umgehen können, damit wir endlich neue, verbindende Erfahrungen machen können
Ich freu mich sehr auf Austausch mit dir!
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✨Warum "bessere Strategien", mehr Analysen, "Flirt-Hacks" und „mehr versuchen“ nicht zum gewünschten Ergebnis führen
✨neue Perspektiven darauf, was echte Verbindung tatsächlich ermöglicht
✨Welche zentrale Rolle die Angst vor Ablehnung spielt und wie wir wirklich mit ihr umgehen können, damit wir endlich neue, verbindende Erfahrungen machen können
Wichtigste Stichworte der Folge: Einsamkeit, Ablehnung, Bedürftigkeit, Verletzlichkeit, Beziehungsmuster, Selbstreflexion, Attunement, Veränderung, Persönlichkeitsentwicklung, Verbindung, Nähe, Beziehungen, Dating, Intimität, Anspruchshaltung
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Hier findest du die aktuellen Termine (inkl. der Online-Workshops zum Reinschnuppern):
https://www.eventbrite.com/cc/more-please-playgrounds-4856228
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Lass uns gemeinsam erkunden, wer DU wirklich bist und was DICH ausmacht.
Lass uns herausfinden, was DU willst (und was nicht) - was dein full-body "Fuck Yes" ist.
Und dann sorgen wir dafür, dass du dich traust, GENAU DAFÜR loszugehen.🔥
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Alle Infos dazu, wie diese besondere Reise aussehen kann, findest du hier: https://www.machs-mit.com/einzelcoaching
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Wenn du Gedanken zur Folge, Themenwünsche oder Fragen hast, schreib mir so so gern!
Instagram: @machs_mit
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Transkript
Hallo und herzlich willkommen zu
einer neuen Folge von Mach's mit.
Und heute ist es eine Folge, wo ich sagen
würde, das ist eine Selbstreflexionsfolge,
zumindest eine Einladung dazu.
Und sie wird vielleicht an manchen Punkten
unbequem sein, aber wenn du kannst, würde
ich dich einladen, dabei zu bleiben,
weil ich glaube, dass das, was wir uns
da angucken, unfassbar wichtig ist und
Eigentlich ein großer Pain Point ist
und wir, wenn wir uns da mal ehrlich
zusammen hinsetzen und du vielleicht so
ein bisschen das Gefühl hast, als hätte
ich dich so an der Hand, dass wir also
da gemeinsam durchgehen Step by Step,
dann ist es vielleicht auch wirklich
möglich, mal an diesen Schmerzpunkt, den
wir ja irgendwie vielleicht immer wieder
erleben, endlich 'nen ganz wichtigen neuen
Schritt zu gehen, 'ne neue Erkenntnis
zu haben und vor allem den wichtigen
ersten Shift einzuläuten, den es braucht.
Und wenn ich mal so das Thema grob
umreißen würde, wann du dir heute
unbedingt was mitnehmen solltest und
vielleicht sogar was zum Schreiben
hinlegen solltest, dann ist es zum
einen, wenn du die Erfahrung machst,
dass Menschen sich von dir entfernen,
obwohl du Verbindung dir wünschst.
Also wenn du die Erfahrung machst, dass
du nicht in diese Art von Verbindung mit
Menschen kommst, wie du's gerne hättest.
Oder noch ein bisschen allgemeiner
gefasst, weil auch darauf lässt sich
anwenden, warum wir so oft nicht das
bekommen, wonach wir uns eigentlich am
meisten sehnen, gerade wenn's auch um
Verbindung geht, also wenn wir uns eine
bestimmte Tiefe oder eine bestimmte
Qualität von Verbindung wünschen oder
eine bestimmte Art von Miteinander, ne?
Dass ich zum Beispiel das Gefühl hab,
oh, ich möchte endlich diesen Menschen
treffen, mit dem ich mich gesehen fühle
oder wo ich mich gewählt fühle oder wo
ich mich priorisiert fühle und so weiter.
Also wenn das so die Wünsche sind,
die in uns lebendig sind, ob jetzt
nun wir Single sind oder in einer
Beziehung oder in Beziehungen.
Es gibt Dinge, die wir uns heute
angucken dürfen, die uns genau davon
abhalten, das zu bekommen, wonach
wir uns eigentlich so sehr sehnen.
Und daher heute 'ne, ja, verletzliche
Selbstreflektionseinladung.
Und, ja, ich hoffe, dass ich dir
dafür die Hilfestellung geben
kann, die sich gut anfühlt.
Also ich nehm dich mal als Allererstes
noch mal so ein bisschen mehr
rein in: Worum geht's mir heute?
Welches Thema greifen wir uns sozusagen?
Und ich geb dir mal ein Beispiel,
aber wie gesagt, es ist nicht
nur dieser eine, dieser eine
Fall, den wir uns heute angucken.
Aber ich seh das eben sehr oft
genau in diesem Kontext, deshalb
nehm ich mir den jetzt mal raus.
Also wir stellen uns vor,
wir sind auf einem Workshop.
Da sind Menschen, die findest du spannend.
Und vielleicht bist du auch mit
der Hoffnung in diesen Workshop
gekommen, Verbindung zu finden,
vielleicht auf Begegnungen.
Vielleicht gibt es was Bestimmtes, wo
du einfach merkst: "Och Mann, mein Herz
sehnt sich einfach so sehr danach." Ja.
Ich erinnere mich zum Beispiel an einen
Klienten von mir, der ganz oft sagt: "Ja,
ich, ich wünsche mir eigentlich diese
Art von tiefer Verbindung mit Menschen",
die er gleichzeitig aber noch nicht so
oft erlebt, wie er sich das eben wünscht.
Und mit diesem Wunsch im Herzen kommen
wir ja auch ganz oft in solche Räume,
die eben auch so was versprechen, ne.
Sind das vielleicht consent-based
Räume, tantrische Räume, hm,
Temple Nights und all diese Dinge.
Das heißt, wir gehen da mit 'nem, mit
'ner Sehnsucht in unserem Herzen rein.
Vielleicht bist du sogar mutig
und gehst auf Menschen zu oder,
ne, gibst dir einfach Mühe.
Wir sind ja alle am Ende
des Tages nur Menschen dort.
Und vielleicht machst du aber immer
wieder die Erfahrung – nicht vielleicht
jedes Mal, aber irgendwie zu oft,
als dass man sagen könnte, es war
einfach nur ein schlechter Tag.
Vielleicht machst du einfach diese
Erfahrung: Die Gespräche, die du
eigentlich führen möchtest, die
Begegnungen, die du eigentlich gerne
hättest, die haben andere, aber du nicht.
Andere werden ausgewählt, andere
kommen leichter in Kontakt, andere
sind irgendwie in der Art von inniger
Verbindung, die du dir wünschst.
Und dann ist natürlich irgendwie
ganz verständlich, dass wir dann
irgendwie am Ende des Tages dasitzen
und uns fragen: Warum ist denn das so?
Warum ist das jetzt für diese Person
so leicht gewesen und für mich nicht?
Warum gehe ich heute
gerade wieder leer aus?
Vielleicht ist sogar die Frage
da: Was mache ich falsch?
Und ganz oft höre ich die Frage:
Was muss ich ändern, um zu bekommen,
was ich mir so sehr wünsche?
Und vielleicht kennst du diese
grundsätzliche Situation von: Ich will
irgendwas ganz unbedingt und dringlich
und bekomm's aber immer wieder nicht
und werde immer wieder enttäuscht.
Zum Beispiel aus Workshops, aus Dating,
vielleicht auch aus Freund:innenschaften,
aus Partner:innenschaften.
Wir können das auch wunderbar
im Berufsleben erleben.
Also du siehst vielleicht schon hier- Die
Möglichkeiten, wo uns das begegnen kann,
sind mehr als nur dieser Workshop-Kontext.
Aber natürlich ist es der Kontext, in
dem ich mich viel bewege, wo ich viel
beobachte und ich wäre ja nicht ich.
Ich weiß nicht, ob dir das vielleicht
schon aufgefallen ist, aber ich
bin ja ein Mensch, ich liebe es,
Dingen auf den Grund zu gehen.
Also wenn ich irgendwas sehe,
irgendein Muster sehe, dann geht in
mir immer der innere Forscher, die
innere Forscherin an und ich möchte
gerne der Sache auf den Grund gehen.
Ich möchte gerne verstehen,
was passiert in der Person, was
nehmen andere Menschen wahr?
Und dann frage ich mich eben auch
ganz oft: Was braucht es denn
eigentlich hier, damit die Person
eine andere Erfahrung machen kann?
Und genau diese Forschung,
in Anführungsstrichen, möchte
ich heute mit dir teilen.
Also ich mag ein bisschen mit dir auf
die Ursachenforschung gehen, aber auch
dir dann zeigen, was ist denn eigentlich,
wie kommt man denn da eigentlich raus?
Wie kreieren wir uns nicht immer
wieder die Erfahrungen, die wir
eigentlich nicht machen wollen?
Weil, und das sei hier schon mal
vorweggenommen, also das können wir
uns mal grundsätzlich merken übrigens-
Wir haben als Menschen die Tendenz,
uns genau die Orte und Gelegenheiten
und Menschen zu suchen, mit denen
wir erst mal sehr oft die Erfahrungen
wiederholen, von denen wir uns eigentlich
wünschen, dass wir sie anders machen.
Ja, also eigentlich wünsche ich mir
einen total liebevollen Menschen als
meine Beziehungsperson und bekomme aber
irgendwie den Narzissten schlechthin.
Oder ich wünsche mir eigentlich,
dass ich mich gesehen und, ähm,
gewertschätzt f-fühle, aber irgendwie
schaffe ich's immer, dass ich
genau das Gegenteil davon erlebe.
Und es klingt so paradox und wir
gucken uns das nachher eben auch an,
was da eigentlich im Inneren passiert,
dass diese, dieses Paradoxe passiert.
Aber wir beobachten das sehr oft, dass
wir eben ganz besonders zum Beispiel
in solchen Healing Spaces, ja, wo wir
also wissen, da geht es um Verbindung.
Da ist so 'ne, so 'n Versprechen im Raum
von: Hier kannst du tief gehen, hier
kannst du dich öffnen, hier kannst du mit
anderen Menschen in Verbindung kommen.
Dass auch Menschen wie du vielleicht
dorthin kommen, die sagen:
"Das ist für mich noch schwer.
Es ist eher noch eine Sehnsucht, als
dass ich sage, das würde mir schon total
leichtfallen." Und teilweise sehe ich
eben, dass Menschen über Jahrzehnte
immer wieder in solche Kontexte gehen
und immer wieder die Erfahrung machen:
Ich werde abgelehnt, ich bekomme nicht
die Erfahrung, die ich mir wünsche
und hab in meiner ganzen sozusagen
Zeit, in der ich mich in diesen Räumen
bewege, ob jetzt als Teilnehmende
oder als facilitatende Person, so oft
erlebt, was Menschen sich dann für
Geschichten erzählen, woran das liegt.
So oft gesehen, was dann für
Schutzmechanismen anspringen, die uns
davon abhalten wollen, den Schmerz
zu spüren, der da eben auch teilweise
mit einhergeht und sehe aber eben
dadurch, dass wir uns mit all dem
nicht auseinandersetzen, dass diese
Erfahrung immer wiederholt wird.
Und entsprechend wird der Raum, der
eigentlich auch einlädt und konfrontiert
in dem Moment ja auch mit den Mustern, die
wir in dem Moment eben ganz offensichtlich
da sich ausspielen haben, dass wir
verpassen, diesen Moment zu nutzen als
Einladung, genau da eben hinzuschauen
und gegebenenfalls andere Entscheidungen
zu treffen, andere Dinge zu tun und eben
auch zu sehen, wo hab ich vielleicht noch
Nachholbedarf und kann eben an mir ein
Stück weit arbeiten, damit ich andere,
neue, bessere Erfahrungen machen kann.
Weil unser System ist ja schon sehr
klug, denn es stimmt, dass du in
diesen Räumen die Erfahrung machen
kannst, nach der du dich sehnst,
aber nicht ohne die entsprechende
Selbstreflexion und Selbstarbeit.
Und dafür mag ich dich heute eben
ein bisschen an die Hand nehmen.
Was es dafür braucht.
Und als Allererstes, weil wir heute uns
eben explizit auch noch mal auf dieses
Bedürfnis nach Verbindung beziehen, möchte
ich als Allerallererstes, bevor wir in
irgendeine Analyse eintauchen, sagen:
Dieses Bedürfnis ist absolut valide.
Alle Menschen haben dieses Bedürfnis.
Kein Mensch kann ohne
menschliche Verbindung zu anderen
Menschen wirklich überleben.
Wir haben mal diese, ne, vielleicht
hast du's schon mal gehört, es gab
mal diese, äh, schreckliche Studie, wo
sie versucht haben, Kindern nur, also
Babys, nur das Wesentliche zu geben,
also sozusagen Nahrung, aber keine
Verbindung und die Kinder sind gestorben.
Die sind ganz doll elendig
eingegangen, weil wir Menschen
sind auf Verbindung gepolt.
Das heißt, wenn du in dir spürst, ich
sehne mich nach 'nem anderen Menschen,
ich wär gerne in 'ner Partner:innenschaft
oder ich wär einfach gerne mehr mit
anderen Menschen in einer, in Verbindung.
Ich würde mich gerne zum Beispiel
auch mehr gesehen fühlen.
Also dass ich das Gefühl habe,
ich bin wertvoll, ich bin
liebenswert, ich werde gewählt.
Ja, also auch dass dieser Wunsch, gewählt
zu werden, ist zutiefst menschlich.
Der Wunsch, dazugehören zu
wollen, der Wunsch nach Nähe,
alles absolut menschlich.
Und wir können uns relativ schnell
erzählen oder bekommen auch ja zu
hören und deshalb heute immer ein
bisschen Vorsicht, wenn ich in diese
Richtung sozusagen Dinge erkläre, sich
nicht die Geschichte zu erzählen, ich
bin bedürftig und das ist schlecht.
Sondern das ist erst mal ein
Umstand, der 'ne Tatsache ist.
In dir ist ein Bedürfnis and that's okay.
Was wir uns eben angucken
dürfen, ist, was sagt das?
Was mache ich damit?
Und so weiter.
Aber das Allerwichtigste, was wir
uns jetzt erst mal merken wollen,
ist, deine Sehnsucht macht Sinn.
Ergibt Sinn, ist total okay.
Darfst du haben.
Gilt für jedes andere
Bedürfnis by the way auch.
Also egal, wo wir gerade stehen, ich hatte
gerade letztens erst wieder ein Gespräch
mit einer potenziellen neuen Klientin und
hab ihr auch einmal sagen dürfen, so dein
Bedürfnis nach zum Beispiel Langsamkeit
oder nach 'ner Intimität, die sich für
dich gut anfühlt, wo du sagst, darauf
hab ich mehr Lust, ist absolut valide.
Und nur weil jemand sagt, deine
Langsamkeit ist für mich anstrengend,
heißt das nicht, dass deine, dein
Bedürfnis weniger wert ist oder dass du
das womöglich noch wegmachen müsstest.
So, also erst mal, wir halten
fest: Bedürfnis ist gut.
So, jetzt ist das Spannende, dieses
paradoxe Muster sich anzugucken, was
ich schon ein bisschen angedeutet hatte.
Nämlich-
Was ich irgendwie spannend, also
in mir, ne, wie gesagt, kleine
Forscherin, große Forscherin.
Was ich immer total spannend finde,
ist, dass etwas in uns, was mit dieser
Sehnsucht zusammenhängt, gleichzeitig
verhindert, dass wir genau das
bekommen können, wonach wir uns sehnen.
Also das haben wir ultra oft.
Mal ein ganz kleines anderes Beispiel, ja.
Meine Partnerperson zum Beispiel
sagt: "Ich möchte eigentlich eine
bestimmte Art von Tiefe und gesehen
werden." Gleichzeitig wirkt in ihr eine
Angst, die sagt: "Ich weiß nicht, ob
das sicher ist, mich mit all meinen
Facetten und all meinen Quirks und
all meinen Unsicherheiten zu zeigen."
Versteckt sich also damit in den Momenten,
wo sie unsicher ist, was dann dazu führt,
dass sie aus der Verbindung rausgeht, was
dazu führt, dass sie weniger Verbindung
hat und ich weniger Andockstelle,
um mit ihr in Verbindung zu gehen.
Dann sage ich ihr das und sage
so: "Hey, übrigens, ich kann
dich gerade nicht so gut fühlen.
Ich bin gerade nicht so richtig mit
dir in Connection." Und dann erkennt
sie wieder: "Scheiße, ich habe wieder
versucht, mich zu schützen, weil ich
mich nicht verletzlich machen wollte,
aber habe mir damit genau das genommen,
was ich eigentlich will, nämlich
Verbindung und Tiefe und Nähe." Das
heißt, wenn wir jetzt mal hier in dieses
Muster eintauchen, was wir uns heute
genauer angucken, dann startet das.
Also wenn man mal so dieses,
wie so einen Ablauf von so die
Kette, die, die, wie sagt man?
Die, hm-
Sozusagen der, die Schleife,
dieses System, was wir uns da
innerlich gebaut haben, ja.
Das beginnt mit einer sehr starken
Sehnsucht nach Verbindung und
gleichzeitig einem Mangel an Verbindung.
Das ist so unsere Ausgangslage, ja.
Und gerade wenn wir diesen Prozess,
also diesen, den ich gleich dir zeige,
ein paar Mal durchgemacht haben,
dann sehen wir auch, dass es sich
halt diese Sehnsucht verstärkt, ne.
Weil je mehr wir eben etwas nicht bekommen
haben, desto größer wird unser Mangel.
Das heißt, unser kluges System sagt:
Ich hab Sehnsucht nach Verbindung, also
gehe ich in Räume, wo ich Verbindung
haben kann, was ja erst mal klug ist, ja.
Das heißt, diese Menschen, vielleicht
auch du, gehst also in Kontakträume,
in Embodiment Räume, in Dating nahe
Räume, in tantrische Räume, in Räume
einfach, wo's um Verbindung geht.
Gleichzeitig läuft aber eben ganz
oft die Angst mit: Was ist, wenn
ich nicht bekomme, was ich brauche?
Nämlich Verbindung.
Und eben in den, in vielen Fällen ergänzt
durch die ja schon oftmals erlebte
Erfahrung, dass ich's nicht bekommen habe.
Also je öfter wir diese negative
Erfahrung gemacht haben in den Räumen,
weil wir uns halt noch nicht angeguckt
haben, was da eigentlich grade unten
drunter wirkt, desto häufiger haben wir
diese Angst bestätigt auch schon, ja.
Das heißt, da ist eine Wunde, die
ursprünglich irgendwann mal entstanden
ist, zum Beispiel aus einfach sehr,
sehr wenig körperlichem Kontakt
und Liebe und Nähe, die vor allem
bedingungslos war in unserem Aufwachsen.
Grade, grade, grade bei männlich
sozialisierten Menschen.
Grade da ist oft eine Vernachlässigung
auf emotionaler Ebene zu beobachten
in-- schon ganz, ganz früh.
Und dann kommt halt noch da erschwerend
hinzu, ich glaube, ich hab das schon
in einigen Podcast Folgen gesagt, aber
werde nicht müde, das zu sagen, weil's
so wichtig ist, sich daran zu erinnern.
Dann kommt halt zusätzlich die Erfahrung
durch unsere Sozialisierung, dass Männer
seltener wirklich nahe, emotional nahe,
körperlich physische nahe Beziehungen
mit anderen Männern haben, ne.
Weil das ja immer ganz schnell irgendwie
als das wäre nicht männlich, das
wäre Quote Unquote schwul, was ich
ganz, ganz problematisch finde, das
überhaupt damit in Verbindung zu setzen.
Aber da wird einfach eine
Barriere geschaffen, dieses
Bedürfnis auf irgendeine Art
und Weise gestillt zu bekommen.
Das heißt, der ganze Fokus geht darauf,
ich brauche eine Partnerin dafür,
weil nur die kann mir das geben.
Was natürlich 'n absoluten Druck
macht auf allen Ebenen, aber
dazu gleich 'n bisschen mehr.
Das heißt, während wir in diese Räume
gehen, um unsere Sehnsucht zu stillen,
ist da gleichzeitig diese Angst,
abgelehnt zu werden, nicht gewählt
zu werden, nicht attraktiv genug
zu sein, nicht dazu zu gehören, ne.
Die wirkt irgendwie unterschwellig mit.
Und je nachdem, wie gut wir damit in
Kontakt sind oder nicht, ich sag das ja
immer ganz gerne so, unsere Anteile, in
dem Falle eben der ängstliche Anteil.
Wenn wir dem nicht Raum geben, wenn
wir nicht anerkennen, dass der da
ist, sondern so tun, als wär der
nicht da, weil richtige Männer haben
ja keine Angst zum Beispiel, ja.
Oder das wäre ja unbequem, wenn
ich die jetzt habe, weil die macht
mich ja immer so ein bisschen
bewegungsunfähig und so weiter.
Also wenn ich die wegdrücke, dann ist
das immer dieses Bild, was ich bestimmt
schon tausendmal gegeben habe von einem
Korken, den ich unter Wasser drücke.
Den kannst du dann nur für eine
gewisse Zeit halten und wenn du mal
irgendwo deine Aufmerksamkeit woanders
hinlaufen lässt, dann ploppt der hoch
und zwar mit einer Intensität, die
dich dann halt wirklich behindert.
Das heißt, wenn diese Angst unterschwellig
wirkt und je weniger wir uns dessen
bewusst sind und je weniger wir auch
dem schon mal Raum gegeben haben,
desto mehr wirkt die unterschwellig.
Das heißt, du merkst das dann vielleicht,
indem du merkst, ich werd unsicher
in so einem Raum oder ich beobachte
mich die ganze Zeit total selbst.
Ich hab die ganze Zeit
einen inneren Dialog.
Also wie oft ich das schon erlebt habe mit
Menschen, wo ich gemerkt hab, sozusagen,
das Gegenüber ist so unsicher, dass es
nicht mal wahrnimmt, was wir eigentlich
im Kontakt miteinander haben, sondern ich
einfach merke, in dir ist ein so lauter
Dialog am Laufen, dass unser Dialog
hier gerade gar nicht ankommen kann.
Also vielleicht beobachtest du das
in dir, ne, dass dann irgendwie viele
Fragen sind, so wie, was soll ich
jetzt machen und was ist jetzt wichtig?
Und dieses wirklich in dem Moment im
pr-präsent da zu sein, zu erleben,
den Körper zu spüren, mitzumachen,
die Menschen wahrzunehmen, geht
halt total unter, weil wir so
mit uns selber beschäftigt sind.
Und eben das ja irgendwie auch
immer so ein System ist, was
sich selber verstärkt, ja.
Das heißt, der wichtigste Moment, der
passiert, ist zum einen, ich verlier
meine Präsenz mit mir selber und den
anderen Menschen und damit die Grundlage
für jegliche Verbindung: Präsenz.
Und wenn diese Energie von "Ich hab hier
'ne starke Sehnsucht und 'nen starken
Mangel", wenn ich die nicht bewusst
habe und dazu gehen wir ja später noch
mal ein bisschen drauf ein, was es
also entsprechend braucht eigentlich.
Wenn ich die mit mir noch nicht
integriert habe, dann kommt diese
Energie spürbar beim Gegenüber an als
entweder drängende oder bedürftige.
Also drängend wäre sozusagen, ich komm
auf dich zu und ich will was von dir.
Bedürftig wäre eher ein ich ziehe.
So mein-- energetisch ziehe ich.
Und vielleicht hast du das selber
auch schon mal erlebt, hast-- kannst
es ein bisschen nachvollziehen.
Vielleicht ist das noch 'n nicht
so greifbares Konzept für dich.
Aber was ich dir definitiv sagen kann
aus der eigenen verkörperten Erfahrung,
als auch aus der, aus vielem Austausch
mit anderen Menschen: Solche Energien,
wenn ich wirklich stark in mir habe,
ich möchte heute unbedingt diese Nähe
erleben oder ich möchte unbedingt mit
dieser Person üben, weil ich mich in
die jetzt schon hier eingeschossen habe.
Das ist spürbar.
Und die Reaktion, die wir im Gegenüber
meistens dann beobachten, also wenn
wir jetzt erst mal rausnehmen, was
bei der anderen Person passiert, was
nämlich ganz spannend ist, was wir
auch noch gleich anschauen dürfen.
Was ich nur beobachte dann plötzlich, ist,
die anderen Menschen gehen auf Distanz.
Ich werd abgelehnt beziehungsweise
ist das mein Gefühl.
Ich werd abgelehnt, ich fühl mich nicht
verstanden, ich fühl mich nicht gesehen.
Und dann haben wir dieses sich selbst
verstärkende Ding von: "Aha, siehst
du, hab ich wieder die Erfahrung
gemacht." Und was ich halt sehr oft
beobachte in Solchen Kontexten, ne.
Zum einen, weil ich halt mit meinen
Klient:innen spreche und höre, was bei
denen halt an solchen Tagen passiert,
teilweise aber auch durch Beobachtung,
ist, dass dann der, die Tendenz ist und
das ist 'ne Schutzreaktion, das dürfen
wir uns einfach in dem Moment mal ganz
bewusst machen, dass die Tendenz ist, in
Analysen und Storys sich zu verhängen.
Also sich zum Beispiel zu fragen:
Warum hat es nicht funktioniert?
Dann da ewig zu sortieren und zu
sagen: "Ah ja, guck mal, hier war
das, da war das, da war der Mensch,
da war das." Oder der Klassiker
auch mal zu, zu schauen, so hast du
Selbstabwertung in dem Moment laufen.
Erzählst du dir dann die Geschichte:
"Ah, das liegt daran, dass
ich nicht attraktiv genug bin.
Das liegt daran, dass ich zu alt bin.
Das liegt daran, dass ich
nicht interessant genug bin.
Das liegt daran, dass ich zu introvertiert
bin." Oder beobachtest du in solchen
Momenten, dass du in die Vermeidung
gehst und sagst: "Ich will mich gar nicht
mit diesem Gefühl auseinandersetzen.
Ich versuche jetzt einfach mal, das
gar nicht an mich ran zu lassen.
Ich, ich ignoriere einfach, dass
da jetzt eine Ablehnung war."
Vielleicht kommt sogar dann eine
Abwertung der anderen Menschen.
Ne, wenn man sich schon nicht selber
verletzt, dann verletzt man sozusagen
innerlich die anderen und sagt: "Die
anderen sind oberflächlich, ähm,
die wollen nur einen bestimmten Typ
Mensch, Typ Mann", wie auch immer.
"Und das bin ich nicht." Dann: "Denen
entgeht was", so nach dem Motto.
Oder: "Die wollten mich gar nicht
aufnehmen." Das Spannende an dieser
Stelle ist, dass vieles davon oftmals
nicht stimmt beziehungsweise auch nicht
den ausschlaggebenden Punkt gibt, warum
wir diese Ablehnung erfahren, sondern
das, was wirklich der Hintergrund ganz
oft ist von dieser Erfahrung, ist,
Menschen spüren, wie viel bei dir auf
dem Spiel steht in Bezug darauf: Werde
ich gewählt oder werde ich nicht gewählt?
Komme ich in Verbindung oder
komme ich nicht in Verbindung?
Das heißt, das, was ich ganz oft
beobachte und auch höre, ist, dass viele
den Fehler machen, an diesem Punkt sich
zu fragen: Was muss ich anders machen,
um andere Ergebnisse zu bekommen?
Also dass dann strategisch überlegt wird:
Wie kann ich bessere Resonanz erzielen?
Wie kann ich mehr Interesse wecken?
Wie kann ich sichtbarer werden?
Wie kann ich besser mit
der Konkurrenz umgehen?
Wie kann ich mich sozusagen hervortun?
Aber das Wichtige und das möchten wir
hier einfach mal gerade so in so 'nem
farbigen Kasten hervorheben- Alle
diese Fragen sind weiterhin im Außen.
Alle diese Fragen sind
weiterhin Strategie.
Das ist alles wahnsinnig verkopft
und ver-vermisst sozusagen einen ganz
wichtigen Punkt, nämlich das bei dir
sein und das mit dir verbunden sein.
Dazu gleich ein bisschen mehr.
Aber wir merken uns erst mal, diese
Fragen von: Was muss ich tun, damit
ich das nächste Mal was anderes
bekomme, ist eine Strategiefrage und
da fehlt etwas ganz, ganz Wichtiges.
Gleich dazu mehr.
Das heißt, als Erstes merken wir uns
mal: Aha, vielleicht habe ich die
Tendenz, A, dem tatsächlichen Gefühl
von was da gerade passiert ist, aus
dem Weg gehen zu wollen, indem ich
entweder mich selber oder andere Menschen
abwerte oder das ganze Thema überhaupt
vermeide und versuche dann erst mal
rauszufinden, was muss ich beim nächsten
Mal anders machen, damit ich diese
unangenehme Erfahrung nicht mehr mache.
Was ja erst mal 'ne kluge Sache
ist, aber eben wenn wir nicht an der
richtigen Stelle schauen, machen wir
diese Erfahrung einfach immer wieder.
Und der zweite Punkt, den ich noch
hingeben möchte, ist: Diese Fragen, wie
kann ich, was muss ich sozusagen anders
machen, um andere Ergebnisse zu bekommen?
All diese Fragen sind
weiterhin ein Fokus aufs Ziel.
Und das, was du dabei absolut verpasst,
ist den Menschen, der dir gegenüber ist
oder die Menschen, die dir gegenüber sind.
Das heißt, wenn es um Verbindung geht,
dann dürfen wir nicht immer nur auf
unser Ziel gucken, sondern es geht
letztlich um den Menschen vor uns und
dessen Perspektive, dessen Wahrnehmen,
wie da sozusagen das Miteinander ist.
Das geht total verloren, wenn wir die
ganze Zeit uns immer nur strategisch
fragen: Was muss ich jetzt machen?
Wie muss ich mich, ich mich jetzt
halten, um jetzt möglichst gute
Ergebnisse erzielen zu können?
Und das ist eben genau das, was ich
ganz, ganz schwierig finde an dieser
ganzen Pick-up-Artist-Szene, weil die
verkauft dir, dass du nur hier die
X-Strategien fahren musst und dann kriegst
du alle Frauen, die du haben möchtest.
Was du aber dabei weiterhin
verpasst, ist echte Verbindung.
Ich hab viel mit Pick-up Artists,
äh, leider zu tun haben müssen,
weil sie sich ja auch Menschen
zum Üben und zum Anwenden suchen.
Und ich kann dir sagen, das sind
definitiv Menschen, mit denen ich
nicht in Verbindung gehen möchte.
Und das liegt nicht an den Menschen,
sondern es liegt an der Art und
Weise und an dieser Strategie und
dem Spürbaren: Du bist weder mit mir
in Kontakt noch mit dir in Kontakt.
Das heißt, an der Stelle einmal kurz
Recap: Wenn wir an diesem Punkt, wo
wir diese Erfahrung gerade machen,
die wir eigentlich nicht machen wollen
Nicht hinschauen und weiterhin in
der Strategie bleiben und unseren,
unser Ziel im Auge behalten und dabei
den Menschen aus dem Auge verlieren.
Da fehlt etwas ganz Besonderes.
Und das ist nämlich a] die
Frage: Wie wirke ich in all
dem, was ich tue, auf andere?
Also gar nicht immer zu gucken, so was
kann ich jetzt alles verändern, sondern
einfach sich erst mal zu fragen: Mein
blinder Fleck ist, ich weiß gar nicht, wie
ich auf andere Menschen wirke, weil ich so
sehr mit mir selber ver-- beschäftigt bin.
Oder auch sich zum Beispiel mal zu
fragen, wenn ich weiß, so ich habe ja mein
Interesse ausgedrückt, dann kann ich mich
ja auch fragen: Wie fühlt sich denn mein
Interesse eigentlich für das Gegenüber an?
Weil nicht jedes Interesse, nur
weil es lieb gemeint ist und positiv
gemeint ist, wird auch so gefühlt,
weil es wieder so viel darum geht,
mit welcher Energie mache ich das.
Und der wichtige Punkt, den wir eben
auch nicht überspringen dürfen, ist die
Frage: Ehrlich, wie geht's mir gerade?
Wie geht's mir gerade mit
dem, was ich hier erlebe?
Und nicht das zu überspringen.
Man nennt es Bypassing.
Das ist 'ne Tendenz, die wir halt
leider haben als Menschen, dass wir
unbequeme Sachen vermeiden wollen.
Aber die Sache ist halt mit dem
Vermeiden wie mit dem Korken.
So, die Sachen gehen nicht
weg, nur weil wir so getan
haben, als seien sie nicht da.
So und das Wichtigere wäre eben, sich
mit der Sache mal auseinanderzusetzen.
Für viele Menschen ist
das aber sehr unbequem.
Mich inkludiert.
Also es ist jetzt nicht so,
dass, äh, ich denke, so jedes
unbequeme Gefühl gar kein Problem.
Aber ich weiß, dass ich A: mich danach
besser fühle, B: ich dadurch überhaupt
erst andere Erfahrungen machen kann
und es einfach grundsätzlich in meinem
System ruhiger ist und aufgeräumter.
Weil wenn wir das nämlich nicht tun,
dann fängt diese Schleife von vorne
an, weil dann haben wir nämlich nur
wieder gelernt, ich werd abgelehnt.
Meine Angst, dass ich abgelehnt werde,
dass ich nicht dazugehöre, dass ich nicht
genug bla bla bla bin, ist berechtigt.
Das heißt, das nächste Mal, wenn
ich wieder meiner Sehnsucht folge
und in so einen Raum gehe oder
einen Menschen anspreche, wirkt
das ja wieder unterschwellig mit.
Und dann passiert im Prinzip
derselbe Zyklus wieder.
Ich bin wieder total in meinem eigenen
Kopf gefangen und hab wieder eine Energie,
die ich ausstrahle, die sagt: "Ich brauch
was von dir." Und da mag ich nämlich
gerne mal jetzt einhaken und eine wichtige
Perspektive geben, die wir eben ganz oft
in solchen Zyklen, die wir so mit uns
selber ver-, verbauen, nicht bemerken
und uns nicht darüber bewusst sind.
Und deshalb ist das ultra spannend.
Egal ob du das jetzt auch gerade ein
bisschen aus der Metaperspektive hörst
und dich einfach fragst: "So, was
mache ich jetzt, ähm, in Momenten, wo
ich eine Sehnsucht nach irgendwas hab,
aber es immer wieder nicht bekomme?"
Sich mal zu fragen und vielleicht
sogar mal die, das Gegenüber zu fragen:
"Wie nimmst du mich eigentlich wahr?"
Weil zum Beispiel, wir nehmen
das, äh, was ich vorhin gesagt
hab von meiner Partnerperson.
Wenn ich ihr sage: "Hey, in den
Momenten, wo du dich zurückziehst,
kann ich nicht richtig mit dir in
Verbindung sein und das fühlt sich für
mich dann en-entfernt an und weniger,
weniger sozusagen in Herzensverbindung.
Und das macht bei mir Unsicherheit
beziehungsweise auch irgendwo so
ein Gefühl von: Warum ist das so?
Das macht bei mir Fragen auf." Und
für sie war das damals, als sie, als
ich ihr das mal gespiegelt hab und
gesagt hab: "Hey, dein Rückzug gerade
fühlt sich so und so für mich an.
Kannst du zwar weiter so machen, also
ich, ich schreib dir nicht vor, wie du
das zu tun hast, aber hier einfach mal
ein Feedback, wie sich das anfühlt",
hat sie gesagt, das war das Wichtigste,
was sie bekommen konnte, weil sie dann
mal endlich spüren konnte, was ihr
Verhalten, was sie ja auch teils als
Schutz macht, im anderen Menschen auslöst
und warum sie entsprechend also nicht
bekommt, was sie eigentlich möchte.
Das heißt-
Wenn wir jetzt mal wieder in diese
Situation gehen nach: Eigentlich habe ich
'n Bedürfnis nach Verbindung, dann ist
halt das, was wir uns jetzt mal angucken
dürfen, was nehmen andere in mir wahr?
Weil wir denken, na ja, ich
will doch in Verbindung sein.
Ich will doch, bin doch offen,
ich bin doch, bin doch bereit.
Wär doch total empfangsbereit.
Aber das, was die Menschen gegenüber
von uns spüren, ist meistens was
anderes als das, was wir senden wollen.
Und das Spannende ist, was ich immer
wieder beobachte: Die Menschen, die
am dringlichsten sich Verbindung
wünschen, sind meistens die, die
die wenigste tatsächliche Sicherheit
und echte Offenheit ausstrahlen.
Was meine ich damit?
Was ich immer wieder sehe und was wir
wirklich auch immer wieder auch in Räumen
erlebbar haben, ist: Menschen fühlen sich
sicher miteinander, wenn sie wirklich
spüren, ich darf Ja, aber auch Nein sagen.
Das heißt, was immer auch ich bekomme,
was auch immer ich, äh, beziehungsweise
was immer ich mir wünsche, wenn ich
das Gefühl habe, ich bin total frei
in meiner Antwort, macht das in mir
Entspanntheit, macht das in mir Vertrauen
und damit Sicherheit Wenn aber wir unsere
Sehnsucht nicht ownen, das heißt, wenn
wir nicht anerkennen, fuck, ja, ich bin
fucking unterversorgt mit Verbindung.
Und wenn wir vor allem und das ist der
zweite Schritt und den erkläre ich später
noch mal ein bisschen, wenn wir vor
allem nicht spüren und gelernt haben,
diese Sehnsucht selber halten zu können.
Was das bedeutet, wie gesagt gleich.
Dann nehmen andere unterschwellig
wahr: Du brauchst was von mir.
Nicht du willst was, sondern
du brauchst was von mir.
Der Unterschied ist: Wollen ist, kannst
du mir geben oder nicht sehen, geben.
Brauchen ist, ein Nein ist
eigentlich keine Option.
Das heißt, die Personen spüren, du
brauchst eigentlich meine Zustimmung.
Ein Nein ist nicht wirklich willkommen.
Und wir erzählen uns das in
unserer, in unserem Kopf ja ganz
oft: "Doch, es ist schon okay.
Natürlich kann man Nein sagen." Wir wissen
das intellektuell. Aber der Unterschied
ist: Weiß unser Nervensystem das auch
und denkt unser Nervensystem das auch?
Oder ist eigentlich unterschwellig:
"Bitte, bitte, bitte sag nicht nein.
Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte
sag Ja." Weil das können wir spüren.
Und ein Gegenüber spürt auch, wenn da eine
Bedürftigkeit ist nach Aufmerksamkeit oder
nach Bestätigung, nach gewählt werden.
Das heißt, solange diese innere
Botschaft in uns, die wir sozusagen
ja durch unser Verhalten, durch wie
wir uns halten, wie wir auf Menschen
zugehen oder auch nicht zugehen, wenn
wir innerlich eigentlich sagen: "Bitte
gib mir, was ich gerade brauche", dann
entsteht ein Druck aufs Gegenüber.
Dann fühlt sich dadurch ein Gegenüber
nicht gesehen und nicht wohl und
nicht sicher mit dir, weil ganz klar
verstanden wird, ah, du brauchst
mich für deine Bedürfniserfüllung,
aber es geht nicht um mich.
Es geht nicht darum, wie's mir geht.
Es geht nicht darum, wie, wie wohl
oder sicher oder gesehen ich mich
fühle, sondern du willst was von mir.
Und zwar so dringlich, dass ich nicht
mal Nein sagen kann, wenn es sich für
mich nicht mehr gut anfühlt, weil das
in dir etwas als Problem aufmacht.
Das heißt im Umkehrschluss, erst wenn wir
wirklich spürbar vermitteln können und
das ist eben nicht, was wir intellektuell
uns machen können, sondern das ist
die innere Arbeit, die geschehen muss.
Wenn ich innerlich verkörpern kann und
damit auch nach außen- Vermitteln kann.
Ich wünsch mir Kontakt, aber es ist
wirklich okay, wenn er nicht entsteht.
Erst dann entsteh, entsteht
Wahlfreiheit und erst dann können
Menschen dich wirklich wählen.
Ich kann da nur das beste Beispiel
grade bringen aus kürzlicher Erfahrung.
Eine meiner besten Freundinnen und
ich, ähm, haben dieses Thema von
Verbindung und wie viel das gemanagt
werden muss und, und nicht schon länger.
Und jedes Mal, wenn in ihr der Impuls
wieder durchkommt, unsere Verbindung
managen zu wollen, also wenn sie
sozusagen kontrollieren möchte: "Hey,
ich möchte unbedingt jetzt mit dir
Kontakt haben und Verbindung haben",
und versucht, dafür, mm, sozusagen, wie
sagt man, Regeln aufzustellen oder Dinge
schon vorher zu planen, damit es auch
ja passieren kann, dann spür ich ganz
klar in mir, da geht in mir alles zu,
weil an dann aus der Freiwilligkeit von
Verbindung – und das ist ja der Grund,
die Grundlage für Verbindung, dass wir
freiwillig da reingehen können – die
geht in dem Moment verloren und in dem
Moment fühle ich nur den Druck und das,
dieses Greifen der anderen Person und
muss dann immer wieder ihr zurückspiegeln:
Wenn du nicht vertrauen kannst, dass
wir in Verbindung kommen werden, weil
ich 'n grundsätzliches Bedürfnis und
Wunsch auch habe in mir nach Verbindung
mit dir und du anfängst, eher ins
Kontrollieren und Managen zu gehen, dann
wirst du eher das Gegenteil erreichen.
Und nicht, weil ich dich damit
bestrafen möchte, sondern weil das
die natürliche Reaktion ist, auch wenn
man, wenn Verbindung gemanagt wird.
Vielleicht hilft dir das so ein bisschen.
Also das Wichtige ist wirklich
hier: Wie können wir innerlich
eine Veränderung herstellen?
Und die ist eben, und das ist so
wichtig gerade für meine lieben Kopfis
da draußen, die sagen: "Okay, dann,
dann halte ich jetzt sozusagen einfach
innerlich meine neue Haltung ist jetzt,
ich wünsche mir Kontakt, aber ich bin
auch okay, wenn ich sie nicht bekomme."
Wenn dein System das nicht glaubt und
wenn dein Inneres immer noch nicht
die richtigen Schritte ge-gegangen
ist, dann kannst du das noch so oft
in deinem Kopf als Mantra wiederholen.
It's not gonna work.
Das, was spürbar ist,
ist das, was wahr ist.
Nicht das, was wir uns im Kopf
versuchen, als Mantra hier
die ganze Zeit zu erzählen.
So, vielleicht an der Stelle mal
ein kurzer kleiner Durchatmer.
Also wir haben bis jetzt schon
gehört an sich, Bedürfnis nach
Verbindung ist absolut menschlich.
Es ist total in Ordnung, das zu haben.
Wir haben uns ein bisschen schon mal
das Paradoxe angeschaut an diesem
ganzen Thema, dass wir eigentlich
Verbindung wollen, aber uns gleichzeitig
immer wieder die Erfahrung kreieren,
sie genau nicht zu bekommen.
Und ich hoffe, dass an diesem Punkt
auch schon so ein bisschen klar geworden
ist, woran es liegt, also was da
wirklich für eine Energie spürbar wird.
Und ich vielleicht, ich hoffe, ist in
dir ein Stück weit Neugier, was jetzt
eigentlich wichtig wäre zu verändern.
Woran darfst du arbeiten?
Was sind die wichtigen Shifts?
Und ich nehme dich mal so ein
bisschen mit und der wichtigste
Shift, den nehme ich dir zuerst.
Und dann gehe ich mit dir aber so ein
bisschen durch die Entwicklungsreise
mal durch und zeige dir sozusagen mal
den Weg, den, den es zu gehen gilt.
Mit oder ohne Unterstützung, ne?
Also ich sag dazu gleich
noch ein bisschen mehr.
Der wichtigste Shift ist ein
Shift der Aufmerksamkeit.
Und zwar weg von: Wie bekomme
ich?, weg vom Ergebnis, hin zu dem
Erleben, das gemeinsame Spüren.
Also anstatt sich zu fragen: Wie bekomme
ich Verbindung?, wäre eher die spannende
Frage: Wie nehme ich diese Verbindung,
die jetzt gerade hier ist, mit diesem
Menschen gegenüber von mir wahr?
Oder wenn du dich immer oft fragst
so: Wie sorge ich dafür, dass ich
gewählt werde?, ist die Frage eher: Was
passiert eigentlich gerade zwischen uns?
Das heißt, der wichtige Shift,
den wir halt tatsächlich ja auch
steuern können, ist weg von dem
Ergebnis, weg, wo du hin willst.
Weil das ist genau dieses Verbissene
macht den Druck, der uns davon
abhält, genau das zu bekommen.
Und es gilt, äh, sozusagen, den
Fokus zu verschieben auf das
gemeinsame und eigene Erleben.
Und da ist wichtig, es geht um beides.
Aber vor allem ist wichtig,
es geht hier darum, aus dem
Kopf in den Körper zu kommen.
Und ich weiß aus den Menschen, mit
denen ich, äh, meine eins zu eins
Begleitung mache, dass was manchmal
leichter gesagt ist als getan.
Gerade für männlich
sozialisierte Menschen.
Hab ich ja vorhin schon erwähnt.
Ich weiß, dass das deutlich schwerer
ist für Menschen, die ihr ganzes
Leben lang gelernt haben, der Kopf ist
das, was mich hier nach vorne bringt.
Körper und Emotionen
ist was für Weicheier.
Die werden aber immer wieder diese
Erfahrung machen, dass sie nicht
wirklich die Verbindung erleben.
Und damit meine ich auch das Spüren,
das davon erfüllt sein, die sie
sich eigentlich wünschen, weil das
Bedürfnis nach Verbindung, das Bedürfnis
nach Nähe ist menschlich und nicht
nur weiblich, sondern menschlich.
Wir alle brauchen das.
Das heißt, wir dürfen lernen, a,
uns selbst besser zu spüren und da
hapert's ganz, ganz doll meistens.
Aber auch das Gegenüber zu spüren.
Nicht nur mich selber die ganze Zeit
zu sehen und um mich selber zu kreisen,
sondern eben wenn wir Verbindung
wollen, auch mein Gegenüber zu spüren.
Und zwar bevor die Verbindung
für dich valide schon da ist, ja.
Also noch-- wir haben ja meist das
Gefühl, Verbindung ist irgendwie erst
da, wenn der Mensch mit dir spricht und
mit dir in Berührung geht und sonst was.
Aber Verbindung besteht
schon viel, viel früher.
Heißt also, wichtigster Shift ist dieses
Fokus weg vom Ergebnis hin zum Erleben.
Weg von wie mache ich, weg von der
Strategie, hin zum w-welche Wirkung
habe ich hier und wie kann ich mich,
mich selber besser spüren, um auch
eine andere Wirkung zu erzielen?
Und da würde ich gerne mit dir einfach
mal jetzt so diese Entwicklungsreise
durchgehen als mehr oder weniger
so letzten wichtigen Abschnitt.
Und the bad news first, bevor wir die
good news machen: Es ist kein Quick Fix.
Es ist nicht, ach, das mache ich heute
mal und dann habe ich beim nächsten Mal
direkt die beste Erfahrung, sondern das
sind halt Dinge, die wir üben dürfen
und lernen dürfen und die nicht nur
im Kopf stattfinden, sondern vor allem
auch im Emotions- und Nervensystem und
dadurch einfach ein Stück weit auch
das Auseinandersetzen damit brauchen.
Und gerade wenn du dieses Handwerkszeug
noch nicht an der Hand hast, darfst
du dir dafür gerne Support suchen.
Also Step eins auf dieser Reise
ist und das, damit sollten wir
anfangen, die eigene Bedürftigkeit
wahrnehmen und annehmen.
Das heißt, hier geht's nicht darum,
sich dafür jetzt zu schämen, dass wir
Sehnsucht haben nach Verbindung, dass
wir einen Mangel haben an Verbindung.
Ähm, es geht auch nicht darum,
diese Bedürftigkeit jetzt möglichst
irgendwie wegzumachen und zu sagen:
"Ja, ich brauche eigentlich gerade
niemanden." Das ist alles Quatsch.
Aber dass wir mit uns ehrlich werden, weil
das ist der erste Teil, der oft fehlt und
der eben genau diese Energie macht, die
wir, die eben dazu führt, dass wir das
nicht bekommen können, was wir brauchen.
Also mal sich wirklich ehrlich an die
Nase zu fassen und zu sagen: "Okay,
vielleicht, wenn ich ganz ehrlich in
mich reinspüre, stimmt für mich, dass ich
jemanden brauche, der mir zeigt, dass ich
liebenswert bin. Vielleicht ist das mein,
mein hinter-- hinter-- dahinterliegendes
Bedürfnis. Vielleicht brauche ich ganz
dringend Bestätigung, dass ich gut so
bin, wie ich bin oder dass ich attraktiv
bin, dass ich begehrenswert bin."
Was auch immer wir brauchen, weil
wir uns selber das nicht zugestehen,
weil wir selber nicht das Gefühl
haben, ich bin liebenswert, ich
bin begehrenswert, ich bin wert,
dass jemand sich mit mir verbindet.
Oder wenn ich weiß, irgendwie in
mir eigentlich suche ich vor allem
eine Partnerperson, weil ich das
Gefühl brauche, für jemanden wichtig
zu sein, dass ich eine Priorität
bin, dass ich gewählt werde.
Egal was es ist, der wichtige erste
Schritt ist, fucking ehrlich mit sich
zu werden und zu sagen: "Yes, ich
habe dieses Bedürfnis und das ist okay
so. Ich bin dadurch kein schlechter
Mensch." Wir alle brauchen diese Dinge.
Wir alle standen mal an diesem
Punkt, dass wir uns nicht sicher
waren, ob wir liebenswert sind, ja.
So, Schritt zwei und das ist 'n
Ding, was ich glaube, was vielen
schwerfällt, weil wir das ganz,
ganz oft noch gar nie gelernt haben,
mit solchen Dingen zu sein, nämlich
unsere eigene Sehnsucht halten lernen.
Das bedeutet, normalerweise, wenn
wir eine Sehnsucht haben, dann
haben wir drei Möglichkeiten, die,
die wir versuchen durchzuspielen.
Entweder wir laufen sofort
los und wollen auf Teufel komm
raus diese Sehnsucht erfüllen.
Versuchen, das zu machen.
Das ist ja dieser, dann gehe ich halt
in den Workshop, dann melde ich mich
halt auf 'ner Datingseite an, dann
spreche ich halt meinen Wunsch aus,
dann spreche ich halt die Frau an.
What ever it might be.
Oder wir haben zu oft Erfahrung
gemacht, dass wir damit auf die
Nase fallen und versuchen dann,
diese Sehnsucht wegzumachen.
Nee, das ist gar nicht mein Bedürfnis.
Ich meditiere das jetzt weg.
Ich drück das jetzt weg.
Ich sag, äh, Frauen sind sowieso
doof, äh, oder was auch immer, ja.
Intimität kann ich eh nicht bekommen
auf die Art und Weise, wie ich sie haben
möchte, also gebe ich jetzt einfach auf.
Oder wir versuchen, die in irgendeiner
Form zu kontrollieren und zu sagen, so wie
kann ich, wie kann ich jetzt einfach hier-
Nicht mehr dieser, dieser Sehnsucht
so doll ausgeliefert sein, dass ich
das Gefühl habe irgendwie, ich bin,
ähm, nicht mehr selber handlungsfähig.
Das, was aber hier eigentlich die
Entwicklungsaufgabe ist, ist nur sie
zu fühlen, nur die Sehnsucht zu fühlen,
und zwar ganz und dabei zu lernen,
und zwar verkörpert zu lernen, nicht
nur im Kopf, weil wir verstehen das.
Wenn ich dir das sage, kannst
du das wahrscheinlich verstehen.
Aber es geht darum, dass wir das fühlen,
dass das auf verkörperter Ebene ankommt.
Nämlich ich kann einen Wunsch haben,
ohne ihn sofort erfüllen zu müssen.
Und diese Fähigkeit, die eigene Sehnsucht
halten zu können, ohne andere dafür
verantwortlich zu machen, dass sie erfüllt
werden muss und das ist wirklich, das ka--
ich kann das nur so fett unterstreichen.
Die eigene Sehnsucht halten, ohne
andere dafür verantwortlich zu
machen, sie erfüllen zu müssen, ist
eine emotionale Reifungsaufgabe.
Wenn wir das können, dann kann ich
auch meine Sehnsucht präsentieren,
meinen Wunsch präsentieren, ohne dass
es bedeutet, dass andere Menschen
den jetzt sofort erfüllen müssen und
dass ich entsprechend auch wieder
diese Energie ausstrahle von: "Ein
Nein ist eigentlich nicht drin.
Ich muss das erfüllt bekommen." Versus:
"Das ist ein Wunsch, ich präsentiere
den mal und ich fänd's schön, wenn der
erfüllt werden würde, aber ich bin nicht
darauf angewiesen und das Gegenüber
ist nicht unter dem Druck, das tun zu
müssen." Grade für diejenigen unter
euch, die das gerade eher so aus der
Metaperspektive hören, gerade auch für
unsere ganzen Bedürfnisse, die wir an
unsere Partnerpersonen, äh, richten,
ist das ein ganz, ganz wichtiger Frame.
Weil gerade unsere mononormative
Haltung, also dieses Wissen, ja, wenn
Menschen in monogamen Beziehungen sind,
haben wir immer so dieses Gefühl, der
Partner, die Partnerin, der Mensch, mit
dem wir da zusammen sind, der muss uns
unsere Wünsche erfüllen, weil es gibt
ja sonst niemand anderen, der das kann.
Genau das macht eben meistens a], dass wir
das nicht bekommen, weil dann nämlich der
Druck da ist und auf Druck reagieren die
wenigsten Menschen mit: "Oh, da habe ich
richtig Lust drauf, das jetzt zu machen."
Und deshalb ist halt einer der, hmm, der
Kompe-- eine der Kompetenzen, die wir
entwickeln dürfen, auch selber a] für uns
selbst dafür zu sorgen, uns diese Wünsche
zu erfüllen und selbst das Gefühl von
Verbindung können wir uns selbst erfüllen.
Heißt aber nicht, dass wenn wir uns, also
hier meine lieben Self-sufficient-Leute,
das heißt nicht, dass wir keine
anderen Menschen mehr brauchen.
Es heißt nur, dass dieser Druck
und dieser, diese Dringlichkeit
rausgenommen werden kann, weil ich
schon ein Stück weit meines Pottes,
meines Glases selber füllen kann.
Ich kann nicht zu hundert Prozent
mein Bedürfnis nach Verbindung mit
anderen Menschen selber füllen.
Macht irgendwie ja auch logisch Sinn.
Genauso kann ich nicht das Gefühl von
Bestätigung zu hundert Prozent mir selber
erfüllen, aber ich kann mir das sehr,
sehr gut, ähm, erfüllen zu einem, äh,
wie sagt man, Maße, wo ich einfach weiß,
ich bin nicht komplett am Verhungern und
Verdursten- Ich hab da schon 'n bisschen
selber für gesorgt und wir dürfen uns halt
auch noch mal daran erinnern, dass eben
unsere Partnerpersonen nicht die einzigen
Menschen sind, die unsere Wünsche und
Bedürfnisse erfüllen können, sondern wir
dürfen da mal 'n bisschen diversifizieren
in unserem Portfolio, wie man so schön in
der Aktiensprache, glaub ich, sagen würde.
Also mal gucken, können das meine Friends?
Können das Menschen, mit denen ich
mich halt in anderen Kontexten treffe?
Also wir sind da meistens sehr,
sehr eingeschränkt und dadurch
sehr, sehr, sehr viel unter Druck.
Also Sehnsucht halten, zweiter
wichtiger Entwicklungsschritt.
Dritter wichtiger Entwicklungsschritt
und der ist eben wie gesagt oft
auch der, der unterversorgt ist,
weil wir das halt unbequem finden.
Das ist mit den unbequemen Erfahrungen
wirklich umgehen lernen und zwar im
Sinne von fühlen und integrieren.
Das heißt, viele Menschen, die diese
Herausforderung haben, haben zig Neins
erlebt, zig Ablehnungserfahrungen
gehabt, x-mal enttäuscht worden.
Aber was eben oft fehlt, ist,
es wurde nie verarbeitet.
Das heißt, jedes neue Nein oder jedes
auch nur mögliche Nein, was dann vor
mir steht, also wo sozusagen ich wieder
eine Situation eingehe, wo es sein
könnte, dass ich jetzt gleich abgelehnt
werde, sorgt dafür, dass alles aktiviert
wird, was ich nicht gefühlt habe.
Nämlich die frühere Ablehnung,
die Scham, die Einsamkeit, das
Minderwertigkeitsgefühl, was wir dann da
noch mitbekommen haben Und das wiederum
sorgt halt dafür, dass wir einfach
uns immer wieder jedes einzelne
Nein so riesengroß machen
Und dann eben unsere ganzen
Schutzmechanismen eingreifen, dass
wir versuchen zu kompensieren,
es zu vermeiden, zu analysieren,
Schuldfragen stellen, uns in
Stories verlieren und so weiter.
Aber damit im Endeffekt nichts
besser machen fürs nächste Mal.
Das heißt, hier gilt es,
diese Erfahrungen zu fühlen.
Zu fühlen und verkörpert zu lernen,
ein Nein, eine Ablehnung, eine
Enttäuschung ist schmerzhaft.
Yes, müssen wir nicht schönreden.
Es ist schmerzhaft.
Und das zu erlauben, das zu fühlen,
bedeutet auch gleichzeitig zu lernen:
Nein, also ein Nein zerstört mich nicht.
Ein Nein führt nicht dazu, dass ich
danach nicht mehr lebenswert bin und nicht
mehr liebenswert bin und was auch immer.
Das heißt, die Sache, die wir eigentlich
so doll versuchen zu vermeiden, zu
fühlen, nämlich den Schmerz, ist,
das ist eigentlich genau der Weg, der
uns erlaubt, Neins besser zu fühlen.
Also mit Neins besser umgehen
zu können, mit Ablehnung,
mit, mit Grenzen im Endeffekt.
Ja, und ich-- da möchte ich
vielleicht auch einfach noch
mal diesen Fokus anbieten.
Wir haben's schon oft gehört vielleicht
und haben's aber noch, fühlen's aber noch
nicht so richtig, aber Ablehnung ist in
den meisten Fällen keine Ablehnung deiner
Person, also keine Aussage darüber, wie
liebenswert oder, mm, wertvoll du bist.
Gerade in diesen sehr conscious
spaces ist es das in der Regel nicht,
sondern in den meisten Fällen ist
es eine Aussage darüber: Wie sicher
habe ich mich mit dir gefühlt?
Wie wohl habe ich mich mit dir gefühlt?
Wie sehr habe ich mich gemeint
gefühlt und gesehen gefühlt von dir?
Und wenn ich mich nicht sicher mit dir
fühle oder irgendwas in mir zumacht,
weil ich deinen Druck spüre, dein
Ziehen spüre, deine Unsicherheit spüre.
Und damit meine ich nicht, dass
Unsicherheit per se problematisch
ist, sondern sie ist problematisch,
wenn sie nicht integriert ist, weil
dann wird sie auf andere Wege spürbar.
Und dann haben wir so 'ne, ähm,
man sagt das-- wie heißt das?
Ich weiß nicht, ob es Inkoherenz heißt.
Ich glaube, jetzt bin ich 'n
bisschen unsicher, was das Wort ist.
Aber kohärent wäre: Ich sage,
ich bin unsicher und der Mensch
fühlt auch, ich bin unsicher.
Aber nicht kohärent wäre, wenn ich sage:
"Mir geht's total gut. Ich bin eigentlich
ganz entspannt", und unten drunter wirkt
aber die ganze Zeit meine Unsicherheit
mit und wir spüren Inkonsistenzen total.
Das heißt, wichtig wäre eben
hier, eine, eine Kompetenz zu, äh,
er-erleben und aufzubauen, nämlich mit
unangenehmen Erfahrungen und unangenehmen
Gefühlen umgehen zu können und zu lernen,
sie zu spüren, sie zu erlauben und zu
erkennen: Ach, ich überleb das Ganze und
muss mich dann nicht in irgendwelchen
Schutzmechanismen verstecken, sondern
darf einfach fühlen, was da ist.
Und die letzten zwei Entwicklungsschritte,
die ich noch nennen mag, einfach nur so
'n bisschen als kleiner Ausblick, ist eben
das eine ist Verbindung mit sich selbst.
Das ist der aller-, allererste Schritt
von allem, wenn es darum geht, mit
anderen Menschen in Verbindung zu gehen.
Ich muss in Verbindung mit mir
selber sein, sonst geht das nicht.
Wenn ich die ganze Zeit 'n inneren Film
laufen habe und das mit mir in Verbindung
sein heißt nicht, ich höre meinen inneren
Dialog, ja, sondern das heißt, ich spüre,
was in mir tatsächlich lebendig ist.
Zum Beispiel a, ich erzähl
mir grad Geschichten.
A, ich bin grad unsicher, ich bin nervös.
Ähm, ich hab dieses Bedürfnis
grade ganz doll am Start.
Ich wünsch mir ganz doll,
dass das und das passiert.
Und damit authentisch in Verbindung
zu gehen und dann eben auch, und
das ist der zweite Teil von diesem
Verbindungsteil, ist, zu lernen, mit
anderen Menschen präsent zu bleiben,
die anderen Menschen zu spüren und
sogenanntes Attunement zu lernen.
Also zu lernen, nehme ich wahr,
zum Beispiel wenn jemand 'ne
Reaktion hat von zumachen, abwenden.
Ähm, wenn also irgendwas im Gegenüber
sagt, ich glaub, das Gegenüber
fühlt sich grade nicht wohl mit mir.
Selbst wenn ich denke, aber ich find
die Person so toll und ich bin so
neugierig auf die Person und ich
möchte die so gerne kennenlernen.
Verbindung funktioniert nur, wenn's für
beide passt, wenn beide sich wohlfühlen.
Das heißt, wenn mein Interesse bei
der anderen Person Unwohlsein auslöst,
dann muss ich das spüren und dann
muss ich sagen: "Oh, das tut mir
leid, ich merk grade, ich glaube, dass
mein Interesse für dich grade sich
unangenehm anfühlt." Und dann back up.
Dann geh 'n paar Schritte zurück
und sag, das ist dann jetzt wohl
nicht auf Beidseitigkeit beruhend
und damit müssen wir umgehen können.
Und da sind wir wieder beim Schritt davor.
Und last but not least, das hab ich aber
auch schon genannt, ist halt dieses, die
Aufmerksamkeit vom Ergebnis wegnehmen
und auf den Kontakt verschieben.
Präsenz statt Performance in diesem Sinne.
Also anstatt im Kopf beschäftigt
zu sein mit, mag die Person mich?
Wie wirke ich grade?
Wie bekomme ich denn jetzt XYZ?
Was müsste ich jetzt tun,
sagen, anbieten, zuerst machen?
Hin zu, was nehme ich na-- wahr?
Was passiert hier grade zwischen uns?
Wie nehme ich den Kontakt wahr?
Wie nehme ich mein Gegenüber wahr?
Und zwar nicht in der
Analyse, sondern im Spüren.
Das sind zwei unterschiedliche Dinge.
Das eine ist, ich beobachte, versuche
dann, die Sachen zu analysieren und
daraus 'n, 'n Ergebnis zu machen.
Hin zu, ich bin wirklich da.
Und dann spüren wir nämlich auch, wenn
jemand nicht mit uns ver-- in Verbindung
ist oder sein kann oder sein will.
Und dann können wir Verbindung
erleben, ohne dass wir daran festhalten
müssen und die uns sozusagen so
fast schon erzwingen müssen, weil
wir sie ja so unbedingt brauchen.
So, das waren die wichtigsten
Entwicklungsschritte, die ich so
formulieren kann, die ganz, ganz
hilfreich sind, damit wir künftig
andere Erfahrungen machen können
Und das Schleifchen dran binden möchte
ich einfach in der, in dem Moment
einmal sagen: Wenn du dich in dieser
Folge erkannt hast, dann ist mir ganz
wichtig zu sagen: Es ist kein Problem,
dass du dir Verbindung wünschst.
Es ist auch kein Problem,
dass du diese Sehnsucht hast.
Es ist auch kein Problem, dass du
Nähe möchtest, 'ne Partnerperson
möchtest oder Ähnliches.
Das sind alles zutiefst
menschliche Bedürfnisse.
Die Frage ist nur: Kannst und willst du?
Und die Frage liegt hier eigentlich
mehr auf dem Willst, weil das Können
können wir, wir können das lernen.
Aber willst du lernen, diese Bedürfnisse
in dir so zu halten, dass andere Menschen
nicht mehr dafür ver-verantwortlich
gemacht werden, sodass du sie nach
außen ver, ver-- wie sagt man?
Verkommun-- sodass du sie nach außen
kommunizieren kannst, ohne daran so,
hmm, festzuhängen, dass sie unbedingt
erfüllt werden müssen von dieser Person.
Und vielleicht kannst du als letzten
Gedanken, den ich noch so mitgeben möchte,
genau die Situation, wo du dich jetzt
in der Vergangenheit abgelehnt gefühlt
hast, nicht als Beweis mehr nehmen,
dass etwas mit dir nicht stimmt und du
irgendwas an dir grundlegend verändern
musst, was deinen Charakter oder deinen
Auftritt oder sonst was angeht, sondern
vielleicht kannst du's eher als die
Einladung nehmen, die ich schon am Anfang
benannt habe, nämlich dass hier eine
Entwicklung ansteht, dass da ein Schritt
ansteht, der sich angeschaut werden
möchte, dass da ein Bedürfnis ist, was
geowned werden möchte und gehalten werden
möchte, und zwar vor allem von dir.
Und dass da Erfahrungen und Verletzungen
sind, die gehalten werden möchten.
Und ich kann dich nur einladen, mein Herz-
Wenn du möchtest, lass dich
dabei unterstützen, weil es ist
nicht so leicht, wenn wir das
bisher noch nie gemacht haben.
Und es ist es so wert und es ist mehr
das Geld wert, da sich unterstützen
zu lassen, als sich irgendwelchen
strategischen Flirt-Support zu holen,
der nicht das Bedürfnis befriedigen
wird, was du haben möchtest.
Promised.
Und ich habe wirklich tolle Menschen
kennengelernt, die zwanzigtausend
Euro ausgegeben haben für ein Jahr
Flirt-Coaching-Support und einfach nicht
an dem Punkt angekommen sind, wo sie
sagen würden: "Ich fühle mich wirklich
im Herzen mit anderen Menschen verbunden.
Ich fühle mich wirklich gesehen,
wirklich gemeint, wirklich gehalten.
Ich fühle mich liebenswert.
Ich muss für Liebe nicht arbeiten.
Ich muss mich nicht verstellen.
Ich muss mich nicht beweisen, sondern
ich werde geliebt, wie ich bin." Und die
einfach sich immer noch danach sehnen,
diese Art von Verbindung zu haben.
Und die ist possible, wenn wir
mutig sind, uns verletzlich
zu machen und hinzuschauen.
Und solltest du jetzt merken, dass
du da gerne Support von mir hättest
und offen dafür wärst, das in einer
kleinen, intimen Gruppe zu bearbeiten,
über mehrere Monate gut begleitet und
eben mit anderen Menschen, denen es
ähnlich geht, gemeinsam zu wachsen,
gemeinsam zu reflektieren, gemeinsam
offener und verbundener zu werden,
dann schau mal in die Show Notes, da
findest du einen Link, da kannst du ganz
unverbindlich mal dein Interesse bekunden.
Und wenn genügend Menschen sich
zusammenfinden, dann können
wir da was gemeinsam starten.
So, und damit Schleifchen dran gebunden.
Es würde mich unfassbar interessieren,
was bei dir hängen geblieben ist.
Was waren so die, die Sätze, die
Erkenntnisse, die am meisten so
'n: "Autsch, aber, mmh, gut, dass
ich's gehört hab", verursacht haben.
Wo sind vielleicht Fragen offen geblieben
oder so 'n: "Oh, das muss ich noch mal
ein bisschen genauer erklärt bekommen.
Das habe ich noch nicht verstanden." Ich
würde dich einfach einladen: Schreib mir.
Schreib mir, wenn du dich gesehen
gefühlt hast, wenn du dich nicht
gesehen gefühlt hast, wie auch immer.
Lass uns ultra gerne in
den Austausch dazu gehen.
Ich hör immer sehr, sehr gerne von euch.
Ihr könnt mir über Telegram
schreiben, über Instagram.
Dürfen auch Sprachnachrichten sein,
wenn sie nicht so ultra lang sind.
Du darfst mir per E-Mail schreiben.
Alle Kontaktmöglichkeiten
findest du in den Show Notes.
Und ansonsten würde ich mich wahnsinnig
freuen, wenn du mir einfach nur 'ne
kleine Reaktion, wenn du bei Spotify
oder YouTube das Ganze hörst, einfach
'ne kleine Reaktion dalässt in den
Kommentaren, weil das zeigt dem
Algorithmus, dass das was Gutes war.
Es zeigt mir, dass ich von euch
gehört wurde, von dir gehört wurde.
Und sei das nur ein kleines Emoji, was
jetzt gerade da ist oder ein, ein Satz,
ein Takeaway, freue ich mich immer
wahnsinnig doll und du hilfst mir damit,
noch ein paar mehr Menschen zu erreichen,
was für mich ganz, ganz wichtig ist,
weil mir liegen diese Reisen und diese
Entwicklungen sehr, sehr am Herzen.
Also dann bis zum nächsten Mal.
Ciao, ciao.