Geben statt verletzlich sein - Wenn wir geben, weil danach zu fragen, was WIR wollen, zu scary scheint
Warum wir uns Zuwendung, Aufmerksamkeit, Liebe erarbeiten wollen – statt sie zu empfangen
29.05.2026 22 min
Zusammenfassung & Show Notes
Gibst du, gehst in "Vorleistung", weil's weniger verletzlich ist, als dich zu zeigen und nach dem zu fragen, wonach DU dich gerade sehnst? Da ist sooo viel (mehr) Liebe & Zuwendung möglich, wenn du dich einlässt & sie mehr reinlässt. Wie? Let's talk about it.
Ich greife eine Situation mit meiner Partnerperson auf und schau mit dir hin, warum wir manchmal etwas geben oder "in Vorleistung" gehen, weil's weniger verletzlich ist, als ehrlich zu teilen, was gerade in uns los ist und nach dem zu fragen, wonach wir uns gerade sehnen. Ich schau mit dir, wie wir lernen können, uns verletzlich zu öffnen und so (mehr) Liebe und Zuwendung zu erhalten UND reinzulassen.
Ich nehm dich wieder hautnah, ehrlich und verletzlich mit, damit du weißt, wie's sich anfühlt und dass du nicht allein bist. 💕✨ Und gebe dir wie immer was an die Hand, um (wieder) in deine Selbstwirksamkeit, Lebendigkeit und Lebensfreude zu kommen.💕✨
Ich nehm dich wieder hautnah, ehrlich und verletzlich mit, damit du weißt, wie's sich anfühlt und dass du nicht allein bist. 💕✨ Und gebe dir wie immer was an die Hand, um (wieder) in deine Selbstwirksamkeit, Lebendigkeit und Lebensfreude zu kommen.💕✨
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Ich freu mich sehr auf Austausch mit dir!
LASS MICH SO GERN WISSEN: Was hat dich berührt? Was waren deine Erkenntnisse?
💌 Schreib mir so so gern! 💌z.B. über die Kommentar-Box, per Email an hello@machs-mit.com oder über Instagram: @machs_mit. 💌
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Die Folge ist vor allem für dich, wenn...
... du viel gibst, mitträgst, zuhörst, und dich aber manchmal nicht gesehen, gehalten, richtig geliebt oder wertgeschätzt fühlst - es sich "unausgeglichen" anfühlt
... du dieses Beziehungsmuster unter die Lupe nehmen willst
... sich Nähe, Liebe oder Komplimente gleichzeitig schön anfühlen und gleichzeitig so, als würden sie nicht voll und ganz in dir landen und wirken
Darum geht's in der Folge:
✨Wie wir oft über Geben versuchen, Sicherheit, Liebe oder Verbindung zu bekommen.
✨alte Glaubenssätze dahinter wie "Wenn ich genug gebe, bin ich sicher.“ / „Wenn ich nützlich bin, werde ich geliebt.“ / „Wenn ich Bedürfnisse anderer erfülle, werde ich nicht verlassen.“ "Ich muss mir Liebe verdienen."
✨Neugierig werden: "Was steckt hinter meinem „Ich mach das für dich“ für ein eigenes Bedürfnis?"
Ich freu mich sehr auf Austausch mit dir!
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✨Neugierig werden: "Was steckt hinter meinem „Ich mach das für dich“ für ein eigenes Bedürfnis?"
✨Paradox: sich nach Nähe sehnen, aber gleichzeitig wenn's da ist, innerlich (unbewusst) zumachen - und wie wir unsere Kapazität für Liebe & Co. erweitern
✨Dein Wachstumsschritt: mutiger werden, Bedürfnisse & Wünsche verletzlich aussprechen statt sie dir zu "erarbeiten"
Wichtigste Stichworte der Folge: Overgiving, People Pleasing, Beziehungsmuster, Bedürfniskommunikation, Liebe geben und empfangen, Verletzlichkeit in Beziehungen
Wichtigste Stichworte der Folge: Overgiving, People Pleasing, Beziehungsmuster, Bedürfniskommunikation, Liebe geben und empfangen, Verletzlichkeit in Beziehungen
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Lass uns gemeinsam erkunden, wer DU wirklich bist und was DICH ausmacht.
Lass uns herausfinden, was DU willst (und was nicht) - was dein full-body "Fuck Yes" ist.
Und dann sorgen wir dafür, dass du dich traust, GENAU DAFÜR loszugehen.🔥
MEHR von DIR zu zeigen. Authentisch & lebendig DU selbst.
Die Herzverbindungen, die von hier aus möglich sind, sind herzberührend schön und tief, sodass sie dir manchmal Tränchen in die Augen treiben werden.
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Wenn du Gedanken zur Folge, Themenwünsche oder Fragen hast, schreib mir so so gern!
Instagram: @machs_mit
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Transkript
Hallo und herzlich willkommen zu
einer neuen Folge von „Mach's mit".
Und heute mag ich mit dir ein bisschen
in eine Situation reingehen, die ich
letztens mit meiner Partnerperson hatte
und ich fand die sehr interessant in
Bezug darauf: Wann bieten wir etwas an zu
geben, wenn wir eigentlich gerne was für
uns haben wollen, aber uns nicht trauen?
Und was uns das zum Beispiel erzählen
kann darüber, wie gut wir schon im,
im Empfangen – schwer nacheinander zu
sagen – sind und was wir vor allem auch
noch tun können, um da mutiger zu werden
und diesen Skill im Endeffekt mehr zu
trainieren, auszubilden und so weiter.
Also wir gehen mal frisch ans Werk und ich
erzähl einfach erst mal von der Situation.
Und zwar hatte ich diese schöne Situation,
wo meine Partnerperson gefragt hat:
„Kann ich dich massieren?" Und an sich
wäre in mir alles dafür ein fuck yes.
Ich liebe es, massiert zu werden.
Ich hätte das in dem Moment auch
sicherlich sehr gut gebrauchen können und
wenn wir nicht ein Attuned Couple wären,
hätte ich wahrscheinlich einfach gesagt:
„Ja, let's go" und dann wäre das auch
nicht weiter groß 'ne Geschichte gewesen
und ich hätte hier gerade nicht diesen
Podcast aufmachen wollen oder können.
Aber in mir war irgendwie so ein
Gefühl von: „Hmm, interessant."
Dann hab ich einfach gefragt:
„Was ist denn dein Bedürfnis?
Also was führt dazu, dass
du mir das anbietest?
Gibt es was, was du eigentlich vielleicht
erhalten möchtest, aber vielleicht dich
gerade nicht traust, zu fragen und weshalb
es dann ein bisschen leichter wäre, mir
was anzubieten, anstatt eine Frage zu
stellen, eine, eine Bitte zu äußern?"
Und ich fand die Antwort einfach super
schön und super ehrlich, weil die Antwort
hieß: „Ich hab grad so viel Liebe für
dich. Ich fühl grad so viel Liebe für
dich und gleichzeitig fühlt sich das
auch gerade ein bisschen scary an. Und
dich anzufassen und dir was zu geben,
fühlt sich für mich gerade sicher an und
würde mir das Gefühl geben, ein bisschen
mehr wieder in Kontrolle zu sein."
Und
Ich bin einfach unfassbar froh,
dass ich diese Frage gestellt hab,
weil es natürlich ganz viel Raum für
Verletzlichkeit und Verbindung aufgemacht
hat, als jetzt vielleicht zum Beispiel
einfach nur Ja zu sagen zu der Massage
und dann gar nicht zu wissen, wo kommt
die her, was willst du eigentlich,
ähm, und kann ich dich vielleicht auf
anderer Art und Weise unterstützen?
Und wir haben dann auch noch mal ein
bisschen drüber gesprochen kurz und
gefragt, ähm, ja, wie, wie ist das
sozusagen zusammenhängend von ich,
ich trau mich nicht zu fragen und
noch auch gar nicht zu sagen, was bei
mir alles gerade im Inneren abgeht.
Mmm, und ob nicht das Geben in dem
Moment eine weniger verletzliche Art
und Weise ist, die eigene Liebe zu
zeigen, anstatt in die Verletzlichkeit
zu gehen, nach etwas zu fragen.
In dem Falle nämlich vor allem das,
was sozusagen mir in dem Moment kam,
ist, das Geben ist so oft eine Form,
hinter der wir uns verstecken, weil wir
eigentlich sagen wollen, "Hey, ich spür
grad so meine Liebe für dich und ich
würd gerade so gerne deine Liebe für mich
spüren. Ich würde gerade gerne das Gefühl
bekommen, von dir geliebt zu werden."
Aber weil das so fucking vulnerable
und scary ist, bieten wir halt was an
oder zeigen unsere Liebe nach außen,
weil wir natürlich auch oft diese
Rechnung im Kopf haben, wenn ich dir
was gebe, wenn ich dich berühre, wenn
ich dir was Schönes sage, dann würde
ich das vielleicht auch zurückerhalten.
Und ich kann aus der eigenen Erfahrung
sagen, ich hab das sehr oft mit
meiner vorherigen Partnerperson an mir
beobachtet, dass ich Dinge angeboten
hab oder Worte gefunden habe, weil
eigentlich in mir ein Bedürfnis und
ein Wunsch lebte nach: Oh, ich wünsche
mir, dass ich mal so spüre, so klar
höre – da sind wir so ein bisschen bei
den Sprachen der Liebe – was du für mich
empfindest, dass ich wichtig für dich
bin, dass du mich liebst und so weiter.
Also gerade wenn wir vielleicht auch
ein kleines Mismatch haben zwischen
unseren Sprachen der Liebe, ja, also
wenn du zum Beispiel weißt, ich bin
eine Person, die entweder Liebe spürt,
indem wir uns nah sind, körperlich
nah sind, physical touch oder Worte
der Anerkennung und Wertschätzung und
die andere Person das aber nicht als
ihre Liebessprache hat, dann kann das
sein, dass wir das übermäßig anbieten.
Zum einen, weil das unsere Sprache ist,
aber zum anderen auch, um so ein Stück
weit diese Referenz zu kreieren von:
Kannst du mir das jetzt auch zurücksagen?
Weil eigentlich ist mein Bedürfnis,
das zu hören, mich sicherer
zu fühlen oder was auch immer.
Das heißt, in diesem Moment, den wir dort
gemeinsam hatten, um mal wieder zurück
zu der Geschichte zu kommen, war für
uns dann erst mal klar: Okay Da ist grad
ganz schön viel Gefühl im Raum und auch
gleichzeitig 'n Gefühl von Unsicherheit.
Und wir haben dann eher 'nen Weg gefunden,
wie wir gemeinsam was kreieren können,
was uns das Gefühl gibt, verbunden
zu sein und Sicherheit zu geben.
Weil ich auch für mich gemerkt habe, dass
diese Frage, kann ich dich massieren, in
mir zumindest so 'n Gefühl gemacht hat
von: Hm, also ich hab ja nicht gesagt,
dass ich jetzt grade irgendwo Schmerzen
habe, dass du mir also was anbietest auf
eine Situation, die ich grade beschrieben
habe, sondern das kommt so out of nowhere.
Und dann hätte es für mich die
Augenhöhe verloren, wenn das aus 'nem
eigentlich will ich entweder was von
dir haben oder ich versuch grade auf
irgend 'ne Art und Weise hier, hm,
Dinge nicht aussprechen zu müssen.
Dann, dann hab ich das Gefühl, da
passiert irgendwas in unserer Energie
miteinander und das macht mich dann
halt in dem Moment neugierig zu fragen,
hey, woher kommt die der Wunsch?
Weil ich hab natürlich auch gesagt, so du,
an sich würd ich dazu nicht Nein sagen.
Ich will nur gerne sicherstellen, dass
es wirklich dein Wunsch ist und nicht,
dass da vielleicht ein Wunsch ist, den
du aussprechen magst, der aber vielleicht
sich 'n bisschen vulnerabler anfühlt.
Und in dem Sinne würd ich voll gerne
dich einladen, mal in dir selber zu
prüfen, so welches Team du bist, ja.
Also bist du das Team, das sich
traut, nach den Dingen zu fragen,
die du eigentlich gerne möchtest?
Vor allem und auch wenn's sich sehr
verletzlich anfühlt, wenn wir uns
also verwundbar machen müssen im
Sinne von, wenn die Person dazu Nein
sagt, wird es schon ganz schön wehtun.
Oder bist du eher Team, ich versteck
mich hinter dem, was ich gebe, oder ich
geh erst mal in Vorleistung, weil ich
hoffe, dass das dann auf anderem Wege
vielleicht wieder zu mir zurückfließt.
Und Ich wollte gerne an der Stelle auch
noch mal auf einen Aspekt eingehen,
der halt sehr eng damit zusammenhängt.
Gerade wenn wir so den Hang haben
zu Overgiving, also wenn wir zu viel
anbieten, zu viel da sind, zu viel
unterstützen, meistens auch ungefragt.
Also ich kann da ein Liedchen von singen.
Das war eine meiner größeren, ja,
Muster, die ich jetzt gerade viel in
den letzten Jahren bearbeiten durfte.
Meinen Wert und meinen, meine Sicherheit
in einer Beziehung nicht davon abhängig zu
machen, wie viel ich gebe und wie viel ich
da bin und wie viel ich mich aufopferere.
Also auch da kleiner Miniausflug
in-- es, es heißt so schön: "What is
wired together, fires together." Also
das, was wir zum Beispiel in unserer
Ursprungsfamilie gelernt haben,
wie wir Liebe bekommen haben oder
meistens eher, wie wir Aufmerksamkeit
bekommen haben, hängt dann für uns
ganz, äh, eng zusammen mit dem, wie
wir uns dann auch im Erwachsensein
versuchen, Liebe zu erarbeiten.
Und meine, meinen, sozusagen meine
Herkunftsfamilie, da hing Aufmerksamkeit
und Wertschätzung und in einer
gewissen Form Liebe halt viel auch
davon ab, ob ich gute Leistungen
gebracht habe oder ob ich das gemacht
habe, was von mir verlangt wurde.
Also hübsch, ordentlich
und fromm war, artig.
Und aber auch, ob ich hilfsbereit
war, ob ich zugehört habe, ob
ich da war und unterstützt habe.
Das heißt, wenn wir uns das im Hinterkopf
behalten, dann dürfen wir halt immer
mal schauen, gerade wenn wir eben
diese Tendenz haben, mehr ins Geben
zu gehen und erst mal vor allem oft
vielleicht in Vorleistung zu gehen,
anstatt nach den Dingen zu fragen, die
wir uns wünschen, eben mal zu gucken:
Ja, das ist ein Sicherheitsmechanismus,
den wir gelernt haben.
So stellen wir uns vor, würden wir uns
in dieser Beziehung den sicheren ich, ich
werde nicht verlassen Moment zu schaffen.
Und ich weiß noch ganz genau, eine sehr,
sehr enge Freundin von mir hat kürzlich
gesagt Es fühlt sich nicht mehr so an,
als würdest du mich brauchen und das
fühlt sich scary für mich an, weil ich
zu ihr gesagt hab: „So, ich brauch dich
nicht", im Sinne von: Ich hab einen
Mangel in mir, den ich nur durch dich
decken kann, sondern ich bin durch die
viele Arbeit mit mir selber und an der
Beziehung mit mir selbst und zu der
Liebe zu mir selbst sehr gut mit mir.
Aber ich hab gesagt: „Ich will dich.
Ich will dich in meinem Leben, aber ich
brauch dich nicht." Und dann hat sie
gesagt: „Ja, das ist richtig scary für
mich, weil wie soll ich dann sozusagen
jetzt meinen inneren Anteilen sagen,
dass wir sicher sind in dieser Beziehung?
Weil ich arbeite ja gerade gar nicht
für die Beziehung in diesem Sinne."
Also wenn wir dieses Muster so ein
Stückchen in uns erkennen, dann
dürfen wir eben auch den Anteil in
uns erkennen, der glaubt, dass er
in sich selbst nicht liebenswert
genug ist, nicht wertvoll genug ist
und dafür irgendwas tun muss, damit.
Und dann dürfen wir eben gleichzeitig
in uns schauen: Wo hab ich noch
Schwierigkeiten, andere Menschen,
die Liebe anderer Menschen, das Leben
aufzunehmen, auf mich zukommen zu lassen,
zu empfangen, mich dafür zu öffnen.
Und ich finde das immer ganz spannend,
weil ich natürlich viele Menschen,
die ich ganz nah in meinem Leben
habe, auch kenne, wo ihre Muster
sind, ihre Ängste sind und so weiter.
Und es ist so krass spürbar, wenn jemand
Wenn jemand da irgendwo sozusagen eine
Blockade hat, wo du merkst, so ich,
i could pour my heart out, ich könnte
dich sozusagen mit Liebe überschütten,
aber es würde in dir irgendwas zumachen,
weil's zu viel ist, weil der Anteil
nicht glaubt, dass das einfach so ohne
doppelten Boden oder mit einem Sternchen
und einer Fußnote einfach so gegeben
werden kann, weil es einen Anteil
in diesem Menschen gibt, der glaubt,
ich bin nicht einfach so liebenswert.
Der Mensch kennt mich ja noch
gar nicht genug wahrscheinlich.
Also diese ganzen Themen höre ich
auch immer wieder auf dem Coaching,
dass da irgendwo so eine Stimme ist,
die da immer ein bisschen kritisch
und, und mis-misstrauisch ist.
Und Teil der Arbeit, die wir dann leisten
dürfen, wenn wir halt wirklich uns öffnen
wollen für die Liebe und die Intimität
und die Tiefe und Höhe sozusagen, die wir
miteinander erleben können, aber auch mit
uns selbst, ist eben zu schauen, was will
eigentlich verletzlich gesagt werden?
Und anstatt die alten Wege zu nutzen,
die uns das irgendwie holen sollen,
eben sich selber darin zu sehen, von--
um zurückzukommen auf das Beispiel:
Ich fühle mich gerade voller Liebe und
es macht mir gerade fucking viel Angst
und ich würde gerade mich gerne ein
Stückchen safer da drin fühlen und wieder
ein bisschen in die Kontrolle kommen.
Und einfach das einmal auszusprechen und
zu wissen, so, das ist gerade da, aber
eben auch zu wissen, dass Teil der Übung
und Aufgabe in dem Moment ist, eben nicht
zu versuchen, wieder Kontrolle, ich kann
wieder hier sozusagen alles vorhersehen
und bestimmen, sondern dann eben zu
lernen, wie kann ich mich in dieses Gefühl
entspannen, dass mich hier gerade die
Liebe trifft oder dass mich hier gerade
ein Kompliment trifft oder dass hier
jemand gerade Liebe für mich ausspricht.
Und kann ich, und das Einfachste wirklich
in so einem Moment ist, zu lernen, kurzen
Moment innehalten, ein paar Atemzüge
nehmen, gucken, wo in meinem Körper spanne
ich mich gerade unbewusst an, weil das
ist meistens die Art und Weise, wie sich
das in unserem Körper zeigt, dass wir
irgendwo anspannen, so die innere Mauer,
die, die Schutzpanzerung anstellen und zu
gucken, kann ich das bewusst entspannen?
Und das regelmäßig zu machen.
Das ist halt nicht so: Ich hab einmal
diesen Moment gehabt und jetzt ist
es total easy für mich, Liebe und
alles zu empfangen, sondern es ist
ein Muskel, den wir trainieren dürfen.
Und wir dürfen eben auch entdecken und
uns erwischen, wenn wir versuchen, in
alte Muster zu gehen oder uns zumachen,
wenn das gerade da ist, was ich eigentlich
auf der anderen Seite einladen möchte.
Weil das Paradoxe ist ja ganz oft, wir
sagen auf der einen Seite, wir wollen
diese Liebe, wir wollen diese Intimität,
wir wollen diese Art von Verbindung,
aber wenn sie dann da ist, gibt's halt
einen Anteil in uns, der so: "Uah, fuck,
was ist das denn?" Und halt zumacht.
Und da ist eben die Übung da zu
bleiben, das zu bemerken und zu atmen
und zu entspannen und so Stück für
Stück die Toleranzzone, in der also
unser Körper entspannt bleiben kann,
unser Nervensystem entspannt bleiben
kann, wenn das da ist, zu vergrößern.
Und das klingt leichter gesagt als
getan, aber es ist auch wirklich
andersherum gesagt nicht so schwer.
Es braucht aber das Sich-dabei-ertappen
und diesen Moment sich nehmen.
Ansonsten übernehmen halt einfach unsere
Automatismen und dann bleiben wir in
diesem Loop von "Eigentlich will ich, aber
irgendwas in mir macht immer wieder zu."
Gleiches gilt für Aufmerksamkeit, ne?
Ein, ein Teil von uns möchte
Aufmerksamkeit, aber wenn wir sie
dann bekommen, dann ist es auch
irgendwie so'n bisschen zu viel.
Ja, und auch das dürfen wir lernen,
Stück für Stück mehr zuzulassen.
Und, äh, es gibt einen Mentor, Christian
Pankhurst, mit dem ich gerade im
letzten Jahr viel gearbeitet habe,
der sagt immer: "In order to receive,
you need to empty out the trash."
Also im Sinne von: In-- Wenn du
etwas empfangen möchtest, wenn du
dich mehr öffnen möchtest, dein
Herz mehr öffnen möchtest, dann
musst du den Müll rausbringen.
Und der Müll, den, da bezieht er
sich vor allem auf das, was in
unserem Herzen und in unserem, so
in unserem Unterbewusstsein lebt.
Also alte Geschichten, alte Glaubenssätze,
alte Erfahrungen und die eben
Schritt für Schritt umzuschreiben.
Und eine der schönsten Möglichkeiten,
das zu tun, ist, in Räume zu gehen,
wo es explizit darum geht, neue, ich
nenne sie immer Imprints, also so im
Körper verkörperte Erfahrungen zu haben,
wo mein Körper was Neues gelernt hat,
ganz bewusst und hergeleitet und nicht
sozusagen aus Versehen passiert, sondern
wo es wirklich Räume gibt, die sagen:
"Hey, ich möchte gerne hier einmal
lernen, wie sich Herz offen sein oder
Intimität, die sich aufregend, aber sicher
anfühlt, wie das wirklich aussehen kann.
Und zwar nicht nur, weil mir Sarah davon
erzählt, sondern dass ich das in meinem
eigenen Körper erlebt habe." Und das nur
mal hier an der Stelle gesagt, sind die
Art von Räume, die ich für euch schaffe
und die jetzt immer mehr kommen werden,
weil ich für mich das erlebt habe, dass
das einfach die allerbeste Medizin ist.
Wir können noch so viel in unserem
Kopf verstanden haben, dass das möglich
ist und das ist Teil von der Arbeit,
absolut, zu hören, was überhaupt geht.
Ich merke immer wieder, wie viel Erlaubnis
das gibt, aber die tatsächliche Medizin
liegt darin, das selber zu kosten
und dadurch eben eine neue Referenz
in deinem Körper zu haben, die sagt:
"Ich hab's schon mal anders erlebt.
I know it's possible." Und dann ist
dieser Pfad leichter, immer wieder zu
beschreiten und auch zu sehen, wenn ich
in einer Art von Verbindung bin, wo das
nicht möglich ist und dann zu sagen: "Das
ist dann hier wohl nichts für mich." Yes.
Also ihr Lieben.
Kurz und knackig zusammengefasst:
Ähm, schaue gerne mal, wenn du
Dinge anbietest anderen Menschen,
Unterstützung, 'ne Massage, zuzuhören,
was auch immer, ob da eigentlich ein
Bedürfnis ist, was du nicht aussprichst
und mal vielleicht den Mutmuskel
zu trainieren, das auszusprechen.
Und ich weiß, dass das
scary ist in dem Moment.
Ich hab's tausende Male erlebt für
mich und es ist nicht weniger scary,
je nachdem, was es für 'ne, für 'ne
Sache ist, die du aussprichst, aber
steter Tropfen höhlt den Stein.
Der Muskel muss trainiert werden und es
wird ein bisschen leichter von Mal zu Mal.
Aber es bleibt verletzlich.
Das ist der, der Sinn und
Zweck der ganzen Übung.
Aber ich kann dir nur aus der Erfahrung
sagen, die Male, wo ich mich getraut
habe, das auszusprechen, hab ich gute
Erfahrungen damit gemacht und hab vor
allem geehrt, was ich eigentlich für
ein Bedürfnis in mir habe und durfte
meinem System beibringen, dass ich nicht
erst in irgendeine Vorleistung gehen
muss, bevor ich was empfangen darf.
Auch das ist manchmal ein sehr
wilder Glaubenssatz, den wir in uns
haben, den wir mitbekommen haben,
dass wir erst was geben müssen,
bevor wir was erhalten dürfen.
Das ist an sich 'ne total schöne Haltung.
Ich liebe die auch und wir dürfen halt
gucken, wenn die unser Default ist und
wir damit aber auch oft leer ausgehen.
Also es ist nicht immer alles schwarz
und weiß, da sind viele Farben
dazwischen, aber gerade wenn du merkst,
dass du im Overgiving bist, ist das
mal was zum Angucken und Ausprobieren.
Apropos ausprobieren: Schreib mir so
unbedingt, wenn du das für dich entdeckt
hast, dass du das tust oder wenn dein
Gegenüber das immer gerne tut, dann
darfst du nämlich auch gerne so wie ich
fragen: "Hey, ich wär neugierig, ob da
ein Wunsch dahinter steckt hinter deinem
Angebot und ob du vielleicht damit
anfangen magst, mich das zu fragen."
Und mich würde mich total dafür
interessieren, wie's bei euch
landet, wie, ja, wie die Experimente
laufen und freue mich immer von
euch zu hören oder zu lesen.
Kannst mir auf Instagram schreiben,
per E-Mail oder du lässt einen
Kommentar bei Spotify und Co.,
je nachdem, wo du das hörst.
Das wär für mich die absolut größte
Bezahlung in Anführungsstrichen,
die du für mich machen könntest.
Wenn du einfach ein kleines Kommentar
dalässt, dann weiß der Algorithmus,
dass das hier gut war und kann mich
weiterempfehlen und das wiederum hilft
mir, mehr Menschen zu erreichen, weil
das ist mein großer Wunsch, dass ich mehr
und mehr Menschen unterstützen kann auf
diesen Reisen zu mehr Intimität, mehr
Verbindung, mehr Liebe im Endeffekt.
Ja.
Alright, dann hören wir
uns beim nächsten Mal.
Bis dahin.