Wie die Wiener Festwochen in Krisenzeiten Räume schaffen und warum Kunst ohne starke Partnerschaften nicht zukunftsfähig ist
Showhost Silvia Polan spricht mit Artemis Vakianis über Mythos, Programm-Highlights, Sponsoring, Digitalisierung und die Frage, warum Kultur gerade jetzt gebraucht wird
02.03.2026 31 min
Zusammenfassung & Show Notes
In dieser Folge spricht Silvia Polan mit Artemis Vakianis, Geschäftsführerin der Wiener Festwochen, über das Jubiläumsjahr des Festivals, die kaufmännische Seite eines der renommiertesten Kulturfestivals Europas und die Frage, wie Kunst und Wirtschaft zueinanderfinden. Außerdem: Warum Kultur gerade in Krisenzeiten unverzichtbar ist – und was uns beim Jubiläumsprogramm 2025 erwartet.
In dieser Folge spricht Silvia Polan mit Artemis Vakianis von den Wiener Festwochen über das Jubiläumsjahr: 75 Jahre Festivalgeschichte und die Frage, was Kunst heute leisten kann. Im Fokus stehen große Erzählungen wie Mythen, Religion und Spiritualität – und wie Festivals diese Themen zeitgemäß, vielfältig und auch kritisch auf die Bühne bringen.
Artemis Vakianis gibt Einblicke in die Praxis: ein kleines Kernteam, das im Festivalzeitraum stark wächst, viele (Co-)Produktionen und Premieren, hoher Abstimmungsaufwand – und gleichzeitig der Anspruch, Publikum nicht nur „abzuholen“, sondern neugierig zu machen. Dazu kommen persönliche Programmpunkte, etwa der Blick auf Sichtbarkeit von Komponistinnen und strukturelle Fragen in der klassischen Musik.
Ein großer Block dreht sich um Kultur in Krisenzeiten: Kunst als Raum für gemeinsames Erleben, für Verarbeitung und für Perspektiven. Das wird auch historisch eingeordnet – die Festwochen als Setzung nach dem Zweiten Weltkrieg, Wien wieder international zu öffnen und als Kulturort sichtbar zu machen.
Zum Schluss geht es um Partnerschaften und Zukunft: Sponsoring als Ermöglichung, wenn Rollen klar sind und künstlerische Entscheidungen unabhängig bleiben. Und um Digitalisierung und KI – als Werkzeug im Betrieb, aber auch als Thema, das neue Formen ermöglicht und gleichzeitig die Frage nach fairen Rahmenbedingungen für Kunst verschärft.
Keypoints
- 75 Jahre Wiener Festwochen: Jubiläum als Blick zurück und als inhaltlicher Neustart mit großen Themen.
- Kunst in Krisenzeiten: Räume schaffen, in denen Menschen gemeinsam erleben und einordnen können.
- Sponsoring als Partnerschaft: möglich machen, ohne künstlerische Freiheit zu verhandeln.
- Digitalisierung und KI: Effizienz und neue Formen, aber auch Druck auf Arbeits- und Verwertungsmodelle.
--
Websites:
Websites:
Für Fragen und weiterführende Informationen schreiben Sie bitte an CCAllgemein@jti.com