mach's mit - Der Podcast

Empowering. Embodied. Berührend. Echt.

Geben statt verletzlich sein - Wenn wir geben, weil danach zu fragen, was WIR wollen, zu scary scheint

Warum wir uns Zuwendung, Aufmerksamkeit, Liebe erarbeiten wollen – statt sie zu empfangen

29.05.2026 22 min

Zusammenfassung & Show Notes

Gibst du, gehst in "Vorleistung", weil's weniger verletzlich ist, als dich zu zeigen und nach dem zu fragen, wonach DU dich gerade sehnst? Da ist sooo viel (mehr) Liebe & Zuwendung möglich, wenn du dich einlässt & sie mehr reinlässt. Wie? Let's talk about it.

Ich greife eine Situation mit meiner Partnerperson auf und schau mit dir hin, warum wir manchmal etwas geben oder "in Vorleistung" gehen, weil's weniger verletzlich ist, als ehrlich zu teilen, was gerade in uns los ist und nach dem zu fragen, wonach wir uns gerade sehnen. Ich schau mit dir, wie wir lernen können, uns verletzlich zu öffnen und so (mehr) Liebe und Zuwendung zu erhalten UND reinzulassen.
 
Ich nehm dich wieder hautnah, ehrlich und verletzlich mit, damit du weißt, wie's sich anfühlt und dass du nicht allein bist. 💕✨ Und gebe dir wie immer was an die Hand, um (wieder) in deine Selbstwirksamkeit, Lebendigkeit und Lebensfreude zu kommen.💕✨  
     
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Ich freu mich sehr auf Austausch mit dir!
LASS MICH SO GERN WISSEN: Was hat dich berührt? Was waren deine Erkenntnisse?
💌 Schreib mir so so gern! 💌z.B. über die Kommentar-Box, per Email an hello@machs-mit.com oder über Instagram: @machs_mit. 💌
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Die Folge ist vor allem für dich, wenn...
... du viel gibst, mitträgst, zuhörst, und dich aber manchmal nicht gesehen, gehalten, richtig geliebt oder wertgeschätzt fühlst - es sich "unausgeglichen" anfühlt
...  du dieses Beziehungsmuster unter die Lupe nehmen willst 
... sich Nähe, Liebe oder Komplimente gleichzeitig schön anfühlen und gleichzeitig so, als würden sie nicht voll und ganz in dir landen und wirken
 
Darum geht's in der Folge:
✨Wie wir oft über Geben versuchen, Sicherheit, Liebe oder Verbindung zu bekommen.
✨alte Glaubenssätze dahinter wie "Wenn ich genug gebe, bin ich sicher.“ / „Wenn ich nützlich bin, werde ich geliebt.“ / „Wenn ich Bedürfnisse anderer erfülle, werde ich nicht verlassen.“ "Ich muss mir Liebe verdienen." 
✨Neugierig werden: "Was steckt hinter meinem „Ich mach das für dich“ für ein eigenes Bedürfnis?"
✨Paradox: sich nach Nähe sehnen, aber gleichzeitig wenn's da ist, innerlich (unbewusst) zumachen - und wie wir unsere Kapazität für Liebe & Co. erweitern
✨Dein Wachstumsschritt: mutiger werden, Bedürfnisse & Wünsche verletzlich aussprechen statt sie dir zu "erarbeiten"
 
Wichtigste Stichworte der Folge: Overgiving, People Pleasing, Beziehungsmuster, Bedürfniskommunikation, Liebe geben und empfangen, Verletzlichkeit in Beziehungen

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Das Play Buffet ❤️‍🔥- eine Reihe spielerischer, achtsamer Erkundungen von Intimität, Desires & Verbindung, sodass du am Ende ein Buffet an Möglichkeiten erkundet hast und dir das mitnimmst, was dir schmeckt. Jeden Monat erforschen wir eine andere "Zutat" oder "Geschmackserfahrung", wenn du so willst ;-)
 
Hier geht's zur Warteliste. Du bekommst die Infos als Erstes, sobald die 1. Edition buchbar ist... 🤗
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Transkript

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von „Mach's mit". Und heute mag ich mit dir ein bisschen in eine Situation reingehen, die ich letztens mit meiner Partnerperson hatte und ich fand die sehr interessant in Bezug darauf: Wann bieten wir etwas an zu geben, wenn wir eigentlich gerne was für uns haben wollen, aber uns nicht trauen? Und was uns das zum Beispiel erzählen kann darüber, wie gut wir schon im, im Empfangen – schwer nacheinander zu sagen – sind und was wir vor allem auch noch tun können, um da mutiger zu werden und diesen Skill im Endeffekt mehr zu trainieren, auszubilden und so weiter. Also wir gehen mal frisch ans Werk und ich erzähl einfach erst mal von der Situation. Und zwar hatte ich diese schöne Situation, wo meine Partnerperson gefragt hat: „Kann ich dich massieren?" Und an sich wäre in mir alles dafür ein fuck yes. Ich liebe es, massiert zu werden. Ich hätte das in dem Moment auch sicherlich sehr gut gebrauchen können und wenn wir nicht ein Attuned Couple wären, hätte ich wahrscheinlich einfach gesagt: „Ja, let's go" und dann wäre das auch nicht weiter groß 'ne Geschichte gewesen und ich hätte hier gerade nicht diesen Podcast aufmachen wollen oder können. Aber in mir war irgendwie so ein Gefühl von: „Hmm, interessant." Dann hab ich einfach gefragt: „Was ist denn dein Bedürfnis? Also was führt dazu, dass du mir das anbietest? Gibt es was, was du eigentlich vielleicht erhalten möchtest, aber vielleicht dich gerade nicht traust, zu fragen und weshalb es dann ein bisschen leichter wäre, mir was anzubieten, anstatt eine Frage zu stellen, eine, eine Bitte zu äußern?" Und ich fand die Antwort einfach super schön und super ehrlich, weil die Antwort hieß: „Ich hab grad so viel Liebe für dich. Ich fühl grad so viel Liebe für dich und gleichzeitig fühlt sich das auch gerade ein bisschen scary an. Und dich anzufassen und dir was zu geben, fühlt sich für mich gerade sicher an und würde mir das Gefühl geben, ein bisschen mehr wieder in Kontrolle zu sein." Und Ich bin einfach unfassbar froh, dass ich diese Frage gestellt hab, weil es natürlich ganz viel Raum für Verletzlichkeit und Verbindung aufgemacht hat, als jetzt vielleicht zum Beispiel einfach nur Ja zu sagen zu der Massage und dann gar nicht zu wissen, wo kommt die her, was willst du eigentlich, ähm, und kann ich dich vielleicht auf anderer Art und Weise unterstützen? Und wir haben dann auch noch mal ein bisschen drüber gesprochen kurz und gefragt, ähm, ja, wie, wie ist das sozusagen zusammenhängend von ich, ich trau mich nicht zu fragen und noch auch gar nicht zu sagen, was bei mir alles gerade im Inneren abgeht. Mmm, und ob nicht das Geben in dem Moment eine weniger verletzliche Art und Weise ist, die eigene Liebe zu zeigen, anstatt in die Verletzlichkeit zu gehen, nach etwas zu fragen. In dem Falle nämlich vor allem das, was sozusagen mir in dem Moment kam, ist, das Geben ist so oft eine Form, hinter der wir uns verstecken, weil wir eigentlich sagen wollen, "Hey, ich spür grad so meine Liebe für dich und ich würd gerade so gerne deine Liebe für mich spüren. Ich würde gerade gerne das Gefühl bekommen, von dir geliebt zu werden." Aber weil das so fucking vulnerable und scary ist, bieten wir halt was an oder zeigen unsere Liebe nach außen, weil wir natürlich auch oft diese Rechnung im Kopf haben, wenn ich dir was gebe, wenn ich dich berühre, wenn ich dir was Schönes sage, dann würde ich das vielleicht auch zurückerhalten. Und ich kann aus der eigenen Erfahrung sagen, ich hab das sehr oft mit meiner vorherigen Partnerperson an mir beobachtet, dass ich Dinge angeboten hab oder Worte gefunden habe, weil eigentlich in mir ein Bedürfnis und ein Wunsch lebte nach: Oh, ich wünsche mir, dass ich mal so spüre, so klar höre – da sind wir so ein bisschen bei den Sprachen der Liebe – was du für mich empfindest, dass ich wichtig für dich bin, dass du mich liebst und so weiter. Also gerade wenn wir vielleicht auch ein kleines Mismatch haben zwischen unseren Sprachen der Liebe, ja, also wenn du zum Beispiel weißt, ich bin eine Person, die entweder Liebe spürt, indem wir uns nah sind, körperlich nah sind, physical touch oder Worte der Anerkennung und Wertschätzung und die andere Person das aber nicht als ihre Liebessprache hat, dann kann das sein, dass wir das übermäßig anbieten. Zum einen, weil das unsere Sprache ist, aber zum anderen auch, um so ein Stück weit diese Referenz zu kreieren von: Kannst du mir das jetzt auch zurücksagen? Weil eigentlich ist mein Bedürfnis, das zu hören, mich sicherer zu fühlen oder was auch immer. Das heißt, in diesem Moment, den wir dort gemeinsam hatten, um mal wieder zurück zu der Geschichte zu kommen, war für uns dann erst mal klar: Okay Da ist grad ganz schön viel Gefühl im Raum und auch gleichzeitig 'n Gefühl von Unsicherheit. Und wir haben dann eher 'nen Weg gefunden, wie wir gemeinsam was kreieren können, was uns das Gefühl gibt, verbunden zu sein und Sicherheit zu geben. Weil ich auch für mich gemerkt habe, dass diese Frage, kann ich dich massieren, in mir zumindest so 'n Gefühl gemacht hat von: Hm, also ich hab ja nicht gesagt, dass ich jetzt grade irgendwo Schmerzen habe, dass du mir also was anbietest auf eine Situation, die ich grade beschrieben habe, sondern das kommt so out of nowhere. Und dann hätte es für mich die Augenhöhe verloren, wenn das aus 'nem eigentlich will ich entweder was von dir haben oder ich versuch grade auf irgend 'ne Art und Weise hier, hm, Dinge nicht aussprechen zu müssen. Dann, dann hab ich das Gefühl, da passiert irgendwas in unserer Energie miteinander und das macht mich dann halt in dem Moment neugierig zu fragen, hey, woher kommt die der Wunsch? Weil ich hab natürlich auch gesagt, so du, an sich würd ich dazu nicht Nein sagen. Ich will nur gerne sicherstellen, dass es wirklich dein Wunsch ist und nicht, dass da vielleicht ein Wunsch ist, den du aussprechen magst, der aber vielleicht sich 'n bisschen vulnerabler anfühlt. Und in dem Sinne würd ich voll gerne dich einladen, mal in dir selber zu prüfen, so welches Team du bist, ja. Also bist du das Team, das sich traut, nach den Dingen zu fragen, die du eigentlich gerne möchtest? Vor allem und auch wenn's sich sehr verletzlich anfühlt, wenn wir uns also verwundbar machen müssen im Sinne von, wenn die Person dazu Nein sagt, wird es schon ganz schön wehtun. Oder bist du eher Team, ich versteck mich hinter dem, was ich gebe, oder ich geh erst mal in Vorleistung, weil ich hoffe, dass das dann auf anderem Wege vielleicht wieder zu mir zurückfließt. Und Ich wollte gerne an der Stelle auch noch mal auf einen Aspekt eingehen, der halt sehr eng damit zusammenhängt. Gerade wenn wir so den Hang haben zu Overgiving, also wenn wir zu viel anbieten, zu viel da sind, zu viel unterstützen, meistens auch ungefragt. Also ich kann da ein Liedchen von singen. Das war eine meiner größeren, ja, Muster, die ich jetzt gerade viel in den letzten Jahren bearbeiten durfte. Meinen Wert und meinen, meine Sicherheit in einer Beziehung nicht davon abhängig zu machen, wie viel ich gebe und wie viel ich da bin und wie viel ich mich aufopferere. Also auch da kleiner Miniausflug in-- es, es heißt so schön: "What is wired together, fires together." Also das, was wir zum Beispiel in unserer Ursprungsfamilie gelernt haben, wie wir Liebe bekommen haben oder meistens eher, wie wir Aufmerksamkeit bekommen haben, hängt dann für uns ganz, äh, eng zusammen mit dem, wie wir uns dann auch im Erwachsensein versuchen, Liebe zu erarbeiten. Und meine, meinen, sozusagen meine Herkunftsfamilie, da hing Aufmerksamkeit und Wertschätzung und in einer gewissen Form Liebe halt viel auch davon ab, ob ich gute Leistungen gebracht habe oder ob ich das gemacht habe, was von mir verlangt wurde. Also hübsch, ordentlich und fromm war, artig. Und aber auch, ob ich hilfsbereit war, ob ich zugehört habe, ob ich da war und unterstützt habe. Das heißt, wenn wir uns das im Hinterkopf behalten, dann dürfen wir halt immer mal schauen, gerade wenn wir eben diese Tendenz haben, mehr ins Geben zu gehen und erst mal vor allem oft vielleicht in Vorleistung zu gehen, anstatt nach den Dingen zu fragen, die wir uns wünschen, eben mal zu gucken: Ja, das ist ein Sicherheitsmechanismus, den wir gelernt haben. So stellen wir uns vor, würden wir uns in dieser Beziehung den sicheren ich, ich werde nicht verlassen Moment zu schaffen. Und ich weiß noch ganz genau, eine sehr, sehr enge Freundin von mir hat kürzlich gesagt Es fühlt sich nicht mehr so an, als würdest du mich brauchen und das fühlt sich scary für mich an, weil ich zu ihr gesagt hab: „So, ich brauch dich nicht", im Sinne von: Ich hab einen Mangel in mir, den ich nur durch dich decken kann, sondern ich bin durch die viele Arbeit mit mir selber und an der Beziehung mit mir selbst und zu der Liebe zu mir selbst sehr gut mit mir. Aber ich hab gesagt: „Ich will dich. Ich will dich in meinem Leben, aber ich brauch dich nicht." Und dann hat sie gesagt: „Ja, das ist richtig scary für mich, weil wie soll ich dann sozusagen jetzt meinen inneren Anteilen sagen, dass wir sicher sind in dieser Beziehung? Weil ich arbeite ja gerade gar nicht für die Beziehung in diesem Sinne." Also wenn wir dieses Muster so ein Stückchen in uns erkennen, dann dürfen wir eben auch den Anteil in uns erkennen, der glaubt, dass er in sich selbst nicht liebenswert genug ist, nicht wertvoll genug ist und dafür irgendwas tun muss, damit. Und dann dürfen wir eben gleichzeitig in uns schauen: Wo hab ich noch Schwierigkeiten, andere Menschen, die Liebe anderer Menschen, das Leben aufzunehmen, auf mich zukommen zu lassen, zu empfangen, mich dafür zu öffnen. Und ich finde das immer ganz spannend, weil ich natürlich viele Menschen, die ich ganz nah in meinem Leben habe, auch kenne, wo ihre Muster sind, ihre Ängste sind und so weiter. Und es ist so krass spürbar, wenn jemand Wenn jemand da irgendwo sozusagen eine Blockade hat, wo du merkst, so ich, i could pour my heart out, ich könnte dich sozusagen mit Liebe überschütten, aber es würde in dir irgendwas zumachen, weil's zu viel ist, weil der Anteil nicht glaubt, dass das einfach so ohne doppelten Boden oder mit einem Sternchen und einer Fußnote einfach so gegeben werden kann, weil es einen Anteil in diesem Menschen gibt, der glaubt, ich bin nicht einfach so liebenswert. Der Mensch kennt mich ja noch gar nicht genug wahrscheinlich. Also diese ganzen Themen höre ich auch immer wieder auf dem Coaching, dass da irgendwo so eine Stimme ist, die da immer ein bisschen kritisch und, und mis-misstrauisch ist. Und Teil der Arbeit, die wir dann leisten dürfen, wenn wir halt wirklich uns öffnen wollen für die Liebe und die Intimität und die Tiefe und Höhe sozusagen, die wir miteinander erleben können, aber auch mit uns selbst, ist eben zu schauen, was will eigentlich verletzlich gesagt werden? Und anstatt die alten Wege zu nutzen, die uns das irgendwie holen sollen, eben sich selber darin zu sehen, von-- um zurückzukommen auf das Beispiel: Ich fühle mich gerade voller Liebe und es macht mir gerade fucking viel Angst und ich würde gerade mich gerne ein Stückchen safer da drin fühlen und wieder ein bisschen in die Kontrolle kommen. Und einfach das einmal auszusprechen und zu wissen, so, das ist gerade da, aber eben auch zu wissen, dass Teil der Übung und Aufgabe in dem Moment ist, eben nicht zu versuchen, wieder Kontrolle, ich kann wieder hier sozusagen alles vorhersehen und bestimmen, sondern dann eben zu lernen, wie kann ich mich in dieses Gefühl entspannen, dass mich hier gerade die Liebe trifft oder dass mich hier gerade ein Kompliment trifft oder dass hier jemand gerade Liebe für mich ausspricht. Und kann ich, und das Einfachste wirklich in so einem Moment ist, zu lernen, kurzen Moment innehalten, ein paar Atemzüge nehmen, gucken, wo in meinem Körper spanne ich mich gerade unbewusst an, weil das ist meistens die Art und Weise, wie sich das in unserem Körper zeigt, dass wir irgendwo anspannen, so die innere Mauer, die, die Schutzpanzerung anstellen und zu gucken, kann ich das bewusst entspannen? Und das regelmäßig zu machen. Das ist halt nicht so: Ich hab einmal diesen Moment gehabt und jetzt ist es total easy für mich, Liebe und alles zu empfangen, sondern es ist ein Muskel, den wir trainieren dürfen. Und wir dürfen eben auch entdecken und uns erwischen, wenn wir versuchen, in alte Muster zu gehen oder uns zumachen, wenn das gerade da ist, was ich eigentlich auf der anderen Seite einladen möchte. Weil das Paradoxe ist ja ganz oft, wir sagen auf der einen Seite, wir wollen diese Liebe, wir wollen diese Intimität, wir wollen diese Art von Verbindung, aber wenn sie dann da ist, gibt's halt einen Anteil in uns, der so: "Uah, fuck, was ist das denn?" Und halt zumacht. Und da ist eben die Übung da zu bleiben, das zu bemerken und zu atmen und zu entspannen und so Stück für Stück die Toleranzzone, in der also unser Körper entspannt bleiben kann, unser Nervensystem entspannt bleiben kann, wenn das da ist, zu vergrößern. Und das klingt leichter gesagt als getan, aber es ist auch wirklich andersherum gesagt nicht so schwer. Es braucht aber das Sich-dabei-ertappen und diesen Moment sich nehmen. Ansonsten übernehmen halt einfach unsere Automatismen und dann bleiben wir in diesem Loop von "Eigentlich will ich, aber irgendwas in mir macht immer wieder zu." Gleiches gilt für Aufmerksamkeit, ne? Ein, ein Teil von uns möchte Aufmerksamkeit, aber wenn wir sie dann bekommen, dann ist es auch irgendwie so'n bisschen zu viel. Ja, und auch das dürfen wir lernen, Stück für Stück mehr zuzulassen. Und, äh, es gibt einen Mentor, Christian Pankhurst, mit dem ich gerade im letzten Jahr viel gearbeitet habe, der sagt immer: "In order to receive, you need to empty out the trash." Also im Sinne von: In-- Wenn du etwas empfangen möchtest, wenn du dich mehr öffnen möchtest, dein Herz mehr öffnen möchtest, dann musst du den Müll rausbringen. Und der Müll, den, da bezieht er sich vor allem auf das, was in unserem Herzen und in unserem, so in unserem Unterbewusstsein lebt. Also alte Geschichten, alte Glaubenssätze, alte Erfahrungen und die eben Schritt für Schritt umzuschreiben. Und eine der schönsten Möglichkeiten, das zu tun, ist, in Räume zu gehen, wo es explizit darum geht, neue, ich nenne sie immer Imprints, also so im Körper verkörperte Erfahrungen zu haben, wo mein Körper was Neues gelernt hat, ganz bewusst und hergeleitet und nicht sozusagen aus Versehen passiert, sondern wo es wirklich Räume gibt, die sagen: "Hey, ich möchte gerne hier einmal lernen, wie sich Herz offen sein oder Intimität, die sich aufregend, aber sicher anfühlt, wie das wirklich aussehen kann. Und zwar nicht nur, weil mir Sarah davon erzählt, sondern dass ich das in meinem eigenen Körper erlebt habe." Und das nur mal hier an der Stelle gesagt, sind die Art von Räume, die ich für euch schaffe und die jetzt immer mehr kommen werden, weil ich für mich das erlebt habe, dass das einfach die allerbeste Medizin ist. Wir können noch so viel in unserem Kopf verstanden haben, dass das möglich ist und das ist Teil von der Arbeit, absolut, zu hören, was überhaupt geht. Ich merke immer wieder, wie viel Erlaubnis das gibt, aber die tatsächliche Medizin liegt darin, das selber zu kosten und dadurch eben eine neue Referenz in deinem Körper zu haben, die sagt: "Ich hab's schon mal anders erlebt. I know it's possible." Und dann ist dieser Pfad leichter, immer wieder zu beschreiten und auch zu sehen, wenn ich in einer Art von Verbindung bin, wo das nicht möglich ist und dann zu sagen: "Das ist dann hier wohl nichts für mich." Yes. Also ihr Lieben. Kurz und knackig zusammengefasst: Ähm, schaue gerne mal, wenn du Dinge anbietest anderen Menschen, Unterstützung, 'ne Massage, zuzuhören, was auch immer, ob da eigentlich ein Bedürfnis ist, was du nicht aussprichst und mal vielleicht den Mutmuskel zu trainieren, das auszusprechen. Und ich weiß, dass das scary ist in dem Moment. Ich hab's tausende Male erlebt für mich und es ist nicht weniger scary, je nachdem, was es für 'ne, für 'ne Sache ist, die du aussprichst, aber steter Tropfen höhlt den Stein. Der Muskel muss trainiert werden und es wird ein bisschen leichter von Mal zu Mal. Aber es bleibt verletzlich. Das ist der, der Sinn und Zweck der ganzen Übung. Aber ich kann dir nur aus der Erfahrung sagen, die Male, wo ich mich getraut habe, das auszusprechen, hab ich gute Erfahrungen damit gemacht und hab vor allem geehrt, was ich eigentlich für ein Bedürfnis in mir habe und durfte meinem System beibringen, dass ich nicht erst in irgendeine Vorleistung gehen muss, bevor ich was empfangen darf. Auch das ist manchmal ein sehr wilder Glaubenssatz, den wir in uns haben, den wir mitbekommen haben, dass wir erst was geben müssen, bevor wir was erhalten dürfen. Das ist an sich 'ne total schöne Haltung. Ich liebe die auch und wir dürfen halt gucken, wenn die unser Default ist und wir damit aber auch oft leer ausgehen. Also es ist nicht immer alles schwarz und weiß, da sind viele Farben dazwischen, aber gerade wenn du merkst, dass du im Overgiving bist, ist das mal was zum Angucken und Ausprobieren. Apropos ausprobieren: Schreib mir so unbedingt, wenn du das für dich entdeckt hast, dass du das tust oder wenn dein Gegenüber das immer gerne tut, dann darfst du nämlich auch gerne so wie ich fragen: "Hey, ich wär neugierig, ob da ein Wunsch dahinter steckt hinter deinem Angebot und ob du vielleicht damit anfangen magst, mich das zu fragen." Und mich würde mich total dafür interessieren, wie's bei euch landet, wie, ja, wie die Experimente laufen und freue mich immer von euch zu hören oder zu lesen. Kannst mir auf Instagram schreiben, per E-Mail oder du lässt einen Kommentar bei Spotify und Co., je nachdem, wo du das hörst. Das wär für mich die absolut größte Bezahlung in Anführungsstrichen, die du für mich machen könntest. Wenn du einfach ein kleines Kommentar dalässt, dann weiß der Algorithmus, dass das hier gut war und kann mich weiterempfehlen und das wiederum hilft mir, mehr Menschen zu erreichen, weil das ist mein großer Wunsch, dass ich mehr und mehr Menschen unterstützen kann auf diesen Reisen zu mehr Intimität, mehr Verbindung, mehr Liebe im Endeffekt. Ja. Alright, dann hören wir uns beim nächsten Mal. Bis dahin.