Mit Deinem Podcast Geld verdienen – so gehts!

Du steckst viel Zeit und Arbeit in Deinen Content, hast Dir eine treue Community aufgebaut und möchtest nun mit Deinem Podcast Geld verdienen? Dann bist Du hier genau richtig! Denn Podcasts stehen bei vielen Unternehmen gerade hoch im Kurs. Doch nicht nur mit Werbung oder Sponsorings kannst Du Deinen Podcast monetarisieren. Welche Möglichkeiten es noch gibt, verraten wir Dir in diesem Artikel.

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von Daniel Flege

Euro-Scheine liegen aufgefächert vor einem Geldbeutel

Inhaltsverzeichnis

    "Langweilig", aber wichtig: der Steuerkram

    Ein Disclaimer direkt vorab: Wenn Du Geld für Deinen Podcast von einem Unternehmen oder Deinen Hörer:innen bekommst, handelt es sich hierbei um Einnahmen bzw. Spenden, die Du beim Finanzamt entsprechend angeben und versteuern musst. Da wir ein Hosting-Anbieter und keine Finanzwirte sind, können wir Dir an dieser Stelle keine Rechtsberatung anbieten.

    Daher empfehlen wir Dir, Dich vorab mit einem/einer Steuerberater:in auszutauschen, damit Du genau weißt, was Du wo anmelden musst. Das mag anfangs zwar eine Investition sein, ist langfristig jedoch günstiger, als wenn Du bei falsch versteuertem Einkommen nachzahlen musst. Frag doch gerne mal unter Deinen Hörer:innen, ob dort Steuerexpert:innen dabei sind, die Dir weiterhelfen können.

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    Aus Hörer:innen werden Supporter:innen

    Was ist die naheliegendste Möglichkeit mit Deinem Podcast Geld zu verdienen? Richtig, mit Deinen Hörer:innen! Dabei solltest Du nicht dem Irrglauben aufsitzen, dass Du Deinen Fans "das Geld aus der Tasche ziehst" oder Angst haben, sie um Unterstützung zu bitten. Schließlich lieferst Du für sie hochwertigen Content und es gibt mehr Menschen, die bereit sind, dafür etwas zu bezahlen, als Du vielleicht denkst.

    Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, wie Du aus Hörer:innen zahlende Supporter:innen machen kannst. Eine Option ist, Deine Community um eine monatliche Spende zu bitten, die an keine Gegenleistung geknüpft ist. So hältst Du Deinen Podcast frei von Werbung und Sponsoren, bist unabhängig und bekommst gleichzeitig eine Gegenleistung für Deine Arbeit. Ein Beispiel hierfür ist der Rasenfunk der sich komplett über den Supporters Club finanziert. Host Max stellt dafür in jeder Folge einige der Unterstützenden namentlich vor.

    Eine weitere Option ist das sogenannte Crowdfunding. Kreative können sich über Plattformen wie Patreon oder die deutsche Alternative Steady von ihren Supporter:innen finanziell unterstützen lassen sowie Finanzierungsziele festlegen. Meist gibt es hierfür sogenannte "Tiers", also Mitgliedschaften mit unterschiedlichen Beiträgen, für die es jeweils andere Gegenleistungen gibt.

    Einige Podcaster:innen bieten ihren zahlenden Unterstützer:innen zum Beispiel einen zweiten Podcast-Feed mit exklusiven Folgen an, wie Du ihn auch bei uns auf LetsCast.fm anlegen kannst. Andere wiederum verschicken je nach Tier Merchandise wie T-Shirts oder Sticker. Auf den Crowdfunding-Plattformen kannst Du zusätzlich Postings veröffentlichen (und solltest das auch tun), in denen Du Deinen Supporter:innen persönliche Einblicke in Dein Podcast-Alltag gewährst. Das schafft Exklusivität und einen zusätzlichen Anreiz, Dich zu unterstützen. Für ein Beispiel einer Crowdfunding-Kampagne kannst Du Dir die Patreon-Seite vom Mindcast anschauen.

    Effektiv und akzeptiert: Native Werbung durch Host Reads

    Möchtest Du statt Crowdfunding den "traditionellen" Weg gehen und mit Deinem Podcast Geld verdienen, bietet sich Dir die Sponsorensuche an. Hierbei suchst Du Dir entweder selbst Unternehmen als Kooperationspartner oder wirst im besten Fall von diesen angeschrieben, um Produkte in Deinen Folgen zu platzieren. Die beste Form des Sponsorings sind hierbei die sogenannten Host Reads, auch als Native Spots bezeichnet.

    Dabei handelt es sich um Produkt- oder Dienstleistungsempfehlungen, die Du selbst einsprichst und deren Inhalt im besten Fall auch von Dir selbst kommt. Denn die Host Reads bestechen vor allem durch ihre hohe Akzeptanz bei den Hörer:innen. In der Podcast-Umfrage 2021 von Podstars.de gaben 82,4 % der Befragten an, Podcast-Werbung, die vom Host selbst eingesprochen wird, ansprechend zu finden. Host Reads sind meist zwischen 30 und 60 Sekunden lang.

    Das Stichwort hierfür ist: Authentizität. Wenn Du mit Deinen eigenen Worten ein Produkt beschreibst und es bestenfalls sogar selbst nutzt, wirkt dies glaubhaft und kann Deinen Hörer:innen im Optimalfall sogar einen Mehrwert bieten. Das heißt jedoch nicht, dass Native Spots ein Selbstläufer sind. Deine Community merkt, wenn Du selbst nicht hinter einer Produktvorstellung stehst oder nur einen mit Buzzwords gespickten Marketingtext vorliest. Schaue also bei der Auswahl Deiner Kooperationspartner, dass diese zu Dir und Deinem Podcast passen.

    Oft findest Du auch Partner, die Dich für sogenannte Presenter bezahlen. Hierbei sponsert ein Unternehmen oder eine Marke eine Deiner Folgen und wird am Anfang der Episode von Dir zum Beispiel mit dem klassischen "Diese Folge wird präsentiert von..." angekündigt. Den Gegenentwurf zum Host Read bilden die klassischen Audio-Spots, wie Du sie aus der Radiowerbung kennst. Deren Akzeptanz bei den Hörer:innen ist jedoch geringer. In der Podstars-Umfrage empfanden nur 24,73 % der Hörer:innen Audio-Spots als ansprechend. Meist werden Audio-Spots von Werbenetzwerken im Rahmen der sogenannten Dynamic Ad Insertion genutzt, die wir Dir folgend vorstellen.

    Dynamic Ad Insertion & AdServer: Lass Deinen Podcast vermarkten

    Wenn Du Dich nicht selbst um Sponsoren und Werbepartner kümmern möchtest, kannst Du Deine Show auch bei einem Podcast-Werbenetzwerk einreichen, um mit Deinem Podcast Geld zu verdienen. Die Vermarktungsagenturen prüfen Deinen Podcast auf Werbepotenzial und bieten ihrem Kundennetzwerk darauf hin Werbeplätze in Deinen Folgen an. Je nach Werbenetzwerk können das sowohl Audio-Spots als auch nach der Zusage von Dir eingesprochene Host Reads sein.

    Um das Ausspielen der Werbung für Dich, die Agentur und das Unternehmen zu vereinfachen, kommt meist ein sogenannter AdServer zum Einsatz. Dein Podcast-Feed wird dabei auf den AdServer umgeleitet, welcher prüft, ob Werbebuchungen vorhanden sind und diese dynamisch zu Deinen Episoden hinzufügt. Du wirst es wahrscheinlich schon einmal gehört haben: Das Verfahren nennt sich Dynamic Ad Insertion. Dynamic Ad Insertion hat mehrere Vorteile:

    • Du kannst Deine Folgen nicht nur einmalig, sondern mehrfach vermarkten, weil die Werbung nach Belieben ausgetauscht werden kann.
    • Dein Podcast wird für Unternehmen mit zeitlich begrenzten Werbeaktionen interessanter.
    • Der Platzierungsaufwand ist für Dich geringer, weil Audio-Spots oder Host Reads vom AdServer automatisch in die jeweiligen Folgen eingespielt werden.

    Dynamic Ad Insertion und Werbenetzwerke bringen jedoch auch Nachteile mit sich:

    • Die Akzeptanz, gerade bei Audio-Spots, ist bei den Zuhörer:innen geringer.
    • Je nach Werbenetzwerk passen die dort werbenden Unternehmen nicht zu Dir und Deiner Zielgruppe.
    • Du kannst die Sponsorings nicht im Kontext der Folge platzieren, da diese nach Ende der Kampagne automatisch ausgetauscht werden. So sind zum Beispiel organische Überleitungen aus dem Inhalt auf die Werbepartner nicht möglich.
    • Als Podcast mit geringer Reichweite hast Du es schwerer, Werbepartner zu finden, weil die im Netzwerk vertretenen Unternehmen aus einer Menge an Podcasts wählen können.

    Und wo platzierst Du nun Deine Werbepartner?

    Du hast Unternehmen und Sponsoren gefunden, die in Deinem Podcast werben möchten? Super! Dann bleibt nur noch zu klären, wo Du Host Reads oder Audio-Spots platzieren kannst. In der Podcast-Marketing-Landschaft haben sich diese drei Punkte für eine Platzierung eingebürgert:

    • Intro/Pre-Roll
    • Mid-Roll
    • Outro/Post-Roll

    Grafik zu Werbeslots im Podcast Marketing

    Intro & Pre-Roll

    Verkaufst Du das Intro als Werbeplatz für Deinen Podcast, so würdest Du selbst den Werbepartner zu Beginn Deiner Folge vorstellen. Das kann in der Form des bereits angesprochenen Presentings erfolgen, jedoch auch als Native Ad direkt zum Einstieg. Die Pre-Roll liegt ebenfalls am Anfang der Folge, jedoch noch vor dem Start des offiziellen Contents. Hier erfolgt die Auslieferung meist als Audio-Spot über einen AdServer. Hörer:innen bekommen also erst den Werbespot zu hören, bevor es dann mit Dir und der richtigen Folge losgeht.

    Mid-Roll

    Die Mid-Roll liegt im mittleren Teil der Folge und ist der Werbeplatz mit der höchsten Aufmerksamkeit. Die Hörer:innen sind mit Dir bereits tief ins Thema der Folge eingestiegen und lauschen Dir gespannt. Außerdem liegen Smartphone, Tablet oder Maus gerade nicht in Griffnähe, sodass Werbemuffel sich nicht die Mühe machen, Spots zu skippen. Daher solltest Du für die Mid-Roll den höchsten Preis aufrufen.

    Outro & Post-Roll

    Im Outro nennst Du zum Ende der Folge noch einmal Deine Werbepartner. Die Post-Roll liegt hinter dem Ende der eigentlichen Folge und wird meist via Dynamic Ad Insertion durch den AdServer in Form von Audio-Spots bespielt. Du kannst es Dir bereits denken: Die Aufmerksamkeitsspanne der Hörer:innen ist hier bereits gesunken. Einige Fans werden die Folge vielleicht schon beendet haben. Daher ist der Werbeplatz für viele Unternehmen weniger interessant, im Umkehrschluss jedoch auch günstiger zu haben.

    Das liebe Geld: Was verdienst Du mit Deinem Podcast?

    Abschließend möchtest Du natürlich wissen, wie viel Geld Du mit Deinem Podcast verdienen kannst, richtig? Die Kurzantwort: Es ist kompliziert! Denn obwohl Podcasts boomen, steckt die Vermarktung in diesem Medium noch in den Kinderschuhen. Das liegt vor allem daran, dass die Preisbildung oft hinter den Kulissen geschieht.

    Podcasting ist ein offenes System, es gibt also keine zentrale Plattform, die zum Beispiel Statistiken erhebt oder einen Großteil der Vermarktung beherrscht (Grüße an Google Ads). Über wie viele Downloads die großen Podcasts verfügen oder was sie preislich dafür aufrufen, damit Du Dich daran orientieren kannst, lässt sich schwer herausfinden.

    Es gibt jedoch Richtwerte, mit denen Du die Preisgestaltung Deines Podcasts vorantreiben kannst. Über einen Punkt haben wir oben bereits gesprochen: Du solltest die Mid-Roll am teuersten und die Post-Roll am günstigsten anbieten. Für welchen Preis Du die Werbeblöcke anbietest, kannst Du mit mehreren Strategien bemessen:

    • Einige Podcaster verlangen einen Beitrag pro Hörer:in. Wenn Du also jede:n Hörer:in zum Beispiel mit 0,50 € kalkulierst, kostet eine Platzierung bei 500 Hörer:innen bei Dir 250 €.
    • Die zweite Option ist die Kalkulation mittels des sogenannten Tausenderkontaktpreises (TKP). Hier legst Du einen festen Betrag pro 1.000 Hörer:innen fest und skalierst Deine Preise mit steigender Folgeschaft. Die Standard-Preise in den USA liegen für eine 60-sekündige Mid-Roll zum Beispiel bei einem TKP von 25 $, in Deutschland je nach Reichweite zwischen 20 € und 40 €.
    • Du kannst mit Deinem Sponsor auch eine Abrechnung nach den sogenannten Cost Per Acquisition (CPA) vereinbaren. Das bedeutet, dass Dein Werbepartner Dich für Aktionen bezahlt, die Deine Hörer:innen aufgrund der Podcast-Werbung ausgeführt haben. Das kann eine Anmeldung für einen Newsletter oder ein Kauf mit einem speziellen Rabattcode sein.

    Egal, für welche Form oder Vergütungsmöglichkeit Du Dich entscheidest, wir wünschen Dir viel Erfolg bei der Monetarisierung Deines Podcasts. Und wenn Du noch keinen Podcast hast, dann melde Dich jetzt an und teste LetsCast.fm 14 Tage kostenfrei.

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