Podcastübung: „Der innere Weitwinkel“
Folge über Angst in engen Räumen wie dem Fahrstuhl: körperliche Reaktionen, eine Übung zur Selbstberuhigung durch Benennen der Angst und Fokus auf Körper und Boden, sowie bewusstes Wahrnehmen des Raums und Akzeptanz von Angst.
08.08.2026 3 min Staffel 4 Episode 10
Zusammenfassung & Show Notes
In dieser Folge sprechen wir über den Umgang mit Angst in engen Räumen, besonders in einem Fahrstuhl unter soszialer Angst. Wir beschreiben die typischen körperlichen Reaktionen wie Herzklopfen, Anspannung und den Impuls, den Raum schnell wieder zu verlassen.
Wir zeigen dann eine einfache Übung zur Selbstberuhigung: innehalten, die Angst benennen und den Blick bewusst auf den eigenen Körper richten. Dabei geht es darum, die Füße fest auf den Boden zu spüren und sich innerlich zu sagen, dass Angst ein Zustand ist und keine Vorhersage.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Orientierung im Raum. Wir richten die Aufmerksamkeit langsam nach außen, nehmen den gesamten Raum wahr und beobachten konkrete Details wie Geräusche, Farben und andere Menschen. So soll das Gehirn die Information bekommen, dass wir orientiert sind und wahrnehmen können.
Abschließend betonen wir, dass wir Angst haben dürfen, ohne gegen sie kämpfen zu müssen. Wir beschreiben das Verlassen des Fahrstuhls als Moment, in dem die Angst noch da sein kann, wir aber dem Fluchtimpuls nicht folgen. Resilienz wird dabei als die Fähigkeit beschrieben, auch in schwierigen Momenten inneren Raum zu schaffen.
Hinweis
Hinweis
Bei Klaustrophobie und sozialer Angst kann Vermeidung die Angst langfristig aufrechterhalten. Konfrontation sollte jedoch schrittweise, individuell angepasst und möglichst mit professioneller Begleitung erfolgen, besonders wenn starke Panikreaktionen auftreten.
Die Übung dient nicht dazu, Angst mit Gewalt auszuhalten oder Panik zu unterdrücken. Ziel ist vielmehr, Körperempfindungen wahrzunehmen, die Aufmerksamkeit nach außen zu lenken und die Erfahrung zu machen: „Ich kann mit meiner Angst umgehen.“
Wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen Angst und tatsächlicher Gefahr. Bei realen medizinischen Beschwerden oder einer tatsächlichen Notfallsituation sollte selbstverständlich entsprechend gehandelt werden.
Merksatz für den Podcast:
„Ich muss nicht warten, bis die Angst verschwunden ist. Ich kann lernen, mit ihr sicher umzugehen.“