Eine Hochzeit auf der Palliativstation
Wenn ein Team möglich macht, was unmöglich scheint
11.03.2026 15 min
In dieser Folge erzählen Theresa Pforr (Pflege), Diana Engel (Seelsorge) und Stephanie Kannengießer (Musiktherapie) von einer Hochzeit auf der Palliativstation im Krankenhaus Bad Salzungen. Eine schwerkranke Frau wird nach ihrem Wunsch gefragt – und sagt, dass sie ihren langjährigen Lebensgefährten gern noch heiraten würde. Innerhalb eines Tages organisiert das Team gemeinsam mit Seelsorge und Musiktherapie eine berührende Zeremonie auf der Station. Nur etwa eineinhalb Tage später verstirbt die Frau. Dabei wird auch deutlich, was Palliativarbeit ausmacht: Ein multiprofessionelles Team aus ganz unterschiedlichen Berufsgruppen trägt gemeinsam Sorge für die Patientinnen und Patienten – dazu gehören Ärztinnen und Ärzte, Fachpflegekräfte, Therapeut:innen, Seelsorger:innen, Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen, SAPV-Pflegekräfte und auch der Hospizdienst. Hinweis: Die Geschichte ist anonymisiert, Details wurden zum Schutz der Privatsphäre verändert.
Eine außergewöhnliche Berührung am Ende des Lebens
Wenn Nähe möglich wird, trotz aller Umstände
25.02.2026 7 min Hospiz-Zentrum St. Wendel Bad Salzungen
In dieser Folge erzählt Heike Fritzsche von einer Begegnung, die zeigt, wie viel in einer kleinen Geste liegen kann. Heike besucht eine ältere Frau – und erfährt erst vor Ort, dass deren Ehemann im selben Haus auf der Palliativstation liegt. Die Frau möchte ihn nicht sehen, nicht in sein Zimmer gehen, nicht einmal eine direkte Begegnung zulassen. Warum, bleibt offen.Stattdessen bietet Heike an, etwas zu überbringen, das dennoch Nähe ermöglicht: eine Umarmung als Botschaft. Sie trägt diese Geste zum Ehemann – und kehrt mit einem stillen Zeichen zurück: einer Träne, die sie der Frau als Antwort mitbringt. Eine außergewöhnliche Berührung am Ende des Lebens – ohne Berührung, und doch voller Bedeutung.Hinweis: Die Geschichte ist anonymisiert, Details wurden zum Schutz der Privatsphäre verändert.
Kleine Wünsche auf der letzten Wegstrecke
Vivaldi, Rotwein – und warum man einen Moment nie aufschieben sollte
11.02.2026 6 min Hospiz-Zentrum St. Wendel Bad Salzungen
In dieser ersten Folge von „Im Herzen berührt – der Hospiz-Podcast“ erzählt Johanna von einem Mann, der am Ende seines Lebens nur zwei kleine Wünsche hatte: Vivaldi hören und ein Glas Rotwein trinken. Johanna spürt, dass sie es nicht aufschieben sollte. Noch am selben Abend entsteht ein ruhiger, kostbarer Moment voller Würde und Nähe. Am nächsten Tag verstirbt der Mann – und der Wunschabend bleibt als Erinnerung daran, wie viel kleine Gesten auf der letzten Wegstrecke bedeuten.Hinweis: Die Geschichte ist anonymisiert, Details wurden zum Schutz der Privatsphäre verändert.