Nachfolgeschmiede

Benedikt Stentrup
Als Unternehmer, Nachfolger und Podcaster gebe ich den Zuhörern einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmertums und spreche mit interessanten Interviewgästen über die verschiedenen Facetten der Unternehmensnachfolge. 

NFS Folge 47: Der Fiber-Ansatz

Was es mit dem Sozio-emotionalen Vermögen auf sich hat

18.02.2026 21 min Benedikt Stentrup

In dieser Folge des Nachfolgeschmiede-Podcasts wird die Psychologie des Loslassens für Unternehmer beleuchtet. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, insbesondere der FIBER-Theorie, erklärt Benedikt Stentrup, warum der Abschied vom eigenen Unternehmen oft schwerfällt und weit über finanzielle Aspekte hinausgeht.
Zentrale Themen der Episode:
  • Das sozioemotionale Vermögen (SEW): Es wird das Konzept des SEW vorgestellt, das die nicht-finanziellen, emotionalen Werte beschreibt, die ein Unternehmer mit seiner Firma verbindet. Dazu gehören Reputation, Kontrolle, Identität und der Wunsch nach dynastischer Fortführung. Die Erhaltung dieses Vermögens ist für Familienunternehmer oft wichtiger als rein wirtschaftliche Gewinne.
  • Die FIBER-Theorie: Das sozioemotionale Vermögen wird anhand des FIBER-Modells in fünf Dimensionen aufgeschlüsselt:
    • F – Family control and influence (Kontrolle und Einfluss der Familie) 
    • I – Identification with the firm (Identifikation mit dem Unternehmen) 
    • B – Binding social ties (Soziale Bindungen) 
    • E – Emotional attachment (Emotionale Bindung) 
    • R – Renewal of family bonds (Wunsch nach dynastischer Nachfolge) 
  • Identifikation als Schlüsselfaktor: Die Folge hebt hervor, dass die persönliche Identifikation des Unternehmers mit seinem Lebenswerk (der I-Faktor) die größte psychologische Hürde für eine rechtzeitige Nachfolgeplanung darstellt.
  • Hierarchisches Wirkungsmodell: Ein dreistufiges Modell erklärt, wie verschiedene Faktoren den Nachfolgeprozess beeinflussen:
    • 1. Die Selbstidentifikation des Unternehmers.
    • 2. Emotionale und historische Faktoren wie Tradition und Familienwissen.
    • 3. Die Perspektive der Nachfolger, deren Motivation und die innerfamiliäre Dynamik.

Fazit: Die Episode verdeutlicht, dass eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge die bewusste Auseinandersetzung mit diesen emotionalen und identitätsstiftenden Aspekten erfordert. Offene Kommunikation und die Schaffung neuer Lebensperspektiven für den abgebenden Unternehmer sind entscheidend, um den Übergang für alle Beteiligten positiv zu gestalten.


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