Mama • Baby • Blase

Barbara Walcher, Lydia Grossgasteiger

#59 Was der Körper erzählt

Trauma aus der Sicht der EEH

14.08.2026 51 min

Zusammenfassung & Show Notes

Ereignisse können zu jedem Zeitpunkt im Leben als Trauma erfahren werden, wobei nicht jede Krise automatisch ein Trauma ist. Barbara erklärt, wie sich traumatische Erfahrungen erkennen lassen und warum sie gerade in Schwangerschaft, Geburt und früher Kindheit oft wortlos bleiben, lediglich als Gefühl im Körper gespeichert, dessen Auswirkungen sich manchmal erst Jahre später zeigen.

Sie stellt die Arbeit der Emotionellen Ersten HIlfe (EEH) vor, die Körper und Bindungsdynamiken als zentralen Ansatz hat. Es geht dabei um ein bewusstes, anerkennendes Einbeziehen dessen, was der Körper erzählt. Diese Körpersprachlichkeit wird ernst genommen und befürsorgt. 

Weiters werden wir in dieser Folge darüber reden, wie sich Trauma zeigt. Wir sprechen dabei über Gefühle wie Taubheit, Ohnmacht, Kontrollverlust und einen damit einhergehenden Verlust der Bindungsfähigkeit. Werden solche Erfahrungen nicht integriert, lauern sie im Hintergrund und treten, verursacht durch äußere Reize, unkontrolliert und wuchtig über wiederkehrende Körperreaktionen an die Oberfläche. In jeder Lebensphase können solche alte Erfahrungen reaktiviert werden. So können auch werdende bzw. gebärende Eltern, verursacht durch vorangehende Schwangerschafts- und Geburtserfahrungen, davon betroffen sein.

Mütter, Väter, Kinder, kurzum: Jede:r einzelne erlebt rund um Schwangerschaft und Geburt das jeweilige Ereignis individuell und subjektiv. Ob dieses als traumatisch erlebt wurde, ist auf den ersten Blick nicht erkennbar. Aus diesem Grund setzt die EEH ganzheitlich an und arbeitet mit Eltern und Kind gemeinsam. Dabei gilt es, zunächst die Eltern zu sichern, damit sie in einem nächsten Moment, wenn das Kind über den Körperausdruck von seinem Erlebten erzählt, haltgebend und offenen Herzens zuhören und für das Kind da sein können. Abschließend sprechen wir darüber, wie Traumaintegration gelingen kann. Langsamkeit, Anerkennung und Verbundenheit sind dabei zentrale Begleitungsansätze der EEH. 

Für alle, die mehr über die EEH erfahren möchten, gibt es hier weiterführende Informationen: 
www.emotionelle-erste-hilfe.org . Darüber können auch EEH-Beraterinnen gefunden werden.

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