Vinyl & ... Podcast

Timo Klingelhöfer

0159 - Top 10 Platten von 1996 (Vinyl & ... Talk - vinylandthewolf)...

Amorphis? Nick Cave And The Bad Seeds? Bad Religion? Suede? Ash? Manic Street Preachers? Belle And Sebastian? Eels? Die Sterne? Soundgarden? Cake? Fugees? Type O Negative? R.E.M.? Rage Against The Machine? DJ Shadow? Stereolab? Pearl Jam? Tool? Beck?

14.07.2026 183 min Timo Klingelhöfer

Zusammenfassung & Show Notes

Herzlich willkommen bei Vinyl & … Talk mit Wolfgang alias vinylandthewolf. Wieder werden wir gemeinsam auf Zeitreise gehen. Diesmal springen wir 30 Jahre zurück ins Jahr 1996. Helmut Kohl regiert noch Deutschland, die Taliban übernehmen die Macht in Kabul und das Schaf Dolly sorgt als erstes geklontes Säugetier weltweit für Schlagzeilen. Nintendo bringt das Nintendo 64 auf den Markt und läutet damit eine neue Konsolenära ein, während Independence Day und Mission: Impossible die Kinos erobern. Gleichzeitig begeistert die Fußball-Europameisterschaft in England Millionen Fans – mit dem legendären „Golden Goal“ von Oliver Bierhoff im Finale gegen Tschechien. Aber will man dieses außergewöhnliche Musikjahr wirklich auf solche Schlagzeilen reduzieren? Wir eher nicht. Deshalb richten wir den Blick auf die vielen großartigen Veröffentlichungen dieses Jahres – und präsentieren euch unsere persönliche Top 10 von 1996…

Links zur Sendung:
Sprecher*innen:
vinylandthewolf (Instagram): https://www.instagram.com/vinylandthewolf/
Vinyl and Music by Vinyl and the Wolf (Threads): https://www.threads.com/@vinylandthewolf?igshid=NTc4MTIwNjQ2YQ==
vinylandthewolf (TikTok): https://www.tiktok.com/@vinylandthewolf?_t=ZN-8xEWee6fDNu&_r=1
Vinyl and the Wolf (Bluesky): https://bsky.app/profile/vinylandthewolf.bsky.social
Vinyl And The Wolf (YouTube): https://youtube.com/@vinylandthewolf?si=9w3IyRhJ51-RAXsg

Timos Vinyl:
Amorphis - Elegy (Discogs): https://www.discogs.com/de/master/27480-Amorphis-Elegy
Bad Religion - The Gray Race (Discogs): https://www.discogs.com/de/master/58416-Bad-Religion-The-Gray-Race
Ash - 1977 (Discogs): https://www.discogs.com/de/master/68092-Ash-1977
Belle And Sebastian - If You're Feeling Sinister (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/13115672-Belle-And-Sebastian-If-Youre-Feeling-Sinister
Die Sterne - Posen (Discogs): https://www.discogs.com/de/master/62810-Die-Sterne-Posen
Cake - Fashion Nugget (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/23837591-Cake-Fashion-Nugget
Type O Negative - October Rust (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/20771848-Type-O-Negative-October-Rust
Rage Against The Machine - Evil Empire (Discogs): https://www.discogs.com/de/master/7951-Rage-Against-The-Machine-Evil-Empire
Stereolab - Emperor Tomato Ketchup (Discogs): https://www.discogs.com/de/master/30690-Stereolab-Emperor-Tomato-Ketchup
Tool - Aenima (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/4274296-Tool-Ænima

Wolfgangs Vinyl:
Nick Cave And The Bad Seeds - Murder Ballads (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/10272099-Nick-Cave-And-The-Bad-Seeds-Murder-Ballads
Suede - Coming Up (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/9126553-Suede-Coming-Up
Manic Street Preachers - Everything Must Go (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/8667461-Manic-Street-Preachers-Everything-Must-Go
Eels - Beautiful Freak (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/15474583-Eels-Beautiful-Freak
Soundgarden - Down On The Upside (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/13831285-Soundgarden-Down-On-The-Upside
Fugees - The Score (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/8379739-Fugees-The-Score
R.E.M. - New Adventures In Hi-Fi (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/20770864-REM-New-Adventures-In-Hi-Fi
DJ Shadow - Endtroducing..... (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/20340490-DJ-Shadow-Endtroducing
Pearl Jam - No Code (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/19946557-Pearl-Jam-No-Code
Beck - Odelay (Discogs): https://www.discogs.com/de/release/8845623-Beck-Odelay

Sonstiges:
0050 - Top 10 Platten von 1994... (vinylandthewolf) (Vinyl & ... Talk (08.02.2024))... (LetsCast.fm): https://letscast.fm/sites/vinyl-podcast-ed9769ee/episode/0050-top-10-platten-von-1994-vinylandthewolf-vinyl-talk-08-02-2024
0092 - Top 10 Platten von 2004 (Vinyl & ... Talk - vinylandthewolf)... (LetsCast.fm): https://letscast.fm/sites/vinyl-podcast-ed9769ee/episode/0092-top-10-platten-von-2004-vinyl-talk-vinylandthewolf
0106 - Top 10 Platten von 1995 (Vinyl & ... Talk - vinylandthewolf)... (LetsCast.fm): https://letscast.fm/sites/vinyl-podcast-ed9769ee/episode/0106-top-10-platten-von-1995-vinyl-talk-vinylandthewolf
0133 - Top 10 Platten von 2005 (Vinyl & ... Talk - vinylandthewolf)... (LetsCast.fm): https://letscast.fm/sites/vinyl-podcast-ed9769ee/episode/0133-top-10-platten-von-2005-vinyl-talk-vinylandthewolf


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vinylandthewolf (Wolfgang Bogner): https://youtu.be/G-c-goRzn2I
stubenrocker73 (Marc Schönherr): https://youtu.be/cLaMR5cek5s
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*** Vinyl & ... ist frei von Monetarisierung, jedoch können die Beiträge Werbung enthalten. Sollten uns Produkte kostenlos oder vergünstigt zur Verfügung gestellt werden, weisen wir darauf hin (z.B. durch ein "*" in den Shownotes/Videobeschreibungen). Wir stellen ausschließlich Produkte, Anbieterinnen, Plattformen und Künstler*innen vor, von denen wir selbst überzeugt sind. Geldzahlungen zur Promotion von Inhalten lehnen wir grundsätzlich dankend ab. ***

Transkript

Herzlich willkommen bei Vinyl & Talk mit Wolfgang alias Wynel and the Wolf. Wieder werden wir gemeinsam auf Zeitreise gehen. Diesmal springen wir 30 Jahre zurück ins Jahr 1996. Helmut Kohl regiert noch Deutschland, die Taliban übernehmen die Macht in Kabul und das Schaf Dolly sorgt als erstes geklontes Säugetier weltweit für Schlagzeilen. Nintendo bringt das Nintendo 64 auf den Markt und läutet damit eine neue Konsolen-Ära ein, während Independence Day und Mission Impossible die Kinos erobern. Gleichzeitig begeistert die Fußball-Europameisterschaft in England Millionen Fans mit dem legendären Golden Goal von Oliver Bierhoff im Finale gegen Tschechien. Aber will man dieses außergewöhnliche Musikjahr wirklich auf solche Schlagzeilen reduzieren? Wir eher nicht. Deshalb richten wir den Blick auf die vielen großartigen Veröffentlichungen dieses Jahres 1996 und präsentieren euch unsere persönliche Top Ten. Vorab noch eine kleine Hausmitteilung. Der Vinylund News Broadcast Channel auf Instagram ist umgezogen und zwar auf den Account Vinylund. Den neuen Link, den findet ihr in den Videobeschreibungen und den Shownotes. Alternativ könnt ihr den eingeblendeten QR-Code scannen. Ihr findet dort heiße Pre-Orders, Umfragen, Background-Infos zu Videos und Podcast-Folgen sowie vieles, vieles mehr. Und da ist er, einer der 12 Monkeys paradoxerweise in Gestalt eines Wolfes. Schönen guten Abend, Wolfgang, hi!
Speaker1
00:01:33
Also als einer von 12 Monkeys wurde ich auch noch nie vorgestellt, aber es gibt immer ein erstes Mal Danke dafür. Hallo lieber Timo!
Speaker0
00:01:42
Irgendwo muss man ja mal anfangen. Und bis man dann alle 12 Affen gesammelt hat, und wir reden ja öfter mal von Sammelleidenschaft, dauert es ja dann auch eine Weile. Ja, wow, 1996 steht auf der Fahne und für alle, die jetzt neu sind in diesem, illustren Format, noch mal kurz erklärt, also wenn ich richtig in meinem Vinyl- und Geschichtsbüchlein nachgeschaut habe, Wolfgang, haben wir gestartet damals mit 1994, kommt das hin?
Speaker1
00:02:10
Das ist korrekt.
Speaker0
00:02:11
Dann haben wir weitergelegt mit 2004. Ja, dann kam natürlich letztes Jahr 95 und 2005. Könnt ihr alles noch natürlich im Vinyl und Podcast nachhören, wenn ihr hier sozusagen in Laune gefahren seid. Auf YouTube ist da auch reichlich was vorhanden. Nicht alles, aber lohnt sich da mal reinzuschauen. Naja, und dann haben wir ja noch im Herbst 2006 vor uns. Also wir machen halt immer diese 30 Jahre, 20 Jahre Hops mit euch. Macht ja auch aus Vinyl-Technischer Sinn sichtweise durchaus Sinn, weil ihr müsst sehen, es gibt ja immer wieder diese Anniversary-Editions bei Schallplatten. Und nicht selten treffen wir es dann auch, dass entweder kurz vor unserer Sendung oder danach dann irgendwie nochmal eine spezielle Version kommt. Also ich kann zumindest schon mal teasern, Wolfgang, ich habe heute was dabei, wo so ein Reissure gerade just vor kurzem angekündigt wurde. Aber mehr verrate ich nicht. Auch das müsst ihr wissen. Wolfgang hat keine Ahnung, was ich hier jetzt irgendwie noch im Köcher habe und kommen wird. Also seid gespannt. Ja, ihr könnt gerne mal in die Kommentare schreiben, was ihr mit dem Jahr 1996 verbindet. So ein paar politisch-gesellschaftlich-sportliche Sachen haben wir schon aufgezeichnet. Vielleicht möchtet ihr was Persönliches teilen oder eben was, was mit der Musik zu tun hat. Wir freuen uns über eure Inputs, entweder auf Spotify in den Kommentaren oder auf YouTube. Und jetzt frage ich dich persönlich, Wolfgang, was verbindest du denn persönlich mit diesem Ja? Was war das denn für eine Zeit für dich?
Speaker1
00:03:43
Ja, so generell, dass das Jahr 1996 war für mich da irgendwie interessant. Ich habe damals zu studieren begonnen, kann ich mich erinnern. Also quasi so irgendwie der Übergang von Schule, dann Wehrdienst, dann Studentenleben. Und das war schon ein interessanter Mix, ein Kulturclash eigentlich. Und da hinein eigentlich ein spannendes Jahr, wo sich viel getan hat, weil du es vorhin auch erwähnt hast. Und Nintendo 64 kam ja damals auf den Markt, da haben wir die Chance im Studentenheim gut genutzt und haben sehr viel Super Mario gezockt und alle Sterne eingesammelt, hat es großen Spaß gemacht. Das ist ganz geil erinnerlich. Ja, und musikalisch betrachtet ist es irgendwie ganz interessant, so nach der 94, 95 Geschichte, wo eigentlich so viele epochale Alben erschienen sind, das ist interessant, auf dieses Jahr zu blicken. Man hat so den Eindruck, irgendwie ist die Ruhe nach dem Sturben, aber trotzdem liegt das Kribbel in der Luft. Und da sind ganz, ganz spannende Sachen erschienen, die vielleicht so nicht diesen Big Bang hatten wie im Jahr davor vielleicht oder auch im Jahr. Aber trotzdem, ich habe sehr genossen, jetzt da hineinzuschauen, was da erschienen ist, wie die Alben durchzugehen. Und von dem her finde ich ein tolles Jahr und bin gespannt auf unsere gemeinsame Reise heute.
Speaker0
00:05:08
Das will ich auch und ich habe mal versucht, so ein bisschen auf meinem Computer noch so spontan kurz vor der Sendung durchzugehen und mal zu suchen. Und ich weiß ja, dass ich im Jahr 2000 mit digitalen Fotos angefangen habe, aber ich habe trotzdem so ein paar analoge Fotos mal digitalisiert. Dummerweise sind die dann nicht so geil beschriftet wie ab 2000. Aber aufgrund eines Band-Shirts bin ich mir relativ sicher, und das ist jetzt kein Teaser auf meinen Alben, die kommen, dass dieses Bild ins richtige Jahr passt. Pass mal auf, Wolfgang. Ich war nämlich schon früher kulinarisch veranlagt.
Speaker1
00:05:44
Oh mein Gott.
Speaker0
00:05:44
Und habe gerne gut gegessen. Und du siehst, ich habe noch nicht studiert. Dazu wäre ich ein bisschen zu kindlich gewesen. Aber ja, Hauptsache gut gest, hat man damals schon im Saarland gesagt. Da habe ich natürlich noch im Saarland gewohnt. Und man sieht mich hier, liebe Podcast-HörerInnen, in einem wunderschönen, stylischen, gut gepflegten Semultura Longsleeve. Weil das war genau die Zeit, habe ich ja öfter schon mal erzählt, dass man so Longsleeves getragen hat. Und da war ich ganz scharf drauf. Und auch gerade diese Schwarzen, weil es war also für mich halt eben so diese Metal-Zeit, ganz klare Metal-Zeit. Und da habe ich das so entdeckt und erst vorher so mit, habe ich ja schon in anderen Sendungen erzählt, da mal so mit deutschsprachigen Bands wie Ärzte und so weiter angefangen und dann immer mehr Metal. Und dann muss man das natürlich auch nach außen zeigen. Dann ist man auch entsprechend durch die Straßen gelaufen. Und natürlich auch schwarze Jeans und Ketten von EMP, habe ich auch schon erzählt. Hier sieht man auch mal eine. Es war eine Blind Guardian Kette. Also wirst du wahrscheinlich überrascht sein, wenn ich heute auch mal die ein oder andere Metalplatte reinbauen muss. Schon aus nostalgischen Gründen, weil das einfach die Zeit war, wo ich genau den Kram mir um die Ohren geschossen habe. Und ja, Rudi Dutschke, Gedächtnis, Seitenscheitel, alles da. Hab dann auch irgendwann angefangen, mir die Haare blond zu färben und so. Hab's ein paar Jahre gemacht, bis mir's dann zu blöd war. Schwarz wollte ich's auch mal färben, dass es zu den Longsleeves passt. Hab ich auch nie gemacht.
Speaker1
00:07:14
Also, sehr, sehr cooler Look. Also, würde ich gerne wie immer an dir sehen, so dieses halblange Haar. Habe ich übrigens damals auch so. Ich habe es nicht ganz so lang getragen, mir ging es irgendwie so. Das war so ein ganz fieser Look, eher so Chessna Hawks-mäßig als an Sepultura.
Speaker0
00:07:34
Kannst ja mal gucken für die nächste Sendung, spätestens 1997, ob du auch so ein Relikt irgendwo auf deinem Rechner findest. Mit den 2000ern, was wird es leichter. Ich habe schon eins gefunden, jetzt für nächstes Jahr für 1997, das habe ich nämlich auch wieder am passenden Band-T-Shirt erkannt. Das ist eigentlich dann immer ganz praktisch, weil hier die Roots, das passt halt mit der Zeit. So war das ja. Aber wie gesagt, kein Teaser, die ist jetzt bei mir nicht dabei, hätte aber dabei sein können, theoretisch. Naja gut, apropos Bilder, das findet man ja jetzt sehr nett bei Instagram, das war jetzt nur exklusiv hier auf YouTube. Aber auf Instagram wird es wieder was von dir geben, weil du begleitest ja immer gerne auf Vinyl and the Wolf diese ganzen Geschichten mit Jahreszahlen.
Speaker1
00:08:18
Ja, habe ich vor. Ich weiß noch nicht genau, in welcher Form es dir passieren wird, ob es ein Video, ein mehr Video. Auf alle Fälle würde ich auch einen Carousel-Post machen. Also ein paar Sachen würde es auf alle Fälle geben. Wäre auch schade, wenn es nicht so wäre, weil einfach ich meine Top Ten auch wirklich hier liegen habe. Und dass tolle Platten sind. Also erstens nicht nur inhaltlich, sondern ich habe auch ein paar ganz irrwitzige Pressungen davon. Und das muss natürlich gezeigt werden.
Speaker0
00:08:47
Auf jeden Fall. Und das zeichnet dich ja auch aus, also mich nicht. Denn ich habe leider nur so ein paar Reissues da rumstehen, weil ich zu der Zeit halt überhaupt keine Schallblatten gesammelt habe. Und dann auch jetzt nicht alles, was ich irgendwie geil fand, dann in den Schrank gestellt habe. Was ich dann immer wieder hier und da bedauere, wenn ich dann so eine Liste zusammenstelle. Aber keine Sorge, wir verlinken euch trotzdem alles zu Discogs. Also wenn ich jetzt persönlich die Pressung nicht da hätte, dann gibt es Master Release und dann könnt ihr euch das trotzdem anschauen. Und wir gucken auch in der Sendung mal rein, dass ihr dann mit Cover und Erscheinungsjahre und allem versorgt seid. Ja, gut. Ja, dann gilt es eigentlich nur noch zu sagen, wir werden wieder sozusagen von Platz 10 starten, gehen dann runter auf die 1, erstes Album kommt zum Schluss. Also es ist uns mal wieder gelungen, ein Ranking zu erstellen, auch wenn das nicht immer ganz einfach ist. Ich nehme an, das ging dir ähnlich.
Speaker1
00:09:44
Ja, muss ich schon sagen. Also war diesmal mitunter tougher als in den letzten Jahren, wo sich gleich irgendwie gewisse Dinge kristallisiert haben. Ist für mich auch so ein Zeichen von vorher erwähnt, dass einfach ganz viele Perlen da herumlagen oder herumliegen. Eigentlich ganz viele sind auch wert, da vorgestellt zu werden. Also ich bin mehr gespannt, wie deine Auswahl ausfällt. Also ich habe mich geplagt und habe aber, glaube ich, eine Top Ten gefunden, mit der ich sehr zufrieden bin.
Speaker0
00:10:17
Ja, kann ich auch tatsächlich für mich behaupten, veranschlagen. Klar, man könnte jetzt hier und da nochmal was verschieben oder drehen, das geht immer. Aber muss auch nicht sein. Also ich habe gute Gründe, es so zu machen und ich werde mich immer mal so ein bisschen durchblicken lassen. Warum und wieso? Gestartet mit Wolfgang, bist du bereit? Soll ich mal die 10 auspacken? Okay, dann starte ich mit, wie ja schon angekündigt, Metal. Also das erste Mal Metal, damit du schon mal so die dicke Nummer überstanden hast. Ist nicht Sabotura, aber eine Band, über die wir tatsächlich schon mal gesprochen haben. Ich habe noch mal nachgeguckt im Archiv, weil ich dachte, da haben wir doch mal vor kurzem drüber gesprochen. Es war diese Record Store Day Sendung tatsächlich, da sind wir irgendwie mal draufgekommen. Und jetzt findet sie ihren Platz hier. Und zwar geht es um Amorphous mit dem Album Elegy. Kam im Mai 96 raus, ist so vom Genre her Progressive Metal, Melodic Death Metal, Falk Metal. So ein bisschen vergleichbar mit Paradise Lost oder Sentenced. Ist eine finnische Band aus Helsinki, gibt es seit 1990 und ist halt eben für diese genannten Stilrichtungen bekannt. Auch so progressive mit so ein bisschen Doom-Einflüssen. Ja, viele Texte basieren auch so, wie man schon am Cover vermuten könnte, auf so finnischer Mythologie und Literatur, was ja die Metal-Leids ganz gerne mal machen. Das ist das dritte Studioalbum, das erste Album mit dem Sänger Parsi Koskinen. Und da ist nämlich jetzt das Besondere, wenn wir auf den Sänger schauen, der hat hier so einen Klagesang in den Sound gebracht, also der für die Band nicht unbedingt typisch war. Wobei man sagen muss, also das switcht auch so bei den Songs. Also wir haben mal einmal dieses doch eher düstere Gecrawle und dann haben wir aber auch wieder das klare. Und ich mag irgendwie beides und auch die Abwechslung schätze ich an dem Album. Das Ganze basiert auf so einer finnischen Gedichtssammlung, ist deutlich melodischer als jetzt Tales from the Thousand Lakes, was der Vorgänger war. Und es ist auch das erste Album, wo das heute bekannte Amorphous Logo mit drauf ist. Und was noch so ein Funfact ist, der Gitarrist, der hat sich während der, während den Aufnahmen den Arm gebrochen. Wodurch dann die Produktion verzögert wurde und das Ganze dann in mehreren Studios so zusammengebastelt werden musste. Aber gut, damals habe ich noch mit Audio viel Gänge gelauscht, also ist mir jetzt nicht aufgefallen, sag ich jetzt mal, also müssen wir jetzt heute nochmal vielleicht unter den Gesichtspunkt hören. Es hat so ein bisschen die Fanbasis gespalten, aber heute ist es eigentlich ein Meilenstein, so in der Progressive Fog Metal Richtung. Und was man auch sagen muss, so diese Keyboards von Kim Rantala, die haben so starke 70er-Proc-Einflüsse da auch reingebracht, was mich damals irgendwie angesprochen hat. Also, Anspieltipps wären mal Against Widows, On Rich and Poor oder auch der Song Better Unborn, der einem dann am Anfang reinzieht. Das würde ich dann jetzt auch mal als Song für unsere Apple Music und Spotify Playlist wählen. Und ja, wünsche euch damit ganz viel Spaß. Wenn ihr es noch nicht kennt, wenn ihr aufgeschlossen seid in Richtung Metal, probiert es doch mal aus. Es gab damals Platz 8 in den finnischen Albumcharts, Platz 56 in den deutschen. Und ja, bis heute eigentlich eines der wichtigsten europäischen Prographic Metal Alben der 90er und deswegen muss es hier von mir mal erwähnt werden. So, was sagst du?
Speaker1
00:13:57
Trifft mich mit metallener Wucht. Muss ich ehrlich sagen, weder Band noch Album quasi haben bei mir so in meinem Kosmos eine Rolle gespielt. Ich kann mich nur ganz dunkel erinnern, dass wir über die Band gesprochen haben. Also ganz, also ganz, Also überhaupt keine Berührungspunkte, aber ich finde es total cool und auch, ich wäre auch sogar enttäuscht gewesen, wenn du hier ohne Mittelplatte daherkommst, von dem her sehr stimmiger Beginn, ja, muss ich nachholen, also ich habe glaube ich da noch nie reingehört.
Speaker0
00:14:30
Also es ist auf jeden Fall spannend, das mit heutigen Gesichtspunkt dann nochmal zu machen. Man hört es dann natürlich auch anders, man fühlt es dann auch anders. Es ist für mich halt eins zu eins mit dieser Zeit verknüpft und allem, was ich da gemacht habe. Also wenn ich die anmache, dann habe ich Bilder im Kopf, auch wenn ich kaum welche auf dem Rechner habe.
Speaker1
00:14:49
Das ist ja genial. Also das ist ja genau auch, darum machen wir diese Art von Sendungen ja auch, um in unseren neuronalen Netzen nach diesen emotionalen Flashes zu suchen.
Speaker0
00:15:01
Und Gleichgesinnte zu finden, wie euch da draußen, die sagen, krass, bei mir war es auch so, oder? Ja, bei mir war es ähnlich, aber mit dem Album, das wollen wir natürlich hören und diskutieren und sind gespannt. Und vielleicht entdecken wir noch was Neues, was wir damals übersehen haben oder zu wenig beachtet haben.
Speaker1
00:15:15
Genau, oder einfach mal mit dem Jahr, wenn ich mich überhaupt noch nicht beschäftigt und bekomme heute der Sendung 20 Alben für die Ewigkeit. Und das ist ja auch ein guter Grund eigentlich.
Speaker0
00:15:24
Auf jeden Fall. Deswegen sind wir jetzt noch eingestimmt und ich bin gespannt, was du als erstes aus der Kiste ziehst auf deinem Kiste.
Speaker1
00:15:34
Also ich ziehe auch, ich hätte sagen Heavy Metal, aber von einer anderen Art und Weise. Es ist auf alle Fälle ein Heavy-Wertwerk. Es ist Nick Cave mit den Murder Ballads. Und warum ist das ein ganz heftiges Werk? Weil es ein Konzeptalbum ist, wo ganz viele Leute gemorchelt werden. Also ich habe es irgendwo hier stehen. Rund 65 fiktive Tote gibt es auf diesem Album. Also in verschiedensten morbiden Stories, die Nick Cave hier auf diesem Album gesammelt hat. Vielleicht ganz kurz zur Press-Song. Ich habe hier eine Newberry-Ausgabe. Hübsch. Also sehr schön passend zum Cover. Und das Album als solches ist auch ganz, ganz famos und auch ganz wichtig im Werk von Nick Cave einzuordnen. Der war natürlich schon bevor jetzt die Murder-Ballots rauskamen, hatte der einen irrsig starken Ruf natürlich und war beliebt. Und war gerade an den Indie-Kreisen aufgrund seiner rockigen, mit den Batsheets produzierten Musik sehr gefragt. Und dann kamen die Murder-Ballots und da gab es einen ganz interessanten Move in Form von verschiedenen Dread-Partnerinnen. Zwei davon sind sehr markant. Das eine war P.J. Harvey und das zweite war Kylie Minogue.
Speaker0
00:17:04
Ach ja.
Speaker1
00:17:06
Und Kylie Minogue sang mit dem Where the Wild Roses Grow. Ja, eine, wenn man es oberflächlich so sich angehört hat, war es einfach eine starke Ballade. Wenn man sich den Text durchgelesen hat, hat man einfach mitbekommen, okay, da geht es einfach darum, um Täter und Opfer und eine ganz fiese Mordgeschichte. Und das war aber so ein unglaublicher Erfolg. Das Video lief auf MTV rauf und runter. Die Radiosender haben plötzlich Nick Cave gespielt und dann war Nick Cave plötzlich von diesem Indie-Act in den Mainstream geschoben. Und das ist im Grunde genommen, denke ich schon, Diese markante Geburtsstunde eines Nick Caves, wie wir ihn heute auch kennen, in dieser Größenordnung, wo es ganz viele Leute sich zu ihm bekennen, tausende Leute zu den Konzerten pilgern, das hat damals begonnen. Und dann gab es das Nachfolgealbum, war dann der Boatsman Call, das war dann auch so wieder schwermütiger, aber die Saat war gelegt und Nick Cave war zum Mainstream-Künstler fast geworden. Und wir finden hier eben so Songs wie Staggerly, Henry Lee, O'Malley's Bar, also das ist ein 14-minütiges Epos, ein einziges Massaker, das da stattfindet. Das muss man sich einfach anhören. Also Nick Cave als Popstar. Das waren die 15 Minuten Fame, die einfach wirklich sensationell waren zu dem Zeitpunkt. Das Album erschien früh im Jahr, das war am 5. Februar eben 1996. Ja, und das war auch mein Kontaktpunkt eigentlich mit Nick Cave. Also ich habe zuvor, glaube ich, ich hatte ihn vielleicht gekannt, das schon, aber es war dann auch tatsächlich der Song mit Kylie, der mich auf seine Spur gebracht hat und mit dem ich dann dieses Album ergründet habe. Und ab diesem Zeitpunkt war ich Fan und bin dann eigentlich bei jedem Album mit dabei. Aber das war sozusagen die Geburtsstunde für mich. Und damit würde ich diese Top Ten einläuten und zum Einläuten gehört auch ein Song. Und deswegen würde ich vorschlagen, wir hören uns Where the Wild Roses Grow kurz an und das wäre dann auch ein Song für die Playlist.
Speaker0
00:19:29
Sehr gut. Also ich werde mit Sicherheit Dreiecke oder M's in die Augen kriegen. Vielleicht weißt du schon, was ich damit meine, aber ich fülle das dann gleich noch aus. Jetzt hören wir jetzt mal rein. So, dann löse ich es mal auf, wo mein Backflash hingeht. Ja, das Musikfernsehen. Das war Mitte der 90er noch höchst bedeutungsvoll. Wie man MTV, habe ich sehr, sehr viel Zeit mit verbracht. Und ja, da gab es dann eben so ein Musikvideo. Und dann ist das gelaufen. Und das ist dann halt so ein Song. Da habe ich dann hauptsächlich die Bilder vom Musikvideo im Kopf. Weniger jetzt meiner Söhne nicht in Erinnerung jetzt in dem Fall. Aber es ist mir schwer in Erinnerung geblieben. Witzigerweise, da ich damals jetzt noch nicht so in Alben irgendwie mich durch die Musikindustrie bewegt habe, hätte ich jetzt nicht gewusst, wäre das jetzt ein Quiz gewesen, ob dieser Song auf diesem Album ist. Also wenn ich jetzt irgendwie nur das Cover gesehen hätte, hätte ich noch nicht mal gewusst, dass das ein Nick Cave Album ist. Also das Cover ist mir total fremd, aber der Song und das Video total nah. Und jetzt muss ich dir noch ein Geständnis machen. Ich hatte die Gelegenheit, Nick Cave zu sehen am letzten Montag. Ich bin aber nicht hingegangen. Das. War Montagabend in Stuttgart. Einfach mal so. Also ich habe das aber so kurzfristig gesehen, dass ich gedacht habe, dann ist der Abend da weg und dann muss ich noch das machen und das machen und das machen. Und dann habe ich es aus Überladungsgründen nicht gemacht. Also wenn ich es jetzt mit ein bisschen Vorlauf gewusst hätte, dann hätte ich irgendwie mir das vorher rausgeschafft, die Zeit und so. Dann wäre das irgendwie gegangen, dann hätte ich das machen können. Aber so kurzfristig konnte ich nicht mehr, war ich nicht mehr flexibel genug. Dazu hatte ich einfach zu viele Tasks. Deswegen musste ich es ziehen lassen.
Speaker1
00:22:38
Aber total schade. Ich glaube, ich habe das Ding ja auf Instagram gesehen, das ist eine total schöne Konzertlocation, oder? Irgendwie so, wie ein altes Gebäude auch ein wenig gewirkt, so ein Hof oder irgendwie.
Speaker0
00:22:53
Genau. Ja, ja, also von dem Ding her hat eigentlich alles gepasst. Also Wetter hat gepasst und es war jetzt ein bisschen nah dran an meinem letzten Konzert. Ich war nämlich samstags schon auf einem Konzert, dass ihr vielleicht bei Insta was verfolgt oder Slack oder so und Podcast-Channel und wo eigentlich nicht, aber also hier kommt es vielleicht auch noch. Naja, und dann war mir das dann irgendwie auch zu Matsch. Aber ja, wahrscheinlich ist es wieder so wie mit The Cure, dann erzähle ich dann jahrelang in der Sendung, ah, wäre ich mal hingegangen.
Speaker1
00:23:29
Schade, schade, aber irgendwann musst du das geben.
Speaker0
00:23:33
Also ich habe gedacht, vielleicht ist es irgendwann der bessere Moment.
Speaker1
00:23:39
Man muss sich auch fühlen mit dem Konzert. Man muss auch sagen, dass das passt für mich.
Speaker0
00:23:46
Ich bin auch schon auf Konzerte gefahren, wo ich wirklich die ganze Fahrt dahin gedacht habe, warum tust du dir das an? Und das hätte jetzt wieder genauso sein können. Und dann wäre immer noch die Frage gewesen, wenn ich dann dort bin, ob ich dann hinterher nochmal sagen kann, ja, was hat sich trotzdem gelohnt? Es ist dann immer high risk, wenn das dann so richtig stressige Tage sind, wo es eigentlich überhaupt nicht reinpasst und man auch gar keinen Nerv für hat. Okay. Nummer 10 ist getroppt. Dann vielen Dank für diesen umhüllenden, warmen Einstieg irgendwie. Wow, das war ein Album, aber ich bin schon, ich komme schon in Nostalgiefahrt, muss ich ganz ehrlich sagen. Ich sage dir immer, also bei meinem neunten Album lande ich so ein bisschen, da wird es jetzt eher so ein bisschen, ja wie soll ich sagen, so ein bisschen rauer, so ein bisschen holpriger, so ein bisschen punkiger, weil ich habe in der Zeit auch, punkige Sachen sehr gemocht. Und das war ja auch so die Zeit, wo ich dann so Ska und sowas gehört habe. Melody Punk, Skate Punk. Und von daher war es jetzt keine Überraschung, als ich dann wieder dieses Album in der Reihe der 96er gesehen habe, dass ich mir gesagt habe, das muss doch eigentlich mit dazu. Und es ist auch nochmal aus Vinyl-Sicht sicherlich nochmal interessant, auch wenn ich es nur als CD im Digi-Pack hatte. Und zwar geht es um Bad Religion mit The Cray Race. Kam am 27. Februar, zwei Tage nach meinem Geburtstag, ist eben, ja, wie gesagt, Punkrock, Melodik, Punk, Skatepunk, irgendwo dazwischen, ähnlich wie die ganze Reihe von Bands, die. In dieser Zeit alle irgendwie relativ auf Augenhöhe waren, würde ich jetzt mal sagen. Also von NoFX angefangen, über Pennywise, über Lake Wagon, No Use for Name, ich hab die alle gehört, auch Strung Out. Ja, Battle Legion gibt's seit den 80ern, ist eine kalifornische Band und in Los Angeles gegründet, war eine der einflussreichsten Bands im Melodic Punk ever. Und waren auch bekannt dafür, wo Punk immer sehr rau war, mit dieser dreistimmigen Harmonie, Gesangsästhetik sich so ein bisschen abzugrenzen. In Kombination mit gesellschaftskritischen Texten. Der Frontmann Greg Graffin, der ist so ein promovierter Evolutionsbiologe und das hast du auch immer gemerkt, dass das eher so ein studierter Typ ist, der so diesen Bildungsanspruch in den Punk bringt. Also das fand ich immer ganz interessant an diesem Paket und weil es auch schon sehr ungewöhnlich war. Das ist das neunte Studioalbum der Band, war das erste ohne das Gründungsmitglied Brett Gerwitz, der sich dann mehr so auf sein Label Epitaph konzentriert hat. Und es ist auch das erste Album mit dem Gitarristen Brian Baker, der ehemals bei meiner Tread war. Und der Rick Okasek, der auch Wieser produziert hat zum Beispiel, hat es produziert und es war dann in Neuropa schon allgegenwärtig, allgegenwärtig, es war, da habe ich jetzt auch nochmal abgeguckt, tatsächlich auch deutlich erfolgreicher als zum Beispiel in den USA. Jetzt noch zu diesem Vinyl-Cover-Aspekt, also es gab zehn verschiedene Original-Cover. Was damals jetzt nicht so super häufig en vogue war, wenn es jetzt heute die Vinylphase gewesen wäre, dann hätte man gesagt, okay, habe ich schon gesehen, aber da war es schon auch ein bisschen was Sonderes, weil diese CDs, die ich damals gekauft habe, also auch diese Digi-Packs, es dann eben auch mit verschiedenen Covern gab und das schon so ein bisschen eingeladen hat zu sammeln oder sich auch zu überlegen, welches hole ich jetzt, welches gefällt mir am besten, dann im Laden zu gucken, welche gibt es oder lasse ich das nochmal stehen oder suche ich nochmal das andere. Das war halt nicht Online-Shopping-Freunde, das war noch Real hier. Ländeladen und so, ne? Ging halt nicht anders. Oder von mir aus noch ein Elektronikfachmarkt, Karstadt oder so. Bad Religion, Karstadt-Blatte kaufen. Auch geil. Das ist Punk-Rock, Leute. Das war Punk-Rock. Ja, und auch ein Staubsauger. Naja, auf jeden Fall. Ja, der Craig Craven, der hat nahezu das komplette Album allein geschrieben. Was auch ungewöhnlich war für Bad Religion. Und Und ich würde mit euch gleich mal in den Punk-Rock-Song reinhören, der das Album so ein bisschen als Single dann auch umspielt hat. Aber hört gerne auch mal in die Songs A Walk, Parallel, Them and Us oder Empty Causes rein. Dann versteht ihr vielleicht, warum dieses Album in Deutschland sogar auf Platz 11 der deutschen Albumcharts gelandet ist, Platz 8 in Finnland und in Skandinavien eine Goldauszeichnung gekriegt hat. In den USA, wie schon angedeutet, nicht ganz so erfolgreich. Da hat es nur, sage ich jetzt mal vorsichtig, für den Platz 56 der Billboard 200 gereicht. Und jetzt haue ich euch mal den Punk-Rock-Song um die Ohren und da gucken wir. Mal, ob Wolfgangs Fell das gut verträgt, den Punk. Den habe ich jetzt schon mit Metal eingeölt. Und was es vielleicht vom Punk behalten hat, ist, dass es so wundervoll einfach ist. Also hier bin ich jetzt gar nicht so stolz, als ich es mitsingen kann, weil das wäre schon ein halber Hirnschaden, wenn man das nicht mitsingen kann, weil es halt super einfacher Text hat. Trotzdem weiß ich jetzt wieder, alles, was ich danach spielen werde, kann ich genauso mitsingen. Egal, wie komplex die Texte sind. Oder ich büll's mir zumindest ein. Mann, da waren sag ich ja noch so jungen, da ging das alles noch rein. Leute, das kriege ich heute mit keinem einzelnen Song mehr und bin froh, wenn ich irgendwie den Refrain, den Anfang schaffe oder so. Naja, aber jetzt darfst du mal erzählen, hast du überhaupt irgendwas in die Richtung Melodic Punk, Skate Punk, Punk Rock gehört oder komplett ausgespart? Haben wir noch nicht so viel drüber geredet, glaube ich.
Speaker1
00:30:54
Also ein bisschen Punk habe ich damals schon gehört. Also wir hatten ja auch, glaube ich, bei der 95er-Sendung Rancid dabei. Die habe ich sehr gern gemocht und Offspring und Green Day und auch ein bisschen Bad Religion. Ich habe diesen Song tatsächlich jetzt schon Ewigkeit nicht mehr gehört. Ich habe jetzt wieder total Spaß gemacht. Also war jetzt vielleicht nicht zwingend in meiner Range von Alten oder KünstlerInnen, die ich jetzt gewählt hätte für eine Top Ten. Aber cooler Pick hat mir jetzt wirklich, wirklich Spaß gemacht. Ich denke mir, ich brauche, glaube ich, diese Platte irgendwo auf Vinyl.
Speaker0
00:31:38
Einmal mit allen Covern, bitte.
Speaker1
00:31:40
Ja, na, also coole Sache. Und Bad Religion natürlich gehören zu den Großen. Ja, also es gibt zwar böse Stimmen, die dann jemand behauptet haben, die Songs ähneln sich dann zunehmend und man kennt einen Bad Religion Song dann einfach wirklich dann, dann kennst du einen, kennst du alle, finde ich gar nicht. Ich finde, die haben einfach wirklich viel, viel, viel Szene gemacht und ja, coole, coole Sache. Also hätte ich jetzt nicht am Schirm gehabt, aber bin gehooked. Ja, schön. Gefällt mir.
Speaker0
00:32:15
Ich war tatsächlich immer im solidarischen Lager und ich kann mich noch erinnern, so Musikpresse und so, dass das Album jetzt nicht so, mega eingeschlagen ist und das lag halt hauptsächlich an dem etwas weniger großen Erfolg im Ausland über den Teich. Aber so in unserer Bubble, wir haben das schon ziemlich gefeiert und ich habe das auch mitgekriegt, dass das sehr viel Stage Time gekriegt hat, Rotation, auch in Clubs und so gespielt wurde, gerade dieser Song. Und von daher ist das für mich untrennbar mit dieser Zeit verbunden. Ich denke da immer an den Urlaub. Österreich tatsächlich, da kann das irgendwie neu raus. Und da hatte ich das irgendwie gerade in meinem Discman stecken und dann immer hier schön an den Bergen entlang. Der Lilith-Punk-Rock-Song hat überhaupt nicht da reingepasst, aber ist mir in Erinnerung geblieben.
Speaker1
00:33:10
Was heißt, hat nicht reingepasst? Österreich gilt ja als Vorreiter der Punk-Bewegung, Punk-Hochburg.
Speaker0
00:33:18
Ja, ich will jetzt auch nicht sagen, nicht in Österreich reingepasst, bevor ich jetzt hier noch richtig Ärger gefickt und der Erste schon anfängt zu schreiben, sondern einfach, das war so eine Urlaubsregion, da war alles so gediegen und hast halt deinen, keine Ahnung, deinen Knödel gegessen und bist Ski gefahren oder so. Da war halt irgendwie nix Punkrock irgendwie so, also mindestens nicht.
Speaker1
00:33:41
Verstehe schon, also mehr Kastlruckerspatzen anstatt von Bad Religion.
Speaker0
00:33:46
Definitiv. Also wenn jetzt die coolen Skateboarder das angemacht hätten, aber war da auch nicht. Also es war schon alles sehr gediegen da, wo ich jetzt gerade war und die Erinnerungen habe.
Speaker1
00:33:57
Ja, cool. Cooler Pick. Gefällt mir. Schön.
Speaker0
00:34:03
Dann haben wir es erstmal mal auch von mir was in die Ohren gekriegt und ja, schon mal kleiner These. Also wir haben uns alle drei Songs jetzt heute ausgesucht, die wir gerne mit euch im Video und Podcast anspielen und wir hoffen, wir treffen auch eure Emotionen. Und wir sind froh, wenn wir euch was Neues nochmal zeigen, was ihr nicht kennt, aber wir sind genauso froh, wenn ihr sagt, oh krass, das habe ich damals auch gehört. Und ja, vielleicht habt ihr ja ganz ähnliche oder ganz andere, auf jeden Fall irgendwelche Verbindungen. Und das wollen wir gerne bei euch aktivieren. So auch das nächste Album von Wolfgang, der jetzt auf die Neune haut. Ja.
Speaker1
00:34:42
Ja, so soll es sein. Also vom Punkrock geht es jetzt nochmal in den späten Britpop. Und zwar zu Suede. Das dritte Album von Suede, Coming Up, habe ich gepickt. Ist im Grunde genommen gefüllt mit Hits. Ja, also das war von der Band auch eine Reaktion, eine Gegenreaktion auf den Vorgänger, auf Dogmeins Star, dass er so dunkle Themen verhandelt hat, dass auch in der Band einiges ausgelöst hat. Bernard Butler hat sich dann verabschiedet, während Dogmeins da. Und für Brad Anderson war das irgendwie so die Sache, okay, können wir Swayte eigentlich auch ohne ihn, können wir erfolgreich sein? Und tatsächlich war das dann, glaube ich, auch die bis heute erfolgreichste Platt, die sie dann veröffentlicht haben. Also wir haben hier Songs wie Trash, Filmstar, Lazy, Beautiful Ones, Also, Saturday Night als Rauswerfer. Ich glaube, das halbe Album wurde damals singlemäßig ausgekoppelt. Es sind nur zehn Meter drauf. Und es macht einfach Spaß zu hören. Also, ich sage auch dazu, die Qualität des Songwritings ist vielleicht nicht immer top-notch. Also würde ich sagen, da waren die beiden Alben davor im Storytelling besser. Aber die Leidenschaft und auch die Catchiness, die trifft in diesen Songs voll rein. Und deswegen war auch dieses Trash so extrem erfolgreich, muss man sagen. Wann kam das Ganze raus? Das Album erschien am 2. September in diesem Jahr. Und wie gesagt, das war für CDP noch eine Zäsur, weil man gewann damit auch den Mercury Prize zum Beispiel und Von da, wie ging es dann weiter? Ich glaube, das war auch der Peak. Dann kamen ein paar Jahre, wo es nicht so rund lief. Aber man kann rückblickend auf alle Fälle sagen, wenn man jetzt mit Suede jetzt auch vielleicht weniger bewandert wäre, also die ersten drei Alben, die kann man sich checken, um auch so diesen Bogen des Britpops mitzuerleben. Also mit dem Debüt haben sie eigentlich in den very Anfangstagen des Britpops Spuren hinterlassen, eigentlich auch die ganze Bewegung auch mit angekickt. Und mit diesem Album hier, mit Coming Up, das findet sozusagen im Herbst dieser Bewegung statt. Also eines der letzten großen Britpop-Alben, die auch qualitätsmäßig, finde ich, überzeugen. Ein bisschen später kam dann noch Palk mit dieses Hardcore, aber das war dann eigentlich schon ganz weit. Da war schon Winter im Britpop und Oasis hatten sich da sowieso schon ein wenig in den Größenwahn verabschiedet und das war es dann ein wenig. Aber hier nochmal totale Perlen und von dem her auch stimmig in unserem 90er-Reigen, weil auch Britpop einfach in dieser Zeit wichtig ist und wichtig war.
Speaker0
00:37:54
Genau, das werde ich nachher noch genauso sehen. Das können wir schon mal verraten. Nee, also das Album habe ich auch gar keinen Bezug zu, Bild zu. Ist jetzt für mich neu, habe ich übersehen. Warum, weiß ich nicht. Die Band selbst habe ich nicht übersehen eigentlich. Warum jetzt gerade dieses Album? Ich bin halt mit dem Debüt da von 1993 irgendwie immer verbandelt. Das ist für mich so Signature-Move. Und dann, ich weiß nicht, ob ich das Album gehört habe. Höchstens mal einen Song irgendwie in der Indie-Disco, was ausgekoppelt wurde. Ich werde das wie so ein neues Album jetzt hören. Das ist ein neues Album.
Speaker1
00:38:35
Also, mich würde es wundern, wenn du Trash in der Indie-Disco gehört hättest. Das ist so dieser klassische Singalong, Hirn ausschalten, Beine ein und la la la la la singen. Da braucht es nicht viel, ehrlicherweise. Das sind wir fast für Bad Religion.
Speaker0
00:38:55
Das kriegt ihr alle da draußen hin. Du durchschnittlicher Hörer da draußen in. Kein Problem. Nee, also ich brauche da echt nochmal ein Reloaded, aber mache ich natürlich, mit welchem Song würdest du dann reingehen? Was würdest du mir oder den anderen da empfehlen?
Speaker1
00:39:12
Ich würde doch Trash nehmen.
Speaker0
00:39:14
Tatsächlich Trash. Ah ja, dann kommt's direkt. Dann mache ich das genauso. Ja, okay. Tja, ich habe jetzt gerade nochmal geguckt und du hast da eine 20th Anniversary mit 1000 limitiert steht hier, ne? Translucent Vinyl Yellow. Ist auch ein Schätzler, ne?
Speaker1
00:39:34
Ja, ist eine schöne Ausgabe. Also gelb zum gelben Cover natürlich kann man nicht besser treffen.
Speaker0
00:39:42
Naja, cool. Gut, dann nehmen wir das mit und Trash kommt auf die Playlist. Super. Dann, ja, weiß man ja, die Acht, wir kommen zu Album Acht, ist ja immer so ein Zeichen für Unendlichkeit. Und was jetzt ganz witzig ist, wir haben ja öfter mal in den Sendungen so Domino gespielt, Platten-Domino, könnt ihr auch mal zu Hause probieren. Die Regeln dürft ihr euch selber ausdenken, wir haben es noch nicht ganz fertig. Aber die Grundidee steht schon mal, Also sprich, Wolfgang wirft mir jetzt einen Ball zu und ich denke so, ah ja, cool und verwandle das in was ähnliches. Ist jetzt aber in dem Fall Zufall, weil wir ja uns das vorher überlegt haben, und Doubles auch erlaubt sind. Bei diesem Album könnte jetzt zum ersten Mal ein Album von dir, nicht abgeschossen in dem Fall, aber halt auch mitgetroffen werden. Da bin ich mal gespannt, weil das ist eben genau das Thema Britpop. Und zwar habe ich mir ausgesucht, er nickt schon, er nickt schon. Und zwar habe ich mir ausgesucht auch der 8. Ash mit 1977. Kam am 6. Mai, nicht 1977, sondern 96. Britpop, Powerpop, Garage Rock, Pop, Punk. Kann man eine Reihe stellen mit Supercrass oder manchmal auch ein bisschen Weezer. Ist so eine nordirische Rockband aus Don't Don't Patrick. Seit 92 gibt's die. Wir sind ursprünglich so als Teenager-Trio gestartet, wie Nüldund berichtete, erst vor kurzem tatsächlich, weil wir ja über das Reissue gesprochen haben, das da feinerweise rausgekommen ist und wir auch in einer, Reissue-Sendung empfohlen haben. Und kann man übrigens auch noch bestellen. Sieht eigentlich ganz nice aus. Ja, und der Sänger und Gitarrist, der Tim Wheeler, der ist hier Hauptsongwriter der Band. Das war... Also das Debüt und das ging auf Platz 1 der britischen Albumcharts. Fünf starke Singles sind mit drauf. Der Owen Morris, der zuvor mit Oasis gearbeitet hat, hat es produziert. Also die What's a Story Morning Glory und die Definitely Maybe. Also sieht man auch wieder dieses enge Netzwerk, das Great Britain übergreifend funktioniert. Ja, und das ist eines der wichtigsten britischen Rock-Debüts der 90er. Und jetzt, warum 1977? Also der Albumtitel, der bezieht sich auf das Erscherungsjahr von Star Wars tatsächlich, so wie auf das Geburtsjahr von Tim Wheeler und Bassist Mark Hamilton. Beide Jahrgang 77, nicht auf das Punkjahr 1977, was man vielleicht denken könnte. Und ja, die Jungs waren damals so 18 bis 19. Und später, zum Beispiel Classic Rock Magazine, hat das Album auf Platz 1 der besten Debütalben aller Zeiten gezählt. Also viele, die jetzt irgendwie eine Sendung machen über beste Debütalben, haben das eventuell auch mit dabei. Anspieltipps wären mal Yeah Girl From Mars, Goldfinger, Oh Yeah, Kung Fu oder auch Loose Control, was ich euch mal mit auf die Playlist packe. Platz 1 war es in den UK-Albumcharts und Platz 65 auf den deutschen Albumcharts. Im UK, im Vereinigten Königsreich hat es für Platin gereicht und auch in den Jahresscharts im UK war es dann Platz 31. So, jetzt darfst du verraten, habe ich dich geärgert oder habe ich dich nicht geärgert?
Speaker1
00:43:16
Nein, gar nicht. Schön, dass du dir bei hast. Die war bei mir schon in der Auswahl. Genau, also habe ich extrem gern damals gehört. Also finde ich ein tolles Album Mit ein paar überragenden Singles. Also Girl from Mars, finde ich, ist einfach so ein enorm toller Song. Also von dem her, ich würde sagen, bei mir wäre es irgendwo so jetzt wahrscheinlich Platz 13, 12 tatsächlich gelandet. Aber schön, dass du dabei hast. Ich habe irgendwie beim Zusammenstellen überlegt, siehst du, das könnte eine Platte sein, die vielleicht der Team auch zieht.
Speaker0
00:43:55
Vielleicht habe ich einfach Wolfgang vier oder fünf Alben weniger gehört, 1996 als du. und deswegen ist es bei mir soweit nach vorne gerutscht. Wäre zumindest mathematisch einer gewissen Logik folgend.
Speaker1
00:44:08
Ich glaube, habt ihr da nicht über die 30-Jahr-Edition, hast du nicht mit Marc darüber gesprochen? Ja, genau, da haben
Speaker0
00:44:16
Wir drüber geredet. Und die gibt es auch noch. Ich habe auch noch mal vor der Sendung geguckt. Also, ist eine dicke Empfehlung, wenn ihr eine coole Reissue haben wollt.
Speaker1
00:44:24
Ja, die ist schon wirklich schön.
Speaker0
00:44:28
Also könnt ihr gerne, müsste die letzte Reissue-Folge gewesen sein mit Marc. Könnt ihr mal reinhören. Und da ist auch der Link angepickt.
Speaker1
00:44:37
Das ist, glaube ich, jetzt auch die erste dieser Jubiläumseditionen, bei der ich überlegt habe, soll ich da meine UK First Press dafür quasi eintauschen, weil die wirklich schön ist. Ja, mal überlegen.
Speaker0
00:44:52
Überleg mal. Ich habe nochmal im Archiv geguckt, also ist die Folge 154 Platten blühen. Da könnt ihr mal reinschauen, reinhören.
Speaker1
00:45:04
Ja, cool.
Speaker0
00:45:05
Ja, dann ist es ja schön, dass wir sie noch mit dabei haben. Und dann haben wir auch den Britpop-Doppelschlag. Haben wir das Thema abgefrühstückt. Aber wer weiß, wer weiß, wer weiß.
Speaker1
00:45:15
Würdest du sagen, dass für dich das Thema Britpop damit erledigt ist?
Speaker0
00:45:19
Jetzt will er mehr wissen, jetzt will er mehr wissen. Was soll ich da drauf antworten? Ich würde dir einen Vortritt lassen, wenn es jetzt um klassischen Britpop geht. Aber ich will nicht versprechen, dass nichts aus UK kommt.
Speaker1
00:45:37
Ja, damit kann ich arbeiten.
Speaker0
00:45:39
Weil sonst nimmt es mir auch zu viele Möglichkeiten, Musik zu zeigen.
Speaker1
00:45:44
Also nicht nur Platten, Domino, wir spielen auch Plattenquiz immer wieder mal zwischenzeitlich.
Speaker0
00:45:49
Ja, und wenn ich jetzt sagen würde, keine Ahnung, ich habe keine Platten aus Deutschland oder ich habe keine Platten aus USA und so weiter, da würde so viel wegfallen, das würde viel zu viel verraten, deswegen muss ich dich bezüglich UK im Nebel lassen. Egal, ob ich jetzt eine habe oder nicht. Das kann ich so nicht formulieren.
Speaker1
00:46:08
Das ist komplett in Ordnung. Wie gesagt, UK wird uns ja wahrscheinlich da und dort noch beschäftigen. Heute vielleicht sogar schon bei der nächsten Platte, wer weiß.
Speaker0
00:46:20
Na gut, da müssen wir jetzt nicht lange die Rätsel offen halten. Also von meiner Seite aus darfst du die ziehen. Dann wissen wir es gleich.
Speaker1
00:46:31
Cast, dann kommt das nächste Schätzle. Und auch hier einer meiner absoluten Lieblingsbands, die ich bis heute gerne verfolge. Es geht um die Manic Street Preachers mit dem schönen Albumtitel Everything Must Go. Ich glaube, das hier war eine 10-Years-Edition oder 20, auch irgendwie so. Schön, hellblau, also passend zum Cover. Das war mal irgend so ein Flohmarktfund, kann ich mich erinnern. Das war um gar kein Geld. Und war ich total happy, weil ich diese Platte sehr gerne gehört habe damals. Und ich muss auch hier sagen, dass ich die Manic Street Preachers mit diesem Album so richtig eigentlich erst entdeckt habe. Also der Song, der mich da extrem reinhören ließ, war der Titel Australia. Würde ich jetzt auch für die Playlist gleich mal vorschlagen. Das ist wirklich so ein hymnischer Song, der einfach komplett gut ins Ohr geht. Das Album selbst ist erschienen am 20. Mai. Für die Mannix war es auch so in dieser Zeit ein wichtiges Album. Also sie hatten zuvor auch diesen Eher düsteren Streich mit der Holy Bible veröffentlicht. Es gab dann diese Geschichte, dass der Gitarrist Richie Edwards dann plötzlich verschwand. Ich glaube, der ist bis heute gilt als vermisst und tauchte nie wieder auf. Die Band machte dann quasi ohne ihn weiter und dieses Album war auch so dieses Lebenszeichen, zu sagen, okay, everything must go, wir machen weiter, wir gehen nach vorne. Aber natürlich hat dieses Thema, dieses Verschwinden von Ritchie etwas auch in den Texten, die Spuren hinterlassen. Also da passiert schon in den Texten viel Aufarbeitung, viel Düsteres auch. Aber es trifft auch auf dieses Hymnische und genau dieser Kontrast hat diesem Album auch zu enormen Erfolg verholfen. Also ging auf Nummer zwei die UK-Charts, gewann Brit Awards, Mercury Prize Nominierung, verkauft dann letztendlich zwei Millionen Stück, was für ein Indie-Rock-Album dieser Zeit durchaus viel war. Und hat die Band letztendlich dann auch in die großen Stadien geführt. Also ein Album über das Thema Verlust, das aber ganz viel gibt und Unbedingt eines der besten Alben der Bands und auch eines der besten Alben dieses Jahres. Ich habe auch lange überlegt, ob das eigentlich nicht weiter oben stehen müsste. Aber dann kam so auch einerseits die emotionale Liebe zu anderen Platten und dann so die Bedeutung von anderen. Und dann ging es auch plötzlich, war es dann einfach da auf der Platz 8. Und ja, es ist auch ein schöner Platz, wenn es in die Top 10 kommt. Aber wer es nicht kennt, unbedingt reinhören. Und Manic Street Preachers, Timo, da haben wir schon ab und zu mal drüber gesprochen, gell?
Speaker0
00:49:53
Ja, Hammer, Hammer. Immer mal wieder so auch gemerkt, dass es ein relativ großes Werk und so ist. Aber jetzt in dem Fall, also bei dieser Pressung, hätte mich jetzt diesmal mal mehr das Venü-Technische interessiert, als das Werk. Weil ich habe jetzt nochmal so ein bisschen hier rund gelesen, weil du gesagt hast, das Flohmarkt. Ich würde gerne wissen, was das für ein Flohmarkt war und ob derjenige, der das Ding dann irgendwie nicht lieb gehabt hat, oder dringend Geld gebraucht hat, das kann es gar nicht sein, weil es wäre ein Schnäppchen gewesen, also der das nicht lieb gehabt hat, dann irgendwie weggegeben hat, entweder nicht wissend, was er da wieder für ein wertvolles Schätzchen hat oder der Preis ist dann anschließend entsprechend gestiegen. Wobei zweiteres ich mir schwer vorstellen kann, weil das war damals ja schon eine HMV mit nur tausend Copies. Und ich meine, auf ganz Discogs gibt es gerade mal fünf Stück davon und die rangieren alle so um die 100 Euro und mehr. Ohne Versand versteht sich. Da würde ich halt sagen, ist jetzt nicht so der typische Flohmarktfund oder so ein Flohmarktfund in Zeiten, in denen Vinyl gerade nicht so interessant war und man vielleicht wirklich noch Schätze gefunden hat.
Speaker1
00:51:02
Also gekauft habe ich die, glaube ich, vor acht, neun Jahren, so in der Größenordnung. Gezahlt habe ich dafür einen Zehner. Also das war jetzt nicht so, dass ich sage, das war jetzt ein Ramsch-Angebot, aber einfach so, da hat einer eine Kiste Platte stehen und Und ganz viel davon hat nicht gepasst und irgendwie plötzlich hatte ich die in der Hand und denke mir, ja cool, die suche ich eigentlich schon immer, die nehme ich mir jetzt einfach mal mit. Ist ja kein Geld sozusagen. Ich weiß jetzt, ehrlich, ich weiß gar nicht, ob die damals dann auch schon so teuer war. Ich glaube nicht so teuer. Aber sie war auf alle Fälle so, dass ich mir dachte, das kann man machen, das Geschäft. Da gehe ich jetzt auf alle Fälle nicht als Verlierer von Pflanzen.
Speaker0
00:51:46
Ich denke auch, dass es so eine Mischung war, dass es damals schon nicht nur 10 Euro wert war, das Ding, und dann danach nochmal kräftig gestiegen ist. So wird es sein. Ja, das muss ich dann auch nochmal nachhören, wie das meiste, was du von Magic Street Beaches ausgepackt hast, ich erzähle jetzt nicht schon wieder die gleiche Story, was ich für einen hauptsächlich gehört habe, damit die Vinyl und Ultras jetzt keine Augenroller kriegen, aber werde mich auf jeden Fall mit diesem Album beschäftigen. Mach ich. Gut, Australia ist auf der Playlist und wir können froh sein, dass wir nicht eine Top 3 haben. Dann wären wir jetzt fertig. Tschüss Wolfgang. Sondern wir sind noch nicht in meiner Halbzeit und gehen jetzt auf die nächste Ebene. Und manchmal, wenn ich so im Skript rumscrolle, bin ich selber überrascht, was als nächstes kommt. Also ich habe es jetzt noch nicht ausfindig gelernt, aber ich kann auf jeden Fall sagen, es kommt was, was ich jetzt endlich mal als Schreibblatt da habe, damit das heute Abend hier nicht ganz so peinlich wird bezüglich der Auswahl meiner Plattensammlung. Aber nachcheaten und nachshoppen mache ich dann auch nicht. Hätte ich hier und da ja tun können. Und zwar habe ich für euch hier die Balanced Bastion mit If You're Feeling Sinister. Die habe ich in einer ganz langweiligen roten Cover-Version mit einer schwarzen Platte. Aber eigentlich passt es ganz gut, weil bei diesem Style von dem Cover muss ich immer an so ein Fotoentwicklungsstudio denken. Genau, und da hast du ja auch rot, schwarz, also eigentlich passt es nicht schlecht. Und ich habe das Album hier bei Studio 1 Records in Karlsruhe, liebe Grüße, jetzt hat er auch mal wieder getaggt, damals gekauft, war auch auf Social Media zu sehen. Ist ja quasi so ein Vorgänger von DixieCast Records zu überecken. Ich habe ja gerade im Interview mit Text darüber gesprochen, in der letzten Podcast-Folge, in der letzten Video. Und das war Indie-Pop, das war Twee-Pop, das war Chamber-Pop und Chamber-Fork. Das ist vielleicht so ein bisschen vergleichbar mit Kings of Queenies oder so. Es ist eine schottische Band aus Glasgow und damit sind wir wieder im UK. Es ist bekannt für diese literarischen Texte, sanfte Melodien und jetzt hier auch mal das ein oder andere orchestrale Arrangement. Wir haben, damals war das das zweite Album, das ist ziemlich schnell zusammengebaut worden, also eigentlich nur fünf Tage aufgenommen, drei Tage gemischt und spektakulär. Die Band hat sich damals so bewusst auf so klassische Promotion, wie man das jetzt heute so kennt, verzichtet. Es gab auch keine Interviews oder Single-Auskopplungen oder sonst irgendwas. Und das zeigt ja nochmal, wenn was wirklich gut ist, dann hat es trotzdem seine Relevanz auch ganz ohne Promotion. Und man kann schon sagen, dass das Album eines der wichtigsten Indie-Pop-Klassiker der 90er ist und regelmäßig in irgendwelchen Bestenlisten auftaucht. Und ich finde so ein Statement auch mal cool, einfach zu sagen, so ne, haben wir jetzt gerade keinen Bock drauf, wir bringen es einfach raus. Ja, und der Frontman, der Stuart Murdoch, der bezeichnete If You're Feeling Sinister mehrfach als sein wahrscheinlich bestes Album. Jetzt nochmal zu dem Cover-Foto, von dem ich eben gesprochen habe, dieses rote. Das zeigt Murdochs Freundin, die hieß Jara McLarity, die quasi wie Murdoch selbst am chronischen Erschöpfungssyndrom CFS litt. Und das Album hat, würde ich sagen, gerade so Bands wie Death Cab for Cutie, wo wir jetzt auch gerade in der, Pre-Order hatten oder The Chins oder Always oder eben auch die eben genannten Kings of Convenience inspiriert, geprägt. Platz 481 tatsächlich nur in der Rolling Stone-Liste. Aber was wissen die schon? Spaß. Oh, jetzt können wir wieder... Oh, jetzt... Ich hab was von der Seite gespürt. Es hat doch ein bisschen weh getan. Sorry. Ich nimm es zurück. Die 500 Greatest Albums of all Times ist aber dabei. Muss man auch wieder festhalten. Und wenn ihr mal reinhören wollt, dass Stars of Track and Field, würde ich sagen, Seeing Other People, Like Dylan in the movies. Wenn ich das schon sage, singe ich es eigentlich schon. Ich mache aber mal was anderes. Ich mache mal The Fox in the Snow. Einfach, weil es mir so heiß ist. Fand ich das jetzt mal schlau. Dann Get Me Away From Here, I'm Dying, If You're Feeling Sinister. Also, wenn man das so runterliest und die Lieder kennt, hat es eigentlich alle im Ohr, weil auch in den Textzeilen dann die Songtitel häufig vorkommen. Was haben wir noch? Pitchfork. Da war es weiter vorne. Diesmal habt ihr einen Punkt. Platz 14 der besten Album der 90er, haben sie gesagt. Und ja, auch enthalten in den 1100 Albums You Must Hear Before You Die. Ja, kann ich eigentlich bestätigen. Also wäre es echt blöd, da hinzuscheiden, ohne das Album zu hören. Oder, Wolfgang? Er nickt.
Speaker1
00:57:10
Muss man gehört haben, das Album.
Speaker0
00:57:14
Deswegen. Und ich finde es auch irgendwie so ikonisch. Ich sehe das Cover und das ist für mich eine ganze Ära eine Zeit, also ich finde da führt kaum ein Weg dran vorbei also hättest du es in deiner Top 20 oder kommt es irgendwo weiter vorne oder oder oder weil ich finde das Album könnte ich dir durchaus auch zuschreiben Vielen Dank.
Speaker1
00:57:42
Ja, also kommt das vielleicht noch weiter vor? Ich schaue mal so, ob das da irgendwo nochmal kommt.
Speaker0
00:57:49
Der Mann kennt auch seine Listen nicht auswendig. Du musst es noch nicht verraten. Du kannst ja auch einfach sagen, vielleicht mache ich nochmal eine Band.
Speaker1
00:57:57
Ich weiß natürlich, wo das auf meiner Liste steht.
Speaker0
00:58:01
Denke ich mir. Naja gut, ich baue jetzt einfach nicht nach. Dann musst du auch nicht antworten. Schönes Ding. Und wie gesagt, die stand da im Blannenladen und ich habe halt gedacht, so, warum steht ihr da? Warum steht ihr jetzt bei mir? Das war irgendwie so ein No-Brainer. War jetzt auch nicht besonders teuer oder irgendwas. War jetzt aber auch nicht. Besonders fancy oder irgendeine Limited oder irgendwie. Es war einfach nur da. Ich habe gedacht, cool, habe ich noch nicht. Will ich haben. Und bei mir ist das so ein 2018er Repress und selbst da, wo wir jetzt eben über Preise gesprochen haben, ist jetzt auch nicht, ja, gibt zwar viele Angebote, aber also ich hab, lass mal die Hälfte bezahlt oder so, ich weiß nicht mehr genau. Willst du auch nichts Faltes sagen. Also, geht in eure Plattenläden. Da kriegt ihr mehr fürs Geld. Also gerade wenn's um die, gerade wenn's um die Secondhand-Ware geht, um die gebrauchten Platten. Ja. Gut. Dann möchtest du später noch was zu Bandsbestien sagen? Sollen wir dann schon weiterziehen?
Speaker1
00:59:10
Nein, tatsächlich, ich sage es ehrlich, sie kommt jetzt nicht mehr bei mir, aber ich habe um diese Platte ganz hart gekämpft.
Speaker0
00:59:23
Dann ist doch mal spannend, warum hast du sie denn dann nicht mit reingenommen? Jetzt kannst du ja zum Beispiel sagen, wegen dem Song The Fox in the Snow, weil das der schlechteste Film ist. Ja, ein furchtbares Ding. Warum nicht Wolf in the Snow? Da warst du beleidigt wahrscheinlich.
Speaker1
00:59:40
Ich denke, genau, können die keine ordentliche Titel schreiben? Also irgendwie.
Speaker0
00:59:46
Haben die überhaupt einen inventiert?
Speaker1
00:59:49
Nein, ein Klassiker natürlich. Also ich würde sagen, bei mir steht die jetzt auf Platz 11 und sie ist irgendwie deswegen da nicht reingekommen, weil ich die Platte damals nicht gehört habe, sondern ich bin erst viel später auf Bälle und Sebastian gekommen. Und deswegen ist die Platte definitiv, wenn ich jetzt sagen würde, die Top Ten der wichtigsten Platten aus diesem Jahr, würde ich wahrscheinlich sagen, die gehört da rein. Wenn ich jetzt sage, meine persönliche Top Ten aus diesem Jahr, dann ziehen für mich dann Dinge, die ich damals genossen habe, die emotional wichtiger waren. Und letztendlich, diese Auswahl, über die wir heute sprechen, ist quasi die zweite Kategorie. Also nicht die Sicht des Musikjournalisten auf das Musikjahr, sondern irgendwie... Ja, irgendwie tut es mir jetzt leid, dass ich dabei ist. Ich muss mir irgendwie schön reden.
Speaker0
01:00:50
Aber du hast ja die Sendung nochmal schön geredet, finde ich, weil das sehe ich ja genauso. Bloß, wie gesagt, nix Schallplatte. Ich habe die auf Tape gehabt. Also ich habe, Bell & Sebastian, habe ich alles auf Tape gehabt. Ich habe das hier in meinen Sony Walkman reingesteckt und klack. Ah, cool. Super. Habe ich halt Bell & Sebastian gehört und habe halt gedacht so, was soll das eigentlich alles mit Metal und jetzt hör doch mal den Indie-Gram oder so also es war eine der zentralen Bands auch die mir diesen Weg zu dem geebnet haben, was ich eigentlich bis heute so, mit noch am meisten lieb hab, gute Gitarrenmusik mit schönen Melodien mit bedeutungsschweren Texten mit ja die einfach ein Vibe bringen, die ein Gefühl bringen die gut tun, schlaue Musik, gute Musik Musik die einem zum Bewegen bringt, die handwerklich gut ist. Das ist ja alles gegeben und deswegen, egal auf welche List, über welche Art von Listen wir sprechen, für mich gehört es auf jeden Fall dazu und ich habe das sehr genossen, dir nochmal auf Schallplatte nachhören zu dürfen, sozusagen. Genau, gut. Dann haben wir ja eine Linie gefunden, wie wir das jetzt einordnen. Und du kannst mir dann heute Nacht noch schreiben, ey Timo, wir müssen es nochmal schneiden, ich nehme sie doch in die Top Ten.
Speaker1
01:02:19
Vielleicht ähnse ich dann einfach bei mir in meiner Top 10 auf Instagram die Reihung noch und sage dann einfach, ich bin Nummer 1 auf TikTok und habe jetzt bei Sebastian auch die 10 gepackt. Nörder Ballets gibt es nicht mehr.
Speaker0
01:02:36
Wolfgang, wir haben ja immer das Interview gemacht, Content-Scheiplatten über dein Social Media Live. Da knüpfe ich jetzt dran an und spinne das jetzt mal weiter. Du sitzt dann quasi in so einer Schaltzentrale für deine ganzen Posts. Wir haben ja schon empfohlen, wie man die programmieren kann. Aber das war Klapphaus. Und dann sitzt du da vor so einem roten Schalter. Da müssen dann so zwei Leute irgendwie Schlüssel umdrehen und so weiter. Und dann wird so ein Kästchen hochgeklappt. Und dann nur du hast die Macht. Du kannst dann draufdrücken, kannst sagen, okay, nächster Post löschen. Oder jetzt stoppen oder zurückholen oder so. Und dann geht es einfach nochmal rückwärts. Und dann kann man natürlich mit einem einfachen Schalterdruck auch wieder einen Post korrigieren. Na gut, muss nochmal neu zusammenbauen. Aber so stelle ich mir das gerade vor. So Wolfgang, drücke ich, drücke ich nicht. Aber den Schlüssel kann ich ja schon mal umdrehen.
Speaker1
01:03:25
Ja, das ich beleid mich schon mal vor. Es ist immer alles im Fluss, oder? Im Grunde genommen sprechen wir heute über eine Top Ten. Die kann nächste Woche ja komplett anders sein.
Speaker0
01:03:35
Absolut. Bevor die Sendung released wird, kann es noch anders sein. Deswegen sage ich ja, Schneiderwünsche bitte an Vinyl und erzählen Ihnen das Online-Ding. Wenn du mich mal so richtig mit dem Wahnsinn treiben willst, dann ist das auf jeden Fall die richtige Adresse und die richtige Art, mich zu nerven.
Speaker1
01:03:54
Sehr gut. Danke für deinen Tipp. Nimm mich mit.
Speaker0
01:03:56
Nimmst du mit. Okay. Super, dann machen wir mal weiter mit deinem Platz 7, 6, 5, 4. Ist eigentlich egal, wir schneiden das dann später, wie es passt. Also, was nimmst du als nächstes?
Speaker1
01:04:07
Gut, dann nehme ich jetzt eine Random-Platte aus dem Stapel und sage dir dann im Nachgang, welchen Platz sie bekommen wird. Nein, also wir gehen jetzt weg aus UK und springen über den Teich nach Amerika, wo just zu dieser Zeit, als der Britpop langsam im Aussterben war und Bella and Sebastian diese gefühlvollen Indie-Hymnen gemacht haben, ein vielleicht nicht ganz junges Talent, aber doch eher junges Talent sich aufmachte, um die Singer-Songwriter-Zunft auf Jahre hinweg bis heute zu verzaubern, zu verändern. Und zwar begann das mit diesem Album hier. Es sind die Eels mit Beautiful Freak, wobei Eels ein großes Wort ist, als Band betrachtet, weil im Grunde genommen alle Songs hier, oder ziemlich alle weitgehend von Mr. E alleine geschrieben wurden und was sind da für Songs drauf? No Joaquin for the Soul, Susans House, Beautiful Freak, My Beloved Monster, Name It. Also das war eines der ersten Alben, die damals auf dem frisch gegründeten Label DreamWorks erschienen sind. Also ein komplettes Indie-Thema eigentlich, aber die Platte hat sich total cool entwickelt. Und es ist dieses Spooky Cover. Es ist auch hier eine coole Ausgabe hier innen. Da zieht sich diese Optik mit den Spooky Augen weiter. Und dann haben wir hier noch ein blaues Vinyl. Auch super. Cover-Matching zum Schriftzug der Eels. Ja, wie gesagt, Debüt der Eels. Erschienen am 13. August 1996. Für Mark Oliver Everett war es so der Startpunkt für viele spannende Alben. Wer seine Vita verfolgt, der Mann, hatte es tatsächlich auch nicht leicht. Viele Schicksalsschläge haben sein Leben begleitet. Also die Mutter starb früh, der Vater starb früh, die Schwester starb. Rund um diese Zeit nach der Aufnahme dieses Albums, es war dann der Nachfolger ganz, ganz düster. Und trotzdem war irgendwie bei den Songs von Ilse der Überlebenswille, das Weitermachen, das findet dort irgendwie ganz, ganz viel Raum. Es gibt auch eine coole Biografie, die Mark Oliver Everett geschrieben hat. Da fällt mir jetzt der Titel nicht ein, irgendwas mit Höllentage, lesenswert. Also allein dieses, in diese Vita einzutauchen, was dieser Mann für sich wegstecken musste und wie er die Dinge, die er erlebt hat, in Songs gepackt hat, das ist einfach ganz, ganz beeindruckend. Und was auch beeindruckend ist, aber die… Ich habe mal gerade geguckt,
Speaker0
01:07:05
Heißt es vielleicht Glückstage in der Hölle?
Speaker1
01:07:08
Ja, genau, genau das ist es. Also ganz, ganz empfehlenswerte Lektüre. Das ist eigentlich so ein dünnes Büchlein, er schreibt das relativ schnell lakonisch runter, was da alles passiert ist, aber auch mit viel schwarzem Humor, ist einfach spannend. Also wenn man sich mit den Eels und mit dem Künstler auseinandersetzen möchte, trägt dieses Buch einfach ganz viel dazu bei, warum er diese Art von Musik macht. Und vielleicht noch erwähnen Sie ja zu dieser Platte, warum das auch so ganz, ganz spannend war. Einerseits heißt es diese Lo-Fi-Sound-Ästhetik und andererseits gab es da viele Hip-Hop-Beats. Also wenn man sich zum Beispiel einen Song an der B-Seite der Platte anhört, Guest List, das beginnt im Grunde genommen wirklich mit so einem schätternden Hip-Hop-Beat und wird dann sowieso übergeleitet in so ein klassisches Singer-Songwriter-Stück. Das passt gut zusammen. Samples wurden verwendet, also eigentlich total innovativ passend in das Jahr 96 und einfach eine schöne Platte. Natürlich, wir haben schon über MTV gesprochen, war es auch damals die Zeit mit Nowakine for the Soul. Da gab es dann ein erfolgreiches Video, da gab es Airplay im Radio. Und das war eigentlich, muss man sagen, auch so ein unverhoffter Erfolg. Wenn man da so zurückdenkt, dass doch eigentlich unangepasste Musik auch so erfolgreich sein konnte, war schon cool. Also ein Debüt, das gleichzeitig irgendwie musikalisch total überzeugt und extrem erfolgreich war. Habe ich sehr gern gehört damals und würde auch hier sagen, so die ersten drei Eels Alben kann man aus meiner Sicht blind kaufen und eintauchen in dieses Songwriting-Welt, weil das sind alles einfach hochgradig gute Alben.
Speaker0
01:09:07
Genau. Ich bin die ganze Zeit im Überlegen, warum ich so eng verbunden mit dem Novocaine for the Soul bin, weil ich ja das Album gar nicht hatte, tatsächlich, weder auf CD noch auf Tape, ich kann mich nicht erinnern. Zumindest nicht damals. Also würde ich vermuten, dass es auf irgendeinem Sampler vielleicht drauf war und deswegen so oft bei mir gelaufen ist. Aber ich glaube jetzt nicht, dass es ein Sampler war, den ich selbst gemacht habe, weil sonst hätte ich es ja wieder irgendwie da gehabt. Also ich nehme an, das war auf irgendeinem fremden Sampler drauf. Da müsste ich mal nochmal nachschauen, was das war. Und deswegen war das irgendwie so in meinem Ohr. Weil es ist tatsächlich so, dass dieses Album bei mir jetzt genau umgedreht, gedreht, konnotiert ist wie bei dir jetzt im vorherigen, Setting, weil bei mir ist nämlich das Album jetzt deswegen wieder nicht auf der Liste, weil ich der Meinung bin, ja, es ist hochrelevant für dieses Jahr, aber es hat nichts in meiner persönlichen Liste zu tun. Also einfach ist der Song. Und so schließt sich wieder der Kreis.
Speaker1
01:10:14
Ich glaube, wir mergen unsere Listen einfach.
Speaker0
01:10:18
Dann haben wir ist es wieder richtig. Dann haben wir beides drin. Das Emotionale und die Relevanz. Das war auch ehrlich gesagt mein Plan, obwohl ich nie drüber nachgedacht habe. Aber es hört sich total gut an. Das, was du verpasst hast, was ich verpasst habe und dann zack. Perfekte Liste. Nimm das Rolling Stone. Nimm das Pitfork. Nimm das Enemy. Schön. Ja, also habe ich auf jeden Fall jetzt nochmal Bock gekriegt, das Album zu hören, trotz der schaurigen Augen. Jetzt habe ich nur noch gar nicht, also welcher Song magst du jetzt auf die Playlist packen? Du hast das so halbwegs, glaube ich, gesagt, aber ich bin mir nicht ganz sicher.
Speaker1
01:10:55
Ja, weiß gar nicht, ob ich es gesagt habe, aber ich würde auch hier mit dem Klassiker gehen, mit Novakin for the Soul. Also nachdem man diese Songs ja im Grunde genommen heute eh nicht mehr so oft hört, glaube ich, ist es gar nicht verkehrt, so mit diesen Signature-Songs Tag reinzugehen. Es ist einfach schön, das wieder mal zu hören.
Speaker0
01:11:13
Das war nämlich auch noch so ein Ding, Wolfgang, wie ich immer überlegt habe. Ich habe natürlich erst mal geguckt, bei den Playlist-Songs ist es auf der Vinyl und Playlist, weil doppeltes Tracks mache ich halt nicht. Da muss ich halt irgendwie ausweichen. Da war aber erfreulich oder erschreckend wenig dieser Alben drauf. Ich bin immer wieder überrascht, was da alles nicht drauf ist, obwohl wir das schon so lange machen. Und dann merke ich halt immer wieder, wir reden vielleicht mal über ein Album, keine Ahnung, Amorphis oder so, aber dann kommt halt nichts auf die Playlist, weil es nur so am Rande mal erwähnt ist. Und dann merke ich so, ist ja gar nichts drauf, kann doch gar nicht sein. Und so Momente habe ich dann tatsächlich öfter. Und dann muss ich also auch immer, wie du sagst, so switchen. Soll ich jetzt irgendwie so den Gassenhauer, also keine Ahnung, wenn ich jetzt über Offspring rede, nehme ich dann Self-Esteam oder nehme ich irgendwie einen anderen Song, den ich dann auch noch cool fand, der so ein bisschen niedriger war. Und gerade bei den Alben, wo gefühlt jeder Song ausgekoppelt wurde als Single, was machst du dann irgendwie? Finde ich manchmal schwierig und ich entscheide mich tatsächlich, wie du sagst, auch öfter mal für so den Gassenhauer, das markante, Lied, weil jetzt auch gerade in dem Fall, du triffst es halt schön zurück und wenn du es wirklich noch nicht kennst, dann hast du aber auch gleich der Song, der uns vielleicht damals auch in diese Welt reingezogen hat und dann finde ich, ist das ein schönes Match. Dann nähern wir uns jetzt langsam der Top 5 und ich gucke mal, was als nächstes hier auf euch wartet. Und ich kann euch schon mal sagen, es geht um ein Album, das ich schon mal am Anfang dieser Sendung mal so kurz erwähnt habe, als wir drüber geredet haben, dass es ja schöne Reissures als mal gibt, als Anniversary Editions. Gerade in dem Jahr, in dem wir die Sendung machen. Und hier können wir jetzt tatsächlich auch mal eins empfehlen, das ich gerade erst vor fünf Tagen gefühlt gerepostet habe in einer Brown Edition. Aber die zeige ich euch nicht, sondern in Discogs Master Release. Ihr könnt selber googeln. Es geht um die... Häufig bei Vinyl und geliebten und gelobten Sterne mit dem Album Posen. Kamen 22. April, gehört zur Hamburger Schule, zu Indie Rock, zu Indie Pop, zu Synth Pop. Ist vergleichbar mit Blumfeld und Tocotronic und Kante und anderen. Wurde 91 in Hamburg gegründet, ist eine zentrale Band dieser Bewegung der Hamburger Schule, dieser Musikrichtung, die, naja, man kann ja fast nur falsch was sagen, auch schon kontroverseste Diskussionen in alle Richtungen ausgelöst hat. Zum Beispiel, wer da jetzt eigentlich den Hut auf und wo fängt es an? Auf jeden Fall ist von die Sterne der Frontmann und Hauptsongwriter der liebe Frank Spilger, den ich gerade erst vor ganz kurzem persönlich mal kennenlernen durfte am Merchstand, der mir dann auch die neue Platte unterschrieben hat, Vinyl und Berichtete in Bild und Ton. Und ja, die Sterne sind bekannt für sehr intelligente, gesellschaftskritische Texte und eben diese Verbindung aus Indie-Rock, Funk und Pop. Und das erleben wir auf diesem Album in besonderer Dichte. Es ist das dritte Studioalbum der Band, von dem Chris von Rautenkranz im Soundgarden Studio in Hamburg produziert. War im Prinzip für die Sterne so das Durchbruchsalbum, kann man sagen. Und dem Song Was hatte ich bloß so ruiniert, entstand einer der prägendsten deutschsprachigen Indie-Songs der 90er. Und ja, diese perfekte Verbindung der genannten Musikrichtungen gepaart mit elektronischen Einflüssen, das ist für mich so ein Höhepunkt der Hamburger Schule. Und nicht nur für mich, deswegen hat das ziemlich Wellen geschlagen, dass jetzt eben dieses passende Colorfitting Brown Ratio endlich erschienen ist von diesem Album, was nicht an jeder Ecke steht. Und ja, der Opener Scheiß auf deutsche Texte war so eine direkte Reaktion damals auf die Debatte um die Deutschquote im Radio. Ein Gespräch, das ich auch schon mal mit dem lieben Sänger von Kepka führen durfte. Und der Titel Posen steht laut der Band so für das spielerische Einnehmen und Hinterfragen von verschiedenen Haltungen und Rollen. Und der Musikexpress, der vergab damals fünf Sterne an die Sterne, auch gut eigentlich, und nahm das Album später auf Platz 5 der besten deutschsprachigen Popalben auf. Und damit ging es natürlich auch erstmals in die deutschen Albumcharts. Platz 64 war drin, neun Wochen, wahnsinnigen Charts, wurden nominiert für den Preis der deutschen Schallplattenkritik 1996 und ja, Platz 5 der besten deutschsprachigen Pop-Alben. Bei den Kollegen von Musik Express haben wir die auch nochmal erwähnt. Liebe Grüße. Wolfgang, wie bedeutungsvoll ist für dich die Hamburger Schule und damit dieses Album. Jetzt darfst du mal deine Pose dazu einnehmen.
Speaker1
01:16:24
Also quasi um das Boxset von Die Sterne zu zitieren, ich habe deinen Anfang verpasst bei dieser Band.
Speaker0
01:16:33
Ich war nie in der Hamburger Schule.
Speaker1
01:16:39
Ich überlege gerade, wann ich eigentlich dann... Ich glaube, das war dann beim Nachfolger. Von allen Gedanken schätze ich doch die am meisten interessanten. Wo ist hier irgendwo? Auf alle Fälle später. Ich habe natürlich dann, das hatte ich bloß ruiniert, das kannte man dann auch. Aber so als auf Album betrachtet, habe ich dann erst später das Werk nachgeholt. Aber natürlich ist es eine wichtige Platte. Ich habe sie damals halt wirklich gar nicht gehört. Deswegen bei mir fehlt sie jetzt auch irgendwie. Also man merkt ja, wie wir schon ein paar Mal heute gesagt haben, die Zusammensetzung dieser Top Ten hat ja verschiedenste Quellen. Hätte auf alle Fälle auch bei mir, hätte es verdient dabei zu sein, ist ein wichtiges Album, ist eine wichtige Band, die ich einfach bis heute liebe. Und die einfach, wollen wir sagen, 30 Jahre oder über 30 Jahre total viel für die Musik machen und tolle Songs gemacht haben. Ich habe jetzt, wie du das gepostet hast, dass diese Reissue kommt, da habe ich so kurz überlegt, okay, ich glaube 500 Stück oder so, Aber ich habe sie dann eben tatsächlich in diesem Boxset stehen. Also das kam mir vor einigen Jahren. Die gesammelten Werke von 1993 bis 1996 ist da eigentlich alles drin. Ist mittlerweile auch nicht mehr billig, Aber ich kann sozusagen als Komplettist dann auch nicht eine Platte aus dem Boxset durch eine neue Reissue ersetzen. Das bringe ich irgendwie so bankmäßig nicht zusammen. Das würde vielleicht jemand machen. Ja, ich will es eigentlich nicht. Von dem her bleibe ich dabei. Aber hätte ich sie nicht, würde ich mir die erst auf alle Fälle holen. Definitiv.
Speaker0
01:18:32
Nee, da gehe ich alles mit und kann ich auch voll nachvollziehen an der Stelle. Aber ich glaube, es hat viele gefreut. Also ich habe einfach so ein paar Stimmen dann auch in der Community diesbezüglich vernommen und ich freue mich über sowas, weil ja, gerade wenn so ein Album so in den Hintergrund gerückt ist und irgendwie jetzt eben so besonders ist, dass es eben nett einfach überall steht, ja. Dann kommt es in einer coolen Farbe, dann stimmt irgendwie alles und dann ist das irgendwie eine harmonische Sache. Und deswegen, ja genau, da steht es ja, vor sechs Tagen kam der Post, da steht es noch Tipp, genau, habe ich es eben direkt gerepostet, weil ich einfach aus dem Häuschen war und mich da richtig drauf freue. Und um euch jetzt entsprechend einzustimmen, Wolfgang, hast du Lust auf die Insel mit mir zu gehen? Wäre das was? Wieder mal einer dieser Songs, wo keiner von uns beiden auch nur in Ansätzen still gehockt ist. Schwingt einen mit und hat nochmal richtig Spaß gemacht, Wolfgang, das mit dir zu hören. Ich finde auch schön, dass wir nochmal was Deutsches mit dabei haben, weil das fällt gerade so auf so internationalen Listen dann oft mal hinten runter. Und da müssen wir doch hier die Vinylünsche Flagge hissen und sagen nein, in dieser Bastion da wollen wir auch was liefern. Hopper, es hat euch gefallen und ihr seid auch ein bisschen mitgeschwungen. So haben sie geklungen, die Sterne im Jahr 1996. Wolfgang ist auch noch am pfeifen, aber ich glaube wir müssen trotzdem weiterziehen, Wolfgang. Musste ich jetzt lösen, von der Insel zurückkommen.
Speaker1
01:21:33
Bin ich gerade noch so schön am posen und dann tut mir jetzt
Speaker0
01:21:39
Auch irgendwie weh. Also ich kann jetzt auch noch ein bisschen weiter quatschen und meine ganze Assoziationen durchgehen, aber mach das mal mal 20. Weiter, weiter.
Speaker1
01:21:49
Gut, gut, gut, gut.
Speaker0
01:21:50
Kein Schmerz, kein Schmerz.
Speaker1
01:21:52
Ja, cooler Pick. Dann kommen wir jetzt zu meinem Platz 6, wenn ich das richtig zähle.
Speaker0
01:21:58
Platz 6, ja.
Speaker1
01:22:01
Okay. Wir haben vorher schon kurz übergesprochen über den Lebenszyklus des Britpop. Jetzt sprechen wir über den Lebenszyklus des Grunge. Oh ja. Und zwar ist das eine der letzten großen Grunge-Platten, die erschienen sind, die eigentlich dann schon eigentlich mehr Hardrock war, ist das Album Down on the Upside von Soundgarden. Wir erinnern uns, wir haben im Rahmen unserer 94er-Sendung über Super Unknown gesprochen, diesen Monolithen, dieses unglaublich erfolgreiche Werk, dem die Band letztendlich dann fast auch zerbrochen wäre und eigentlich nach diesem Album auch zerbrochen ist. Also das war veröffentlicht am 21. Mai dieses Jahres noch ein richtiger Kraftakt, diese Platte überhaupt gebacken zu bekommen und danach war dann aber Schicht. Also die Band war dann zerstritten, Soundgarden war eine Geschichte bis, ich weiß gar nicht wann dann eigentlich dieses Reunion-Album kam, einige Jahre später. Dann hat man es noch mal gemeinsam versucht, aber die Qualität der 90er Alben, finde ich, haben sie dann nicht mehr erreicht. Und das ist für mich so ein ganz Verstecktes, vielleicht unterbewertetes Album, das aber ganz viel Klasse hat. Man hört der Platte an, dass die Musiker drauf in unterschiedliche Richtungen unterwegs waren. Also einerseits wollte man, die eine Fraktion wollte es experimenteller angehen, die andere wollte es heavier angehen. Eines steckt da drin. Es ist ein rauhes Werk. Es gibt zwar auch so diese klassischen Balladen, die einfach keiner so singen konnte wie Chris Cornell. Also so wie Down on the Upside ist so eine schöne Rockballade, würde ich fast sagen. Aber es gab auch so Sachen wie Pretty News, das ich auch auf die Playlist geben würde. Oder Thai Cop, so ein ultra kurzes, heftiges Musikstück. Das alle hatte hier Platz, also vom sperrigen Riffmonster bis hin zur wuchtigen Powerballade. Und war auch dann erfolgreich. Also die Platte ging nochmal auf Platz 2, der Billboard 200. Auf die 1 schafften sie es nicht mehr. Und im Grunde die Narben, die dabei entstanden sind, vermochte das Album auch nicht mehr zu kippen, wie gesagt. Es war für lange Zeit Schluss mit der Band und es war auch im Grunde der Schlusspunkt für den Grunge. Damals, muss ich sagen, war ich anfangs mit dem Album etwas überfordert,
Speaker0
01:25:09
Weil es eben.
Speaker1
01:25:10
Nicht in diesem klassischen Crunch-Setting daherkam, aber ich habe es dann irrsinnig lieb gewonnen. Ist natürlich klar, super, Anon ist so dieser große Monolith, aber ich habe so Phasen, wo ich diese Platte eigentlich besser fand als den Vorgänger. Also weil es einfach musikalisch, finde ich, mitunter interessanter war. Das variiert so. Also es gibt hier viel zu entdecken. Die Version hast du jetzt schon ganz gut hergezeigt, diese zwei Farben. Es ist schön gemacht und kann ich auf alle Fälle empfehlen. Also Chris Cornell hat natürlich ein gewisses Vermächtnis jetzt und da gehört diese Platte definitiv dazu, zu den besten Dingen, die er aufgenommen hat, gemeinsam in seiner Band.
Speaker0
01:25:58
Wobei, man muss ein Sternchen setzen bei Empfehlungen, weil dann so der vielleicht Einsteigerfreund des Venues dann denkt so, ah, die Version vom Wolfgang, die hätte ich auch gern. Die sieht ja schön aus, dann bestelle ich mir die doch mal. Klick unten auf Discogs, folgt den Shownotes und stelle fest, scheiße, schon wieder eine Platte, irgendwo zwischen 50 und 100 Euro. Also du hast da wirklich ein Ding nach dem anderen, was jetzt halt auch wirklich nicht an jeder Ecke zum Schnäppchenpreis steht. Immer so leicht drüber oder deutlich drüber über so einem Neupreis-Reissue, was dann vielleicht irgendwo auch noch steht. Aber wir wollen es natürlich persönlich machen, das können wir jetzt auch hier nicht leisten, nochmal von allen 20 Blatten nochmal den Markt sondieren. Dann machen wir hier und da mal eine Anmerkung, wo es gerade passt, aber das wäre dann nochmal ein Thema für sich oder würde die Sendung, glaube ich, ein bisschen zu sehr in die Länge ziehen, weil wir wissen auch, dass viele von euch tatsächlich, hier reinhören, ohne Schallblatt sammeln, ohne Schallblatt zu hören, aber trotzdem an Musiktipps interessiert sind und ihr seid natürlich herzlich willkommen und ja, wir wollen euch dann nicht zu viel zumuten. Freuen uns aber trotzdem, falls ihr nochmal euer Konsumverhalten an uns anpassen wollt. Wir stehen mit Rat und Tat und links zur Seite.
Speaker1
01:27:11
Und es ist ja auch nichts verkehrt zu sagen, ich hole mir davon vielleicht auch die CD. Also ich habe damals auch die CD gehabt. Das war ein Diggypack, wenn ich mich recht erzähle. Das war ein Diggypack, ja. Ich habe die auch noch im Regal stehen. Also ich kann mich noch erinnern, wie damals die Releasetag von diesem Album war und ich in das Geschäft gelaufen bin und mir die geholt habe, weil ich einfach so gespannt war. Und das waren auch noch die Zeiten. Und da musste man halt wirklich, wenn man die Musik am selben Tag hören wollte, dann musste man sich den Tonträger kaufen, weil es gab ja kein YouTube oder Streaming oder sonst irgendwas. Es gab Musikfernsehen und es gab die Tonträger. Und muss ich auch sagen, dieses Gefühl möchte ich nicht missen. Ich habe das oft genossen, diese Vorfreude zu haben, die man heute mitunter gar nicht mehr so bekommt, weil man irgendwie ständig mit Schnipseln konfrontiert ist. Damals war es noch so. Und dann zu den Versionen, die ich da stehen habe, Das ist ja so ein bisschen die Gnade der frühen Geburt, wenn man so sagen möchte, weil ich eben in diesen letzten Jahren, immer wenn ich an so einen Punkt gekommen bin, habe ich mir die geschnappt, weil das einfach genauso die Jahre waren, wo ich einfach extrem aktiv war und deswegen kann ich sagen, ich habe für diese Platten ist, gar nicht so viel Geld ausgegeben, aber heute sind es Schätze.
Speaker0
01:28:31
Absolut. Ich war auch nicht so der große Radiohörer. Also wie du sagst, wenn es dann jetzt nicht gerade bei Viva oder MTV gelaufen ist, dann bist du wirklich noch da am Releasetag oder kurz danach in den Laden geradelt. Ich habe das ja schon erzählt. Hier, liebe Grüße nochmal an Till. Und habe mir dann da im Clubus Blitz oder was da die CD halt gekauft, wie sie rauskam. Also kurz nachdem sie rauskam und die Songs, die ich dann gehört habe, die habe ich dann so zum ersten Mal gehört. Sogar die Singles. Das war dann vorher einfach noch gar nicht bekannt. Aber es war schön. Also dann so, was ist denn der Opener? Und da hast du vielleicht immer gelesen, dass das die Single ist und dann jetzt hörst du dir mal die Single an, wie ist das eigentlich? Und so. Ganz anderes Erleben, wie du sagst, das fehlt einem eigentlich auch so ein bisschen. Und ich kann das gut verstehen, dass heute halt viele aufs CD hören, dann umswitchen, weil sie sagen, ja, also wenn ich jetzt für eine Schallplatte 30 Euro bezahle und für eine CD 5 oder 10, dann ist das vielleicht ein ganz guter Deal und dann habe ich trotzdem was in der Hand, habe ich trotzdem das Cover, dann habe ich trotzdem das Sammler-Tum, dann bin ich trotzdem nicht vom Internet und den Streaming-Diensten abhängig und häufig klingt es ja auch besser. Ich habe ja schon ein paar Mal berichtet, aber ich habe schon viele Autos gehabt, wo ich merklich besseren Sound hatte über CD, als wenn ich jetzt da irgendwie mit einem Lightning- oder USB-C-Kabel oder Bluetooth da mein Handy angeschlossen habe. Und wenn ich es dann mal richtig genießen wollte, dann halt CD. Das ist mal nur so ein Beispiel.
Speaker1
01:29:56
Ja, definitiv. Also warum nicht in einen ordentlichen CD-Player investieren und sich in eine CD-Sammlung aufbauen? Also da bin ich tatsächlich jetzt auch nicht so purist im Vinyl-Game zu sagen, es darf nur die Schallplatte sein. Aber ich finde es schon cool zu sagen, man hat den Tonträger und ist nicht von einem Streaming-Apo zum Beispiel abhängig. Also das finde ich schon jetzt aus mehreren Gründen grundsätzlich einen coolen Gedanken.
Speaker0
01:30:22
Finde ich auch.
Speaker1
01:30:23
Und ja, also
Speaker0
01:30:26
Also falls ihr dem Trend folgt, der auch so in dem einen oder anderen Plattenladen als mal zu hören ist, schreibt es uns gerne mal in die Kommentare. Also wenn ihr jetzt gerade so in letzter Zeit euch nochmal überlegt habt, mehr so auf CDs oder so zu switchen, interessiert uns mal, ob uns da welche zuhören, ob euch das auch so geht und wie da so eure Erlebnisse mit sind. Gerne auch mal so ein Vergleich, preislich oder so, wo ihr gesagt habt, deswegen habe ich eine CD geholt oder vielleicht aus einem ganz anderen Grund. Ich bin mal gespannt. Okay, dann wird man jetzt die Top 5 anreißen sozusagen und ich habe jetzt auch noch mal eine Schallplatte für euch, für uns, für dich mit am Start. Ich bin ja auch froh, dass ich die habe, weil ich habe gefühlt meine halbe Jugend dieses Ding aufgelegt, halt auf CD und schwer gefeiert. Und zwar geht es hier um Cake mit dem Album Fashion Nugget. Das Schöne ist, bei der Sache, das ist jetzt noch relativ neue Reissue, ich zeige euch das gleich mal. Das gibt es hier auf diesem roten Vinyl, was natürlich so Colorfitting mäßig mit diesem Cover nicht unschlecht zusammenläuft. Das kam am 17. September 96, ist so Alternative Rock, Funk Rock, Alternative Country, Pop Rock, ein bisschen vergleichbar mit Beck oder Violent Thumb. Das ist wieder eine kalifornische Band, also heute ist es auch wieder, entweder bin ich in UK oder in Kalifornien. Die haben 1991 in Sacramento gegründet. Dieser markante Sprechgesang von dem John McCree ist so eine bekannte Nummer, wo es dann auch sehr raushörbar macht, sage ich jetzt mal. Weil Sprechgesang haben ja nicht viele, es sei denn das Hip-Hop. Und jetzt geht es aber noch weiter. Also es ist nicht nur dieser Sprechgesang, der das so eigenständig macht, sondern diese Fusion aus Trompeten, aus Funk, Country, Indie-Rock. Und das ist wirklich eine der eigenständigsten Alternative-Rock-Bands der 90er. Also ich habe auch wirklich im Prinzip bis heute nie irgendwas gekannt, was wirklich so klingt. Also es sind immer nur ähnliche Vergleiche, Schnittmengen, aber ich finde es immer ganz toll, wenn eine Band schafft, einen eigenen Sound zu haben, der einfach nicht reproduzierbar ist. Das Album war das zweite, der Band hat zu einem internationalen Durchbruch geführt. Mit dem Song The Distance ist der größte Hit der Band mit auf dem Album drauf. Die Band selbst hat das Ganze produziert, was ich auch schon wieder beachtlich finde. Und diese Kombination der genannten Genre, dieser charakteristische Cake-Sound, der hat mich und meine Freunde damals fasziniert. Das heißt, wenn wir das aufgelegt haben, wenn wir da auf Partys waren, wenn wir gefeiert haben, wenn wir zusammen Urlaub gemacht haben. Und irgendjemand hat irgendeinen Song dieser Platte aufgelegt. Meistens haben wir sie sogar durchgehört oder mehrfach hintereinander gehört. Waren direkt alle good vibes, gut drauf, am Feiern, haben es geliebt. Liebe Grüße, wenn jemand von euch zuhört und ihr euch auch erinnert. Und dann gab es ja noch diesen Song I Will Survive. Unglaublich lässige Kammerversion von diesem Disco-Klassiker von Gloria Gaynor. Das wurde dann auch wieder, wie der zuvor genannte Song The Distance, Das ist ein Riesenhit der Band und dann gab es ja noch den Film Herr Lehmann. Jetzt kann man natürlich über den Schauspieler gerade nicht so ohne gewisse Wannungen zu erzeugen sprechen, aber ich habe jetzt mal abgesehen von neuen Entwicklungen den Film Herr Lehmann immer sehr geliebt. War einer von meinen liebsten Filmen eigentlich und ja, viele Songs von dem Album sind auch eben in dem Film zu hören. Und ja, während das Distance so zu einem Signature-Song der Band wurde, wurde halt I Will Survive für mich zu einem Song einer ganzen Generation, nämlich unserer Generation, die das unendlich gefeiert hat. Damals mit der JVC-Boombox. Ich erinnere mich noch an Poolpartys, wo das aufgedreht hat. Ich weiß nicht mehr, ob man den Bass auf sechs oder zehn stellen konnte, aber man hat immer hochgegelt, bis irgendwann die Sonne so viel auf das Ding draufgeschieden hat. Kennst du vielleicht, dass diese Gummis sich so verfärbt haben und irgendwann so schmierig, eklig wurden? Wenn man die dann an der Anlage angefasst hat, war irgendwie ein Konstruktionsfehler. Jedenfalls hat es das nicht für Poolparty, also nicht für Chlor und Sonne gebaut. Irgendwann habe ich das Ding dann weggegeben. Aber da haben wir halt immer geile Musik drauf gehört. Und daran muss ich immer wieder denken. Auch den schönen Südfrankreich-Urlaub damals, unvergessen. Das ist das Album, das ich immer mit dieser Zeit, mit diesem Urlaub verbinde. Und ja, innerhalb weniger Monate gab es dann auch von außen Credibility, Golden, anschließend Platin in den USA. Hört euch die genannten Songs mal an. Hört aber auch Frank Sinatra oder Friend is a Four Letter World, Word oder auch Italian Letter Sofa. Auch alles Songs, die mich gleich fast schon ins Singen bringen und mir wieder das Gefühl geben, alles auswendig zu kennen. In USA Platz 36 der Billboard 200. In Deutschland Platz 49 der deutschen Album Charts. In UK 53 und ja, mit den Platin-Nominierungen in USA und Gold in Australien, ist es mal wieder eins dieser Indie-Alternative Alben, die kein Geheimtipp sind, aber trotzdem schätze ich mal für einen oder zwei oder drei oder vier von euch trotzdem ganz neu sind, und sollte das der Fall sein, hört euch bitte Cake Fashion Nugget an und versteht, was mein paar-minütiger Riedeschwall gerade gemeint hat und jetzt bin ich gespannt, was der Wolfgang mit diesem Teil verbindet.
Speaker1
01:36:07
I Will Survive war natürlich ein unheimlich gern gehörter Song auf Zimmerpartys oder in der Indie-Disco. Also weil wir heute schon kurz drüber gesprochen haben, dass ich im 96. Mit dem Studium begonnen habe, dieser Song ist bei uns permanent irgendwo dann gelaufen. Also wenn wir irgendwo zusammengesessen sind und... Keine Ahnung, man hat dann eine MP3-Playlist über den Winamp-Player zusammengestellt, dann war das eigentlich immer dabei. Also interessanterweise habe ich eher so diese Assoziation, also weniger mit Schallplatte, sondern eher so den Song, aber nicht das Album zu wählen. Und ich kenne das Album als Gesamtes jetzt auch viel zu wenig. Aber ich habe zumindest mit dem Namen Cake und mit I Will Survive eine ganz starke emotionale Brücke.
Speaker0
01:37:08
Das sieht man schon wieder, was diese Vorläufer der Streaming-Dienste, also diese MP3-Abspiel-Player WeWinAm, das kam ja gerade so in dieser Zeit raus, was die eigentlich da schon angerichtet haben. Bei uns ist halt immer die CD rotiert, immer wieder das ganze Album gehört und bei dir war es schon das Playlist hören, was heute so für die Younger Generation völlig normal ist. Ich habe gerade schon wieder mit dem Sohn vom Sven, liebe Grüße, gesprochen auf der Weinbergparty und habe auch gesagt, hörst du irgendwie Alben? Und dann hat er mir auch so ein bisschen erzählt und dann kam erst mal so, ne, also Playlists, also völlig normal, das ist ganz normal. Wie für uns halt normal ist, Alben zu hören, ist so für die Younger Generation das Playlist normal. Das ist, da muss man eigentlich vermitteln.
Speaker1
01:37:55
Wir haben vielleicht noch einen Mix-Tipp gemacht oder einen Sampler-Band. Also das habe ich schon ganz gern gemacht. Ja, ich auch.
Speaker0
01:38:04
Aber es war immer in der zweiten Reihe, hinterm Alben hören. Das war etwas Besonderes, das hast du halt für Freunde gemacht. Aber das war nicht der Alltag, dass du irgendwie Mix-Playlists gehört hast. Das kam wirklich erst mit der MP3 dann, wo man dann die Möglichkeit hatte.
Speaker1
01:38:20
So war es. Und von dem her war es irgendwie für mich so, war es immer dieser Song, der für mich dieser Name so strahlen ließ damals. Dann muss ich auch sagen, man war ja doch auch noch jünger und hat vielleicht auch weniger Geld übrig gehabt, um sich CDs auch zu kaufen. War ja auch so. Dann hat man sich vielleicht, keine Ahnung, zwei CDs pro Monat so gekauft. und das war dann schon eine Selektion auch. Und über das Jahr betrachtet... Haben wir heute natürlich auch viel mehr Möglichkeiten. Das sind auch die Vorzüge des Streamings, klarerweise, dass einfach dieses ganze Konvolut einfach da ist. Und damals war es einfach so. Ja. Und somit bin ich bei Cake nie so richtig ins Album-Game reingekommen. Das werde ich aber definitiv nachholen. Also dieses der Vibe ist es auf alle Fälle, den hast du
Speaker0
01:39:14
Gut adressiert angestoßen. Wunderbar. Es klappt, dass doch alles hier so wieder sein soll. Schön.
Speaker1
01:39:21
Wie am Schnürchen. Wir sind ja bei der Top 5 eigentlich und wir haben uns auch nichts weggenommen. Das ist auch interessant.
Speaker0
01:39:28
Ja, finde ich auch überraschend. Bei Ash hätte ich es jetzt am wahrscheinlichsten gehalten. Aber mal gucken. Das Feld wird dichter. Jetzt gehst du deine Top 5 anknicken. Oder wie man sagen will.
Speaker1
01:39:44
Jetzt geht es quasi ins Spitzenfeld. Jetzt sind wir im Viertelfinale der Vinyl- Weisterschaften. Rechnet mal nach. Der Vergleich funktioniert nicht ganz,
Speaker0
01:39:56
Aber zu Ende.
Speaker1
01:39:58
Okay, meine Nummer 5. Das würde ich sagen poppigste Album, das ich heute mit habe.
Speaker0
01:40:05
Wo ich am wenigsten überrascht bin, ich sag dir auch gleich warum, wie du deinen Stapel rübergezogen hast, lag das oben. Ich hab's gesehen. Loser. Kannst du nicht mal deinen richtigen Blattstapel an der Kamera vorbeischauen, Lian, was ist denn das? Bei mir steht es an den Füßen, ich drehe gerade dran rum.
Speaker1
01:40:22
Nein, nein, nein.
Speaker0
01:40:24
Erzähl. Gut.
Speaker1
01:40:25
Jetzt ist es da. Jetzt ist es da. Jetzt ist es da. Das Chor von den Fugees. Bandrechnes Album aus diesem Jahr. Für mich, der ich eigentlich wenig Hip-Hop konsumiert habe in dieser Zeit. Eines der ersten Hip-Hop-Alben, die ich wirklich durchgängig gehört habe. Auch weil es so nicht dieser böse Gangster, Rap, Hip-Hop war, sondern sehr melodisch, Soul, Funk, Poppik auch. Und dann gab es natürlich unglaublich großen Hit mit Killing Me Softly, diese Cover-Version von Arita Franklin. Und das war auf 20 Ländern Platz 1 monatelang eigentlich dann schon irgendwie, ja, irgendwann dann vielleicht sogar schon lästig, schon ein bisschen abgenudelt. Aber wenn man das heute nochmal hört, total schön gesungen von Lauryn Hill, also wirklich eine tolle Nummer. Und mit dieser Platte ging natürlich auch dann der Stern von Lauryn Hill auf. Er strahlte leider nicht sehr lange in dieser Helligkeit. Es kam dann zwei Jahre später ihr gefeiertes Solo-Debüt und dann gab es nochmal ein Unplugged-Album und dann kam albumtechnisch nichts mehr. Aber sie tritt da und dort immer noch auf. Mitunter wirkt das dann obskur. Ich habe sie schon mal live bei einem Festival gesehen. Das war irgendwie nicht das beste Konzert am Festival. Ja, und natürlich Wyclef Jean, Pras, Michel, also drei Musikerinnen, die gemeinsam mit diesem Album durchgestartet sind. Das erste Album war gefloppt, dann gab es nochmal die Chance von einer Plattenfirma, das zu machen. Und es hat funktioniert und es entstand wirklich ein Meilenstein. Soul, Duwop, karibische Element, Samples auch hier. Also das zieht sich natürlich das Jahr 96 schon durch, dass einfach die Sample-Technik einfach dann verstärkt zum Einsatz kam. Ja und im Grunde genommen auch deswegen ein wichtiges Album, weil eben dieses Crossover-Thema damit auch Hip-Hop in den Mainstream spülte. Und deswegen war es auch so ein unglaublicher Seller. Und ich zeige es noch ganz kurz, es ist auch vorher schon angepinnt, aber es wirklich eine so schöne Pressung ist. Das war eine der ersten Platten, die ich bei One Replace damals erstanden habe. Und die ist wirklich mega, mega schön. Passt auch perfekt natürlich zum Cover. Ja, und die Platte ist, finde ich, auch heute einfach uneingeschenkt. Kann man die empfehlen. Also ist, finde ich, gut gealtert. Und für die Playlist würde ich aber in dem Fall Ready or Not auswählen und nicht den Überhit ausgründen.
Speaker0
01:43:32
Ja, nee, kann ich. Also ich stimme bei allem zu, auch was du gesagt hast. Das war tatsächlich auch dann so, dass es irgendwann angefangen hat, mal zu nerven, weil es halt so viel Screen Time hatte, gerade wie bei MTV und Co. Und es war einfach, in der Zeit habe ich diese Musik halt null gehört. Deswegen wäre das Album jetzt auch bei mir nie aufgetaucht, weil so Soul-Geschichten, Hip-Hop, Funk in der Ausbaustufe, das alles kam, habe ich nicht gehört. Also vielleicht mal irgendwie deutscher Hip-Hop oder so, aber das war es dann auch. Also sowas war nicht in meinem Beutelschema, das habe ich erst später für mich entdeckt. Und trotz alledem kann ich mich jetzt an dieses Reissue noch gut erinnern. Das ist mir bei BMP irgendwie doch hier und da mal aufgepoppt, auch auf Social Media. Ich habe jetzt gerade geguckt, zwischen 33 und 300 Euro kann man es erwerben. Das ist auch ganz witzig. Aber ich habe mal geguckt, also die für 30, na gut, da sind dann auch gewisse Einschränkungen im Zustand und so weiter. Und die für 300 ist wahrscheinlich auch ein bisschen überzogen. Wie das immer halt so bei Discogs ist. Also im Durchschnitt wird sie auch für einen Fuffi oder was verkauft. Und ja, aber es war jetzt schön, sie mal von dir nochmal in echt zu sehen tatsächlich, weil sie nochmal deutlich schöner aussieht als jetzt bei Discogs. Toll, ja. Also wirklich ein Album, das ich persönlich nie gefeiert habe, aber mich total für dich, mit dir freuen kann, dass du es dabei hast und damals schon so für dich wertschätzen konntest. Das ist doch super.
Speaker1
01:45:07
Ja, also wenn wir dann in zwei Jahren, dann über Die 98er-Sendung, also wenn wir die dann machen, könnte es sein, dass die Lauryn Hill dann auch nicht dabei ist. Also, weil das war nämlich auch nochmal wirklich ein ganz, ganz tolles Werk. Also, total schade, dass wir von ihr nicht mehr Musik bekommen haben. Aber das ist so.
Speaker0
01:45:31
Aber das hat ja auch schon Traditionen hier in unserem Format, dass wir immer so anteasern, was so in ein, zwei Jahren kommen könnte. Ob wir uns das nicht immer merken, aber ihr müsst euch merken. Und dann kann er gucken, ob es wirklich eintritt oder ob es nur dahingeschwitzt ist. Ja, okay. Jetzt würde ich auf dem Weg zum Träppchen mit Platz 4 tatsächlich nochmal dem Metal frönen. Lang, lang ist Zerr, war ja nur meine erste Platte im Prinzip. Und zwar nehme ich da für euch mal raus Type O, Type O Negative mit October Rust. Ja, das ist mein Pick. Und natürlich muss hier noch einiges an Metal mit rein, ist doch klar, war nun mal die Zeit. Kam am 20. August 96, ist so zwischen Gothic Metal, Doom Metal, Gothic Rock, ähnlich Bands. Wieder Paradise Lost, My Dying Pride, Moonspell, Tilemat und die Band ist aus New York, jetzt sind wir nochmal in den USA, in Brooklyn 1989 gegründet. Und ja, und den Frontman, den Pete Steele, Peter Steele, den haben wir ja auch schon öfter hier mal gehabt. Konnten nie vollumfänglich über ihn sprechen, weil wir ja den Jugendschutz beachten müssen. Aber er hat auf jeden Fall den unverwechselbaren Sound dieser Band mit seinem tiefen Bariton geprägt. Und ja, diese Melange aus Do-Metal, Gothic-Rock, Humor, auch hier und da und diese melancholische Texten. Da sind reihenweise Frauen sowie Männer umgefallen und niemand konnte sich dem Charme entziehen. Ist eine der einflussreichsten Graphic Metal Bands der 90er Jahre. Hier mit dem vierten Studioalbum am Start. Das war der größte kommerzielle Erfolg von Taibo. Deutlich melodischer und atmosphärischer als noch der Vorgänger Bloody Kisses, den wir auch irgendwann mal erwähnt hatten. Ganz sicherlich zum Beispiel als das Album, was ich immer einmal ganz gerne Ende des Jahres nochmal auflege. Dann enthält lange epische Songs mit starken Einflüssen aus Psychedelic Rock, aus Classic Rock. Und allein schon dieses augenzwingende Intro-Betground und dann den Schluss mit untitled und diesem witzigen Hidden Track. So waren sie halt. Und ja, der Song Love You To Death entwickelte sich zum bekanntesten Song der Band und gehört eigentlich heute so zu den Klassikern des Gothic Medals. Trotzdem würde ich My Girlfriend's Girlfriend auf die Playlist packen, weil ich den immer besonders irgendwie cool fand. Und ja, ich finde es halt cool. Ich bin selber gerne mal dem Sarkasmus nicht abgeneigt, wenn so düstere Themen auch mal mit so schwarzem Humor verbunden werden. Und das ist auf dem Album einfach ganz cool gelungen. Peter Steele hat später gesagt, dass October Rust eigentlich so eines seiner Lieblingsalben der Band war. Probiert mal Love You To Death, Be My Trudis, Wolf Moon und Green Man. Und hier noch ein paar Zahlen. Also Platz 42 in USA, 56 in den deutschen Charts, 29 in UK, und Gold gab es dann in US für über 500.000 verkaufte Exemplare. Und da weiß ich es jetzt auch wieder nicht. Wolfgang, hast du die überhaupt irgendwann mal gehört? Wo fangen wir an?
Speaker1
01:48:54
Ich habe sie mal live gehört.
Speaker0
01:48:56
Oh, da bist du mir auf jeden Fall Schritt voraus. Das habe ich leider nicht mehr geschafft, bevor es dann nicht mehr möglich war. Erzähl.
Speaker1
01:49:01
Ich bin gespannt. Ja, also.
Speaker0
01:49:04
Hat er die Hose zugelassen? Naja, ich muss ja immer so Andeutungen machen über das, worüber wir nicht reden dürfen.
Speaker1
01:49:12
Also meine Erinnerung zufolge war nur der Oberkörper entblößt.
Speaker0
01:49:19
Okay, dann war es doch ein ganz normaler Tag.
Speaker1
01:49:23
Ja, aber ich habe sogar irgendwo Fotos auf der Festplatte liegen.
Speaker0
01:49:29
Pornografisch? Naja, erzähl weiter.
Speaker1
01:49:33
Timo, wenn du so weitermachst, dann können wir die Sendung sowieso schon.
Speaker0
01:49:37
Müssen wir ein Label dran machen. Diese Sendung kann keinem jungen Menschen empfohlen werden. Und dann hören die das gar nicht mit den CDs und alles. Das wäre total schade. Ich zügele mich. Ich zügele mich.
Speaker1
01:49:48
Der gesamte Bildungsauftrag wäre dann im Grunde genommen nicht beim Teufel. Das war bei einem Festival, eines der ersten Festivals, wo ich quasi einen Fotopass ergattert habe und die Bands rein, weil sie fotografiert haben mit meiner kleinen Chronikerkamera. Also das war im Grunde genommen eh irgendwo lächerlich, aber es war auch ein großer Spaß. Und da war ich auch bei Type O Negative im Fotograben und das war eine brachiale Show. Also ich weiß nicht, ob ich bis zu einem Zeitpunkt damals irgendeinen Song bewusst gehört hatte. Es war schon beeindruckend, also wirklich diese Kraft und diese Power. Der Sänger war ja auch von der Statur her ein Hühner, muss man sagen. Also das war ja wirklich so eine unglaubliche, ah, ist schön. Schön, schön, das ist grün. Ja, cool. Und hat mich damals beeindruckt. Hat nicht dazu geführt, dass ich mir jetzt diese Platte dann geholt hätte. Vielleicht gebe ich dem Ganzen nochmal eine Chance. Ich habe es dann einfach als sehr heftig auch, sehr heavy in Erinnerung. Und was ich auch nie vergessen werde, dass er einfach während dieses Konzerts hat er, glaube ich, so eine zwei Liter Flasche Rotwein einfach ausgetrunken. Also es war quasi so die Wahl seiner Waffe auf der Bühne.
Speaker0
01:51:16
Also eigentlich eine normale Vinyl-Undsendung, nur mit Weißwein.
Speaker1
01:51:22
Diese riesen Flasche ist da so prominent an der Bühne gestanden. Also ich habe irgendwo ein Foto, glaube ich, wo diese Flasche und er drauf sind, aber er hatte nicht in guter Qualität. Er war einfach so ein Eyecatcher und er hat es richtig runtergeprügelt. Von dem her, die Band natürlich ein großer Begriff. Auch hier habe ich aber einen. Ein Thema, um das nachzuholen und nehme mich Hausaufgaben mit nach Hause an.
Speaker0
01:51:47
Ich glaube, das könnte dir gefallen, weil es ist gut gealtert. Ich habe mir ja nicht viele Metal-Platten von damals geholt, also jetzt auch Amorphis oder so, habe ich jetzt zum Beispiel noch nicht da stehen, würde ich mal machen, wenn so irgendwie ein Plattenladen steht, aber jetzt nicht so aktiv dann da zuschlagen. Manche Sachen kann man ja auch in der Vergangenheit dann stehen lassen, wo sie waren, muss man dann auch nicht nochmal alles durchleben. Aber bei dem Album muss ich wirklich sagen, also das lege ich regelmäßig auf, wieder digital oder auch nochmal die Platte. Das macht mir immer noch Spaß, das gefällt mir auch immer noch. Das ist auch wirklich eine der wenigen Metal-CDs, die jetzt hier in meinem Studio noch nach unten ihren Platz haben, wo ich schnell dran greifen kann und jetzt nicht auf dem Speicher verdammt sind. Also für mich eine der ganz wichtigen und großen Bands, die mich auch schwer geprägt haben und die würde ich gerne reden und deswegen auch hier Platz vom Siegertreppchen verdient haben. Ja, abschließend an Peter war alles groß. Du hast gesagt, Er war ein Hühner und ich sage, ja, er war sehr groß. So, jetzt geht es weiter mit Platz vier. Jetzt geht es weiter mit Platz vier. Ja.
Speaker1
01:52:57
Ja, mir fehlen die Worte.
Speaker0
01:53:01
Skandal.
Speaker1
01:53:02
Wenn die Worte fehlen, soll man Musik sprechen lassen. Und dann gehen wir halt vom Metal wieder in ruhigere Gefilde. Das ist ja doch eher so mein Metier, also hin zum amerikanischen Indie-Rock dieser Zeit, zu einem meiner Lieblingsalben dieser Band. Es geht um R.E.M., Und die haben 1996, und zwar am 9. September, das wunderbare New Adventures in Hi-Fi veröffentlicht. Und das gehört vermutlich zu diesen unentdeckten Perlen so ein wenig, weil das einfach, glaube ich, damals ein wenig rausgefallen ist aus dem ganzen Veröffentlichungsthema. Ich zeige kurz die Platte, bevor wir über das Album sprechen. Ja, ich sage schon dazu, auch das ist eine wirklich sehr schöne Pressung. Cool aus. Also REM hat ja vor einigen Jahren begonnen, verschiedene Alben wieder in bunten Pressungen zugänglich zu machen. Die waren oft ganz schnell ausverkauft, aber ich hatte eigentlich immer das Glück, noch eine zu ergattern. Und bei diesem Album ist es für mich besonders wichtig, weil das hat mir immer sehr gut gefallen. Es war nämlich so nach diesem großen Hype, den es da gab, so zuerst Out of Time im Jahr 91, Automatic for the People 92, dann kam Monster, glaube ich, 94, wenn ich das richtig im Kopf habe. Und dann kam diese lange Monster-Tour, also sprichwörtlich die Monster-Tour, und die hat die Band so ein wenig an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit getrieben. Also nicht nur, dass es verschiedene Krankheitsfälle gab. Es war zum Beispiel so, dass der Drummer Bill Berry ein Hirnaneurysma bei einem Konzert in Lausanne erlitten hat. Mike Mills musste am Bauch operiert werden. Michael Stipe hatte einen Leistenbruch. Also die waren gesundheitlich angeschlagen und haben einfach dieses extreme Programm absolviert, das dieses Mainstream-Konvolut damals auch von dieser Band gefordert hat, nachdem die ja überall waren. Dieses Album war dann auch so ein Gegenentwurf zu diesen Jahren davor aufgenommen. Großteils während dieser langen Tour wirkt in Summe ein wenig zerschossen. Es ist experimentell, es ist sehr ruhig auch wieder, also irgendwie so wie vielleicht der Zwilling von Automatic for the People, nur mit weniger Harmonie und mit weniger Hits. Also Hits gab es auf diesem Album tatsächlich, einen echten Hit, keinen. Sie haben trotzdem, steht jetzt fünf bis sieben Millionen Einheiten, was das jetzt genau war, aber auf alle Fälle einige Millionen verkauft, Was natürlich für Warner wahrscheinlich einerseits enttäuschend war. Andererseits kann man sagen, von einem unkommerziellen Album noch so viele Stücke abzusetzen, ist auch cool. Aber warum das für Warner ein Thema war, die haben nämlich damals den damals bestdotierten Musikvertrag, Plattenvertrag an R&M vergeben mit 80 Millionen Dollar, mit glaube ich, waren das fünf Alben oder so, die zu produzieren waren. Und wahrscheinlich hatte man schon irgendwie so die doll erscheinen in den Augen und dann kam dieses Album und damit eigentlich auch so ein wenig, ich würde sagen Abstieg ist das falsche Wort, aber RM haben sich damit aus diesem extremen Fokus dann zurückgezogen. Auch den Alben, die danach kamen, waren durch die Bank die meisten richtig gute Platten, aber der Hype war dann grundsätzlich vorbei. Und das ist aber aus meiner Sicht wirklich ein Meisterwerk. Also songmäßig, man kennt vielleicht Electrolight, das das Album beschließt, das echt schön ist. Ibo The Letter, wo Patti Smith mitsingt. Das würde ich auch ganz gerne dann vielleicht anspielen, würde man sagen, ein bisschen diesen Vibe auch mitnimmt, diese Platte. New Test Leper mag man vielleicht kennen, aber im Sommer ist es, wie gesagt, nicht die Platte der großen Hits, aber ein großer Hit für mich, weil es ein ein staubiges, dreckiges, unruhiges Roadmovie durch das Schaffen von R.E.M. Ist und immer wieder, wenn ich auf diese Platte stoße und wenn ich dieses tolle Cover auch sehe, das trifft einfach diese Musik auf diesem Album so ganz perfekt. Der erste Titel heißt ja auch How the West was won and where it got us. Tolles Album.
Speaker0
01:58:07
Dann überzeugen wir uns doch mal mit Ebo the Letter und dann gebe ich noch meine 10 bis 40. Okay Wolfgang, also ich sag dir mal, was so bei mir emotional passiert ist, als hier Michael Seipen mit dem Gesang eingesetzt hat. Weil davor konnte ich es noch nicht so sagen, weil das nicht so ein Lied ist, das mir so geläufig ist. Aber in dem Moment, wo die Stimme kam, diese markante, unverkennbare Stimme, hat es mich direkt so. Es war wie so, keine Ahnung, als würde jemand anfangen, dich irgendwie zu massieren. Aber sofort am ganzen Körper, also so tiefer Entspannungsmoment. So jetzt wieder, jetzt bin ich wieder da. Also es ging wirklich so schnipp und dann war die Zeit da und dann war das Album da. Und für mich persönlich war mehr R.E.M. da als jetzt dieses Album, weil dieses Album hatte ich null auf dem Schirm, weil ich das immer komplett umgangen hab, gefühlt. Also ich hab die großen Alben, die du aufgezählt hast, Automatic for the People, Monster und so weiter, alle rund, kreuz und quer gehört und das da, weißt du, ob's am Cover lag, ob's an der Zeit lag, im falschen Moment, das hab ich nie so richtig wahrgenommen. Die einzige Theorie, die ich hab und die würde das stützen, was du ausgeführt hast, dass einfach der Hit gefehlt hat. Weil bei den anderen Alben kann ich immer gleich sagen, oh, da ist doch das drauf, da ist doch das drauf. Und hier kann ich es irgendwie nicht. Aber allein schon dieser Song und man weiß, dass es noch mehr die hohe Qualität haben, dann habe ich halt so direkt dieses wohlige Gefühl, so mein Gott, also wenn das Album jetzt heute rauskommen würde von irgendeiner fremden Band und du würdest die ganzen alten Sachen nicht kennen und die Hits nicht kennen, würdest du einfach mal so völlig. Unvoreingenommen hören und allein schon dieser Song würdest du dir sagen, wie geil ist das denn? Und deswegen habe ich gerade unfassbar Bock, dieses Album zu hören und da nochmal richtig einzutauchen und danke dir da ganz herzlich, dass du das für mich geöffnet hast und ich glaube, es wäre ganz schlimm gewesen. Nur wegen dem fehlenden Hit ist hier nicht in dem Ranking drin zu haben, weil das ist ja meine persönliche Schuld, dass ich es deswegen vielleicht übersehen habe irgendwie. Cool.
Speaker1
02:01:36
Hey, das freut mich. Das freut mich. Bin gespannt. wie es bei dir kickt. Lass mir das unbedingt wissen.
Speaker0
02:01:44
Wow, jetzt kommt das Treppchen. 3, 2, 1. Hauen wir es uns jetzt um die Ohren. Und ja, der dritte Platz habe ich gerade erst, als ich jetzt am Wochenende bei Dixie Guest Records war, da oben stehen sehen. Aber ich war so vertieft irgendwie ins Drehen und Interviewen. Ich war irgendwie gar nicht so in diesem Modus, kauft ihr Platten. Aber mir ist irgendwie nachgegangen beim Schnitt, weil ich gedacht habe so, da stand doch dieses Album einfach so rum und ich habe das noch nicht und es war wahrscheinlich eine Erstpressung, frühe Pressung und, es war teuer, ja, aber nicht teuer für das, was es ist. Und dann habe ich gedacht so, warum hast du es eigentlich nicht gekauft? Weil du hast doch schon mal roundabout 100 Euro oder sowas ausgegeben für eine Erstpressung von dieser Band und dann hättest du doch die auch noch dazu nehmen können. Denn diese Band, die hat mich in dieser Zeit und noch einige Jahre danach so was von mitgenommen und mich inspiriert geprägt, mich wie kaum eine andere zum Schwitzen gebracht auf der Tanzfläche. Und dabei war es noch deep obendrauf. Es geht um Rage Against the Machine mit Evil Empire. Dieses Album kam am 16. April 1996, ist genremäßig so zwischen Rap-Metal, Alternative-Metal, Funk-Metal, Rap-Rock einzusortieren. Ähnlich vielleicht über Ecken und Kanten mit Bands wie System of a Down, Body Count oder Clawfinger, aber auch hier wieder Eigenständigkeit hochziehen. US-amerikanische Band aus Los Angeles, wir erinnern uns an The Battle of Los Angeles, 1991 gegründet, hier in der Besetzung Zach de la Roca, der legendäre, dann Tom Morello, nicht weniger, legendär Tim Comerford und Brett Wilk. Bekannt für politische Texte und die einzigartige Mischung aus Rap, Metal, Funk und Punk hat mich damals weggeburnt, als ich es zum ersten Mal gehört habe und hat sich nach dem ersten Anhören nie mehr aus meiner Welt rausradieren lassen. Bis heute nicht, deswegen auch im Vinyl-Game damals das Debüt besorgen müssen. War glaube ich auch so eine Flohmarkt-Geschichte. Tom Morello gilt als einer der innovativsten Gitarristen seiner Generation. Das war das zweite Album der Band direkt auf Platz 1 der Billboard 200. Brandon O'Brien hat es damals produziert. Das sind eine der bekanntesten Songs der Band drauf. Darunter das legendäre Bulls on Parade, das ich auch für die Playlist packe. Oder auch People of the Sun. Das Cover zeigt den wietnamesisch-amerikanischen Jungen Pham Chuang Wan, Gewinner eines UNICEF-Mahlwettbewerbs. Und der Albumtitel Evil Empire greift eine Formulierung von Ronald Reagan auf, richtet sich jedoch satirisch gegen den Kapitalismus und gegen den haben sie, unter anderem schwer gekämpft. Denn wie gesagt, politische, sehr gesellschaftskritische Texte. Warum ist jetzt dieser Tom Morello da so besonders in seinem Gitarrenspiel also die Sounds die er da teilweise ohne Effektgeräte wohlgemerkt erzeugt also noch echt hier kann man sagen, nicht digital analog, also nur mit Gitarreverstärker und so gewissen ungewöhnlichen Spieltechniken also wenn man das mal weiß und sich daraufhin das Album anhört, das ist wirklich spektakulär und Bulls on Parade, ist bis heute so, das gehört zu den meistgespielten Songs der Band, jetzt auch bei Streaming-Diensten oder Konzerten, also gefühlt auf jedem dritten Konzert läuft das dann einmal, während man auf die Band wartet oder zwischendurch oder wenn es zu Ende ist. Ja, eines der wichtigsten Rap-Metal-Alben der 90er-Word. Und natürlich hatte ich auch davon ein T-Shirt. Habe jetzt nur nicht leider ein Foto gefunden, wo ich es anhabe. Aber weiß ich noch. Schwarzes T-Shirt mit dem Cover. Hört es euch an. Die genannten Songs oder vielleicht auch Down Rodeo, Revolver, Try Me. Also wie gesagt, USA 1, Deutschland nur Platz 18. In deutschen Albumcharts Platz 10 in den UK. Album Charts und dreimal Platinen US-Grammy Awards 97 für Tio Me als Best Metal Performance. Und jetzt kommt die Best Vinyl Podcast Performance von Wolfgang zu dem Album. Bin gespannt.
Speaker1
02:06:22
Ja, cooles Album. Also bei mir nicht so weit vorne im Ranking. Also ich habe das Debüt damals ja sehr viel gehört und bin dann irgendwie bei Evil Empire nicht so wirklich reingekommen, aber hat das dann auch später dann korrigiert, muss ich sagen. Also die steht auch bei mir im Schrank. Ist mir auch jetzt im Rahmen dieser Arbeiten an dieser Top Ten umgekommen, aber war dann bei mir eben aus diesen Gründen jetzt nicht für die Top Ten befugt, aber natürlich tolles Album und wie du auch richtig sagst, also das Gitarrenspiel von Tom Morello, das ist einfach so signifikant, ob das dann später mit Audioslave war oder keine Ahnung, da gab es einen Song mit Moneskin oder zuletzt hat er mit Bruce Springsteen ein paar Konzerte gespielt auf der aktuellen Tournee und dieses Spiel ist einfach so signifikant, dass du hörst diesen einen, du hörst das raus, wenn Tom Morello spielt, das spürst du, das hörst du und ein großer, großer Könner auf alle Fälle. Ja, ja. Würde ich gerne, irgendwann hätte ich diese Band gerne mal live gesehen in dieser Besetzung. Aber ich glaube, das wird sich nicht mehr spielen.
Speaker0
02:07:42
Ich habe es noch sehen dürfen auf einem Festival und es ist mir auch immer sehr in Erinnerung geblieben. War ganz wild. Und ich habe es auch damals schon total gefeiert. Da hat alles gestimmt und da war auch irgendwie alles egal. Ich glaube, es war, glaube ich, das Konzert, wo meinem Freund Martin sich der Rucksack geöffnet hat. Oder war Slipknot, ich weiß nicht mehr. Und dann die ganze Zeug durch die Menge geflogen ist und wir es wieder einsammeln mussten. Okay. Ich bin mir nicht ganz sicher. Also Martin, korrigiere das bitte, wenn es nicht stimmt. Auf jeden Fall war es eins der Konzerte, wo wir uns wildest angestellt haben, das dann auch mitzunehmen. War uns auch cool immer mit Martin, weil wir sind dann immer so auseinandergetrifftet worden. Und egal, wie wild die Konzerte waren, noch so knüppelig, noch so Pogo und noch so Stage Diving. Wir haben uns am Schluss immer wieder gefunden. Also jetzt haben wir einer oben auf der Menge vorbeigeritten. So, ah, da ist er wieder. Okay. Und da hinten ist ein Rucksack. Okay, dann gehen wir jetzt so rum, dann müssen wir uns da hinten wieder alle drei treffen und so. Also jetzt ein bisschen übertrieben. Aber wir haben es immer wieder gefunden. Also wenn das Konzert zu Ende ist, dann haben wir wieder Handshake oder sogar wir haben ein Konzert zusammen. Das muss man können. Das ist eine Kompetenz, Freunde. Probiert das Ja, cool.
Speaker1
02:08:55
Und muss man sagen, beachtlich, das war trotzdem auch eine, also nicht eine Band, die richtig gerockt hat, sondern die auch hochpolitisch war. Und das ist ja auch etwas, was heute mitunter, weiß ich nicht, ich könnte halt keine Band benennen, die heute noch so ein Statement setzen würde, aus Springsteen, aber mit weniger Wucht. Ja, aber solche Acts braucht die Welt und braucht die Zeit. Und das haben die gemacht.
Speaker0
02:09:30
Also ich hätte jetzt auch nicht erwartet, dass du es weiter vorne hättest, also hätte mich jetzt überrascht. Aber es war, und das gehört auch ein Teil der Wahrheit, neben Metal und so weiter, auch wirklich eine Zeit, wo mich so aggressive Musik, die nach vorne gegangen ist, die einem wild mitgenommen hat, auch eine besonders magische Faszination hatte. Also dann gerade auch so Konzerten und dann ist man auch wirklich verschmolzen und ja, es konnte einfach nicht wild genug sein, weil Musik ist halt dann auch Rebellion und, gegen das System, gegen die Gesellschaft, gegen alles, was einem nervt, das konnte man halt wunderbar da reinpacken und auch kanalisieren und Rage Against the Machine war da, eine meiner Ventile, das ist einfach so. Damit Platz drei enthüllt. Wir sind auf dem Treppchen und jetzt geht es auch bei Wolfgang auf das Podest. Und er spürt schon das etwas stabilere Holz unter seinen Füßen. Jetzt wird es, richtig knisterig. Was hast du für uns?
Speaker1
02:10:37
Ja, also ich habe jetzt die Platteplatte, also gerade das Album, das in diesem Jahr für die Vinylkultur stand wie kaum eine andere Platte, nämlich DJ Shadow mit Entroducing. Und ich habe es heute schon mal gesagt, dass dieses Thema des Samplings in diesem Jahr 96 so ganz viele Blüten trieb und auf dem Album hier ganz massiv. Ich glaube, es sind, keine Ahnung, 60 Samples, die er da irgendwie verbaut hat. DJ Shadow, bürgerlich heißt der Josh Davis. Keine Ahnung, wie das mit der rechtlichen Abklärung damals ging. Aber die Vorgehensweise, wie er an die Musik kam, ist quasi so, wie es hier auf dem Cover zu sehen ist. Das ist der Plattenladen, in dem er immer ding war. Und dort hat er sich eine coole Plattensammlung zusammengedickt, hat dort Sounds gefunden und hat die dann in diesem epochalen Werk reingepackt und hat daraus seine eigene Musik gemacht. Ja. Im Grunde genommen ist es ein Hip-Hop-Werk, aber wenn man verschiedenen Quellen so auch glauben darf, gilt DJ Shadow auch als der zumindest Miterfinder des Strip-Hops. Also es geht auf eine frühe Single zurück, die da heißt In Flux, die beim Label Mo Wax erschien, genauso wie dieses Album auch hier. Und aufgrund dieses Tracks wurde dann von einer Journalistin der Name Trip-Hop kreiert und somit gilt heute auch DJ Shadow nicht nur als Hip-Hop-Künstler, als Sample-Künstler, sondern auch als Trip-Hop-Mitbegründer, also von dem her eine epochale Platte und da gab es vor ein paar Jahren, eben dieser 25-Jahre-Edition, die DJ Shadow dann auch auf dem Cover signiert war. Die habe ich mir dann gekrallt als Half-Speed Mastering, mastert in den ehrwürdigen Abbey Road Studios Eben zwei Platten, schöne Fotos, einfach allein dieses Bild, wie er da bei Rare Records drinnen steht und wie da quasi gedickt wird. Also hier kommt ganz vieles zusammen, das ist Jazz, Funk, Rock, Psychedelika, es sind Dialoge zu hören, also ein obskurer Mix, der aber einen ganz speziellen Flow erzeugt. Also es ist so eine Platte, die hört man sich eigentlich von Anfang bis Ende einfach mal durch und lässt sich auf diesen Stilmix ein. Also ich glaube, davor sowas nicht gehört und danach so in dieser Form auch nicht mehr. Ja, also es gab da mal so dieses Album von Too Many DJs, das auch so dieses Mashup-Thema drauf hatte, auch mit ganz vielen Samples, aber halt mit vielen bekannten Songs. Aber es hatte auch so diesen Flow-Charakter, finde ich, wo es immer spannend war, was hört man da jetzt, was packen sie da rein. Eine richtige Wundertüte. Ja, und was auch noch interessant ist, erscheinungsterminmäßig eben noch die Zeit, wo es zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Releases gab. Also in UK kam die Platte am 16. September raus und in Amerika erst im November dann. Also obwohl das ja ein amerikanischer Künstler ist und war aus Kalifornien, Aber keine Ahnung. Also das Label war halt in London und damit hat man zuerst mal den UK-Markt bespielt. Ja, das auf meiner Sicht. Platz drei, einerseits, weil es so ein einflussreiches Album ist und andererseits, weil es einfach eine total coole Platte ist. Und sie steht einfach für das, was wir tun. In die Plattenläder gehen, nach Platten suchen. Wir samplen das dann zwar nicht, aber so dieses Feeling von, wir gehen auf die Jagd und suchen nach dem verlorenen Schatz, das macht es einfach aus. Und da gibt es, glaube ich, kein Werk, das mehr dafür steht als das hier.
Speaker0
02:14:57
Das hast du schön gesagt, ja. und man will es ja nicht, ich sag jetzt mal, in Überfrachtung immer wieder sagen, aber für mich auch schon wieder so das Thema ikonisches Cover. Allein schon wegen dieser Verbindung, wie du ja erklärt hast, zu Vinyl, Vinylkultur, Schallplattenladen. Es ist ja jetzt nicht irgendwie ein geiles Bild oder so. Also wenn ich es jetzt in meiner Kamera hätte, würde ich es auf jeden Fall löschen, weil ich ja immer nur scharfe Aufnahmen behalte und da irgendwie so ein Spleen habe. Aber es ist wieder so diese Nummer, ich habe natürlich auch für die Sendung wieder schwer gecheckt, was waren jetzt auch besonders relevante Alben, auf wie viele Listen, um einfach auch nicht irgendwas Wichtiges zu vergessen, was irgendwie zufällig nicht in meiner iTunes-Mediathek oder so drin ist, die ich immer so als Grundlage genommen habe, um so die erste Liste zusammenzukriegen. Und da ist mir das Album dann direkt begegnet. Also sowohl in meiner Mediathek als auch eben auf diesen besten Listen überall. Und trotzdem hatte ich jetzt hier keine Versuchung, es mit reinzunehmen, weil meine persönliche Verbindung damit erst viel, viel später kam tatsächlich. Also bestimmt schon in den 2000er. Da habe ich dann irgendwie gelesen, dass das so ein wichtiges Album war und vorher irgendwie verpasst. Und dann habe ich es irgendwie x-mal probiert und es ist mir nie so richtig reingelaufen tatsächlich. Du hast es jetzt aufs Siegertreppchen gemacht, das hat es jetzt natürlich für mich nochmal total hochgehoben und ich stehe wieder wie so oft in unserer Sendung an dem Punkt, wo ich denke so, hä, was habe ich jetzt irgendwie mit dem falschen Ohr gehört, die ganze Welt feiert, du feierst jetzt auch noch. Ich bin echt gespannt, was jetzt passiert. Also ich höre es jetzt wirklich nicht zum ersten Mal. Wahrscheinlich habe ich es fünf, sechs Mal gehört mit dem Versuch, dass es mir gefällt und dann hat es mir irgendwie nicht gefallen. Aber jetzt, wo du es nochmal so in den Vinyl-Kontext gestellt hast, könnte ich mir auch hier wieder vorstellen, dass es einen totalen Unterschied macht, ob man es jetzt irgendwie im Streaming hört oder auf Schallblatt. Weil ich habe auch die Erinnerung, dass die Songs so ineinander übergegangen sind, dass das irgendwie so ein Gesamtkunstwerk war. Also wenn du Winamp blöd eingestellt hast, hast du noch zwei Sekunden Pause dazwischen, hast du das Werk gar nicht richtig mitgekriegt, mal so als Beispiel. Also ich probiere es, Wolfgang, ich sage dir Bescheid. Ich bin jetzt gespannt, was passiert. Also nochmal, ich glaube, wie ich das letzte Mal gehört habe, hatte ich auch noch nicht so wirklich so audiophile Setups und so. Also das werde ich jetzt mal mit dazu nehmen. Das könnte auch noch mal ein Faktor werden, weil ich glaube, das war schon komplex, auch klangtechnisch. Ich meine, es hätte so verschiedene Ebenen auch gehabt, mit so verschiedenen Sounds. Ich habe es nicht mehr abrufbereit, aber ich arbeite daran.
Speaker1
02:17:40
Gut, es tut sich schon viel drauf. Also ich habe es damals eigentlich zuerst auf CD gehabt, in den 90ern. Also die Platte kam dann auch erst später. Aber ich fand genau dieses Thema so interessant, dass da so viel passiert und so viele Dinge irgendwie zusammenkommen.
Speaker0
02:17:57
Genau, das habe ich noch in Erinnerung. Und deswegen könnte ich mir auch vorstellen, wenn dann mit einem, zum Beispiel jetzt mal, ich bin ja eher so der Kopfhörer-Hörer, wenn ich das jetzt so Kopfhörer höre und dann da mal sowas von links nach rechts wandert und so und dann mal so ein leises Geräusch mal lauter wird und sowas. Ich glaube, auf sowas kann man sich da freuen und einstellen. Also bin mal gespannt. Probier's.
Speaker1
02:18:20
Also ich würde es auf alle Fälle so, wenn ich sage, zwischen den emotionalen Platten und den Platten, die, wie man sagen, musikalisch, intellektuell spannend fand, dann ist das die zweite Kategorie. Also das ist eher so, wo man sagt, okay, den Genuss oder auch den Künstler zu würdigen, was der hier auf die Beine gestellt hat, eben in den 90ern. Also das wirklich hier, um diese Musik zu machen, war es notwendig, ein hohes Musikverständnis auch letztendlich zu entwickeln und einfach wirklich was zu hören und zu sagen, okay, das nehme ich mir da, das sehe ich mir dort. Also im Grunde genommen auch das, was mich dann später bei Too Many DJs auch sehr fasziniert hat, einfach was Neues aus Altem zu basteln, das fand ich einfach total spannend. Und muss man, glaube ich, auch sagen, das ist kein Album, das man so nebenbei reinlaufen lässt, sondern wo man sagt, okay, das höre ich mir jetzt bewusst mal an.
Speaker0
02:19:20
Genau das habe ich immer gemacht. Ich habe das dann so nebenher gehört und dann immer gedacht, jetzt muss irgendwas passieren und dann denkst du, das ist geil. Und ich glaube, genau das funktioniert mit dem Ding nicht.
Speaker1
02:19:30
Weil es halt auch weitgehend instrumental passiert. Also das ist auch so, es kommt jetzt auch nicht dieser große Refrain oder sonst irgendwas. Es fehlen wieder die Hits.
Speaker0
02:19:41
Es fehlen wieder die Hits. Das wäre das gleiche Problem wie bei R.E.M. Die Sendung ohne Hits. Ja, wir haben schon den Titel. Aber trotzdem mit dem geilsten Album überhaupt.
Speaker1
02:19:52
Aber vielleicht ist das so, die ist geprägt zu dieser Zeit ein wenig, dass so dieser Hype der Mitte-90er, dass man da vielleicht schon gemerkt hat, so auch diesen Widerstand und auch sperrig zu werden und trotzdem Musik machen zu können, die ein Publikum findet. Vielleicht war das auch so eine Attentation, auch diese großen Erfolge Mitte der 90er.
Speaker0
02:20:16
Und kann man auch sagen, wir ergänzen uns wieder gut, weil sicherlich auf vielen besten Listen jetzt eben kein, was weiß ich, Bad Religion oder Amorphous oder Cake drauf ist. Aber die Dinger sind immer mit drauf und dann haben wir einfach eine schöne Melange aus diesem persönlichen einerseits, aber andererseits eben auch diesem, einfach bedeutungsschweren, diesen wichtigen Alben, an denen kein Weg vorbeiführt. Egal, wer diese Sendung macht. Cool. Dann wird es jetzt noch heißer. Die Schlinge zieht sich zu. Im positiven Sinne natürlich. Also das fühlt sich gut an, denn jetzt kommen wir. Das ist jetzt ja wieder so masochistisch an. Es fühlt sich auf jeden Fall gut an, weil wir jetzt näher kommen auf die. In Richtung der Eins und bei der Zwei, da ärgere ich mich ein bisschen, dass ich immer nur davon geredet habe in der Sendung, dass ich mir ja dieses Album hole, aber dann habe ich es irgendwie aus den Augen verloren, deswegen habe ich es immer noch nicht hier. Werde ich aber sicherlich auf jeden Fall noch an der Stelle korrigieren und zwar geht es um ein Album, das ich hier bei Vinyl uns schon öfter mal erwähnt habe und zwar in folgendem Kontext. Ich habe damals immer erzählt, es ist so eine Musik, die so mit einen Beitrag geleistet hat, mich dann später, also lange nach 1996, dann so ein bisschen auch in die elektronische Richtung zu bewegen und mich auch für elektronische Musik zu interessieren. Und da führt für mich absolut kein Weg vorbei. Ich habe kurz gedacht, vielleicht ist es weiter hinten. Aber dann habe ich nochmal überlegt, so nee, also das war so wichtig für meine persönliche Musikbiografie. Das muss ganz nach vorne. Und zwar geht es um Stereo Lab mit Emperor Tomato Ketchup. Kam am 18. März 1996 raus. Ist so Post-Rock, Indie-Pop, Pop, Krautrock, Lounge, Electronic, Experimental, Pop. Wenn ich das schon so aufzähle, merkt ihr schon, das ist wieder eine besondere Mischung. So ein bisschen ähnlich ist manchmal wie Broadcast oder Tortoise. Danke nochmal Wolfgang für die Broadcast-Platt an dieser Stelle. Und hat sich gegründet 1990 in London. Es hat einen sehr starken Einfluss von Bands wie Neu und Ken. War das vierte Album der Band. Und ist so als kreativer Höhepunkt dieser klassischen Stereolab-Phase zu nennen, war das erste Album mit stärkerem Einsatz von Jazz, Funk oder eben diesen genannten elektronischen Momenten. Und Jazz habe ich ja danach dann auch immer vermehrt mitgehört. Also könnte man theoretisch sogar sagen, es hat mich zur elektronischen Musik und zum Jazz hin bewegt. Wo ich Toy Toys erwähnt habe, das ist auch kein Zufall, dass man da mal ähnliche Klänge hat, weil das ist der gleiche Produzent, nämlich der John Mack Entire. Und der Albumtitel stammt vom japanischen Film Emperor Tomato Ketchup, gleicher Name, von Chui Terayama. Inhaltlich gibt es allerdings keine direkte Verbindung. Das Album wird dann überwiegend in Chicago aufgenommen und hat die enge Zusammenarbeit mit der dortigen Post-Rock-Szene markiert. War das erste Stereolab-Album, das überhaupt in die Billboard-Heatseekers-Charts reingestiegen ist. Auch Pitchfork hat es gefeiert, nämlich regelmäßig unter den bedeutendsten Alben der 90er. Und Enemy, die hatten wir heute auch noch nicht, außer mal mit einem Gruß in einem Satz mit vielen Kommas, hat es später in seiner Liste der wichtigsten Alben aller Zeiten einsortiert. Ja, und ich würde euch den Song Metronomic Underground gern auf die Playlist schicken bei Apple Music und Spotify. Hört sie parallel zum Podcast oder nach der Sendung. Empfehle euch aber nicht weniger Cybele's Reverie, The Noise of Carpet oder eben der Titeltrack Emperor Tomato Ketchup. Und jetzt noch zu den Chartsplatzierungen. Also 49 in UK. 18 in US, 51 bei der Pitchforkliste und auch wieder auf dieser 1001 Albums You Must Hear Before You Die Liste. Und ja, diesmal muss ich dich nicht fragen, ich nehme an das Album ist auch für dich bedeutungsvoll und in irgendeiner persönlichen Liste dabei es fragt sich nur, wo ungefähr, es vorkommt Hm, Er verzieht das Gesicht, er überlegt.
Speaker1
02:24:55
Habe ich nicht mehr dabei
Speaker0
02:24:57
Nicht mehr dabei Also in der Top 10 Ja.
Speaker1
02:25:01
Nicht in der Top 10, nicht in der Top 20, nicht am Schirm, sozusagen. Nein, also mir ist jetzt auch bei der Vorbereitung, dass das Cover und das Alu und der Name immer wieder mal sich untergekommen. Und da habe ich auch an dich gedacht, da bei uns mit Sterolab. Mich überrascht tatsächlich, dass es jetzt so weit vorne ist bei dir. Das gibt mir jetzt ganz viel ein Gefühl von schlechten Gewissen irgendwie, dass ich da meine Hausaufgaben nicht gemacht habe, aber ich bin erst später zur Band gekommen und zwar so, dass ich dieses Album bis heute nicht nachgeholt habe.
Speaker0
02:25:45
Ja gut, wir haben ja eine Schnittmenge. Ich habe es ja jetzt auch nicht in der Hand, obwohl wir über die Re-Assures gesprochen haben. Ich weiß auch nicht, warum ich es jetzt bestellt habe. Keine Ahnung. Irgendwie wieder verrutscht oder so. Vielleicht steht es auch da hinten drin und ich habe es noch nicht ausgepackt. Ich weiß langsam selber nicht mehr, was da alles drin ist. Gebe ich zu.
Speaker1
02:26:02
Also das wäre natürlich schade, wenn es irgendwo am Speicher steht und darauf wartet.
Speaker0
02:26:08
Das ist nett, aber ich habe jetzt gerade wieder voll den Stau. Ich habe so zwei, weißt du, diese Schubladen, wo es auch in den Plattenläden manchmal stehen oder so die Leute auf ihrem Expedit oben drauf haben, so zum Durchblättern. Kannst du halt den Beinen nicht mehr blättern. Also die letzte, die Wildes Boy Alive, die guckt schon so schräg raus, die geht schon gar nicht mehr runter. Also ich muss wirklich dringend Unboxings aufnehmen. Aber ich habe keine Zeit. Ich habe einfach keine Zeit. Sendung, Video, restliches Leben. Ja, ist gerade ein richtiger Plattenstau bei mir. Hätte die Sendung auch heißen können. Plattenstau.
Speaker1
02:26:41
Plattenstau. Dann löst du diesen Plattenstau mal auf und mach ein längeres Video, wo du alle diese Platten zeigst. So halt immer noch drei Sekunden. So wie es ist früher bei CD-Playern. Wie ist es, diese Skip-Geschichte, die du vielleicht noch weißt, wo man dann ein Album so nach drei Sekunden ging es dann immer gleich weiter.
Speaker0
02:27:02
Einfach nur zeigen. Einfach nur zeigen. 120 Alben einfach mal kurz zeigen. Wie lange brauche ich dafür? Schließlich mal grob geschätzt, ich weiß nicht, aber es ist unnormal viel. Ich, wie gesagt, aber es ist ja jetzt bald Sommerpause. Sommerpause ist ja immer für Vinyl und nochmal durchatmen, wobei ich auch schon wieder Termin habe, aber egal, ist durchatmen und mal Zeit haben für andere Sachen. Also sprich bei Vinyl und überlegen, was die ganze Zeit liegen geblieben ist, zum Beispiel die Unboxings. Da kann ich ein bisschen aufholen. Meine ganzen Zeitschriften lesen und so weiter. Ja, ja.
Speaker1
02:27:39
Aber wahrscheinlich liegt jetzt dann nichts darunter, weil ich sage, die letzte Reissue-Welle, da gab es mal die Diese auf Clear, glaube ich, alle.
Speaker0
02:27:49
Ich glaube auch.
Speaker1
02:27:50
Auf alle Fälle, ich muss da reingehen. Also Stereo Lab natürlich so, so eine unheimlich wichtige Band. Und dass jetzt so ein blinder Fleck bei mir ist. Wie gesagt, schlechtes Gewissen. Ja. Das hole ich nach.
Speaker0
02:28:05
Das machst du, das machst du. Und dann wird am Ende alles gut. Ich habe jetzt auch nochmal geguckt, Reissue, was ist so los? Also ich finde auf jeden Fall jetzt noch verfügbare Reissues in schwarz, aber es gab wohl auch irgendwie eine gelbe. Jetzt weiß ich schon gar nicht mehr, was wir damals in der Sendung eigentlich vorgestellt hatten. Ich kann mich nur noch erinnern und deswegen ist es vielleicht auch untergerutscht, dass das so eine Ballung von Reissues war, dass es jetzt nur eins war und dass wir dann schon drüber geredet haben, ja, welche bestellen wir denn jetzt alle oder nur die, weil das ist die wichtigste und klar und blub. Also müsste die Folge Copy Phil's Music gewesen sein, wenn ich mich recht entsinne, auch Mauritio Folge, eine der ersten, die wir, tatsächlich gemacht haben, die dann auch auf YouTube erschienen ist oder sogar die erste. Also ist schon ein bisschen her, aber wie gesagt, ist mir untergerutscht und ja. So ist es, so war es, was wir übermachen. Heißt ja nicht, dass sie nicht trotzdem noch in meine Finger kommt. Auf jeden Fall mein Platz zwei und wenn du sie jetzt sagst nicht auf dem Radar, dann wie gesagt, haben wir es doch wieder gut ergänzt und sie nicht vergessen und sie ist mit dabei und keiner kann sich beschweren, warum habt ihr nicht die Stil. Aber ihr könnt natürlich gerne in die Kommentare trotzdem reinschreiben, warum habt ihr nicht. Wir können euch auch eine Vorlage dafür drucken. Dann könnt ihr das einfach nur in die Lücke einsetzen, ein bisschen Zeit sparen. Wir würden uns wirklich interessieren, jetzt ohne Witz, ob es einfach Alben gibt, die für euch so wichtig waren, aber sie nicht dabei sind. Das interessiert uns zumindest genauso, wie wenn ihr sagt, oh geil, das hätte ich auch dabei gehabt. Also beides ist spannend. Versucht gerne mal zu überlegen, wenn euch in der Top 10 zu stressig ist, dann schreibt an den Top 3 oder in den Top 4, 5 ist ja wurscht. Schreibt einfach, worauf ihr lustig seid und kommt auf jeden Fall in unser vorher angeteaserten Broadcast-Channel bei Instagram, Vinyl und News, weil da wird es auf jeden Fall nochmal ein bisschen expliziter sein. Da könnt ihr dann auch eure Lieblingsalben von 1996 zum Release dieser Folge, posten und untereinander diskutieren. Das sei hiermit schon mal versprochen. Damit ist der Weg frei. Du bist wieder dran. Was hast du?
Speaker1
02:30:21
Meine Nummer zwei folgt irgendwie auch einem kleinen Muster. Nämlich, wir hatten heute schon über den Lebenszyklus von Britpop und über Grunge. Das ist ja wieder doch mal der Lebenszyklus einer Band auch ein wenig. Und auch vielleicht ein ganz kleines bisschen von Grunge auch. Pearl Jam mit No Code. Habe ja eine Weile überlegt, ob es vielleicht nicht sogar mein Platz 1 sein könnte. Habe dieses Album damals, wie es rauskommt, ich habe das irrsinnig gut gefunden. Auch heute noch, liebe dieses Album Total. Es ist sensationell vom Artwork. Also allein diese unheimlich vielen Bilder, die man hier sieht, diese Polaroid, die dann auch hier im im Artwork dahingehend fortsetzen, weil es dann ein Kuvert gibt mit verschiedenen Bildern. Also da gibt es auch verschiedene Bildersets. Ich glaube, von diesem Album gibt es vier verschiedene Varianten mit unterschiedlichen Polaroids, die dabei gelegt sind. Und da gibt es viele Leute, die wollen die alle sammeln und suchen nach dieser Variante oder jener Variante. Also ein witziger Spielerei natürlich, um um die Sammler auch ein wenig zu catchen. Ich habe hier die Variante Coke Bottle Clear. Die gab es vor ein paar Jahren im Pearl Jam Band Shop. Sollen wir recht traditionell, aber trotzdem eine schöne Pressung. Klingt auch super. Und warum habe ich dieses Album so weit nach vorne gerankt für mich? Einerseits mal zum historischen Kontext. Pearl Jam war ja zu einem Zeitpunkt eigentlich an der Spitze des Games. Ten versus Vitology. Also Vitology war ja schon dieser Brocken von Hard Rock Musik, mit dem sie eigentlich schon im Grunde genommen den Mittelfinger ausgesteckt haben im Sinn von Nehmt das, wir sind fertig mit der Musikindustrie. Die Ironie war halt irgendwie, dass dieses Album trotzdem so mega erfolgreich war oder wurde. Und dann war es irgendwie an dem Punkt dann klar, zumindest für Eddie Vedder, da setzt man auch ganz drauf. Also wir gehen quasi und machen das noch sperriger. Wir boykottieren jetzt unseren Ruf, unsere Band. Und das haben sie dann auch geschafft mit diesem Album. Also es war das letzte Album, das, glaube ich, Multiplatin verkauft hat in Amerika, war kurz auch, glaube ich, an der Spitze der Chart und ging noch auf Nummer 1 und ist dann ganz rasant abgestürzt. War dann schnell weg und hat ganz viel Publikum vertrieben, weil einfach dieses Album so sperrig war. Auch hier wieder das Thema, keine Hits im klassischen Sinn, Aber verschiedenste Versatzstücke von, ja vielleicht noch ein bisschen Idee von Grunge, aber Punk, Folk, World Music, Rock, alles irgendwie zusammengemischt. Aber halt so zusammengemischt, dass irgendwie klar war, das wird viele Leute irritieren, das wird ein schwieriges Album. Und wenn ich jetzt so drauf schaue, Und wechselt für mich so, wenn ich Pearl Jam Album anschaue, ist in manchen Situationen, ist das mein Lieblingsalbum und dann gibt es Situationen, da ist glaube ich noch 10 weiter vorn. Aber es auf alle Fälle rangiert das für mich aktuell wieder ganz weit vorn, weil es einfach so total spannend ist, sich das anzuhören mit allem, was sie da reingepackt haben. Für die Playlist würde ich Hail Hail nehmen, dieses unheimlich dringliche Stück Rockmusik, das mich immer wieder von den Socken reißt. Und das ist mein Platz zwei. Vielleicht noch der Veröffentlichungstermin war der 27. August. Und das vermeintlich schwierige Album, mit dem Pearl Jam ihren Star-Status quasi geopfert haben. Und vielleicht war das genau der richtige Weg für die Band, damit sie auch heute noch da sein kann und nicht implodieren musste irgendwann Ende der 2000, weil es allen vielleicht zu viel geworden wäre. Keine Ahnung.
Speaker0
02:34:54
Man kann sagen, das war ihre Legacy of Epic. Ich habe jetzt gerade nochmal nachgeguckt. War es nicht zufällig noch eine Sealed Version? Irgendwo rumliegen, weil das ist auch wieder so ein Ding. Da gibt es zwei Anbieter, einer in Deutschland, an einen Bulgarien, der da 600 Euro für haben will. Also es geht dann auch weiter nach unten.
Speaker1
02:35:16
Wenn der die gesamte Band drauf unterschrieben hätte, würde ich sagen, kann man diesen Preis vermutlich aufrufen.
Speaker0
02:35:23
Ist auch noch nicht verkauft. Also ihr habt noch Chancen, by the way. Aber, ja. Wahnsinn, ja. Auf jeden Fall, ich sag dir mal so, das mit den, also ich schäme mich so ein bisschen, wie du jetzt eben mit Emperor, Tomato Ketchup, ich schäme mich so ein bisschen, dass ich glaube ich so in der Zeit so eine Hit-Bitch war. Ich glaube, wenn auf dem Album kein Hit drauf war, dann habe ich das irgendwie schnell wieder vergessen und das ist schon wieder so ein Ding. Also ich, ja, ich habe, natürlich bin ich auch drüber gesteubert beim Zusammenstellen meiner Liste, aber auch hier hat wieder komplett der persönliche Bezug gefehlt, den ich zum Beispiel bei dem Album Ten oder so total habe. Also ich bin schon Fan von Pearl Jam. Ich habe es auch mal live gesehen. Unvergesslich, habe ja auch schon mal davon erzählt. Damals mit der schönen Sonnenuntergangsstimmung und alles. Also ich bin absolut emotional mit dieser Album, mit dieser Band verbunden, aber nicht mit diesem Album. Und das ist die Sendung des Schreckens. Also das erschreckt mich halt jetzt hier wieder genauso wie bei R.E.M., dass ich denke so, äh, wieso hast du dich mit dem Ding nicht auseinandergesetzt? Weil es gab ja so eine Zeit, da habe ich ja auch öfter schon drüber geredet, wo ich mal so kurz raus war und nicht mehr so viel verfolgt habe, nicht mehr so viel Zeitschrift gelesen habe, nicht mehr so viel Alben dann auch gekauft habe und so ein paar Alben übersehen habe. Aber das war ja jetzt wirklich nicht die Zeit. Also das ist, da war ich ja eigentlich voll drin. Deswegen bin ich ein bisschen erschrocken, dass ich dem Album nicht mehr Aufmerksamkeit geschenkt habe. Aber es ist ja noch nicht zu spät. Und deswegen...
Speaker1
02:37:02
Das wollte die Band ja auch so, letztendlich. Also insofern hast du ja quasi die Legacy von Pearl Chan zu dieser Zeit ja voll erfüllt.
Speaker0
02:37:12
Ja, so kann man sehen.
Speaker1
02:37:14
Aber das Schöne ist, wenn du dieses Album jetzt noch nicht kennst, erwartet hier einfach ein total großartiges Album auf dich zu entdecken, weil da einfach wirklich keine schlechten Songs drauf sind. Also ganz im Gegenteil, da sind, glaube ich, ausschließlich brillante Kompositionen drinnen. Und vielleicht auch, wenn man das 96 gehört hat, hat das sicher viele Leute irgendwie abgeschreckt, aber dann hat man natürlich jetzt auch schon 30 Jahre mehr an Hörkonsum und ist nicht mehr irritiert, wenn ein neues Radiohead-Album kommt.
Speaker0
02:37:50
Ja, zum Beispiel.
Speaker1
02:37:52
Ja, aber sagen wir mal, so Dinge wie Kid A, wenn man das heute hört, denkt man sich, ja, eh nicht. Aber das waren halt andere Zeiten, nicht unter. Man wartet auf den großen Bang und der kam dann nicht und weg damit. Weil es auch genug andere Dinge auch gab, muss man auch sagen. Also von dem her, fair enough. Aber ich finde das ja toll. Also wir haben heute jetzt im Grunde genommen du auf deiner Seite genauso wie auf meiner Seite jetzt Alben, die eigentlich Klassiker sind, zum Entdecken bekommen und das ist doch total super.
Speaker0
02:38:21
Weil es gibt ja auch diese Leute, die dann sagen, es gibt ja keine geilen neuen Alben mehr. Und wenn wir die auch nicht mit unseren ganzen Pre-Order folgen oder sonst was wie überzeugen können und den ganzen Posts, dass immer noch geiles Zeug kommt, was wir in 30 Jahren dann auch wieder so feiern wie jetzt gerade. Dann können wir wenigstens vielleicht die kritischen Leute mit dieser Sendung auch nochmal erreichen und sagen, okay Leute, aber dann seid ihr uns wenigstens mit einig, dass vor 30 Jahren diese Schätze kamen. Und dann ist das so schön, wie du gesagt hast, weil du hast es eigentlich schon irgendwie abgeschrieben, du denkst irgendwie so, ja, bin ja durch die Zeit gereist, kenne ja meine Alben so und jetzt kommt das Neue und das überzeugt mich vielleicht nicht mehr so, also höre ich immer wieder irgendwelche alten Sachen aus den 60er, 70er oder keine Ahnung. Und jetzt sprechen wir hier über Alben, die für uns wieder in der Retrospektive taufrisch werden können, weil wir sie damals einfach am liegen lassen, aber so großartig sind im Gesamtwerk schon oder, über die überhaupt vorhandene Musik hinaus gedacht so großartig sind. Was ist das für ein Schatz? Also ich feiere das gerade total, dass es jetzt noch so viel wieder neu reinzuspringen gibt. Also das ist der Hammer. Vor allen Dingen, weil es jetzt auch wieder so viel ist, wo ich gar nicht so richtig geläufig habe und vielleicht auch so auf beiden Seiten. Tja, da bin ich jetzt gespannt, wie es bei meinem ersten Platz aussieht, wie oft du das Teil auflegst und ob du da auch eine Original-Pressung rumstehen hast. Du wärst einer von sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr wenigen. Habe gerade erst mit Marco Sommer bei Dixie Gas Records liebe Grüße mit ihm über das Album gesprochen jetzt kommt es schon wieder, das ist aber jetzt reiner Zufall, weil ich konnte ja nichts dafür, was der Text zieht, hast du das Video mit Dixie Gas schon gesehen, ist jetzt fies, weil es ist gerade erst heute gekommen, ich glaube drei, vier Stunden vor der Sendung wahrscheinlich nicht, aber da sprechen wir auch über das Album, da spricht er mal über das Album und jetzt spreche ich über das Album und damit kommt es natürlich jetzt in hoher, Vinyl und Dichte Denn auch für mich ist es von allerhöchster Bedeutung und, kassiert hier Platz 1. Es ist Tool mit dem Album Anima. Und ich greife jetzt gleich mal, während ich hier eine schwarze Pressung ohne weiße Handschuhe anfasse. Ja, es ist ein Bootleg. Greife ich jetzt mal ganz tief in die Glaskugel. Wolfgang, wir haben ja schon, relativ oft Sachen kommen sehen. Es gab sogar mal eine Sendung, wo es nur darüber ging, was könnte denn kommen im nächsten Jahr. Und ich werfe jetzt einfach mal die steile These im Raum, dass entweder, jetzt im Hochsommer oder nach dem Sommer so im Herbst mit kurzer Release-Phase oder, längerer Release-Phase zwischen Veröffentlichung, Pre-Order und Platte kommt, dieses Album nochmal in der 30th Anniversary Edition kommt. Wahrscheinlich in einer scheiß Picture-Disc, aber jetzt hört ihr ja vielleicht noch mit und ändert das noch schnell. Die Maschinen anhalten, roter Schalter, so wie bei dir mit dem Posting, und doch irgendwie eine geile Pressung machen. Von mir aus eine weiße, von mir aus eine schwarze. Auf jeden Fall muss sie ein bisschen besser klingen als das Bootleg, das nicht schlecht klingt. An dieser Stelle nochmal ganz liebe Grüße an Marc Sturmweyer, 73, der mich damit fasziniert hatte. Es gab ein Unboxing-Video auf YouTube, wo ich da nicht wusste, was auf mich zukommt. German Winery Community Love Train und dann war die drin. Bin umgefallen, wusste erst nicht, wie mir passiert. Ja, also Marco Sommer hat auch einen Bootleg, ich habe einen Bootleg, weil dieses Album einfach nirgendwo realistisch zu kriegen ist. Unglaubliche Summen aufruft in der Originalpressung und kein Mensch versteht, warum die Tool nicht damit Kohle scheffelt, indem sie das Album bringen. Und wenn es irgendeinen guten Zeitpunkt gibt, jetzt das Reissue zu bringen, dann ist es der 17. September diesen Jahres, weil dann genau ist sie 30 Jahre alt. 1996 kam sie raus. Mein Orakel. Also, macht das bitte. Macht es wahr. Macht es zur selbstverfüllenden Prophezeiung, wenn ihr es nicht schon irgendwie sowieso geplant habt. Es geht um Alternative Metal, es geht um Progressive Metal, es geht um Bands, die ähnlich klingen, weil sie zu dem Kosmos gehören über den Sänger Maynard Keenan. Und wir haben jetzt hier A Perfect Circle zum Beispiel zu nennen, wo Maynard James Keenan ja auch mit dabei ist. Ich habe gerade Live-Konzert bei Telekom Agenda, keine Werbung, mir angeguckt. Kann man irgendwie online streamen, fand ich total nett, mir das mal anzugucken. Marco Sommer war jetzt gerade in Luxemburg auf dem Konzert. Gucken wir, was er von berichtet. War gerade der Tag, wo ich dort war, wo er dann hingefahren ist. Ist so ein bisschen ähnlich wie Carnival. Liebe Grüße an DJ Sven Helwig und seinen Podcast-Gollegen und Freund. Und DJ, der mir diese Band ja auch mal in Platte geschenkt hat. Mastodon oder Percupine Tree oder Deftones. Aber es ist eigenständig. Es ist unvergleichlich. Wir hatten es da auch in dem Talk mit Dixie über Pucifer. Was ja auch nochmal so eine Geschichte, so ein Soloprojekt ist von Mena James Keenan. Diese Band aber hat sich gegründet 1990 in Los Angeles. Bekannt für sehr komplexe Songstrukturen, ungerade Taktarten und audiovisuelle, Ergüsse passend zur Musik. Sie gilt als eine der prängendsten Progressive Metal Bands der letzten Jahrzehnte. Das war das zweite Studioalbum und das erste Album mit dem Bassist Justin Chancellor, der Paul D'Amour damals ersetzte, produziert von David Bottrill. Das Album verbindet eben auf eine völlig eigenständige, ganz besondere magische Art dieses Progressive Metal mit Art Rock, Psychedelic, mit Industrial Einflüssen. Und ja, der Titel, der spielt so gleichzeitig auf das Wort Anima, nach der Psychologie von Carl Gustav Jung und auf das englische Wort Anima, also Einlauf an. Aber hier geht es jetzt nicht um die Eier, also ich muss jetzt gerade an die Eier von Satan denken. Das Artwork stammt von Gitarrist Adam Jones und dem Künstler Cam DeLeon. Und das ist auch noch was, was zu meinem Orakel passt, weil bei Apple Music habe ich gesehen, dass das Cover jetzt auf eine neue Art angezeigt wird. Also nicht so original, wie ich es jetzt gezeigt habe, sondern so modernisiert. Und da habe ich halt gleich gedacht, ja, vielleicht wird das Realshoot das neue Cover kriegen. Die erste Auflage hat sogar ein Landikular-Cover gehabt, das beim Bewegen verschiedene Bilder gezeigt hat. Also das heißt, wenn ihr das jetzt auch noch on top macht, Leute, das wird echt wild. Ja, und der Song Anima, der wurde von den Ideen von diesem Komiker Bill Hicks inspiriert, ist ihm dann auch eben gewidmet und ja, 1998 hat das Album dann den Grammy Award für die Best Metal Performance gewonnen. Hört mal 46 in 2, hört mal Stinkfist was ich gleich mit euch zusammen nochmal anspiele. NMR, Age oder Eulogy und ja, Platz 2 war es in US, 32 in UK, dreimal Platin in US und eben besagter Grammy Award 98 für NMR als das Best Metal Performance Album. Was könnte ich noch sagen? Jetzt sag du mal was.
Speaker1
02:45:56
Ja, mega. Also ich habe schon gedacht, irgendwie du hast so die Altersvorsäuer geplündert für diese Schätzchen.
Speaker0
02:46:04
Ich habe es kurz bei Marco auch gedacht, aber als er dann so die Finger drauf hatte, habe ich gedacht, nee, das macht er wahrscheinlich dann auch nicht.
Speaker1
02:46:14
Ja, cool. Also natürlich ein epochales Werk Da kann man nicht viel ergänzen, denke ich. Also ich würde die auch sehr willkommen heißen, wenn Tool hier an die eigene Schatzkammer ein bisschen denken und uns teilhaben lassen. Ich glaube, da würden alle Instant kaufen, ich genauso. Habe es nicht in meiner Top Ten, also es ist mir jetzt meine Nummer Eins nichts weggeschnappt. Auch aus dem Grund, weil ich auch später zu Tool gekommen bin und mir das damals eigentlich wirklich zu heavy war. Aber retrospektiv natürlich gilt es als Meilenstein und ich hätte sie schon ganz gern hier. Ja, würdiger Platz 1, definitiv. Ja, kann man machen.
Speaker0
02:47:03
Kann man machen. Und was man auch machen kann, wenn man eine entsprechende Lizenz hat, ist mal einen Song zu spielen und ich habe es ja schon angekündigt. Jetzt kommt für euch Stinkfest. Also jetzt wüsst ihr Bescheid und ich habe mal so im Hintergrund ein bisschen nachgegoogelt, um sozusagen meine gefühlte Evidenz nochmal zu belegen. Also ich habe bei Discogs, ich glaube zu dem Album. Über 150 Einträge gefunden, aber fast alles sind tatsächlich unofficial releases, weil jetzt einfach dann nicht mehr so der Markt bedient wurde. Und jetzt hier ist zum Beispiel eine Erstpressung mit Special Cut und Gatefold zu sehen, die damals rauskam, also so sah das aus. Und ja, also preislich sind wir da jetzt auf jeden Fall am Limit dessen, all dessen, was wir bisher so besprochen haben. Also es geht mit einer Very Good und Good Plus Hülle zustandlos bei 800 Dollar. Aber wir kommen da locker über 2000. Also 2500 ist so ein Standardpreis nach oben hin. Der höchste, der bisher verkauft wurde, war für 3.000 Euro. Im Durchschnitt legt mal für diese Platte ein Tausender hin für eine Erstpressung. Also Leute, ihr müsst diesen Markt endlich wieder in die Waage bringen. Bitte, bitte macht es wahr. Es wäre ein Traum. Und es würde einschlagen wie eine Community-Bombe. Mein Platz 1. Jetzt kann ich mich zurücklehnen, jetzt bin ich leer und jetzt bin ich gespannt, was bei dir das Krönchen kriegt für 1996.
Speaker1
02:50:39
Also bei mir hat das Krönchen keine unbekannte Platte und auch eine, die für diese Zeit extrem sinnbildhaft ist. Ich habe auf die Nummer 1 Beck mit O'Delay gepackt. Wahrscheinlich das Opus Magnum von Beck, wo alle möglichen Talente zusammengekommen sind, wo ganz viel gesampelt wurde, wo einfach alles gepasst hat. Und zu einem Zeitpunkt, wo man eigentlich schon dachte, das war eigentlich nur ein One-Hit-Wonder. Also ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir damals zu Loser den Kopf gewippt haben und gebankt haben. Und es war ein perfekter Song auf Mellow Gold. Ich kann mich noch gut an die CD erinnern. Das war schon was, aber das Album als solches war eher durchschnittlich. Aber dieses Loser war so ganz, ganz massiv und stark. Dann war es ruhig und dann irgendwann kam dieses Album. Und was soll man sagen, er hat diesen Nimbus oder dieses Gefühl von, es reicht für einen guten Song, aber sowas von abgeschüttelt mit dieser Platte. Also es ist einfach eine unglaubliche Wundertüte. Was da alles drinsteckt an Genres, an Geräuschen, also auch hier so eine Sache, Samples, Folk, Funk, Hip-Hop, Country, Noise, exotische Töne und alles so schön vermengt, dass einfach wirklich großartige Songs dabei rausgekommen sind. Etwa Verit's Ad oder Devil's Haircut. Und das wurde auch damals entsprechend gewürdigt. Also es gab verschiedenste Preise dafür, zwei Grammys sogar. Also man muss sich mal vorstellen, im Jahr 96 gewinnt eine doch auch so sperrige Alternativplatte zwei Grammys. In den Kritikerstimmen, überall weit oben, auch jetzt, wenn man so die Listen ansieht aus diesem Jahr, wird das häufig ganz weit oben benannt. Und ich finde auch zu Recht, weil es einfach ein kleines Meisterstück ist. Also ich zeige noch mal kurz die Platte dazu. Es ist so diese Variante auf hellblau, passt zum Himmel, würde ich mal sagen, auf diesem Cover. Wo dieses undefinierbare Wesen der Brüder springt. Ich glaube, es ist ein Hund. Ich habe das immer geliebt. Es ist ein Hund, der mich sammelt gesehen hat, habe ich dann gedacht, das ist irgendwie ein springender Wischmopp oder irgend sowas. Aber auch das irgendwo cool. Und für mich, also ich hatte mit Loser mehr oder weniger schon meine Liebe zu Beck entdeckt. Hier dann mit Odile dann auf Albumlänge und er hatte dann ja einen wirklich unglaublichen Lauf in den nächsten Jahren. Ich glaube, nach dieser Platte kamen dann Mutations, dann Die ist mit dem grünen Cover, da fällt mir der Name nicht ein.
Speaker0
02:53:58
Midnight Vultures oder so irgendwie.
Speaker1
02:54:00
Midnight Vultures, genau. Dann 2002, dieses Pinke fällt mir auch der Name gerade nicht ein. The Lost Cause oben war. Sea Change, genau. Unheimlich traurige, aber unheimlich schöne Platte. Also für ein paar Jahre war das wirklich so ganz, ganz toll. Und da hat es begonnen. Also da hat er diesen für mich diesen Geniestatus eigentlich gezeigt. untermauert und war ein cooles Ding. Und auch heute, wenn man so zurückblickt, kann man gut nach wie vor hören, hat diesen Vibe des Jahres, bildet dieses Album für mich extrem gut ab. Also da passt einfach alles so rein, über das wir heute schon gesprochen haben, was musikalisch so passiert, aber auch, dass man Musik, die vermeintlich nicht hörbar scheint, dass die ein Publikum findet und dass die einfach toll ist. Und wie man sagen, das zu untermauern, würde ich Devil's Haircut vorschlagen, Timo, dass wir da noch reinhören. Da tut es nämlich auch ganz viel in diesem Song und ja, großes Kino.
Speaker0
02:55:07
Das machen wir aber nicht, ohne die Hunde-Fans noch abzuholen und zu ergänzen, dass es sich um ein Kommondor, eine ungarische Hunderasse, mit charakteristischem schnurartigem Fell handelt. Alle Angaben, wie in diesem gesamten Podcast, ohne Gewehr. Damit ist man mal raus. Ja, aber Devils Haircut finde ich gut, weil ich habe das Album, halt oft angespielt irgendwie und dann glaube ich auch mal wieder so in der Hefte oder so, mal wieder ausgemacht oder wieder was anderes gehört und ich glaube, also wenn es jetzt darum geht, als Albumhörer also welcher Song ist irgendwie am häufigsten, bei mir von dem Album gelaufen, dann auf jeden Fall der weil wenn ich jetzt so durch die sonstige Songliste durchgucke tatsächlich muss ich bei vielen Sachen stutzen und denke so, was ist das nochmal für ein Lied? Habe ich gar nicht so im Ohr. Und deswegen auch hier wieder einiges zu tun, weil gerade die Midnight Vultures, wo mir jetzt ohne nachzugucken wohlgemerkt, direkt der Name einfiel. Damals hat ja das Gehirn noch funktioniert. Die war bei mir halt auf Heavy Rotation. Aber jetzt probieren wir es mal. Den Song kenne ich gut und rundet doch schön musikalisch dieserseits unsere Sendung ab. Und das machen wir jetzt. Viel Spaß! Also da spielt es überhaupt keine Rolle mehr, wie viel Uhr wir gerade haben oder was sonst irgendwie war. Oder wie warm es hier mal wieder im Studio ist. Ist alles scheißegal. Ich habe auf jeden Fall Bock, mal mit dir dancen zu gehen, Wolfgang. Jetzt haben wir schon wandern, naja, Eis essen. Berge erglimmen. Was auf jeden Fall noch fehlt, ist zusammen dancen zu gehen. Ja, das wird groß, das machen wir. Gelegenheit suchen. Aber jetzt sind wir ein bisschen mitgewirbt und ich habe es nochmal gefühlt, warum du es auf die Eins gemacht hast und ich kann es absolut mitgehen, nachvollziehen. Bin mir nur nicht ganz sicher, ob ich es damals zum Release gehört habe oder ein bisschen später oder ob es, ja, ob es sich doch, also es ging auf jeden Fall mit Loser und so los. Also da war lange nichts, bis ich mich mal wirklich mit dem Werk mehr auseinandergesetzt habe. Also ich nehme an, erst später. Deswegen hatte ich es nicht so für 96 auf dem Schirm, wie wir es ja auch schon mal bei Platten in anderen Sendungen auch heute schon hatten. Aber so ist es und damit umso persönlicher. Geil! Es war mir mal wieder eine große Ehre, mein Lieber, dieses Monument an Sendungen mit dir zusammenzuschnüren.
Speaker1
02:59:12
Mega geil. Wieder eine starke Leistung. Also wer es bis an diesem Punkt geschafft hat, liebe Hörerin, lieber Hörer, Gratulation.
Speaker0
02:59:23
Ihr seid mindestens so hart wie wir.
Speaker1
02:59:27
Aber was soll man sagen? Man muss da durch. Es ist, finde ich, einfach auch ein toller Jahrgang. Mega gut. Und fand ich auch deswegen interessant, dass wir auch sehr breit unterwegs waren. Also so 94, 95 gab es vielleicht so Platten, wo wir uns direkt darauf einigen konnten, die da waren. Und jetzt war es eigentlich sehr überraschend mitunter auch. Und das hat schon seinen Reiz auch, muss ich sagen.
Speaker0
02:59:57
Und absolut keine Doubles. Also wir haben uns nichts weggefischt irgendwie. Und ich müsste jetzt nochmal nachgucken, aber gefühlt haben wir in jeder Sendung mal ein Album doppelt gehabt irgendwie. Also ich meine, das ist jetzt zum ersten Mal. Aber das könnt ihr mal rausfinden. Schreitze in die Kommentare. Genug recherchiert für heute. Auf jeden Fall sehr cool war es und wie gesagt, ihr da draußen, wenn es euch auch Spaß gemacht habt und dann lasst gerne mal, ein Likechen fallen, das motiviert uns weiterzumachen, denn wir haben noch viel vor, schon im Herbst, wie gesagt, die, Sendung dann über 2006, haben wir sogar schon einen Termin fix, freuen wir uns drauf und wir freuen uns natürlich auch auf eure, Reaktionen auf allen Plattformen, sobald die Sendung announced wird. Ihr könnt überall drunter schreiben, was eure Highlights 96 waren. Wir diskutieren es gerne. Und besonders herzlich und eng hier in dem Broadcast-Channel auf Instagram unter dem neuen Kanal Vinyl & News. Falls ihr noch im Alten seid oder TimoKal82, dann müsst ihr jetzt wechseln. Denn da sind jetzt nur noch private Sachen, ein paar Konsellerlebnisse, Kulturereignisse. Wahrscheinlich empfehle ich euch mal Wein oder so irgendwas. Also ihr müsst nicht rausgehen. Aber wenn ihr jetzt dezidiert zu Schallplatten-Community-Austausch haben wollt, dann müsst ihr wechseln. Wir sind jetzt umgezogen, wie in den Hausmitteilungen mitgeteilt. Also nochmal neu scannen, auch wenn ihr früher schon drin wart. Danke für eure Unterstützung und ja, wir freuen uns auf euch. Und jetzt spinnen wir die Sendung ab. Ich verrate nicht ganz so viel, das verrate ich schon mal, aber irgendwas sage ich ja dann doch nochmal zum Abschluss. Und da geht es jetzt hin. Also tausend Dank Wolfgang für deine Zeit.
Speaker1
03:01:37
Ciao, ciao. War toll, danke.
Speaker0
03:01:39
Mega cool. Und damit sind wir am Ende von Vinyl & Talk zum Thema Top 10 Platten von 1996 mit Wolfgang Adias Wynel & Wolf. Dem jetzt natürlich am meisten danke, wie gerade geschehen, aber ich möchte auch euch Zuschauer und Zuhörerinnen da draußen auf YouTube und den Podcast hören im Vinyl & Podcast. Ganz herzlich für eure Treue und eure Leidenschaft danken. Jetzt im Anschluss gerne Apple Music und Spotify hören. Links sind in den Shownotes, auch die Playlist gleich abspeichern. Das ist immer die gleiche. Wir packen rein, die neuen Tracks sind unten. Like habe ich schon gesagt, Kommentare habe ich schon gesagt. Aber was ich noch nicht gesagt habe, falls ihr ganz neu seid und zufällig hier gelandet seid, lasst gerne ein Abo da, motiviert uns damit, drückt immer auch auf die Glocke, damit ihr seht, wenn ein neues Video kommt. Und ja, wenn ihr so richtig emotionale Wallungen hattet und vielleicht an der einen oder anderen Stelle so ein bisschen Gänsehaut, vielleicht möchtet ihr auch das Video hypen. Das wäre natürlich noch cooler. Und wenn ihr im Podcast seid, abonniert, verteilt dort Sterne, schreibt mal eine Rezension. Die Vinyl Und Season, die marschiert so langsam mit großen Schritten auf die Sommerpause zu. Ein paar letzte Highlights warten diesen Sommer allerdings noch auf euch. So gibt es das ein oder andere Wiedersehen mit bekannten Leuten aus der HiFi-Szene und vor hoffentlich liebgewonnenen Formaten. Seid gespannt, was da noch so kommt. Noch verrate ich nichts. Bis dahin schaut noch ein paar frühere Videos oder hört ältere Podcast-Folgen. Und wenn ihr Platten kauft oder welche habt, die wir hier besprechen, uns jetzt gerne das Hashtag Vinylund und taggt Wannerandwolf bzw. Vinylund. Vielen Dank fürs Teilen unserer Nostalgie. Macht's gut. Ciao.