Passamahl als Gedächtnisfeier, 2.Mo 12,1-14
1983
17.04.2026 26 min
Zusammenfassung & Show Notes
In dieser Folge zum Gründonnerstag steht ein ungewöhnlicher Predigttext im Mittelpunkt: Nicht die Einsetzung des Abendmahls im Neuen Testament, sondern das Passahfest aus dem zweiten Buch Mose. Die Predigt entfaltet eindrücklich, wie eng Passah und Abendmahl miteinander verbunden sind – als Feste der Erinnerung, der Erlösung und des Aufbruchs.
Dabei wird deutlich, dass „Gedächtnis“ im biblischen Sinn weit mehr ist als ein bloßes Zurückdenken. Es bedeutet, dass Gottes Handeln in der Gegenwart wirksam wird. Erlösung ist nicht nur etwas, das einmal geschehen ist, sondern etwas, das hier und jetzt erfahrbar wird. So wie Israel im Passah jedes Jahr neu die Befreiung aus der Sklaverei feierte, so wird im Abendmahl die Gegenwart von Gottes Gnade greifbar.
Die Predigt führt weiter hinein in die Bedeutung des Blutes als Zeichen hingegebenen Lebens. Es steht für Schutz, Bewahrung und neues Leben – damals in Ägypten wie in der Hingabe Christi. In dieser Perspektive wird das Abendmahl als Zuspruch von Leben, Gnade und Bewahrung verständlich, mitten in einer Welt, die von Vergänglichkeit und Bedrohung geprägt ist.
Schließlich wird das Abendmahl als Feier des Aufbruchs gedeutet. Es ist kein Rückzugsort aus der Welt, sondern eine Stärkung für den Weg durch das Leben. Wer daran teilnimmt, wird nicht nur getröstet, sondern auch gesendet – in die Nachfolge, in den Glauben, in die Liebe und in die Verantwortung.
So lädt diese Predigt dazu ein, das Abendmahl neu zu entdecken: als lebendige Begegnung mit Gottes Gegenwart, als Quelle der Kraft und als Ausgangspunkt für ein Leben im Vertrauen und in Bewegung.
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