Ich habe doch keine Angst!!!!
Wenn hinter "Ich will nicht" ein "Ich traue mich nicht steckt".
04.10.2026 15 min
Zusammenfassung & Show Notes
Du stehst vor der Tür. Drinnen wird gelacht. Du bist eingeladen – doch du gehst wieder. „Solche Abende sind nichts für mich“, sagst du dir. Dann kommt eine Nachricht: „Wir haben dir einen Platz freigehalten.“
Was, wenn hinter „Ich will nicht“ eigentlich „Ich traue mich nicht“ steckt?
In dieser Folge von „Angst im Blick“ schauen wir hinter vertraute Ausreden. Keine Lust auf Treffen? Zu beschäftigt für einen Anruf? Lieber still in der Besprechung? Manchmal steckt dahinter die Angst, abgelehnt zu werden oder peinlich aufzufallen.
Mit Alltagsszenen, einem kurzen Blick auf Sigmund Freud und dem von ihm gewählten Begriff "Verleugnung". Mit einer einfachen Übung erkundest du, was du wirklich möchtest. Du musst dich dabei weder entlarven noch verurteilen. Vielleicht beginnt dein nächster mutiger Schritt mit einem ehrlichen Satz: „Ich würde gerne. Und ich habe Angst.“
Selbsttest: Möchte ich nicht – oder traue ich mich nicht?
Selbsttest: Möchte ich nicht – oder traue ich mich nicht?
Dieser Reflexionscheck ist kein wissenschaftlich validierter Test. Er stellt keine Diagnose und misst keine Verleugnung im freudschen Sinn.
Denke an die vergangenen vier Wochen. Bewerte jede Aussage:
0 = nie · 1 = selten · 2 = häufig · 3 = sehr häufig
Nr. Aussage Punkte
1 | Ich sage Treffen ab, obwohl ich gerne dabei wäre. |
2 | Ich sage „keine Lust“, obwohl ich Angst vor einer Bewertung habe. |
3 | Ich vermeide Anrufe aus Sorge, nicht die richtigen Worte zu finden. |
4 | Ich schweige in Gesprächen, obwohl ich etwas beitragen möchte. |
5 | Ich stelle keine Frage, weil ich nicht unwissend wirken möchte. |
6 | Ich werte eine Veranstaltung ab, weil mich die Teilnahme verunsichert. |
7 | Nach einer Absage bin ich erleichtert. Später bedauere ich sie. |
8 | Ich spiele meine Verletzung herunter, weil ich keinen Konflikt möchte. |
9 | Es fällt mir schwer, mir meine soziale Unsicherheit einzugestehen. |
10 | Ohne Angst vor Ablehnung würde ich öfter auf Menschen zugehen. |
1 | Ich sage Treffen ab, obwohl ich gerne dabei wäre. |
2 | Ich sage „keine Lust“, obwohl ich Angst vor einer Bewertung habe. |
3 | Ich vermeide Anrufe aus Sorge, nicht die richtigen Worte zu finden. |
4 | Ich schweige in Gesprächen, obwohl ich etwas beitragen möchte. |
5 | Ich stelle keine Frage, weil ich nicht unwissend wirken möchte. |
6 | Ich werte eine Veranstaltung ab, weil mich die Teilnahme verunsichert. |
7 | Nach einer Absage bin ich erleichtert. Später bedauere ich sie. |
8 | Ich spiele meine Verletzung herunter, weil ich keinen Konflikt möchte. |
9 | Es fällt mir schwer, mir meine soziale Unsicherheit einzugestehen. |
10 | Ohne Angst vor Ablehnung würde ich öfter auf Menschen zugehen. |
So nutzt du deine Antworten: Schau besonders auf Aussagen mit 2 oder 3 Punkten. Eine Gesamtsumme ist hier nicht nötig. Für diesen selbst erstellten Check gibt es keine geprüften Grenzwerte.
Frage dich bei einer passenden Aussage:
- Was wollte ich eigentlich?
- Welche Reaktion habe ich befürchtet?
- Welchen kleinen Schritt möchte ich ausprobieren?
Merksatz: Du darfst Nein sagen. Und du darfst erkennen, wenn Angst deinen Wunsch nach Kontakt überlagert. Wenn sie deinen Alltag deutlich einschränkt, kann professionelle Unterstützung helfen.