mach's mit - Der Podcast

Empowering. Embodied. Berührend. Echt.

Endlich die Verbindung erleben, nach der du dich sehnst - statt weiter Ablehnung zu erfahren

14.08.2026 62 min

Zusammenfassung & Show Notes

Du wirst nicht gewählt, obwohl du so viel zu geben hast? Du gibst dir Mühe, gehst auf Menschen zu - und trotzdem erlebst du eher Enttäuschung, Abstand oder das Gefühl, abgelehnt zu werden ohne richtig gesehen zu werden? Die Lösung liegt oft nicht dort, wo du bisher gesucht und optimiert hast.

Lass uns gemeinsam in die Tiefe schauen, warum du die Verbindung, die du dir so sehr wünschst, gerade noch nicht bekommst. Und was es braucht, damit du endlich neue, verbindende Erfahrungen machen kannst.

Ich nehm dich wieder hautnah, ehrlich und verletzlich mit, damit du weißt, dass du nicht allein bist. 💕✨ Und gebe dir wie immer was an die Hand, um (wieder) in deine Selbstwirksamkeit, Lebendigkeit und Lebensfreude zu kommen.💕✨  

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Ich freu mich sehr auf Austausch mit dir!
LASS MICH SO GERN WISSEN: Was hat dich berührt? Was waren deine Erkenntnisse?
💌 Schreib mir so so gern! 💌z.B. über die Kommentar-Box, per Email an hello@machs-mit.com oder über Instagram: @machs_mit. 💌
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Die Folge ist vor allem für dich, wenn...
... du dich nach mehr Verbindung, Nähe und echten Beziehungen sehnst – aber immer wieder erlebst, dass andere auf Abstand gehen, Begegnungen oberflächlich bleiben oder du dich nicht wirklich gewählt oder gesehen fühlst.
... du wiederkehrend Einsamkeit, Frust im Dating, Schwierigkeiten mit Nähe, oder Zurückweisung erlebst und dich fragst, was du anders machen sollst.

Darum geht's in der Folge:
✨Warum wir wiederholt Ablehnung, Distanz oder Einsamkeit erleben, obwohl wir uns so bemühen
✨Welche Dynamiken wir unbewusst erzeugen, die Verbindung erschweren
✨Was andere Menschen in uns wahrnehmen, wenn wir immer wieder Ablehnung erfahren
✨Warum "bessere Strategien", mehr Analysen, "Flirt-Hacks" und „mehr versuchen“ nicht zum gewünschten Ergebnis führen
✨neue Perspektiven darauf, was echte Verbindung tatsächlich ermöglicht
✨Welche zentrale Rolle die Angst vor Ablehnung spielt und wie wir wirklich mit ihr umgehen können, damit wir endlich neue, verbindende Erfahrungen machen können
 
Wichtigste Stichworte der Folge: Einsamkeit, Ablehnung, Bedürftigkeit, Verletzlichkeit, Beziehungsmuster, Selbstreflexion, Attunement, Veränderung, Persönlichkeitsentwicklung, Verbindung, Nähe, Beziehungen, Dating, Intimität, Anspruchshaltung

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Einmal im Monat erforschen wir eine andere "Zutat" oder Erfahrung oder Qualität und du kannst üben, zu spüren, was du wirklich willst. Kannst üben, danach zu fragen. UND dich dann voll und ganz ins Empfangen fallen zu lassen.

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Transkript

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Mach's mit. Und heute ist es eine Folge, wo ich sagen würde, das ist eine Selbstreflexionsfolge, zumindest eine Einladung dazu. Und sie wird vielleicht an manchen Punkten unbequem sein, aber wenn du kannst, würde ich dich einladen, dabei zu bleiben, weil ich glaube, dass das, was wir uns da angucken, unfassbar wichtig ist und Eigentlich ein großer Pain Point ist und wir, wenn wir uns da mal ehrlich zusammen hinsetzen und du vielleicht so ein bisschen das Gefühl hast, als hätte ich dich so an der Hand, dass wir also da gemeinsam durchgehen Step by Step, dann ist es vielleicht auch wirklich möglich, mal an diesen Schmerzpunkt, den wir ja irgendwie vielleicht immer wieder erleben, endlich 'nen ganz wichtigen neuen Schritt zu gehen, 'ne neue Erkenntnis zu haben und vor allem den wichtigen ersten Shift einzuläuten, den es braucht. Und wenn ich mal so das Thema grob umreißen würde, wann du dir heute unbedingt was mitnehmen solltest und vielleicht sogar was zum Schreiben hinlegen solltest, dann ist es zum einen, wenn du die Erfahrung machst, dass Menschen sich von dir entfernen, obwohl du Verbindung dir wünschst. Also wenn du die Erfahrung machst, dass du nicht in diese Art von Verbindung mit Menschen kommst, wie du's gerne hättest. Oder noch ein bisschen allgemeiner gefasst, weil auch darauf lässt sich anwenden, warum wir so oft nicht das bekommen, wonach wir uns eigentlich am meisten sehnen, gerade wenn's auch um Verbindung geht, also wenn wir uns eine bestimmte Tiefe oder eine bestimmte Qualität von Verbindung wünschen oder eine bestimmte Art von Miteinander, ne? Dass ich zum Beispiel das Gefühl hab, oh, ich möchte endlich diesen Menschen treffen, mit dem ich mich gesehen fühle oder wo ich mich gewählt fühle oder wo ich mich priorisiert fühle und so weiter. Also wenn das so die Wünsche sind, die in uns lebendig sind, ob jetzt nun wir Single sind oder in einer Beziehung oder in Beziehungen. Es gibt Dinge, die wir uns heute angucken dürfen, die uns genau davon abhalten, das zu bekommen, wonach wir uns eigentlich so sehr sehnen. Und daher heute 'ne, ja, verletzliche Selbstreflektionseinladung. Und, ja, ich hoffe, dass ich dir dafür die Hilfestellung geben kann, die sich gut anfühlt. Also ich nehm dich mal als Allererstes noch mal so ein bisschen mehr rein in: Worum geht's mir heute? Welches Thema greifen wir uns sozusagen? Und ich geb dir mal ein Beispiel, aber wie gesagt, es ist nicht nur dieser eine, dieser eine Fall, den wir uns heute angucken. Aber ich seh das eben sehr oft genau in diesem Kontext, deshalb nehm ich mir den jetzt mal raus. Also wir stellen uns vor, wir sind auf einem Workshop. Da sind Menschen, die findest du spannend. Und vielleicht bist du auch mit der Hoffnung in diesen Workshop gekommen, Verbindung zu finden, vielleicht auf Begegnungen. Vielleicht gibt es was Bestimmtes, wo du einfach merkst: "Och Mann, mein Herz sehnt sich einfach so sehr danach." Ja. Ich erinnere mich zum Beispiel an einen Klienten von mir, der ganz oft sagt: "Ja, ich, ich wünsche mir eigentlich diese Art von tiefer Verbindung mit Menschen", die er gleichzeitig aber noch nicht so oft erlebt, wie er sich das eben wünscht. Und mit diesem Wunsch im Herzen kommen wir ja auch ganz oft in solche Räume, die eben auch so was versprechen, ne. Sind das vielleicht consent-based Räume, tantrische Räume, hm, Temple Nights und all diese Dinge. Das heißt, wir gehen da mit 'nem, mit 'ner Sehnsucht in unserem Herzen rein. Vielleicht bist du sogar mutig und gehst auf Menschen zu oder, ne, gibst dir einfach Mühe. Wir sind ja alle am Ende des Tages nur Menschen dort. Und vielleicht machst du aber immer wieder die Erfahrung – nicht vielleicht jedes Mal, aber irgendwie zu oft, als dass man sagen könnte, es war einfach nur ein schlechter Tag. Vielleicht machst du einfach diese Erfahrung: Die Gespräche, die du eigentlich führen möchtest, die Begegnungen, die du eigentlich gerne hättest, die haben andere, aber du nicht. Andere werden ausgewählt, andere kommen leichter in Kontakt, andere sind irgendwie in der Art von inniger Verbindung, die du dir wünschst. Und dann ist natürlich irgendwie ganz verständlich, dass wir dann irgendwie am Ende des Tages dasitzen und uns fragen: Warum ist denn das so? Warum ist das jetzt für diese Person so leicht gewesen und für mich nicht? Warum gehe ich heute gerade wieder leer aus? Vielleicht ist sogar die Frage da: Was mache ich falsch? Und ganz oft höre ich die Frage: Was muss ich ändern, um zu bekommen, was ich mir so sehr wünsche? Und vielleicht kennst du diese grundsätzliche Situation von: Ich will irgendwas ganz unbedingt und dringlich und bekomm's aber immer wieder nicht und werde immer wieder enttäuscht. Zum Beispiel aus Workshops, aus Dating, vielleicht auch aus Freund:innenschaften, aus Partner:innenschaften. Wir können das auch wunderbar im Berufsleben erleben. Also du siehst vielleicht schon hier- Die Möglichkeiten, wo uns das begegnen kann, sind mehr als nur dieser Workshop-Kontext. Aber natürlich ist es der Kontext, in dem ich mich viel bewege, wo ich viel beobachte und ich wäre ja nicht ich. Ich weiß nicht, ob dir das vielleicht schon aufgefallen ist, aber ich bin ja ein Mensch, ich liebe es, Dingen auf den Grund zu gehen. Also wenn ich irgendwas sehe, irgendein Muster sehe, dann geht in mir immer der innere Forscher, die innere Forscherin an und ich möchte gerne der Sache auf den Grund gehen. Ich möchte gerne verstehen, was passiert in der Person, was nehmen andere Menschen wahr? Und dann frage ich mich eben auch ganz oft: Was braucht es denn eigentlich hier, damit die Person eine andere Erfahrung machen kann? Und genau diese Forschung, in Anführungsstrichen, möchte ich heute mit dir teilen. Also ich mag ein bisschen mit dir auf die Ursachenforschung gehen, aber auch dir dann zeigen, was ist denn eigentlich, wie kommt man denn da eigentlich raus? Wie kreieren wir uns nicht immer wieder die Erfahrungen, die wir eigentlich nicht machen wollen? Weil, und das sei hier schon mal vorweggenommen, also das können wir uns mal grundsätzlich merken übrigens- Wir haben als Menschen die Tendenz, uns genau die Orte und Gelegenheiten und Menschen zu suchen, mit denen wir erst mal sehr oft die Erfahrungen wiederholen, von denen wir uns eigentlich wünschen, dass wir sie anders machen. Ja, also eigentlich wünsche ich mir einen total liebevollen Menschen als meine Beziehungsperson und bekomme aber irgendwie den Narzissten schlechthin. Oder ich wünsche mir eigentlich, dass ich mich gesehen und, ähm, gewertschätzt f-fühle, aber irgendwie schaffe ich's immer, dass ich genau das Gegenteil davon erlebe. Und es klingt so paradox und wir gucken uns das nachher eben auch an, was da eigentlich im Inneren passiert, dass diese, dieses Paradoxe passiert. Aber wir beobachten das sehr oft, dass wir eben ganz besonders zum Beispiel in solchen Healing Spaces, ja, wo wir also wissen, da geht es um Verbindung. Da ist so 'ne, so 'n Versprechen im Raum von: Hier kannst du tief gehen, hier kannst du dich öffnen, hier kannst du mit anderen Menschen in Verbindung kommen. Dass auch Menschen wie du vielleicht dorthin kommen, die sagen: "Das ist für mich noch schwer. Es ist eher noch eine Sehnsucht, als dass ich sage, das würde mir schon total leichtfallen." Und teilweise sehe ich eben, dass Menschen über Jahrzehnte immer wieder in solche Kontexte gehen und immer wieder die Erfahrung machen: Ich werde abgelehnt, ich bekomme nicht die Erfahrung, die ich mir wünsche und hab in meiner ganzen sozusagen Zeit, in der ich mich in diesen Räumen bewege, ob jetzt als Teilnehmende oder als facilitatende Person, so oft erlebt, was Menschen sich dann für Geschichten erzählen, woran das liegt. So oft gesehen, was dann für Schutzmechanismen anspringen, die uns davon abhalten wollen, den Schmerz zu spüren, der da eben auch teilweise mit einhergeht und sehe aber eben dadurch, dass wir uns mit all dem nicht auseinandersetzen, dass diese Erfahrung immer wiederholt wird. Und entsprechend wird der Raum, der eigentlich auch einlädt und konfrontiert in dem Moment ja auch mit den Mustern, die wir in dem Moment eben ganz offensichtlich da sich ausspielen haben, dass wir verpassen, diesen Moment zu nutzen als Einladung, genau da eben hinzuschauen und gegebenenfalls andere Entscheidungen zu treffen, andere Dinge zu tun und eben auch zu sehen, wo hab ich vielleicht noch Nachholbedarf und kann eben an mir ein Stück weit arbeiten, damit ich andere, neue, bessere Erfahrungen machen kann. Weil unser System ist ja schon sehr klug, denn es stimmt, dass du in diesen Räumen die Erfahrung machen kannst, nach der du dich sehnst, aber nicht ohne die entsprechende Selbstreflexion und Selbstarbeit. Und dafür mag ich dich heute eben ein bisschen an die Hand nehmen. Was es dafür braucht. Und als Allererstes, weil wir heute uns eben explizit auch noch mal auf dieses Bedürfnis nach Verbindung beziehen, möchte ich als Allerallererstes, bevor wir in irgendeine Analyse eintauchen, sagen: Dieses Bedürfnis ist absolut valide. Alle Menschen haben dieses Bedürfnis. Kein Mensch kann ohne menschliche Verbindung zu anderen Menschen wirklich überleben. Wir haben mal diese, ne, vielleicht hast du's schon mal gehört, es gab mal diese, äh, schreckliche Studie, wo sie versucht haben, Kindern nur, also Babys, nur das Wesentliche zu geben, also sozusagen Nahrung, aber keine Verbindung und die Kinder sind gestorben. Die sind ganz doll elendig eingegangen, weil wir Menschen sind auf Verbindung gepolt. Das heißt, wenn du in dir spürst, ich sehne mich nach 'nem anderen Menschen, ich wär gerne in 'ner Partner:innenschaft oder ich wär einfach gerne mehr mit anderen Menschen in einer, in Verbindung. Ich würde mich gerne zum Beispiel auch mehr gesehen fühlen. Also dass ich das Gefühl habe, ich bin wertvoll, ich bin liebenswert, ich werde gewählt. Ja, also auch dass dieser Wunsch, gewählt zu werden, ist zutiefst menschlich. Der Wunsch, dazugehören zu wollen, der Wunsch nach Nähe, alles absolut menschlich. Und wir können uns relativ schnell erzählen oder bekommen auch ja zu hören und deshalb heute immer ein bisschen Vorsicht, wenn ich in diese Richtung sozusagen Dinge erkläre, sich nicht die Geschichte zu erzählen, ich bin bedürftig und das ist schlecht. Sondern das ist erst mal ein Umstand, der 'ne Tatsache ist. In dir ist ein Bedürfnis and that's okay. Was wir uns eben angucken dürfen, ist, was sagt das? Was mache ich damit? Und so weiter. Aber das Allerwichtigste, was wir uns jetzt erst mal merken wollen, ist, deine Sehnsucht macht Sinn. Ergibt Sinn, ist total okay. Darfst du haben. Gilt für jedes andere Bedürfnis by the way auch. Also egal, wo wir gerade stehen, ich hatte gerade letztens erst wieder ein Gespräch mit einer potenziellen neuen Klientin und hab ihr auch einmal sagen dürfen, so dein Bedürfnis nach zum Beispiel Langsamkeit oder nach 'ner Intimität, die sich für dich gut anfühlt, wo du sagst, darauf hab ich mehr Lust, ist absolut valide. Und nur weil jemand sagt, deine Langsamkeit ist für mich anstrengend, heißt das nicht, dass deine, dein Bedürfnis weniger wert ist oder dass du das womöglich noch wegmachen müsstest. So, also erst mal, wir halten fest: Bedürfnis ist gut. So, jetzt ist das Spannende, dieses paradoxe Muster sich anzugucken, was ich schon ein bisschen angedeutet hatte. Nämlich- Was ich irgendwie spannend, also in mir, ne, wie gesagt, kleine Forscherin, große Forscherin. Was ich immer total spannend finde, ist, dass etwas in uns, was mit dieser Sehnsucht zusammenhängt, gleichzeitig verhindert, dass wir genau das bekommen können, wonach wir uns sehnen. Also das haben wir ultra oft. Mal ein ganz kleines anderes Beispiel, ja. Meine Partnerperson zum Beispiel sagt: "Ich möchte eigentlich eine bestimmte Art von Tiefe und gesehen werden." Gleichzeitig wirkt in ihr eine Angst, die sagt: "Ich weiß nicht, ob das sicher ist, mich mit all meinen Facetten und all meinen Quirks und all meinen Unsicherheiten zu zeigen." Versteckt sich also damit in den Momenten, wo sie unsicher ist, was dann dazu führt, dass sie aus der Verbindung rausgeht, was dazu führt, dass sie weniger Verbindung hat und ich weniger Andockstelle, um mit ihr in Verbindung zu gehen. Dann sage ich ihr das und sage so: "Hey, übrigens, ich kann dich gerade nicht so gut fühlen. Ich bin gerade nicht so richtig mit dir in Connection." Und dann erkennt sie wieder: "Scheiße, ich habe wieder versucht, mich zu schützen, weil ich mich nicht verletzlich machen wollte, aber habe mir damit genau das genommen, was ich eigentlich will, nämlich Verbindung und Tiefe und Nähe." Das heißt, wenn wir jetzt mal hier in dieses Muster eintauchen, was wir uns heute genauer angucken, dann startet das. Also wenn man mal so dieses, wie so einen Ablauf von so die Kette, die, die, wie sagt man? Die, hm- Sozusagen der, die Schleife, dieses System, was wir uns da innerlich gebaut haben, ja. Das beginnt mit einer sehr starken Sehnsucht nach Verbindung und gleichzeitig einem Mangel an Verbindung. Das ist so unsere Ausgangslage, ja. Und gerade wenn wir diesen Prozess, also diesen, den ich gleich dir zeige, ein paar Mal durchgemacht haben, dann sehen wir auch, dass es sich halt diese Sehnsucht verstärkt, ne. Weil je mehr wir eben etwas nicht bekommen haben, desto größer wird unser Mangel. Das heißt, unser kluges System sagt: Ich hab Sehnsucht nach Verbindung, also gehe ich in Räume, wo ich Verbindung haben kann, was ja erst mal klug ist, ja. Das heißt, diese Menschen, vielleicht auch du, gehst also in Kontakträume, in Embodiment Räume, in Dating nahe Räume, in tantrische Räume, in Räume einfach, wo's um Verbindung geht. Gleichzeitig läuft aber eben ganz oft die Angst mit: Was ist, wenn ich nicht bekomme, was ich brauche? Nämlich Verbindung. Und eben in den, in vielen Fällen ergänzt durch die ja schon oftmals erlebte Erfahrung, dass ich's nicht bekommen habe. Also je öfter wir diese negative Erfahrung gemacht haben in den Räumen, weil wir uns halt noch nicht angeguckt haben, was da eigentlich grade unten drunter wirkt, desto häufiger haben wir diese Angst bestätigt auch schon, ja. Das heißt, da ist eine Wunde, die ursprünglich irgendwann mal entstanden ist, zum Beispiel aus einfach sehr, sehr wenig körperlichem Kontakt und Liebe und Nähe, die vor allem bedingungslos war in unserem Aufwachsen. Grade, grade, grade bei männlich sozialisierten Menschen. Grade da ist oft eine Vernachlässigung auf emotionaler Ebene zu beobachten in-- schon ganz, ganz früh. Und dann kommt halt noch da erschwerend hinzu, ich glaube, ich hab das schon in einigen Podcast Folgen gesagt, aber werde nicht müde, das zu sagen, weil's so wichtig ist, sich daran zu erinnern. Dann kommt halt zusätzlich die Erfahrung durch unsere Sozialisierung, dass Männer seltener wirklich nahe, emotional nahe, körperlich physische nahe Beziehungen mit anderen Männern haben, ne. Weil das ja immer ganz schnell irgendwie als das wäre nicht männlich, das wäre Quote Unquote schwul, was ich ganz, ganz problematisch finde, das überhaupt damit in Verbindung zu setzen. Aber da wird einfach eine Barriere geschaffen, dieses Bedürfnis auf irgendeine Art und Weise gestillt zu bekommen. Das heißt, der ganze Fokus geht darauf, ich brauche eine Partnerin dafür, weil nur die kann mir das geben. Was natürlich 'n absoluten Druck macht auf allen Ebenen, aber dazu gleich 'n bisschen mehr. Das heißt, während wir in diese Räume gehen, um unsere Sehnsucht zu stillen, ist da gleichzeitig diese Angst, abgelehnt zu werden, nicht gewählt zu werden, nicht attraktiv genug zu sein, nicht dazu zu gehören, ne. Die wirkt irgendwie unterschwellig mit. Und je nachdem, wie gut wir damit in Kontakt sind oder nicht, ich sag das ja immer ganz gerne so, unsere Anteile, in dem Falle eben der ängstliche Anteil. Wenn wir dem nicht Raum geben, wenn wir nicht anerkennen, dass der da ist, sondern so tun, als wär der nicht da, weil richtige Männer haben ja keine Angst zum Beispiel, ja. Oder das wäre ja unbequem, wenn ich die jetzt habe, weil die macht mich ja immer so ein bisschen bewegungsunfähig und so weiter. Also wenn ich die wegdrücke, dann ist das immer dieses Bild, was ich bestimmt schon tausendmal gegeben habe von einem Korken, den ich unter Wasser drücke. Den kannst du dann nur für eine gewisse Zeit halten und wenn du mal irgendwo deine Aufmerksamkeit woanders hinlaufen lässt, dann ploppt der hoch und zwar mit einer Intensität, die dich dann halt wirklich behindert. Das heißt, wenn diese Angst unterschwellig wirkt und je weniger wir uns dessen bewusst sind und je weniger wir auch dem schon mal Raum gegeben haben, desto mehr wirkt die unterschwellig. Das heißt, du merkst das dann vielleicht, indem du merkst, ich werd unsicher in so einem Raum oder ich beobachte mich die ganze Zeit total selbst. Ich hab die ganze Zeit einen inneren Dialog. Also wie oft ich das schon erlebt habe mit Menschen, wo ich gemerkt hab, sozusagen, das Gegenüber ist so unsicher, dass es nicht mal wahrnimmt, was wir eigentlich im Kontakt miteinander haben, sondern ich einfach merke, in dir ist ein so lauter Dialog am Laufen, dass unser Dialog hier gerade gar nicht ankommen kann. Also vielleicht beobachtest du das in dir, ne, dass dann irgendwie viele Fragen sind, so wie, was soll ich jetzt machen und was ist jetzt wichtig? Und dieses wirklich in dem Moment im pr-präsent da zu sein, zu erleben, den Körper zu spüren, mitzumachen, die Menschen wahrzunehmen, geht halt total unter, weil wir so mit uns selber beschäftigt sind. Und eben das ja irgendwie auch immer so ein System ist, was sich selber verstärkt, ja. Das heißt, der wichtigste Moment, der passiert, ist zum einen, ich verlier meine Präsenz mit mir selber und den anderen Menschen und damit die Grundlage für jegliche Verbindung: Präsenz. Und wenn diese Energie von "Ich hab hier 'ne starke Sehnsucht und 'nen starken Mangel", wenn ich die nicht bewusst habe und dazu gehen wir ja später noch mal ein bisschen drauf ein, was es also entsprechend braucht eigentlich. Wenn ich die mit mir noch nicht integriert habe, dann kommt diese Energie spürbar beim Gegenüber an als entweder drängende oder bedürftige. Also drängend wäre sozusagen, ich komm auf dich zu und ich will was von dir. Bedürftig wäre eher ein ich ziehe. So mein-- energetisch ziehe ich. Und vielleicht hast du das selber auch schon mal erlebt, hast-- kannst es ein bisschen nachvollziehen. Vielleicht ist das noch 'n nicht so greifbares Konzept für dich. Aber was ich dir definitiv sagen kann aus der eigenen verkörperten Erfahrung, als auch aus der, aus vielem Austausch mit anderen Menschen: Solche Energien, wenn ich wirklich stark in mir habe, ich möchte heute unbedingt diese Nähe erleben oder ich möchte unbedingt mit dieser Person üben, weil ich mich in die jetzt schon hier eingeschossen habe. Das ist spürbar. Und die Reaktion, die wir im Gegenüber meistens dann beobachten, also wenn wir jetzt erst mal rausnehmen, was bei der anderen Person passiert, was nämlich ganz spannend ist, was wir auch noch gleich anschauen dürfen. Was ich nur beobachte dann plötzlich, ist, die anderen Menschen gehen auf Distanz. Ich werd abgelehnt beziehungsweise ist das mein Gefühl. Ich werd abgelehnt, ich fühl mich nicht verstanden, ich fühl mich nicht gesehen. Und dann haben wir dieses sich selbst verstärkende Ding von: "Aha, siehst du, hab ich wieder die Erfahrung gemacht." Und was ich halt sehr oft beobachte in Solchen Kontexten, ne. Zum einen, weil ich halt mit meinen Klient:innen spreche und höre, was bei denen halt an solchen Tagen passiert, teilweise aber auch durch Beobachtung, ist, dass dann der, die Tendenz ist und das ist 'ne Schutzreaktion, das dürfen wir uns einfach in dem Moment mal ganz bewusst machen, dass die Tendenz ist, in Analysen und Storys sich zu verhängen. Also sich zum Beispiel zu fragen: Warum hat es nicht funktioniert? Dann da ewig zu sortieren und zu sagen: "Ah ja, guck mal, hier war das, da war das, da war der Mensch, da war das." Oder der Klassiker auch mal zu, zu schauen, so hast du Selbstabwertung in dem Moment laufen. Erzählst du dir dann die Geschichte: "Ah, das liegt daran, dass ich nicht attraktiv genug bin. Das liegt daran, dass ich zu alt bin. Das liegt daran, dass ich nicht interessant genug bin. Das liegt daran, dass ich zu introvertiert bin." Oder beobachtest du in solchen Momenten, dass du in die Vermeidung gehst und sagst: "Ich will mich gar nicht mit diesem Gefühl auseinandersetzen. Ich versuche jetzt einfach mal, das gar nicht an mich ran zu lassen. Ich, ich ignoriere einfach, dass da jetzt eine Ablehnung war." Vielleicht kommt sogar dann eine Abwertung der anderen Menschen. Ne, wenn man sich schon nicht selber verletzt, dann verletzt man sozusagen innerlich die anderen und sagt: "Die anderen sind oberflächlich, ähm, die wollen nur einen bestimmten Typ Mensch, Typ Mann", wie auch immer. "Und das bin ich nicht." Dann: "Denen entgeht was", so nach dem Motto. Oder: "Die wollten mich gar nicht aufnehmen." Das Spannende an dieser Stelle ist, dass vieles davon oftmals nicht stimmt beziehungsweise auch nicht den ausschlaggebenden Punkt gibt, warum wir diese Ablehnung erfahren, sondern das, was wirklich der Hintergrund ganz oft ist von dieser Erfahrung, ist, Menschen spüren, wie viel bei dir auf dem Spiel steht in Bezug darauf: Werde ich gewählt oder werde ich nicht gewählt? Komme ich in Verbindung oder komme ich nicht in Verbindung? Das heißt, das, was ich ganz oft beobachte und auch höre, ist, dass viele den Fehler machen, an diesem Punkt sich zu fragen: Was muss ich anders machen, um andere Ergebnisse zu bekommen? Also dass dann strategisch überlegt wird: Wie kann ich bessere Resonanz erzielen? Wie kann ich mehr Interesse wecken? Wie kann ich sichtbarer werden? Wie kann ich besser mit der Konkurrenz umgehen? Wie kann ich mich sozusagen hervortun? Aber das Wichtige und das möchten wir hier einfach mal gerade so in so 'nem farbigen Kasten hervorheben- Alle diese Fragen sind weiterhin im Außen. Alle diese Fragen sind weiterhin Strategie. Das ist alles wahnsinnig verkopft und ver-vermisst sozusagen einen ganz wichtigen Punkt, nämlich das bei dir sein und das mit dir verbunden sein. Dazu gleich ein bisschen mehr. Aber wir merken uns erst mal, diese Fragen von: Was muss ich tun, damit ich das nächste Mal was anderes bekomme, ist eine Strategiefrage und da fehlt etwas ganz, ganz Wichtiges. Gleich dazu mehr. Das heißt, als Erstes merken wir uns mal: Aha, vielleicht habe ich die Tendenz, A, dem tatsächlichen Gefühl von was da gerade passiert ist, aus dem Weg gehen zu wollen, indem ich entweder mich selber oder andere Menschen abwerte oder das ganze Thema überhaupt vermeide und versuche dann erst mal rauszufinden, was muss ich beim nächsten Mal anders machen, damit ich diese unangenehme Erfahrung nicht mehr mache. Was ja erst mal 'ne kluge Sache ist, aber eben wenn wir nicht an der richtigen Stelle schauen, machen wir diese Erfahrung einfach immer wieder. Und der zweite Punkt, den ich noch hingeben möchte, ist: Diese Fragen, wie kann ich, was muss ich sozusagen anders machen, um andere Ergebnisse zu bekommen? All diese Fragen sind weiterhin ein Fokus aufs Ziel. Und das, was du dabei absolut verpasst, ist den Menschen, der dir gegenüber ist oder die Menschen, die dir gegenüber sind. Das heißt, wenn es um Verbindung geht, dann dürfen wir nicht immer nur auf unser Ziel gucken, sondern es geht letztlich um den Menschen vor uns und dessen Perspektive, dessen Wahrnehmen, wie da sozusagen das Miteinander ist. Das geht total verloren, wenn wir die ganze Zeit uns immer nur strategisch fragen: Was muss ich jetzt machen? Wie muss ich mich, ich mich jetzt halten, um jetzt möglichst gute Ergebnisse erzielen zu können? Und das ist eben genau das, was ich ganz, ganz schwierig finde an dieser ganzen Pick-up-Artist-Szene, weil die verkauft dir, dass du nur hier die X-Strategien fahren musst und dann kriegst du alle Frauen, die du haben möchtest. Was du aber dabei weiterhin verpasst, ist echte Verbindung. Ich hab viel mit Pick-up Artists, äh, leider zu tun haben müssen, weil sie sich ja auch Menschen zum Üben und zum Anwenden suchen. Und ich kann dir sagen, das sind definitiv Menschen, mit denen ich nicht in Verbindung gehen möchte. Und das liegt nicht an den Menschen, sondern es liegt an der Art und Weise und an dieser Strategie und dem Spürbaren: Du bist weder mit mir in Kontakt noch mit dir in Kontakt. Das heißt, an der Stelle einmal kurz Recap: Wenn wir an diesem Punkt, wo wir diese Erfahrung gerade machen, die wir eigentlich nicht machen wollen Nicht hinschauen und weiterhin in der Strategie bleiben und unseren, unser Ziel im Auge behalten und dabei den Menschen aus dem Auge verlieren. Da fehlt etwas ganz Besonderes. Und das ist nämlich a] die Frage: Wie wirke ich in all dem, was ich tue, auf andere? Also gar nicht immer zu gucken, so was kann ich jetzt alles verändern, sondern einfach sich erst mal zu fragen: Mein blinder Fleck ist, ich weiß gar nicht, wie ich auf andere Menschen wirke, weil ich so sehr mit mir selber ver-- beschäftigt bin. Oder auch sich zum Beispiel mal zu fragen, wenn ich weiß, so ich habe ja mein Interesse ausgedrückt, dann kann ich mich ja auch fragen: Wie fühlt sich denn mein Interesse eigentlich für das Gegenüber an? Weil nicht jedes Interesse, nur weil es lieb gemeint ist und positiv gemeint ist, wird auch so gefühlt, weil es wieder so viel darum geht, mit welcher Energie mache ich das. Und der wichtige Punkt, den wir eben auch nicht überspringen dürfen, ist die Frage: Ehrlich, wie geht's mir gerade? Wie geht's mir gerade mit dem, was ich hier erlebe? Und nicht das zu überspringen. Man nennt es Bypassing. Das ist 'ne Tendenz, die wir halt leider haben als Menschen, dass wir unbequeme Sachen vermeiden wollen. Aber die Sache ist halt mit dem Vermeiden wie mit dem Korken. So, die Sachen gehen nicht weg, nur weil wir so getan haben, als seien sie nicht da. So und das Wichtigere wäre eben, sich mit der Sache mal auseinanderzusetzen. Für viele Menschen ist das aber sehr unbequem. Mich inkludiert. Also es ist jetzt nicht so, dass, äh, ich denke, so jedes unbequeme Gefühl gar kein Problem. Aber ich weiß, dass ich A: mich danach besser fühle, B: ich dadurch überhaupt erst andere Erfahrungen machen kann und es einfach grundsätzlich in meinem System ruhiger ist und aufgeräumter. Weil wenn wir das nämlich nicht tun, dann fängt diese Schleife von vorne an, weil dann haben wir nämlich nur wieder gelernt, ich werd abgelehnt. Meine Angst, dass ich abgelehnt werde, dass ich nicht dazugehöre, dass ich nicht genug bla bla bla bin, ist berechtigt. Das heißt, das nächste Mal, wenn ich wieder meiner Sehnsucht folge und in so einen Raum gehe oder einen Menschen anspreche, wirkt das ja wieder unterschwellig mit. Und dann passiert im Prinzip derselbe Zyklus wieder. Ich bin wieder total in meinem eigenen Kopf gefangen und hab wieder eine Energie, die ich ausstrahle, die sagt: "Ich brauch was von dir." Und da mag ich nämlich gerne mal jetzt einhaken und eine wichtige Perspektive geben, die wir eben ganz oft in solchen Zyklen, die wir so mit uns selber ver-, verbauen, nicht bemerken und uns nicht darüber bewusst sind. Und deshalb ist das ultra spannend. Egal ob du das jetzt auch gerade ein bisschen aus der Metaperspektive hörst und dich einfach fragst: "So, was mache ich jetzt, ähm, in Momenten, wo ich eine Sehnsucht nach irgendwas hab, aber es immer wieder nicht bekomme?" Sich mal zu fragen und vielleicht sogar mal die, das Gegenüber zu fragen: "Wie nimmst du mich eigentlich wahr?" Weil zum Beispiel, wir nehmen das, äh, was ich vorhin gesagt hab von meiner Partnerperson. Wenn ich ihr sage: "Hey, in den Momenten, wo du dich zurückziehst, kann ich nicht richtig mit dir in Verbindung sein und das fühlt sich für mich dann en-entfernt an und weniger, weniger sozusagen in Herzensverbindung. Und das macht bei mir Unsicherheit beziehungsweise auch irgendwo so ein Gefühl von: Warum ist das so? Das macht bei mir Fragen auf." Und für sie war das damals, als sie, als ich ihr das mal gespiegelt hab und gesagt hab: "Hey, dein Rückzug gerade fühlt sich so und so für mich an. Kannst du zwar weiter so machen, also ich, ich schreib dir nicht vor, wie du das zu tun hast, aber hier einfach mal ein Feedback, wie sich das anfühlt", hat sie gesagt, das war das Wichtigste, was sie bekommen konnte, weil sie dann mal endlich spüren konnte, was ihr Verhalten, was sie ja auch teils als Schutz macht, im anderen Menschen auslöst und warum sie entsprechend also nicht bekommt, was sie eigentlich möchte. Das heißt- Wenn wir jetzt mal wieder in diese Situation gehen nach: Eigentlich habe ich 'n Bedürfnis nach Verbindung, dann ist halt das, was wir uns jetzt mal angucken dürfen, was nehmen andere in mir wahr? Weil wir denken, na ja, ich will doch in Verbindung sein. Ich will doch, bin doch offen, ich bin doch, bin doch bereit. Wär doch total empfangsbereit. Aber das, was die Menschen gegenüber von uns spüren, ist meistens was anderes als das, was wir senden wollen. Und das Spannende ist, was ich immer wieder beobachte: Die Menschen, die am dringlichsten sich Verbindung wünschen, sind meistens die, die die wenigste tatsächliche Sicherheit und echte Offenheit ausstrahlen. Was meine ich damit? Was ich immer wieder sehe und was wir wirklich auch immer wieder auch in Räumen erlebbar haben, ist: Menschen fühlen sich sicher miteinander, wenn sie wirklich spüren, ich darf Ja, aber auch Nein sagen. Das heißt, was immer auch ich bekomme, was auch immer ich, äh, beziehungsweise was immer ich mir wünsche, wenn ich das Gefühl habe, ich bin total frei in meiner Antwort, macht das in mir Entspanntheit, macht das in mir Vertrauen und damit Sicherheit Wenn aber wir unsere Sehnsucht nicht ownen, das heißt, wenn wir nicht anerkennen, fuck, ja, ich bin fucking unterversorgt mit Verbindung. Und wenn wir vor allem und das ist der zweite Schritt und den erkläre ich später noch mal ein bisschen, wenn wir vor allem nicht spüren und gelernt haben, diese Sehnsucht selber halten zu können. Was das bedeutet, wie gesagt gleich. Dann nehmen andere unterschwellig wahr: Du brauchst was von mir. Nicht du willst was, sondern du brauchst was von mir. Der Unterschied ist: Wollen ist, kannst du mir geben oder nicht sehen, geben. Brauchen ist, ein Nein ist eigentlich keine Option. Das heißt, die Personen spüren, du brauchst eigentlich meine Zustimmung. Ein Nein ist nicht wirklich willkommen. Und wir erzählen uns das in unserer, in unserem Kopf ja ganz oft: "Doch, es ist schon okay. Natürlich kann man Nein sagen." Wir wissen das intellektuell. Aber der Unterschied ist: Weiß unser Nervensystem das auch und denkt unser Nervensystem das auch? Oder ist eigentlich unterschwellig: "Bitte, bitte, bitte sag nicht nein. Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte sag Ja." Weil das können wir spüren. Und ein Gegenüber spürt auch, wenn da eine Bedürftigkeit ist nach Aufmerksamkeit oder nach Bestätigung, nach gewählt werden. Das heißt, solange diese innere Botschaft in uns, die wir sozusagen ja durch unser Verhalten, durch wie wir uns halten, wie wir auf Menschen zugehen oder auch nicht zugehen, wenn wir innerlich eigentlich sagen: "Bitte gib mir, was ich gerade brauche", dann entsteht ein Druck aufs Gegenüber. Dann fühlt sich dadurch ein Gegenüber nicht gesehen und nicht wohl und nicht sicher mit dir, weil ganz klar verstanden wird, ah, du brauchst mich für deine Bedürfniserfüllung, aber es geht nicht um mich. Es geht nicht darum, wie's mir geht. Es geht nicht darum, wie, wie wohl oder sicher oder gesehen ich mich fühle, sondern du willst was von mir. Und zwar so dringlich, dass ich nicht mal Nein sagen kann, wenn es sich für mich nicht mehr gut anfühlt, weil das in dir etwas als Problem aufmacht. Das heißt im Umkehrschluss, erst wenn wir wirklich spürbar vermitteln können und das ist eben nicht, was wir intellektuell uns machen können, sondern das ist die innere Arbeit, die geschehen muss. Wenn ich innerlich verkörpern kann und damit auch nach außen- Vermitteln kann. Ich wünsch mir Kontakt, aber es ist wirklich okay, wenn er nicht entsteht. Erst dann entsteh, entsteht Wahlfreiheit und erst dann können Menschen dich wirklich wählen. Ich kann da nur das beste Beispiel grade bringen aus kürzlicher Erfahrung. Eine meiner besten Freundinnen und ich, ähm, haben dieses Thema von Verbindung und wie viel das gemanagt werden muss und, und nicht schon länger. Und jedes Mal, wenn in ihr der Impuls wieder durchkommt, unsere Verbindung managen zu wollen, also wenn sie sozusagen kontrollieren möchte: "Hey, ich möchte unbedingt jetzt mit dir Kontakt haben und Verbindung haben", und versucht, dafür, mm, sozusagen, wie sagt man, Regeln aufzustellen oder Dinge schon vorher zu planen, damit es auch ja passieren kann, dann spür ich ganz klar in mir, da geht in mir alles zu, weil an dann aus der Freiwilligkeit von Verbindung – und das ist ja der Grund, die Grundlage für Verbindung, dass wir freiwillig da reingehen können – die geht in dem Moment verloren und in dem Moment fühle ich nur den Druck und das, dieses Greifen der anderen Person und muss dann immer wieder ihr zurückspiegeln: Wenn du nicht vertrauen kannst, dass wir in Verbindung kommen werden, weil ich 'n grundsätzliches Bedürfnis und Wunsch auch habe in mir nach Verbindung mit dir und du anfängst, eher ins Kontrollieren und Managen zu gehen, dann wirst du eher das Gegenteil erreichen. Und nicht, weil ich dich damit bestrafen möchte, sondern weil das die natürliche Reaktion ist, auch wenn man, wenn Verbindung gemanagt wird. Vielleicht hilft dir das so ein bisschen. Also das Wichtige ist wirklich hier: Wie können wir innerlich eine Veränderung herstellen? Und die ist eben, und das ist so wichtig gerade für meine lieben Kopfis da draußen, die sagen: "Okay, dann, dann halte ich jetzt sozusagen einfach innerlich meine neue Haltung ist jetzt, ich wünsche mir Kontakt, aber ich bin auch okay, wenn ich sie nicht bekomme." Wenn dein System das nicht glaubt und wenn dein Inneres immer noch nicht die richtigen Schritte ge-gegangen ist, dann kannst du das noch so oft in deinem Kopf als Mantra wiederholen. It's not gonna work. Das, was spürbar ist, ist das, was wahr ist. Nicht das, was wir uns im Kopf versuchen, als Mantra hier die ganze Zeit zu erzählen. So, vielleicht an der Stelle mal ein kurzer kleiner Durchatmer. Also wir haben bis jetzt schon gehört an sich, Bedürfnis nach Verbindung ist absolut menschlich. Es ist total in Ordnung, das zu haben. Wir haben uns ein bisschen schon mal das Paradoxe angeschaut an diesem ganzen Thema, dass wir eigentlich Verbindung wollen, aber uns gleichzeitig immer wieder die Erfahrung kreieren, sie genau nicht zu bekommen. Und ich hoffe, dass an diesem Punkt auch schon so ein bisschen klar geworden ist, woran es liegt, also was da wirklich für eine Energie spürbar wird. Und ich vielleicht, ich hoffe, ist in dir ein Stück weit Neugier, was jetzt eigentlich wichtig wäre zu verändern. Woran darfst du arbeiten? Was sind die wichtigen Shifts? Und ich nehme dich mal so ein bisschen mit und der wichtigste Shift, den nehme ich dir zuerst. Und dann gehe ich mit dir aber so ein bisschen durch die Entwicklungsreise mal durch und zeige dir sozusagen mal den Weg, den, den es zu gehen gilt. Mit oder ohne Unterstützung, ne? Also ich sag dazu gleich noch ein bisschen mehr. Der wichtigste Shift ist ein Shift der Aufmerksamkeit. Und zwar weg von: Wie bekomme ich?, weg vom Ergebnis, hin zu dem Erleben, das gemeinsame Spüren. Also anstatt sich zu fragen: Wie bekomme ich Verbindung?, wäre eher die spannende Frage: Wie nehme ich diese Verbindung, die jetzt gerade hier ist, mit diesem Menschen gegenüber von mir wahr? Oder wenn du dich immer oft fragst so: Wie sorge ich dafür, dass ich gewählt werde?, ist die Frage eher: Was passiert eigentlich gerade zwischen uns? Das heißt, der wichtige Shift, den wir halt tatsächlich ja auch steuern können, ist weg von dem Ergebnis, weg, wo du hin willst. Weil das ist genau dieses Verbissene macht den Druck, der uns davon abhält, genau das zu bekommen. Und es gilt, äh, sozusagen, den Fokus zu verschieben auf das gemeinsame und eigene Erleben. Und da ist wichtig, es geht um beides. Aber vor allem ist wichtig, es geht hier darum, aus dem Kopf in den Körper zu kommen. Und ich weiß aus den Menschen, mit denen ich, äh, meine eins zu eins Begleitung mache, dass was manchmal leichter gesagt ist als getan. Gerade für männlich sozialisierte Menschen. Hab ich ja vorhin schon erwähnt. Ich weiß, dass das deutlich schwerer ist für Menschen, die ihr ganzes Leben lang gelernt haben, der Kopf ist das, was mich hier nach vorne bringt. Körper und Emotionen ist was für Weicheier. Die werden aber immer wieder diese Erfahrung machen, dass sie nicht wirklich die Verbindung erleben. Und damit meine ich auch das Spüren, das davon erfüllt sein, die sie sich eigentlich wünschen, weil das Bedürfnis nach Verbindung, das Bedürfnis nach Nähe ist menschlich und nicht nur weiblich, sondern menschlich. Wir alle brauchen das. Das heißt, wir dürfen lernen, a, uns selbst besser zu spüren und da hapert's ganz, ganz doll meistens. Aber auch das Gegenüber zu spüren. Nicht nur mich selber die ganze Zeit zu sehen und um mich selber zu kreisen, sondern eben wenn wir Verbindung wollen, auch mein Gegenüber zu spüren. Und zwar bevor die Verbindung für dich valide schon da ist, ja. Also noch-- wir haben ja meist das Gefühl, Verbindung ist irgendwie erst da, wenn der Mensch mit dir spricht und mit dir in Berührung geht und sonst was. Aber Verbindung besteht schon viel, viel früher. Heißt also, wichtigster Shift ist dieses Fokus weg vom Ergebnis hin zum Erleben. Weg von wie mache ich, weg von der Strategie, hin zum w-welche Wirkung habe ich hier und wie kann ich mich, mich selber besser spüren, um auch eine andere Wirkung zu erzielen? Und da würde ich gerne mit dir einfach mal jetzt so diese Entwicklungsreise durchgehen als mehr oder weniger so letzten wichtigen Abschnitt. Und the bad news first, bevor wir die good news machen: Es ist kein Quick Fix. Es ist nicht, ach, das mache ich heute mal und dann habe ich beim nächsten Mal direkt die beste Erfahrung, sondern das sind halt Dinge, die wir üben dürfen und lernen dürfen und die nicht nur im Kopf stattfinden, sondern vor allem auch im Emotions- und Nervensystem und dadurch einfach ein Stück weit auch das Auseinandersetzen damit brauchen. Und gerade wenn du dieses Handwerkszeug noch nicht an der Hand hast, darfst du dir dafür gerne Support suchen. Also Step eins auf dieser Reise ist und das, damit sollten wir anfangen, die eigene Bedürftigkeit wahrnehmen und annehmen. Das heißt, hier geht's nicht darum, sich dafür jetzt zu schämen, dass wir Sehnsucht haben nach Verbindung, dass wir einen Mangel haben an Verbindung. Ähm, es geht auch nicht darum, diese Bedürftigkeit jetzt möglichst irgendwie wegzumachen und zu sagen: "Ja, ich brauche eigentlich gerade niemanden." Das ist alles Quatsch. Aber dass wir mit uns ehrlich werden, weil das ist der erste Teil, der oft fehlt und der eben genau diese Energie macht, die wir, die eben dazu führt, dass wir das nicht bekommen können, was wir brauchen. Also mal sich wirklich ehrlich an die Nase zu fassen und zu sagen: "Okay, vielleicht, wenn ich ganz ehrlich in mich reinspüre, stimmt für mich, dass ich jemanden brauche, der mir zeigt, dass ich liebenswert bin. Vielleicht ist das mein, mein hinter-- hinter-- dahinterliegendes Bedürfnis. Vielleicht brauche ich ganz dringend Bestätigung, dass ich gut so bin, wie ich bin oder dass ich attraktiv bin, dass ich begehrenswert bin." Was auch immer wir brauchen, weil wir uns selber das nicht zugestehen, weil wir selber nicht das Gefühl haben, ich bin liebenswert, ich bin begehrenswert, ich bin wert, dass jemand sich mit mir verbindet. Oder wenn ich weiß, irgendwie in mir eigentlich suche ich vor allem eine Partnerperson, weil ich das Gefühl brauche, für jemanden wichtig zu sein, dass ich eine Priorität bin, dass ich gewählt werde. Egal was es ist, der wichtige erste Schritt ist, fucking ehrlich mit sich zu werden und zu sagen: "Yes, ich habe dieses Bedürfnis und das ist okay so. Ich bin dadurch kein schlechter Mensch." Wir alle brauchen diese Dinge. Wir alle standen mal an diesem Punkt, dass wir uns nicht sicher waren, ob wir liebenswert sind, ja. So, Schritt zwei und das ist 'n Ding, was ich glaube, was vielen schwerfällt, weil wir das ganz, ganz oft noch gar nie gelernt haben, mit solchen Dingen zu sein, nämlich unsere eigene Sehnsucht halten lernen. Das bedeutet, normalerweise, wenn wir eine Sehnsucht haben, dann haben wir drei Möglichkeiten, die, die wir versuchen durchzuspielen. Entweder wir laufen sofort los und wollen auf Teufel komm raus diese Sehnsucht erfüllen. Versuchen, das zu machen. Das ist ja dieser, dann gehe ich halt in den Workshop, dann melde ich mich halt auf 'ner Datingseite an, dann spreche ich halt meinen Wunsch aus, dann spreche ich halt die Frau an. What ever it might be. Oder wir haben zu oft Erfahrung gemacht, dass wir damit auf die Nase fallen und versuchen dann, diese Sehnsucht wegzumachen. Nee, das ist gar nicht mein Bedürfnis. Ich meditiere das jetzt weg. Ich drück das jetzt weg. Ich sag, äh, Frauen sind sowieso doof, äh, oder was auch immer, ja. Intimität kann ich eh nicht bekommen auf die Art und Weise, wie ich sie haben möchte, also gebe ich jetzt einfach auf. Oder wir versuchen, die in irgendeiner Form zu kontrollieren und zu sagen, so wie kann ich, wie kann ich jetzt einfach hier- Nicht mehr dieser, dieser Sehnsucht so doll ausgeliefert sein, dass ich das Gefühl habe irgendwie, ich bin, ähm, nicht mehr selber handlungsfähig. Das, was aber hier eigentlich die Entwicklungsaufgabe ist, ist nur sie zu fühlen, nur die Sehnsucht zu fühlen, und zwar ganz und dabei zu lernen, und zwar verkörpert zu lernen, nicht nur im Kopf, weil wir verstehen das. Wenn ich dir das sage, kannst du das wahrscheinlich verstehen. Aber es geht darum, dass wir das fühlen, dass das auf verkörperter Ebene ankommt. Nämlich ich kann einen Wunsch haben, ohne ihn sofort erfüllen zu müssen. Und diese Fähigkeit, die eigene Sehnsucht halten zu können, ohne andere dafür verantwortlich zu machen, dass sie erfüllt werden muss und das ist wirklich, das ka-- ich kann das nur so fett unterstreichen. Die eigene Sehnsucht halten, ohne andere dafür verantwortlich zu machen, sie erfüllen zu müssen, ist eine emotionale Reifungsaufgabe. Wenn wir das können, dann kann ich auch meine Sehnsucht präsentieren, meinen Wunsch präsentieren, ohne dass es bedeutet, dass andere Menschen den jetzt sofort erfüllen müssen und dass ich entsprechend auch wieder diese Energie ausstrahle von: "Ein Nein ist eigentlich nicht drin. Ich muss das erfüllt bekommen." Versus: "Das ist ein Wunsch, ich präsentiere den mal und ich fänd's schön, wenn der erfüllt werden würde, aber ich bin nicht darauf angewiesen und das Gegenüber ist nicht unter dem Druck, das tun zu müssen." Grade für diejenigen unter euch, die das gerade eher so aus der Metaperspektive hören, gerade auch für unsere ganzen Bedürfnisse, die wir an unsere Partnerpersonen, äh, richten, ist das ein ganz, ganz wichtiger Frame. Weil gerade unsere mononormative Haltung, also dieses Wissen, ja, wenn Menschen in monogamen Beziehungen sind, haben wir immer so dieses Gefühl, der Partner, die Partnerin, der Mensch, mit dem wir da zusammen sind, der muss uns unsere Wünsche erfüllen, weil es gibt ja sonst niemand anderen, der das kann. Genau das macht eben meistens a], dass wir das nicht bekommen, weil dann nämlich der Druck da ist und auf Druck reagieren die wenigsten Menschen mit: "Oh, da habe ich richtig Lust drauf, das jetzt zu machen." Und deshalb ist halt einer der, hmm, der Kompe-- eine der Kompetenzen, die wir entwickeln dürfen, auch selber a] für uns selbst dafür zu sorgen, uns diese Wünsche zu erfüllen und selbst das Gefühl von Verbindung können wir uns selbst erfüllen. Heißt aber nicht, dass wenn wir uns, also hier meine lieben Self-sufficient-Leute, das heißt nicht, dass wir keine anderen Menschen mehr brauchen. Es heißt nur, dass dieser Druck und dieser, diese Dringlichkeit rausgenommen werden kann, weil ich schon ein Stück weit meines Pottes, meines Glases selber füllen kann. Ich kann nicht zu hundert Prozent mein Bedürfnis nach Verbindung mit anderen Menschen selber füllen. Macht irgendwie ja auch logisch Sinn. Genauso kann ich nicht das Gefühl von Bestätigung zu hundert Prozent mir selber erfüllen, aber ich kann mir das sehr, sehr gut, ähm, erfüllen zu einem, äh, wie sagt man, Maße, wo ich einfach weiß, ich bin nicht komplett am Verhungern und Verdursten- Ich hab da schon 'n bisschen selber für gesorgt und wir dürfen uns halt auch noch mal daran erinnern, dass eben unsere Partnerpersonen nicht die einzigen Menschen sind, die unsere Wünsche und Bedürfnisse erfüllen können, sondern wir dürfen da mal 'n bisschen diversifizieren in unserem Portfolio, wie man so schön in der Aktiensprache, glaub ich, sagen würde. Also mal gucken, können das meine Friends? Können das Menschen, mit denen ich mich halt in anderen Kontexten treffe? Also wir sind da meistens sehr, sehr eingeschränkt und dadurch sehr, sehr, sehr viel unter Druck. Also Sehnsucht halten, zweiter wichtiger Entwicklungsschritt. Dritter wichtiger Entwicklungsschritt und der ist eben wie gesagt oft auch der, der unterversorgt ist, weil wir das halt unbequem finden. Das ist mit den unbequemen Erfahrungen wirklich umgehen lernen und zwar im Sinne von fühlen und integrieren. Das heißt, viele Menschen, die diese Herausforderung haben, haben zig Neins erlebt, zig Ablehnungserfahrungen gehabt, x-mal enttäuscht worden. Aber was eben oft fehlt, ist, es wurde nie verarbeitet. Das heißt, jedes neue Nein oder jedes auch nur mögliche Nein, was dann vor mir steht, also wo sozusagen ich wieder eine Situation eingehe, wo es sein könnte, dass ich jetzt gleich abgelehnt werde, sorgt dafür, dass alles aktiviert wird, was ich nicht gefühlt habe. Nämlich die frühere Ablehnung, die Scham, die Einsamkeit, das Minderwertigkeitsgefühl, was wir dann da noch mitbekommen haben Und das wiederum sorgt halt dafür, dass wir einfach uns immer wieder jedes einzelne Nein so riesengroß machen Und dann eben unsere ganzen Schutzmechanismen eingreifen, dass wir versuchen zu kompensieren, es zu vermeiden, zu analysieren, Schuldfragen stellen, uns in Stories verlieren und so weiter. Aber damit im Endeffekt nichts besser machen fürs nächste Mal. Das heißt, hier gilt es, diese Erfahrungen zu fühlen. Zu fühlen und verkörpert zu lernen, ein Nein, eine Ablehnung, eine Enttäuschung ist schmerzhaft. Yes, müssen wir nicht schönreden. Es ist schmerzhaft. Und das zu erlauben, das zu fühlen, bedeutet auch gleichzeitig zu lernen: Nein, also ein Nein zerstört mich nicht. Ein Nein führt nicht dazu, dass ich danach nicht mehr lebenswert bin und nicht mehr liebenswert bin und was auch immer. Das heißt, die Sache, die wir eigentlich so doll versuchen zu vermeiden, zu fühlen, nämlich den Schmerz, ist, das ist eigentlich genau der Weg, der uns erlaubt, Neins besser zu fühlen. Also mit Neins besser umgehen zu können, mit Ablehnung, mit, mit Grenzen im Endeffekt. Ja, und ich-- da möchte ich vielleicht auch einfach noch mal diesen Fokus anbieten. Wir haben's schon oft gehört vielleicht und haben's aber noch, fühlen's aber noch nicht so richtig, aber Ablehnung ist in den meisten Fällen keine Ablehnung deiner Person, also keine Aussage darüber, wie liebenswert oder, mm, wertvoll du bist. Gerade in diesen sehr conscious spaces ist es das in der Regel nicht, sondern in den meisten Fällen ist es eine Aussage darüber: Wie sicher habe ich mich mit dir gefühlt? Wie wohl habe ich mich mit dir gefühlt? Wie sehr habe ich mich gemeint gefühlt und gesehen gefühlt von dir? Und wenn ich mich nicht sicher mit dir fühle oder irgendwas in mir zumacht, weil ich deinen Druck spüre, dein Ziehen spüre, deine Unsicherheit spüre. Und damit meine ich nicht, dass Unsicherheit per se problematisch ist, sondern sie ist problematisch, wenn sie nicht integriert ist, weil dann wird sie auf andere Wege spürbar. Und dann haben wir so 'ne, ähm, man sagt das-- wie heißt das? Ich weiß nicht, ob es Inkoherenz heißt. Ich glaube, jetzt bin ich 'n bisschen unsicher, was das Wort ist. Aber kohärent wäre: Ich sage, ich bin unsicher und der Mensch fühlt auch, ich bin unsicher. Aber nicht kohärent wäre, wenn ich sage: "Mir geht's total gut. Ich bin eigentlich ganz entspannt", und unten drunter wirkt aber die ganze Zeit meine Unsicherheit mit und wir spüren Inkonsistenzen total. Das heißt, wichtig wäre eben hier, eine, eine Kompetenz zu, äh, er-erleben und aufzubauen, nämlich mit unangenehmen Erfahrungen und unangenehmen Gefühlen umgehen zu können und zu lernen, sie zu spüren, sie zu erlauben und zu erkennen: Ach, ich überleb das Ganze und muss mich dann nicht in irgendwelchen Schutzmechanismen verstecken, sondern darf einfach fühlen, was da ist. Und die letzten zwei Entwicklungsschritte, die ich noch nennen mag, einfach nur so 'n bisschen als kleiner Ausblick, ist eben das eine ist Verbindung mit sich selbst. Das ist der aller-, allererste Schritt von allem, wenn es darum geht, mit anderen Menschen in Verbindung zu gehen. Ich muss in Verbindung mit mir selber sein, sonst geht das nicht. Wenn ich die ganze Zeit 'n inneren Film laufen habe und das mit mir in Verbindung sein heißt nicht, ich höre meinen inneren Dialog, ja, sondern das heißt, ich spüre, was in mir tatsächlich lebendig ist. Zum Beispiel a, ich erzähl mir grad Geschichten. A, ich bin grad unsicher, ich bin nervös. Ähm, ich hab dieses Bedürfnis grade ganz doll am Start. Ich wünsch mir ganz doll, dass das und das passiert. Und damit authentisch in Verbindung zu gehen und dann eben auch, und das ist der zweite Teil von diesem Verbindungsteil, ist, zu lernen, mit anderen Menschen präsent zu bleiben, die anderen Menschen zu spüren und sogenanntes Attunement zu lernen. Also zu lernen, nehme ich wahr, zum Beispiel wenn jemand 'ne Reaktion hat von zumachen, abwenden. Ähm, wenn also irgendwas im Gegenüber sagt, ich glaub, das Gegenüber fühlt sich grade nicht wohl mit mir. Selbst wenn ich denke, aber ich find die Person so toll und ich bin so neugierig auf die Person und ich möchte die so gerne kennenlernen. Verbindung funktioniert nur, wenn's für beide passt, wenn beide sich wohlfühlen. Das heißt, wenn mein Interesse bei der anderen Person Unwohlsein auslöst, dann muss ich das spüren und dann muss ich sagen: "Oh, das tut mir leid, ich merk grade, ich glaube, dass mein Interesse für dich grade sich unangenehm anfühlt." Und dann back up. Dann geh 'n paar Schritte zurück und sag, das ist dann jetzt wohl nicht auf Beidseitigkeit beruhend und damit müssen wir umgehen können. Und da sind wir wieder beim Schritt davor. Und last but not least, das hab ich aber auch schon genannt, ist halt dieses, die Aufmerksamkeit vom Ergebnis wegnehmen und auf den Kontakt verschieben. Präsenz statt Performance in diesem Sinne. Also anstatt im Kopf beschäftigt zu sein mit, mag die Person mich? Wie wirke ich grade? Wie bekomme ich denn jetzt XYZ? Was müsste ich jetzt tun, sagen, anbieten, zuerst machen? Hin zu, was nehme ich na-- wahr? Was passiert hier grade zwischen uns? Wie nehme ich den Kontakt wahr? Wie nehme ich mein Gegenüber wahr? Und zwar nicht in der Analyse, sondern im Spüren. Das sind zwei unterschiedliche Dinge. Das eine ist, ich beobachte, versuche dann, die Sachen zu analysieren und daraus 'n, 'n Ergebnis zu machen. Hin zu, ich bin wirklich da. Und dann spüren wir nämlich auch, wenn jemand nicht mit uns ver-- in Verbindung ist oder sein kann oder sein will. Und dann können wir Verbindung erleben, ohne dass wir daran festhalten müssen und die uns sozusagen so fast schon erzwingen müssen, weil wir sie ja so unbedingt brauchen. So, das waren die wichtigsten Entwicklungsschritte, die ich so formulieren kann, die ganz, ganz hilfreich sind, damit wir künftig andere Erfahrungen machen können Und das Schleifchen dran binden möchte ich einfach in der, in dem Moment einmal sagen: Wenn du dich in dieser Folge erkannt hast, dann ist mir ganz wichtig zu sagen: Es ist kein Problem, dass du dir Verbindung wünschst. Es ist auch kein Problem, dass du diese Sehnsucht hast. Es ist auch kein Problem, dass du Nähe möchtest, 'ne Partnerperson möchtest oder Ähnliches. Das sind alles zutiefst menschliche Bedürfnisse. Die Frage ist nur: Kannst und willst du? Und die Frage liegt hier eigentlich mehr auf dem Willst, weil das Können können wir, wir können das lernen. Aber willst du lernen, diese Bedürfnisse in dir so zu halten, dass andere Menschen nicht mehr dafür ver-verantwortlich gemacht werden, sodass du sie nach außen ver, ver-- wie sagt man? Verkommun-- sodass du sie nach außen kommunizieren kannst, ohne daran so, hmm, festzuhängen, dass sie unbedingt erfüllt werden müssen von dieser Person. Und vielleicht kannst du als letzten Gedanken, den ich noch so mitgeben möchte, genau die Situation, wo du dich jetzt in der Vergangenheit abgelehnt gefühlt hast, nicht als Beweis mehr nehmen, dass etwas mit dir nicht stimmt und du irgendwas an dir grundlegend verändern musst, was deinen Charakter oder deinen Auftritt oder sonst was angeht, sondern vielleicht kannst du's eher als die Einladung nehmen, die ich schon am Anfang benannt habe, nämlich dass hier eine Entwicklung ansteht, dass da ein Schritt ansteht, der sich angeschaut werden möchte, dass da ein Bedürfnis ist, was geowned werden möchte und gehalten werden möchte, und zwar vor allem von dir. Und dass da Erfahrungen und Verletzungen sind, die gehalten werden möchten. Und ich kann dich nur einladen, mein Herz- Wenn du möchtest, lass dich dabei unterstützen, weil es ist nicht so leicht, wenn wir das bisher noch nie gemacht haben. Und es ist es so wert und es ist mehr das Geld wert, da sich unterstützen zu lassen, als sich irgendwelchen strategischen Flirt-Support zu holen, der nicht das Bedürfnis befriedigen wird, was du haben möchtest. Promised. Und ich habe wirklich tolle Menschen kennengelernt, die zwanzigtausend Euro ausgegeben haben für ein Jahr Flirt-Coaching-Support und einfach nicht an dem Punkt angekommen sind, wo sie sagen würden: "Ich fühle mich wirklich im Herzen mit anderen Menschen verbunden. Ich fühle mich wirklich gesehen, wirklich gemeint, wirklich gehalten. Ich fühle mich liebenswert. Ich muss für Liebe nicht arbeiten. Ich muss mich nicht verstellen. Ich muss mich nicht beweisen, sondern ich werde geliebt, wie ich bin." Und die einfach sich immer noch danach sehnen, diese Art von Verbindung zu haben. Und die ist possible, wenn wir mutig sind, uns verletzlich zu machen und hinzuschauen. Und solltest du jetzt merken, dass du da gerne Support von mir hättest und offen dafür wärst, das in einer kleinen, intimen Gruppe zu bearbeiten, über mehrere Monate gut begleitet und eben mit anderen Menschen, denen es ähnlich geht, gemeinsam zu wachsen, gemeinsam zu reflektieren, gemeinsam offener und verbundener zu werden, dann schau mal in die Show Notes, da findest du einen Link, da kannst du ganz unverbindlich mal dein Interesse bekunden. Und wenn genügend Menschen sich zusammenfinden, dann können wir da was gemeinsam starten. So, und damit Schleifchen dran gebunden. Es würde mich unfassbar interessieren, was bei dir hängen geblieben ist. Was waren so die, die Sätze, die Erkenntnisse, die am meisten so 'n: "Autsch, aber, mmh, gut, dass ich's gehört hab", verursacht haben. Wo sind vielleicht Fragen offen geblieben oder so 'n: "Oh, das muss ich noch mal ein bisschen genauer erklärt bekommen. Das habe ich noch nicht verstanden." Ich würde dich einfach einladen: Schreib mir. Schreib mir, wenn du dich gesehen gefühlt hast, wenn du dich nicht gesehen gefühlt hast, wie auch immer. Lass uns ultra gerne in den Austausch dazu gehen. Ich hör immer sehr, sehr gerne von euch. Ihr könnt mir über Telegram schreiben, über Instagram. Dürfen auch Sprachnachrichten sein, wenn sie nicht so ultra lang sind. Du darfst mir per E-Mail schreiben. Alle Kontaktmöglichkeiten findest du in den Show Notes. Und ansonsten würde ich mich wahnsinnig freuen, wenn du mir einfach nur 'ne kleine Reaktion, wenn du bei Spotify oder YouTube das Ganze hörst, einfach 'ne kleine Reaktion dalässt in den Kommentaren, weil das zeigt dem Algorithmus, dass das was Gutes war. Es zeigt mir, dass ich von euch gehört wurde, von dir gehört wurde. Und sei das nur ein kleines Emoji, was jetzt gerade da ist oder ein, ein Satz, ein Takeaway, freue ich mich immer wahnsinnig doll und du hilfst mir damit, noch ein paar mehr Menschen zu erreichen, was für mich ganz, ganz wichtig ist, weil mir liegen diese Reisen und diese Entwicklungen sehr, sehr am Herzen. Also dann bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao.