Wie hältst du’s mit der Klimawende?
Antworten auf die Gretchenfrage von heute
24.04.2025 21 min
1987 brachte die Rockband R.E.M. ihren Song „It’s the End of the World as We Know It (And I Feel Fine)“ heraus und eroberte die Dancefloors des Planeten. Heute, beeindruckt von einem sich immer deutlicher abzeichnenden weltweiten Klimawandel, fragt der Buchautor Hermann Theisen, ob man diesen Song immer noch ohne Beklemmung hören könne. „Können wir wirklich ernsthaft fine sein – und die Party einfach endlos weitergehen lassen, so als wäre nichts gewesen und als gäbe es kein Morgen?“, fragt er. Und er fragt das nicht nur sich selbst, sondern 50 andere Vertreter unterschiedlicher Professionen und Altersgruppen, die er in dem Buch „Klimawende jetzt“ zu Wort kommen lässt.
Aus jedem Stadtteil wird ein Dorf
Wie eine lebensfördernde Ökonomie entsteht
15.04.2025 24 min
Johannes Liess hat sich einen Ruf als Dorfretter erworben. 2003 zog der weltläufige Architekt, der international als Büro- und Projektleiter für die österreichischen Stararchitekten von Coop Himmelb(l)au gearbeitet hat, mit seiner Familie ins mecklenburgische Lüchow, einem Nest, das außer einem Briefkasten, einer Bushaltestelle und fünf letzten Bewohnern im Rentenalter kaum mehr ein Lebenszeichen aussandte. Innerhalb von zehn Jahren gelang es ihm, das Dorf wiederzubeleben, heute wohnen über 60 Menschen in Lüchow, darunter fast die Hälfte Kinder. Bereits 2011 schrieb Liess darüber einen 300 Seiten dicken Roman unter dem Titel „Artgerecht leben: Von einem, der auszog, ein Dorf zu retten“. Jetzt hat er ein neues Buch geschrieben, keinen Roman, sondern ein Sachbuch, das sich streckenweise jedoch auch poetisch gibt. Es geht in dem Buch um Wege zu einer „lebensfördernden Ökonomie“, die der Autor sich als „Wirtschaften mit Herz & Verstand“ vorstellt.
Kommt es auf die Opas an?
Warum beim Klima gerade die Älteren gefordert sind
11.04.2025 20 min
Der 1949 geborene Achim Bubenzer hat ein erfolgreiches Leben als Physiker hinter sich, u.a. war er am Aufbau einer Pilotfertigungsanlage für Solarmodule beteiligt und Professor und Rektor einer Hochschule. Er könnte, wie er selbst schreibt, sein „Leben als rüstiger Pensionär beim Radeln und Baden am Starnberger See oder an lauen Sommerabenden bei einem Glas kühlen Weißwein genießen“. Er könnte auch an der Tankstelle für 150 Euro Diesel tanken und in seinem „bequemen Volvo 1.000 oder sogar 1.400 Kilometer fahren, auch im tiefsten Winter bei Eis und Schnee im gemütlich warmen Innenraum oder im Hochsommer bei über 40 Grad kurz vor Mailand mit Klimaanlage bei angenehmen 20 Grad“. Warum macht Achim Bubenzer das keinen Spaß (mehr)?
Inklusion verändert die Gesellschaft...
... wenn wir es ernst meinen
31.03.2025 28 min
Die UN-Behindertenrechtskonvention wurde im Jahr 2006 verabschiedet und 2008 von der deutschen Bundesregierung übernommen. Sie sollte einen Paradigmenwechsel einleiten. Die Verantwortung für die Inklusion sollte künftig nicht mehr bei den Menschen mit Behinderungen liegen, „die sich so anpassen müssen, dass sie zum Beispiel in der Schule oder Arbeitswelt integriert werden können, sondern die Schule bzw. Arbeitswelt muss so gestaltet sein, dass Menschen unabhängig von ihren körperlichen, geistigen, sinnlichen oder psychischen Voraussetzungen daran teilhaben können“. Jochen Mack untersucht in seinem Buch „Zusammen. Vielfalt. Leben!“, inwieweit dieser grundsätzliche Wandel in unserer Gesellschaft angekommen ist bzw. was wir noch tun sollten, um eine inklusive Gesellschaft zu werden.
Nicht „Firma spielen“, sondern Flow ermöglichen
Tools für ambitionierte Teams & Organisationen
24.03.2025 19 min
Lähmende Meetings, endlose Diskussionen, entscheidungsschwache Teams und unflexibles Projektmanagement charakterisieren ein großen Teil der Arbeitswelt in Organisationen, Unternehmen und Verwaltungen. Wer darunter leidet, könne sich wahrscheinlich „gar nicht vorstellen, dass es Möglichkeiten gibt, diese Formate mit mehr Flow zu gestalten“, vermuten Laurent Burst und Nadja Schnetzler in ihrem Buch „Zusammenarbeit im FLOW“.
Die neuen Grenzen des Wachstums sind – Chancen!
Der aktuelle Bericht des Club of Rome - und was er für Deutschland bedeutet
14.03.2025 15 min
Seit dem ersten Bericht des Club of Rome (CoR) sind über 50 Jahre vergangen. Können wir uns darüber freuen, dass der seinerzeit projektierte zivilisatorische Zusammenbruch nicht eingetreten ist? Vor allem Ökonomen würden dies zuweilen triumphierend ins Feld führen, berichten die Autoren des neuen CoR-Berichts, für den es jetzt eine spezielle Ausgabe zur Situation in Deutschland gibt, der mit Unterstützung von Wissenschaftler(inne)n des Wuppertal Instituts entstanden ist („Earth for All Deutschland. Aufbruch in eine Zukunft für Alle“). Also, wie steht es um unsere Erde?
Klein, aber fein
Die fünfte Dimension der Mobilitätswende
14.03.2025 23 min
Bei der Mobilitätswende geht es nicht nur um eine Lösung für das Energieproblem. Sondern auch um die Frage, wie wir den städtischen Lebensraum sozial verträglich gestalten. In dieser Diskussion wurde bisher ein Aspekt total vernachlässigt. Während wir in der verkehrspolitischen Stadtentwicklung Alternativen diskutieren, die die Vermeidung unnötiger Mobilität, das Verkehrsmittelangebot, die Nutzungsformen und die Antriebstechnologie betreffen, wird der fünfte Aspekt völlig ausgeblendet: die Frage, wie viel Raum die genutzten und bereitgestellten Verkehrsmittel eigentlich beanspruchen. Drei Verkehrsplaner der Universität Kassel haben jetzt zusammen mit dem kreativen Mobilitäts-Vordenker Konrad Otto-Zimmermann das erste Standardwerk zu diesem Thema erarbeitet, das sie unter dem Begriff „Feinmobilität“ publizieren.
Sind gute Führungskräfte glücklich?
Ja, wenn sie Stoiker sind!
28.02.2025 29 min
Können Philosophen der Antike, die vor 2000 Jahren gelebt haben, für unsere Zeit nützlich sein? Oder uns sogar sagen, wie erfolgreiches Führen und Managen geht? Unternehmensberater wie Alexander Zock bejahen das. In seinem Buch „Der Weg der Stoa in der Führung“ verrät uns Zock auch, warum und wie.
Nicht Wende, sondern Kehrtwende
„Earth for All“, wie es gehen könnte
18.02.2025 19 min
50 Jahre nach den Grenzen des Wachstums legt der Club of Rome wieder eine dringliche Warnung vor. In fünf Lebensbereichen gehe es jetzt nicht mehr um eine bloße Wende unseres Wirtschaftens und Lebens, jetzt sei die Kehrtwende in vielen Bereichen notwendig, um ein erträgliches Leben für alle Menschen dieses Planeten sicherzustellen. Studentinnen und Studenten der Leuphana Universität (Lüneburg) haben zusammen mit ihren Professor(inn)en den „Survivalguide für unseren Planeten“ analysiert und sind zu dem Schluss gekommen: In dem Buch werden zwar die Ziele dargestellt, also was geschehen müsste, aber nicht das Wie. Deshalb tauge „Earth for All“ „nur bedingt als tatsächliche Überlebensanleitung“, sei zu vage und unkonkret. Die jungen Leute belassen es aber nicht bei der Kritik, sondern sie legen ein eigenes Buch vor mit dem Titel „Wie genau die Welt retten?“
Neue Arbeitswelt in alter Branche
Warum jetzt sogar Steuerberater auf New Workism setzen (müssen)
24.01.2025 23 min
Es gibt wohl kaum eine Wirtschaftsbranche in unserem Land, die als weniger konservativ und staubtrocken gilt als die Steuerberater. Da fällt es schon extrem auf, wenn ein Steuerbüro sich auf seiner Website so darstellt, ich zitiere. „… in unserer Kanzlei pflegen wir ein warmes Miteinander. Oder wie man im Steuerjargon sagt: Work-Life-Bilanz.“ Kommt also auch in dieser Branche jetzt „New Work“ an und prägt eine humanere Arbeitswelt? Und ist diese Tendenz nur aus der Not des Fachkräftemangels geboren – oder sind auch andere Faktoren am Werk? Das fragen wir heute den Autor des soeben erschienen Buches „Neue Arbeitswelt in der Steuerberatung“. Ralf Haase ist Leiter der Personalabteilung einer mittelgroßen Steuerberatung in Berlin. Er könnte uns also aus dem Nähkästchen berichten…
Das neue Gefühl für Macht
Wie wir Rang, Privilegien und Hierarchie richtig einsetzen
23.01.2025 24 min
Der Begriff „Macht“ weckt meistens negative Assoziationen. Unterdrückung, Machtmissbrauch und Fremdbestimmung schwingen sofort mit. Dass jetzt ausgerechnet eine Autorin, die ihr Leben lang in hierarchiefreien Projekten, Gemeinschaftsinitiativen und der selbstverwalteten Öko-Szene unterwegs war, eine Lanze für Macht, Rang und Hierarchie bricht, mag verwundern. Aus der persönlichen Sicht von Eva Stützel, Autorin des Buches „Macht voll verändern“, ist das aber gar kein Widerspruch. Die Psychologin beobachtet seit langem, dass Initiativen, die aus dem Paradigma von „Macht ist böse“ kommen, sich selbst schwächen.
Menschen wollen arbeiten
Was Unternehmen dafür tun müssten
20.01.2025 22 min
Eine aktuelle Umfrage bestätigt, was man schon des Öfteren vermutet hat: Bei den Jungen, der sogenannten Generation Z, hängen sich weniger Menschen im Job so rein wie die Babyboomer es tun oder getan haben. Der Wirtschaftspsychologe Ingo Hamm, Professor für Wirtschaftspsychologie, ehemaliger McKinsey-Berater, Gründer und Konzernmanager, befürchtet, dass die jungen Menschen damit in ein psychologisches Dilemma geraten. Er stellt fest, dass sie zwar ihre persönliche Selbstbestimmung über die klassischen Anreize – Gehalt, Status und Karriere – stellen, aber ohne zu wissen, was sie wirklich antreibt: „Sie verweigern die Möhre, ohne zu wissen, was sie stattdessen wirklich wollen. Sie wissen, dass sie kein Esel sein wollen – aber was dann?“ In seinem neuen Buch „Lust auf Leistung“ formuliert Hamm ein Gegenprogramm gegen die gängige New Work-Ideologie, die viel dafür tue, „dass Arbeit nicht mehr nach Arbeit aussieht und sich vor allem nicht mehr danach anfühlt.“ Menschen wollen arbeiten, stellt der Psychologe fest, weil und wenn sie darin die Quelle ihrer Selbstwirksamkeit finden. Was macht die Generation Z also falsch?
Ende der Nachhaltigkeit
Warum die ökoemanzipatorische Transformation nicht stattfindet und unsere Gesellschaft dennoch nicht untergeht
18.12.2024 33 min
„Ende oder Wende“ könnte man das ökoemanzipatorische Projekt übertiteln, das in den letzten fünfzig Jahren zunehmende Breitenwirkung entfaltet hat. Entweder schaffen wir die große Wende hin zu einer nachhaltigen, klimaverträglichen Wirtschaftsform – oder wir riskieren, dass kommende Generationen einen zunehmend lebensfeindlichen Planeten managen müssen und unser heutiger Wohlstand definitiv vorbei ist. Erst jüngst hat der Club of Rome in einem neuen Bericht seine Warnungen weiter verschärft, er fordert jetzt mehr als eine Wende – nämlich eine Kehrtwende. Und dennoch scheint die Alternative falsch zu sein. Weder Ende noch Wende sind bisher eingetreten. Stattdessen stehen wir heute vor Einsichten, die uns desillusionieren. Zunehmend, so hält uns der Politikwissenschaftler Ingolfur Blühdorn vor Augen, "erweist sich die Überzeugung als unhaltbar, dass mehr Demokratie unbedingt zu mehr Nachhaltigkeit führe". Stattdessen spreche viel dafür, "dass gerade der politische Druck für mehr demokratische Teilhabe immer schon ein wesentlicher Motor der fossilen Wachstumswirtschaft war sowie auch der fortgesetzten Externalisierung sozialer und ökologischer Kosten". Öffnet sich die Schere zwischen demokratischer Freiheit und ökologischen Zwängen also immer weiter – und müssen wir uns für das eine oder das andere entscheiden?
Tu was für das Wasser!
Was Artenschutz und Hochwassergefahr mit unserem täglichen Leben zu tun haben
10.12.2024 25 min
Es gab eine Zeit, da konnte man „bedenkenlos aus den Bächen und Flüssen unserer Heimat“ trinken. Der studierte Hydrobiologe Clemens Kuhnitzsch kann sich vorstellen, dass kommende Generationen dies auch wieder tun könnten. Auch wenn „unsere Flüsse und Bäche global gesehen die am meisten gefährdeten Ökosysteme“ heutzutage darstellen und sowohl unter Verbauung und Übernutzung als auch unter den massenhaften Einträgen von Schadstoffen, Mikroplastik und Chemikalien leiden.
Unternehmen transformieren
Wie es wirklich geht
27.11.2024 24 min
Wer Organisationen wirksam verändern, anpassungsfähiger, flexibler und nachhaltiger machen möchte, müsse Organisationen erst einmal verstehen, so Christina Grubendorfer. In ihrem 368 Seiten dicken Buch „The Real Book of Work“ versucht die Autorin unsere Verstehensfähigkeit dadurch zu verbessern, dass sie mit systemischem Blick sowohl auf die Schwachseiten der diversen Management-Mythen als auch auf die grundlegende Funktionsweise von Unternehmen und Organisationen blickt.
Braucht Nachhaltigkeit die Kunst?
Oder warum sind Recyclinghöfe keine Kulturzentren?
22.11.2024 22 min
Der Soziologe und Schauspieler Manuel Rivera hat sein Buch „Kultur in der Klimakrise“ genannt. Aber ist nicht vielleicht die Kultur heute selbst in der Krise, angesichts der klaffenden Haushaltslücken, die nicht nur in Berlin derzeit zu drastischen Sparmaßnahmen zwingen? In dieser Situation stehen Kunst und Kultur unter einem verstärkten Zwang, nachzuweisen, dass sie tatsächlich einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Bewältigung der Klimakrise leisten…
Holt uns die DDR wieder ein?
Führen grüne Transformation und Gemeinwohlorientierung in einen neuen (alten) Totalitarismus?
11.11.2024 27 min
Diesmal ist Katja Adler bei uns zu Gast mit einem provozierenden Buch zu Deutschland. In Eisenhüttenstadt geboren hat sie beide Systeme bewusst erlebt. Heute lebt die Bundestagsabgeordnete in Westdeutschland und sie stellt fest, dass die Sehnsucht nach autoritären Strukturen à la DDR im ganzen Land zunimmt… Was ist los im wiedervereinigten Deutschland? 35 Jahre nach dem Mauerfall werden die Gräben tiefer und wird das Schicksalhafte der Geschichte auf beiden Seiten der ehemaligen Grenze deutlich. Wieso jetzt? Sind es wirklich „die“ Ostdeutschen, die plötzlich renitent werden? Oder ist die gesamte Republik auf einem schlechten Weg? Katja Adler versucht eine Erklärung, die sich gleichermaßen vom Ostdeutschen-Bashing und von ostalgischer Verklärung der DDR-Realität fernhält.
Change war gestern. Heute ist Transformation
Und wir brauchen: Sustainability Leadership!
04.11.2024 19 min
Immer mehr Unternehmen werden gesetzlich verpflichtet, jährliche Nachhaltigkeitsberichte vorzulegen. Ähnlich wie das Lieferkettengesetz steht die Berichtspflicht im Verdacht, vor allem den bürokratischen Aufwand für die Wirtschaft unverhältnismäßig zu erhöhen. Der grüne Wirtschaftsminister Habeck will deshalb sogar die „Kettensäge anwerfen und das ganze Ding wegbolzen“. Habeck glaubt, man sei bei der zunehmenden Regulierung im Zeichen der Nachhaltigkeit „völlig falsch abgebogen“. Die Unternehmensberater Felix Richter und Andre Stuer sehen noch eine ganz andere Gefahr als die bürokratische Überlastung. Die zunehmenden Anforderungen einer formalisierten Nachhaltigkeits-Berichterstattung fördern nämlich die Ansicht, man könne ein Unternehmen dadurch nachhaltig aufstellen, indem man einen linearen und sachlogischen Prozess startet. Braucht man auch eine Kettensäge, um diese offenbar irrige Ansicht aus der Welt zu schaffen?
Mehr soziale Innovation, bitte!
Social Enterprises braucht das Land…
19.10.2024 35 min
Der globale Wohlstand steigt. Trotz aller regionalen Krisen und Rückschläge pushen technische Innovationen und billige Energie die ökonomische Entwicklung weltweit. Daraus den Schluss zu ziehen, dass der technische Fortschritt allein die Welt zu einem besseren Ort macht, sei jedoch ein Irrtum – stellen Michael Wunsch und Birgit Heilig in ihrem Buch über soziale Innovation fest.
Aufhören, Monopoly zu spielen
Wie Unternehmen die Welt nachhaltig verändern könnten
03.10.2024 20 min
Der deutschen Wirtschaft geht es schlecht. Der Traum vom Wachstumsfaktor „Nachhaltigkeit“ scheint zu zerplatzen. VW baut Stellen und Werke ab und die ersehnten E-Autos produzieren andere, allen voran China. Ohnehin gibt es kaum kleinere und erschwingliche Elektroautos, die die Energie- und Verkehrswende viel mehr unterstützen würden als teure und immer schwerer werdende E-SUVs. Stimmt es also vielleicht tatsächlich, was der Volkswirt und Unternehmensberater Frank Thun in seinem Buch „Unternehmen in Grün“ die „unerhörte Ambitionslosigkeit der heutigen Unternehmen“ nennt. Und trifft es vielleicht besonders auf die Situation in Deutschland zu?
20:80 – Klimaschutz nach dem Möglichkeits-Prinzip
So erreichen wir schnell 80 Prozent unserer Klimaziele
16.09.2024 15 min
Immer wieder beklagen wir den „Knowing-Doing-Gap“, also den deutlichen Unterschied zwischen Wissen und Handeln, gerade auch wenn es um umweltfreundliches, klimaschützendes und nachhaltiges Verhalten geht. Auch die Autoren des Buches „Klimakurve kriegen“ haben sich von mit diesem scheinbaren Paradox befasst und sie schlagen uns einen Ausweg vor. Peter Blenke und Christian Reisinger vermuten, dass das Lähmende am „Knowing-Doing-Gap“ die Tatsache ist, dass wir das Ganze aus dem „Problemblickwinkel“ angehen anstatt aus einer „Möglichkeitsperspektive“.
Wie ernähren wir den postfossilen Planeten?
Andreas Springer-Heinze und sein Buch über "Die unendliche Transformation"
06.09.2024 17 min Inga Jacobsen
Das Agrarsystem scheint an natürliche Belastungsgrenzen zu stoßen, so dass wir uns mit der Frage beschäftigen müssen, wie eine nachhaltige Agrarwirtschaft in einer postfossilen Gesellschaft aussehen könnte. Längst gibt es in politischen Programmen und globalen Agenden der nachhaltigen Entwicklung dazu zwar Zielvorstellungen und utopische Beschreibungen der notwendigen „Großen Transformation“, aber Andreas Springer-Heinze, der lange Jahre in der Entwicklungshilfe gearbeitet hat, bezweifelt deren Wert. Denn „Utopien taugen nicht als Planungsgrundlage“, wie er schreibt.