Wenn Stress zu Schmerz wird und was unsere Kindheit damit zu tun hat

25.09.2026 32 min

Zusammenfassung & Show Notes

Warum reagieren manche Menschen auf Stress stärker als andere – und welche Rolle spielen dabei frühkindliche Prägungen?

In dieser Folge geht es darum, wie frühe Belastungen unsere Stresssysteme langfristig mitprägen können und warum akuter Stress biologisch etwas anderes bedeutet als eine dauerhaft veränderte Stressregulation. Wir schauen darauf, wie relevante biologische Areale funktionieren, welche Rolle Gehirn und Schmerzverarbeitung spielen und wie chronischer Stress mit Veränderungen von Immunsystem und Stoffwechsel zusammenhängen kann.

Denn Stress betrifft nicht nur unsere Psyche. Stresshormone und Stresssysteme kommunizieren eng mit Immunfunktion, Entzündungsregulation und Energiestoffwechsel – und auch zwischen chronischem Stress und chronischem Schmerz bestehen komplexe Wechselwirkungen.

Und genau hier geht es in der nächsten Folge weiter: Welche Rolle spielen chronischer Stress, HPA-Achse und Cortisol bei Stoffwechsel, Essverhalten, Fettgewebe und Übergewicht? Und warum ist die Verbindung zwischen Stress und Körpergewicht wesentlich komplexer als „zu viel essen und zu wenig bewegen“?

Quellen:
Gunnar, M. R., Doom, J. R. & Esposito, E. A. (2015). Psychoneuroendocrinology of stress: Normative development and individual differences. Handbook of Child Psychology and Developmental Science, 1–45.
Danese, A. & McEwen, B. S. (2012). Adverse childhood experiences, allostasis, allostatic load, and age-related disease. Physiology & Behavior, 106(1), 29–39.
Cohen, S., Janicki-Deverts, D. & Miller, G. E. (2007). Psychological stress and disease. JAMA, 298(14), 1685–1687.
Hannibal, K. E. & Bishop, M. D. (2014). Chronic stress, cortisol dysfunction, and pain: A psychoneuroendocrine rationale for stress management in pain rehabilitation. Physical Therapy, 94(12), 1816–1825.
Tomiyama, A. J. (2019). Stress and obesity. Annual Review of Psychology, 70, 703–718.
McEwen, B. S. (2007). Physiology and neurobiology of stress and adaptation: Central role of the brain. Physiological Reviews, 87(3), 873–904.