Was wir verlernen & dazulernen dürfen (Teil 2/2)
Verlernen, wer wir sein "sollen". Lernen, mit dem ganzen Malkasten zu malen.
20.02.2026 47 min
Zusammenfassung & Show Notes
Teil 2: Wo und wie wir aus den gewohnten (bequemen) Wegen ausbrechen und dadurch echte Freiheit, Lebendigkeit & Tiefe erleben. Yummy! 🤤Nicht mehr: Rollen & Erwartungen erfüllen. Performen. Sondern: Wirklich wir selbst sein. Und wirklich in Verbindung. Und genau dort entsteht Intimität – in dieser echten Begegnung von Menschen statt Rollen & Masken.
Ich nehm dich wieder hautnah, ehrlich und verletzlich mit, damit du weißt, wie's sich anfühlt und dass du nicht allein bist. 💕✨ Und gebe dir wie immer was an die Hand, um (wieder) in deine Selbstwirksamkeit, Lebendigkeit und Lebensfreude zu kommen.💕✨
Neugierig auf eine Online-Couple-Session, wo ihr diese Art der Verbindung erforscht? Dann bucht euer kostenloses Kennenlerngespräch mit mir: https://calendly.com/machs_mit/kennenlernen
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Ich freu mich sehr auf Austausch mit dir!
LASS MICH SO GERN WISSEN: Was hat dich berührt? Was waren deine Erkenntnisse?
💌 Schreib mir so so gern! 💌z.B. über die Kommentar-Box, per Email an hello@machs-mit.com oder über Instagram: @machs_mit. 💌
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Darum geht's in der Folge:
✨Was Konditionierung mit Beziehung macht
✨Welchen Leistungsdruck & welche emotionale Masken die Folge sind
✨Warum wir fälschlich emotionale Nichtverfügbarkeit normalisieren
✨Wie wir einen beidseitigen emotionalen Safe Space kreieren
✨Wie wir nicht meh auslagern und unser Gegenüber damit einschränken
Stichworte: emotionale Verbundenheit, emotionale Intimität, Genderrollen, Konditionierung, Sozialisation, Projektion, Schattenarbeit, emotionale Sicherheit
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Lass uns herausfinden, was DU willst (und was nicht) - was dein full-body "Fuck Yes" ist.
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Stichwörter der Folge:
Veränderung, Persönlichkeitsentwicklung, Embodiment, Selbstbeobachtung, Selbstreflexion, Transformation, Empowerment, Bedürfnisse, Kommunikation, Mut, Verletzlichkeit, Wachstum, Veränderungsprozess, Selbstfindung, Selbstwirksamkeit, Bewusstes Leben, Eigenverantwortung, Selbstbestimmung, Lebendigkeit, Beziehungsmuster, emotionale Verfügbarkeit, Bindungsdynamiken, Genderrollen, Projektion, Schattenarbeit, emotionale Sicherheit, Partnerschaft, Intimität, Beziehung auf Augenhöhe, Beziehung, emotionale Verbundenheit, emotionale Intimität, Konditionierung, Sozialisation, emotionale Verfügbarkeit, Safe Space, Konfliktvermeidung, Nähe & Distanz, Selbstmitgefühl
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Transkript
Hallo und herzlich willkommen
zum zweiten Teil dieser Folge.
Falls du also den ersten Teil noch nicht
gehört hast, dann einmal eine Runde
zurück und diesen ersten Teil hören.
Denn hier beginnt jetzt der zweite Teil.
Einmal kurz zusammengefasst
was bisher geschah.
Wir wollten ja auf die Suche gehen nach,
was braucht es denn jetzt eigentlich
wirklich, um diese Art von tiefer
emotionaler Verbindung zu spüren und was
steht uns da gerade in heterosexuellen
Beziehungen auch viel im Weg.
Und ich habe angefangen mit dir ein
bisschen reinzuspüren, was sind denn so
unsere klassischen Konditionierungen und
Prägungen, die uns da so im Weg stehen
und was sind die Konsequenzen davon.
Und gerade die Konsequenzen möchte ich
jetzt als allernächstes Mal aufgreifen, um
dann eben tiefer zu tauchen in das, was es
tatsächlich braucht und was wir auf allen
Seiten egal wie du dich identifizierst,
kultivieren dürfen, damit wir eben
zum einen mehr in diese Art von Tiefe
kommen, aber eben auch, damit wir diese
wunderschöne Freiheit in uns und diese
Lebendigkeit in uns, Mehr zum Scheinen
bringen können und vor allem eben auch
Beziehungen führen können, die deutlich
lebendiger, auf Augenhöhe und freier sind.
Und ich kann dir nur sagen, die Reise
lohnt sich unfassbar und damit geht
es jetzt hier in den zweiten Teil und
ins Reflektieren von, wenn wir uns
Max und Marie auf diese Art und Weise
vorgestellt haben, was lernen wir daraus?
Und so, was ist also die Konsequenz
von diesem kleinen Experiment?
Die Folge ist, dass wir eben sehen,
dass es bestimmte Prägungen und
Konditionierungen gibt, die wir eben
mitbekommen, im Prinzip schon ab dem
Moment, wo wir auf die Welt kommen,
die dazu führen, dass bestimmte
Eigenschaften weniger in uns kultiviert
werden und andere dafür mehr.
Und das, was ich dann zum Beispiel...
beobachten kann in... Und denselben
Männern von denen wir uns zum Beispiel
wünschen, dass sie emotional verfügbar
sind und all das, was ich vorhin
benannt habe, sind ein paar Sachen,
die ich gleich mal beschreiben mag.
Mit dem kleinen Disclaimer.
Ich gehe hier gerade sehr konkret
auf Stereotype und teilweise aber
eben auch so den Schnitt ein.
Das heißt, nicht jeder Mann wird zu 100
Prozent diese Dinge abdecken, aber du
darfst gerade, wenn du selber männlich
sozialisiert bist, mal nachspüren, wie
viel von genau diesen Dingen, die ich
jetzt beschreibe, ist in dir noch aktiv.
Teils eben vielleicht wirklich auch
aktiv ausgelebt und wie viel ist aber
einfach so im Sinne von, ich weiß
dass das hier von mir erwartet wird
und entsprechend mal zu schauen, wie
schwer oder leicht ist es für dich.
Anders dich zu verhalten als das,
was da klassischerweise passiert.
Und gleichzeitig darfst du als weiblich
sozialisierter Mensch mal schauen,
wie viel davon sehe ich in meinem
Beziehungsgegenüber, in meinen letzten
Partnern, in den Menschen um mich
herum und einfach mal nachklingen
zu lassen, was das mit dir macht.
Denn das, was diese Art von
Konditionierung und Prägung und
Rollenmustern macht, ist auf der einen
Seite Männer, die von sich beschreiben,
O-Ton oft in meinen Coachings gehört, ich
habe es noch nicht so mit den Emotionen,
ich bin nicht so gut in dem ganzen
Emotionalen die innerlich also ein Stück
weit abgestumpft sind oder taub sind für
ihre Menschen Bei größeren Emotionen, was
nicht bedeutet, dass da kein Gefühlen ist
und dass die Leute eiskalt sind, auch das
gibt es im Extrem, aber in den meisten
Fällen ist es eher abgestumpft dumpfer
unter der Oberfläche und gerade die Dinge,
die so ein bisschen unbequemer sind für
die Männer aufgrund ihrer Sozialisierung,
also Ängste, Unsicherheit, Trauer,
Sensibilität, vermeintliche Schwäche
sind alles Dinge die dann entweder
deutlich schwerer fallen, überhaupt zu
spüren oder gleich komplett weggedrückt
werden, weil das einfach gelernt wurde.
Das heißt aber auch, dass das gleichzeitig
dadurch Menschen sind, die wir halt
deutlich weniger gut greifen können,
weil ich sie nicht so gut spüren kann.
Jemanden spüren zu können ist etwas,
was mir Sicherheit gibt, was mir
auch ein Gefühl von Verbindung gibt.
Also gerade das, was abtrainiert wird,
die Verletzlichkeit ist das, was am Ende
aber eigentlich auch Verbindung herstellt.
Wir schätzen sehr in insbesondere männlich
sozialisierten Menschen diese Klarheit und
dieses Solide der Fels in der Brandung,
der Mensch an den ich mich anlehnen kann.
Und das sind wunderschöne
Eigenschaften absolut.
Aber zu welchem Kostenpunkt
kommt das Ganze?
Weil oftmals ist das eben überausgedrückt
in sehr kontrolliert sein, sehr
wenig in den Emotionen sein.
Ja, Viel darauf fokussiert sein,
erfolgreich zu sein, ambitioniert zu sein.
Das ist das, was auch viel belohnt wird.
Wir befördern die Männer, die
ambitioniert sind, die ehrgeizig
sind, die sich durchsetzen können.
Aber gleichzeitig höre ich so oft,
auch in meinen Coachings von Männern
die Unsicherheit und Angst, Fehler
zu machen, dass immer wieder dieser
Klassiker da ist von ich traue mich
nicht, Hilfe anzufragen, ich möchte mich
nicht zum Problem von irgendjemandem
machen, dass da super viel Druck auch
herrscht, immer wissen zu müssen, wo
es lang geht, Entscheidungen treffen
zu müssen, performen zu müssen.
Also dass da auch ganz oft diese
Frage mitschwingt wie braucht
mich mein Gegenüber jetzt
gerade hier in dieser Situation?
Auf der Arbeit, in der Beziehung, in der
Sexualität da wird viel weniger gefragt,
was will Was fühle ich denn gerade, was
wäre gerade authentisch, ehrlich ich?
Und vielmehr so, was wird jetzt
von mir hier erwartet, damit ich
nicht als Loser dastehe, nicht
ausgegrenzt werde und so weiter.
Und entsprechend treffen wir eine Maske
an und jemanden der sich nicht traut
verletzlich authentisch er selbst zu sein.
Und wo sehen wir das noch?
Wir sehen das in den Freundschaften
die Männer oft pflegen.
Was ist der Klassiker, den
ich immer wieder gesehen habe?
Menschen verbinden sich über Witze,
über Oberflächlichkeit, über körperlich
eher grob sein miteinander und nicht
so sehr über Tiefe und Verletzlichkeit.
Der Klassiker ist, dass ich frage
wie geht es dem denn in der Tiefe?
Und das wird ja wahrscheinlich mit
dem, weiß ich nicht, der Toten Der
Toten Vaters stand gerade ins Haus.
Wie geht es ihm damit?
Und diese Fragen irgendwie
ausgeklammert werden.
Weil da eine Unsicherheit ist, weil
das eben nichts ist, was belohnt wurde
und entsprechend nicht kultiviert
und gepflegt wurde und da ganz viel
Unbeholfenheit sehr oft ist und die
Leute eben nicht wissen, wie sie
miteinander in Verbindung gehen sollen.
Ich habe einen Klienten der erzählt hat,
ich bin so selten mit Männern wirklich
in einem nahen physischen Kontakt,
weil das halt immer wieder gelabelt
wurde in allen Sporträumen und sonst
was als etwas, welches Label ich nicht
mal in den Mund nehmen möchte hier.
Während das für uns Frauen und weiblich
sozialisierte Menschen absolut normal
ist, dass wir mit unseren Freundinnen
kuscheln, dass wir Händchen halten.
Ja uns aneinander anlehnen und
entsprechend kannst du dir ja nur
vorstellen, wie viel physische Nähe
… Ein Mangel ist in vielen Männern und
dass, wenn ich weiß, dass ich das
eigentlich nur mit Frauen kann, weil
das unter Männern verpönt ist, dann
passiert dieser Mix von zwei Dingen,
die nicht unbedingt zusammengehören
müssen, nämlich dass viele Männer
glauben, sie müssten mit anderen Frauen
intim sein oder in Beziehungen sein,
um physische Nähe zu bekommen, was ein
Grundbedürfnis von uns allen Menschen ist.
Weshalb sowas wie Kuschelpartys überhaupt
erst entstanden sind, um das mal zu
entkoppeln, dass wir nicht immer gleich
mit jemandem ins Bett gehen müssen,
nur weil wir eigentlich physische Nähe
haben wollen und dass wir mehr und
mehr den Männern auch wieder beibringen
dürfen, dass sie auch mit anderen
Männern nah sein dürfen und es nicht
verpönt sein muss, weil sonst werden
diese Bedürfnisse einfach nicht gelöst
Nicht bedient und dann merken wir diese
Mangelenergie viel in den Männern, die
dann in Räume kommen, wo das endlich
mal erlaubt ist, aber du spürst halt
diese Hungrigkeit, die aber aus meinem
Empfinden sehr verständlich ist, was sie
nicht weniger Mangelenergie spürig macht,
aber zumindest weiß ich, wo es herkommt.
Und das, was ich eben auch sehr viel
beobachte, gerade erst wieder kürzlich
bei einer Party von einem fremden
Menschen gehört, der sagte, ja, meine
Freundinnen, Ex-Freundinnen insbesondere,
waren immer irgendwie sehr emotional,
sehr sensibel und haben im Prinzip
irgendwie oft den Konflikt gesucht
und eher gemieden Das heißt, welche...
Welche Strategien entstehen denn, wenn
ich selber nicht gut mit meinen Emotionen
in Kontakt bin, dann gehe ich entweder
in die Überreaktion und werde vielleicht
laut und ungehalten und frustriert
oder ich gehe in die Vermeidung.
An sich beides Ausdruck von Überforderung
mit den eigenen und den Emotionen anderer.
Aber dann ist es genau dieser
Klassiker von Stonewalling, kalte
Schulter zeigen, weil wir nicht
gelernt haben, mit Emotionen in
uns selber überhaupt umzugehen.
Wie soll ich es also
dann in anderen machen?
Oder der Klassiker, dass dann viel
ins Fixing und ins Lösungen anbieten
gegangen wird, anstatt einfach erstmal
mit dem Menschen zu sein und zu spüren,
was denn da jetzt gerade lebendig ist.
Und in Konsequenz sind es Männer, mit
denen wir uns nicht so richtig tief
verbinden können, wo diese Sehnsucht
bleibt nach mehr, nach mehr Nach mehr
Tiefe, nach mehr Verbundenheit und
gleichzeitig dieser Moment so oft, das
bricht mir jedes Mal das Herz, wenn
ich das in KlientInnen höre oder auch
bei FreundInnen von mir, die sagen,
dass sie sich ein Stück weit mit dieser
emotionalen Nichtverfügbarkeit oder
Abgestumpftheit oder fehlenden Tiefe
abfinden weil das so das Normal ist.
Aber das Ding ist, es ist nicht normal.
Und es ist auch nicht so, dass diese
Menschen das nicht können, sondern
die Frage ist, kreieren wir dafür den
Safe Space, dass das entstehen darf?
Dazu gleich mehr.
Diese Frage der Prägungen und
Konditionierungen, die ist natürlich
nicht nur bei den männlich sozialisierten
Menschen sichtbar sondern sie ist
auch Bei den weiblich sozialisierten
Menschen sichtbar und auch das wiederum
trägt halt total zu diesem Thema bei.
Wir wünschen uns tiefe emotionale
Verbundenheit, aber stehen uns
dabei selber im Weg und es sind
nicht nur die Männer, die das
gegebenenfalls in ihrer Konditionierung
abtrainiert bekommen haben, sondern
da steht auch noch der Anteil der
weiblich Sozialisierten im Raum.
Nämlich was kann ich viel in meinen Räumen
beobachten, bei mir, in meinem Umfeld?
Ich sehe viel, dass viele
Frauen nicht gelernt haben, sich
selbst gut halten zu können.
Das heißt, da ist viel
Abhängigkeit im Außen.
Jemand anderes muss mich halten.
Ich persönlich sozusagen kann das nicht
und jetzt muss jemand das für mich tun.
Und das ist für mich zum Beispiel was,
was ich sehr früh lernen musste auch.
Also das ist keine Eigenschaft,
die mir viel abhanden gekommen ist.
Ich habe eher meine Herausforderungen
woanders, aber ich beobachte viele
Frauen, die sich selber nicht gut
halten können in ihren Emotionen.
Ich sehe außerdem den Effekt von dieser
ganzen Konditionierungsgeschichte darin
dass ich immer wieder Frauen beobachte,
mich selber eingeschlossen, die nicht
gelernt haben, für sich selber gut
einzustehen Ich sehe den Effekt von
dieser ganzen Konditionierungsgeschichte
darin, ich immer wieder Frauen beobachte
selber sich selber einzustehen.
Sich selbst zu verlassen, sich selbst
ein Stück weit zu verraten indem eine
Überanpassung stattfindet und einen nicht
für sich einstehen, weil da auch oftmals
die Angst eben mitschwingt von, ich
brauche aber was von meinem Gegenüber,
weil ich das selber in mir nicht habe.
Deshalb muss ich an diesem Menschen
festhalten und entsprechend ist da
mehr Bereitschaft, Abstriche zu machen,
um diese äußere Quelle von etwas zu
haben, was eben, da ist so ein bisschen
die Aussicht auf das, was ich auch
später noch sagen möchte, das in sich
selbst zu kultivieren, dass wir das
eben Stück für Stück tun dürfen, um
nicht uns immer wieder selber zu,
Und vernachlässigen und im Stich zu
lassen und zu verraten im Endeffekt.
Und ich sehe eben auch Klassiker,
number one, einer der Sätze, die
ich am allermeisten höre in meinen
Coaching-Räumen ist, dass sich Frauen
oft zu viel fühlen dass da oft eine
Angst ist von, ich bin zu messy, zu
heavy, zu emotional, ich weiß nicht,
ob mein Gegenüber mit dem umgehen
kann, was in mir alles lebendig ist.
Und woher kommt das?
Weil eben genau diese... Wenn
Überforderung mit den eigenen Emotionen
weil da ja gar kein Kontakt mit in
der Tiefe stattfindet, in den Männern
dann auslöst, dass ganz schnell
Überforderung auch stattfindet wenn
dann ihm gegenüber eine Frau sitzt,
die mit ihrer Emotionalität in Kontakt
ist und gegebenenfalls eben auch
nicht gelernt hat, sich ein Stück weit
selber zu halten, sondern dann halt
wie eine Welle kommt und sagt, halt
mich, aber wir da eben keine Kapazität
auf der anderen Seite haben, weil das
selber noch gar nicht fließen durfte.
Das heißt, die Tendenz ist dann, aus
Angst zu viel zu sein, eher in den
Low-Maintenance-Mode zu gehen und zu
sagen, nein, ich habe keine Ansprüche, ich
habe keine Bedürfnisse, ich unterdrücke
meine Gefühle auch und dann haben
wir schön ein Dilemma uns geschaffen.
Das wollen wir ja nicht.
Und entsprechend wäre ja jetzt
die logische Konsequenz zu fragen.
Was braucht es denn, damit wir aus dieser
Misere rauskommen und damit wir das eben
in unseren engsten Beziehungen anders
machen können, weil auch hier fasst dich
an der Nase wenn das ein Satz ist, der
in dir aktiv war, mein Freund ist ganz
anders, meine Freundin ist ganz anders.
Ja und gleichzeitig nein.
Denn diese Konditionierungen wirken
in uns allen und wir haben vielleicht
nicht den komplett abgestumpften
Menschen bei uns sitzen oder die Person,
die überhaupt nicht ihre Bedürfnisse
aussprechen kann oder sich nicht selber
halten kann, aber ich versichere dir,
dass wir alle diese Konditionen in uns
tragen und rüberbringen und dass sie
uns immer mal wieder am Weg stehen.
Weil wenn ihr mit euch
total im Reinen seid.
Eure Anteile total befreit habt, dann
braucht ihr wahrscheinlich diese Folge
auch gar nicht hören, weil dann könnt ihr
ja diese Intimität wunderbar kreieren.
Aber dann wärt ihr wahrscheinlich
nicht jetzt gerade hier.
Also daher, lasst uns mal ein bisschen
in die Beantwortung dieser Frage
gehen, was braucht es jetzt nun eben?
Und das sind für mich zwei
Felder auf die wir gucken dürfen.
Und das ist zum einen, wie kreiere ich den
emotional safe space für mein Gegenüber?
Kann ich das, aka wie reagiere
ich, wenn ich genau das bekomme,
was ich eingeladen habe?
Kann ich dem Menschen weiterhin das
Gefühl geben, dass das willkommen ist.
Dazu gleich ein bisschen mehr.
Und der zweite Aspekt den ich brauche,
kann ich mehr auch in mir kultivieren,
was vermeintlich dem anderen Geschlecht
zugeordnet wird, was bei mir sonst eine
Abhängigkeit macht, sodass ich meinem
Gegenüber im Prinzip gar nicht erlauben
kann, in eine mehr ausgeglichene Rolle
zu gehen, weil ich mein Gegenüber ja
in einer bestimmten Rolle brauche.
Also je mehr wir diese Freiheit in
uns haben, desto mehr können wir auch
unserem Gegenüber erlauben, wirklich
den ganzen Farbkasten zu benutzen
und nicht nur den blauen für den
Mann und den rosanen für die Frau.
Also, lasst uns nochmal ein bisschen
tiefer tauchen in diese Thematik.
Also, es
braucht also diesen Safe Space, das habe
ich ja gesagt, dass wir also unserem
Gegenüber vermitteln dass Dass es sicher
ist, sich emotional so aufzumachen und
das Herz zu öffnen und sich verletzlich
zu zeigen, wie wir das eben gerne hätten
und brauchen für diese Art von Intimität.
Und dazu gehört eben nicht nur, dass
ich den Menschen das auf der Tonspur
sage und sage, ja, ich wünsche mir das
und du darfst das und du darfst dich
safe bei mir fühlen, sondern Sicherheit
ist etwas, was wir fühlen und was
wir eben auch durch Datenpunkte in
Anführungsstrichen sammeln und gucken.
Es ist wirklich safe.
Und dazu gehört eben nicht nur,
dass ich das in dem Moment, wo das
passiert, halten kann, sondern dass
ich es auch dann nicht mehr gegen
den Menschen irgendwann verwende.
Oder dass das zum Beispiel dazu
führt, dass in dem Moment tiefster
Verletzlichkeit dieser Mensch
von mir alleingelassen wird.
Weil sehr oft ist das genau die
Erfahrung, die viele eben insbesondere
in ihrer Kindheit in den jungen Jahren
gemacht haben, dass sie dafür beschämt
worden sind oder verlassen worden
sind, alleingelassen worden sind damit.
Und das ist eben eine Wunde, die
ist absolut empfindsam und die will
nicht nochmal getriggert werden.
Und heißt, wir dürfen auf der einen
Seite, und hier ist die erste oder
die nächste Einladung mal in dir zu
spüren, was es gerade war, was ist
gerade der Stand der Dinge bei dir.
Kannst du deinem Gegenüber erlauben
und das ist jetzt gerade egal, ob du
männlich oder weiblich sozialisiert bist,
das gilt für beide, kannst du deinem
Gegenüber, deinem Herzmenschen, deiner
Beziehungsperson erlauben dass sie...
vor dir... Dass das Herz aufbricht,
dass sie vielleicht sogar in deinem
Schoß weinend zusammenbricht, dass sich
Ängstlichkeit zeigen darf, dass sich
Unsicherheit zeigen darf, dass jemand
sagt, ich weiß gerade nicht oder ich
brauche deine Hilfe, kannst du mir helfen?
Und einfach nur mal vorzustellen was
würde in mir passieren, wenn das passiert?
Macht sich was auf?
Werde ich weich Werde ich angespannt?
Und eben zu beobachten was
ist dein typischer Impuls?
Ist ein Impuls, die andere
Person beruhigen zu wollen?
Pssst, pssst,.
Du brauchst doch nicht
weinen, hey, ist doch okay.
Oder entsteht in dir ein Gefühl von, oh,
das ist irgendwie unbequem unkomfortabel
für mich, ich fühle mich gerade nicht so
ganz wohl, ist da ein Impuls ins Fixing
zu gehen, also komm, hey, wir finden eine
Lösung, so schlimm ist es doch nicht, ach
Quatsch die Sachen sind doch nicht, müssen
die doch keine Angst machen oder ich
kann gar nicht verstehen, warum das dich
unsicher macht, ich empfinde das nicht so.
Also was sind deine Reaktionen wenn
jemand unsicher ist, wenn jemand ängstlich
ist, wenn jemand weint, wenn jemand sich
ganz, ganz verletzlich aufmacht, wenn
vielleicht auch jemand ganz verletzlich
teilt was... Du dieser Person bedeutest,
wenn da ganz viele liebevolle Worte
kommen, wenn da kommt, hey, mein Herz
geht so weit auf, wenn ich dich anschaue
und ich bin so dankbar, dass du in
mein Leben getreten bist, wenn das noch
mehr und tiefer geht, was passiert in
dir, kannst du offen bleiben, bleibt
dein Herz offen oder will sich was in
dir verstecken und schnell weggehen.
Ja, also hier zu beobachten kannst du
bleiben, präsent und in diese raumhaltende
Energie kommen von, ja, alles, was
jetzt gerade da ist in dir, ist total in
Ordnung, darf da sein, ich erlaube mir
auch, mitzufühlen, also auch hier mal
zu prüfen, bist du jemand, der in diesen
Momenten wo dann so eine Emotionalität
entsteht so ein Stück weit sich abgrenzt
und zumacht und sagt das ist nicht meins
Ich gucke mir das im Prinzip so ein
bisschen wie von außen an oder erlaube
ich mir mitzufühlen, ohne darin mit zu
ertrinken, aber eben auch mich nicht
rauszuziehen Und das ist eben genau
diese Balance, die so spannend ist, weil
entweder beobachte ich oft, dass die
Leute gar nicht erst in diese Art von
Emotionalität mit reingehen können, also
dass diese Empathie nicht wirklich erlaubt
ist oder die sich unkomfortabel anfühlt.
Oder dass dieses Spaceholding zu
sehr gemacht wird, dann wird da eine
stoische Wand im Sinne von, ich halte
dich jetzt hier, du kannst für immer
hier in meinem Schoß weinen, ich bin
aber zum einen weder wirklich präsent
emotional, zugänglich energetisch offen
und worst case, und da darf ich meine
Hand auch mit heben, das ist definitiv
ein Thema gewesen, an dem ich sehr lange
gearbeitet habe und auf das ich immer
noch achten darf, ist gehen wir ins...
Care-Taking, also in das ich übernehme
Verantwortung für die andere Person,
ich ziehe mir meinen Cape drüber als
Superheldin und sage, ich löse das jetzt
für dich, ich halte dich, ich bin hier
total in meiner fürsorglichen Rolle.
Wenn wir das machen, dann killen wir
die Augenhöhe und damit aber auch die
Anziehung mit der anderen Person, dann
möchte ich mit der Person keinen Sex
haben, weil wir wollen keinen Sex mit
unseren Kindern haben, entsprechend
dürfen wir eben aufpassen, ob wir eher
die Tendenz haben, in ein Beeltern und
Fürsorgen zu gehen und dürfen uns eben
auch da erwischen und da auch ein Stück
weit arbeiten, wirklich Raum zu halten,
mitfühlend aber nicht mitleidend Anwesend
offen, durchlässig und eben mal zu gucken,
was sind meine internen Dialoge wenn das
passiert Halt ich die Person für schwach?
Halt ich die Person für
überdramatisch sensibel?
Ist es zu viel?
Will ich irgendwie weg?
Und einfach nur mal das bewusst
wahrzunehmen, weil alleine hier
ehrlich zu sein, ist der erste
Schritt, um das verändern zu können.
Wenn wir uns schon bewerten dafür,
wenn wir solche Gedanken haben, hilft
uns das nicht dabei, sie loszuwerden.
Es ist wie mit dem Korken,
den wir unter Wasser drücken.
Alles, was wir wegdrücken wollen,
kommt früher oder später wieder
hochgesprungen in dem Moment, wo wir
mal eine Sekunde nicht aufpassen.
Also einfach mal hier Bestandsaufnahme.
Was passiert in mir, wenn sich
jemand so mir zeigt und öffnet?
Und das, was nämlich eben hier
sehr oft zu beobachten ist,
gerade eben auch, weil ich...
dass in meinen Räumen sehr viel
erlebe, wo ich eins zu eins mit Männern
arbeite, ist, dass immer diese Frage
mitläuft... Ist es wirklich sicher
für mich, mich hier voll zu zeigen?
Und wir alle haben dieses, gerade
wenn wir diese Wunde haben und diese
Unsicherheit ob das wirklich erlaubt ist,
dass wir uns mit allem zeigen dürfen.
Und das ist übrigens eine Wunde, die nicht
nur männlich sozialisierte Menschen haben.
Die ist fast schon universal.
Wir haben alle diesen Instinkt
in uns, dieses sehr feine Fühlen.
Bin ich wirklich hier erlaubt?
Ist das wirklich erlaubt
Ist das wirklich willkommen?
Und wir sind super sensibel auf kleinste
Reaktionen, Mimiken Gestiken, die uns
das Gefühl geben, ach, wusste ich doch,
bin ich nicht mit erlaubt bin ich nicht
mit willkommen, bin ich nicht geliebt.
Findet mich jetzt jemand unattraktiv?
Und dann machen wir aber
sowas von schnell zu.
Und das nächste Mal, dass
wir uns aufmachen, ist sehr
weit in die Ferne gerückt.
Das heißt, ich beobachte das sehr oft
in meinen Räumen mit... Dass Sessions,
wenn ich Sessions mit Männern eins zu
eins habe, dass da das Erlebnis gemacht
wird von, ich fühle mich das erste Mal
sicher und gehalten und dass es okay
ist, was ich fühle, egal was es ist,
dass da teilweise das erste Mal an Trauer
rangekommen wird, an Verletzlichkeit,
an Sehnsüchte, weil das eben endlich mal
Raum haben darf und jemand wirklich da
ist, der dich dafür nicht bewertet und
der dich nicht abwertet und der das nicht
danach gegen dich verwendet und so weiter.
Und natürlich muss man fairerweise
auch sagen, weil das Risiko nicht
entbesteht weil wir haben keine
sexuelle Beziehung miteinander.
Und es kann dem Mann also egal
sein, ob ich ihn jetzt danach noch
attraktiv finde oder nicht, das
macht es natürlich leichter Das ist
nochmal ein größeres Risiko wenn
wir das mit dem Menschen machen, mit
dem wir ja auch Sex haben möchten.
Also das sei einfach
nur nochmal dazu gesagt.
Aber das, was eben so schön ist, ist,
dass ich halt immer wieder das auch
höre dass sich das... Und wünschen
dieses, ich würde auch gerne diesen
Raum haben, in dem ich mich öffnen kann,
aber keiner spricht das ehrlich aus.
Aber ich kriege es immer wieder auf die
eine oder andere Art und Weise zu hören.
Durch Ex-Lover von mir, die sagen,
ich würde so gerne auch mal eine Frau
erleben, die in die Führung geht,
damit ich mich mal hingeben kann.
Oder durch Klienten die sagen,
irgendwie in der Nähe von starken
Frauen macht irgendwas in mir auf
und entspannt sich, denke ich mir so,
ja, natürlich, weil wir alle sind am
Ende des Tages einfach nur Menschen.
Und wenn wir uns sicher fühlen,
dann darf sich was in uns öffnen.
Und wenn wir immer die Einzigen sind,
die diese Sicherheit kreieren, aber
das in uns abgelehnt wird, dann ist
da natürlich ein ganz schöner Backlog
an Emotionen die nicht gefühlt wurden.
Das heißt, hier dürfen wir
eben insbesondere, wenn wir
weiblich sozialisiert sind.
Mal in uns spüren.
Kann ich wirklich den Raum
halten für einen Mann in seiner
Emotion, in seiner Unsicherheit
in seiner ich-weiß-es-grad-nicht?
Oder merke ich dass mich das
verunsichert weil es ungewohnt ist?
Oder merke ich, dass ich mich sogar
unkomfortabel damit fühle, dass ich
anfange, in irgendwelche Strategien
zu gehen, wie ins Fixing oder
ins Ablenken oder was auch immer?
Oder merke ich, dass dann
meine Anziehung verloren geht?
Und auch das einfach erstmal zu
beobachten und zu merken, okay, spannend,
was lerne ich da gerade über mich?
Und dasselbe kannst du halt
andersrum eben auch schauen.
Männlich sozialisiert, kann ich
Raum dafür halten und offen bleiben?
Kann ich in Verbindung bleiben?
Weil ansonsten fühlt sich das ganz
oft eben überhaupt nicht gut an,
kann ich dir aus Erfahrung sagen.
Also wir dürfen uns hier ganz...
hier ganz ehrlich prüfen.
Wenn ich sage, dass ich Verbindung
und emotionale Offenheit habe, haben
möchte, möchte ich das wirklich?
Möchte ich wirklich diese Echtheit
oder habe ich eigentlich unbewusst den
Wunsch, dass mein Gegenüber stabil mir
den Raum hält und ich aber eigentlich
nicht so wirklich offen bin für die
Emotionalität des anderen Menschen?
Also, verliere ich mein Vertrauen
in mein Gegenüber, wenn der Mensch
weich wird und sich sanft macht?
Bestrafen wir bewusst oder unbewusst durch
unsere Reaktionen das Verhalten, was wir
uns eigentlich im Gegenüber wünschen?
Und da dürfen wir uns eben genau,
wenn ihr das jetzt als Paar hört
oder du ein Gegenüber hast und das
den Menschen mal mit ihm besprechen
möchtest, ehrlich einander feedbacken.
Habe ich wirklich das Gefühl, dass
du mich annimmst in dem, wie ich bin
Wenn ich verletzlich bin zum Beispiel
und Reminder an dieser Stelle.
Das eine ist, ja, ich darf lernen,
einen emotional safe space zu kreieren
und den mache ich nicht nur verbal,
den muss ich beweisen, den muss ich
zeigen, dafür muss ich immer mal wieder
eben sowas in die Trust Bank einzahlen.
Aber das andere ist eben auch, ich muss
diesen emotional space auch nutzen,
ich muss den Mut aufbringen, mich zu
zeigen und das muss nicht immer gleich
100% sein, ich darf mich natürlich
rantasten, insbesondere wenn das lange
Niemandsland für mich war, aber ich
muss eben auch ein Stück weit Raum für
Entwicklung auf beiden Seiten lassen.
Also das heißt, wenn deine erste
Erfahrung mit ich öffne mich und mein
Gegenüber reagiert nicht so, wie ich
mir das gewünscht Oder irgendwas war ein
bisschen komisch nicht sofort wie die
Schnecke sich zuzumachen und nie wieder
auch nur ein Stückchen Verletzlichkeit
zu zeigen, sondern eben auch zu.
Und also anzuerkennen, dass wir da
alle auf einer Lernreise sind und
dass es nicht immer von Anfang an
perfekt sein wird, aber dass, wenn da
der Wunsch und der Wille da ist, von
beiden Seiten das Stück für Stück zu
kultivieren, dass wir uns da eben auch
gegenseitig ein bisschen Lernerfahrung
und Wachstumsraum geben dürfen.
So, das zu dem Thema kann ich das
für mein Gegenüber machen, was ich
mir von meinem Gegenüber wünsche.
Also wenn ich möchte, sieh mich, halte
mich, darf ich mit all meinen Emotionen
sein, kann ich das auch andersrum geben.
Die zweite Geheimzutat in
Anführungsstrichen geheim, ist
die Arbeit mit sich selbst.
Im Sinne von, kann ich auch... Das
in mir kultivieren an Freiheit und an
Eigenschaften Dass ich dann eben nicht
mehr darauf angewiesen bin, dass mein
Gegenüber immer der starke Fels in
der Brandung ist und ich entsprechend
dem Menschen nicht wirklich den Raum
geben kann, auch mal zu wackeln,
weil ich das in mir nicht kultiviere.
Das heißt, hier dürfen wir wieder aus
beiden Brillen gucken und sagen, okay,
wenn ich weiblich sozialisiert bin, wie
sehr bin ich angewiesen darauf, dass
mein Gegenüber mich hält und führt?
Und wie viel kann ich selber
in mir kultivieren, die
Eigenschaft, Raum zu halten für
mich selber, für meine Emotionen?
Wie tief kann ich mich
wirklich selber begleiten?
Nicht mental, emotional.
Also wie viel bin ich für mich da?
Wenn es für mich schwer ist, wenn Angst
da ist, wenn auch Freude da ist, wenn
Pleasure da ist, wenn Trauer da ist,
wenn Wut da ist, wie viel davon kann
ich mit mir selber und wie viel kommt
nur raus, wenn mein Gegenüber da ist?
Wie sehr kann ich mich
selber annehmen, wie ich bin?
Wie viel kann ich mir selber sagen,
hey, alles, was in mir da ist, ist
völlig in Ordnung so, weil wenn ich das
mir nicht gebe, dann bin ich sofort,
wenn mein Gegenüber überfordert ist
und sagt, ich weiß nicht, wie ich mit
der Emotion gerade umgehen soll, ist
sofort auch genau dieselbe Geschichte
in mir aktiv, ich bin zu viel.
Aber wenn ich weiß, nee ich bin nicht
zu viel, das heißt jetzt gerade einfach
in meinem Gegenüber, dass der Mensch
da gerade an seine Kapazitätsgrenze
kommt und an seine Wachstumsgrenze und
noch nicht bereit ist, das zu halten
und dann mache ich das nicht zu was
Persönlichem was sagt, dass ich falsch
bin, sondern ich weiß, nee, das ist in
Ordnung, ich kann das gut einschätzen, ja.
Ich höre das ganz oft, dass Klientinnen
insbesondere sagen, ich fühle mich
nicht gesehnt Und die erste Frage, die
wir uns dann immer stellen dürfen, ist,
wie viel siehst du dich denn selbst?
Wie viel gibst du denn dir selber
Raum, mit all dem gesehen und
gefühlt zu werden, was da ist?
Oder brauchst du immer ein Gegenüber
von dir, was dir sagt, oh, es ist total
verständlich dass es dir so geht, es ist
total normal, dass du dich so fühlst?
Oder bist du diejenige die dich immer
selber geißelt und sagt, warum bin ich
das jetzt, warum habe ich das jetzt, warum
bin ich denn nicht besser, schneller,
weiter, entspannter, was auch immer?
Wie viel kannst du dir selber Liebe
und Anerkennung und vor allem aber
auch Nachsicht und Mitgefühl geben?
Und das ist eine Reise, das ist nicht
jetzt hier der nächste Peitschenschlag
auf den Rücken, das kann ich auch nicht.
Ja, genau.
Wie kann ich diese Art von
Beziehungen oder diese tiefe
emotionale Verbindung herstellen?
Eben auch zu fragen, wie sehr
kann ich selbst in Führung gehen?
Weil in die Führung zu gehen ist super
verletzlich, ist riskant Und in unserer
Sozialisierung ist es sehr bequem dass
wir immer als weiblich sozialisierte
Menschen folgen dürfen oder sollen,
je nachdem, wie man es sehen möchte.
Und gerade bei dieser Art von Erfahrung
aber, Es ist sehr oft so, dass wir uns
zwar auf der einen Seite wünschen, jemand
anderes würde uns doch bitte dahin führen,
wo es emotional tief und verletzlich und
intim ist, aber die Realität ist ganz
oft, dass da, wo wir hinwollen, viele
von den männlich sozialisierten Menschen
noch gar nicht in der Tiefe waren, die
du vielleicht sogar schon erlebt hast.
Das heißt, weil die Konditionierung es
hier für den anderen Teil so viel schwerer
macht, da hinzukommen, bist du gefragt,
ist deine Führung gefragt und deine
Führungsqualität und die ist vielleicht
noch nicht so richtig ausgeprägt und das
ist okay, aber daran dürfen wir arbeiten.
Und ich kann dir sagen, meine erste
Führungserfahrung habe ich zum
Beispiel sehr bewusst gewählt, wo
es war nicht meine erste, aber meine
bewusste reflektierte war, in einem
BDSM-Play-Kontext wo ich in eine
dominante Rolle kam Und erst mal
gemerkt habe, fuck, das ist ganz schön
schwer, mir jetzt hier auszudenken was
wir jetzt tun, Anweisungen zu geben.
Und Inspiration zu geben und zu
wissen, mein Gegenüber folgt mir.
Und ich kann dir sagen, wenn du diesen
Führungsteil in dir noch nicht viel
exploriert hast, dann weißt du noch gar
nicht, welche Kraft, welche Lebendigkeit,
aber vor allem auch welcher Appetit
ziemlich wahrscheinlich in dir steckt.
Weil das ist ein krasser Liberation
Act, wenn du anfängst mehr Führung
in deinem Leben zu übernehmen.
Und gleichzeitig dürfen wir uns eben auch
fragen, jetzt geht es wieder hier in die
männlich sozialisierte Richtung, wie viel
lagere ich aus, dass Menschen fühlen?
Wenn du das gar nicht in dir kultivierst,
wie viel von diesem Bedürfnis
eigentlich zu fühlen lagerst du aus,
indem du zum Beispiel dir meinst
Wenn du Menschen suchst die deutlich
emotionaler sind als du und die dann
gefühlt so ein bisschen immer den
emotionalen Müll für dich raustragen.
Thema physische Nähe, wie viel davon
gebe ich mir auch selber, wie viel
von diesem Körperkontakt gebe ich mir
selber, wie viel suche ich mir das auch
im Außen nicht bei Frauen und so weiter.
Also hier dürfen wir uns immer wieder
fragen, welche Eigenschaften kultiviere
ich noch nicht in mir, weil ich gelernt
habe aus meiner Konditionierung,
dass ich das nicht tun sollte.
Ihr habt ja ein paar Beispiele bekommen in
dem kleinen Experiment mit Max und Marie.
Und wie viel davon kann ich denn Step
by Step in mir selber einladen sodass
ich eben nicht mehr mein Gegenüber
brauche, dass zum Beispiel der Mann
immer die stabile Säule ist, weil
ich das gut für mich selber kreieren
kann, sodass er auch mal wackeln darf.
Oder eben, wenn ich in mir Sanftheit
habe Und Sensibilität und Emotionalität,
dass wir zum Beispiel tiefer tauchen
können oder dass sie auch mal in eine
haltende Rolle kommen kann und sich mal
spüren kann als fähig in Führung und
in Halten und in Durchsetzungsfähigkeit
oder was auch immer.
Also je mehr wir also selber unseren
Farbkasten benutzen, desto mehr dürfen
wir eben auch unserem Gegenüber erlauben
oder wird es einfach die Konsequenz sein,
dass wir mehr eben auch im Gegenüber
akzeptieren und wirklich willkommen
heißen und nicht abwerten innerlich.
So, an dieser Stelle ist vielleicht die
Frage da, und wie kriege ich das hin?
Wie kann ich sowas jetzt kultivieren?
Wie kann ich das üben?
Wie können wir das miteinander üben?
Und da mag ich einfach als
allererstes mitgeben, fangt
an, miteinander zu sprechen.
Das heißt, hier wäre
die Einladung wirklich.
Mal die größte Portion Neugier daraus
zu holen die du in dir trägst und mit
deinen Herzmenschen, also entweder
wenn du ein Beziehungsgegenüber hast
mit dieser Person oder einfach mit
anderen Menschen in deinem Leben,
die anders sozialisiert worden sind,
mal neugierig ins Gespräch zu gehen.
Und zwar nicht mit der Idee, ich will
das möglichst schnell dann verändern,
ich möchte das möglichst schnell fixen
oder hinterfragen oder sonst was, sondern
wirklich mal mit dieser offenen Neugier
und mit der Haltung von, ich möchte da
noch was lernen und ich möchte vor allem
in mir spüren, wo ich vielleicht noch
alte Rollenmuster oder sonst was in mir
trage und die Stück für Stück freilegen
und dann Stück für Stück verändern.
Und dann kannst du zum Beispiel
Fragen stellen wie, was Was
fällt dir schwer zu zeigen?
Was fällt dir noch schwer zu
sein, insbesondere in Gegenwart
des anderen Geschlechts?
Was fällt dir noch schwer
loszulassen oder zu erlauben?
Wo bist du unsicher?
In welchen Momenten Womit kannst
du noch nicht so gut umgehen?
Und was macht es vor allem noch schwerer
aktuell, diese Dinge für dich Stück
für Stück zu erobern oder zu üben?
Und dann können wir halt auf die
Suche gehen nach, was sind die
Storys, die wir uns erzählen?
Was sind aber auch vielleicht
gemachte Erfahrungen, auf
denen diese Storys basieren?
Wir können auch fragen, was mache
ich, was es dir schwerer macht?
Und das einfach mal zu hören und
anzunehmen auch wenn es vielleicht
gegebenenfalls unbequem ist.
Aber es ist der Starting
Point, den wir brauchen.
Und wir können mal solche Fragen stellen
wie, was erwartest du denn eigentlich?
Und unbewusst insgeheim noch von mir, wo
das in dem Sinne einschränkt wie frei ich
tatsächlich in meinem Ausdruck sein kann.
Also erwartest du vielleicht noch
eigentlich von mir, dass ich immer
die starke Schulter bin, dass
ich immer weiß, wo es lang geht.
Und es ist das, worauf du
sozusagen eigentlich wartest.
Oder erwartest du von mir, dass
ich immer gut drauf bin und sanft
bin und weiß nicht, was auch immer
da so die Erwartungshaltungen
sind, die insgeheim mitlaufen.
Und eine sehr spannende spicy Frage kann
auch mal sein, gibt es was, was du gerne
mal... Was du ausprobieren würdest?
Gerade in der Sexualität ist das irgendwie
manchmal ein bisschen leichtere Frage, als
wenn man das gleiche aufs Leben bezieht.
Aber mal zu fragen, was ist eigentlich
vielleicht was, was dich mal interessieren
würde, wovon du gerne mal kosten würdest?
So oft gehört von Männern ich würde
so gerne mal spüren wie es ist, wenn
ich die Verantwortung abgeben kann,
wenn ich die Führung abgeben kann.
Oder ich kann dir sagen, für mich war das
eines der most empowering Erfahrungen in
meinen gleichgeschlechtlichen Beziehungen
in meine sehr Primal-Taker-Energy zu
kommen und wirklich mich kraftvoll
zu fühlen und in dieser nehmenden
Qualität, die halt sehr klassisch
sonst nicht in Frauen zu finden ist,
beziehungsweise nicht so gern gesehen ist.
Und das hat mich einfach so viel
runder und kraftvoller und farbenfroher
fühlen lassen, weil ich plötzlich so
einen neuen Ausdruck in mir finden
konnte, der natürlich sich nicht nur
in der Sexualität dann zeigt, sondern
auch in ganz anderen Bereichen.
Das ist super bereichernd für
mich und bin mir ziemlich sicher,
dass es das auch für dich ist.
Und wichtig ist einfach für mich nochmal
zu betonen, wenn du diese Fragen stellst
und wenn ihr euch die gegenseitig stellt,
darauf beruht diese Neugierde Dass es
eben nicht mit dem Mindset ist von, ich
will das in Frage stellen, ich will das
hinterfragen, ich will das fixen oder
ich will das möglichst schnell lösen,
sondern hier geht es wirklich darum,
erstmal nur ein Bewusstsein zu schaffen.
Und neugierig zu bleiben, also wirklich
immer wieder diese Haltung einzuladen von
was weiß ich noch nicht, nicht im Sinne
von erzähl mir die Dinge, von denen ich
eh schon weiß, dass sie da sind, weil
das wird dir ermöglichen dein Gegenüber
mehr als diesen dreidimensionalen
Menschen mit allen Hoch- und Tiefs
mit allen Schatten- und Sonnenseiten
zu sehen, der dieser Mensch eben ist.
Und du wirst es in beide Richtungen ja
erleben, sowohl dein Gegenüber sieht dich
mehr und sieht weniger die Performance,
die Maske und vor allem aber die
Projektion die wir eben immer aufeinander
haben, also das, was ich gerne möchte,
was du bist oder was ich dir zuschreibe
aufgrund von meinen Erfahrungen und
Ich eben Stück für Stück mich freier
fühle, so zu sein wie ich tatsächlich
in diesem Moment bin und nicht mehr so
sehr so, wie ich glaube, dass du willst,
wie ich bin oder wie du mich brauchst.
Ja, das heißt, da ist Bewusstsein
Step 1 und das macht nicht nur diese
Art von Intimitäten möglich, die
ich beschrieben habe, sondern da
passiert so viel kreativer Ausdruck
und sozusagen Lebendigkeit in dir.
Und ich finde es so schade, weil
ich kann das oftmals gar nicht
in der Art beschreiben, weil
das etwas ist, was du fühlen und
schmecken und ausprobieren musst.
Und daher habe ich an der Stelle noch
eine Einladung oder einen Vorschlag.
Aber dafür brauche ich ein Stück
weit Aktivierungsenergie von euch.
Das heißt, ich hätte total Lust,
Räume zu schaffen für euch, in denen
wir gemeinsam explorieren können.
Wo es also... Darum geht... Mit einer
Neugier, mit etwas Spielerischem,
mit Freude genau diese Bereiche in
sich selber mehr zu kultivieren.
Also im Endeffekt Shadow Work zu machen,
aber entgegen dem Namen oder dem Ruf
von Shadow Work eben auf eine Art und
Weise, die spannend ist, die natürlich
tief taucht und auch viele tiefe Punkte
berührt, aber eben trotzdem auch Spaß
machen kann und spielerisch sein kann.
Und dass wir also auf der einen Seite
mehr von dem verkörpern und ausprobieren
und mal lernen, diese Qualitäten in
uns zu kultivieren, die wir vielleicht
bislang nicht gemacht haben, aber eben
auch Räume kreieren, wo wir diese Rollen
mal tauschen und sagen, okay, dann lass
uns doch mal diese Erfahrung machen
von ich übe mal meinen Raum halten,
du übst mal deinen, dich verletzt dich
zeigen und wir geben uns mal gegenseitig
Feedback, was da an uns passiert.
Und arbeiten entsprechend Und Stück
für Stück an dieses Gefühl ran von, ja,
das ist wirklich willkommen, ich bin
damit wirklich willkommen oder ich kann
das wirklich und somit eben wirklich
diese geile Lebendigkeit und diese
Freiheit zu kreieren, die dann wirklich
Beziehungen super spannend und fun machen.
Wenn du das Gefühl hast für dich,
ja, fuck ja, will ich, bin ich bereit
für loszugehen, möchte ich in mir
üben habe ich Lust drauf, dann ist
deine Aufgabe, mir zu schreiben.
Mir ist egal, wo, du kannst mir per E-Mail
schreiben, E-Mail ist in den Shownotes,
hello at machs-mit.com, du kannst mir auf
Instagram schreiben, ist auch verlinkt
machs-mit oder du kommst in meine
Telegram-Gruppe und schreibst mir da.
Drei Optionen oder eine
vierte wenn du sie findest.
Ich will auf jeden Fall von dir hören.
Und wenn ich merke, dass genug Leute
sich dafür interessieren, dann weiß ich,
ihr seid meine Crew, damit können wir
arbeiten und dann habe ich super Lust,
genau diese Sachen für euch zu kreieren.
Aber lasst mich erstmal spüren,
ob ihr darauf Bock habt, ob das
was ist, wofür ihr losgehen wollt.
Und ansonsten schreibt mir, was eure
Gedanken sind, was eure Emotionen waren,
was sich da so gezeigt hat, was bequem
oder unbequem war und ich würde mich
super, super freuen, von euch zu hören.
Also nimm deine Finger in die Hand
und schreib mir oder schick mir eine
Voice Note auf Instagram zum Beispiel.
Ich freue mich immer sehr, von euch
zu hören und im Austausch zu sein.
Daher lasst es gerne sacken Schreibt
mir und dann bis zum nächsten Mal.
Zum Schluss habe ich noch zwei
kleine Einladungen an dich.
Zum einen mag ich dich sehr gerne einladen
Teil meines Inner Circles zu werden.
Dafür kannst du dich entweder für meinen
Newsletter anmelden, den Link findest
du in den Shownotes, oder, oder auch
und, du kommst in meine Telegram-Gruppe.
Über beide Kanäle informiere ich immer
über neue Events, über Gruppenprogramme
Retreats über Angebote und du kriegst
aber auch immer mal wieder Impulse
und private Einblicke in das, was in
mir und in meiner Welt so los ist.
Ich würde mich ultra
freuen, wenn du dabei bist.
Und wenn dir dieser Podcast hilft und
gefällt, dann freue ich mich total, wenn
du dem Podcast eine Bewertung dalässt.
Das hilft mir, dass der Podcast
von mehr Menschen gefunden wird und
wir diese Message an mehr Menschen
Menschen da draußen rausbringen können.
Daher danke, dass du dir diese paar
Sekunden Zeit nimmst und ich freue
mich dann aufs nächste Mal mit dir.