mach's mit - Der Podcast

Empowering. Embodied. Berührend. Echt.

Keine Lust auf Sex – oder nur nicht auf diesen? Wenn sich Sex wie eine Pflicht anfühlt -

11.09.2026 45 min

Zusammenfassung & Show Notes

Sex fühlt sich öfter eher verpflichtend oder enttäuschend an statt lebendig, lustvoll und wie etwas, auf das du dich freust & das du genießt? Well then, let's talk, my Love.

Sex fühlt sich eher verpflichtend oder enttäuschend an statt lebendig, lustvoll und wie etwas, auf das du dich freust & das du genießt? Well, let's talk, my Love.
Diese Folge könnte mehr positive Veränderung für dich bereithalten, als du gerade ahnst. Sexual Awakening on the horizon. ❤️‍🔥

Ich nehm dich wieder hautnah, ehrlich und verletzlich mit, damit du weißt, dass du nicht allein bist. 💕✨ Und gebe dir wie immer was an die Hand, um (wieder) in deine Selbstwirksamkeit, Lebendigkeit und Lebensfreude zu kommen.💕✨  

👉 TIPP: Gruppenprogramm: "Von Enttäuschung & Pflichtsex zu erfüllter Intimität & echtem Verlangen" - Für Frauen, die spüren: Ich will mehr.
Willst du, dass sich deine Sexualität endlich lustvoll und nährend anfühlt? Zu dir und deinen Wünschen & Bedürfnissen passt? Etwas ist, worauf du dich freust und das du genießt? Statt dass es sich wie eine Pflichtveranstaltung anfühlt, enttäuschend oder wie etwas, was du vermeidest?
Und bist du neugierig, deine erotische Lebendigkeit wieder ins Fließen zu bringen?
Dann könnte mein neuer Gruppenraum genau der richtige Ort für dich sein. 💕
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Ich freu mich sehr auf Austausch mit dir!
LASS MICH SO GERN WISSEN: Was hat dich berührt? Was waren deine Erkenntnisse?
💌 Schreib mir so so gern! 💌z.B. über die Kommentar-Box, per Email an hello@machs-mit.com oder über Instagram: @machs_mit. 💌
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Die Folge ist vor allem für dich, wenn ...
  • Sex für dich eher enttäuschend oder eine Pflicht als ein Vergnügen ist
  • du dich fragst, warum du so selten Lust drauf hast, ob was mit dir nicht stimmt oder du "einfach nicht so sexuell bist"
  • spürst, dass du dich im Sex oft noch anpasst, funktionierst oder die Bedürfnisse anderer über deine eigenen stellst
  • du dich nach mehr Lust, erotischer Lebendigkeit und erfüllender Intimität sehnst
  • neugierig bist, herauszufinden, wer DU erotisch eigentlich bist & was deine erotische Lebendigkeit (wieder) ins Fließen bringen würde
Darum geht's in der Folge:
✨ Keine Lust auf Sex? Was, wenn das total valide ist und nicht ein Zeichen dafür, dass mit dir was nicht stimmt oder du einfach "nicht so lustvoll" bist?
✨ Warum's sich wie eine Pflichtveranstaltung anfühlt - und was wir uns damit wirklich Fatales beibringen, wenn wir's über uns ergehen lassen
✨ Wie deine Sozialisation dein jetziges, sexuellen Erleben negativ beeinflusst hat 
✨ Woran du erkennst, dass du deine Bedürfnisse übergehst, ohne es zu merken 
✨ Sexuelle Unzufriedenheit nicht mehr als „normal“ akzeptieren
✨ Die Entscheidung, die alles verändern kann, wenn du mehr Lebendigkeit, Lust und Verbindung willst
 
Wichtigste Stichworte der Folge: sexuell unzufrieden, Pflichtsex, Selbstverlassen, weibliche Sozialisation, Sexualität, sexuelles Erwachen, Sexual Awakening, sexuelle Exploration

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"More Please" Playgrounds ❤️‍🔥- Von "weiß nicht genau" und "ganz okay" zu "f*ck yes, genau so!".
Deine Gelegenheit spielerisch-neugierig zu explorieren:
💖 Was du wirklich willst.
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Jedes Mal erforschen wir eine andere Wunsch-Facette, sodass dein Spektrum an Dingen, die du wollen kannst und darfst, sich Stück für Stück erweitert. Und du vielleicht Wünsche entdeckst, die dir gar nicht bewusst waren, aber dein Schlüssel zu "verboten" viel Lebendigkeit und so viel mehr "F*ck Yes"-Momenten sind ❤️‍🔥

Hier findest du die aktuellen Termine (inkl. der Online-Workshops zum Reinschnuppern):
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Alle Infos dazu, wie diese besondere Reise aussehen kann, findest du hier: https://www.machs-mit.com/einzelcoaching
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Transkript

Hallo, hallo, hallo, hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von „Mach's mit". Und heute wird das ziemlich wahrscheinlich eine Doppelfolge, weil's hier richtig, richtig viel zu sagen gibt und ich dich auch einfach ein Stück weit mitnehmen möchte und gleichzeitig dir die Gelegenheit geben möchte zu schauen: Wo kann ich dich abholen? Also wo stehst du gerade? Wo darf ich dich abholen und mitnehmen und ein Stück weit auf deinem Weg begleiten? Und ich glaub, so die wichtigste Message, die ich dir heute mit an die Hand geben möchte, ist rund um, wenn du das Gefühl hast, entweder ich stecke noch in einer Sexualität, in einer Intimität fest, wo sich Sexualität für mich eher wie 'ne Pflichtveranstaltung anfühlt oder wie irgendwas, wo ich sage, irgendwie hab ich nicht so richtig Lust da drauf, wo vielleicht sogar schon mal die Frage in deinem Kopf aufgetaucht ist: Bin ich asexuell? Hab ich einfach keine Lust mehr? Wenn das noch ist, wo du gerade bist, dann ist auf jeden Fall die heutige Folge bestimmt eine ganz, ganz wichtige für dich. Und gleichzeitig, wenn du für dich schon irgendwie erkannt hast: Hey, irgendwie ist da mehr möglich. Ich weiß, dass das, was da gerade an Sexualität und Intimität bisher in meinem Leben vielleicht auch stattgefunden hat oder immer noch stattfindet, das ist irgendwie nicht das Ganze. Das ist nicht das, was möglich ist. Und wenn du eigentlich für dich gerade auf dem Weg bist, ich möchte meine eigene erotische Welt wieder zurückerobern und vielleicht überhaupt mal kennenlernen und gucken Ja, was ist denn eigentlich möglich für mich? Und wenn du gleichzeitig aber weißt, ja, wie soll denn das eigentlich innerhalb des bestehenden vielleicht Beziehungskonstrukts oder mit den Menschen, die du bisher so getroffen hast, möglich sein? Also wenn bei dir irgendwie so ein bisschen diese Frage auftaucht von, ja, jetzt hab ich schon irgendwie gemerkt, an mir liegt's nicht und es gibt eine andere Art von Sexualität, die vielleicht viel mehr mir entspricht und die mir viel mehr Spaß machen könnte. Da ist also mehr draußen möglich, aber where the fuck and how the fuck soll ich das irgendwie finden und möglich machen? Dann ist auf jeden Fall auch diese Doppelfolge genau das Richtige für dich. Ich glaube, dass ganz, ganz vielen Menschen das so geht. Ich hab mittlerweile in den letzten Wochen mehrere Gespräche, mehrere Erstgespräche mit ganz, ganz wundervollen Frauen gehabt, die alle dieselbe Geschichte hatten und dachte, das kann doch kein Zufall sein, dass das jetzt hier gerade so als Thema kommt. Deshalb greif ich's auf und mach's für die anderen Menschen und natürlich auch für diese wundervollen Frauen, die auch schon sich gemeldet haben bei mir, noch mal greifbarer, hoffentlich auch, mmh, eine, einen guten Ausblick auf die Zukunft und was möglich ist. Also wie kriegen wir das jetzt hin? Wie kriegen wir da wieder die Kurve in Anführungsstrichen? Und ich glaube auch ganz ehrlich, ich hab mittlerweile so viele Mamas, die sozusagen meine Mama-Alter sind, ähm, in meinem Umfeld, eben durch die Freundinnen meiner Mutter und so weiter, die alle 'ne ähnliche Geschichte erzählen. Nämlich irgendwie so 'ne Geschichte von, ach, Sexualität ist mir irgendwie gar nicht mehr so wichtig und ach nee, mit den Männern hab ich auch irgendwie abgeschlossen. Und da ist so'n, so 'ne Resignation teilweise in einer bestimmten Generation und die muss nicht da sein. Da ist so, so, so, so viel möglich und gleichzeitig können wir heute ganz viel erkennen. Also damit herzlich willkommen. Lass mich dich mal ein Stück des Weges an die Hand nehmen, begleiten und ein bisschen da reingucken in was ist denn da eigentlich das Thema? Warum haben wir denn irgendwie das Gefühl, dass wir keine Lust mehr haben auf Sex? Oder dass Sexualität irgendwie, ja, nicht so das Gelbe vom Ei ist? Oder was machen wir, wenn wir schon erkannt haben, woran das vielleicht liegt und wissen aber nicht so genau, ja, was mache ich denn damit jetzt? Wie kriege ich denn das jetzt erforscht? Also step by step. Wir gehen mal Schritt für Schritt vor. Also Bevor wir überhaupt über das Thema sexuelles Erwachen sprechen, was im Endeffekt vielleicht heute der erste Schritt für dich ist. Wenn du da schon bist, bleib bei mir. Wir gehen ein kleines bisschen trotzdem auch diesen Weg zusammen. Vielleicht kannst du ja hier und da auch schon 'n paar wichtige Erkenntnisse rausnehmen. Warum bin ich überhaupt in dieser Situation gelandet und was ist jetzt wichtig für mich zu erkennen, damit ich auch daran eben was verändern kann? Also ich glaub, das Allerwichtigste, was wir uns erst mal vor Augen führen dürfen, ist, dass wir, grade wenn wir weiblich sozialisiert werden, ganz, ganz viele Jahrzehnte lang bestimmte Nachrichten, bestimmte Ideen in den Kopf gesetzt bekommen durch alle Bank weg, ne. Also von wie wir aufgezogen werden von unseren Eltern oder eben den Menschen, die für unsere Pflege zuständig waren, dann hin zu unserer ganzen größeren Familie, den Verwandten, Bekannten und so weiter, unseren Peer Groups, also den Menschen, mit denen wir uns umgeben haben in der Schule, in Studium, Beruf, Ausbildung und so weiter und dann eben auch natürlich die Menschen, mit denen wir in Partnerinnen-schaften waren oder auch teilweise noch sind Und das, was wir halt immer wieder sehen, damit erzähle ich vielleicht nichts Neues, ist, dass gerade weiblich sozialisierte Menschen und nur für den Fall, dass du dich nicht als weiblich sozialisiert identifizierst, das ist trotzdem relevant für dich und wichtig für dich, weil auch du kannst natürlich, selbst wenn du männlich sozialisiert worden bist, deine ganzen Imprints und Konditionierungen bekommen haben, ne? Und gerade darauf möchte ich auch heute ein bisschen eingehen. Also stay with me. Ich gehe nur immer mal als Allererstes auf die „Frauenseite" in Anführungsstrichen, also weiblich sozialisierte Menschenseite ein, weil das genau die Menschen waren, die sich in den letzten Wochen bei mir gemeldet haben mit immer demselben Thema. Das fand ich eben so spannend. Das heißt, wenn wir uns mal angucken, was so unsere Konditionierung ist, also was lernen wir so im Alltag durch die Dinge, die uns vorgelebt werden, aber auch durch die Dinge, die entweder belohnt werden, also wo wir Lob bekommen, wo wir Zuspruch bekommen, aber auch da, wo wir sozusagen bestraft werden oder eben nicht das bekommen, was wir wollen, weil auch so lernen wir als Kinder natürlich ganz schnell, was ist erlaubt, was ist nicht erlaubt? Womit kann ich Liebe bekommen, Anerkennung bekommen, Aufmerksamkeit bekommen und womit wird sie mir entzogen oder wofür werde ich sogar bestraft? Und was wir eben sehen, gerade bei weiblich sozialisierten Menschen, ist ein Gefallenwollen, ne. Dieses Fürsorgliche, Angepasste. Das ist das, wofür wir ganz viel Aufmerksamkeit und Liebe bekommen. Ja, also so dieses: Wenn du so bist, wie ich das gern hätte und das gilt ja in dem Fall nicht nur für weiblich sozialisierte Menschen, sondern leider ja sehr durch die Bank hinweg, dass wir in unserer Erziehung oft ja in den zumindest-- Jetzt langsam wird's, glaube ich, progressiver, was ich zumindest so in meinem Umfeld sehe, aber lange, lange geht's ja immer darum: Wie kann ich den Eltern gefallen? Wie kann ich möglichst kein anstrengendes Kind sein, ja? Was aber wir dadurch lernen, ist, dass ich mit meinen Bedürfnissen und den Dingen, die ich so toll finde und das, was mich auch vielleicht lebendig macht und was mich auch ausmacht, eben immer sch-- mehr weg, was weggeschnitten wird, ne. Sodass es dann irgendwann so ist, wie du mich gerne hast, weil wir-- wo wir natürlich aber eben auch im Hinterkopf behalten dürfen, nur weil mir jemand sagt, dass ich zum Beispiel zu laut bin oder zu forsch bin oder zu egoistisch bin oder was auch immer, heißt ja nicht, noch lange nicht, dass das eine Wahrheit ist, sondern das ist manchmal einfach auch die nicht erlaubte Instanz in den Menschen, die dir da deine Erziehung geben, dass die sagen: "So, wie kann sich dieses Kind rausnehmen, das, was ich mir hier nicht rausnehmen darf?" Das heißt, das, wos wir selber noch nicht in uns befreit haben, geben wir natürlich sehr oft eben auch weiter an unsere Kinder als Limitierungen. Das heißt, wir kommen mit 'nem sehr engen Korsett in-- aus unserer Kindheit heraus, ja, und haben im Prinzip diesen Gedanken von: Auf tausend verschiedene Arten wurde und wird mir weiterhin vermittelt, ich als weiblich sozialisierter Mensch soll andere glücklich machen, dann bekomme ich Liebe, Aufmerksamkeit, Schutz, je nachdem, in welcher, ja, in welcher Situation wir uns auch befinden. Und entsprechend ist die Orientierung ja immer sehr auf den anderen Menschen. Und in dem Fall, wenn wir über Partner:innenschaften sprechen, eben auf unser, unsern Herzmenschen, den Menschen uns gegenüber. Ja. Und was ich aber eben auch sehr oft grade so in den Bereichen, so wenn, wenn ich so auf die Menschen gucke, die sich bei mir gemeldet haben, ist alles so was, die so fünfzig, sechzig aufwärts im, im Altersdurchschnitt sozusagen. Da ist superviel auch immer noch dieses Denken geprägt worden von: Ich muss verfügbar sein. Ich muss Das, was da sozusagen von mir verlangt wird, geben, ja, weil das ist meine Sicherheit, um sicherstellen zu können, dass du mich nicht verlässt. Ich will nicht in Scham oder möchte nicht in deinen, möchte nicht deinem Frust ausgeliefert sein. Und dann kommen eben solche Zustände zustande, wie zum Beispiel eine Frau mir letztens erzählt hat, dass sie gesagt hat: "Ja, Sex fühlt sich für mich an wie eine Pflichtveranstaltung." Und sehr oft, sagte sie, geht sie raus mit dem Gefühl, benutzt worden zu sein. Und das muss erst mal sacken. Das ist ein beschissenes Gefühl. Das ist nicht, wie Sexualität funktionieren soll. Das ist nicht, wie wir uns fühlen sollen, wenn es um Sexualität geht. Aber wir machen das ganz oft zu diesem, zu dieser Pflichtveranstaltung, zu einer Aufgabe der Beziehungspflege. Und ich meine, da nehme ich mich selber nicht aus, dass auch ich natürlich geprägt worden bin in Bezug auf, oh, eine aktive, gesunde Sexualität be-- gehört zu einer gesunden Beziehung dazu. Das heißt sofort, wenn, wenn Sexualität oder Intimität sich verändert oder gerade nicht zur Verfügung steht in der Form, wie man's kannte, fragt man sich sofort: Ist was falsch? Oh mein Gott, was passiert jetzt, ja? Zum Glück hab ich für mich ein bisschen mehr den Abstand gefunden, das nicht zu einem Problem machen zu müssen, ja. Also merke aber trotzdem, dass wir, dass wir trotzdem immer mal wieder auch diese Gespräche dann führen dürfen. Ich habe zum Beispiel jetzt gerade eine sehr, sehr emotional herausfordernde Zeit, die auch energetisch bei mir ganz schön viel abverlangt und das beeinträchtigt selbstverständlich meine Libido. Und das ist aber kein Problem, wenn wir kein Problem daraus machen, sondern dann müssen wir halt schauen, okay, fehlt der anderen Person dadurch was, dass ich einfach sage: "Ey, bei mir ist gerade anderes wichtiger als das. Ich komme gerade nicht so schnell sozusagen in die Lust, wie ich sonst bin." Das heißt, es bräuchte vielleicht einen anderen Rahmen, es braucht ein anderes-- erst mal anderen Dingen Raum geben, damit dann dafür auch Raum in mir entstehen kann, ne. Also es braucht vielleicht eine andere Langsamkeit, es braucht eine andere Präsenz und so weiter. Das heißt, da verändern sich Dinge und wir dürfen halt immer wieder schauen: Hab ich nur keine Lust und keine Energie für die Art von Sex, die ich bisher erlebt hab oder einfach grundsätzlich nicht? Und meistens ist es eher das Erste. Das heißt, ja, Sexualität ist eine Form der Kommunikation, die wir miteinander haben. Das ist eine Form der Intimität, die wir miteinander haben und kann uns ganz, ganz viele Dinge geben, die wir wahrscheinlich auf keine andere Art und Weise erreichen können. Dazu gleich noch mal ein bisschen mehr. Aber Wenn wir sofort denken, ich bin jemand anderem Sex schuldig, dann haben wir 'ne ziemlich beschissene Ausgangssituation, weil dann ist ja der freie Wille und das ich kann entscheiden, wann ich das möchte, wie ich das möchte, irgendwie nicht mehr da. Und das, was ich vor allem sehr, sehr Problematisch finde, wenn ich mir die Gespräche an-anhöre sozusagen, die ich geführt habe und auch so in mein Umfeld lausche, in die Freund:innenschaften meiner Mama lausche, dann hör ich halt ganz viel so diese Normalisierung von sexueller Unzufriedenheit, von diesem: "Na ja, es gefällt mir halt nicht so sehr" oder "Es ist nicht so ganz das, was ich will", oder "Ich komme halt nicht", oder ist halt irgendwie ein Rein-raus-fertig-Spiel. Oder, ne, je nachdem auch, wie die eigenen Bedürfnisse sind, wie gut man die auch schon selber kennt, zu sagen: "Na ja, so richtig auf meine Bedürfnisse wird nicht Rücksicht genommen." Ich hatte zum Beispiel eine Frau, die gesagt hat: "Ich merke, dass ich eigentlich viel langsamer bin, viel, viel mehr Langsamkeit brauche. Für den Partner war das ein Problem." Denke ich mir so: "Ja, ist ja spannend. Warum ist das ein Problem?" Da können wir ja neugierig werden, weil an sich ist das total normal. Je älter wir werden, umso mehr, aber einfach auch grundsätzlich, die weibliche Sexualität funktioniert anders als die männliche Sozialität, äh, ähm, Sexualität, ne. Ich habe das vielleicht schon ein paar Mal hier erwähnt. Man macht immer so gerne dieses, diesen Vergleich, um das eindrücklich zu machen: Weibliche Sexualität wie Wasser auf 'nem Kochtopf, in 'nem Kochtopf auf 'ner Herdplatte. Wird langsam warm, braucht einen Moment, bis es warm ist, aber dann hält es auch die Energie sehr gut. Das heißt aber, wir müssen uns Zeit nehmen. Das sind genau diese Dinge, die wir jetzt immer als Vorspiel bezeichnen, als wäre das noch nicht Teil des Spielens, sondern haben das Gefühl, ich muss jetzt erst mal hier irgendwas leisten, damit ich dann kann, anstatt halt zu verstehen, dass all das zu der Intimität und Sexualität gehört. Aber auch das ist halt einfach ein Bild, was sehr pornomäßig und einfach auch Mainstream-Media-mäßig geprägt wurde. Weil wenn wir uns mal daran erinnern und mal schauen, selbst wenn wir keine großen Porno-Imprints haben, ja, also wenn wir nicht viel geguckt haben in diese Richtung, dann sehe ich ja als andere Gelegenheit, wo ich lernen kann, wie Sexualität aussieht, nur eine einzige Sache, nämlich Serien und Filme. Und da ist es ja gefühlt auch so, die beiden finden sich hot, dann siehst du den Schnitt, er drückt sie gegen den Türrahmen, sie knutschen ganz hot, dann fliegen die Klamotten und ins NullKomma nichts sind die, äh, im Intercourse, Penis in Vagina, los geht's. Und dann ein paar Sekunden später haben sie alle, sind sie alle glücklich und liegen nebeneinander verschwitzt im Bett. Dass das aber ferner von jeglicher Realität ist, wie Sexualität aussieht, dass wir aber dann halt diesem Ding hinterherjagen und sagen: "Ja, so muss es ja aussehen und nur wenn's so ist, ist es richtig", ist irgendwie vorprogrammiert, dass wir uns dann nicht so gut fühlen, wenn's dann eben nicht so läuft, sondern so, wie die Realität halt aussieht. Das heißt, ich mag das einmal kurz aufgreifen, ne. Wenn wir uns nehmen: Hey, ich als weiblich sozialisierte Person lerne, meine Aufgabe ist Fürsorge, meine Aufgabe ist Gefallen, meine Aufgabe ist Verfügbarkeit, meine Aufgabe ist, Beziehungen zu pflegen und in diesem Sinne verfügbar zu sein, wenn mein Partner mit mir irgendwas haben möchte. Ja? Weil wir eben auch noch mal im Kopf behalten dürfen, ne, ich will weder den Frust haben, den dann mein Gegenüber vielleicht empfindet. Ich möchte auch nicht mich schämen, dass ich das Gefühl habe, ich bin nicht lustvoll genug oder nicht, ne, irgendwas genug. Ich möchte auch nicht die Angst haben, verlassen zu werden, weil ich jetzt nicht verfügbar genug war. Also zu viele Gründe, die wir uns einfallen lassen, warum es okay sein könnte, einfach Sexualität als Pflichtprogramm mitzumachen. Das, was aber in dem Moment total fehlt und was ich hier einfach schon mal so ein bisschen reinstreuen möchte, ist halt, Sexualität ist eigentlich eine Form des Selbstausdrucks. Es ist eigentlich das, wo du dich fühlen kannst: Was brauche ich gerade? Wie geht's mir gerade? Wie geht's uns gerade? Wie wollen wir uns gerade miteinander in den Ausdruck bringen? Eigentlich ist da eine Möglichkeit, sich selber unfassbar schön kennenzulernen und einander auf einer Ebene zu begegnen, die wir normalerweise eben in, außerhalb unseres Lebens im Bett sozusagen gar nicht haben. Nämlich, das ist, das sind die Momente, wo wir komplett präsent miteinander sein können, wo wir verletzlich sein können, wo wir nackt im wahrsten Sinne sind. Ja, also wo wir uns nicht mehr mit den ganzen Schutzpanzern und dem ganzen Bla bla, das wir im Kopf so haben, begegnen, sondern uns wirklich Haut zu Haut, Herz zu Herz begegnen können. Und das ist die in meiner Welt bisher erlebte tiefste Möglichkeit, sich miteinander zu verbinden und aber auch mit dir selbst in Verbindung zu kommen. Also ich hab teilweise schon mein Herz so aufblühen gespürt und so mich, ach, voll und erfüllt gefühlt in Momenten, wo ich mit, mit meiner Partnerperson intim war, wo ich einfach gemerkt hab, so: Selbst wenn es meinem Gegenüber gerade nicht so geht, bin ich gerade extrem nah mit mir. Und wenn du dann halt noch in die Augen von jemandem schaust und siehst, okay, der anderen Person geht's auch gerade so, wie viel schöner kann das denn sein? Und dann bin ich in diesem Moment eben nicht mehr einfach irgendwie Le-Wegesgefährtin oder vielleicht in manchen Fällen von euch Elternteil, der funktionierende Erwachsene, der irgendwie Managing Life versucht hinzukriegen, sondern in dem Moment bin ich Geliebte, bin ich, bin ich Mensch, der mit dir gemeinsam gerade fühlt und da ist und wir sind irgendwie separat und doch eins. So, das kann Sexualität sein. Und das ist ganz oft das, was die Leute, die mit mir in Kontakt kommen, durch meine Podcast-Folgen und so weiter anfangen zu lernen und zu, zu spüren auch, weil ich weiß für mich ganz genau, wenn ich jetzt, ich denke mal, müsste ich kurz überlegen, aber vielleicht irgendwie acht oder zehn Jahre zurückdenke, da war ich in einer Langzeitbeziehung, wo ich irgendwann in mir gespürt hab: "Das kann's doch wohl nicht sein." Das ist noch nicht-- Also irgendwas in mir wusste, obwohl ich's noch nicht erlebt hatte bis zu diesem Zeitpunkt, irgendwas in mir wusste, mehr ist möglich und ich will nicht mein Leben lang in dieser Beziehung so stecken bleiben, wie wir jetzt gerade sind. Ich möchte nicht, dass das mein, mein, meine Erfahrung rund Sexualität und Intimität bis zu meinem Lebensende bleibt. Und das war 'n Mensch, mit dem hätte ich mir vorstellen können, bis zu meinem Lebensende zusammenbleiben zu können. Aber nicht unter der Prämisse, dass das, was da an Sexualität mein Erleben war, mein Für-immer-Erleben gewesen wäre. Das heißt, ich hab für mich angefangen, genau das zu machen, was ich auch dir ganz herzlichst ans Herz legen möchte. Aber dazu gleich noch mal 'n bisschen mehr. Aber was ich angefangen hab, ist, mit mir selber meine Verbindung aufzubauen, zu gucken: Was will ich denn eigentlich? Was ist denn überhaupt möglich? Was macht mich denn neugierig? Wo geht denn in mir was an, ne? Das ist ja auch am Ende genau das, wof-wodurch zum Beispiel meine More-Please-Playgrounds leben. Dieses Kribbeln an uns, diese Neugier in uns, dieses Wissen, da ist irgendwie mehr möglich und ich will das für mich erleben und erfahren. Und das heißt, das, was ganz oft die Menschen brauchen und vielleicht auch du brauchst, wenn du das Gefühl hast, der Sex, den ich gerade habe, gefällt mir nicht, der ist für mich eher 'ne Pflichtveranstaltung. Wenn's vorbei ist, bin ich froh. Wenn ich dabei mal gekommen bin, ist das auch ganz, ganz großer Partymoment und du irgendwie das Gefühl hast, so Muss man mich schon ein bisschen doll überzeugen, damit ich darauf Lust habe und da irgendwie in Stimmung komme. Wenn das deine aktuelle Realität noch ist, dann ist meine Einladung, einmal zu verstehen: „Aha, wahrscheinlich habe ich nie eine Beziehung zu meiner eigenen Sexualität aufgebaut, sondern immer nur meine Beziehung zur Sexualität meines Gegenübers. Was möchtest du? Was brauchst du? Was geht mit dir? Anstatt, also was geht mit dir zusammen? Also nicht, was geht mit dir, sondern: Was ist mit dir möglich? Das ist dann meine kleine Kugel, in der ich mich bewegen kann und darüber hinaus wird gar nicht gedacht, weil es ist ja schon der limitierte Rahmen gegeben. Und so muss es eben nicht sein, so muss es auch nicht bleiben. Weil das, was ich wirklich einmal hier ganz, ganz krass betonen möchte: Wenn wir uns zu Sex zwingen, den wir eigentlich nicht haben wollen – und das ist ganz, ganz oft die erste Frage, die ich den Frauen stelle, die sich bei mir melden, dass ich frage: „Hast du schon jemals Sex erlebt, den du toll fandest?" Und sehr, sehr oft bekomme ich die Antwort: „Nein." Und dann, dann sage ich danach immer: „Und ist es dann eine Verwunderung, dass du dann keine Lust auf Sex hast? Weil was wäre denn sozusagen wollenswert? Du hast ja noch gar nichts erlebt, was wollenswert wäre. Also woher soll die Lust kommen, wenn dir bisher irgendwie nur was angeboten wurde, das wäre ungefähr so wie, dir bietet ständig jemand was Ekliges zu essen an und dann sagst du: „Ja, also gut, beim Essen ist es vielleicht ein bisschen schwierig, weil wir haben so einen Grundbedarf, dass wir sagen, ich muss schon was essen, sonst verhungern wir ja. Bei Sexualität ist das ein bisschen anders. Wir merken nicht so sehr das Verhungern, was da passiert, aber dazu gleich ein bisschen mehr. Aber nur, um mal ein bisschen in der Idee zu bleiben. Natürlich habe ich dann nicht so wahnsinnig viel Bock auf das Essen, was du mir anbietest, und dann mache ich einfach meine Grundversorgung und dann ist auch gut. Aber wenn du mir mal was-- Wenn ich mal wirklich was Leckeres erlebt habe, wenn ich was erlebt habe, was ich richtig, richtig toll finde, dann habe ich auch mehr Lust darauf. Aber wenn es immer ein großer Kraftakt ist und ich da irgendwie wahnsinnig viel tun muss, dass es irgendwie nur ansatzweise schön wird, dann habe ich natürlich keine Lust auf Sex. Aber wenn ich keine Lust auf den Sex habe, der mir angeboten wird und ich mich aber trotzdem dazu zwinge, weil ich Angst habe, ne, dass ich verlassen werde, weil ich keine Lust habe auf die Konfrontation, dann bringen wir unserem Körper etwas ganz Schreckliches bei, nämlich: Der Sex ist nicht für mich. Meine Lust, mein Vergnügen spielen keine oder nur eine sehr untergeordnete Rolle. Und dann sind wir im Klassiker der weiblich sozialisierten Menschen Das ist das, was wir auch dann im Rahmen der sexuellen Befreiung und Liberation immer wieder als Thema gesehen haben. Über die Jahrzehnte und Jahrhunderte gefühlt wahrscheinlich hinweg, nämlich das Zurückerobern von Sexualität ist nicht nur für dein Gegenüber, ist nicht nur für den Mann, ist auch für dich. Wenn ein Mensch nur Spaß hat am Sex und die andere Person nicht, dann ist das kein Sex worth having. Full Stop. Und Sex ist auch kein Service. Es ist nicht was, was wir für jemand anders machen. Also eine Pflichtveranstaltung. Wenn in dir das Gefühl da ist, es ist eine Pflichtveranstaltung, dann ist es der Moment, mal innezuhalten und sich zu fragen: What the fuck mach ich hier eigentlich, wenn ich nur mitmache, wenn Sexualität mir passiert, anstatt ich das aktiv mitentscheide, wenn ich's womöglich noch über mich ergehen lasse, wenn ich womöglich noch irgendwas fake, damit der andere Mensch sich halbwegs gut fühlt für die, für die Per- für die Performance, die da abgeliefert wurde. Du tust niemandem einen Gefallen, insbesondere nicht dir und deinem Nervensystem, deinem Lustempfinden. Und wenn man ganz ehrlich und groß schaut, auch nicht deinem Leben. Weil die Muster, die wir uns in unserer Intimität, in Sexualität, in Partnerinnenschaften antrainieren, die sind nicht nur auf diesen Raum begrenzt. Du wirst, wenn du schaust, sehen: "Aha, wo gehe ich noch über meine Bedürfnisse? Wo gehe ich noch über meine Grenzen? Wo mache ich noch mit, obwohl ich es eigentlich nicht will? Wo weiß ich selber eigentlich überhaupt gar nicht, was ich will? Weil ich mich viel zu oft nur gefragt habe, was alle anderen wollen." Und dann als Konsequenz warum fühle ich mich eigentlich so nicht lebendig? Warum fühle ich mich eigentlich so okay gut in meinem Leben? Was macht mich eigentlich wirklich glücklich? Also das einfach noch mal ganz fett unterstrichen und in eine Box gepasst, äh, gepackt. Wenn sich der Sex für dich wie Pflicht anfühlt, wenn der sich unangenehm anfühlt, wenn er sich schmerzhaft anfühlt, dann ist da etwas wirklich ernsthaft, dass wir uns mal drüber unterhalten müssen. Weil dann ist dieser Sex nichts, was du selber wählst und wollen könntest. Und das Problem, was ich einfach noch mal auch aufzeichnen möchte, es geht in zwei Richtungen, weil zum einen, wenn ich Sexualität mitmache, obwohl sie sich für mich nicht gut anfühlt, dann hab ich Sex unter Druck, dann hab ich Sex, den ich verpflichtend habe und dann hab ich Sex, weil ich mich nicht schambehaftet oder sonst irgendwas fühlen möchte. Das heißt aber auch, dass ich in dem Moment immer wieder meine Grenzen und Körpersignale übergehe, immer wieder diese ignoriere und das führt dazu und das kannst du einfach mal in dir prüfen, dass ich Groll habe, dass ich Frust habe, dass ich Wut in mir habe, von der ich gar nicht weiß, wo die hingehört und dass ich Ablehnung empfinde, den Menschen gegenüber, mit dem ich da gerade Sex habe Und da wirklich mal spüren so: Wo kommt das in mir zum Ausdruck? Wo kommt diese-- und es, es ist wirklich, du kannst es nachvollziehen so. Das sind dann die Momente, wo dann, ne, wir haben dann irgendwie Kopfschmerzen, sind genervt und zu, haben zu viel Stress und finden tausend Gründe, warum wir jetzt gerade keinen Sex haben wollen. Und das bringt Distanz und das bringt Spannung in eine Beziehung. Und wenn wir's dauerhaft haben, dann haben wir zwei Menschen, die an, an unterschiedlichen Stellen einen Stresspunkt haben. Der eine Mensch fühlt sich nicht begehrt, fühlt sich abgewiesen und irgendwie nicht so richtig in Verbindung, nicht geliebt. Sehr, sehr oft haben männlich sozialisierte Menschen einen Sexual Blueprint. Wenn du die Blueprints noch nicht kennst, schau mal gerne in meine Folgen dazu. Das heißt, sehr oft ist für sie Sex auch eine Quelle für sich geliebt fühlen, sich gewollt fühlen. Das heißt, wenn das wegfällt, fällt da auch plötzlich ganz viel, ähm, Selbstwert weg. Was nicht heißt, dass wir ihnen diese Sachen schuldig sind, aber es ist einfach nur eine Sache, die in dem Moment passiert. Auf der anderen Seite bist du die Person, die sich unter Druck fühlt, die Person, die sich verpflichtet fühlt, die Person, die sich schamvoll fühlt, weil sie nicht oft genug von sich aus Lust hat. So. Wenn wir uns also oft genug auch schön übergangen haben und trotzdem mal immer mal wieder nachgegeben haben, damit wieder mal für einen Moment Ruhe ist, passiert etwas. Nämlich, dass wir die wunderschöne Sensibilität, die dein Körper hat, temporär ausstellen. Und temporär heißt nicht nur für diesen Moment, sondern heißt so lange, bis wir anfangen, dieses Programm nicht mehr zu fahren. Das heißt, wir müssen uns ja ein Stück weit selber verlassen, um Dinge zu ertragen, zu denen wir eigentlich innerlich ein Nein haben. Und was glaubst du, wie leicht es dann ist, über andere Neins auch noch hinwegzugehen, weil wir uns ja eh schon innerlich abgestellt haben und ein Stück weit selber verlassen haben. Und wir müssen das manchmal so klar formulieren, dass wir's wirklich greifen können. Das, was wir da machen, wenn wir uns zu Sex hinreißen lassen, den wir nicht wollen, den unser Körper uns ganz klar spiegelt, nicht für uns gut ist, das ist Selbstvergewaltigung. Das ist Abuse. Und wir können's nicht anders nennen. Und wir verlassen uns in dem Moment selbst. Da liegt, da lebt in uns ein kleiner Mensch, den wir verlassen, die ganz klar sagt: "Das will ich nicht, das fühlt sich nicht gut an." Und wir sagen: "Komm, das schaffen wir schon einmal heute, nur ganz kurz." Das würden wir keinem Kind antun, aber uns selber tun wir das an. Das heißt, zum einen verlieren wir den Kontakt zu uns selber und zum anderen verlieren wir den Kontakt zu unserem Gegenüber. Dann sind wir jetzt vielleicht zwar noch in einer Beziehung, aber wir sind nicht in einer Beziehung, die sich wirklich schön und nährend anfühlt und vor allem, die das nicht mehr hat oder noch nie hatte, was eigentlich in meiner Welt zumindest der Sinn und Zweck von solchen Verbindungen ist, nämlich gemeinsam das Leben explorieren, gemeinsam das Leben genießen, einander genießen, ins Spielerische kommen, ins Neugierige, ins Flirtige, Geliebte sein, wie gesagt, ne. Dieses Miteinander wirklich tief tauchen, einander wirklich meinen und wirklich nur die Dinge tun, auf die man wirklich Lust hat und dann zu merken, was das für 'n krassen Qualitätsunterschied macht. So, an diesem Punkt ist so die erste kleine Sollbruchstelle. Das heißt, bis hierhin war entweder nichts davon neu für dich, vielleicht aber ein wichtiger Reminder oder du hast hier gerade mal einen kleinen Wake up Call bekommen. Was auch immer es für dich war- Das ist der Moment, das kurz mal sacken zu lassen und sich zu fragen okay, wenn Sarah da recht hat und das, was ich hier gerade bisher vielleicht und wirklich, du bist nicht die einzige Person, fucking promised, für die das genauso wahr ist, nämlich mehrere Frauen, wie gesagt, haben O-Ton gesagt: "Ich hatte noch keine Beziehung, in der sich das nicht so angefühlt hat. Und ich hatte noch nie Sex, der sich wirklich worth having angefühlt hat." Wenn das deine Realität ist und sei es auch nur deine aktuelle Realität und du sagst: "Nein, ich hatte schon mal irgendwann auch mal Sex, der sich gut angefühlt hat." Wenn deine aktuelle Realität ist, dass es nicht mehr so ist, möchte ich einfach dich sozusagen bei der Hand nehmen, dir in die Augen schauen und sagen: "My love, then it's worth doing something about it." Weil deine Frage, die du dir ja stellen darfst für dich und dein Leben, ist: Will ich so weitermachen? Will ich, dass das meine Realität bleibt bis zum Ende meines Lebens? Oder bin ich jetzt endlich mal bereit, dafür loszugehen, mutig zu sein, fucking verletzlich zu sein? Weil genau für diese Reise, die lohnt sich so verdammt. So wenn ich, wenn ich der Person von mir selber von vor acht bis zehn Jahren sagen könnte oder noch ein paar Jahre vorher, weil ich ja da schon auf meinem Weg war, wenn ich ihr sagen könnte: "So, Girl, auf der anderen Seite von dieser ganzen, von dieser ganzen Scheiße hier wartet übrigens richtig Krasses, richtig krasse Erlebnisse auf dich, richtig viel Lebendigkeit, wunderschöne Intimität. So darfst mal loslaufen. Da, da ist so viel, was dich noch erwartet." Dann wäre ich vielleicht schon ein paar Meter vorher losgelaufen. Und ja, der Weg ist sometimes fucking scary, manchmal fucking unbequem. Gerade wenn wir hier noch in unseren ganzen Geschichten in unserem Kopf laufen, die wir, ne, alle alten Stimmen von wegen: "Jetzt sei mal nicht so egoistisch, gib dich doch mal mit dem zufrieden, was du hast. Sei doch nicht hier so, ne, habgierig" und, "Ja, wo kommen wir denn da hin?" Und all diese Storys, die wir vielleicht jetzt gerade aktiv in unserem Kopf laut hören, darf ich dir einfach schon mal mitgeben, ist Teil der Reise, auch genau mit diesen Stimmen umzugehen. Wie gehe ich damit um, wenn ich was möchte, mein Gegenüber das aber nicht will oder das nicht geben kann? All dazu in der nächsten Folge ein bisschen mehr. Aber hier an diesem Punkt machen wir den Punkt von, dass ich mir für dich wünsche, Sex, der sich für dich gut anfühlt. Und die Erkenntnis und der Gedanke, der mal reifen darf: Vielleicht hab ich einfach bisher noch nie die Art von Sexualität erlebt, die meinem Nervensystem, meinem Körper, meinen Sehnsüchten, mir als Frau entspricht. Und nur deshalb hab ich vielleicht grade gar keine Lust. Und ich darf mir hier mal irgendwo hinter die Ohren schreiben: Vielleicht bin ich gar nicht lustlos, vielleicht liegt es gar nicht alles hier an mir. Und Lust darf ich mir mal jetzt in meine, auf meine Haut tätowieren: Lust hat nicht Pflicht zu sein. Sex kann langsam sein. Penetration muss nicht der Mittelpunkt meiner Sexualität sein und der Höhepunkt einer sexuellen Begegnung. Wir können auch wunderto-- wundertolle, wundervolle und tolle Begegnungen haben, ohne dass überhaupt Penis-in-Vagina-Penetration jemals stattfindet. Dazu kannst du gerne meine Folge mit, äh, „Als Penetration optional wurde" mal, mal hören, wenn du da 'n bisschen neugierig bist. Und ganz, ganz wichtig: Dein Körper ist weder eine Maschine, die einfach funktioniert, wenn man, wenn irgendjemand sagt, ich hätt jetzt mal gerne und niemand hat Anspruch darauf. Nur du darfst entscheiden, mit wem möchte ich und mit wem möchte ich nicht. Und das ist der erste Punkt, an dem wir erst mal kurz landen dürfen und das mal sacken lassen dürfen. Und ich kann dir nur zum Abschluss einen wichtigen Punkt mitgeben. Ähm, und der ist im Endeffekt so: Wo, wo dürfen wir jetzt im Prinzip starten? Und der ist für mich eine kleine Geschichte wert. Nämlich ich weiß noch, als ich schon aus dieser Beziehung, von der ich erzählt habe, raus war und war schon so in meiner sexuellen Exploration, viel mehr rausfinden, was mag ich, was mag ich nicht, ähm, mir erlauben, wirklich meiner Neugierde zu folgen. Und ich weiß noch, dass ich eine, eine Begegnung mit einem Mann hatte, den ich an sich irgendwie ganz spannend fand. Also der hat insbesondere, weil ich zu dem Zeitpunkt auch sehr meine ganze kinky Seite ausexploriert habe, ne. Der war selbst ananter Dom, ähm, also ein dominanter Mann, der dachte, er weiß, wie es die Frauen brauchen. Und ich hab mit dem, obwohl mein Gefühl – und hier geht's nämlich wieder um dieses so: Da ist ein klares Körpersignal und wie oft über, übergehen wir das, weil's uns unangenehm ist, in dem Moment dann noch auszusteigen oder sonst irgendwas, ja. Das heißt, ich bin mit diesem Menschen mit zu ihm nach Hause, hab mir da seine tolle Toysammlung angeguckt, hab eigentlich schon gemerkt: Nee, ich will gar nicht. Möch-- bin eigentlich-- das reicht schon. War aber auch so ein bisschen hin- und hergerissen zwischen Neugier und eben auch schon diesen so: Wie komme ich jetzt hier irgendwie raus?, äh, und, und das galant zu machen. Und finde mich dann irgendwann wieder In einer Situation, wo ich nicht nur das, was da mit mir passiert ist in dem Moment nicht mehr genossen habe, sondern auch wirklich ernsthaft innerlich gedacht habe: „Sarah, what the fuck machst du hier eigentlich? Das ist grad super gefährlich. Zum Glück hast du deinen Freundinnen gesagt, wo du gerade bist und den Standort live ge-ge-geteilt, weil diese Person kannte ich noch nicht lange." Und ich war gerade in dem Moment in einer sozusagen Fixierung meiner Hände, wo ich mich jetzt nicht so schnell hätte befreien können, ähm, wie es vielleicht manchmal nötig gewesen wäre. So long story short: Es ist an sich alles gut gegangen. Ja, also es ist nichts Schlimmes für mich passiert, aber es sind-- ich habe Dinge über mich ergehen lassen, die sich für mich einfach verdammt scheiße angefühlt haben, wo ich ganz klar gemerkt habe, ich will gar nicht mehr. Ich will nicht mehr, dass du mich be-berührst. Ich will mit dir gerade keine Interaktion mehr haben. Wo aber einfach dieses, dieser Moment von Mut in mir noch nicht, der Muskel sozusagen noch nicht gut genug in mir trainiert war, um dem wirklich Ausdruck zu verleihen. Und ich weiß noch, dass wir dann da irgendwie noch versucht haben oder er versucht hat, da irgendwie noch Dinge zu tun, wo ich einfach gemerkt habe, so, das ist es nicht. Und irgendwann gab's dann den Moment, wo ich gesagt habe: „Okay, ich möchte gerne nach Hause", aber da war es schon X Stunden zu spät nach meinem ersten Nein. Und als ich zu Hause unter der Dusche stand und mich abgeschrubbt habe, weil ich mich so dirty gefühlt habe von: Warum habe ich das mit mir machen lassen?, habe ich meiner Joni so klar versprochen: This is not gonna happen ever again. Niemals mehr werde ich diese Art von Sex, wo ich merke, ich will das nicht mehr und es fühlt sich für mich nicht gut an, noch weiterhin erlauben. Das war wirklich mein klarer Turning Point, wo ich gesagt habe: „Okay, es reicht. Das war jetzt einmal zu viel." Und genau diese Entscheidung braucht es von dir in diesem Moment auch. Die Entscheidung von A: Ich verdiene mehr. Niemand anderes gibt dir diese Erlaubnis. Niemand nimmt dir diese Entscheidung ab. Ich kann dich nur darin krass bestärken, dass du mehr verdienst. Yes, my love, you do. So das, was da vielleicht gerade an Sexualität deine Realität ist, das, was, wie sehr sich ein anderer Mensch um dich bemüht beim Sex oder deine Lust mit ins Zentrum stellt. Wenn das alles ist, was du bisher bekommen hast und du hast irgendwo in dir das Gefühl, da geht mehr. Ich hab's bei Sarah gehört, dann trust that. Und dann braucht es dieses Versprechen, dieses heilige Versprechen dir selber gegenüber: Ich höre jetzt sofort auf, Sex zu haben, den ich nicht will. Ich werde nie wieder erlauben, dass ich Sex zu Sex Ja sage, zu einer Pflichtveranstaltung mache, obwohl ich ihn nicht haben möchte, obwohl er sich für mich nicht gut anfühlt. Egal ob das bedeutet, dass es dann dadurch unbequem für mich oder mein Gegenüber wird. Aber ich werde mich nicht mehr länger selber vergewaltigen im Endeffekt. Ich werd für die Kleine in mir einstehen und dafür sorgen, dass ich Sex habe, der sich wirklich richtig gut anfühlt und wo ich, um dir mal das Bild zu malen, wo wir hinwollen. Eine, ähm, dass, dass Sex für dich, das ist die Vision, wo wir hinwollen, dass Sex für dich 'ne Erfahrung wird, die joyful ist, die sich, die genussvoll ist, die du genießen kannst, die spielerisch ist, die verbunden ist, wo du dich wirklich gemeint fühlst und nicht benutzt am Ende. Die lustvoll für dich ist, wo du auch spürst so: "Ah, das kann also wirklich toll sich anfühlen und nicht nur wie so 'n Rein-raus- äh Programm, wo ich hier irgendwie benutzt werde als Loch, was jetzt gerade zur Verfügung steht", sondern dass das eine Erfahrung ist, die sich in deinem Körper richtig, richtig gut anfühlt und wo du in deinem Körper bleiben darfst und in deiner Emotion richtig aufgehen darfst, anstatt deinen Körper zu verlassen und dich zu verlassen, damit's dann irgendwie möglich wird. Und dass du nicht mehr das Gefühl hast, ich mach das, um jemand anderes glücklich zu machen oder wo du das Gefühl hast, hier der, der Countdown läuft wieder, bis ich wieder ran muss. Oder ich hoffe, die Zeit ist schnell vorbei, bis ich, bis es hier vorbei ist, sondern wo du im Prinzip dir wünschst, es könnte gar nicht enden, weil du den Moment so genießt und weil du nicht auf die Uhr gucken musst und weil du nicht in deinem Kopf bist. Und wo du nicht angespannt wirst o-oder irgendwie ängstlich wirst, wenn jemand dein Bein berührt und das deine Partnerperson ist und du weißt so, ah, und jetzt als Nächstes passiert das und das und das und dann muss ich wieder oder dann muss ich mich wieder unter Druck setzen, dass ich möglichst schnell in die Lust komme, damit ich hier auch noch irgendwie eine halbwegs schöne Erfahrung hab. Sondern dass Sex was ist, worauf du dich freust und was, was du willst, worüber du nachdenkst, weil du sagst so, "Oh, was könnte ich da eigentlich hier noch alles Spannendes rausfinden?" Das wünsche ich mir für dich und das ist fucking möglich for fucking everyone, auch dich. Sounds good, my love? Ich hoffe doch. Wenn du magst, schreib mir so, so, so, so gerne, was bei dir landet, wo du gemerkt hast, "Oh mein Gott, Sarah, nee, kann ich nicht." Oder hier sind meine tausend Gedanken, die du noch gar nicht ausgesprochen hast, die ich noch alle habe. Schreib sie mir. Sei so mutig wie auch die anderen Frauen vor dir, weil das ist der Moment, wo du dich gerade selber ernst nimmst, wenn du mir die Da-Sachen schreibst, die sichtbar machst, dich fühlbar machst, dich ausdrückst und dann schauen wir, wo wir genam-gemeinsam hinlaufen können. Zum einen in der nächsten Folge, aber vielleicht auch in Räumen mit mir zusammen. Also deine Sexualität, mein Herz, deine Lust, dein Vergnügen ist keine Verhandlungssache, sondern ist etwas, was dir zusteht, was du verdienst und daher let's stop having sex that's not worth having, okay? Schreib mir so gerne. Du kannst mir auf Telegram schreiben, du kannst mir auf WhatsApp schreiben, du kannst mir auf Instagram schreiben. Ich freue mich auch immer total über Sprachnachrichten. Wir können einen kostenlosen Kennenlerncall machen, wenn du ein bisschen schauen möchtest, ha, wie kann Sarah mich denn eigentlich in meiner Journey begleiten? Was gibt's denn da für Möglichkeiten? All das ist möglich. Ich freue mich absolut von dir zu hören und w-sei es nur ein kleines Herz oder irgendein Wort, was gerade bei dir präsent ist nach dem Hören, dann habe ich das Gefühl, okay, wir waren irgendwie im Austausch. Hier ist irgendwie ein Herz berührt worden von einem anderen Herzen. Da würde ich mich sehr freuen. Also dann hoffentlich bis zur nächsten Folge, mein Herz, und schick die Folge an alle, die genauso unterwegs sind wie du oder wo du das Gefühl hast, ich glaube, die Person muss das unbedingt mal hören. Let's do it, let's share some love and let's make sure, dass wir alle ein bisschen besseren Sex haben, oder? Weil das ist ja nicht nur der Sex, der besser wird, mein Leb-mein Herz. Es wird einfach das Leben besser, weil wir uns mehr ernster nehmen. Also let's go.