Glaubet an das Licht, Joh 12,34-36
1983
06.03.2026 20 min
Zusammenfassung & Show Notes
Die Predigt stellt einen zentralen Konflikt des christlichen Glaubens heraus: Unsere Erwartungen an einen starken, erfolgreichen Messias treffen auf den gekreuzigten Christus. Die Menschen zur Zeit Jesu – und wir bis heute – hoffen auf schnelle Lösungen, auf eine Welt ohne Leid, Konflikte und Ungerechtigkeit. Jesus aber wählt einen anderen Weg: den Weg durch das Kreuz.
Das Kreuz durchkreuzt unsere Vorstellungen von Erfolg und unmittelbarer Veränderung. Es ist keine Vertröstung, sondern Gottes tiefere, langfristige Antwort auf das Elend der Welt. Nicht die äußeren Verhältnisse werden zuerst geändert, sondern ihre Wurzel. Erst durch den Tod hindurch kann wirklich Neues entstehen.
Auffällig ist, dass Jesus die Fragen der Menschen nicht beantwortet. Die Predigt deutet das so: Es gibt eine Zeit des Fragens – und einen Punkt, an dem genug verstanden ist. Dann werden weitere Fragen zur Abwehr einer Entscheidung. Glaube bedeutet nicht, alle Antworten zu haben, sondern mit offenen Fragen leben zu können.
Schließlich betont Jesus: Das Licht ist nur für eine begrenzte Zeit da. Glaube ist nicht jederzeit möglich und nicht beliebig verschiebbar. Er entsteht aus der Begegnung mit Christus – und wenn diese geschieht, fordert sie eine Antwort. Das Kreuz markiert dabei das Ende unserer Selbstbestimmung und den Anfang eines vertrauenden Glaubens.
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