PDA-Autismus verstehen – neurodiverse Kinder und warum die Ernährung so wichtig ist
Im Gespräch mit Helene Rose
14.01.2026 32 min
Zusammenfassung & Show Notes
Heute habe ich Helene zu Gast, eine wunderbare Mama und Familiencoach und wir beide sind wir Mamas neurodivergenter Kinder und begleiten Eltern dabei, ihren Weg zu finden, der zu ihrem Familienalltag passt und beide haben erkannt, wie wichtig Nährstoffversorgung ist.
Helene erzählt ihre bewegende Geschichte: wie ihr Sohn mit drei Jahren in der Autonomiephase völlig anders reagierte als andere Kinder. Wie sie ein Jahr lang verzweifelt nach Antworten suchte und sich von ihrem Kind entfremdete. Bis sie durch ein Reel auf Social Media auf PDA-Autismus (Pathological Demand Avoidance) stiess – und endlich Antworten fand.
Wir sprechen über die täglichen Herausforderungen, warum normale Erziehungsmethoden nicht funktionieren, wie wichtig es ist, erst bei uns selbst aufzuräumen, und welche erstaunliche Rolle Omega-3 und Nährstoffe spielen können. Ein Gespräch voller Hoffnung für alle Familien, die sich gerade fragen: "Sind wir allein?"
Heute spreche ich mit Helene über ein Thema, das vielen Familien hoffentlich Mut machen wird:
Neurodivergente Kinder und wie wir sie besser verstehen und begleiten können. Helene ist auch Mama und Familiencoach mit Schwerpunkt auf autistischen Familien und PDA-Autismus.
Wir beide sind Mamas neurodivergenter Kinder, wir sind beide Familiencoaches und ergänzen die Begleitung mit der Nährstoffversorgung in der Familie.
Die wichtigsten Themen:
Helenes Weg: Von der Verzweiflung zur Klarheit. Mit drei Jahren verhielt sich Helenes Sohn völlig anders als andere Kinder. Ein ganzes Jahr lang suchten sie verzweifelt nach Antworten, probierten alle "normalen" Erziehungsmethoden – ohne Erfolg. Sie entfremdeten sich von ihrem Kind. Von einem Ausbruch in den nächsten, Tag für Tag.
Der Wendepunkt:
Durch Familiencoaching bekamen sie die wichtigste Erkenntnis: "Wir sind das Problem. Wir müssen mit unseren eigenen Themen aus unserer Kindheit aufräumen, um unser Kind begleiten zu können."
Durch ein Reel auf Social Media stiess Helene auf "PDA-Autist" (Pathological Demand Avoidance) - und plötzlich ergab alles einen Sinn!
Was ist PDA? Nicht "keine Lust" - das Kind KANN einfach nicht. Jede Anforderung ("Setz dich an den Tisch", "Zieh deine Schuhe an") sorgt für eine Panikreaktion. Ein Überlebensinstinkt greift. Das ganze Sein brüllt: "Ich verliere die Kontrolle!" Diese Kinder leiden darunter, weil sie es selbst nicht kontrollieren können.
Die Rolle der Nährstoffe:
Wir sprechen darüber, wie wichtig es ist, sich um die Nährstoffversorgung zu kümmern und wie sich das positiv in unseren Familien und insbesondere bei den Kindern auswirkt. Durch testbasierte Ernährung können wir sehen, wie es dem Körper geht und was er gerade braucht.
Oft ignoriert die Schulmedizin den Ansatz, sich um die Ursachen hinter den Symptomen zu kümmern. Medikation kann in gewissen Momenten oder Zeiten helfen – manchmal braucht das Kind das. Aber über Nährstoffe kann man so viel regeln!
Erschütternde Anekdote:
Eine Freundin liess Omega-3 beim Hausarzt messen. Massiver Mangel, Laborhinweis "kann zu plötzlichem Herzversagen führen". Die Hausärztin: "Das ist nicht wichtig. Das können Sie ignorieren."
Der wichtigste Rat Helene: "Geht raus und sucht! Verkriecht euch nicht. Hört auf euer Bauchgefühl." Sie hätte sich damals jemanden gewünscht, der gesagt hätte: "Das klingt nicht normal. Guckt mal in die Richtung." Das ist ihre Motivation als Familiencoach.
Mehr von mir:
Ich bin Coach für Mütter mit Kindern mit und ohne ADHS und helfe ihnen, ihren Weg zu finden, der zu ihrer Familie passt und frei von Bewertung im Aussen ist. Ergänzend stärke ich die Familie als Nährstoffberaterin.
Potenzialentfaltungscoach (Gerald Hüther)
Life Coach (Dr. Bock Akademie)
Wenn dich dieses Gespräch berührt hat und du dir mehr Leichtigkeit, Klarheit und Verbindung in deinem Familienalltag wünschst, dann schau gern auf meiner Website vorbei:
https://www.finjacoaching.com
Dort findest du:
– Meinen Soforthilfekurs für Mütter
– Die Möglichkeit für ein kostenfreies Kennenlerngespräch
– Meine Coaching-Programme für Mamas
Zu Helene:
Helene ist dreifach Mama, Familiencoach mit Spezialisierung auf Familien mit willensstarken Kindern, Autismusspektrum und PDA-Profil. Sie hat sich zusätzlich zur Expertin für Nahrungsergänzungsmittel weitergebildet. Ihre Motivation: Anderen Familien die Unterstützung zu geben, die sie selbst damals gebraucht hätte.
Homepage: https://helenerose.online
Danke für dieses wichtige Gespräch, liebe Helene! 😍
💛 Wenn dir diese Folge gefallen hat, freue ich mich sehr über:
– Eine Bewertung auf deiner Podcast-App
– Ein Abo, damit du keine Folge verpasst
– Dass du den Podcast mit anderen Eltern teilst
Von Herzen,
Jana
Neurodivergente Kinder und wie wir sie besser verstehen und begleiten können. Helene ist auch Mama und Familiencoach mit Schwerpunkt auf autistischen Familien und PDA-Autismus.
Wir beide sind Mamas neurodivergenter Kinder, wir sind beide Familiencoaches und ergänzen die Begleitung mit der Nährstoffversorgung in der Familie.
Die wichtigsten Themen:
Helenes Weg: Von der Verzweiflung zur Klarheit. Mit drei Jahren verhielt sich Helenes Sohn völlig anders als andere Kinder. Ein ganzes Jahr lang suchten sie verzweifelt nach Antworten, probierten alle "normalen" Erziehungsmethoden – ohne Erfolg. Sie entfremdeten sich von ihrem Kind. Von einem Ausbruch in den nächsten, Tag für Tag.
Der Wendepunkt:
Durch Familiencoaching bekamen sie die wichtigste Erkenntnis: "Wir sind das Problem. Wir müssen mit unseren eigenen Themen aus unserer Kindheit aufräumen, um unser Kind begleiten zu können."
Durch ein Reel auf Social Media stiess Helene auf "PDA-Autist" (Pathological Demand Avoidance) - und plötzlich ergab alles einen Sinn!
Was ist PDA? Nicht "keine Lust" - das Kind KANN einfach nicht. Jede Anforderung ("Setz dich an den Tisch", "Zieh deine Schuhe an") sorgt für eine Panikreaktion. Ein Überlebensinstinkt greift. Das ganze Sein brüllt: "Ich verliere die Kontrolle!" Diese Kinder leiden darunter, weil sie es selbst nicht kontrollieren können.
Die Rolle der Nährstoffe:
Wir sprechen darüber, wie wichtig es ist, sich um die Nährstoffversorgung zu kümmern und wie sich das positiv in unseren Familien und insbesondere bei den Kindern auswirkt. Durch testbasierte Ernährung können wir sehen, wie es dem Körper geht und was er gerade braucht.
Oft ignoriert die Schulmedizin den Ansatz, sich um die Ursachen hinter den Symptomen zu kümmern. Medikation kann in gewissen Momenten oder Zeiten helfen – manchmal braucht das Kind das. Aber über Nährstoffe kann man so viel regeln!
Erschütternde Anekdote:
Eine Freundin liess Omega-3 beim Hausarzt messen. Massiver Mangel, Laborhinweis "kann zu plötzlichem Herzversagen führen". Die Hausärztin: "Das ist nicht wichtig. Das können Sie ignorieren."
Der wichtigste Rat Helene: "Geht raus und sucht! Verkriecht euch nicht. Hört auf euer Bauchgefühl." Sie hätte sich damals jemanden gewünscht, der gesagt hätte: "Das klingt nicht normal. Guckt mal in die Richtung." Das ist ihre Motivation als Familiencoach.
Mehr von mir:
Ich bin Coach für Mütter mit Kindern mit und ohne ADHS und helfe ihnen, ihren Weg zu finden, der zu ihrer Familie passt und frei von Bewertung im Aussen ist. Ergänzend stärke ich die Familie als Nährstoffberaterin.
Potenzialentfaltungscoach (Gerald Hüther)
Life Coach (Dr. Bock Akademie)
Wenn dich dieses Gespräch berührt hat und du dir mehr Leichtigkeit, Klarheit und Verbindung in deinem Familienalltag wünschst, dann schau gern auf meiner Website vorbei:
https://www.finjacoaching.com
Dort findest du:
– Meinen Soforthilfekurs für Mütter
– Die Möglichkeit für ein kostenfreies Kennenlerngespräch
– Meine Coaching-Programme für Mamas
Zu Helene:
Helene ist dreifach Mama, Familiencoach mit Spezialisierung auf Familien mit willensstarken Kindern, Autismusspektrum und PDA-Profil. Sie hat sich zusätzlich zur Expertin für Nahrungsergänzungsmittel weitergebildet. Ihre Motivation: Anderen Familien die Unterstützung zu geben, die sie selbst damals gebraucht hätte.
Homepage: https://helenerose.online
Danke für dieses wichtige Gespräch, liebe Helene! 😍
💛 Wenn dir diese Folge gefallen hat, freue ich mich sehr über:
– Eine Bewertung auf deiner Podcast-App
– Ein Abo, damit du keine Folge verpasst
– Dass du den Podcast mit anderen Eltern teilst
Von Herzen,
Jana
Transkript
Hallo liebe Helene, schön, dass du heute da bist und mein Gast bist.
Ich freue mich schon mega auf unser Gespräch.
Liebe Jana, vielen lieben Dank. Ich habe mich ganz doll gefreut,
als du mich gefragt hast, ob ich Lust habe, mit dir einen Podcast zusammen zu machen.
Ja, ich mich auch. Schön. Ja, und wir kennen uns ja noch gar nicht so lange.
Also wir haben uns ja erst vor einem halben Jahr circa kennengelernt und haben
aber festgestellt, wie viele Gemeinsamkeiten wir haben und die wir da andocken können.
Denn wir sind beide nicht nur Mamas, sondern wir sind auch Familiencoach inzwischen.
Wir kümmern uns um die Ernährung, um die Nährstoffversorgung bei den Kindern.
Aber da werden wir euch gleich noch ein bisschen was von erzählen.
Und wir begleiten neurodivergente Kinder und haben das Thema in der Familie.
Ja, Helene, jetzt sag mal, wie war euer Weg?
Wie hast du festgestellt, dass ihr nicht in dem klassischen Normal seid?
Ja, der bewusste Wendepunkt, dass irgendwas nicht ganz normal ist,
kam vor circa drei Jahren.
Das war um den dritten Geburtstag herum unseres ersten Kindes.
Und es beginnt ja die Autonomiephase in dem Alter.
Und unser Kind verhielt sich anders als andere Kinder in der Autonomiephase.
Und wir sind dann ins Gespräch gegangen mit anderen Eltern und haben eigentlich
nur gehört, ja, macht unser Kind halt auch mal.
Aber es wirkte auf uns in einem Ausmaß bei uns, dass es nicht normal war und
nicht nur einzelne Ausrutscher waren, sondern immer wiederkehrende Muster.
Und über ein Jahr hinweg haben wir uns belesen und haben Hilfe gesucht in anderen
Elterngesprächen. Und diese ganzen normalen Erziehungsmethoden,
die man so liest, haben keinen Effekt gehabt.
Stattdessen haben wir uns von unserem Kind entfremdet und haben eine Distanz aufgebaut.
Also wir hatten keine Verbindung mehr zu unserem Kind, was eigentlich nur noch
von einem Ausbruch in den nächsten gegangen ist, Tag für Tag.
Und dann begegnete ich einem Familiencoach auf Social Media und habe uns als
Familie zum Familiencoaching angemeldet. Und das Erste, was passiert ist,
dass wir mehr Verständnis für die Entwicklung des Kindes bekamen und Bedürfnisse
zu lesen und zu verstehen.
Und das hat viel bei uns bewirkt, besonders bei meinem Mann und mir,
weil wir festgestellt haben, wir sind das Problem.
Wir müssen mit unseren eigenen Themen aus unserer Kindheit aufräumen,
um unser Kind begleiten zu können.
Nach diesem Familiencoaching habe ich dann gesagt, das möchte ich weitermachen
und habe dort die Familiencoaching-Ausbildung angefangen.
Und es hat sich viel entspannt bei uns im Alltag, aber es war immer noch nicht gut.
Es war immer noch dieses Kind, was einen Ausbruch nach dem anderen hatte,
über den Tag verteilt, ab dem Moment, wo es eigentlich die Augen aufmachte,
bis da, wo es die Augen wieder zumachte zur Nacht. Mal ganz davon abgesehen,
dass die Nächte auch komisch waren.
Und dann begegnete mir ein Video bei Social Media, ein Reel,
was mir einfach eingespielt wurde im Feed.
Und da ging es um das Wort PDA-Autist, Pathological Demand Avoidance.
Und das war plötzlich die Antwort auf all unsere Fragen.
Und dadurch habe ich mich dann auf dieses Thema spezialisiert.
Wir sind ganz tief reingegangen.
Und mittlerweile, durch dieses ganze Wissen, was wir uns angeeignet haben,
sind wir an dem Punkt, wo wir unseren Sohn auch helfen konnten.
Ja, magst du mal, das ist total spannend, wir tauchen da gleich noch ein bisschen
mehr auch drauf rein, aber für einige, die jetzt zuhören, mag das vielleicht
noch ganz, ganz neu sein.
Magst du das mal in kurz und verständlich erklären?
Genau, das PDA, das Pathological Demand Avoidance, ist eine pathologische Vermeidung von Anforderungen.
Das heißt nicht, das Kind hat keine Lust, sondern es ist wirklich,
es kann einfach nicht, dass jede Anforderung des Alltags und sei es,
setz dich bitte an den Tischen, sieh deine Schuhe an.
Das sorgt bei PDA Menschen, die diese Vermeidungsstörung haben,
zu einer Panikreaktion. Und dann greift ein Überlebensinstinkt,
der in einen Schutzmechanismus geht.
Und dann kommt die Gegenwehr durch eigentlich schon einen Melder und durch einen Zusammenbruch.
Weil das ganze Sein danach brüllt, ich verliere die Kontrolle und die Kontrolle
benötige ich, um Sicherheit zu spüren.
Und diese Kinder leiden dadurch, weil sie es selbst nicht kontrollieren können.
Spannend, weil wenn wir das jetzt so vergleichen, ich begleite ja meinen Sohn
mit ADHS und bei uns ging das ja im Kindergarten los.
Für mich war er ja immer ganz super, ist er immer noch. Und irgendwann wurde
an mich herangetragen, der hat ADHS.
Und ich dachte, was ist das? und dann eben auch so erstmal, er ist super so
und dann hat sich das halt auch immer mehr verstärkt.
Und ja, wir haben ihn dann nachher, weil der Leidensdruck in der Schule,
vieles kommt und geht mit der Schule, dann abklären lassen, obwohl wir es nicht wollten.
Und für ihn war es dann gar nicht schlimm, weil er ist ja besonders so, wie er ist.
Jeder hat ja seine Stärken und diese Kinder natürlich auch. Das weißt du auch.
Wie ist denn das? Gibt es dann da auch so eine Abklärung oder so?
Oder was macht man dort? Weil, wie gesagt, wir wollten es nicht,
haben es dann gemacht, einfach um ihm das in der Schule dann noch ein bisschen
leichter zu machen, weil er wollte auf dieser Schule bleiben wegen seinen Freunden.
Wie ist das bei Autismus?
Also bei Autismus ist es auch so, dass ich erst meinem Kind keinen Stempel geben wollte.
Ich habe mich damit wirklich gewehrt. Und wir haben aber gemerkt,
dass ihm fehlt ein gewisses Schutzschild von anderen.
Weil wir konnten uns hinstellen, konnte sagen, Mensch, nehmt Rücksicht auf sein Verhalten.
Er hat ja hoch maskiert nach außen. Das heißt, er hat ja in der Kita dieses
Verhalten bis zu einem gewissen Grad sehr eingeschränkt und hat dort total funktioniert,
weswegen er zu Hause erst recht zusammengebrochen ist.
Und wir hatten das Glück, durch dieses Reel, durch dieses Wort PDA-Autismus,
bin ich an einen deutschen PDA-Fachverband geraten, wo ich mir eine Expertin
bei uns in der Nähe raussuchen konnte,
mit der wir einfach einen Screening-Termin gemacht haben.
Und da stand dann ziemlich schnell fest in diesem Termin, ja,
eindeutig Autist, vermutlich ADHS, PDA wird wahrscheinlich auf jeden Fall auch sein.
Und mal ganz davon abgesehen, dass sie in diesem Gespräch auch zu meinem Mann
meinte, du bist aber auch ein hochfunktionaler Autist.
Und dieser Termin brachte alles in uns Rollen.
Und wir hatten das Glück, dass
wir einen zeitnahen Platz in der Diagnostik bekamen bei ihr, wo sie war.
Sozusagen diese PDA auch berücksichtigt hat in dieser Diagnostik.
Und das, was hinter der Hochbegabung steht, das massive Masking bei diesen Kindern,
dass sie sich so massiv verstellen können und den Autismus nahezu verstecken.
Und dadurch haben wir das Glück gehabt, dass nicht nur er die Autismusdiagnose
bekam, sondern auch das PDA dahinter steht.
Aber es ist keine anerkannte Diagnose. Im ICD-11, der ja eigentlich seit ein
paar Jahren schon existiert, aber immer noch nicht in dieses Thema eingepflegt ist,
gibt es eine Anpassungsstörung und eine Vermeidungsstörung, aber es gibt noch
nicht die pathologische Vermeidungsstörung an Anforderungen.
Das fehlt leider noch. Also es ist noch viel zu wenig bekannt.
Es sind Kinder, die passen nicht in unser System, weil sie funktionieren im
Alltag und brechen im privaten Schutzbereich zusammen, weil sie nicht mehr können.
Und würdest du sagen, diagnostiziert man dann den klassischen Autismus dann noch,
wenn das mit eigentlich dabei wäre, aber jemand das noch nicht als Psychologe
oder Psychiater dann eben weiß in Deutschland oder in der DACH-Region? Weißt du das schon?
Also ich weiß, dass diese Kinder meistens eine Ausprägung haben von ADHS oder Autismus.
Also das PDA kommt nicht ohne die Neurodivergenz, es kommt nur mit der Neurodivergenz.
Und man vermutet, dass es auch immer die Kombi aus Autismus und ADHS ist.
Und du hast manchmal das ADHS ausgeprägter und das versteckt den Autismus.
Das überlagert sich ja manchmal gegenseitig.
Und manchmal hast du den Autismus, der mehr ausgeprägt ist und das ADHS versteckt.
Und dann kommt noch dieses PDA obendrauf, weswegen du nicht so agieren kannst
als führende Elternkraft, wie du es ohne das PDA tun kannst.
Was würdest du denn sagen, sind so eure größten Herausforderungen jetzt?
Ich meine, ich kann mir vorstellen, du hast erst mal wahnsinnig viel gelernt
und Aha-Momente gehabt, seitdem du weißt, ja okay, vieles liegt an uns,
da können wir daran arbeiten.
Aber wie kann ich mein Kind in so einem System, in dem wir sind, begleiten, ja.
Auf jeden Fall der Löwe sein und sein Kind beschützen vor den Anforderungen vom Außen.
In anderen Ländern weiß man da einfach schon viel mehr drüber.
Das nennt sich Low-Demand-Erziehung. Das heißt Erziehung ohne Anforderungen.
Ich habe die Kontrolle über mein Kind, indem ich ihm die Kontrolle überlasse.
Nach außen wirkt das, das Kind hat den Eltern auf den Nasen rum. Das macht, was es will.
Und damit muss man erst mal umgehen können. Aber mit dem Wissen,
was die Wahrheit ist, dass dieses Kind das braucht, das ist halt selbstbestimmt,
ob es mit Jacke aus dem Haus geht oder nicht.
Oder das ist selbstbestimmt, dass es etwas essen möchte, was alle anderen aber
nicht essen möchten, dass man diesen Kindern diese Freiheit gibt.
Das sorgt für ein gewisses Maß an Regulationen im Alltag.
Und man denkt dann immer, aber das Kind muss doch Struktur und Regeln lernen.
Die sind so hochintelligent, die lernen das im Hintergrund und die können das als Erwachsene.
Die können sich anpassen, die können sich ja schon in der Schule und im Kindergarten anpassen.
Die lernen das einfach nebenbei, nur zeigen sie es nicht.
Das ist total spannend, weil ich vergleiche das natürlich mit meiner Erfahrung halt mit dem ADHS,
wie du eben sagst, ich habe da auch schon mit Autismus das auch verglichen oder
dass das sicherlich eben, wie du sagst, mal von dem einen mehr oder weniger
oder vielleicht auch verbunden ist, aber eben diese Aufklärung alleine schon.
Ich meine, ADHS ist ja schon noch ein bisschen bekannter in der Konstellation,
aber auch in der Schule, wenn ich mit den Lehrern spreche.
Es sind immer noch diese Schubladen, denken oder du bist nicht gut genug.
Dabei liegen da so viele Stärken und es wäre so langweilig, wenn wir alle gleich
sind. Aber wir leben eben in dieser Gesellschaft, wo das immer noch versucht wird.
Und deswegen ist es so wichtig, dass wir die Eltern, dass wir sie nicht wachrütteln,
aber motivieren können, dass es eben sich lohnt, der Löwe, die Löwin zu sein,
loszugehen für die Kinder und uns einzusetzen und auch aufzuklären,
was wir ja jetzt im Coaching auch machen mit den Eltern.
Wie ist denn das, ich kenne es jetzt ja nur von meinem Weg in der Schule,
wenn wir jetzt in das System trotzdem rausgehen, Schule, Kindergarten,
was sind da so eure Erfahrungen oder was kannst du den Eltern mitgeben?
Ich kann den Eltern auf jeden Fall mitgeben, dass sie ihr Kind am besten kennen
und am besten einschätzen können.
Unter der Voraussicht, dass sie auch ehrlich mit sich sind.
Und unsere Kinderärztin hatte zu mir gesagt, Frau Rose, ich muss da aufpassen.
Viele Eltern scheuen sich einfach nur vor der richtigen Erziehung,
weil sie nicht konsequent sein können.
Das muss man vorher natürlich wirklich für sich selbst abklären.
Dann fehlt mir einfach die Konsequenz, weil ich nicht möchte,
dass mein Kind einen Ausbruch hat.
Oder ist hier wirklich etwas, wo nichts hilft von den normalen Erziehungsmethoden?
Das muss man erst mal differenzieren.
Und wenn es dann wirklich feststeht, mein Kind ist neurodivergent,
mein Kind ist besonders.
Und wie du schon sagst, sie sind toll, die haben Qualitäten.
Das ist unfassbar. Die sind wahnsinnig toll in Dingen, die sie tun.
Aber dafür können sie einfach andere Dinge nicht. Sie haben zum Beispiel eine
ganz schlechte Frustrationstoleranzschwelle.
Und deswegen ist es so, was wir gemacht haben, wir haben nach vielen Gesprächen,
haben wir die Kita gewechselt, nachdem unser Kind wirklich nicht mehr Kita-fähig
war, weil es mit fünf Jahren im Burnout gelandet ist.
Und die Kita...
Beziehungsweise die Gespräche, die da geführt wurden, uns suggeriert haben,
wir sollten uns als Eltern doch Hilfe holen.
Wir seien doch die überforderten Eltern und es liege ja nicht am Kita-System
und dem, wie sie es machen.
Die Kita ist toll, solange das Kind nicht besonders ist.
Diese Kita hat einen tollen Job gemacht, aber es hat nicht für unser Kind ausgereicht,
weil sie keine Rücksicht nehmen konnten oder wollten.
Und dann war das Kind zu Hause, hat sein Burnout ausgeheilt und dann haben wir
eine Kita gewechselt mit einem Integrationsstatus und sind von Anfang an mit
dem Diagnostikbefund dahin, weswegen ich jedem empfehlen kann, geht in die Diagnostik,
aber prüft vorher, wo geht ihr hin, was sind die Erfahrungen von anderen Eltern,
die mit dem gleichen Problem kämpfen, weil nicht jede Diagnostik ist gut und ausreichend.
Und in der neuen Kita wird sich alle Mühe gegeben, dieses Kind zu verstehen,
Anforderungen möglichst niedrig zu halten.
Natürlich gehört Struktur und Ordnung dazu, aber allein diesen Entschluss zu
fassen, wir stellen uns gegen das System, Wir verlangen, dass wir eine Kita
wechseln dürfen, was ja auch nicht einfach ist, hat zum Erfolg geführt und deswegen
Muss man dann auch schauen, es lohnt sich. Aber es ist ein harter Weg.
Und du hattest vorhin gefragt, was hilft uns Eltern im Alltag?
Ich kann nur sagen, dadurch, dass wir mittlerweile wissen, dass wir alle ein
Neurodivergent und Autisten sind, der Apfel fällt ja nicht weit vom Stamm,
es ist ja ein genetischer Faktor.
Kann ich nur sagen, schaut, dass ihr selber reguliert bleibt im Alltag.
Ihr könnt nicht korregulieren euer Kind, wenn ihr nicht selbst reguliert seid.
Ihr müsst mit dem Partner ein Team sein, die Familie muss ein Team sein.
Und nur, wenn immer ein Nervensystem ausgeglichen ist, kann das funktionieren.
Ja, da sagst du was richtig Gutes, Helene, weil genau so ist es.
Ich erkläre es auch immer so.
Es nützt ja nichts, wenn ich das alles weiß oder vielleicht auch ein bisschen fühle.
Aber wenn mein Glas nicht voll ist oder wenigstens mehr als halb gefüllt ist,
geht ja gar nichts. Also dann kann ich mir noch so viel vornehmen.
Dann reagiere ich vielleicht anders. Ich bin nicht ganz bei mir.
Die Kinder spüren das ja auch alles. Wenn das, was ich sage,
nicht zu dem passt, was ich dann gerade versuche zu machen.
Selbstversorgung ist ganz, ganz wichtig.
Helene, was du gerade gesagt hast, das erschüttert mich gerade mit diesem Burnout.
Ich meine, dein Sohn ist jetzt sechs, richtig? Oder war sechs?
Der wird jetzt sechs. Genau, der wird jetzt erst sechs.
Burnout bei Kindern. Sag doch da mal noch was dazu.
Habt ihr das erkannt? Wie häufig gibt es das schon? Weißt du das?
Das gibt es, ich vermute mal, in dem neurodivergenten Bereich gibt es das häufiger, als man denkt.
Das ist diese Kinder, die von einem Ausbruch in den nächsten gehen,
über den ganzen Tag verteilt, also wirklich von einem Meltdown in den nächsten, die in Shutdowns enden.
Ich glaube, das bleibt lange nicht erkannt.
Und die Psychotherapeutin unseres Kindes, bei der wir dann auch mit in die Diagnostik
gestartet sind, die brachte uns darauf und meinte, euer Kind ist im Burnout.
Und es passte dann zusammen, wenn man erstmal, man hat ja manchmal auch Schollklappen
auf, weil man erwartet nicht, dass ein Kind ein Burnout hat.
Warum sollte ein fünfjähriges Kind ein Burnout haben?
Und dann haben wir es aber beobachtet, was alles schwierig war.
Und das war ja schon schwierig.
Unser Kind war nicht mehr in der Lage aufzustehen. Es war nicht mehr in der
Lage, sich anzuziehen. Es war nicht in der Lage, Nahrung zu sich zu nehmen.
Und das sind ja alles auch Symptome, die ein erwachsener Mensch hat,
der in einen Burnout reingerutscht ist.
Das heißt, es kommt eine Erschöpfung, es kommt ein Einbruch der Leistung.
Und das Kind konnte den normalen Alltag nicht mehr leisten, weil diese ganzen
Anforderungen, die es über den Tag hatte, das System gecrasht haben.
Ja, jetzt wo du das erklärst, macht das ja total Sinn.
Ich meine, der Körper ist ja im Dauerstress und es fehlt einfach eben,
dass der Parasympathikus aktiv ist, dass du einfach auch diese Phasen wieder
hast und das als so ein kleiner Mensch.
Ja, das sind viele Tränen geflossen.
Also ich als Mutter, mich hat es auch richtig runtergerissen,
als dieses ganze Verstehen über mich einbrach, als auch das eigene Verstehen
über mich einbrach, warum es mir als Kind und besonders als jugendliche Frau so schlecht ging.
Dass ich selbst im Burnout war, mehrmals in meinem Leben, dieses ganze Verstehen
darum, wie es dazu kam, das hat auch erst mal ein Loch in den normalen Alltag reingerissen.
Und dann stellst du dein ganzes Leben in Frage.
Aber durch diese Motivation, weil wir haben, auch mein Mann hat gelitten als
Autist, als hochfunktional unerkannter Autist in seinem Leben,
Haben wir natürlich dann sehr schnell die Löwe und die Löwin rausgeholt und
haben gesagt, wir tun jetzt alles für unser Kind, egal was die Umgebung sagt.
Aber das Kind braucht doch Kontakt mit anderen Kindern, das Kind muss doch spielen.
Oder ihr müsst nur strenger sein oder seid doch nicht so streng zum Kind.
Das haben wir auch gehört.
Das alles hat erst recht dafür gesorgt, dass wir gesagt haben,
bis hier hin und nicht weiter, das ist unsere Grenze.
Und wir schützen jetzt unser Kind. Dieses Kind bleibt jetzt zu Hause und dieses
Kind darf jetzt heilen. Und das Kind darf heilen mit dem, was ihm gut tut.
Und wenn es morgens nicht aus dem Bett kommt und wenn es nur Chips essen möchte.
Und wenn es, das muss man differenziert wieder betrachten, von was für neurodivagent
der Typ ist das Kind. Aber der PDA-Autist kann vor den Medien heilen,
weil er in eine Fantasiewelt eindringt, die ihm hilft, sein Nervensystem zu regulieren.
Das heißt, unser Kind hat Tag ein, Tag aus Tablet-Konsum gehabt.
Natürlich haben wir kontrolliert, was schaut dieses Kind.
Jetzt werden viele denken, oh mein Gott, wie kann sie nur? Das hat unser Kind geheilt.
Und ich weiß das aus eigener Erfahrung. Als ich im Burnout war,
habe ich Serien und Filme gesuchtet in meinem Jugendalter und das hat mich geheilt.
So bin ich wieder in den Alltag zurückgekommen, weil mein Nervensystem durch
das Eintauchen in fremde Welten reguliert ist.
Das ist genau wieder das...
Viele wollen vom Außen her sagen, du musst es so machen. Es gibt nur die Lösung
und das darfst du gar nicht machen.
Ich möchte die Eltern echt nochmal ermutigen und du hast es auch gerade so schön
gesagt, vertraut auf euer Bauchgefühl.
Es ist eure Familie, es ist eure Situation und was heute funktioniert,
ist morgen vielleicht hinfällig. warum dann die Kinder oder dich selber zu irgendwas
zwingen, was du in irgendeinem Buch gelesen hast.
Irgendwo gehört hast.
Das ist einfach so individuell und sich nicht bewerten lassen.
Dann ist es eben so, wenn es hilft. Oft sind die Menschen ja da draußen gar
nicht betroffen. Sie haben einfach nur eine Meinung.
Genau, da kommen wir zu den Fakten und den Meinungen. Und wir Autisten,
unser ganzes Leben basiert auf Klarheit, auf Fakten.
Und wir kommen ja mit dieser Willkür,
mit diesen Widersprüchen der neurotypischen Welt gar nicht zurecht.
Aber die neurotypische Welt ist halt die Mehrheit und wir sind nur ein kleiner Teil davon.
Und deswegen kommt ja so viel Bewertung auf uns.
Und da muss man wirklich lernen, eine Schutzmauer hochzuziehen.
Und ohne diese tolle Unterstützung durch diese fantastische Kinderpsychotherapeutin
hätte ich, glaube ich, auch gar nicht geschafft, für mich so eine Schutzmauer hochzuziehen.
Ja, das ist total schön, dass ihr sie gefunden habt.
Auf jeden Fall.
Das ist eine Adresse, wie Sie sagen. Vielleicht können wir das ja auch in den
Shownotes noch irgendwie verlinken. Ja, gerne.
Dass ihr die Wude eingerannt wird oder so.
Genau, ich frage sie vorher.
Ja, frag sie vorher mal. Genau, dann können wir da nochmal drüber sprechen.
Sag mal, jetzt kommt mir so eine spontane Frage.
Hast du das mal mit deinen, oder habt ihr das beide mal mit euren Eltern dann
ansprechen können? Vielleicht war es ja auch ganz easy.
Es war sehr spannend. Als wir in der Diagnostik waren mit unserem Sohn,
da wird ja auch nach vermutlichen autistischen ADS-Zügen in dem Familienbild gesucht. Und
Auf jeden Fall weiß ich, dass auf meiner
Seite von beiden Eltern in den Familienkonstellationen Autismus vorliegt.
Das wusste ich dann durch das Verstehen, was ist Autismus.
Ich kannte auch nur die nonverbalen Autisten, die mit Blumen sprechen oder die
hochbegabten Sheldon Coopers.
Und ich wusste nicht, dass ich selbst ein hochfunktionaler Autist bin.
Und ich habe das ja erst durch die Diagnostik mit meinem Sohn evaluiert.
Und dann haben wir ziemlich schnell festgestellt, dass es beide Seiten des Familienzweiges
betrifft. Und bei meinem Mann würde ich sagen, es ist eine andere Generation.
Ich weiß nicht, ob da so offen ist für ein Gespräch. Ich weiß,
dass mein Mann immer mal wieder ein paar Zaunfehle wirft.
Aber man ist ja auch manchmal einfach in seinem Selbst sicher und möchte nicht
aus dieser Sicherheit raus. Und deswegen ist das Thema auf der einen Seite nicht so präsent.
Aber besonders mit meiner Mutter habe ich dieses Thema sehr tief schon erörtert.
Wir haben viele Abende da gesessen und darüber geredet, wie meine Kindheit war,
wie ihre Kindheit war, um dann einfach festzustellen, dass wahrscheinlich dieser
PDA-Autismus definitiv auch bei ihr vorliegt und bei ihrem Vater vorlag.
Also dieses typische, diese ältere Generation, diese ganz klare Strukturen der Autisten hatten.
Jeden Morgen um neun wurde aus der gleichen Kaffeetasse getrunken,
um zehn Uhr wurde das Radio angemacht, da kamen die wichtigsten Nachrichten.
Es wurde immer der gleiche Hemdstoff getragen, was anderes ging nicht. Ähm.
So diese typischen, was man so in der Vergangenheit jetzt nachvollziehen kann,
das sind garantiert hochfunktionale Autisten gewesen.
Und es ist super spannend und wir sind ja echt toll.
Absolut. Und es ist ja auch, man hört es natürlich immer mehr,
ja, jetzt bist du auch ein Autist, jetzt bist du auch ein ADHSler und so.
Und es ist ja der neue Hype und so. Aber ich glaube, so einfach ist es nicht.
Weil früher wurde einfach darüber, man wusste es nicht. Man hat funktioniert.
Also ich habe noch funktioniert. Ich habe mich nicht abklären lassen.
Ich habe wahrscheinlich auch ADS oder so. Ist doch egal.
Das sind so Sachen, du hast einfach funktioniert als Kind. Du hast auch gar keine Chance gehabt.
Das System war auch anders. Und so können wir ja mit diesen Sachen,
weil ich habe jetzt auch gerade wieder so viel von dir gelernt mit dem PDA-Autismus
und auch mit dem Burnout, wenn wir nicht darüber sprechen,
über die Erfahrungen, die wir hier machen jetzt als Eltern und auch wie wir damit umgehen,
dann glaube ich, wird es auch nicht besser.
Ja, ganz genau. Und das ist es halt, dieses Aufklären, Aufklären und rausgehen
und sich trauen, über diese Themen zu reden.
Und auf uns prasselt das ja auch ein. Es wird ja auch noch als pathologisch
gesehen, als Krankheit.
Wir bekamen die Frage aus dem engsten Umfeld, na was kann man denn jetzt dagegen tun?
Nein, nichts. Das Kind ist genauso das Kind, wie es bisher war.
Aber es braucht Verständnis in bestimmten Bereichen.
Und es ist ja so, wenn wir in die Selbstevaluierung gehen, in die Selbstfindung
und selbst uns die Screeningbögen um die Ohren hauen und uns durch die Screeningbögen
arbeiten für uns selbst als Eltern plötzlich,
das ist ja ein Versuch, endlich Worte und Erklärungen für etwas zu haben,
wo wir unser Leben lang Fragezeichen hatten. Warum sind die so?
Warum sind die anderen so? Warum verstehen wir die anderen nicht?
Das ist ja nicht, weil wir rausgehen wollen und sagen wollen,
ich habe jetzt das Etikett, das ist total klasse.
Wir wollen endlich verstehen. Wir wollen wissen, wer sind wir und warum ist unser Leben so anders?
Ja, absolut. Und eben zu dem einen, dass es eben die Umgebung auch ist oder
was brauche ich mit meinem Wesen und Wesenszügen,
ist es ja auch, da kann ich gerne nochmal eine kurze Geschichte erzählen,
Es ist ja auch die Ernährung, weil ich habe mir lange Zeit Gedanken darüber
gemacht, Mist, was kann ich jetzt machen?
Er will in der Schule bleiben und bin dann irgendwann auch ins Vertrauen gekommen,
dass wir jetzt nicht Homeschooling machen, Privatschule hätte ich mir nicht leisten können.
Und so weiter. Und dann habe ich gesagt, dann ist es jetzt so.
Dann kann ich ihn von zu Hause gut begleiten, du bist gut, so wie du bist,
ihn stärken, Noten sagen nichts über dich aus und so weiter.
Nichtsdestotrotz wurde es immer mit jeder Klassenstufe schwieriger,
weil er ist geschwommen, er hat alles vergessen, er war nicht strukturiert,
der Kopf, die vielen Eindrücke, diese Sensibilität.
Und ja, dann habe ich mich mit dem Thema Ernährung befasst und habe nach was
gesucht und habe dann halt auch, bin auf was gestoßen, was ihm dann auch geholfen hat.
Also wir sind auf dem Weg, ja, dass seine Konzentration ist besser geworden,
sein Wohlbefinden, einfach indem wir uns um seine Nährstoffversorgung gekümmert
haben und das Ganze auch mal getestet haben.
Wie viel von dem, was ich ihm gebe oder was er isst, kommt dann in den Zellen auch an.
Man kann das ja messen die mentale Stärke es sind so viele Fakten also nicht
dieses Raten einfach und das fand ich so toll und da sind wir auf einem sehr
sehr guten Weg dass er sich an viel viel mehr Dinge,
erinnert und ich habe mich lange also so lange ist es noch nicht nicht getraut
darüber zu reden dass im Moment nimmt mein Sohn ein Medikament weil er es wollte,
aber nur in der Schulzeit Und das Ziel ist es, das abzusetzen.
Also er nimmt es nur dieses Jahr und da gibt es dann auch wieder Menschen,
die einen bewerten, obwohl die nicht in seiner Sitte oder unserer Situation sind.
Aber mein Ex-Mann und ich sind uns ganz einig, dass wir das über die Ernährung hinbekommen wollen.
Und da sind wir auf einem sehr guten Weg. Also da möchte ich die Eltern auch
ermutigen, sich dem Thema mal zu widmen, der Ernährung.
Vielleicht hast du da ergänzende Punkte, liebe Helena, wie es bei euch ist.
Ja, ich kann da von unserer Erfahrung auch reden. Ich bin ja dann auch vor einem
knappen Jahr genau auch auf diesen Weg gekommen.
Ich habe schon drei Jahre zuvor selbst angefangen durch eine sehr gute Beraterin,
mich mit Nährstoffen richtig zu versorgen.
Und das hat viele positive Erfolge gehabt.
Und ich habe aber die Zusammenhänge damals noch nicht gesehen.
Und Nährstoffe und Neurodivergenz, dass das wichtig ist und noch mehr zusammenhängt,
da habe ich auch eine lange Zeit noch für gebraucht.
Bis ich halt auch auf das Testen kam, ne, darauf.
Bei uns gestaltete es sich nur schwieriger, weil der PDA-Autist eine Anforderung
bekommt, pass mal auf, nimm das doch mal, das wird dir gut tun.
Dann sagt natürlich der Körper oder also das Gehirn des PDA-Autisten,
du sagst mir nicht, was mir gut tut.
Kontrollverlust, ich kann nicht. Und es hat wirklich eine Weile gedauert,
indem einfach nur ich und meine Familie, also Körpers,
Wir anderen sozusagen angefangen haben, diese Dinge noch obendrauf zu konsumieren
und über Bluttests zu sehen, wie geht es uns.
Uns ging es ja dann auch noch mal einen Zacken besser, als es mir schon durch
die Beratung davor ging.
Und ohne diesen Druck aufzubauen, du nimmst das jetzt mit oder du solltest das
nehmen. Wir haben ihn in Ruhe gelassen.
Und dann kam er von alleine, dass er irgendwann kam, ich möchte das auch nehmen.
Und es gibt Tage, da geht es nicht. Und dann ist das so.
Und da wird kein Kommentar verloren, weil das würde wieder Druck und Anforderungen
aufbauen. Das heißt, wir sind froh, wenn er es nimmt.
Und wir haben auch gemerkt, dass es ihm, das Erste, was passiert war,
dass diese Ausbrüche, die von Tag ein, Tag aus, durch diesen ganzen Zeitraum
uns begleiteten, wo die Abstände dazwischen wurden, größer und die Ausbrüche wurden geringer.
Und das war das, wo ich dann dachte mir so, jetzt musst du da noch mal tief
reingehen in die Thematik Neurodivergenz und Nährstoffe.
Das ist riesig.
Das sorgte dann dafür, dass ich dann auch noch die Ausbildung zum Experten für
Nahrungsergänzungs gemacht habe und mich da noch weiterbilde, weil das Wissen ist
Und unendlich. Ich glaube, ein Leben reicht nicht aus, um sich in diesen verschiedenen
Themen genügend Wissen anzueignen.
Absolut, Helene. Und das ist in der Schulmedizin einfach noch nicht vertreten.
Leider nicht.
Also da heißt es, nimm das und dann ist gut. Die Symptome werden reguliert.
Und es kann zwischenzeitlich mal helfen, weil vielleicht brauchst du das Kind
einfach mal, weil es gerade gar nicht anders geht.
Ganz genau.
Aber man kann über die Nährstoffe sehr, sehr viel regeln.
Weil wir ja dadurch auch die Volkskrankheiten doch schon geringer halten können und die Ausprägungen.
Aber das ist ein Thema, ich glaube, da kämpft man noch viele Jahre gegen Windmühlen.
Kleine Anekdote am Rande. Ich hatte eine Freundin, die hatte Omega-3 beim Hausarzt
messen lassen, aus dem Serum heraus.
Ganz davon abgesehen, dass das schon der falsche Weg war, kam ein massiver Omega-3-Mangel bei raus.
Und die Hausärztin meinte nur zu ihr, das ist nicht wichtig.
Das kann sie ignorieren. Obwohl selbst vom Labor ein Text da drunter stand,
kann zu plötzlichen Herzversagen führen.
Und die Hausärztin hat das einfach abgetan. Und das war so,
Ich würde sagen, Helene, darüber machen wir doch noch einen separaten Podcast,
dass wir mal über Symptome, Ursachen und Selbstermichtigung nochmal sprechen, würde ich sagen.
Ich war ja beim Schweizer Gesundheitssender mit Dr.
Barbara Marter und da haben wir ja auch darüber gesprochen, also jetzt mit der
Nährstoffversorgung und dem auch, wie wichtig das ist, das mal anzuschauen.
Aber lass uns das gerne mal vertiefen, wenn du magst.
Was würdest du zum Abschluss, wünschst du dir für Familien, die gerade in solchen
Herausforderungen stecken?
Was ich mir für die Familien wünsche, ich wünsche mir, dass sie rausgehen und
suchen, dass sie sich nicht verkriechen, sondern dass sie auf ihr eigenes Bauchgefühl
hören und dem auch nachgehen.
Ich hätte damals jemanden gebraucht, eine Mama, die zu mir gesagt hätte,
klingt doch irgendwie nicht ganz so normal mit eurem Kind.
Du, ich habe da was gehört, guckt doch mal in die Richtung. Das hätte ich gebraucht.
Und das war auch meine Motivation, jetzt sozusagen rauszugehen,
zu sagen, ich mache jetzt Familiencoach mit dem Schwerpunkt autistische Familien,
PDA, um diese Menschen abzufangen und sie zu ermutigen, geht diesen Weg.
Und passt auf, das sind Handgriffe und Methoden, die helfen euch im Alltag.
Das hätte ich gebraucht und das sucht euch diejenigen.
Sucht euch Leute, die euch das geben können, die euch Antworten geben können
und Unterstützung. Und das nicht kleinreden.
Danke, Helene. Ich finde, das hast du schön zum Abschluss abgerundet und das ist total wichtig.
Sucht euch Unterstützung und sie ist da. Es wird immer mehr.
Also man muss nur suchen.
Und es gibt keine Zufälle. Die Wege finden sich.
Ganz genau.
Ich habe mich riesig gefreut, dass du heute mein Gast warst und fand das ein
sehr inspirierendes Gespräch.
Ich hoffe, dass wir da viel den Eltern mitgeben konnten,
was es auch so gibt, also in diesem Spektrum auch und diese Sensibilisierung
und auch Mut, hoffe ich, dass wir das auch damit geben konnten.
Auf jeden Fall, Jana. Ich danke dir total, dass ich mit dir sprechen durfte,
weil es ist mir so ein Anliegen, das in die Welt zu tragen, dass einfach viel
mehr Familien geholfen wird.
Sehr gerne. Danke, liebe Helene.
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